# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran schließt erneut Straße von Hormus
> Iran erwägt den Rücktritt von der vereinbarten Feuerpause. Die Straße von
> Hormus ist laut Staatsmedien wieder geschlossen. Netanjahu hält „Finger
> am Abzug“
(IMG) Bild: Straßenszene mit Propaganda. Teheran, 8. April
## 20.11 Uhr: Netanjahu spricht von „enormen Erfolgen“ im Iran-Krieg
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat betont, die
Waffenruhe im Iran-Krieg sei „nicht das Ende des Kampfes“. Es sei vielmehr
eine „Station auf dem Weg zum Erreichen aller unserer Ziele“, sagte
Netanjahu in einer Ansprache.
Im Krieg mit dem Iran habe der Staat Israel „enorme Erfolge erzielt –
Erfolge, die bis vor kurzem völlig unrealistisch schienen“, sagte
Netanjahu. „Der Iran ist schwächer als je zuvor, Israel ist stärker als je
zuvor.“
Gleichzeitig sagte der Premier, Israel habe „noch Ziele zu erreichen, und
wir werden dies tun“. Dies könne entweder durch eine Einigung oder eine
Wiederaufnahme der Kämpfe geschehen. „Wir sind bereit, jederzeit die Kämpfe
wieder aufzunehmen.“, sagte der Regierungschef. Man habe weiter den „Finger
am Abzug“. (dpa)
## 20.04 Uhr: Iran fordert Ende der israelischen Angriffe im Libanon
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat ein Ende der israelischen
Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Rahmen der vereinbarten Waffenruhe im
Iran-Krieg gefordert. Araghtschi erklärte am Mittwoch, Israel sei Teil der
Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten, auch wenn Israel das Gegenteil
behaupte. „Die Welt sieht die Massaker im Libanon“, teilte Araghtschi in
einem Beitrag auf der Plattform X mit. „Der Ball liegt nun bei den USA, und
die Welt beobachtet, ob sie ihren Verpflichtungen nachkommen werden.“ (ap)
## 19.02 Uhr: Iran schließt Straße von Hormus
Laut einem Bericht staatlicher Medien hat Iran die Straße von Hormus wieder
gesperrt. Der Schritt sei als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon
erfolgt. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warf Israel
Verletzungen der Waffenruhe „im Iran und im Libanon“ vor.
„Ein Angriff auf den Libanon ist ein Angriff auf den Iran“, schrieb der
Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der iranischen
Revolutionsgarde, Sejed Madschid Mussawi, auf der Plattform X. Die
iranischen Streitkräfte bereiteten eine harte Reaktion vor, warnte er, ohne
jedoch Einzelheiten zu nennen.
Iranische Medien und der Fernsehsender Al Dschasira berichteten
unterdessen, dass Teheran bereit sei, sich aus der Waffenruhe
zurückzuziehen und Vergeltung für israelische Angriffe im Libanon zu üben.
(afp/dpa/taz)
## 18.38 Uhr: Neue Luftangriffe Israels in Beirut
Israel setzt seine heftigen Luftangriffe auf Ziele in der libanesischen
Hauptstadt Beirut trotz einer Waffenruhe im Iran-Krieg fort. Augenzeugen
berichteten, ein Gebäude in der Mittelmeerstadt sei zerstört worden. Es
habe Opfer gegeben. Die israelische Armee teilte mit, in Beirut sei ein
Kommandeur der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah angegriffen
worden. (dpa)
## 18.29 Uhr: Israel und USA verteidigen Angriffe auf Hisbollah
Das israelische Außenministerium stellte die massiven Angriffe auf Ziele
der libanesischen Hisbollah-Miliz als Notwendigkeit dar und griff die
Führung des Nachbarlands scharf an: Diese schäme sich nicht, „Israel dafür
anzugreifen, dass es genau das tut, was sie selbst hätten tun sollen: gegen
die Hisbollah vorzugehen“, hieß es in einem Post des Außenministeriums auf
der Plattform X.
US-Präsident Donald Trump erklärte, dass die Waffenruhe im Iran-Krieg auch
seiner Ansicht nach nicht für den Libanon gilt. Grund sei die pro-iranische
Hisbollah-Miliz im Libanon, sagte Trump dem Sender PBS.
Deutschland, andere europäische Staaten und Kanada hatten zuvor dazu
aufgerufen, die Waffenruhe „auch im Libanon“ umzusetzen. Die unter anderem
in Berlin veröffentlichte Erklärung wurde von den Staats- und
Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Großbritanniens,
Kanadas, Dänemarks, der Niederlande, Spaniens sowie von
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António
Costa abgegeben. (dpa/afp/taz)
## 18.20 Uhr: Iran erwägt Ausstieg aus Feuerpause
Iran erwägt nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, aus der vereinbarten
zweiwöchige Feuerpause mit den USA auszusteigen. Hintergrund seien die
anhaltenden israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon, berichtet
Fars unter Berufung auf eine informierte Quelle. Die Hisbollah gilt als
wichtigster Verbündeter Irans in der Region.
Zugleich drohte ein anonymer Militärvertreter laut Nachrichtenagentur Fars
Israel mit weiteren Angriffen, sollte die Offensive gegen die Hisbollah
weitergehen. Nach Angaben von Fars passierten nur zwei Öltanker die Straße
von Hormus, bevor der Schiffsverkehr aus Protest wieder eingestellt wurde.
Diese Blockade widerspricht der Vereinbarung mit den USA.
Nach Auffassung der iranischen Führung verstößt Israel mit seinen
andauernden Angriffen auf die Hisbollah gegen die mit den USA abgestimmte
Waffenruhe. Pakistans Premier, Shehbaz Sharif, schrieb auf X, die
Feuerpause gelte ausdrücklich auch für den Libanon. (dpa/taz)
## 17.43 Uhr: Libanon meldet 89 Tote bei israelischen Angriffen
Ungeachtet der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran weitet Israel seine
Angriffe im Libanon aus. Die jüngsten Bombardierungen Israels seien die
schwersten, die das Land seit Beginn des Krieges zwischen der Hisbollah und
Israel Anfang März erlebt habe, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am
Mittwoch aus libanesischen Sicherheitskreisen. Das libanesische
Gesundheitsministerium sprach von 89 Toten und 700 Verletzten bei den
Angriffen auf die Hauptstadt Beirut und andere Orte.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz wiederum bezeichnete die
Angriffe als schweren Schlag gegen die Hisbollah-Miliz – die ihrerseits
ihre Angriffe aber nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen am
Mittwochmorgen eingestellt hatte. Iranische Medien berichten, dass die
iranische Führung die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr erst
freigeben will, wenn Israel auch seine Angriffe im Libanon stoppt. (rtr)
## 17.34 Uhr: Katar meldet Beschuss aus dem Iran
Der Iran hat trotz Waffenruhe seine Angriffe auf Katar fortgesetzt. Das
Verteidigungsministerium des Golfstaats teilte mit, das Land sei heute mit
sieben ballistischen Raketen und mehreren Drohnen aus dem Iran angegriffen
worden. Die katarische Armee habe alle Raketen und Drohnen erfolgreich
abgefangen.
Auch die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten
selbst nach Verkündung einer Waffenruhe neuen Beschuss aus dem Iran
gemeldet. (dpa)
## 16.28 Uhr: Iran droht mit Ende der Waffenruhe wegen Libanon-Angriffen
Der Iran droht einem Medienbericht zufolge mit einem Ende der Waffenruhe,
sollten die israelischen Angriffe im Libanon weitergehen. Das iranische
Militär erfasse Ziele für eine Vergeltung wegen der jüngsten Attacken,
meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen
Insider. Die mit den USA vereinbarte Feuerpause schließe ein Ende der
Kämpfe an allen Fronten ein. (rtr)
## 16.18 Uhr: Pakistan: Delegationen aus USA und Iran reisen am Freitag an
Die Delegationen aus den USA und dem Iran werden am Freitag zu Gesprächen
in Pakistan eintreffen. Dies teilt der pakistanische Ministerpräsident
Shehbaz Sharif mit. (rtr)
## 16.15 Uhr: Waffenruhe beflügelt Wall Street
Die US-Börsen haben dank der angekündigten Feuerpause im Irankrieg eine
Erholungsrally gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte
am Mittwoch um drei Prozent auf 47.990 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500
stieg um 2,5 Prozent auf 6.784 Zähler. Der Index der Technologiebörse
Nasdaq gewann 3,2 Prozent auf 22.720 Punkte. (rtr)
## 16.12 Uhr: Iran und Saudi-Arabien melden Drohnen-Abschüsse
Saudi-Arabien und der Iran melden jeweils den Abschuss von Drohnen. In den
vergangenen Stunden seien neun Flugkörper abgefangen worden, teilt das
Königreich mit. Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben
eine Hermes-900-Drohne über dem Süden des Landes abgeschossen. Dieser Typ
wird von Israel eingesetzt. Die Garden warnen, dass jedes Eindringen in den
iranischen Luftraum als Verletzung der Feuerpause gelte.
## 16.12 Uhr: Waffenruhe im Irankrieg: Merz telefoniert mit Trump
Nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA hat
Bundeskanzler Friedrich Merz mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das
verlautete aus Regierungskreisen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber
berichtet. Über Inhalte wurde nichts bekannt. (dpa)
## 16.09 Uhr: CSU-Verteidigungspolitiker Erndl unterstützt möglichen
Hormus-Einsatz
Der Unions-Verteidigungspolitiker Thomas Erndl (CSU) befürwortet eine
mögliche deutsche Beteiligung an einer Militärmission an der Straße von
Hormus. „Als Parlament erwarten wir eine frühzeitige Einbindung und
unterstützen die Regierung bei einem möglichen Engagement“, sagte Erndl den
Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR) nach Angaben vom
Mittwoch. Nun liege es in der Verantwortung des
Bundesverteidigungsministeriums, „konkrete Handlungsoptionen zu prüfen und
vorzubereiten“. (afp)
## 16.06 Uhr: US-Militär ist zu weiteren Angriffen auf den Iran bereit
Das US-Militär ist nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth zu
weiteren Angriffen auf den Iran bereit. Dies werde geschehen, wenn Teheran
sein angereichertes Uran nicht übergebe, sagte Hegseth am Mittwoch in
Washington. Der Pentagon-Chef machte keine näheren Angaben dazu, ob der
Iran einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten gemeinsamen Bergung
von Nuklearmaterial zugestimmt hat. Der Iran werde das Material freiwillig
aushändigen, sagte Hegseth, andernfalls könnten die USA ähnlich wie im
vergangenen Sommer iranische Atomanlagen angreifen. „Wir behalten uns diese
Möglichkeit vor“, sagte er und betonte, das iranische Militär stelle keine
nennenswerte Bedrohung mehr für die US-Streitkräfte oder die Region dar.
Der Iran sei deutlich besiegt worden.
„Das Pentagon hat – vorerst – seinen Teil getan“, sagte Hegseth. „Wir
stehen im Hintergrund bereit, um sicherzustellen, dass der Iran alle
Bedingungen einhält.“ Auch Generalstabschef Dan Caine erklärte, die
US-Luftangriffe hätten das iranische Militär und dessen Rüstungsindustrie
erheblich geschwächt. Er sagte ebenfalls, das Militär sei bereit, die
Angriffe wieder aufzunehmen, sollte die Waffenruhe scheitern. (ap)
## 16.04 Uhr: Trump: Könnten Schiffsverkehr gemeinsamen mit Iran schützen
Die Schifffahrt durch die Straße von Hormus könnte nach den Worten von
US-Präsident Donald Trump gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert
werden. Es gebe die Überlegung, es als Gemeinschaftsprojekt umzusetzen,
sagte er dem Sender ABC News zufolge. „Das ist eine Möglichkeit, sie
abzusichern – auch vor anderen Leuten“, sagte er, ohne weiter ins Detail zu
gehen. (dpa)
## 15.48 Uhr: Dutzende Tote und Chaos nach israelischem Großangriff in
Libanon
Ungeachtet der Waffenruhe im Irankrieg greift Israel den Libanon weiterhin
massiv an. Die Armee berichtete am Nachmittag vom „größten koordinierten
Angriff“ seit dem Wiederaufflammen des Konflikts mit der Hisbollah Anfang
März. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete Dutzende Tote und
Hunderte Verletzte. Demnach sind noch Menschen unter Trümmern nach
Angriffen verschüttet. Auch aus einem Krankenhaus hieß es, die Klinik
behandle eine große Zahl von Opfern.
Israels Armee berichtete am Nachmittag, sie habe innerhalb von zehn Minuten
in der libanesischen Hauptstadt Beirut, im Osten sowie im Süden des
Nachbarlandes mehr als 100 Kommandozentralen und Militärstützpunkte der
Hisbollah ins Visier genommen worden. Der israelische Verteidigungsminister
Israel Katz sprach von einem „Überraschungsangriff“, der Hunderte
Hisbollah-Mitglieder getroffen habe. Aus libanesischen Sicherheitskreisen
hieß es, es habe mehr als 150 Angriffe gegeben, viele in Beirut. Auf
Aufnahmen waren mehrere Rauchschwaden über Beirut zu sehen. (dpa)
## 15.46 Uhr: US-Militär: Mehr als 13.000 Angriffsziele im Iran getroffen
Das US-Militär hat Statistiken zu seinen Angriffen auf den Iran
präsentiert. Generalstabschef Dan Caine sagte am Mittwoch in einem
Pressebriefing, bei den Einsätzen seien mehr als 13.000 Ziele getroffen
worden. Dadurch seien 80 Prozent der iranischen Luftabwehrsysteme zerstört
und 90 Prozent der Waffenfabriken attackiert worden. Caine erklärte den
versammelten Reportern im Pentagon, mehr als 90 Prozent der regulären
iranischen Flotte seien versenkt worden, „einschließlich aller größeren
Überwasserkampfschiffe“. 150 Schiffe lägen nun auf dem Meeresgrund. Der
Generalstabschef beschrieb auch die Versorgung der US-Truppen: Das Militär
habe mehr als sechs Millionen Mahlzeiten ausgegeben. Zudem seien
schätzungsweise mehr als 3,6 Millionen Liter Kaffee, zwei Millionen
Energy-Drinks und „eine Menge Nikotin“ konsumiert worden. (ap)
## 15.24 Uhr: Iran: Gehen mit großem Misstrauen in Gespräche mit USA
Der Iran geht nach den Worten seines UN-Botschafters in Genf mit großer
Vorsicht in die anstehenden Friedensgespräche mit den USA. Es gebe ein
großes Misstrauen, sagt Ali Bahreini der Nachrichtenagentur Reuters. Die
iranischen Streitkräfte hielten ihre Einsatzbereitschaft aufrecht. Man
wolle in den Verhandlungen jedoch prüfen, wie ernst es die USA meinten.
Alle bestehenden Vereinbarungen, auch die zur Straße von Hormus, seien nur
vorläufig, sagt der Diplomat weiter. Der Krieg werde sich auf den künftigen
rechtlichen Status der Meerenge auswirken. (rtr)
## 15.16 Uhr: Hegseth: US-Militär kann jederzeit erneut zuschlagen
Die US-Streitkräfte bleiben nach den Worten von Verteidigungsminister Pete
Hegseth weiterhin bereit für schnelle militärische Schläge. „Wir gehen
nirgendwo hin. Wir stellen sicher, dass Iran sich an die Waffenruhe hält“,
sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz in Washington. Die Streitkräfte
seien bereit, jederzeit wieder loszulegen, mit welchen Zielen auch immer.
Den Krieg im Iran erklärte Hegseth für gewonnen. In weniger als sechs
Wochen hätten die USA einen „historischen Sieg“ errungen. „Wir haben die
Verteidigungsindustrie des Iran vollständig zerstört – ein zentrales Ziel
unserer Mission.“ Es sei zwar möglich, dass der Iran noch vereinzelt in der
Lage sei zurückzuschießen. Hegseth zufolge kann Teheran aber keine weiteren
Raketen oder Drohnen mehr herstellen. (dpa)
## 15.14 Uhr: Insider: Saudiarabische Ost-West-Pipeline bei Angriff
getroffen
Die saudiarabische Ölleitung zur Umgehung der Straße von Hormus ist einem
Insider zufolge bei einem iranischen Angriff getroffen worden. Das Ausmaß
des Schadens an der Ost-West-Pipeline werde geprüft, sagt der
Branchenvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch andere Anlagen seien
angegriffen worden. Die Pipeline verläuft quer über die Arabische Halbinsel
zum Roten Meer. Nur über sie kann das Königreich bei einer Sperrung der
Straße von Hormus Rohöl exportieren. (rtr)
## 15.03 Uhr: Iran plant Feier für getöteten Revolutionsführer Chamenei
40 Tage nach dem Tod von Revolutionsführer Ali Chamenei ist am Donnerstag
in Teheran eine große Gedenkfeier geplant. Nach Angaben des islamischen
Propagandabüros ist die Teilnahme der Menschen an dieser Zeremonie „ein
Zeichen der Treue zur islamischen Revolution und des Respekts gegenüber dem
getöteten Führer“. Das Motto der Trauermärsche laute: „Niemals Beugung vor
Erniedrigung“. Bereits am Mittwoch, unmittelbar nach Inkrafttreten einer
Waffenruhe, sollte in der Schiiiten-Metropole Ghom südlich von Teheran eine
ähnliche Gedenkfeier stattfinden. Die war im Schrein der heiligen Fatima
Masuma, der Schwester des achten Schiiten-Imams Resa, geplant. Chamenei war
am 28. Februar bei Luftangriffen der USA und Israels auf seine Residenz in
Teheran getötet worden. (dpa)
## 15.02 Uhr: Iran meldet Explosionen am Persischen Golf
Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue
Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer
Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete.
Die Ursache war zunächst unbekannt. Die Ölraffinerie auf Lawan sei Ziel
eines „feindlichen, hinterhältigen Angriffs“ geworden, berichtete die
Agentur unter Berufung auf die nationale Ölgesellschaft. Die Feuerwehr sei
im Einsatz, die Brände unter Kontrolle zu bringen und die Anlagen zu
sichern. Todesopfer gab es demnach nicht. Der israelische Militärsprecher
Nadav Schoschani sagte am Nachmittag, Israels Armee habe keine Beteiligung
daran. Auch auf der Insel Sirri kam es zu Explosionen, wie Mehr weiter
berichtete. Auf jede Aggression werde der Iran mit einer „Reue bringenden
Antwort“ reagieren, hieß es in dem Bericht. (dpa)
## 14.51 Uhr: Iran: Erstes Schiff passiert seit Feuerpause die Straße von
Hormus
Dem iranischen Staatsfernsehen zufolge passiert das erste Schiff seit dem
Beginn der Feuerpause die Straße von Hormus. (rtr)
## 14.51 Uhr: WHO fordert Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah
Die Weltgesundheitsorganisation hat die zweiwöchige Feuerpause zwischen den
USA und dem Iran begrüßt und gleichzeitig weitere Schritte angemahnt.
Angesichts der vielen Vertriebenen im Libanon sei eine weitere Waffenruhe
zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz erforderlich, teilte
die WHO am Mittwoch mit. „Weitere Gewalt und Vertreibungen werden das
libanesische Gesundheitssystem weiterhin zerstören und die Schwächsten –
darunter Menschen mit chronischen Erkrankungen, ältere Menschen und Kinder
– unverhältnismäßig stark treffen“, sagte der WHO-Regionaldirektor Hanan
Balkhy. Er erläuterte in einer Pressekonferenz die Nothilfemaßnahmen der
Organisation im gesamten Nahen Osten. Krankenhäuser und
Gesundheitseinrichtungen in der Region stünden unter enormem Druck,
erklärte Balkhy. Dies gelte insbesondere im Iran, wo mehr als 33.000
Menschen verletzt und mehr als 2.300 getötet worden seien. (ap)
## 14.36 Uhr: Europäer und Kanadier pochen auf rasches Kriegsende
In einer gemeinsamen Erklärung fordern mehrere westliche Regierungschefs
ein schnelles Ende des Kriegs. „Das Ziel muss nun sein, in den kommenden
Tagen ein rasches und dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies kann
nur auf diplomatischem Wege erreicht werden“, heißt es in einer Erklärung
von Kanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, des
britischen Premierministers Keir Starmer, des kanadischen Regierungschefs
Mark Carney, der Länderchefs von den Niederlande und Dänemarks, Rob Jetten
und Mette Frederiksen, sowie der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der
Leyen und des EU-Ratspräsidenten Antonio Costa. Entscheidend sei bei
nötigen raschen Fortschritten, die Zivilbevölkerung im Iran zu schützen und
die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. „Eine Verhandlungslösung
kann auch eine schwere globale Energiekrise abwenden.“ Die Unterzeichner
sagen einen Beitrag zur Sicherung der Freiheit der Schifffahrt in der
Straße von Hormus zu. (rtr)
## 14.31 Uhr: Hegseth: Irans Raketenprogramm faktisch zerstört
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zieht eine positive Bilanz des
Krieges gegen den Iran. Die USA hätten bei dem Einsatz „Epic Fury“ einen
entscheidenden Sieg errungen, sagt er vor Journalisten. Die Regierung in
Teheran habe um eine Feuerpause gebettelt. Das Raketenprogramm des Irans
sei funktionell zerstört und die Fabriken des Landes seien dem Erdboden
gleichgemacht worden. Nun gebe es eine echte Chance auf Frieden. An die an
dem Einsatz beteiligten US-Soldaten gerichtet sagt Hegseth, sie sollten in
Bereitschaft bleiben. (rtr)
## 14.18 Uhr: Passage durch Hormus bleibt eingeschränkt
Der Iran hält weiterhin an einer Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die
Straße von Hormus fest. Der staatliche Sender Irib verwies auf X auf eine
Erklärung von Außenminister Abbas Araghtschi. Demnach unterliegt der
Schiffsverkehr nach wie vor „technischen Beschränkungen und der Abstimmung
mit den iranischen Streitkräften“. Schiffe dürfen erst nach Erhalt einer
offiziellen Genehmigung zwischen zwei iranischen Inseln hindurchfahren und
iranische Hoheitsgewässer durchqueren.
Die US-Zeitung Wall Street Journal zitierte ein Besatzungsmitglied eines
Schiffes. Demnach sei per Funk mitgeteilt worden, dass eine Genehmigung der
Sepah-Marine für eine Passage eingeholt werden müsse. „Jedes Schiff, das
versucht, ohne Genehmigung durchzufahren, wird zerstört.“ Die Sepah-Marine
ist der maritime Arm der Iranischen Revolutionsgarden. (dpa)
## 14.18 Uhr: Insider: Öffnung von Hormus Donnerstag oder Freitag möglich
Die Straße von Hormus könnte einem hochrangigen iranischen
Regierungsvertreter zufolge am Donnerstag oder Freitag freigegeben werden.
Voraussetzung sei, dass eine Einigung auf ein Rahmenabkommen erzielt
werde, sagt der an den Gesprächen beteiligte Insider der Nachrichtenagentur
Reuters. Die Öffnung würde dann begrenzt und unter iranischer Kontrolle
erfolgen. „Für alle Schiffe wird eine Abstimmung mit dem iranischen Militär
zwingend erforderlich sein“, heißt es weiter. (rtr)
## 14.16 Uhr: Rüstungswerte legen kräftig zu
Die Erholungswelle an den Aktienmärkten treibt auch die Rüstungswerte an.
Der europäische Sektorindex steigt um 6,7 Prozent und damit so stark wie
seit rund einem Jahr nicht mehr. Im vergangenen Monat hatte er rund 8,5
Prozent eingebüßt, da europäische Staaten eine Teilnahme an dem Krieg der
USA und Israels gegen Iran verweigert hatten. Grundsätzlich sei aber mit
steigenden Verteidigungsausgaben zu rechnen, was der Branche zugute komme,
sagte ein Händler. (rtr)
## 14.16 Uhr: Trump: 50-Prozent-Zölle für Irans Waffenlieferanten
US-Präsident Donald Trump droht Ländern, die den Iran mit Waffen beliefern,
mit Strafzöllen von 50 Prozent. Ein entsprechender Zollsatz solle mit
sofortiger Wirkung auf alle Waren gelten, die in die USA verkauft würden,
schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Das gelte ab sofort und ohne
Ausnahme. Zudem kündigte Trump einen vollständigen Stopp der
Urananreicherung im Iran an. „Es wird keine Urananreicherung geben“,
schrieb er auf der Plattform. Die USA wollten gemeinsam mit Teheran
nukleare Rückstände beseitigen; man werde „den gesamten tief vergrabenen
nuklearen „Staub“ ausgraben und entfernen“, so Trump. Dieser stünde unter
strenger Satellitenüberwachung, seit dem Angriff sei „nichts angerührt“.
Er behauptete, dass das Land einen „sehr produktiven Regimewechsel“
durchlaufen habe. Zugleich stellte er eine Annäherung Washingtons und
Teherans in Aussicht. Die USA werden „eng mit dem Iran zusammenarbeiten“
und über eine Lockerung von Zöllen und Sanktionen sprechen. „Viele der 15
Punkte wurden bereits vereinbart“, schreib Trump auf Truth Social. Unklar
blieb zunächst, worauf sich diese Punkte beziehen. Der Iran hatte zuvor
einen eigenen Zehn-Punkte-Plan für ein mögliches Abkommen vorgelegt,
während aus Washington Forderungen nach weitergehenden Zugeständnissen
bekannt waren. (dpa)
## 14.11 Uhr: Kreml begrüßt Iran-Vereinbarung
Russland heißt die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe im Irankrieg gut,
geht auf einen ähnlichen Vorschlag aus Kiew aber nicht ein. Moskau begrüße
die Entscheidung, den Weg der bewaffneten Eskalation nicht weiterzugehen,
sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen
Nachrichtenagentur Tass zufolge. „Sehr wichtig“ sei, dass es keine Angriffe
auf zivile und wirtschaftliche Objekte des Irans gebe. (dpa)
## 14.05 Uhr: Israel meldet größten Angriff auf Hisbollah-Ziele im Libanon
Israel hat nach eigenen Angaben seinen bislang größten Angriff seit
Kriegsbeginn auf Einrichtungen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz im
Libanon vollzogen. Dabei seien auch Kommandozentren der Miliz in der
Hauptstadt Beirut getroffen worden, teilt das Militär mit. Die meisten
Ziele hätten sich in zivilen Gebieten im ganzen Land befunden. (rtr)
## 13.51 Uhr: Irans Revolutionsgarden haben „kein Vertrauen“ und behalten
„Finger am Abzug“
Die Revolutionsgarden im Iran haben eigenen Angaben zufolge nach der
Einigung auf eine Waffenruhe „kein Vertrauen“ in die Versprechen der USA
und behalten lieber „den Finger ab Abzug“. „Die engagierten Wachen der
iranischen Nation befolgen die Befehle des Obersten Befehlshabers der
Streitkräfte, Seiner Heiligkeit Ajatollah Sejjed Modschtaba Chamenei, und
ihre Finger sind am Abzug“, hieß es in einer am Mittwoch im Onlinedienst
Telegram veröffentlichten Erklärung der Garde. Die Revolutionsgarden
forderten darin auch die Golfstaaten auf, ihre „Zusammenarbeit“ mit den USA
zu beenden. Weiter betonten sie: „Der Feind war schon immer hinterhältig,
und wir haben kein Vertrauen in seine Versprechen, und wir werden auf jede
Aggression mit noch größerer Härte reagieren.“ (afp)
## 13.46 Uhr: Trump: Iran wird kein Uran mehr anreichern
US-Präsident Donald Trump zufolge wird der Iran in Zukunft kein Uran mehr
anreichern. Zudem würden die USA und der Iran das verschüttete Uran
ausgraben und entfernen, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst
Truth Social. Bei vielen der 15 Punkte des US-Plans für den Iran gebe es
bereits eine Übereinkunft. Man werde sehr eng mit der Regierung in Teheran
zusammenarbeiten, heißt es weiter. Der Iran habe einen sehr produktiven
Regimewechsel durchlaufen. Eine Stellungnahme der Islamischen Republik
liegt zunächst nicht vor. (rtr)
## 13.45 Uhr: Trump: USA werden verschüttetes Uran mit Teheran bergen
US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social eine
Zusammenarbeit mit dem Iran bei der Bergung von bei Angriffen verschüttetem
Uran angekündigt und eine weitere Anreicherung von Uran in der Islamischen
Republik ausgeschlossen. Eine Bestätigung aus Teheran für die gemeinsame
Bergung von angereichertem Uran oder einen Verzicht auf Urananreicherung
lag zunächst nicht vor. Trump behauptete, Washington habe festgestellt,
dass die Islamische Republik einen „sehr produktiven Regimewechsel“
durchlaufen habe. Der Iran habe bereits vielen US-Forderungen zugestimmt.
Bald werde man mit Teheran über Sanktions- und Zollerleichterungen sprechen
und tue dies sogar bereits. (ap)
## 13.38 Uhr: SPD-Fraktionsgeschäftsführer gegen deutschen Alleingang bei
US-Basis Ramstein
Die SPD-Fraktionsführung hat trotz jüngster Ausfälle von US-Präsident
Donald Trump gegen den Iran einen deutschen Alleingang bei der US-Basis
Ramstein abgelehnt. Der parlamentarische Geschäftsführer Dirk Wiese,
forderte am Mittwoch in Berlin zwar, NATO-Generalsekretär Mark Rutte müsse
bei seinem Besuch in Washington am Mittwoch härter gegen Trump auftreten.
Die Frage der Nutzung der Basis müsse jedoch innerhalb der NATO besprochen
werden. Deutschland solle hier nicht allein handeln. Trump und die US-Armee
seien jedoch auf die NATO-Partner und deren Stützpunkte angewiesen. „Das
ist keine Einbahnstraße hier von Seiten der USA“, erklärte Wiese. „Ich
glaube, eine andere Sprache wird da nicht verstanden.“ (rtr)
## 13.37 Uhr: Bundesregierung erwartet gebührenfreie Hormus-Passage
Die Bundesregierung fordert für die Straße von Hormus einen unbehinderten
Schiffsverkehr auf Grundlage internationaler Abkommen. Die Meerenge sei
nicht nur iranisches Seegebiet, sondern es gelte auch das
UN-Seerechtsübereinkommen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in
Berlin. „Und deswegen ist es erforderlich, dass bei der Wiederaufnahme ein
freier, sicherer und auch gebührenfreier Seeschiffsverkehr sichergestellt
wird. Das ist die deutsche Position, die sich aus dem internationalen
Recht, was hier anwendbar ist, herleitet“, sagte er weiter. Eine ganze
Reihe von Ländern sei weltweit von den Auswirkungen der Sperrung der Straße
von Hormus betroffen. Aus Sicht Deutschlands seien die Vereinten Nationen
der richtige Rahmen, um sich mit dem Problem zu befassen. (dpa)
## 13.36 Uhr: Hamas: Feuerpause ist „wichtiger Schritt“ zur Beschränkung
des US-Einflusses in Region
Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat die Einigung auf
eine Feuerpause im Irankrieg als „wichtigen Schritt“ zur Beschränkung des
Einflusses der USA in der Region bezeichnet. „Die Waffenruhe ist zweifellos
ein bedeutender Schritt zur Schwächung der amerikanischen Vorherrschaft in
der Region und ebnet den Weg für den bevorstehenden Untergang des
illegitimen Gebildes“, erklärte der hochrangige Hamas-Vertreter Bassem Naim
am Mittwoch und bezog sich dabei offenbar auf den US-Verbündeten Israel.
„Der Wille der freien Völker, die bereit sind, den Preis für Freiheit und
Unabhängigkeit zu bezahlen, hat triumphiert“, fügte Bassem hinzu. Die Hamas
beglückwünsche „das Volk und die Führung des Iran“ und spreche „allen
Märtyrern“ ihr Beileid aus, hieß es in der Erklärung der pro-iranischen
Gruppe weiter, die im Gazastreifen an der Macht ist. (afp)
## 13.34 Uhr: EU: Durch Irankrieg ausgelöste Energiekrise von längerer
Dauer
Die durch den Irankonflikt ausgelöste Energiekrise ist der EU-Kommission
zufolge nicht von kurzer Dauer. Rund 8,5 Prozent des Flüssigerdgases,
sieben Prozent des Erdöls sowie 40 Prozent des Flug- und Dieselkraftstoffs
der EU würden durch die Straße von Hormus transportiert, sagt Sprecherin
Anna-Kaisa Itkonen. „Was wir bereits absehen können, ist, dass diese Krise
nicht von kurzer Dauer sein wird“, sagte sie. Es handele sich
offensichtlich um einen sehr, sehr wichtigen Engpass. (rtr)
## 13.34 Uhr: Syrien nimmt Flugverkehr wieder auf
Angesichts einer Waffenruhe im Irankrieg hat auch Syrien den Flugverkehr
wieder aufgenommen. Alle geschlossenen Luftkorridore seien wieder geöffnet,
teilte die syrische Zivilluftfahrtbehörde mit. Der internationale Flughafen
in Damaskus habe ebenfalls wieder den Betrieb aufgenommen. Alle Flüge
starteten und landeten planmäßig. Die syrischen Luftfahrtbehörden hatten
den Flugverkehr Anfang März aufgrund israelischer und iranischer
Luftangriffe eingestellt. Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar war
der Flugverkehr in der Region stark eingeschränkt. Zuvor hatte der Irak die
Wiederöffnung des Luftraums verkündet. (dpa)
## 13.31 Uhr: US-Vize Vance bezeichnet Iran-Waffenruhe als „fragil“
US-Vizepräsident J. D. Vance hat die zwischen den USA und dem Iran
vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe als „fragil“ bezeichnet. Die Öffnung der
Straße von Hormus und die beidseitige Einstellung der Kampfhandlung seien
„die Grundlage für die fragile Waffenruhe, die wir haben“, sagte er in der
Veranstaltung eines Politik-Instituts in Budapest. Eine Aufzeichnung davon
wurde auf YouTube veröffentlicht. „Fragil“ sei die Lage deshalb, weil es im
Machtzentrum des Irans sowohl Kreise gebe, die konstruktiv an mögliche
Friedensverhandlungen herangingen, als auch solche, die diese torpedieren
möchten, führte er weiter aus. „Wenn die Iraner dazu bereit sind,
aufrichtig mit uns zu arbeiten, dann können wir zu einer Übereinkunft
gelangen.“ Würden sie jedoch lügen, betrügen und die gegenwärtige brüchige
Waffenruhe sabotieren, „würden sie damit nicht glücklich werden“.
US-Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht, dass die USA über
militärische, diplomatische und vor allem ökonomische Druckmittel verfüge,
fügte er hinzu. Sollte Teheran den Verhandlungsprozess nicht aufrichtig
führen, ließe Trump „nicht mit sich spaßen“. (dpa)
## 13.26 Uhr: Reederverband: Waffenruhe ist wichtiges Signal für Seeleute
Der Verband Deutscher Reeder (VDR) hat die zweiwöchige Waffenruhe zwischen
dem Iran und den USA als wichtiges Signal für die im Golf festsitzenden
Seeleute bezeichnet. Die Lage bleibe aber angespannt, solange Details nicht
vorlägen und Sicherheit nicht gewährleistet sei, sagte der Sprecher des VDR
aus Hamburg auf Anfrage. Nach Angaben des VDR sitzen seit Ausbruch des
Kriegs Ende Februar mehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten
im Persischen Golf fest. Darunter seien mindestens 50 Schiffe deutscher
Reedereien.
Auch der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation
(IMO), Arsenio Dominguez, begrüßte „im Interesse der Gesundheit und des
Wohlergehens der Seeleute sowie der weltweiten Schifffahrtsindustrie“ den
Waffenstillstand. Er arbeite mit den zuständigen Parteien zusammen, um
einen geeigneten Mechanismus zur Gewährleistung der sicheren Durchfahrt von
Schiffen durch die Straße von Hormus einzurichten, sagte Dominguez. (dpa)
## 13.19 Uhr: Revolutionsgarden: Haben in der Nacht Ölanlagen angegriffen
Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge in der Nacht
Energieanlagen und Ölpipelines angegriffen, die mit den USA und Israel in
Verbindung stehen. Darunter seien auch Ölanlagen in der saudiarabischen
Hafenstadt Janbu, wie staatliche Medien berichten. Der Finger sei am
Abzug, erklären die Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim
zufolge. Auf jeden Angriff würden sie mit noch mehr Härte reagieren. (rtr)
## 13.18 Uhr: Hisbollah warnt vor iranischer Reaktion bei Bruch der
Feuerpause
Der Hisbollah-Abgeordnete Ibrahim al-Mussawi hat vor einer Reaktion des
Irans und seiner Verbündeten gewarnt, sollte Israel die vereinbarte
Feuerpause nicht einhalten. Die Übereinkunft schließe den Libanon gemäß den
Bestimmungen ein, und der Iran habe auf dieser Einbeziehung bestanden,
sagte al-Mussawi dem Fernsehsender Al-Dschadid. Es war die erste Reaktion
aus den Reihen der schiitischen Miliz, seit die USA und der Iran unter
Vermittlung Pakistans eine Vereinbarung für eine Waffenruhe schlossen. (ap)
## 13.17 Uhr: Polens Regierungschef: Keine dauerhafte Stabilität in Nahost
Polens Regierungschef Donald Tusk rechnet trotz Erleichterung über die
Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe nicht mit einer
dauerhaften Stabilisierung in Nahost. „Frieden und sogar ein
vorübergehender Waffenstillstand sind immer besser als Krieg“, sagte er zu
Beginn einer Kabinettsitzung in Warschau. Allerdings gehe er angesichts des
bisherigen Vorgehens, der Erfahrung und der Worte der an dem Konflikt
beteiligten Politiker „mit äußerster Vorsicht“ von einer Perspektive von
mehreren Wochen aus. (dpa)
## 13.13 Uhr: Spritpreise steigen am Mittag weniger stark
Trotz abgestürzter Rohölpreise haben die allermeisten Tankstellen am
Mittwochmittag ihre Preise deutlich erhöht. Im bundesweiten Durchschnitt
verteuerte sich Superbenzin der Sorte E10 zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr
um 5,7 Cent pro Liter, Diesel um 5,3 Cent, wie der ADAC mitteilt. Nach der
Erhöhung kostete ein Liter E10 im Schnitt 2,208 Euro, ein Liter Diesel
2,471 Euro. (dpa)
## 13.06 Uhr: Papst Leo erleichtert über Waffenruhe-Vereinbarung im Iran
Papst Leo XIV. hat sich erleichtert über die in der Nacht vereinbarte
Waffenruhe im Iran gezeigt. „Nach den jüngsten Stunden großer Spannungen im
Nahen Osten und weltweit begrüße ich mit Genugtuung und als Zeichen inniger
Hoffnung die Ankündigung einer sofortigen zweiwöchigen Waffenruhe“, sagte
der Papst am Mittwoch während der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Nur
durch die Wiederaufnahme von Verhandlungen könne der Krieg beendet werden,
sagte Leo weiter. (epd)
## 13.05 Uhr: Waffenruhe im Irankrieg stützt US-Finanzinvestoren
Die Aufbruchstimmung an den Börsen nach der Ankündigung einer Waffenruhe im
Irankrieg beflügelt die Aktien großer US-Finanzinvestoren. Die Papiere von
Blue Owl, Apollo Global, Blackstone und KKR legen im vorbörslichen Handel
an der Wall Street um knapp drei bis vier Prozent zu. Vermögensverwalter
profitieren in der Regel von erhöhter Risikobereitschaft der Anleger, da
steigende Aktienkurse den Wert ihrer Portfolios erhöhen. Dennoch liegen die
Titel von Blue Owl und seinen Rivalen zwischen rund 30 und 45 Prozent
unter dem Niveau vom Jahresbeginn. Seit einer Welle von Mittelabzügen aus
sogenannten Private-Credit-Fonds stehen die Unternehmen stark unter Druck.
Dabei handelt es sich um Darlehen, die von Finanzinvestoren an Unternehmen
vergeben werden, die für traditionelle Banken als zu riskant gelten. Als
Hauptrisiko gilt laut Analysten die hohe Konzentration auf Softwarefirmen
in den Portfolios der Fonds. Viele Marktteilnehmer fürchten, dass KI-Tools
bisherige Geschäftsmodelle in der Branche untergraben könnten. (rtr)
## 12.56 Uhr: Pakistan: Iran bestätigt Teilnahme an Gesprächen in Islamabad
Der Iran hat nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz
Sharif die Teilnahme an Gesprächen mit den USA in Islamabad bestätigt. Es
war zunächst unklar, wer die Islamische Republik bei dem Treffen am Freitag
in der pakistanischen Hauptstadt vertreten soll. Das Büro von Sharif teilte
am Mittwoch mit, er habe mehr als eine Dreiviertelstunde lang mit dem
iranischen Präsidenten Massud Peseschkian telefoniert und der iranischen
Führung für die Einwilligung in eine Waffenruhe und die Annahme des
pakistanischen Angebots gedankt, Gespräche zur Lösung des Konflikts
auszurichten. Peseschkian habe Pakistan für die Vermittlungsbemühungen
gedankt und der Bevölkerung des Landes seine besten Wünsche übermittelt.
(ap)
## 12.55 Uhr: EU: Wollen uns noch nicht zur Absicherung der Straße von
Hormus äußern
Die EU-Kommission will sich noch nicht zu zu möglichen künftigen Maßnahmen
zur Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus äußern. „Wir
haben die Nachricht von der Waffenruhe erhalten. Wir begrüßen sie. Wie die
Hohe Vertreterin (Kaja Kallas) gesagt hat, haben wir ein Zeitfenster für
Vermittlungsbemühungen, das offen bleiben muss, und dann sehen wir weiter“,
sagt EU-Sprecher Anouar El Anouni während der einer täglichen
Pressekonferenz. Die Straße von Hormus sei ein globales öffentliches Gut,
das für alle offen bleiben sollte. (rtr)
## 12.40 Uhr: Libanesische Armee warnt Menschen vor Rückkehr in den Süden
Die libanesische Armee hat die Bevölkerung davor gewarnt, in den Süden des
Landes zurückzukehren. Es bestehe die Gefahr weiterer Angriffe durch
Israel, teilte die Armee mit. Zuvor hatte Israel erklärt, die Waffenruhe
mit dem Iran gelte nicht für den Konflikt mit der Hisbollah. Auch ein
libanesischer Regierungsvertreter sagte der Deutschen Presse-Agentur, der
Libanon habe bisher keine offizielle Mitteilung über eine Waffenruhe
erhalten, die das Land einschließe. (dpa)
## 12.36 Uhr: Mehrere Golfstaaten melden Angriffe aus dem Iran
Trotz der verkündeten Einigung auf eine Waffenruhe zwischen dem Iran und
den USA haben mehrere Golfstaaten am Mittwoch erneut iranische Angriffe
gemeldet. Die kuwaitische Armee teilte mit, der Iran greife das Land seit
Stunden an. Dabei seien Ölförderanlagen, Kraftwerke und Entsalzungsanlagen
erheblich beschädigt worden. „Seit 08.00 Uhr morgens sieht sich die
kuwaitische Luftabwehr einer intensiven Welle feindlicher und krimineller
Angriffe aus dem Iran ausgesetzt“, erklärte die Armee im Onlinedienst X. 28
Drohnen seien aufgespürt worden.
Die Emirate meldeten eine „Bedrohung durch Raketen“. „Die Luftabwehr ist
derzeit mit Raketen- und Drohnenangriffen aus dem Iran konfrontiert“,
erklärte das Verteidigungsministerium auf X. Am Morgen waren bereits aus
Bahrain Raketenangriffe gemeldet worden. Eine Journalistin der
Nachrichtenagentur AFP berichtete von Explosionen und Rauch über der Insel
Sitra, auf der sich Ölförderanlagen befinden. Das bahrainische
Innenministerium erklärte im Onlinedienst X, der Zivilschutz habe einen
„durch die iranische Aggression“ verursachten Brand gelöscht. Bei den
Angriffen auf Sitra seien zwei Menschen leicht verletzt und mehrere Häuser
beschädigt worden. (afp)
## 12.27 Uhr: Staatsmedien: Raffinerie auf iranischer Insel Lawan
angegriffen
Auf der iranischen Insel Lawan ist Berichten von Staatsmedien zufolge eine
Ölraffinerie angegriffen worden. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, das noch
bekämpft werde, hieß es im Staatsfernsehen. Verletzt worden sei nach ersten
Erkenntnissen niemand. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Angriff gegen
10 Uhr am Mittwochvormittag – und damit Stunden nach der Ankündigung einer
Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA. Wer für den Angriff
verantwortlich sein soll, wurde nicht thematisiert. (ap)
## 12.21 Uhr: Ägypten: Israel muss Angriffe im Libanon stoppen
Ägypten hat Israel aufgefordert, seine Angriffe auf den Libanon
unverzüglich einzustellen. Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe
zwischen den USA und dem Iran müsse sich darin widerspiegeln, dass Israel
seine Angriffe „auf den brüderlichen Libanon“ sofort beende, teilte das
Außenministerium in Kairo am Mittwoch mit. Die Situation im Libanon sei
weiter kritisch. (ap)
## 12.14 Uhr: Italien: Stellen ohne UN-Mandat keine Schiffe zur Absicherung
der Straße von Hormus
Italien will ohne UN-Mandat keine Schiffe zur Überwachung der Straße von
Hormus entsenden. „Das steht nicht auf der Tagesordnung. Wir haben bereits
gesagt, dass wir keine Schiffe entsenden werden, es sei denn, es gibt eine
Initiative der Vereinten Nationen“, sagt der stellvertretende
Ministerpräsident Matteo Salvini, der auch Infrastrukturminister ist. (rtr)
## 12.12 Uhr: Erdbeben der Stärke 5,6 im Kaspischen Meer vor Iran
Vor den Küsten Irans und Aserbaidschans hat es ein Erdbeben gegeben. Laut
der Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 5,6 und ereignete
sich in 10 Kilometern Tiefe. In mehreren ländlichen Regionen im Grenzgebiet
sei das Erdbeben zu spüren gewesen, berichtete die iranische Staatsagentur
Irna. Demnach wurden Rettungsteams der Rothalbmond-Gesellschaft zur Hilfe
in die betroffenen Gebiete entsandt. Berichte über Opfer oder Schäden gab
es zunächst weder im Iran noch im benachbarten Aserbaidschan. (dpa)
## 12.01 Uhr: Wadephul mahnt israelischen Kollegen im Libanonkrieg
Außenminister Johann Wadephul hat seinen israelischen Kollegen Gideon Saar
nach Angaben eines Sprechers in einem Gespräch aufgefordert, „dass sich
Israel auf die notwendige Selbstverteidigung gegen Hisbollah beschränkt
und nicht darüber hinausgeht“. Ziel müsse es sein, in den nächsten Tagen
ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. (rtr)
## 11.41 Uhr: Peseschkian: Feuerpause berücksichtigt vom Iran geforderte
Grundsätze
Bei der vereinbarten Feuerpause sind nach Angaben des iranischen
Präsidenten Massud Peseschkian die vom Iran geforderten „allgemeinen
Grundsätze“ akzeptiert worden. Dies schreib er in einem Beitrag auf X.
(rtr)
## 11.39 Uhr: Linken-Politiker Pellmann: Deutschland muss alle
US-Stützpunkte schließen
Linken-Fraktionschef Sören Pellmann hat nach den Drohungen von US-Präsident
Donald Trump gegen den Iran drastische Schritte der Bundesregierung
gefordert. Es müssten „jetzt dringender denn je alle US-Militärstützpunkte
in Deutschland geschlossen werden“, sagte Pellmann am Mittwoch der
Nachrichtenagentur AFP. „Trump führt seinen Krieg auch von deutschem Boden
aus. Wer das nach dieser Eskalation weiter zulässt, trägt bewusst
Mitverantwortung für die Folgen.“
Der US-Präsident sei zwar vorerst von der Umsetzung „seiner
kriegsverbrecherischen Drohungen“ abgerückt. Pellman betonte aber: „Wir
dürfen nicht auf den Fall warten, dass kein Deal erreicht wird und Trump
seine Drohungen wahrmacht.“ Die Waffenruhe im Irankrieg sei „grundsätzlich
zu begrüßen“, sagte der Linken-Politiker. „Ein nachhaltiger Frieden kann
aber nur durch Diplomatie und nicht durch erpresserische Ultimaten erreicht
werden.“ Pellmann warf USA und Israel vor, mit ihrer Politik, das
Völkerrecht mit Füßen zu treten. „Sie macht die Zivilbevölkerung Irans zum
Erpressungsobjekt für Deals. Das ist an Schäbigkeit kaum zu überbieten.“
(afp)
## 11.15 Uhr: Indien mahnt nach Waffenruhe-Ankündigung sichere
Handelsrouten an
Das indische Außenministerium hat die angekündigte Waffenruhe im Irankrieg
begrüßt. Neu-Delhi erwarte nun eine freie Schifffahrt und einen
ungehinderten globalen Warenverkehr, teilte das Außenministerium am
Mittwoch mit. Die Kämpfe hätten immenses Leid verursacht, die globale
Energieversorgung beeinträchtigt und den Handel gestört. „Wir haben uns
stets für Deeskalation, Dialog und Diplomatie eingesetzt, um den Konflikt
bald zu beenden“, hieß es in einer Mitteilung. (ap)
## 11.12 Uhr: Madagaskar ruft Energie-Notstand aus
Madagaskar hat aufgrund der sich verschärfenden Energiekrise den
Ausnahmezustand verhängt. Die Regierung kündigte am Dienstagabend an,
dieser solle zunächst für zwei Wochen gelten. Die vom Irankrieg verschärfte
Krise gefährdeten den Frieden und die Stabilität des Landes, hieß es. Seit
Mitte März herrscht in dem südostafrikanischen Inselstaat bereits akuter
Benzinmangel, viele Institutionen können nicht mehr betrieben werden. Durch
die unterbrochene Energieversorgung sei das Land in einer „tiefen Krise“,
erklärte die Regierung. Der Ausnahmezustand soll helfen, „konkrete und
rasche Maßnahmen zu ergreifen, um die Energieversorgung wiederherzustellen
und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Dienste zu gewährleisten“.
Präsident Andry Rajoelina hatte im Oktober nach wochenlangen Protesten
gegen die Regierung das Land verlassen. Das Parlament stimmte für eine
Amtsenthebung Rajoelinas, der General Michael Randrianirina wurde als neuer
Präsident vereidigt. Der Ausnahmezustand sei wichtig, um auch in
Krisenzeiten die angestrebten Reformen im Land voranzutreiben, betonte die
Regierung. (epd)
## 11.01 Uhr: Israels Armee: Iran-Feuerpause gilt nicht für Libanon
Die israelische Armee hat die Darstellung der Regierung bekräftigt, wonach
die zwischen Washington und Teheran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause im
Irankrieg nicht für den Libanon gelte. „Der Kampf im Libanon geht weiter“,
teilte ein Armeesprecher am Mittwoch im Onlinedienst X mit. Die
Streitkräfte würden weiter gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im
Nachbarland vorgehen. Er rief Menschen südlich des Flusses Sahrani auf,
sich in Sicherheit zu bringen. Die nationale libanesische
Nachrichtenagentur meldete, Israel habe nach der Einigung auf die
Feuerpause im Irankrieg mehrere Angriffe im Süden des Landes ausgeführt.
Israel hatte den Angaben zufolge einen Evakuierungsaufruf für ein Gebäude
in der südlichen Küstenstadt Tyros veröffentlicht. Die Hisbollah im Libanon
meldete ihrerseits seit dem frühen Morgen keine Angriffe auf Israel.
Das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor
mitgeteilt, Israel unterstütze zwar die Feuerpause in Iran, diese umfasse
jedoch „nicht den Libanon“. Der Vermittler Pakistan hatte hingegen erklärt,
die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des
Libanons. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief dazu auf, den Libanon
in die Waffenruhevereinbarung miteinzubeziehen. „Die Ankündigung der
Waffenruhe ist eine sehr gute Nachricht“, sagte Macron zu Beginn einer
Sitzung des Nationalen Verteidigungsrats in Paris. „Es ist unser Wunsch,
dass die Waffenruhe den Libanon vollständig umfasst“, fügte er hinzu.
Spaniens Außenminister José Manuel Albares nannte das anhaltende
militärische Vorgehen der israelischen Armee im Libanon „inakzeptabel“. Die
Waffen in dem Krieg müssten an „allen Fronten“ schweigen, sagte Albares dem
Sender RNE. (afp)
## 10.54 Uhr: China äußert sich zu eigener Rolle in
Nahost-Friedensbemühungen
China will bei den Bemühungen um dauerhaften Frieden im Nahen Osten „weiter
eine konstruktive Rolle spielen“. Das erklärte Außenministeriumssprecherin
Mao Ning am Mittwoch in Peking, ohne jedoch Berichte über direkte Gespräche
zwischen der Volksrepublik und dem Iran zu bestätigen, die demnach dazu
beigetragen haben könnten, dass Teheran einer zweiwöchigen Waffenruhe mit
den USA zustimmte. China habe sich stets für Friedensgespräche und eine
Waffenruhe eingesetzt und werde das weiter tun, sagte Mao. (ap)
## 10.52 Uhr: Iran meldet Explosionen am Persischen Golf
Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue
Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer
Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete.
Die Ursache war zunächst unbekannt. (dpa)
## 10.45 Uhr: Türkei dringt auf vollständige Umsetzung der Waffenruhe
Die Türkei begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe im Irankrieg und dringt auf
eine vollständige Einhaltung. „Wir betonen die Notwendigkeit der
vollständigen Umsetzung dieser befristeten Waffenruhe vor Ort und erwarten,
dass alle Parteien die getroffene Vereinbarung einhalten“, teilte das
Außenministerium in Ankara mit. Der Weg zu einem dauerhaften Frieden könne
nur durch Dialog erreicht werden. Man werde die Verhandlungen in Islamabad
weiter nach Kräften unterstützen. (dpa)
## 10.42 Uhr: Maersk: Waffenruhe reicht nicht für Normalbetrieb in Hormus
Die dänische Reederei Maersk will trotz der vereinbarten Waffenruhe
zwischen den USA und dem Iran den Normalbetrieb in der Straße von Hormus
vorerst nicht wieder aufnehmen. Man verfolge einen vorsichtigen Ansatz und
nehme zunächst keine Änderungen an bestimmten Diensten vor, teilte der
Schifffahrtskonzern mit. Die Waffenruhe schaffe zwar Möglichkeiten für den
Transit, biete aber noch keine vollständige Sicherheit für die Seefahrt.
Maersk hatte im vergangenen Monat Buchungen für viele Häfen in der
Golfregion ausgesetzt. (rtr)
## 10.29 Uhr: Israelische Kreise: USA werden Ende von Irans Atomprogramm
anstreben
Die USA streben nach Angaben aus israelischen Regierungskreisen eine
Beseitigung von Atommaterial und ein Ende der Raketenbedrohung durch den
Iran an. Vertreter von US-Präsident Donald Trump hätten Israel mitgeteilt,
Washington werde bei voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen geplanten
Gesprächen mit Teheran mit Nachdruck auf die Entfernung des Atommaterials,
ein Ende der Urananreicherung und die Beseitigung der Bedrohung durch
ballistische Raketen bestehen, sagte ein hochrangiger Vertreter Israels,
der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AP.
Dabei handle es sich um gemeinsame Ziele der USA und Israels. Allerdings
gab es auch nach der Ankündigung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den
USA am Mittwoch zunächst keine Anzeichen, dass Washington und Teheran ihre
Differenzen mit Blick auf das iranische Atomprogramm beigelegt haben. Der
israelische Vertreter sagte, die USA hätten die Waffenruhe mit dem Iran im
Vorfeld mit Israel koordiniert. Er führte das Zustandekommen der Feuerpause
auf die „massive Zerstörung der Infrastruktur des Regimes“ zurück. (ap)
## 10.23 Uhr: Israelische Armee stoppt nach Waffenruhe-Vereinbarung
Angriffe auf den Iran
Nach der Einigung auf eine Feuerpause im Irankrieg hat die israelische
Armee ihre Angriffe nach Abschluss nächtlicher Attacken eigenen Angaben
zufolge gestoppt. Der Schritt sei „in Übereinstimmung mit Anordnungen der
politischen Führung“ erfolgt, teilte die Armee am Mittwoch mit. Die
Streitkräfte blieben aber „in höchster Alarmbereitschaft zur Verteidigung“.
Sie seien bereit, auf „jede Verletzung“ der Vereinbarung zu reagieren.
(afp)
## 10.22 Uhr: Macron fordert Einbeziehung des Libanons in die Waffenruhe
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Einigung auf eine
Waffenruhe im Irankrieg zu deren „vollständiger Respektierung“ aufgerufen.
Zugleich forderte er, den Libanon miteinzubeziehen – was nach israelischer
Darstellung nicht der Fall sein sollte. „Die Ankündigung der Waffenruhe ist
eine sehr gute Nachricht“, sagte Macron zu Beginn einer Sitzung des
Nationalen Verteidigungsrats am Mittwoch in Paris. „Es ist unser Wunsch,
dass die Waffenruhe den Libanon vollständig umfasst“, betonte Macron.
Frankreich arbeite gemeinsam mit etwa 15 Ländern an einer „rein defensiven
Mission“, um den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus abzusichern, sagte
Macron. Dies solle „in Absprache mit dem Iran“ geschehen, sobald die
Bedingungen dafür gegeben seien, fügte er hinzu. (afp)
## 10.20 Uhr: Hapag-Lloyd-Chef: Sechs Schiffe sitzen noch im Golf fest
Sechs Schiffe von Deutschlands größter Containerreederei Hapag-Lloyd sitzen
nach Angaben des Unternehmens weiterhin im Persischen Golf fest.
Hapag-Lloyd hoffe, die Schiffe und vor allem die Crews möglichst bald aus
der Region herauszubekommen, sagt Konzernchef Rolf Habben Jansen in einem
Kunden-Call. Die Schifffahrt sei derzeit noch stark beeinträchtigt und für
das Unternehmen entstünden vor allem durch Umleitungen hohe Kosten, die
auch an die Kunden weitergegeben werden müssten. Die jüngste Entwicklung
sei aber positiv. „Wir hoffen, in den nächsten Monaten zur Normalität
zurückkehren zu können.“ (rtr)
## 10.15 Uhr: EU begrüßt „dringend benötigte Chance“ für Diplomatie
Die EU hat die vereinbarte Feuerpause zwischen den USA und dem Iran als
einen „Schritt weg vom Abgrund“ begrüßt. Sie sei eine „dringend benötigte
Chance, Drohungen zurückzufahren, Raketenangriffe zu stoppen, die
Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie“ zu schaffen,
erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Mittwoch im Onlinedienst X.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mahnte die Fortsetzung der
„Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung dieses Konflikts“ an.
EU-Ratspräsident António Costa forderte „alle Parteien nachdrücklich auf“,
die Bedingungen des Waffenstillstands einzuhalten. (afp)
## 10.11 Uhr: Spanien fordert Waffenruhe auch für den Libanon
Die linksgerichtete Regierung in Spanien hat die vereinbarte zweiwöchige
Waffenruhe im Irankrieg als eine Chance für die Diplomatie begrüßt.
Außenminister José Manuel Albares sprach im Interview des Radiosenders RNE
von einem „Tag der Hoffnung“. Zugleich forderte er aber, dass auch die
israelischen Angriffe auf den Libanon eingestellt werden. „Es ist
inakzeptabel, dass die Invasion Israels in ein souveränes Land, die
Angriffe auf die Friedenstruppen der Vereinten Nationen – die Blauhelme,
unter denen sich auch spanische Soldaten befinden, die hervorragende Arbeit
leisten – sowie die wahllosen Bombardierungen der Zivilbevölkerung in
Beirut fortgesetzt werden“, beklagte der spanische Außenminister.
Mit Blick auf die kommenden zwei Wochen sagte Albares: „Wir werden keine
Ressourcen scheuen, um die Vermittlungsbemühungen Pakistans zu unterstützen
und der Diplomatie zum Durchbruch zu verhelfen. Aber es ist noch zu früh,
um zu wissen, wohin sie führen werden.“ Ein endgültiger Frieden sei noch
weit entfernt. Man müsse daher alles tun, um „das Risiko von Gewalt und
einer inakzeptablen Eskalation, wie sie die Menschheit seit dem Zweiten
Weltkrieg nicht mehr erlebt hat, zu verringern“, forderte er. (dpa)
## 10.02 Uhr: SPD-Politiker Stegner: Iran-Waffenruhe könnte Chance für
Verhandlungen bieten
Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner hat die Einigung auf eine Waffenruhe im
Irankrieg begrüßt. „Natürlich muss jeder Mensch erleichtert sein, wenn es
jetzt nicht zu dieser Eskalation kommt und vielleicht die Waffenruhe auch
eine Chance bietet für Verhandlungen, die dann zu einer Friedenslösung
führen“, sagte Stegner am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. Gleichzeitig
kritisierte er die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem
Iran: Dieser habe die Welt „in Angst und Schrecken versetzt“. Stegner
glaubt nicht, dass Trump mit seiner scharfen Rhetorik erfolgreich war.
„Abgesehen davon weiß ich nicht, was dadurch besser wird, wenn man sich
genauso verhält, wie die Diktatoren sich verhalten.“ (afp)
## 10.00 Uhr: Linken-Chefin Schwerdtner fordert Schließung der
US-Militärbasen in Deutschland
Die Linke-Vorsitzende Ines Schwerdtner fordert als Konsequenz aus den
Iran-Äußerungen von US-Präsident Donald Trump die „unverzügliche“
Schließung der US-Militärbasen in Deutschland und kritisiert Kanzler
Friedrich Merz. „Der selbsternannte Außenkanzler Merz hat sich bislang vor
allem durch politisches Duckmäusertum gegenüber Donald Trumps
zerstörerischer Politik hervorgetan“, sagte Schwerdtner am Mittwoch der
Nachrichtenagentur Reuters. „Selbst dann, wenn Trump damit droht, eine
ganze Zivilisation auszulöschen und damit eindeutig rote Linien
überschreitet, bleiben klare Worte der Kritik aus Berlin aus“, kritisierte
die Linke-Co-Chefin.
Dies sei „feige“ und führe dazu, dass Deutschland in Konflikte
hineingezogen und erpressbar werde, sagte die Chefin der oppositionellen
Linken. „Eine souveräne europäische Politik muss der kriegstreibenden Linie
Trumps entschlossen entgegentreten. Das bedeutet auch, dass US-Basen wie
Ramstein unverzüglich geschlossen werden müssen“, sagte Schwerdtner. Die
EU müsse eine eigenständige Position in dem Konflikt einnehmen, wenn sie
in der Welt bestehen wolle – „eine, die auf Völkerrecht und Diplomatie
beruht“. (rtr)
## 9.58 Uhr: Afrikanische Union: Iran-Waffenruhe ist wichtige Chance
Die Afrikanische Union (AU) sieht die angekündigte Waffenruhe im Irankrieg
als wichtige Chance, das Leid von Zivilisten in von dem Konflikt
betroffenen Ländern zu lindern. Der Vorsitzende der Kommission der AU,
Mahmoud Ali Youssouf, erklärte am Mittwoch, die Vereinbarung zeuge von
lobenswerter Führung und dem gemeinsamen Engagement für die Deeskalation,
die die Afrikanische Union seit Langem fordere. Diplomatie auf Grundlage
der Charta der Vereinten Nationen sei weiterhin der einzig gangbare Weg zur
Lösung internationaler Krisen, betonte er. (ap)
## 9.57 Uhr: Zwei in Iran freigelassene Franzosen nach Frankreich
zurückgekehrt
Ein jahrelang in Iran inhaftiertes Paar aus Frankreich ist wieder frei und
am Morgen in die Heimat zurückgekehrt. Cécile Kohler und Jacques Paris
wurden nach ihrer Ankunft am Mittwochmorgen am Pariser Flughafen
Charles-de-Gaulle von Mitarbeitern des Krisenstabs des französischen
Außenministeriums in Empfang genommen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus
informierten Kreisen erfuhr. Sie sollten zunächst ihre Familien treffen,
später wollte Präsident Emmanuel Macron sie im Elysée-Palast empfangen. Die
beiden waren am Vortag gemeinsam mit dem französischen Botschafter in Iran
nach Aserbaidschan ausgereist. Kohler und Paris waren im Mai 2022 am
letzten Tag einer Iran-Reise wegen Spionagevorwürfen festgenommen und
später zu langen Haftstrafen verurteilt worden.
Die 41 Jahre alte Französischlehrerin und der 72 Jahre alte pensionierte
Mathelehrer waren im November aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis in
Teheran entlassen worden. Sie durften jedoch zunächst nicht den Iran
verlassen und hielten sich seitdem in der Residenz des französischen
Botschafters auf. Beide hatten stets ihre Unschuld beteuert. Die
französische Regierung hatte die beiden als „Staatsgeiseln“ bezeichnet und
dem Iran vorgeworfen, sie für Verhandlungen zu nutzen. Kohler und Paris
waren die letzten Franzosen, die noch in Iran in Haft waren. (afp)
## 9.48 Uhr: Internet trotz Waffenruhe in Iran weiter gesperrt
Die Bevölkerung in Iran bleibt auch nach Verkündung der Waffenruhe weiter
vom Internet abgeschnitten. „Die Zensurmaßnahme aus Kriegszeiten hält
weiterhin an, obwohl sowohl die Regierungen der USA als auch Irans jeweils
den Sieg für sich beanspruchen“, schrieb die auf Netzsperren spezialisierte
Organisation Netblocks auf der Plattform X. Die iranische Bevölkerung werde
derweil erneut im Dunkeln gelassen, hieß es dort.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats in Iran nutzt das Internet
unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein
privilegierter Kreis über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen,
ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien
publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt
sind. Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur.
Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen
Einwohnern gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram,
Tiktok und Youtube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen
Großteil der Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft
langsam und unzuverlässig. (dpa)
## 9.37 Uhr: Neuseelands Regierungschef: Waffenruhe „unglaublich
ermutigend“
Der neuseeländische Ministerpräsident Christopher Luxon hat sich
erleichtert über die angekündigte Waffenruhe im Irankrieg gezeigt. Nach
Wochen in einem destabilisierenden Konflikt sei das eine „unglaublich
ermutigende“ Nachricht, erklärte er am Mittwoch in der Hauptstadt
Wellington. „Die Ereignisse der letzten sechs Wochen waren unglaublich
destabilisierend und zutiefst besorgniserregend für die Welt. Wir alle
wünschen uns ein Ende des Nahostkonflikts, der jedes Land der Welt,
einschließlich Neuseeland, betrifft.“ (ap)
## 9.33 Uhr: Kallas: Iran-USA-Feuerpause „dringend benötigte Chance“ für
Diplomatie
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die vereinbarte Feuerpause zwischen
den USA und dem Iran als „Schritt zurück vom Abgrund“ begrüßt. Sie sei eine
„dringend benötigte Chance, Drohungen zurückzufahren, Raketenangriffe zu
stoppen, die Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie“ zu
schaffen, erklärte Kallas am Mittwoch im Onlinedienst X. Die Straße von
Hormus müsse nun auch tatsächlich geöffnet werden. (afp)
## 9.30 Uhr: Dax springt nach oben: Anleger feiern Waffenruhe
Der Dax steigt nach der angekündigten zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem
Iran und den USA deutlich. Der deutsche Leitindex legte zum Handelsstart um
4,9 Prozent auf 24.033 Punkte zu. Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der
Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus lässt die Ölpreise
einbrechen und beflügelt die Aktienmärkte weltweit. Sie reagieren vor allem
auf die Aussagen des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach die
Straße von Hormus während der Waffenruhe geöffnet werde. Die Ölpreise
sackten prozentual zweistellig ab. Sie sind momentan der wichtigste
Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. Der Preis für
ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel zeitweise unter 92 Dollar und damit
auf das tiefste Niveau seit mehr als zwei Wochen. (dpa)
## 9.18 Uhr: Israelischer Oppositionsführer Lapid wirft Netanjahu Versagen
vor
Nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Irankrieg hat der führende
israelische Oppositionspolitiker Jair Lapid Regierungschef Benjamin
Netanjahu politisches Versagen vorgeworfen. Netanjahu habe „politisch
versagt, strategisch versagt und nicht eines der Ziele erreicht, die er
selbst gesetzt hatte“, schrieb Lapid am Mittwoch im Onlinedienst X. „In
unserer gesamten Geschichte hat es noch nie eine solche politische
Katastrophe gegeben“, erklärte Lapid weiter. Lapid, der vor Netanjahus
erneuter Amtsübernahme im Dezember 2022 israelischer Regierungschef gewesen
war, fügte an: „Israel war nicht einmal ansatzweise an den Verhandlungen
beteiligt, als Entscheidungen getroffen wurden, die den Kern unserer
nationalen Sicherheit betrafen.“ Die Armee lobte Lapid: Die Streitkräfte
hätten „alles ausgeführt, was von ihnen verlangt wurde“.
Es werde jedoch „Jahre dauern, bis der politische und strategische Schaden
behoben ist, den Netanjahu aufgrund von Arroganz, Sorglosigkeit und
mangelnder strategischer Planung verursacht hat“, erklärte Lapid. Israels
Regierungschef Netanjahu hatte die Zerschlagung oder zumindest die
erhebliche Schwächung des iranischen Atomprogramms als zentrales Kriegsziel
ausgegeben und das Programm als „existenzielle Bedrohung“ für sein Land
bezeichnet. (afp)
## 9.06 Uhr: Israel auch nach Waffenruheverkündung unter Beschuss
Auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die USA und den Iran ist
Israel in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss geraten. Aus den Städten
Petach Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die
israelische Nachrichtenseite ynet. Kurz darauf heulten im Zentrum und Süden
des Landes erneut die Sirenen. Bewohner berichteten von heftigen
Explosionen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren,
teilte die israelische Armee auf Telegram mit. (dpa)
## 9.03 Uhr: Libanesische Staatsmedien: Israel greift Tyros im Süden des
Libanons an
Nach der Einigung auf eine Feuerpause im Irankrieg dauern die israelischen
Angriffe im Libanon weiter an. Israel habe am Mittwoch mehrere Angriffe im
Süden des Landes ausgeführt, berichtete die nationale libanesische
Nachrichtenagentur. Zuvor hatte Israel den Angaben zufolge einen
Evakuierungsaufruf für ein Gebäude in der südlichen Küstenstadt Tyros
veröffentlicht. Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Insidern zufolge in
den frühen Morgenstunden im Rahmen der Waffenruhe im Irankrieg ihre
Angriffe auf Nordisrael und israelische Truppen im Libanon ausgesetzt. Das
teilen drei Insider aus dem libanesischen Umfeld der radikal-islamischen
Organisation gegenüber Reuters mit. (afp/rtr)
## 8.56 Uhr: Arabische Staaten begrüßen Einigung auf Waffenruhe
Mehrere arabische Staaten haben die Einigung zwischen den USA und dem Iran
auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus begrüßt, drängen
aber auf weitere Diplomatie. Es sei nun wichtig, die Bemühungen zu
intensivieren, um Lösungen zu finden, die die Krise an der Wurzel packten,
teilte das Außenministerium des Golfstaats Oman mit. Auch Ägypten drängt
auf weitere Verhandlungen. Das Aussetzen der US-Militäroperationen sei eine
wichtige Chance, die genutzt werden sollte, um Raum für Diplomatie und
einen konstruktiven Dialog zu schaffen, teilte das Außenministerium in
Kairo mit.
Der Irak erklärte der staatlichen Nachrichtenagentur INA zufolge, die
Waffenruhe trage dazu bei, Spannungen in der Region abzubauen, man
unterstütze alle weiteren Bemühungen für Dialog. Nach Ansicht der
Vereinigten Arabischen Emirate geht ihr Land als Sieger aus dem Konflikt
hervor. Der Berater des Präsidenten der Emirate Anwar Gargasch schrieb auf
X, die Vereinigten Arabischen Emirate hätten in einem Krieg triumphiert,
den man unbedingt habe vermeiden wollen und das Land erfolgreich
verteidigt. (dpa)
## 8.56 Uhr: Insider: Hisbollah setzt Angriffe auf Nordisrael aus
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Insidern zufolge in den frühen
Morgenstunden im Rahmen der Waffenruhe im Irankrieg ihre Angriffe auf
Nordisrael und israelische Truppen im Libanon ausgesetzt. Das teilen drei
Insider aus dem libanesischen Umfeld der radikal-islamischen Organisation
gegenüber Reuters mit. Israel hat ungeachtet der Waffenruhe seine Angriffe
auf den Südlibanon fortgesetzt und eine neue Evakuierungsanordnung für eine
südliche Stadt erlassen. Das deutet darauf hin, dass es dort bald angreifen
wird. Zuvor hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
erklärt, dass die zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA den
Libanon nicht einschließe. Die vom Iran unterstützte Hisbollah werde
voraussichtlich eine Erklärung abgeben, in der sie ihre offizielle Position
zur Waffenruhe und zu Netanjahus Darstellung, der Libanon sei nicht
eingeschlossen, darlege, sagen die drei Insider. (rtr)
## 8.50 Uhr: Starmer zu Waffenruhe: „Moment der Erleichterung“
Der britische Premierminister Keir Starmer spricht nach der Einigung
zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der
Straße von Hormus von einem „Moment der Erleichterung“. „Zusammen mit
unseren Partnern müssen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um diese
Waffenruhe zu unterstützen und aufrechtzuerhalten“, schrieb Starmer in
einem X-Beitrag. Die temporäre Waffenruhe müsse nun in ein „dauerhaftes
Abkommen“ übergehen. Der britische Premier wird noch am Mittwoch in die
Golfregion reisen, wie die Downing Street der Nachrichtenagentur PA zufolge
ankündigte. Dort werde Starmer mit Staats- und Regierungschefs der
Verbündeten in der Region über diplomatische Bemühungen zur
Aufrechterhaltung der Waffenruhe sprechen. Dabei soll es demnach auch um
„konkrete Maßnahmen“ zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der
Straße von Hormus gehen. (dpa)
## 8.32 Uhr: Explosionen in Bahrain trotz Einigung auf Feuerpause
Wenige Stunden nach der Verkündung einer Feuerpause im Irankrieg sind aus
Bahrain erneut Explosionen gemeldet worden. Eine Journalistin der
Nachrichtenagentur AFP berichtete am Mittwochmorgen von Explosionen und
Rauch, der über der bahrainischen Insel Sitra aufstieg, auf der sich
Ölförderanlagen befinden. Zuvor seien Warnsirenen zu hören gewesen. Das
Innenministerium erklärte im Onlinedienst X: „Der Zivilschutz hat einen
Brand in einer Anlage gelöscht, der durch die iranische Aggression
verursacht wurde.“ Es seien keine Verletzten gemeldet worden. (afp)
## 8.26 Uhr: Wadephul begrüßt Waffenruhe im Irankrieg
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) begrüßte die Entscheidung der
Konfliktparteien für eine Waffenruhe im Irankrieg. „Endlich eine frohe
Botschaft auch in der Politik“, erklärte Wadephul am Mittwochmorgen im
Onlinedienst X. Wadephul fügte an, die Einigung müsse „der entscheidende
erste Schritt auf dem Weg hin zu einer dauerhaften Befriedung“ sein. „Die
Folgen einer Fortsetzung des Krieges wären unübersehbar“, ergänzte er.
Wadephul dankte allen Beteiligten, die die Vereinbarung unterstützt hätten,
„insbesondere Pakistan“. Deutschland werde den „Weg der Diplomatie nach
Kräften unterstützen“. (afp)
## 8.15 Uhr: Merz: Ziel muss dauerhaftes Ende des Irankriegs sein
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßt die Einigung zwischen den USA
und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus und
will weitere diplomatische Bemühungen unterstützen. „Ziel muss nun sein, in
den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies wird
sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen“, erklärte Merz.
Entsprechende Verhandlungen dienten dem Schutz der iranischen
Zivilbevölkerung und der Sicherheit in der Region. Sie könnten eine schwere
weltweite Energiekrise abwenden. „Die Bundesregierung unterstützt diese
diplomatischen Bemühungen. Dazu steht sie in engem Austausch mit den USA
und anderen Partnern.“ Deutschland werde in geeigneter Weise dazu
beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten. Die
Bundesregierung danke Pakistan für die Vermittlung der Vereinbarung. (dpa)
## 8.05 Uhr: Ölpreis fällt wieder unter die 100-Dollar-Marke
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine zweiwöchige
Feuerpause im Irankrieg hat der Ölpreis deutlich nachgelassen. Gegen 7.00
Uhr fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um
13,13 Prozent auf 94,92 Dollar (81,15 Euro). Der Preis für die
US-Referenzsorte sank um 14,53 Prozent auf 96,54 Dollar. Die asiatischen
Börsen schossen ins Plus. In Südkorea notierte der Leitindex Kospi gegen
7.00 Uhr fast 7 Prozent im Plus, der Nikkei in Tokio ging um mehr als 5
Prozent nach oben. Auch an den Börsen in Taipeh, Sydney und in Hongkong
legten die Aktienkurse zu. (afp)
## 7.49 Uhr: Australien begrüßt Iran-Waffenruhe und kritisiert Wortwahl
Trumps
Australien hat die Ankündigung einer Waffenruhe im Irankrieg begrüßt.
Premierminister Anthony Albanese und Außenministerin Penny Wong sprachen am
Mittwoch von einer „Vereinbarung der Vereinigten Staaten, Israels und Irans
über eine zweiwöchige Waffenruhe“, um eine Lösung des Konflikts im Nahen
Osten auszuhandeln. „Die australische Regierung fordert seit Längerem eine
Deeskalation und ein Ende des Konflikts“, erklärten Premierminister Anthony
Albanese und Außenministerin Penny Wong am Mittwoch. Sie kritisierten die
weitgehende Schließung der Straße von Hormus durch den Iran, Angriffe auf
Handelsschiffe, zivile Infrastruktur sowie Öl- und Gasanlagen in dem
Konflikt.
Albanese betonte jedoch auch seinen Unmut über Trumps Drohung, die
iranische Zivilisation auszulöschen. Die Drohung vom Dienstag, dass „eine
ganze Zivilisation“ sterben und nicht mehr zurückkehren werde, wenn der
Iran die Straße von Hormus nicht öffne und sich einem Friedensschluss
verweigere, sei keine angemessene Sprache für einen Präsidenten der USA. Er
gehe davon aus, dass dies noch Besorgnis auslösen werde, sagte Albanese dem
Sender Sky News. „Wir haben ganz klar gesagt, dass jeder Konflikt im
Einklang mit dem Völkerrecht geführt werden muss. Das sieht vor, dass
Zivilisten – die keine Konfliktparteien sind – jeden erdenklichen Schutz
erhalten.“ Die zweiwöchige Waffenruhe sei eine gute Nachricht. (ap)
## 7.28 Uhr: Regierungen in Asien begrüßen Waffenruhe zwischen Iran und USA
Regierungen in Asien haben sich erleichtert über die angekündigte
Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA gezeigt. Der malaysische
Ministerpräsident Anwar Ibrahim erklärte am Mittwoch, die Feuerpause sei
ein gutes Zeichen für die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität,
nicht nur in der Region, sondern auch weltweit. Auch Indonesien begrüßte
die Entwicklung als einen Schritt, die Tür für Diplomatie offen zu halten
und so zur Deeskalation beizutragen.
Die Sprecherin des indonesischen Außenministeriums, Yvonne Mewengkang,
sagte, die Regierung in Jakarta werde stets alle konstruktiven
diplomatischen Bemühungen unterstützen, einschließlich solcher, die zu
einer dauerhafteren Lösung führen könnten. Der Schutz der Zivilbevölkerung
habe dabei oberste Priorität. Das südkoreanische Außenministerium lobte in
einer Mitteilung die Vermittlungsbemühungen Pakistans und anderer Staaten
und forderte eine rasche Wiederherstellung von Frieden und Stabilität im
Nahen Osten. Zugleich erklärte Seoul, es erwarte eine „schnelle und
sichere“ Wiederaufnahme der freien Durchfahrt aller Schiffe durch die
Straße von Hormus, darunter auch südkoreanischer Schiffe. (ap)
## 7.08 Uhr: Rubio: Im Irak verschleppte US-Journalistin ist wieder frei
Die im Irak verschleppte US-Journalistin Shelly Kittleson ist nach Angaben
von US-Außenminister Marco Rubio wieder freigelassen worden. „Wir sind
erleichtert, dass diese US-Bürgerin jetzt frei ist, und arbeiten daran,
ihre sichere Ausreise aus dem Irak zu unterstützen“, erklärte Rubio am
Dienstag (Ortszeit). Zuvor hatten die mutmaßlichen Entführer der
Journalistin, die einflussreiche paramilitärische Miliz Katajeb Hisbollah,
ihre Freilassung angekündigt.
Die Miliz hatte zuvor mitgeteilt, sie habe „in Anbetracht der Haltung des
scheidenden Ministerpräsidenten entschieden, die Angeklagte Shelly
Kittleson freizulassen“. Bedingung dafür sei, dass sie den Irak sofort
verlasse, hieß es in einer kurzen Mitteilung des Sicherheitsbeauftragten
der Miliz, Abu Mudschahid al-Assaf. Kittleson war am 31. März in der
irakischen Hauptstadt Bagdad verschleppt worden. Sie ist nach Angaben der
Stiftung International Women's Media eine „seriöse Journalistin“ mit
Erfahrung im Nahen Osten, die in Rom lebt. (afp)
## 6.16 Uhr: UN-Generalsekretär Guterres begrüßt Waffenruhe im Irankrieg
UN-Generalsekretär António Guterres hat die zweiwöchige Waffenruhe im
Irankrieg begrüßt. Sein Sprecher Stephane Dujarric sagte laut einer
Mitteilung in der Nacht zum Mittwoch, Guterres rufe alle Parteien auf, sich
an die Bedingungen der Waffenruhe zu halten, „um den Weg zu einem
dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen“. Der
UN-Generalsekretär fordere die Konfliktparteien zudem auf, ihren
völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehören der Schutz von
Zivilisten und ziviler Infrastruktur. „Der Generalsekretär betont, dass ein
Ende der Kampfhandlungen dringend notwendig ist, um Leben von Zivilisten zu
schützen und menschliches Leid zu lindern“, sagte Dujarric. Guterres'
Sondergesandter für den Konflikt, Jean Arnault, sei in der Region, um die
Bemühungen um einen dauerhaften Frieden zu unterstützen. (ap)
## 6.12 Uhr: US-Spitzenpolitiker reagieren verhalten auf Zehn-Punkte-Plan
Einige Spitzenpolitiker in den USA haben verhalten auf die Verkündung einer
zweiwöchigen Waffenruhe im Irankrieg reagiert. „Eine Waffenruhe ist eine
gute Nachricht – allerdings nur, weil dieser sinnlose Krieg so schnell wie
möglich beendet werden sollte“, schrieb etwa der demokratische Senator
Richard Blumenthal auf X. US-Präsident Donald Trump könne weiterhin nicht
erklären, warum er den Krieg begonnen habe. „Eine Waffenruhe ist für das
amerikanische Volk kein Sieg“, fügte Blumenthal hinzu.
Der demokratische Kongressabgeordnete Gregory Meeks betonte indes, dass
eine Waffenruhe nicht genug sei. Trump müsse dem Kongress erklären, warum
er die USA in den Krieg mit dem Iran geführt habe, in dem 13
Militärangehörige gestorben seien. Spöttischer zeigte sich der
demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Er sei froh, dass
Trump einen „Rückzieher“ gemacht habe und „nun verzweifelt nach einem
Ausweg aus seinem lächerlichen Getöse“ suche, schrieb er auf X. (dpa)
## 5.50 Uhr: Trump spricht von „totalem Sieg“
US-Präsident Donald Trump bezeichnet die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe
mit dem Iran als „totalen und vollständigen Sieg“ für die USA. „Hundert
Prozent. Ohne jeden Zweifel“, sagt er der Nachrichtenagentur AFP in einem
kurzen Telefonat. Die USA hätten einen Zehn-Punkte-Plan aus Teheran
erhalten, der eine brauchbare Verhandlungsgrundlage darstelle. Ein
mögliches Friedensabkommen werde auch das iranische Atomprogramm abdecken.
„Das wird perfekt geregelt sein, sonst hätte ich mich nicht darauf
eingelassen“, sagt Trump. Was mit dem Uran passieren solle, erläuterte er
nicht.
Auf die Frage nach seinen früheren Drohungen, zivile Kraftwerke und
Brücken in Iran zu zerstören, falls die Vereinbarung scheitert, antwortet
er dem Bericht zufolge lediglich: „Das werden Sie abwarten müssen.“ Trump,
der im Kriegsverlauf wiederholt seine Ziele und Zeitpläne geändert hat,
bekräftigt, dass die US-Ziele erreicht worden seien. (rtr)
## 5.45 Uhr: Trump zur Iran-Einigung: Es wird viel Geld verdient werden
US-Präsident Donald Trump rechnet nach der Einigung mit dem Iran auf eine
Waffenruhe und der Öffnung der Straße von Hormus mit einem großen
wirtschaftlichen Gewinn. „Es wird viel Geld verdient werden“, frohlockte
der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. „Ein großer Tag für den
Weltfrieden!“, schrieb er. „Der Iran will es, er hat genug! Und alle
anderen auch!“ Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in
der Straße von Hormus helfen. „Es wird viele positive Maßnahmen geben!“
Der Iran könne jetzt mit dem Wiederaufbauprozess beginnen, schrieb Trump.
Die USA würden vor Ort bleiben, um sicherzustellen, „dass alles gut geht“.
Er sei zuversichtlich. „Genau wie wir es in den USA erleben, könnte dies
das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens sein!!!“, schloss Trump seinen
Jubel-Post.
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif lud Delegationen der USA und Irans
für weitere Gespräche am Freitag in die Hauptstadt Islamabad ein, wo sie
über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln
sollen. (dpa)
## 5.24 Uhr: Netanjahu: Waffenruhe mit Iran gilt nicht für Konflikt mit
Hisbollah
Die zweiwöchige Waffenruhe im Irankrieg soll nach israelischen Angaben
nicht für den Konflikt mit der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah
gelten. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am
Mittwoch mit, Israel unterstütze die Entscheidung von US-Präsident Donald
Trump, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen einzustellen. Den Krieg
mit der Hisbollah betreffe das jedoch nicht.
Die Waffenruhe stehe zudem unter der Bedingung, dass der Iran die Straße
von Hormus unverzüglich öffnet und alle Angriffe auf US-Interessen, Israel
und andere Staaten in der Region einstellt, erklärte Netanjahus Büro.
Israel unterstütze die Bemühungen der USA, sicherzustellen, dass der Iran
keine nukleare oder Raketenbedrohung mehr darstelle. (AP)
## 4.03 Uhr: Medien veröffentlichen Details aus Zehn-Punkte-Plan
Im Zuge der Einigung auf eine zweiwöchige Feuerpause haben Vertreter Irans
der US-Regierung in Washington einen Zehn-Punkte-Plan als Vorschlag für ein
dauerhaftes Kriegsende übermittelt. US-Präsident Donald Trump schrieb auf
Truth Social, dass dieser eine „praktikable Grundlage für Verhandlungen
bietet“.
Offiziell hat Irans Regierung die Forderungen bislang nicht öffentlich
gemacht. Nachrichtenagenturen, die den Revolutionsgarden nahestehen,
berichten jedoch bereits über Details. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim
beinhaltet der Entwurf die Forderung nach einer dauerhaften Einstellung von
Aggressionen. Der Iran soll die Kontrolle über die Straße von Hormus
behalten und Uran anreichern dürfen. Die politische Führung in Teheran
fordert die Aufhebung der harten internationalen Sanktionen und
Strafmaßnahmen des UN-Sicherheitsrats.
Auch Resolutionen des Gouverneursrats der Internationalen
Atomenergiebehörde IAEA will Teheran aufgehoben sehen, wie Tasnim weiter
berichtet. Weiter werden Kriegsentschädigungen und ein Abzug der
US-Streitkräfte aus der Region gefordert. Der Krieg soll an allen Fronten
enden, einschließlich im Libanon.
Auch die Nachrichtenagentur Fars berichtet über die zehn Punkte. Ihre
Informationen decken sich weitgehend mit dem Bericht bei Tasnim. In ihrem
Bericht heißt es jedoch auch, dass sich der Iran gemäß dem Plan
verpflichten werde, niemals Atomwaffen herzustellen. Die Urananreicherung
soll nach Verhandlungen eingeschränkt werden. Teheran stimme außerdem zu,
mit anderen Ländern in der Region über Friedensabkommen zu sprechen. (dpa)
## 4.02 Uhr: Nach Äußerungen zu möglichem Nato-Austritt: Rutte trifft Trump
in Washington
Vor dem Hintergrund heftiger Kritik aus Washington an der Nato trifft
Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch US-Präsident Donald Trump im
Weißen Haus in Washington. Rutte und Trump wollten bei ihrem Gespräch „die
aktuelle Sicherheitslage“ erörtern, „einschließlich im Kontext des Iran
sowie des andauernden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine“, teilte
eine Nato-Vertreterin mit. Weiteres Thema wird demnach die Vertiefung der
transatlantischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie sein.
Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten zuletzt angekündigt, die
Nato-Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Irankrieges überdenken zu
wollen. Der US-Präsident kritisierte die europäischen Verbündeten dafür,
die USA im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend zu unterstützen. Rutte
zeigte Verständnis für beide Seiten und gilt als Vermittler zwischen
Washington und dem Rest der Allianz. (afp)
## 3.46 Uhr: Leavitt: Zehn-Punkte-Plan Basis für weitere Verhandlungen
Der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Vorschlag zur Beendigung des Krieges
ist nach Ansicht von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt eine
Grundlage für weitere Verhandlungen. „Die Worte von Präsident (Donald)
Trump sprechen für sich: Dies ist eine praktikable Verhandlungsgrundlage,
und diese Verhandlungen werden fortgesetzt“, teilte sie auf Anfrage mit.
Leavitt betonte, dass die Öffnung der für den weltweiten Öl- und Gashandel
wichtigen Straße von Hormus Trump zu verdanken sei. Dieser habe gemeinsam
mit dem US-Militär „den Iran dazu gebracht“, die Meerenge wieder zu öffnen.
(dpa)
## 3.45 Uhr: Teheran inhaftiert Angehörige von geflüchteten Aktivisten
Nach der brutalen Niederschlagung von Protesten zu Beginn des Jahres hat
die Führung in Teheran ihr Vorgehen gegen Vertreter der Opposition offenbar
noch weiter verschärft. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe
sollen Hunderte Menschen festgenommen worden sein – darunter auch etliche
Verwandte von bekannten Regierungskritikern, die selbst gar nicht politisch
aktiv sind.
Am 15. März nahmen Sicherheitskräfte in der iranischen Hauptstadt den
Bruder von Hossein Razzagh fest. Das sagt der ehemalige politische
Gefangene, der im vergangenen Jahr nach Europa flüchten konnte, im Gespräch
mit der Nachrichtenagentur AP. „Mein Bruder ist überhaupt nicht politisch,
er ist in keinster Weise politisch aktiv. Es geht nur darum, mich unter
Druck zu setzen“, betont er.
Laut den Angaben von Razzagh konnte sein Bruder Ali nach der Festnahme aus
einer vom iranischen Geheimdienst betriebenen Einrichtung heraus nur „für
wenige Sekunden“ mit seiner Frau telefonieren. Seitdem sei weder die
Familie noch deren Anwalt in der Lage gewesen, Kontakt zu dem Bruder
aufzunehmen. Ihnen sei lediglich mitgeteilt worden, dass dessen
Verbindungen zu dem im Exil lebenden Razzagh überprüft würden. (ap)
## Israel auch nach Waffenruhe-Verkündung unter Beschuss
Auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die USA und den Iran ist
Israel in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss geraten. Aus den Städten
Petach Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die
israelische Nachrichtenseite „ynet“. Kurz darauf heulten im Zentrum und
Süden des Landes erneut die Sirenen. Bewohner berichteten von heftigen
Explosionen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren,
teilte die israelische Armee auf Telegram mit. (dpa)
## 2.43 Uhr: Mindestens acht Tote bei israelischem Angriff im Südlibanon
Bei einem israelischen Angriff in Sidon im Süden des Libanons sind nach
Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen
getötet worden. „Nach einer vorläufigen Bilanz“ seien 22 weitere Menschen
dabei verletzt worden, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Ein Fotograf
der Nachrichtenagentur AFP vor Ort sah Flammen aus einem Café aufsteigen
und Glasscherben auf der Straße davor.
Feuerwehrleute kämpften gegen den Brand an der Uferpromenade der
Küstenstadt an, wie der AFP-Fotograf beobachtete. In der Nähe geparkte
Autos wurden bei dem Angriff ebenfalls beschädigt. Ein Sanitäter sagte AFP,
Rettungskräfte hätten mindestens sechs Verletzte vom Ort des Geschehens
abtransportiert.
Der Angriff ereignete sich kurz bevor Pakistans Regierungschef Shehbaz
Sharif erklärte, eine zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran
schließe die Verbündeten der USA ein und gelte „überall, einschließlich des
Libanons und anderswo“. (afp)
## 2.30 Uhr: Staatsmedien: Irans Militär soll Angriffe einstellen
Irans oberster Führer hat im staatlichen Nachrichtensender IRIB bekannt
gegeben, dass das Militär angewiesen wurde, das Feuer einzustellen. Dieser
Befehl kam ungefähr zwei Stunden nach der Ankündigung der USA, dass eine
Waffenrufe vereinbart wurde. „Dies ist nicht das Ende des Krieges, aber
alle militärischen Teilstreitkräfte sollten dem Befehl des Obersten Führers
folgen und das Feuer einstellen“, heißt es weiter in der Erklärung. (taz)
## 2.13 Uhr: Waffenstillstand auch mit dem Libanon
Der Waffenstillstand umfasst auch den Libanon, erklärte Pakistans
Premierminister Shehbaz Sharif. „Mit größter Demut freue ich mich, bekannt
geben zu können, dass die Islamische Republik Iran und die Vereinigten
Staaten von Amerika zusammen mit ihren Verbündeten einem sofortigen
Waffenstillstand überall, einschließlich im Libanon und anderswo,
zugestimmt haben – mit sofortiger“, hieß es in einer Erklärung des
pakistanischen Premiers.
Sharif lud Delegationen aus dem Iran und den USA für weitere Gespräche am
Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus
Washington und Teheran ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts
aushandeln sollen. Beide Seiten hätten in den Gesprächen „bemerkenswerte
Weisheit und Verständnis“ bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und
Stabilität eingesetzt. (dpa/taz)
## 1.57 Uhr: Gespräche zwischen USA und Iran angekündigt
Der Nationale Sicherheitsrat Irans kündigt Gespräche mit den USA ab Freitag
in Pakistan an. „Wir sprechen über persönliche Verhandlungen, aber nichts
ist endgültig, solange es nicht vom Präsidenten oder dem Weißen Haus
angekündigt wird“, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline
Leavitt, gegenüber CNN.
Das Treffen könnte in Islamabad stattfinden, unter Beteiligung
pakistanischer Vermittler. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff, sein
Schwiegersohn Jared Kushner sowie Vizepräsident J. D. Vance werden
teilnehmen, insofern die Gespräche stattfinden. (dpa/taz)
## 1.32 Uhr: Iran: „Sichere Passage wird möglich sein“
Im offiziellen Statement des iranischen Außenministers Seyed Abbas
Araghchi, das unter anderem von US-Präsident Trump in Sozialen Medien
geteilt wurde, heißt es: „Als Reaktion auf die brüderliche Bitte von
Premierminister Sharif (dem Premier Pakistans, anm. d. Red.) sowie unter
Berücksichtigung der Bitte der Vereinigten Staaten um Verhandlungen auf
Grundlage ihres 15-Punkte-Vorschlags und der Ankündigung des US-Präsidenten
über die Akzeptanz des allgemeinen Rahmens von Irans 10-Punkte-Vorschlag
als Verhandlungsbasis erkläre ich hiermit im Namen des Obersten Nationalen
Sicherheitsrats Irans: Sollten die Angriffe gegen Iran eingestellt werden,
werden unsere mächtigen Streitkräfte ihre defensiven Operationen
einstellen. Für einen Zeitraum von zwei Wochen wird eine sichere Passage
durch die Straße von Hormus durch Koordination mit den Streitkräften Irans
und unter angemessener Berücksichtigung technischer Einschränkungen möglich
sein“. (taz)
## 1.32 Uhr: Iran will Straße von Hormus öffnen
Der Nationale Sicherheitsrat Irans veröffentlichte eine Erklärung, in der
dargelegt wird, dass Irans 10-Punkte-Plan unter anderem eine „regulierte
Durchfahrt durch die Straße von Hormus unter Koordination der Streitkräfte
Irans“ vorsieht. Dies würde dem Land laut der Erklärung eine „einzigartige
wirtschaftliche und geopolitische Stellung“ verschaffen.
Der iranische Außenminister Seyed Abbas Aragachi erklärte, dass während der
zwei Wochen eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus „durch
Koordination mit den Streitkräften Irans (…) möglich sein wird“. (taz)
## 1.32 Uhr: Ölpreis gibt nach
Nach der Ankündigung eines zweiwöchigen Waffenstillstands ist der Ölpreis
deutlich eingebrochen. Marktberichte zeigen einen Rückgang von rund 10
Prozent. (taz)
## 1.31 Uhr: Iran: „Haben USA gezwungen, unseren Plan anzunehmen“
Der Oberste Nationale Sicherheitsrat behauptet, dass Iran einen großen Sieg
errungen habe und die Vereinigten Staaten gezwungen habe, seinen
10-Punkte-Plan zu akzeptieren. (taz)
## 1.30 Uhr: CNN: Israel hat zweiwöchiger Pause auch zugestimmt
Israel hat sich ebenfalls bereit erklärt, die Angriffe auszusetzen, während
die Verhandlungen fortgesetzt werden, sagte ein hochrangiger Beamter dem
US-Medium CNN. (taz)
## 1.30 Uhr: Bedingung: „Sofortige und sichere Öffnung“ der Staße von
Hormus
„Basierend auf Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif und
Feldmarschall Asim Munir aus Pakistan, in denen sie mich gebeten haben, die
heute Nacht gegen Iran entsandte zerstörerische Gewalt zurückzuhalten, und
unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran der
vollständigen, sofortigen und sicheren Öffnung der Straße von Hormus
zustimmt, erkläre ich mich bereit, die Bombardierung und den Angriff auf
Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen. Dies wird ein
beidseitiger Waffenstillstand sein“, schreibt US-Präsident Trump auf seiner
Plattform „Truth Social“ – weniger als anderthalb Stunden vor Ablauf seines
Ultimatums gegen den Iran.
Weiter behauptet er in seinem Post, dass die USA „alle militärischen Ziele
erreicht und sogar übertroffen haben und bei einem endgültigen Abkommen
über einen langfristigen Frieden mit Iran sowie Friden im Nahen Osten sehr
weit fortgeschritten sind“. Trump schreibt weiter: „Wir haben einen
10-Punkte-Vorschlag aus Iran erhalten und glauben, dass er eine praktikable
Grundlage für Verhandlungen darstellt. Fast alle der verschiedenen
Streitpunkte der Vergangenheit wurden bereits zwischen den Vereinigten
Staaten und Iran geklärt, doch ein Zeitraum von zwei Wochen wird es
ermöglichen, das Abkommen abzuschließen und umzusetzen.“
Er schließt seine Ankündigung mit der Aussage ab, dass dieses „langfristige
Problem kurz vor der Lösung steht“. (taz)
## 1.16 Uhr: Israel meldet neue Raketenangriffe aus dem Iran
Wenige Minuten nach der Verkündung eines zweiwöchigen Aufschubs der
US-Angriffe auf iranische Infrastruktur durch US-Präsident Donald Trump hat
die israelische Armee neue Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die
Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, erklärte die Armee am Mittwochmorgen im
Onlinedienst Telegram. In Jerusalem und in Jericho im von Israel besetzten
Westjordanland waren Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge
Explosionen zu hören.
Kurz zuvor hatte Trump sich in seinem Onlinedienst Truth Social bereit
erklärt, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen. Er „stimme
zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von
zwei Wochen auszusetzen“, wenn der Iran die Straße von Hormus vollständig
wieder öffne. „Dies wird eine beidseitige Waffenruhe sein“, schrieb er.
(afp)
## 0.46 Uhr: Trump setzt Angriffe für zwei Wochen aus
US-Präsident Donald Trump setzt die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen
aus. Er habe zugestimmt, „die Bombardierung und den Angriff auf den Iran
für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen“, sagt Trump. Er sei nach
eigenen Angaben bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe
auf den Iran zu verzichten, wenn dieser die wichtige Straße von Hormus
öffne. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte
Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. (dpa/rtr)
## 0.33 Uhr: 30 Länder beraten in UK über Straße von Hormus
Militärstrategen aus mehr als 30 Ländern haben in Großbritannien über eine
Öffnung der Straße von Hormus nach einem möglichen Waffenstillstand im
Irankrieg beraten. Die virtuelle Konferenz habe sich mit „geeigneten
Maßnahmen“ befasst, um die Meerenge nach Beendigung der Kampfhandlungen
„zugänglich und sicher“ zu machen, erklärte das britische
Verteidigungsministerium am Dienstag. Vergangene Woche hatte die britische
Regierung bereits ein diplomatisches Treffen mit rund 40 Ländern zu der
strategisch wichtigen Schifffahrtsroute abgehalten.
Ziel der Beratungen sei es, den „diplomatischen Konsens zur Straße von
Hormus in konkrete militärische Planungen“ zu übersetzen, erklärte das
britische Verteidigungsministerium weiter. „Zu gegebener Zeit“ werde eine
weitere militärische Planungskonferenz stattfinden. (afp)
## 0.09 Uhr: Irans Vizepräsident: Teheran für „alle Szenarien“ vorbereitet
Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump ist der Iran nach
den Worten des iranischen Vizepräsidenten Mohammed Resa Aref für „alle
Szenarien“ vorbereitet. „Die Regierung hat die notwendigen Maßnahmen für
alle Szenarien bis ins Detail ausgearbeitet“, erklärte Aref am Dienstag im
Onlinedienst X. „Keine Drohung übersteigt unsere Bereitschaft und unsere
Geheimdienstfähigkeiten“, fügte er hinzu. Die Äußerungen Arefs erfolgten
wenige Stunden vor Ablauf eines Ultimatums des US-Präsidenten an den Iran.
(afp)
## 23.39 UIranische Justiz ruft zu „beschleunigten“ Todesurteilen auf
Der Chef der iranischen Justiz hat die Gerichte des Landes dazu aufgerufen,
schneller Todesstrafen im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die USA und
Israel zu verhängen. „Sie müssen die Verhängung von Todesstrafen und die
Beschlagnahmung von Besitztümern beschleunigen“, sagte Gholam Hossein
Mohseni Ejei am Dienstag während einer im Fernsehen übertragenen
Versammlung von ranghohen Justizverantwortlichen.
Es sei „notwendig, weiterhin und mit größerer Schnelligkeit Urteile gegen
Elemente und Agenten des feindlichen Aggressors zu fällen,“ fügte er mit
Hinblick auf die Gesetzgebung zur Spionage hinzu.
Seit Beginn des Krieges Ende Februar wurden sieben Menschen gehängt. Sie
waren im Zusammenhang mit den gewaltsam unterdrückten
Anti-Regierungsprotesten im Januar verurteilt worden. Sechs von ihnen war
die Zugehörigkeit zu der verbotenen Oppositionsgruppe Volksmudschaheddin
vorgeworfen worden, einem iranisch-schwedischen Doppelstaatsbürger Spionage
für Israel und die USA. (afp)
## 23.30 Uhr: Irans größter Aluminiumproduzent angegriffen
Das US-Medium CNN berichtet, dass der größte Aluminiumproduzent Irans sowie
der größte petrochemischen Komplex angegriffen wurden und beruft sich dabei
auf iranische Staatsmedien. Der Angriff auf den Fajr-Petrochemiekomplex in
der Stadt Mahshahr traf laut Angaben des stellvertretenden
Sicherheitsgouverneurs der Provinz Khuzestan eine eine Anlage der Amirkabir
Petrochemical Company. Der Angriff auf das Aluminiumwerk in Arak soll laut
iranischen Staatsmedien einen Großbrand ausgelöst haben. (taz)
## 23.01 Uhr: Papst und UN schockiert von Trump-Aussagen
Die Vernichtungsandrohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran hat
international starken Widerspruch ausgelöst. Sowohl Papst Leo XIV. als auch
die UN verurteilten die Äußerungen des US-Präsidenten.
Leo XIV. bezeichnete die Drohung als „nicht akzeptabel“. Die Androhung
weitreichender Vernichtung der Infrastruktur sei nicht nur ein Verstoß
gegen das Völkerrecht, sondern zeige auch „Hass und den Willen zur
Zerstörung“. Dem sollten die Menschen den Einsatz für Frieden
entgegensetzen, sagte der Papst am Dienstagabend vor Journalisten in seiner
Residenz in Castel Gandolfo.
Leo XIV. rief die Menschen in allen betroffenen Ländern auf, sich an ihre
Regierungen und „an ihre Kongressabgeordneten zu wenden und ihnen zu sagen,
sie sollten den Krieg ablehnen“. Nach Meinung vieler sei dieser Krieg ein
ungerechter Krieg, und nun eskaliere er immer weiter. In diesem Kontext
ging der Papst auch auf die weltweite Wirtschaftskrise infolge des
Irankriegs ein und sagte, dieser Krieg löse keine Probleme. Vielmehr führe
er zu einer äußerst instabilen Lage im Nahen Osten und provoziere immer
mehr Hass weltweit. (kna)
## 22.57 Uhr: Pakistan: Verhandlungen könnten bald zu Ergebnissen kommen
Die Friedensverhandlungen im Irankrieg machen nach Angaben des Vermittlers
Pakistan Fortschritte. Die diplomatischen Bemühungen schritten „stetig,
entschlossen und kraftvoll voran und könnten in naher Zukunft zu
substanziellen Ergebnissen führen“, teilte der pakistanische
Premierminister Shehbaz Sharif auf X mit. Er bitte daher US-Präsident
Donald Trump eindringlich darum, sein Ultimatum um zwei Wochen zu
verlängern. (dpa)
## 22.25 Uhr: Pakistan drängt Trump zu zweiwöchigem Fristaufschub
Kurz vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran
hat der Vermittler Pakistan zu einem erneuten Aufschub gedrängt. Der
pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif bat Trump am Dienstag im
Onlinedienst X, „die Frist um zwei Wochen zu verlängern“, um den
Verhandlungen eine Chance zu geben. Derweil solle der Iran als Zeichen des
guten Willens für zwei Wochen die Straße von Hormus öffnen.
Der pakistanische Regierungschef rief alle Kriegsparteien überdies zu einer
zweiwöchigen Waffenruhe auf. Diese solle es den Unterhändlern ermöglichen,
„den Krieg mit einem endgültigen Ergebnis zu beenden – im Interesse eines
langfristigen Friedens und einer langfristigen Stabilität in der Region“.
Das Weiße Haus erklärte dazu, Trump prüfe den Vorschlag. Ursprünglich hatte
Pakistan nach US-Medienberichten eine Waffenruhe von 45 Tagen ins Gespräch
gebracht. Der US-Präsident hatte dies als „wichtigen Schritt“ bezeichnet,
der allerdings nicht ausreiche.
Sharif schrieb weiter, die diplomatischen Bemühungen schritten voran. Er
äußerte die Hoffnung, dass sie „in naher Zukunft zu substanziellen
Ergebnissen führen“ könnten. Der pakistanische Regierungschef spielt eine
zentrale Rolle bei den Bemühungen zur Beilegung des Irankrieges.
Trump hatte der Führung in Teheran mit [1][massiven völkerrechtswidrigen
Angriffen auf Brücken und Kraftwerke gedroht], sollte der Iran nicht die
Straße von Hormus öffnen, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und
Flüssiggastransports verläuft. Kurz vor Ablauf der Frist um 20.00 Uhr
US-Ostküstenzeit (Mittwochfrüh 02.00 Uhr MESZ) [2][legte Trump am Dienstag
nach und drohte dem Iran mit der Auslöschung]: „Eine ganze Zivilisation
wird heute sterben und nie mehr zurückkehren“, schrieb er auf seiner
Plattform Truth Social.
Trump hatte sein [3][Ultimatum an den Iran] ursprünglich bereits am 21.
März gestellt. Danach verlängerte er es aber mehrfach. Zu den Bedingungen
machte er widersprüchliche Angaben. Neben der Öffnung der Straße von Hormus
verlangte er, der Iran müsse sich zur Aufgabe seines Atomprogramms
verpflichten. (afp/taz)
## 21.47 Uhr: Mehrere Demokraten fordern Trumps Amtsenthebung
Mehrere Demokraten fordern angesichts der harschen Drohungen von
US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran, den Republikaber seines Amtes
zu entheben. Bis zum frühen Nachmittag (Ortszeit) waren es nach Recherchen
des „Wall Street Journal“ mehr als zwei Dutzend Kongressmitglieder.
Entsprechende Forderungen von Demokraten erreichten laut dem
Nachrichtenportal „Axios“ ihren Höhepunkt, nachdem Trump dem Iran Stunden
vor Ende seines Ultimatums noch einmal auf besonders drastische Weise
gedroht hatte: „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie
wieder zurückzukehren“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Neben einem regulären Amtsenthebungsverfahren im Kongress gibt es
theoretisch noch einen schnelleren Weg, um Trump seine Präsidentschaft zu
entziehen, auf den mehrere Demokraten nun explizit Bezug nehmen: den
Zusatzartikel 25 der Verfassung. Dieser erlaubt es in Abschnitt vier, den
Präsidenten für unfähig zu erklären, „die Rechte und Pflichten des Amtes
auszuüben“.
Der Abschnitt wurde allerdings noch nie angewandt – die Hürden dafür sind
sehr hoch. J. D. Vance als Vizepräsident und eine Mehrheit der wichtigsten
Kabinettsmitglieder müssten eine entsprechende Erklärung schriftlich an die
Vorsitzenden des Senats und des Repräsentantenhauses übermitteln. Trump
könnte als Präsident aber widersprechen.
Vance und die entsprechenden Minister könnten ihn anschließend überstimmen.
Danach wäre der Kongress am Zug – und bis zu einer Entscheidung des
Parlaments wäre der Vizepräsident amtierender Präsident. Der Kongress hätte
21 Tage Zeit, um abzustimmen. Für eine Amtsenthebung des Präsidenten
müssten in beiden Kammern jeweils Zweidrittelmehrheiten zusammenkommen.
Demokraten wären also auf eine größere Unterstützung von Republikanern im
Kongress angewiesen – sowie in Trumps eigenem Kabinett. Öffentliche
Anzeichen dafür, dass sich diese formieren könnte, gab es zunächst nicht.
Trump setzte bei der Zusammenstellung seines Kabinetts auf treue
Gefolgsleute. (dpa
## 20.13 Uhr: Russland und China stimmen gegen UN-Resolution zur Öffnung
der Straße von Hormus
China und Russland haben ihr Veto gegen eine UN-Sicherheitsratsresolution
für eine Wiederöffnung der Meerenge von Hormus eingelegt. Vor der
Abstimmung am Dienstag war der Text der Resolution bereits mehrfach
entschärft worden, in der Hoffnung, dass sich die beiden Vetomächte der
Stimme enthalten würden. Am Ende gab es neben den beiden entscheidenden
Nein-Stimmen Chinas und Russlands elf Voten für den Text und zwei
Enthaltungen.
Der Iran hat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende
Februar die Straße von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa ein
Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch große
Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Das trifft insbesondere
asiatische Staaten, die den Großteil ihres Treibstoffs aus der Golfregion
importieren. Inzwischen lässt der Iran zwar wieder einige Schiffe
durchfahren, beansprucht aber die Kontrolle bei der Auswahl der Schiffe und
ihrer Ladung. Außerdem betont Teheran, für Feinde des Landes und deren
Verbündete sei die Meerenge geschlossen.
Der ursprüngliche Resolutionsentwurf Bahrains hatte die Staaten ermächtigt,
„alle notwendigen Mittel“ zu ergreifen, um die Blockade der Straße von
Hormus zu beenden – eine Formulierung, die militärische Schritte
einschließen würde. Nachdem Russland, China und Frankreich sich gegen den
Einsatz von Gewalt aussprachen, war in einem weiteren Entwurf nur noch von
„allen notwendigen defensiven Mitteln“ die Rede.
Die jetzt schließlich abgelehnte Version ermutigte „die Staaten, die an der
Nutzung der kommerziellen Seewege in der Straße von Hormus interessiert
sind, nachdrücklich, defensive Bemühungen zu koordinieren, die den
Umständen angemessen sind, um zur Gewährleistung der Sicherheit der
Schifffahrt durch die Straße von Hormus beizutragen“. Dies solle auch die
Eskortierung von Handelsschiffen einschließen und Versuche abwehren, die
internationale Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu blockieren oder
zu stören. (ap)
7 Apr 2026
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