# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump will Straße von Hormus freiräumen – auch mit Hilfe Chinas
       
       > Laut dem US-Präsidenten würden in Kürze viele Staaten daran mitwirken,
       > den Schiffsweg wieder passierbar zu machen. Israels Verteidigungsminister
       > verkündet Beginn der „entscheidenden Phase“ des Krieges.
       
 (IMG) Bild: Der Krieg hat nun auch den Ölhafen von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten erreicht
       
       ## Trump stellt Hilfe „vieler Länder“ für sichere Schifffahrt in Aussicht
       
       US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe „vieler Länder“ für die
       sichere Fahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus in Aussicht
       gestellt. „Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter
       Blockade der Straße von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den
       Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu
       halten“, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er
       ergänzte, dass „hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea,
       Großbritannien und andere Länder, die von der Einschränkung betroffen sind,
       Schiffe entsenden werden.
       
       Wie konkret das Ganze ist, blieb unklar. Trump versprach, die Straße von
       Hormus werde so oder so bald wieder „OFFEN, SICHER und FREI“ sein. Zuvor
       hatte er vor Journalisten gesagt, US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch
       die Straße von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde
       „bald“ beginnen. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen
       Meerenge ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die
       Preise in die Höhe.
       
       Nach einer Beratung von G7-Staaten hatte Frankreichs Präsident Emmanuel
       Macron vor Tagen davon gesprochen, dass die Staatengruppe eine Mission zur
       Eskortierung von Öltankern und Frachtschiffen durch Kriegsschiffe
       vorbereiten wolle. Die Idee wird vor allem von ihm verfolgt. Bundeskanzler
       Friedrich Merz sieht hingegen keinen Anlass für einen internationalen
       Militäreinsatz. Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan,
       Kanada, Großbritannien, Frankreich und Italien. (dpa)
       
       ## Laut Medien direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon
       
       Israel ‌und der Libanon werden einem israelischen Zeitungsbericht zufolge
       voraussichtlich in den kommenden ‌Tagen direkte Gespräche führen. Ron
       Dermer, ein Vertrauter des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin
       Netanjahu, werde wohl die israelische Delegation anführen, berichtet die
       Zeitung Haaretz unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute
       Personen. Die USA würden von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von
       US-Präsident Donald Trump, vertreten. Die ersten Gespräche seit Beginn des
       Iran-Kriegs, der auch den Libanon immer tiefer in den Konflikt
       hineingezogen hat, könnten in Paris oder auf Zypern stattfinden. (rtr)
       
       ## Iran will gegebenenfalls US-Firmen in Golfregion attackieren
       
       Der Iran kündigt an, US-Unternehmen in der Region anzugreifen, sollte
       ‌seine Energieinfrastruktur ins Visier genommen werden. Der Iran werde mit
       Vorsicht vorgehen, um Angriffe auf besiedelte Gebiete zu vermeiden, sagt
       Außenminister Abbas Araghtschi staatlichen Medien zufolge. (rtr)
       
       ## Zwei Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Eilat
       
       Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind in der Stadt Eilat im
       Süden des Landes zwei Menschen verletzt worden. Ein 12 Jahre alter Junge
       sei mäßig schwer verletzt worden, berichteten israelische Medien unter
       Berufung auf Angaben des behandelnden Krankenhauses. Zuvor hatte der
       Rettungsdienst Magen Davon Adom mitgeteilt, der Junge sei schwer verletzt
       worden. Ein 39 Jahre alter Mann sei mit leichten Verletzungen ins
       Krankenhaus gebracht worden und vier weitere Menschen wegen Angstzuständen
       behandelt worden. In der Stadt gab es mehrere Einschläge von Raketen- und
       Trümmerteilen.
       
       In Eilat – vor allem bei Israelis und vor dem Krieg auch bei ausländischen
       Touristen als Urlaubsort am Roten Meer beliebt – waren seit Kriegsbeginn im
       Vergleich zum Zentrum und Norden des Landes wenige Angriffe aus dem Iran
       gemeldet worden. Nach Angaben des israelischen Fernsehsenders N12 heulten
       in Eilat am Samstag zweimal die Sirenen wegen Raketenalarmen. (dpa)
       
       ## Flugabwehr an US-Botschaft im Irak angegriffen
       
       Ein Flugabwehrsystem an der US-Botschaft im Irak ist Medienberichten
       zufolge von einer Rakete getroffen worden. Nach dem Angriff von heute früh
       gab es irakischen Medienberichten zufolge einen Brand an dem
       Botschaftsgebäude. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete, eine Einheit
       des als C-RAM bekannten Raketenabwehrsystems zum Schutz der Botschaft sei
       getroffen worden.
       
       Von der US-Botschaft, dem US-Militär wie auch der irakischen Regierung gab
       es zunächst keine Bestätigung.
       
       Das US-Militär nutzt das System C-RAM zum Schutz von diplomatischen
       Einrichtungen und Stützpunkten im Nahen Osten. Es kann auf Raketen-,
       Artillerie- und Mörserfeuer reagieren. In Bagdad war heute zu sehen, wie
       Soldaten Schäden auf dem Dach des Gebäudes prüfen. Die US-Botschaft liegt
       im stark gesicherten Regierungsviertel, auch bekannt als Grüne Zone.
       
       Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Mit dem Iran verbündeten
       Milizen haben seit Beginn des Iran-Kriegs aber mehrere Angriffe auf
       US-Einrichtungen im Irak für sich beansprucht. (dpa)
       
       ## Emirate melden neue Angriffe mit Drohnen und Raketen
       
       Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Samstag neue Drohnen- und
       Raketenangriffe auf ihr Territorium gemeldet. Neun ballistische Raketen und
       33 Drohnen seien auf die Emirate abgefeuert worden, teilte das
       Verteidigungsministerium mit. Insgesamt richteten sich demnach seit Beginn
       des Iran-Kriegs am 28. Februar 1.600 Drohnen, 294 ballistische Raketen und
       15 Marschflugkörper gegen die Emirate. Bei den Angriffen seien sechs
       Menschen getötet und 141 weitere verletzt worden, hieß es. (ap)
       
       ## Macron will zwischen Israel und Libanon vermitteln
       
       Der französische Präsident Emmanuel Macron will zwischen Israel und dem
       Libanon vermitteln. Macron teilte auf der Plattform X mit, er habe mit dem
       Präsidenten, dem Premierminister und dem Parlamentspräsidenten des Libanons
       gesprochen. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land im
       Chaos versinke.
       
       Macron forderte, die militante Hisbollah-Miliz müsse ihre rücksichtslose
       Eskalation unverzüglich einstellen. Israel müsse von einer großangelegten
       Offensive Abstand nehmen und seine massiven Luftangriffe stoppen. Die
       libanesische Führung erklärte sich laut Macron bereit, direkte Gespräche
       mit Israel zu führen. Israel müsse diese Gelegenheit nutzen, um Gespräche
       aufzunehmen, eine Waffenruhe zu vereinbaren sowie eine dauerhafte Lösung in
       dem Konflikt zu erreichen. Den libanesischen Behörden müsse es ermöglicht
       werden, ihren Verpflichtungen zur Unterstützung der Souveränität des
       Libanons nachzukommen, erklärte Macron.
       
       Der libanesische Präsident Joseph Aoun sagte am Freitag, er habe seine
       Bereitschaft zu Verhandlungen mit Israel bekundet, jedoch keine Antwort
       erhalten. Der Libanon und Israel befinden sich seit 1948 im Kriegszustand.
       (ap)
       
       ## Israels Verteidigungsminister wähnt Iran-Krieg in „entscheidender Phase“
       
       Der Krieg gegen den Iran tritt nach den Worten des israelischen
       Verteidigungsministers Israel Katz in seine „entscheidende Phase ein“. Der
       von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu
       angeführte „globale und regionale Kampf“ gegen den Iran werde intensiver
       und „tritt in die entscheidende Phase ein, die so lange andauern wird wie
       nötig“, sagte Katz am Samstag in einer Rede vor Armeevertretern.
       
       An die Bevölkerung des Iran appellierte Katz, „entschlossen zu kämpfen“, um
       die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne „der Iran gerettet“ werden.
       
       Der Verteidigungsminister lobte den US-Angriff auf die für die iranischen
       Ölexporte wichtige Insel Charg. Dies sei die „angemessene Antwort“ auf die
       Verminung der Straße von Hormus durch den Iran und auf die
       „Erpressungsversuche des terroristischen iranischen Regimes“. Katz kündigte
       eine Fortsetzung der israelischen Luftangriffe auf Teheran und den gesamten
       Iran an. (afp)
       
       ## Iran möchte WM-Spiele in Mexiko austragen
       
       Der Iran möchte die WM-Spiele seiner Fußball-Nationalmannschaft diesen
       Sommer in Mexiko statt in den USA austragen. Mit diesem Vorschlag zur
       Verlegung der drei Vorrundenpartien reagiert das Land auf die Probleme
       infolge des Krieges im Nahen Osten.
       
       „Ich hoffe, dass die Bedingungen geschaffen werden, damit unsere Jungs doch
       noch an der Weltmeisterschaft teilnehmen können“, sagte Sportminister Ahmed
       Donjamali nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Dazu werde
       mit der FIFA die Möglichkeit der Verlegung geprüft. „Es ist wichtig, alle
       sportlichen Aspekte sorgfältig zu nutzen, um eine Teilnahme doch noch zu
       ermöglichen“, fügte der Sportminister an. Der Weltverband FIFA ist für eine
       Stellungnahme angefragt. (dpa)
       
       ## Mindestens 56 Museen und historische Stätten durch Krieg beschädigt
       
       In den ersten zwei Wochen des Iran-Kriegs sind nach Angaben des iranischen
       Kulturministeriums bereits mindestens 56 Museen und historische Stätten
       beschädigt worden. Besonders betroffen sei die Hauptstadt Teheran mit 19
       beschädigten Kulturstätten, erklärte das Ministerium am Samstag.
       
       Gleich zu Beginn der israelischen und US-Angriffe auf Teheran war der zum
       Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast beschädigt worden. Er ist
       eines der ältesten Monumente in der Hauptstadt und diente einst als
       Residenz der Kadscharen-Dynastie (1789 bis 1925).
       
       In der zentraliranischen Stadt Isfahan wurden vor allem am weitläufigen
       Naksch-e-Dschahan-Platz Schäden registriert. Der Platz – ein
       architektonisches Juwel aus dem 17. Jahrhundert – ist umgeben von Moscheen,
       einen Palast und einem historischen Basar. In der Hafenstadt Buschehr
       wurden mehrere Gebäude im historischen Hafenviertel Siraf bei Angriffen
       getroffen.
       
       Angesichts der massiven Drohnen- und Raketenangriffe in der Golfregion
       hatte sich die Unesco am Freitag über die Schäden und Risiken für das
       kulturelle Erbe des Iran alarmiert gezeigt. Die UN-Kulturorganisation
       verwies auf bereits beschädigte historische Stätten im Iran, in Israel und
       im Libanon und hunderte weitere, die durch den Krieg potenziell gefährdet
       sind. (afp)
       
       ## US-Regierung kritisiert CNN wegen Berichten über Iran-Krieg
       
       Die US-Regierung hat den Nachrichtensender CNN wegen seiner
       Berichterstattung über den Iran-Krieg massiv kritisiert.
       Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Freitag (Ortszeit), er könne
       die Übernahme des Senders durch den Film- und Medienkonzern Paramount
       Skydance und damit durch Unterstützer von US-Präsident Donald Trump kaum
       erwarten. Er forderte zudem eine „wirklich patriotische Presse“.
       
       Hegseth attackierte bei einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg die US-Medien
       und insbesondere CNN. Der frühere Fox-News-Moderator empörte sich vor allem
       über einen CNN-Bericht, demzufolge Washington bei der Planung der
       Luftangriffe auf den Iran das Risiko einer Blockade der Öltransporte durch
       die Straße von Hormus unterschätzt habe. Der Bericht sei „offenkundig
       lächerlich“, sagte Hegseth und fügte hinzu: „Je eher David Ellison diesen
       Sender übernimmt, desto besser.“
       
       Ellison ist der Chef des Film- und Medienkonzerns Paramount Skydance, der
       sich Ende Februar im Bieterstreit um die Übernahme von Warner Bros.
       Discovery (WBD) gegen Netflix durchgesetzt hatte. Zu WBD gehören auch
       mehrere Fernsehsender, darunter CNN. Ellison sagte zwar zu, die
       redaktionelle Unabhängigkeit von CNN wahren. Er und sein Vater Larry
       Ellison, Chef des Softwarekonzerns Oracle, sind aber langjährige
       Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.
       
       Auch das Weiße Haus kritisierte den CNN-Bericht. „Diese Geschichte ist zu
       100 Prozent Fake News“, schrieb Sprecherin Karoline Leavitt im Onlinedienst
       X. Das Pentagon bereite sich „seit Jahrzehnten“ auf eine mögliche Sperrung
       der Straße von Hormus durch den Iran vor. Dies sei auch lange vor dem
       Beginn der Luftangriffe auf den Iran am 28. Februar „Teil der Planungen der
       Trump-Regierung“ gewesen.
       
       Als Reaktion auf die Kritik erklärte CNN-Chef Mark Thompson, das einzige
       Interesse des Senders bestehe darin, „unseren Zuschauern in den USA und auf
       der ganzen Welt die Wahrheit zu sagen“. „Politische Drohungen oder
       Beleidigungen“ würden daran nichts ändern. (afp)
       
       ## Ölhandel auf der Insel Charg laut Iran trotz Angriffen ungestört
       
       Die US-Angriffe auf die iranische Insel Charg haben die Ölgeschäfte dort
       laut iranischen Angaben nicht beeinträchtigt. Die Export- und
       Importgeschäfte sowie die Aktivitäten der auf der Insel ansässigen
       Unternehmen liefen weiter, sagte der stellvertretende Gouverneur der
       Provinz Buschehr, Ehsan Dschahanijan, laut der Nachrichtenwebsite NourNews,
       die dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Irans nahesteht.
       
       Dschahanijan sagte außerdem am Samstag, bei den US-Angriffen seien keine
       Menschen zu Schaden gekommen. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars
       berichtete zuvor von mindestens 15 Explosionen auf der Insel. Dem Bericht
       zufolge richteten sich die Angriffe gegen eine Luftabwehranlage, einen
       Marinestützpunkt, den Kontrollturm des Flughafens und den
       Hubschrauberhangar eines Ölkonzerns. Ölinfrastruktur sei nicht beschädigt
       worden. (ap)
       
       ## US-Armee fliegt massive Angriffe auf iranische Öl-Insel Charg
       
       Die US-Armee hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump massive
       Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg geflogen. Alle militärischen
       Ziele auf der Insel im Persischen Golf, über die der Iran fast alle seine
       Öllieferungen abwickelt, seien zerstört, erklärte Trump. Schäden an der
       Ölinfrastruktur gab es offenbar nicht. Der Iran drohte im Gegenzug mit der
       Zerstörung von mit den USA verbundener Ölinfrastruktur und startete am
       Samstag neue Angriffe auf Israel und umliegende Golfstaaten.
       
       Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom habe „einen
       der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt“,
       verkündete Trump am Freitag in Onlinediensten. Jedes militärische Ziel auf
       der iranischen Insel Charg sei „vollständig ausradiert“.
       
       Die Insel Charg liegt im Norden des Persischen Golfs etwa 30 Kilometer von
       der Küste entfernt. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der
       gesamte iranische Rohölexport abgewickelt.
       
       Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, es gebe keine Schäden an
       Ölanlagen auf der Insel. Demnach versuchte die US-Armee, auf Chargh „die
       Verteidigungsanlagen der Armee, die Joschan-Marinebasis, den
       Flughafen-Tower und den Hubschrauber-Hangar des iranischen Unternehmens
       Continental Shelf Oil zu beschädigen“.
       
       Trump erklärte, er habe sich zunächst „dafür entschieden, die
       Ölinfrastruktur auf der Insel nicht zu zerstören“. Sollte der Iran aber
       „die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus“
       stören, werde er „dies sofort überdenken.“ Trump kündigte zudem an, die
       US-Marine werde „sehr bald“ damit beginnen, Tanker durch die Straße von
       Hormus zu eskortieren.
       
       Der Iran hat die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran,
       durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports
       verläuft, seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar de facto gesperrt. Der
       Iran beschoss zudem Ölanlagen in mehreren Golfstaaten und Öltanker. Diese
       Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
       
       Die iranische Armee drohte im Fall von US-Angriffen auf iranische Ölanlagen
       mit einer Eskalation. Alle Öl- und Energieanlagen von Unternehmen, die
       teilweise im Besitz der USA seien oder mit den USA zusammenarbeiteten,
       „werden unverzüglich zerstört und in Schutt und Asche gelegt“, sagte ein
       Sprecher.
       
       Die New York Times berichtete unterdessen, dass die US-Armee drei weitere
       Kriegsschiffe in die Region entsendet. Darunter soll sich nach Angaben
       zweier US-Beamter, die ungenannt bleiben wollen, auch das
       Amphibien-Angriffsschiff „Tripoli“ samt der dazugehörigen Marine-Einheit
       befinden. Der Einheit würden 2500 Marineinfanteristen sowie weitere
       Matrosen angehören. Die „Tripoli“, die derzeit im asiatisch-pazifischen
       Raum unterwegs ist, kann auch Kampfflugzeuge transportieren. Dem Wall
       Street Journal zufolge [1][wurden die zusätzlichen Marines vom
       Regionalkommando Centcom angefordert und ihre Entsendung von
       Verteidigungsminister Pete Hegseth gebilligt]. (afp/rtr)
       
       ## Revolutionsgarden: US-Einrichtungen in den Emiraten sind legitime Ziele
       
       Die Revolutionsgarden im Iran erklären Berichten iranischer Staatsmedien
       zufolge US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu
       legitimen Zielen ihre Angriffe. Dies sei eine Reaktion auf Angriffe von
       US-Streitkräften auf iranische Inseln, erklären die im Iran überaus
       einflussreichen Revolutionsgarden. Ziele seien Häfen, Anlegestellen und
       Militärstandorte. Die Bewohner der Emirate werden aufgerufen, sich von
       diesen Orten fernzuhalten, um zivile Opfer zu vermeiden.(rtr)
       
       ## Ölverladungen im Hafen von Fudschaira ausgesetzt
       
       Nach einem Drohnenangriff und einem Brand werden im Hafen von Fudschaira in
       den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) einige Ölverladungen ausgesetzt.
       Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.
       Durch das Herabfallen von Trümmerteilen einer abgefangenen Drohne ist ein
       Brand ausgebrochen. Verletzte gebe es nicht, teilt die Pressestelle des
       Emirats mit. Zivilschutzkräfte seien im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen.
       Fudschaira gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am
       Persischen Golf und ist ein wichtiger Umschlagplatz für Treibstoff. Der
       Hafen liegt außerhalb der Straße von Hormus. (rtr)
       
       ## US-Botschaft in Bagdad attackiert
       
       Eine Rakete hat nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen einen
       Hubschrauberlandeplatz auf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad
       getroffen. Aufnahmen der AP zeigten am Samstagmorgen eine Rauchsäule, die
       über dem Botschaftsgelände in der Hauptstadt aufstieg. Die Botschaft
       äußerte sich dazu nicht umgehend.
       
       Der weitläufige Botschaftskomplex, eine der größten diplomatischen
       Einrichtungen der USA weltweit, war wiederholt Ziel von Raketen- und
       Drohnenangriffen durch Milizen, die mit dem Iran verbündet sind. Am Freitag
       hatte die Botschaft ihre Sicherheitswarnstufe 4 für das Land erneuert und
       gewarnt, dass der Iran und verbündete Milizen bereits zuvor Angriffe auf
       US-Bürger, amerikanische Interessen und Infrastruktur verübt hätten und
       diese weiterhin ins Visier nehmen könnten.
       
       Die Attacke erfolgte kurz nach Angriffen in Bagdad, bei denen zwei Kämpfer
       einer einflussreichen pro-iranischen Gruppe getötet wurden. Bei einem der
       Angriffe wurde ein von der pro-iranischen Kataeb Hisbollah genutztes Haus
       getroffen, wie AFP aus irakischen Sicherheitskreisen erfuhr. Eine
       „Schlüsselfigur“ der vom Iran unterstützten paramilitärischen Gruppe wurde
       demnach getötet, zwei weitere Mitglieder der Gruppe wurden verletzt.
       
       Zwei Stunden später wurde bei einem weiteren Angriff auf ein Auto ein
       Mitglied der Hasched al-Schaabi getötet. Hasched al-Schaabi ist ein vom
       Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der
       regulären irakischen Armee angehören. Ein Vertreter der Hasched al-Schaabi
       sagte AFP, bei dem Getöteten handele es sich um ein Mitglied der
       einflussreichen Miliz Kataeb Hisbollah.
       
       Es war zunächst unklar, durch wen die Angriffe erfolgten. Die Gruppe Kataeb
       Hisbollah äußerte sich zunächst nicht.
       
       Iraks Nachbarland Iran wird seit Ende Februar von Israel und den USA massiv
       aus der Luft angegriffen. Teheran reagiert mit Gegenangriffen auf Israel,
       mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region, auch im Irak.
       Umgekehrt wurden seit Beginn des Iran-Kriegs Stellungen der Hasched
       al-Schaabi ins Visier genommen (ap/afp)
       
       ## KI-Beauftragter der Trump-Regierung fordert Kriegsende
       
       Der KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, fordert ein Ende des
       US-Krieges gegen den Iran. „Dies ist ein guter Zeitpunkt, um den Sieg zu
       erklären und auszusteigen“, sagt Sacks in seinem „All-In Podcast“ in
       Washington. Die USA hätten die militärischen Fähigkeiten des Iran
       geschwächt. Nun sollten die USA einen Ausweg aus der Situation finden. Wenn
       eine Eskalation zu nichts Gutem führe, müsse man darüber nachdenken, wie
       man deeskalieren könne. „Deeskalation, denke ich, beinhaltet das Erreichen
       einer Art Waffenstillstandsabkommen oder einer Art Verhandlungslösung mit
       dem Iran.“ (rtr)
       
       ## US-Verteidigungsminister kündigt gnadenloses Vorgehen an
       
       [2][US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt ein gnadenloses Vorgehen
       im Krieg gegen den Iran an]. „Wir werden weiter Druck machen, weiter
       vorrücken, weiter angreifen“, sagt Hegseth vor Journalisten in Washington.
       „Kein Pardon, keine Gnade für unseren Feind.“ Der Befehl, „kein Pardon“ zu
       geben, also das Leben eines sich ergebenden Gegners nicht zu schonen oder
       damit zu drohen, ist nach dem humanitären Völkerrecht verboten. (rtr)
       
       ## Trump: Iran ist „vollständig besiegt“
       
       [3][Der Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zwei Wochen
       nach Beginn der US-israelischen Luftangriffe „vollständig besiegt“]. „Die
       Fake-News-Medien berichten nur ungern darüber, wie erfolgreich das
       US-Militär gegen den Iran vorgegangen ist, der vollständig besiegt ist und
       ein Abkommen wünscht“, schrieb Trump am Freitag auf seiner Onlineplattform
       Truth Social. Er fügte hinzu, die angeblich von Teheran gewünschte
       Vereinbarung sei „kein Abkommen, das ich akzeptieren würde“. (afp)
       
       ## 12 Tote bei israelischen Angriff auf Gesundheitszentrum in Libanon
       
       Bei einem israelischen Angriff auf ein Gesundheitszentrum im Südlibanon
       sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens zwölf medizinische
       Mitarbeiter getötet worden. Dies meldet die staatliche libanesische
       Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Ministerium. Die Zahl der
       Todesopfer in der Stadt Borj Qalaouiya könnte sich noch ändern.
       Rettungskräfte suchten nach Vermissten. (rtr)
       
       ## Hamas fordert Iran auf, Angriffe auf Nachbarländer einzustellen
       
       Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas hat den Iran
       aufgefordert, die Angriffe auf Nachbarländer einzustellen. Teheran habe
       zwar das Recht, sich „mit allen verfügbaren Mitteln“ gegen die Angriffe
       Israels und der USA zu verteidigen, erklärte die Hamas am Samstag. Dies sei
       mit dem Völkerrecht vereinbar. Auf Angriffe auf Nachbarländer sollten die
       „Brüder im Iran“ aber verzichten.
       
       Die Tötung Chameneis hatte die Hamas, die mit ihrem Großangriff auf Israel
       am 7. Oktober 2023 den zweijährigen Krieg im Gazastreifen ausgelöst hatte,
       als „abscheuliches Verbrechen“ verurteilt. Die Hamas gehört wie die
       Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen zu der vom Iran angeführten
       „Achse des Widerstands“. Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels.
       (afp)
       
       ## Katar fängt zwei Raketen aus dem Iran ab
       
       Zwei Wochen nach dem Beginn des Iran-Krieges haben die Streitkräfte des
       Golfemirats Katar am Samstag zwei Raketen abgefangen. Ein Journalist der
       Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass Abfangjäger am frühen Morgen über
       dem Zentrum der Hauptstadt Doha zwei Geschosse abgewehrt hätten. Zuvor
       waren Explosionen zu hören. Die Behörden evakuierten wichtige Stadtgebiete,
       Sicherheitskräfte waren vor Niederlassungen großer US-Konzerne postiert.
       
       Das katarische Verteidigungsministerium erklärte in zwei getrennten
       Mitteilungen, dass seine Armee einen Raketenangriff „abgewehrt“ habe. Das
       Innenministerium des Golfstaats hatte kurz zuvor die Evakuierung „mehrerer
       wichtiger Gebiete“ bekannt gegeben. Es sprach von einer „vorübergehenden
       Vorsichtsmaßnahme“.
       
       Im zentralen Stadtteil Muscheireb erhielten einige Bewohner auf ihren
       Telefonen Warnungen, „das Gebiet unverzüglich zu verlassen und sich
       vorsorglich an den nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben“. Im Zentrum
       Dohas waren Sicherheitskräfte auf den Straßen im Einsatz, einige Gebiete
       wurden abgesperrt.
       
       Zahlreiche Bewohner und einige Hotelgäste in Muscheireb eilten in
       unterirdische Parkhäuser, um sich in Sicherheit zu bringen, wie ein
       AFP-Journalist beobachtete. Auf den Straßen waren Sicherheitskräfte, einige
       Gebiete in dem Stadtteil waren abgeriegelt.
       
       Im Stadtteil Muscheireb befinden sich Niederlassungen des US-Tech-Konzerns
       Google und der US-Zahlungsfirma American Express. In Lusail nördlich von
       Doha standen Polizisten vor dem Eingang der katarischen Niederlassung des
       US-Technologiekonzerns Microsoft. (afp)
       
       ## Vier Tote nach israelischen Angriffen im Gazastreifen
       
       Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte sind bei zwei israelischen
       Angriffen im Gazastreifen vier Palästinenser getötet worden, darunter zwei
       17-Jährige. Zudem sei ein Palästinenser bei dem Beschuss durch einen
       israelischen Panzer in der Nähe eines Polizeikontrollpunkts in Chan Junis
       im Süden des Gazastreifens getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien
       ‌verletzt worden. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt
       zurzeit nicht vor. (rtr)
       
       ## Proiranische Hacker greifen Ziele in Nahost und in den USA an
       
       Der Iran-Krieg wird auch im Internet geführt. Proiranische Hacker greifen
       Ziele im Nahen Osten und weiten ihre Aktivitäten zunehmend auf die USA aus.
       Damit wächst das Risiko, dass amerikanische Rüstungsfirmen, Strom- und
       Wasserwerke in ein digitales Chaos hineingezogen werden. Dieses könnte noch
       weiter zunehmen, sollten sich weitere Verbündete Teherans einschalten.
       
       Vor wenigen Tagen hatte sich die Hackergruppe Handala zu einem Cyberangriff
       auf den US-Medizintechnikkonzern Stryker bekannt. Seit Kriegsbeginn am 28.
       Februar versuchte die Gruppe auch, auf Kameras in Nahoststaaten
       zuzugreifen, um die Treffsicherheit iranischer Raketen zu erhöhen. Sie
       attackierte Datenzentren in der Region sowie Industrieanlagen in Israel,
       eine Schule in Saudi-Arabien und einen Flughafen in Kuwait.
       
       Der Iran hat stark in seine offensiven Cyberkapazitäten investiert und
       zugleich Verbindungen zu Hackergruppen aufgebaut. In den vergangenen Jahren
       haben solche Gruppen im Auftrag Teherans bereits das E-Mail-System des
       Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump infiltriert,
       US-Wasserkraftanlagen angegriffen und versucht, vom US-Militär und von
       Rüstungsunternehmen genutzte Netzwerke zu knacken.
       
       Ziel ist es, den USA das Kriegführen schwer zu machen, Energiekosten in die
       Höhe zu treiben und von der Rüstungsindustrie abhängigen US-Firmen so viel
       Schaden wie möglich zuzufügen. „Es wird etwas passieren, denn jetzt geht es
       richtig zur Sache“, sagt Kevin Mandia, Gründer der
       Cybersicherheitsunternehmen Mandiant und Armadin.
       
       Handala hatte erklärt, die Attacke gegen Stryker sei ein Vergeltungsschlag
       gewesen für mutmaßliche US-Angriffe, bei denen iranische Schulkinder
       getötet wurden. Wie anderen ideologisch motivierten Hackergruppen geht es
       Handala nicht um Profit, wie Ismael Valenzuela von der
       Cybersicherheitsfirma Arctic Wolf erklärt: „Was diese Gruppe unterscheidet,
       ist ihr klarer Fokus auf Datenvernichtung statt auf finanzielle
       Erpressung.“
       
       Perspektivisch könnten US-Rüstungsfirmen und andere staatliche
       Auftragsnehmer, die mit Israel zusammenarbeiten, zu Angriffszielen werden.
       Dasselbe gilt für kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser, Häfen,
       Kraftwerke und Eisenbahnen.
       
       Proiranische Hacker diskutieren ihre Pläne offen auf Telegram und in
       anderen Onlinediensten. „Die Datenzentren müssen ausgeschaltet werden“,
       schrieb ein Nutzer laut dem privaten Internet-Informationsdienst SITE.
       „Dort befinden sich die Steuerungszentren der militärischen Kommunikations-
       und Zielerfassungssysteme der USA.“
       
       Bei Cyber-Operationen können auch Geheimdienstinformationen gesammelt
       werden – zum Beispiel bei den iranischen Versuchen, Kameras in
       Nachbarländern zu hacken. Eine Infiltration von US-Netzwerken könnte einen
       Einblick in militärische Planungen oder Lieferketten bieten.
       
       Die Angriffe auf das iranische Militär sowie Internet-Abschaltungen
       schränken möglicherweise kurzfristig iranische Cyberattacken ein. Doch
       Fachleute gehen davon, dass iranische Hacker und ihre Verbündeten auf
       schnelle Erfolge aus sein werden, indem sie auf die schwächsten Glieder in
       der amerikanischen Cybersicherheit abzielen.
       
       Lokalen Wasserwerken oder Gesundheitseinrichtungen etwa fehlen häufig die
       Mittel und das Know-how für Sicherheitsmaßnahmen. Das macht sie zu einem
       beliebten Ziel, zumal Ausfälle hier schnell Panik auslösen können.
       
       Konkret versuchen Hacker beispielsweise, ein Netzwerk mit so vielen
       Anfragen zu überfluten, dass rechtmäßige Nutzende keinen Zugriff mehr
       haben. Weitere Möglichkeiten sind unberechtigte Veränderungen an Webseiten,
       die dazu führen, dass ein Unternehmen nicht mehr mit Kunden kommunizieren
       kann, oder Drohungen, sensibles, gestohlenes Material zu leaken.
       
       Die Angriffe seien zwar nicht besonders komplex, sagt Shaun Williams vom
       Cybersicherheitsunternehmen SentinelOne. Wenn Firmen oder Behörden ihre
       Cybersicherheit jedoch nicht auf dem Laufenden hielten, müssten sie dafür
       möglicherweise einen hohen Preis zahlen. „Patcht Eure Systeme. Stellt
       sicher, dass Eure Firewall und Sicherheitslösungen auf dem aktuellen Stand
       sind“, sagt er. „Entfernt Eure veralteten Accounts. Eure Cyberhygiene ist
       wichtiger denn je. Bereitet Euch auf Störungen vor.“ (dpa)
       
       ## Iranische Internetblockade geht in die dritte Woche
       
       Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf
       Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass
       die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege.
       Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen,
       während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen
       Netz erhielten.
       
       Netblocks kritisierte: „Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht
       werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt
       ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke.“
       
       Ein User schrieb auf X, die Abschaltung des Internets helfe dabei, die
       Berichterstattung zu kontrollieren, und verhindere, dass sich die Menschen
       organisierten oder frei äußern könnten.
       
       Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet
       weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis
       über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen, ohne Sperren und
       Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre
       Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind. (dpa)
       
       ## UN-Nothilfekoordinator warnt vor humanitären Folgen des Kriegs
       
       UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher warnt vor den Folgen des Iran-Kriegs
       für dringend hilfsbedürftige Menschen. „Die Auswirkungen auf unsere
       lebensrettende humanitäre Arbeit werden immens sein. Millionen Menschen
       sind in Gefahr“, wurde Fletcher in einer Mitteilung seiner Organisation
       zitiert. Neben den Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung habe der Krieg
       auch Folgen für Märkte, Schifffahrts- und Flugrouten sowie
       Lebensmittelpreise – nicht nur in der Region, sondern weltweit.
       
       Fletcher wies auf die stark gestiegenen Kraftstoffpreise hin, die die
       weltweiten Transportkosten in die Höhe trieben. Störungen im Flug- und
       Seeverkehr hätten den Waren- und Personenverkehr verlangsamt, wodurch die
       Ankunft humanitärer Hilfsgüter um bis zu sechs Monaten verzögert werden
       könnte. Zudem stünden die globalen Lieferketten unter Druck.
       
       Fletcher warnte vor den Folgen der Sperrung der für den internationalen
       Schiffsverkehr enorm wichtigen Straße von Hormus vor der iranischen Küste:
       „Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter lassen sich
       schwerer transportieren und ihre Lieferung wird teurer.“ Daher laute seine
       Botschaft an die Konfliktparteien und alle, die Einfluss auf sie hätten:
       „Humanitäre Hilfsgüter müssen sicher durch die Straße von Hormus
       transportiert werden können.“ (dpa)
       
       ## Hoher Ölpreis trotz gelockerter Sanktionen
       
       Trotz der [4][gelockerten Sanktionen für russisches Erdöl] bleiben die
       Ölpreise auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Die Maßnahme der USA löste
       bei europäischen Partnern Kritik hervor – und sorgte am Ölmarkt für keine
       Entspannung. Im Gegenzug ließen Äußerungen aus den USA und dem Iran die
       Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende schwinden.
       
       Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur
       Lieferung im Mai rund 103 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Zum
       Vergleich: Vor Kriegsbeginn lag der Preis noch bei rund 73 Dollar. Die
       Marke von 100 Dollar pro Barrel hatten die Ölpreise zuletzt im Sommer 2022
       geknackt. (dpa)
       
       ## Hisbollah droht Israel mit „langer Konfrontation“
       
       Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon hat Israel mit einer
       „langen Konfrontation“ gedroht. „Wir haben uns auf eine lange Konfrontation
       eingestellt“, sagte Hisbollah-Chef Naim Kassem am Freitag in einer
       Fernsehansprache. Die Israelis müssten mit „Überraschungen auf dem
       Schlachtfeld“ rechnen, warnte der Hisbollah-Chef, während er von einem
       „existenziellen Kampf“ sprach.
       
       Israels Verteidigungsminister hatte dem Libanon zuvor mit weiteren
       Angriffen auf die Infrastruktur des Landes gedroht. Die bisherigen Angriffe
       seien „erst der Anfang“, sagte Verteidigungsminister Israel Katz bei einem
       Treffen mit der Armeeführung am Freitag. In der Nacht zu Freitag hatte die
       israelische Armee eine Brücke über den Litani-Fluss im Südlibanon zerstört.
       
       Die Brücke sei von Kämpfern der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz
       genutzt worden, um Waffen in den Südlibanon zu bringen, sagte Katz. „Die
       libanesische Regierung und der libanesische Staat werden einen immer
       höheren Preis in Form von Schäden an der Infrastruktur zahlen, die von
       Hisbollah-Terroristen“ für Angriffe auf Israel genutzt werde. Sollte die
       Regierung in Beirut ihrer Verpflichtung zur Entwaffnung der Hisbollah nicht
       nachkommen, werde Israel auch die Kontrolle über libanesische Gebiete
       übernehmen.
       
       Die Entwaffnung der Hisbollah ist Teil der Vereinbarungen zur Waffenruhe,
       die Israel und die pro-iranische Miliz im November 2024 vereinbart hatten.
       Die libanesische Armee hatte im Januar erklärt, die erste Phase der
       Hisbollah-Entwaffnung abgeschlossen zu haben, die das Gebiet vom
       Litani-Fluss bis hinunter zur israelischen Grenze betrifft. Nach dem Beginn
       des Iran-Krieges am 28. Februar eskalierte der Konflikt zwischen Israel und
       der Hisbollah erneut.
       
       Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur ANI
       [5][führte die israelische Armee am Freitag Angriffe auf mehrere Straßen im
       Südlibanon aus] und blockierte damit den Zugang vom Norden des Litani sowie
       von der östlichen Bekaa-Ebene aus – die von der Hisbollah für
       Waffentransporte genutzt wird. (afp)
       
       ## Hisbollah-Funktionär bei Angriff auf Universität in Beirut getötet
       
       Bei einem Angriff auf eine Universität im Libanon vor zwei Tagen hat die
       israelische Armee nach eigenen Angaben ein Mitglied der pro-iranischen
       Hisbollah-Miliz getötet. Bei dem Angriff am Donnerstag habe die israelische
       Luftwaffe „den Terroristen Murtada Hussein Srur, Mitglied der
       Luftwaffeneinheit der Terrororganisation Hisbollah, im Bereich der
       Libanesischen Universität in Beirut angegriffen und getötet“, erklärte die
       israelische Armee am Freitag.
       
       Srur arbeitete nach Angaben der Armee „als Dozent für Chemie an der
       Libanesischen Universität in Beirut“. Er war demnach „ein Experte auf dem
       Gebiet der Waffenproduktion“ bei der Hisbollah.
       
       Am Donnerstag waren laut einem Bericht der libanesischen Nachrichtenagentur
       ANI bei einem israelischen Drohnenangriff zwei Lehrkräfte auf einem Campus
       der Libanesischen Universität am Standort im Süden Beiruts getötet worden.
       Der Campus liegt am Rand der südlichen Vororte Beiruts. Das Gebiet gilt als
       Hochburg der Hisbollah. (afp)
       
       14 Mar 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.wsj.com/livecoverage/us-israel-iran-war-news-2026/card/pentagon-sends-marine-expeditionary-unit-to-middle-east-WeoODg0XIIe31W3np2aI
 (DIR) [2] /Evangelikale-US-Christen-und-Irankrieg/!6162022
 (DIR) [3] /Iran-Krieg/!6157096
 (DIR) [4] /Oelkrise-und-Iran-Krieg/!6162302
 (DIR) [5] /Krieg-zwischen-Hisbollah-und-Israel/!6162038
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
 (DIR) USA
 (DIR) Israel
 (DIR) Katar
 (DIR) Vereinigte Arabische Emirate
 (DIR) Hisbollah
 (DIR) Hamas
 (DIR) Irak
 (DIR) Straße von Hormus
 (DIR) Erdöl
 (DIR) Donald Trump
 (DIR) Pete Hegseth
 (DIR) Libanon
 (DIR) Schwerpunkt Nahost-Konflikt
 (DIR) Energiepreise
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
 (DIR) Reden wir darüber
 (DIR) Russland
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Teures Benzin: Sorry, liebe Wutbürger!
       
       Vermutlich muss Sprit noch viel teurer werden, bis es auch der letzte
       Autofahrer merkt, dass er sich nur mit einem Stromer von der Ölmafia lösen
       kann.
       
 (DIR) Steigende Spritpreise: Reiche glaubt weiter an die freie Marktwirtschaft
       
       Die Wirtschaftsministerin will bis April ein schärferes Kartellrecht. Doch
       schnelle Entlastungen für Autofahrende sind nicht vorgesehen. Ein Q&A.
       
 (DIR) Krieg: Irans Ölindustrie im Fadenkreuz
       
       Die Insel Kharg im Persischen Golf ist das Nadelöhr für iranische Exporte.
       Unklar ist, wann Trump sich der iranischen Ölproduktion bemächtigt.
       
 (DIR) +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Mehrere Raketeneinschläge im Großraum Tel Aviv
       
       Iranische Angriffe treffen Israel, das seinerseits eine neue Angriffswelle
       im Iran startet. Papst Leo ruft zu Waffenruhe auf. Israel stockt
       Militärbudget auf.
       
 (DIR) Analyse des Iran-Kriegs: Eine Frage des langen Atems
       
       Die Angriffe von Israel und den USA haben das Regime in Iran geschwächt, es
       bleibt dennoch gefährlich. Um zu gewinnen, muss es nur überleben.
       
 (DIR) Iran-Krieg: Ein planloser Krieg eines verantwortungslosen US-Präsidenten
       
       Der US-israelische Krieg dauert an. Aber noch immer ist unklar, was Trump
       damit erreichen will. Um die iranische Bevölkerung geht es jedenfalls
       nicht.
       
 (DIR) Ölkrise und Iran-Krieg: Kriegsgewinnler Russland
       
       Moskau nimmt für sein Öl wieder Geld ein. Doch die Lage ist alles andere
       als rosig für den Kreml. Umweltschützer warnen aber vor
       Sanktionslockerungen.