# taz.de -- Mairüben: Mittel gegen den Winterwanst
       
       > Die Mairübe ist ein Wundergemüse: Sie nährt mit Nährstoffen, versorgt mit
       > Mineralien und lässt die Pfunde purzeln.
       
 (IMG) Bild: Mairüben. Geil!
       
       Sie hat jetzt – unschwer am Namen zu erkennen – Hochsaison: die Mairübe.
       Bereits in der Antike war die kugelrunde Knolle ein wichtiges
       Grundnahrungsmittel, lange vor der Kartoffel. In ihrer Schale stecken viele
       gesunde Senföle, daher sollte man sie nur schälen, wenn sie ihre Jugend
       bereits hinter sich gelassen hat. Ansonsten enthält die Rübe jede Menge
       Vitamine, Mineralstoffe und Proteine und hat zudem wenig Kohlenhydrate.
       Perfekt um ein bisserl vom Winterwanst loszuwerden.
       
       Man sollte die weißen oder weiß-violetten Kugeln immer mit ihrem Blattgrün
       kaufen; zum einen zeigt das die Frische der Ernte an und zum anderen lassen
       sich die Blätter wunderbar für Salat oder Pesto nutzen. Man kann sie auch
       wie Spinat kurz blanchieren und anschmoren. Oder einen Strudel damit
       befüllen. Wem Strudelteig zu kompliziert ist, der nimmt tiefgefrorene
       Blätterteigplatten oder Filoteig.
       
       Und so geht’s: Ich breite den Teig auf einem bemehlten Geschirrtuch aus,
       bespritze ihn mit etwas Olivenöl und verteile darauf gleichmäßig die
       blanchierten, kleingeschnittenen Stiele und Blätter, die ich mit
       geschmorten Zwiebeln und feingehackten Knoblauchzehen, frischer Muskatnuss,
       Salz und Pfeffer abgeschmeckt habe. Darüber zerbrösle ich ein Stück
       Fetakäse.
       
       ## Das alte Liebespaar: Mairübchen und Karotten
       
       Habe ich ein paar Oliven zur Hand und [1][ein Stück Salzzitrone,] kommt
       auch das noch dazu. Dann fasse ich das Geschirrtuch links und rechts an
       meiner bauchnahen Seite und rolle den Teig weg von mir auf. Den Strudel
       setze ich nun auf ein gebuttertes Blech, pinsel die Oberfläche mit Milch
       oder einem zerstoßenen Ei ein und backe ihn bei 180 Grad circa 30 bis 40
       Minuten, bis die Oberfläche goldbraun und glänzend ist.
       
       Währenddessen reibe ich die Mairübchen mit einem feinen Hobel in dünne
       Scheiben. Auf einem großen Teller breite ich zwei Handvoll Wildkräuter aus,
       gemischt mit ein wenig Feldsalat. Wer keinen Zugang zu Wildkräutern hat,
       nimmt stattdessen eine Mischung aus Rucola und Feldsalat. Über dieses Grün
       kommen meine dünne Mairübenscheiben, die ich mit einem Dressing aus
       Olivenöl, Zitronensaft, Sojasoße, Salz und rotem Kampotpfeffer benetze und
       mit frischem Parmesan bestreue. Den Salat serviere ich zum Strudel.
       
       Ein altes Liebespaar sind außerdem Mairübchen und Karotten. Einfach roh
       raspeln und etwas Orangensaft, leichte helle Sojasoße und geröstetes
       Sesamöl unterheben. Gewürzt wird mit geröstetem Sesam, Chili, Salz und
       frischem Pfeffer, dazu gibt es eine halbe, in Scheiben geschnittene
       Avocado, ein kernweiches Ei oder ein kleines Stück Wildlachs. Guten
       Appetit!
       
       24 Apr 2026
       
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