# taz.de -- Mutmaßlich rechtsextreme Tat: Anschläge gegen etliche Parteibüros in Flensburg und Kiel
       
       > In Flensburg und Kiel sind am Wochenende Parteibüros beschädigt worden.
       > Rechtsextreme Sticker und Rückstände von Molotow-Cocktails wurden
       > gefunden.
       
 (IMG) Bild: Brandspuren auf dem Gehweg: Brandanschlag auf das Flensburger SPD-Büro
       
       dpa | In Flensburg sind am Osterwochenende die Büros der Parteien CDU, SPD,
       Linke, Grüne und SSW beschädigt worden. Betroffen war auch die
       Landesgeschäftsstelle der SPD in Kiel.
       
       In der Nacht zum Montag wurden an den Büros in Flensburg mit Lackfarbe
       Deutschlandflaggen aufgesprüht und an einigen Fassaden rechtsextreme
       Sticker angebracht, wie die SPD in Flensburg mitteilte. Am Büro der Grünen
       ging zudem eine Glasscheibe zu Bruch. In Kiel wurde der Schaden am
       Dienstagmorgen bemerkt und bei der Polizei angezeigt.
       
       Außerdem entdeckte man an mehreren Büros Rückstände von Molotow-Cocktails.
       Laut Polizei kam es zwar zu keinem größeren Brand, die Fassaden wurden aber
       oberflächlich beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt.
       
       In der Nacht zum Dienstag folgten weitere Brandanschläge auf die Büros von
       SPD, Grünen und Linken, berichteten die Sozialdemokraten. „Diese Angriffe
       gegen unsere Parteibüros sind feige und treffen alle Menschen, die sich für
       unsere demokratische Gesellschaft engagieren“, sagte die Vorsitzende der
       Grünen in Flensburg, Annabell Pescher.
       
       ## „Wir demokratischen Parteien stehen fest zusammen“
       
       Uta Wenzel, die Vorsitzende der CDU Flensburg, betonte: „Wir demokratischen
       Parteien stehen fest zusammen, Seite an Seite. Wir verurteilen die Gewalt
       insgesamt und ausnahmslos.“
       
       Die konzertierte Aktion gegen alle demokratischen Parteien sei eine
       Grenzüberschreitung, die nicht hingenommen werde. „Besonders perfide ist
       der Versuch, unsere eigenen nationalen Farben dafür zu missbrauchen“,
       erklärte die CDU-Frau. „Schwarz-Rot-Gold steht nicht für Ausgrenzung –
       sondern für Freiheit, Demokratie und Vielfalt.“
       
       Auch der SPD-Landesvorsitzende Ulf Kämpfer reagierte deutlich: „Wer Büros
       beschädigt, Brandanschläge verübt oder mit rechtsextremen Symbolen
       markiert, greift nicht einzelne Parteien an, sondern das Fundament unseres
       Zusammenlebens.“
       
       „Dass es in Flensburg sogar zu Brandanschlägen kam und die Gefährdung von
       Menschen in Kauf genommen wurde, zeigt eine neue Eskalationsstufe. Das
       verurteile ich aufs Schärfste“, so Kämpfer. Die Antwort der SPD sei klar:
       „Wir lassen uns nicht einschüchtern und treten weiter für eine offene,
       vielfältige und wehrhafte Demokratie ein.“
       
       Auch Innenministerin Magdalena Finke verurteilte die Sachbeschädigungen und
       versuchten Brandstiftungen. „Wir stehen geschlossen an der Seite der
       betroffenen Parteien“, betonte die CDU-Politikerin. „Wir müssen
       unmissverständlich zeigen, dass wir derartige Angriffe auf unsere
       Demokratie niemals akzeptieren werden.“ Daher würden die Angriffe
       konsequent verfolgt und geahndet werden.
       
       7 Apr 2026
       
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