# taz.de -- Flugreisen: Ryanair setzt Österreich unter Druck
> Ryanair fordert von Österreich das Ende der Luftverkehrsteuer. Auch in
> Deutschland steht die Zukunft der Abgabe auf der Kippe.
(IMG) Bild: Ryanair will nur noch in Ländern ohne Luftverkehrsteuer landen
Die irische Airline Ryanair ist für ihre Billigflüge bekannt. Aktuell
streitet sie sich mit Österreich über die Luftverkehrsverkehrsteuer. Wenn
es nach Ryanair geht, soll diese bis zum 1. Mai beendet werden. Eine Abgabe
von 12 Euro pro Passagier*in würde dann wegfallen.
Mit der Forderung des Unternehmens geht auch ein Ultimatum einher: Nur wenn
die Steuer vollständig abgeschafft werde, würden wie geplant zehn neue
Flugzeuge in Wien stationiert. Das gab die Airline [1][auf ihrer Website]
bekannt. Die neuen Flugzeuge sind Teil eines Investitionsplans über 1
Milliarde US-Dollar, der im vergangenen Herbst vorgelegt wurde.
Auch in Deutschland gibt es eine Luftverkehrssteuer. Je nach Flugdistanz
liegt diese bei circa 15 bis 70 Euro pro Passagier*in. [2][Im November
hatte die Bundesregierung beschlossen, die Steuer zum 1. Juli auf das
Niveau vor der Erhöhung im Mai 2024 zu senken.] Das soll Fluggäst*innen
350 Millionen Euro sparen. Auf ihrem Parteitag im Februar hatte sich die
CDU dann dafür ausgesprochen, die Luftverkehrsteuer perspektivisch
vollständig abzuschaffen. Diese Entscheidung begrüßte auch Ryanair-Chef
Eddie Wilson.
Dabei gilt Fliegen als die klimaschädlichste Art des Reisens. Es verursacht
hohe CO2-Emissionen durch die Verbrennung des Flugkraftstoffs Kerosin. Die
entstehenden Kondensstreifen erhitzen die Erde zusätzlich. [3][Kritik an
den geplanten Steuersenkungen kommt daher von Umweltschützer*innen und
Opposition.]
## Ryanair versucht, die Kosten zu drücken
Ryanair-Manager Andreas Gruber kritisierte derweil die österreichische
Regierung. Sie prüfe die Abgabe nur, statt sie wie andere europäische
Länder zu streichen. Die Airline ist dafür bekannt, öffentliche
Auseinandersetzungen mit Regierungen und Flughäfen zu suchen, um die
Kosten an ihren Standorten zu drücken.
In Österreich versucht die Billigairline schon seit längerer Zeit, die
Standortkosten zu senken. Dafür hat Ryanair in der Vergangenheit bereits
mehrmals öffentlich Kritik an der Luftverkehrsteuer geübt. Letztes
Druckmittel: die Reduzierung des Angebots am Wiener Flughafen im
vergangenen Herbst. Mit seiner Kritik an Wien ist Ryanair allerdings nicht
allein. Auch andere Fluggesellschaften bemängelten zuletzt die hohen Kosten
des Standorts.
30 Mar 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://corporate.ryanair.com/nachrichten/sleepy-stocker-muss-osterreichs-schadliche-12-e-luftverkehrssteuer-vollstandig-abschaffen-weder-reformen-noch-uberschaubare-anpassungen-werden-osterreichwieder-wettbewerbsfahig-mache/
(DIR) [2] https://www.tagesschau.de/inland/luftfahrt-fluggesellschaften-union-sommerurlaub-ticketpreise-100.html
(DIR) [3] https://www.das-parlament.de/wirtschaft/finanzen/abgeordnete-debattieren-ueber-luftverkehrsabgaben#:~:text=Durch%20die%20Steuerfreiheit%20von%20Kerosin%20subventioniere%20die%20Bundesregierung%20Inlandsfl%C3%BCge%20mit%20432%20Millionen%20Euro.
## AUTOREN
(DIR) Philipp Embach
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