# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump will Straße von Hormus freiräumen – auch mit Hilfe Chinas
> Laut dem US-Präsidenten würden in Kürze viele Staaten daran mitwirken,
> den Schiffsweg wieder passierbar zu machen. Israels Verteidigungsminister
> verkündet Beginn der „entscheidenden Phase“ des Krieges.
(IMG) Bild: Der Krieg hat nun auch den Ölhafen von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten erreicht
## Trump stellt Hilfe „vieler Länder“ für sichere Schifffahrt in Aussicht
US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe „vieler Länder“ für die
sichere Fahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus in Aussicht
gestellt. „Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter
Blockade der Straße von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den
Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu
halten“, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er
ergänzte, dass „hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea,
Großbritannien und andere Länder, die von der Einschränkung betroffen sind,
Schiffe entsenden werden.
Wie konkret das Ganze ist, blieb unklar. Trump versprach, die Straße von
Hormus werde so oder so bald wieder „OFFEN, SICHER und FREI“ sein. Zuvor
hatte er vor Journalisten gesagt, US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch
die Straße von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde
„bald“ beginnen. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen
Meerenge ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die
Preise in die Höhe.
Nach einer Beratung von G7-Staaten hatte Frankreichs Präsident Emmanuel
Macron vor Tagen davon gesprochen, dass die Staatengruppe eine Mission zur
Eskortierung von Öltankern und Frachtschiffen durch Kriegsschiffe
vorbereiten wolle. Die Idee wird vor allem von ihm verfolgt. Bundeskanzler
Friedrich Merz sieht hingegen keinen Anlass für einen internationalen
Militäreinsatz. Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan,
Kanada, Großbritannien, Frankreich und Italien. (dpa)
## Laut Medien direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon
Israel und der Libanon werden einem israelischen Zeitungsbericht zufolge
voraussichtlich in den kommenden Tagen direkte Gespräche führen. Ron
Dermer, ein Vertrauter des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin
Netanjahu, werde wohl die israelische Delegation anführen, berichtet die
Zeitung Haaretz unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute
Personen. Die USA würden von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von
US-Präsident Donald Trump, vertreten. Die ersten Gespräche seit Beginn des
Iran-Kriegs, der auch den Libanon immer tiefer in den Konflikt
hineingezogen hat, könnten in Paris oder auf Zypern stattfinden. (rtr)
## Iran will gegebenenfalls US-Firmen in Golfregion attackieren
Der Iran kündigt an, US-Unternehmen in der Region anzugreifen, sollte
seine Energieinfrastruktur ins Visier genommen werden. Der Iran werde mit
Vorsicht vorgehen, um Angriffe auf besiedelte Gebiete zu vermeiden, sagt
Außenminister Abbas Araghtschi staatlichen Medien zufolge. (rtr)
## Zwei Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Eilat
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind in der Stadt Eilat im
Süden des Landes zwei Menschen verletzt worden. Ein 12 Jahre alter Junge
sei mäßig schwer verletzt worden, berichteten israelische Medien unter
Berufung auf Angaben des behandelnden Krankenhauses. Zuvor hatte der
Rettungsdienst Magen Davon Adom mitgeteilt, der Junge sei schwer verletzt
worden. Ein 39 Jahre alter Mann sei mit leichten Verletzungen ins
Krankenhaus gebracht worden und vier weitere Menschen wegen Angstzuständen
behandelt worden. In der Stadt gab es mehrere Einschläge von Raketen- und
Trümmerteilen.
In Eilat – vor allem bei Israelis und vor dem Krieg auch bei ausländischen
Touristen als Urlaubsort am Roten Meer beliebt – waren seit Kriegsbeginn im
Vergleich zum Zentrum und Norden des Landes wenige Angriffe aus dem Iran
gemeldet worden. Nach Angaben des israelischen Fernsehsenders N12 heulten
in Eilat am Samstag zweimal die Sirenen wegen Raketenalarmen. (dpa)
## Flugabwehr an US-Botschaft im Irak angegriffen
Ein Flugabwehrsystem an der US-Botschaft im Irak ist Medienberichten
zufolge von einer Rakete getroffen worden. Nach dem Angriff von heute früh
gab es irakischen Medienberichten zufolge einen Brand an dem
Botschaftsgebäude. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete, eine Einheit
des als C-RAM bekannten Raketenabwehrsystems zum Schutz der Botschaft sei
getroffen worden.
Von der US-Botschaft, dem US-Militär wie auch der irakischen Regierung gab
es zunächst keine Bestätigung.
Das US-Militär nutzt das System C-RAM zum Schutz von diplomatischen
Einrichtungen und Stützpunkten im Nahen Osten. Es kann auf Raketen-,
Artillerie- und Mörserfeuer reagieren. In Bagdad war heute zu sehen, wie
Soldaten Schäden auf dem Dach des Gebäudes prüfen. Die US-Botschaft liegt
im stark gesicherten Regierungsviertel, auch bekannt als Grüne Zone.
Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Mit dem Iran verbündeten
Milizen haben seit Beginn des Iran-Kriegs aber mehrere Angriffe auf
US-Einrichtungen im Irak für sich beansprucht. (dpa)
## Emirate melden neue Angriffe mit Drohnen und Raketen
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Samstag neue Drohnen- und
Raketenangriffe auf ihr Territorium gemeldet. Neun ballistische Raketen und
33 Drohnen seien auf die Emirate abgefeuert worden, teilte das
Verteidigungsministerium mit. Insgesamt richteten sich demnach seit Beginn
des Iran-Kriegs am 28. Februar 1.600 Drohnen, 294 ballistische Raketen und
15 Marschflugkörper gegen die Emirate. Bei den Angriffen seien sechs
Menschen getötet und 141 weitere verletzt worden, hieß es. (ap)
## Macron will zwischen Israel und Libanon vermitteln
Der französische Präsident Emmanuel Macron will zwischen Israel und dem
Libanon vermitteln. Macron teilte auf der Plattform X mit, er habe mit dem
Präsidenten, dem Premierminister und dem Parlamentspräsidenten des Libanons
gesprochen. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land im
Chaos versinke.
Macron forderte, die militante Hisbollah-Miliz müsse ihre rücksichtslose
Eskalation unverzüglich einstellen. Israel müsse von einer großangelegten
Offensive Abstand nehmen und seine massiven Luftangriffe stoppen. Die
libanesische Führung erklärte sich laut Macron bereit, direkte Gespräche
mit Israel zu führen. Israel müsse diese Gelegenheit nutzen, um Gespräche
aufzunehmen, eine Waffenruhe zu vereinbaren sowie eine dauerhafte Lösung in
dem Konflikt zu erreichen. Den libanesischen Behörden müsse es ermöglicht
werden, ihren Verpflichtungen zur Unterstützung der Souveränität des
Libanons nachzukommen, erklärte Macron.
Der libanesische Präsident Joseph Aoun sagte am Freitag, er habe seine
Bereitschaft zu Verhandlungen mit Israel bekundet, jedoch keine Antwort
erhalten. Der Libanon und Israel befinden sich seit 1948 im Kriegszustand.
(ap)
## Israels Verteidigungsminister wähnt Iran-Krieg in „entscheidender Phase“
Der Krieg gegen den Iran tritt nach den Worten des israelischen
Verteidigungsministers Israel Katz in seine „entscheidende Phase ein“. Der
von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu
angeführte „globale und regionale Kampf“ gegen den Iran werde intensiver
und „tritt in die entscheidende Phase ein, die so lange andauern wird wie
nötig“, sagte Katz am Samstag in einer Rede vor Armeevertretern.
An die Bevölkerung des Iran appellierte Katz, „entschlossen zu kämpfen“, um
die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne „der Iran gerettet“ werden.
Der Verteidigungsminister lobte den US-Angriff auf die für die iranischen
Ölexporte wichtige Insel Charg. Dies sei die „angemessene Antwort“ auf die
Verminung der Straße von Hormus durch den Iran und auf die
„Erpressungsversuche des terroristischen iranischen Regimes“. Katz kündigte
eine Fortsetzung der israelischen Luftangriffe auf Teheran und den gesamten
Iran an. (afp)
## Iran möchte WM-Spiele in Mexiko austragen
Der Iran möchte die WM-Spiele seiner Fußball-Nationalmannschaft diesen
Sommer in Mexiko statt in den USA austragen. Mit diesem Vorschlag zur
Verlegung der drei Vorrundenpartien reagiert das Land auf die Probleme
infolge des Krieges im Nahen Osten.
„Ich hoffe, dass die Bedingungen geschaffen werden, damit unsere Jungs doch
noch an der Weltmeisterschaft teilnehmen können“, sagte Sportminister Ahmed
Donjamali nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Dazu werde
mit der FIFA die Möglichkeit der Verlegung geprüft. „Es ist wichtig, alle
sportlichen Aspekte sorgfältig zu nutzen, um eine Teilnahme doch noch zu
ermöglichen“, fügte der Sportminister an. Der Weltverband FIFA ist für eine
Stellungnahme angefragt. (dpa)
## Mindestens 56 Museen und historische Stätten durch Krieg beschädigt
In den ersten zwei Wochen des Iran-Kriegs sind nach Angaben des iranischen
Kulturministeriums bereits mindestens 56 Museen und historische Stätten
beschädigt worden. Besonders betroffen sei die Hauptstadt Teheran mit 19
beschädigten Kulturstätten, erklärte das Ministerium am Samstag.
Gleich zu Beginn der israelischen und US-Angriffe auf Teheran war der zum
Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast beschädigt worden. Er ist
eines der ältesten Monumente in der Hauptstadt und diente einst als
Residenz der Kadscharen-Dynastie (1789 bis 1925).
In der zentraliranischen Stadt Isfahan wurden vor allem am weitläufigen
Naksch-e-Dschahan-Platz Schäden registriert. Der Platz – ein
architektonisches Juwel aus dem 17. Jahrhundert – ist umgeben von Moscheen,
einen Palast und einem historischen Basar. In der Hafenstadt Buschehr
wurden mehrere Gebäude im historischen Hafenviertel Siraf bei Angriffen
getroffen.
Angesichts der massiven Drohnen- und Raketenangriffe in der Golfregion
hatte sich die Unesco am Freitag über die Schäden und Risiken für das
kulturelle Erbe des Iran alarmiert gezeigt. Die UN-Kulturorganisation
verwies auf bereits beschädigte historische Stätten im Iran, in Israel und
im Libanon und hunderte weitere, die durch den Krieg potenziell gefährdet
sind. (afp)
## US-Regierung kritisiert CNN wegen Berichten über Iran-Krieg
Die US-Regierung hat den Nachrichtensender CNN wegen seiner
Berichterstattung über den Iran-Krieg massiv kritisiert.
Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Freitag (Ortszeit), er könne
die Übernahme des Senders durch den Film- und Medienkonzern Paramount
Skydance und damit durch Unterstützer von US-Präsident Donald Trump kaum
erwarten. Er forderte zudem eine „wirklich patriotische Presse“.
Hegseth attackierte bei einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg die US-Medien
und insbesondere CNN. Der frühere Fox-News-Moderator empörte sich vor allem
über einen CNN-Bericht, demzufolge Washington bei der Planung der
Luftangriffe auf den Iran das Risiko einer Blockade der Öltransporte durch
die Straße von Hormus unterschätzt habe. Der Bericht sei „offenkundig
lächerlich“, sagte Hegseth und fügte hinzu: „Je eher David Ellison diesen
Sender übernimmt, desto besser.“
Ellison ist der Chef des Film- und Medienkonzerns Paramount Skydance, der
sich Ende Februar im Bieterstreit um die Übernahme von Warner Bros.
Discovery (WBD) gegen Netflix durchgesetzt hatte. Zu WBD gehören auch
mehrere Fernsehsender, darunter CNN. Ellison sagte zwar zu, die
redaktionelle Unabhängigkeit von CNN wahren. Er und sein Vater Larry
Ellison, Chef des Softwarekonzerns Oracle, sind aber langjährige
Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.
Auch das Weiße Haus kritisierte den CNN-Bericht. „Diese Geschichte ist zu
100 Prozent Fake News“, schrieb Sprecherin Karoline Leavitt im Onlinedienst
X. Das Pentagon bereite sich „seit Jahrzehnten“ auf eine mögliche Sperrung
der Straße von Hormus durch den Iran vor. Dies sei auch lange vor dem
Beginn der Luftangriffe auf den Iran am 28. Februar „Teil der Planungen der
Trump-Regierung“ gewesen.
Als Reaktion auf die Kritik erklärte CNN-Chef Mark Thompson, das einzige
Interesse des Senders bestehe darin, „unseren Zuschauern in den USA und auf
der ganzen Welt die Wahrheit zu sagen“. „Politische Drohungen oder
Beleidigungen“ würden daran nichts ändern. (afp)
## Ölhandel auf der Insel Charg laut Iran trotz Angriffen ungestört
Die US-Angriffe auf die iranische Insel Charg haben die Ölgeschäfte dort
laut iranischen Angaben nicht beeinträchtigt. Die Export- und
Importgeschäfte sowie die Aktivitäten der auf der Insel ansässigen
Unternehmen liefen weiter, sagte der stellvertretende Gouverneur der
Provinz Buschehr, Ehsan Dschahanijan, laut der Nachrichtenwebsite NourNews,
die dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Irans nahesteht.
Dschahanijan sagte außerdem am Samstag, bei den US-Angriffen seien keine
Menschen zu Schaden gekommen. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars
berichtete zuvor von mindestens 15 Explosionen auf der Insel. Dem Bericht
zufolge richteten sich die Angriffe gegen eine Luftabwehranlage, einen
Marinestützpunkt, den Kontrollturm des Flughafens und den
Hubschrauberhangar eines Ölkonzerns. Ölinfrastruktur sei nicht beschädigt
worden. (ap)
## US-Armee fliegt massive Angriffe auf iranische Öl-Insel Charg
Die US-Armee hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump massive
Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg geflogen. Alle militärischen
Ziele auf der Insel im Persischen Golf, über die der Iran fast alle seine
Öllieferungen abwickelt, seien zerstört, erklärte Trump. Schäden an der
Ölinfrastruktur gab es offenbar nicht. Der Iran drohte im Gegenzug mit der
Zerstörung von mit den USA verbundener Ölinfrastruktur und startete am
Samstag neue Angriffe auf Israel und umliegende Golfstaaten.
Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom habe „einen
der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt“,
verkündete Trump am Freitag in Onlinediensten. Jedes militärische Ziel auf
der iranischen Insel Charg sei „vollständig ausradiert“.
Die Insel Charg liegt im Norden des Persischen Golfs etwa 30 Kilometer von
der Küste entfernt. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der
gesamte iranische Rohölexport abgewickelt.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, es gebe keine Schäden an
Ölanlagen auf der Insel. Demnach versuchte die US-Armee, auf Chargh „die
Verteidigungsanlagen der Armee, die Joschan-Marinebasis, den
Flughafen-Tower und den Hubschrauber-Hangar des iranischen Unternehmens
Continental Shelf Oil zu beschädigen“.
Trump erklärte, er habe sich zunächst „dafür entschieden, die
Ölinfrastruktur auf der Insel nicht zu zerstören“. Sollte der Iran aber
„die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus“
stören, werde er „dies sofort überdenken.“ Trump kündigte zudem an, die
US-Marine werde „sehr bald“ damit beginnen, Tanker durch die Straße von
Hormus zu eskortieren.
Der Iran hat die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran,
durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports
verläuft, seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar de facto gesperrt. Der
Iran beschoss zudem Ölanlagen in mehreren Golfstaaten und Öltanker. Diese
Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Die iranische Armee drohte im Fall von US-Angriffen auf iranische Ölanlagen
mit einer Eskalation. Alle Öl- und Energieanlagen von Unternehmen, die
teilweise im Besitz der USA seien oder mit den USA zusammenarbeiteten,
„werden unverzüglich zerstört und in Schutt und Asche gelegt“, sagte ein
Sprecher.
Die New York Times berichtete unterdessen, dass die US-Armee drei weitere
Kriegsschiffe in die Region entsendet. Darunter soll sich nach Angaben
zweier US-Beamter, die ungenannt bleiben wollen, auch das
Amphibien-Angriffsschiff „Tripoli“ samt der dazugehörigen Marine-Einheit
befinden. Der Einheit würden 2500 Marineinfanteristen sowie weitere
Matrosen angehören. Die „Tripoli“, die derzeit im asiatisch-pazifischen
Raum unterwegs ist, kann auch Kampfflugzeuge transportieren. Dem Wall
Street Journal zufolge [1][wurden die zusätzlichen Marines vom
Regionalkommando Centcom angefordert und ihre Entsendung von
Verteidigungsminister Pete Hegseth gebilligt]. (afp/rtr)
## Revolutionsgarden: US-Einrichtungen in den Emiraten sind legitime Ziele
Die Revolutionsgarden im Iran erklären Berichten iranischer Staatsmedien
zufolge US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu
legitimen Zielen ihre Angriffe. Dies sei eine Reaktion auf Angriffe von
US-Streitkräften auf iranische Inseln, erklären die im Iran überaus
einflussreichen Revolutionsgarden. Ziele seien Häfen, Anlegestellen und
Militärstandorte. Die Bewohner der Emirate werden aufgerufen, sich von
diesen Orten fernzuhalten, um zivile Opfer zu vermeiden.(rtr)
## Ölverladungen im Hafen von Fudschaira ausgesetzt
Nach einem Drohnenangriff und einem Brand werden im Hafen von Fudschaira in
den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) einige Ölverladungen ausgesetzt.
Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.
Durch das Herabfallen von Trümmerteilen einer abgefangenen Drohne ist ein
Brand ausgebrochen. Verletzte gebe es nicht, teilt die Pressestelle des
Emirats mit. Zivilschutzkräfte seien im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen.
Fudschaira gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am
Persischen Golf und ist ein wichtiger Umschlagplatz für Treibstoff. Der
Hafen liegt außerhalb der Straße von Hormus. (rtr)
## US-Botschaft in Bagdad attackiert
Eine Rakete hat nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen einen
Hubschrauberlandeplatz auf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad
getroffen. Aufnahmen der AP zeigten am Samstagmorgen eine Rauchsäule, die
über dem Botschaftsgelände in der Hauptstadt aufstieg. Die Botschaft
äußerte sich dazu nicht umgehend.
Der weitläufige Botschaftskomplex, eine der größten diplomatischen
Einrichtungen der USA weltweit, war wiederholt Ziel von Raketen- und
Drohnenangriffen durch Milizen, die mit dem Iran verbündet sind. Am Freitag
hatte die Botschaft ihre Sicherheitswarnstufe 4 für das Land erneuert und
gewarnt, dass der Iran und verbündete Milizen bereits zuvor Angriffe auf
US-Bürger, amerikanische Interessen und Infrastruktur verübt hätten und
diese weiterhin ins Visier nehmen könnten.
Die Attacke erfolgte kurz nach Angriffen in Bagdad, bei denen zwei Kämpfer
einer einflussreichen pro-iranischen Gruppe getötet wurden. Bei einem der
Angriffe wurde ein von der pro-iranischen Kataeb Hisbollah genutztes Haus
getroffen, wie AFP aus irakischen Sicherheitskreisen erfuhr. Eine
„Schlüsselfigur“ der vom Iran unterstützten paramilitärischen Gruppe wurde
demnach getötet, zwei weitere Mitglieder der Gruppe wurden verletzt.
Zwei Stunden später wurde bei einem weiteren Angriff auf ein Auto ein
Mitglied der Hasched al-Schaabi getötet. Hasched al-Schaabi ist ein vom
Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der
regulären irakischen Armee angehören. Ein Vertreter der Hasched al-Schaabi
sagte AFP, bei dem Getöteten handele es sich um ein Mitglied der
einflussreichen Miliz Kataeb Hisbollah.
Es war zunächst unklar, durch wen die Angriffe erfolgten. Die Gruppe Kataeb
Hisbollah äußerte sich zunächst nicht.
Iraks Nachbarland Iran wird seit Ende Februar von Israel und den USA massiv
aus der Luft angegriffen. Teheran reagiert mit Gegenangriffen auf Israel,
mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region, auch im Irak.
Umgekehrt wurden seit Beginn des Iran-Kriegs Stellungen der Hasched
al-Schaabi ins Visier genommen (ap/afp)
## KI-Beauftragter der Trump-Regierung fordert Kriegsende
Der KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, fordert ein Ende des
US-Krieges gegen den Iran. „Dies ist ein guter Zeitpunkt, um den Sieg zu
erklären und auszusteigen“, sagt Sacks in seinem „All-In Podcast“ in
Washington. Die USA hätten die militärischen Fähigkeiten des Iran
geschwächt. Nun sollten die USA einen Ausweg aus der Situation finden. Wenn
eine Eskalation zu nichts Gutem führe, müsse man darüber nachdenken, wie
man deeskalieren könne. „Deeskalation, denke ich, beinhaltet das Erreichen
einer Art Waffenstillstandsabkommen oder einer Art Verhandlungslösung mit
dem Iran.“ (rtr)
## US-Verteidigungsminister kündigt gnadenloses Vorgehen an
[2][US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt ein gnadenloses Vorgehen
im Krieg gegen den Iran an]. „Wir werden weiter Druck machen, weiter
vorrücken, weiter angreifen“, sagt Hegseth vor Journalisten in Washington.
„Kein Pardon, keine Gnade für unseren Feind.“ Der Befehl, „kein Pardon“ zu
geben, also das Leben eines sich ergebenden Gegners nicht zu schonen oder
damit zu drohen, ist nach dem humanitären Völkerrecht verboten. (rtr)
## Trump: Iran ist „vollständig besiegt“
[3][Der Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zwei Wochen
nach Beginn der US-israelischen Luftangriffe „vollständig besiegt“]. „Die
Fake-News-Medien berichten nur ungern darüber, wie erfolgreich das
US-Militär gegen den Iran vorgegangen ist, der vollständig besiegt ist und
ein Abkommen wünscht“, schrieb Trump am Freitag auf seiner Onlineplattform
Truth Social. Er fügte hinzu, die angeblich von Teheran gewünschte
Vereinbarung sei „kein Abkommen, das ich akzeptieren würde“. (afp)
## 12 Tote bei israelischen Angriff auf Gesundheitszentrum in Libanon
Bei einem israelischen Angriff auf ein Gesundheitszentrum im Südlibanon
sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens zwölf medizinische
Mitarbeiter getötet worden. Dies meldet die staatliche libanesische
Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Ministerium. Die Zahl der
Todesopfer in der Stadt Borj Qalaouiya könnte sich noch ändern.
Rettungskräfte suchten nach Vermissten. (rtr)
## Hamas fordert Iran auf, Angriffe auf Nachbarländer einzustellen
Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas hat den Iran
aufgefordert, die Angriffe auf Nachbarländer einzustellen. Teheran habe
zwar das Recht, sich „mit allen verfügbaren Mitteln“ gegen die Angriffe
Israels und der USA zu verteidigen, erklärte die Hamas am Samstag. Dies sei
mit dem Völkerrecht vereinbar. Auf Angriffe auf Nachbarländer sollten die
„Brüder im Iran“ aber verzichten.
Die Tötung Chameneis hatte die Hamas, die mit ihrem Großangriff auf Israel
am 7. Oktober 2023 den zweijährigen Krieg im Gazastreifen ausgelöst hatte,
als „abscheuliches Verbrechen“ verurteilt. Die Hamas gehört wie die
Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen zu der vom Iran angeführten
„Achse des Widerstands“. Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels.
(afp)
## Katar fängt zwei Raketen aus dem Iran ab
Zwei Wochen nach dem Beginn des Iran-Krieges haben die Streitkräfte des
Golfemirats Katar am Samstag zwei Raketen abgefangen. Ein Journalist der
Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass Abfangjäger am frühen Morgen über
dem Zentrum der Hauptstadt Doha zwei Geschosse abgewehrt hätten. Zuvor
waren Explosionen zu hören. Die Behörden evakuierten wichtige Stadtgebiete,
Sicherheitskräfte waren vor Niederlassungen großer US-Konzerne postiert.
Das katarische Verteidigungsministerium erklärte in zwei getrennten
Mitteilungen, dass seine Armee einen Raketenangriff „abgewehrt“ habe. Das
Innenministerium des Golfstaats hatte kurz zuvor die Evakuierung „mehrerer
wichtiger Gebiete“ bekannt gegeben. Es sprach von einer „vorübergehenden
Vorsichtsmaßnahme“.
Im zentralen Stadtteil Muscheireb erhielten einige Bewohner auf ihren
Telefonen Warnungen, „das Gebiet unverzüglich zu verlassen und sich
vorsorglich an den nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben“. Im Zentrum
Dohas waren Sicherheitskräfte auf den Straßen im Einsatz, einige Gebiete
wurden abgesperrt.
Zahlreiche Bewohner und einige Hotelgäste in Muscheireb eilten in
unterirdische Parkhäuser, um sich in Sicherheit zu bringen, wie ein
AFP-Journalist beobachtete. Auf den Straßen waren Sicherheitskräfte, einige
Gebiete in dem Stadtteil waren abgeriegelt.
Im Stadtteil Muscheireb befinden sich Niederlassungen des US-Tech-Konzerns
Google und der US-Zahlungsfirma American Express. In Lusail nördlich von
Doha standen Polizisten vor dem Eingang der katarischen Niederlassung des
US-Technologiekonzerns Microsoft. (afp)
## Vier Tote nach israelischen Angriffen im Gazastreifen
Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte sind bei zwei israelischen
Angriffen im Gazastreifen vier Palästinenser getötet worden, darunter zwei
17-Jährige. Zudem sei ein Palästinenser bei dem Beschuss durch einen
israelischen Panzer in der Nähe eines Polizeikontrollpunkts in Chan Junis
im Süden des Gazastreifens getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien
verletzt worden. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt
zurzeit nicht vor. (rtr)
## Proiranische Hacker greifen Ziele in Nahost und in den USA an
Der Iran-Krieg wird auch im Internet geführt. Proiranische Hacker greifen
Ziele im Nahen Osten und weiten ihre Aktivitäten zunehmend auf die USA aus.
Damit wächst das Risiko, dass amerikanische Rüstungsfirmen, Strom- und
Wasserwerke in ein digitales Chaos hineingezogen werden. Dieses könnte noch
weiter zunehmen, sollten sich weitere Verbündete Teherans einschalten.
Vor wenigen Tagen hatte sich die Hackergruppe Handala zu einem Cyberangriff
auf den US-Medizintechnikkonzern Stryker bekannt. Seit Kriegsbeginn am 28.
Februar versuchte die Gruppe auch, auf Kameras in Nahoststaaten
zuzugreifen, um die Treffsicherheit iranischer Raketen zu erhöhen. Sie
attackierte Datenzentren in der Region sowie Industrieanlagen in Israel,
eine Schule in Saudi-Arabien und einen Flughafen in Kuwait.
Der Iran hat stark in seine offensiven Cyberkapazitäten investiert und
zugleich Verbindungen zu Hackergruppen aufgebaut. In den vergangenen Jahren
haben solche Gruppen im Auftrag Teherans bereits das E-Mail-System des
Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump infiltriert,
US-Wasserkraftanlagen angegriffen und versucht, vom US-Militär und von
Rüstungsunternehmen genutzte Netzwerke zu knacken.
Ziel ist es, den USA das Kriegführen schwer zu machen, Energiekosten in die
Höhe zu treiben und von der Rüstungsindustrie abhängigen US-Firmen so viel
Schaden wie möglich zuzufügen. „Es wird etwas passieren, denn jetzt geht es
richtig zur Sache“, sagt Kevin Mandia, Gründer der
Cybersicherheitsunternehmen Mandiant und Armadin.
Handala hatte erklärt, die Attacke gegen Stryker sei ein Vergeltungsschlag
gewesen für mutmaßliche US-Angriffe, bei denen iranische Schulkinder
getötet wurden. Wie anderen ideologisch motivierten Hackergruppen geht es
Handala nicht um Profit, wie Ismael Valenzuela von der
Cybersicherheitsfirma Arctic Wolf erklärt: „Was diese Gruppe unterscheidet,
ist ihr klarer Fokus auf Datenvernichtung statt auf finanzielle
Erpressung.“
Perspektivisch könnten US-Rüstungsfirmen und andere staatliche
Auftragsnehmer, die mit Israel zusammenarbeiten, zu Angriffszielen werden.
Dasselbe gilt für kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser, Häfen,
Kraftwerke und Eisenbahnen.
Proiranische Hacker diskutieren ihre Pläne offen auf Telegram und in
anderen Onlinediensten. „Die Datenzentren müssen ausgeschaltet werden“,
schrieb ein Nutzer laut dem privaten Internet-Informationsdienst SITE.
„Dort befinden sich die Steuerungszentren der militärischen Kommunikations-
und Zielerfassungssysteme der USA.“
Bei Cyber-Operationen können auch Geheimdienstinformationen gesammelt
werden – zum Beispiel bei den iranischen Versuchen, Kameras in
Nachbarländern zu hacken. Eine Infiltration von US-Netzwerken könnte einen
Einblick in militärische Planungen oder Lieferketten bieten.
Die Angriffe auf das iranische Militär sowie Internet-Abschaltungen
schränken möglicherweise kurzfristig iranische Cyberattacken ein. Doch
Fachleute gehen davon, dass iranische Hacker und ihre Verbündeten auf
schnelle Erfolge aus sein werden, indem sie auf die schwächsten Glieder in
der amerikanischen Cybersicherheit abzielen.
Lokalen Wasserwerken oder Gesundheitseinrichtungen etwa fehlen häufig die
Mittel und das Know-how für Sicherheitsmaßnahmen. Das macht sie zu einem
beliebten Ziel, zumal Ausfälle hier schnell Panik auslösen können.
Konkret versuchen Hacker beispielsweise, ein Netzwerk mit so vielen
Anfragen zu überfluten, dass rechtmäßige Nutzende keinen Zugriff mehr
haben. Weitere Möglichkeiten sind unberechtigte Veränderungen an Webseiten,
die dazu führen, dass ein Unternehmen nicht mehr mit Kunden kommunizieren
kann, oder Drohungen, sensibles, gestohlenes Material zu leaken.
Die Angriffe seien zwar nicht besonders komplex, sagt Shaun Williams vom
Cybersicherheitsunternehmen SentinelOne. Wenn Firmen oder Behörden ihre
Cybersicherheit jedoch nicht auf dem Laufenden hielten, müssten sie dafür
möglicherweise einen hohen Preis zahlen. „Patcht Eure Systeme. Stellt
sicher, dass Eure Firewall und Sicherheitslösungen auf dem aktuellen Stand
sind“, sagt er. „Entfernt Eure veralteten Accounts. Eure Cyberhygiene ist
wichtiger denn je. Bereitet Euch auf Störungen vor.“ (dpa)
## Iranische Internetblockade geht in die dritte Woche
Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf
Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass
die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege.
Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen,
während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen
Netz erhielten.
Netblocks kritisierte: „Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht
werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt
ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke.“
Ein User schrieb auf X, die Abschaltung des Internets helfe dabei, die
Berichterstattung zu kontrollieren, und verhindere, dass sich die Menschen
organisierten oder frei äußern könnten.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet
weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis
über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen, ohne Sperren und
Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre
Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind. (dpa)
## UN-Nothilfekoordinator warnt vor humanitären Folgen des Kriegs
UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher warnt vor den Folgen des Iran-Kriegs
für dringend hilfsbedürftige Menschen. „Die Auswirkungen auf unsere
lebensrettende humanitäre Arbeit werden immens sein. Millionen Menschen
sind in Gefahr“, wurde Fletcher in einer Mitteilung seiner Organisation
zitiert. Neben den Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung habe der Krieg
auch Folgen für Märkte, Schifffahrts- und Flugrouten sowie
Lebensmittelpreise – nicht nur in der Region, sondern weltweit.
Fletcher wies auf die stark gestiegenen Kraftstoffpreise hin, die die
weltweiten Transportkosten in die Höhe trieben. Störungen im Flug- und
Seeverkehr hätten den Waren- und Personenverkehr verlangsamt, wodurch die
Ankunft humanitärer Hilfsgüter um bis zu sechs Monaten verzögert werden
könnte. Zudem stünden die globalen Lieferketten unter Druck.
Fletcher warnte vor den Folgen der Sperrung der für den internationalen
Schiffsverkehr enorm wichtigen Straße von Hormus vor der iranischen Küste:
„Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter lassen sich
schwerer transportieren und ihre Lieferung wird teurer.“ Daher laute seine
Botschaft an die Konfliktparteien und alle, die Einfluss auf sie hätten:
„Humanitäre Hilfsgüter müssen sicher durch die Straße von Hormus
transportiert werden können.“ (dpa)
## Hoher Ölpreis trotz gelockerter Sanktionen
Trotz der [4][gelockerten Sanktionen für russisches Erdöl] bleiben die
Ölpreise auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Die Maßnahme der USA löste
bei europäischen Partnern Kritik hervor – und sorgte am Ölmarkt für keine
Entspannung. Im Gegenzug ließen Äußerungen aus den USA und dem Iran die
Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende schwinden.
Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur
Lieferung im Mai rund 103 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Zum
Vergleich: Vor Kriegsbeginn lag der Preis noch bei rund 73 Dollar. Die
Marke von 100 Dollar pro Barrel hatten die Ölpreise zuletzt im Sommer 2022
geknackt. (dpa)
## Hisbollah droht Israel mit „langer Konfrontation“
Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon hat Israel mit einer
„langen Konfrontation“ gedroht. „Wir haben uns auf eine lange Konfrontation
eingestellt“, sagte Hisbollah-Chef Naim Kassem am Freitag in einer
Fernsehansprache. Die Israelis müssten mit „Überraschungen auf dem
Schlachtfeld“ rechnen, warnte der Hisbollah-Chef, während er von einem
„existenziellen Kampf“ sprach.
Israels Verteidigungsminister hatte dem Libanon zuvor mit weiteren
Angriffen auf die Infrastruktur des Landes gedroht. Die bisherigen Angriffe
seien „erst der Anfang“, sagte Verteidigungsminister Israel Katz bei einem
Treffen mit der Armeeführung am Freitag. In der Nacht zu Freitag hatte die
israelische Armee eine Brücke über den Litani-Fluss im Südlibanon zerstört.
Die Brücke sei von Kämpfern der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz
genutzt worden, um Waffen in den Südlibanon zu bringen, sagte Katz. „Die
libanesische Regierung und der libanesische Staat werden einen immer
höheren Preis in Form von Schäden an der Infrastruktur zahlen, die von
Hisbollah-Terroristen“ für Angriffe auf Israel genutzt werde. Sollte die
Regierung in Beirut ihrer Verpflichtung zur Entwaffnung der Hisbollah nicht
nachkommen, werde Israel auch die Kontrolle über libanesische Gebiete
übernehmen.
Die Entwaffnung der Hisbollah ist Teil der Vereinbarungen zur Waffenruhe,
die Israel und die pro-iranische Miliz im November 2024 vereinbart hatten.
Die libanesische Armee hatte im Januar erklärt, die erste Phase der
Hisbollah-Entwaffnung abgeschlossen zu haben, die das Gebiet vom
Litani-Fluss bis hinunter zur israelischen Grenze betrifft. Nach dem Beginn
des Iran-Krieges am 28. Februar eskalierte der Konflikt zwischen Israel und
der Hisbollah erneut.
Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur ANI
[5][führte die israelische Armee am Freitag Angriffe auf mehrere Straßen im
Südlibanon aus] und blockierte damit den Zugang vom Norden des Litani sowie
von der östlichen Bekaa-Ebene aus – die von der Hisbollah für
Waffentransporte genutzt wird. (afp)
## Hisbollah-Funktionär bei Angriff auf Universität in Beirut getötet
Bei einem Angriff auf eine Universität im Libanon vor zwei Tagen hat die
israelische Armee nach eigenen Angaben ein Mitglied der pro-iranischen
Hisbollah-Miliz getötet. Bei dem Angriff am Donnerstag habe die israelische
Luftwaffe „den Terroristen Murtada Hussein Srur, Mitglied der
Luftwaffeneinheit der Terrororganisation Hisbollah, im Bereich der
Libanesischen Universität in Beirut angegriffen und getötet“, erklärte die
israelische Armee am Freitag.
Srur arbeitete nach Angaben der Armee „als Dozent für Chemie an der
Libanesischen Universität in Beirut“. Er war demnach „ein Experte auf dem
Gebiet der Waffenproduktion“ bei der Hisbollah.
Am Donnerstag waren laut einem Bericht der libanesischen Nachrichtenagentur
ANI bei einem israelischen Drohnenangriff zwei Lehrkräfte auf einem Campus
der Libanesischen Universität am Standort im Süden Beiruts getötet worden.
Der Campus liegt am Rand der südlichen Vororte Beiruts. Das Gebiet gilt als
Hochburg der Hisbollah. (afp)
14 Mar 2026
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