# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Mehrere Raketeneinschläge im Großraum Tel Aviv
> Iranische Angriffe treffen Israel, das seinerseits eine neue
> Angriffswelle im Iran startet. Papst Leo ruft zu Waffenruhe auf. Israel
> stockt Militärbudget auf.
(IMG) Bild: Schäden an einem Haus in Bnei Brak in Israel durch eine iranische Rakete
## Iran lehnt Gespräche mit den USA über Kriegsende ab
Der Iran sieht nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi derzeit
keinen Grund für Gespräche über ein Kriegsende mit den USA. Araghtschi
sagte am Sonntag in der CBS-Sendung „Face the Nation“, der Iran habe keine
guten Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht. Iranische
Unterhändler hätten sich gerade mit US-Gesandten im Gespräch befunden, als
die Entscheidung zum Angriff auf sein Land getroffen worden sei, sagte der
Minister. „Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den Amerikanern darüber
sprechen sollten“, wie der Krieg beendet werden könne, sagte Araghtschi.
Der Iran sei offen für Länder, die über die sichere Durchfahrt ihrer
Schiffe durch die Straße von Hormus sprechen wollten, fügte er hinzu. Eine
Reihe von Ländern habe sich deshalb bereits gemeldet. Details nannte er
nicht. Auf die Frage nach dem Verbleib des Nuklearmaterials seines Landes
antwortete der Minister, es liege unter den Trümmern der Angriffe auf die
iranischen Nuklearanlagen begraben. Der Iran habe nicht vor, es von dort zu
bergen. (ap)
## Israels Streitkräfte töten 16 Palästinenser im Westjordanland und
Gazastreifen
Im von Israel besetzten Westjordanland und im Gazastreifen haben
israelische Streitkräfte Gesundheitsbehörden zufolge am Sonntag 16
Palästinenser getötet. Im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen wurden
nach Angaben von Sanitätern und dem Innenministerium bei einem Luftangriff
ein ranghoher Polizeibeamter und acht weitere Polizisten getötet. Der
Angriff habe ihrem Fahrzeug nahe der Stadt Sawaida gegolten. Zudem wurden
mindestens 14 weitere Menschen verletzt, zumeist Unbeteiligte. Im besetzten
Westjordanland wurde eine vierköpfige Familie in ihrem Auto getötet. Zuvor
waren bei einem weiteren Luftangriff im Gazastreifen drei Menschen ums
Leben gekommen. Eine israelische Stellungnahme dazu lag zunächst nicht vor.
(rtr)
## IEA: Mehr als 400 Mio Barrel Öl aus Reserven in Kürze frei
Die weltweiten Ölreserven werden der Internationalen Energiebehörde (IEA)
in Kürze freigegeben. Öl aus den Lagerbeständen in Asien und Ozeanien sei
ab sofort verfügbar, teilt die IEA mit. Öl aus Europa und den Amerikas
folgten Ende März. Bei den geplanten Mengen handele es sich bei 72 Prozent
um Rohöl und bei 28 Prozent um Ölprodukte. Zugesagt seien 271,7 Millionen
Barrel aus staatlichen Reserven und 116,6 Millionen Barrel aus
vorgeschriebenen Industriebeständen. (rtr)
## USA erwarten Unterstützung zur Sicherung der Straße von Hormus
Die USA erwarten laut Energieminister Chris Wright von anderen Ländern
Unterstützung für die Bemühungen zur Öffnung der Straße von Hormus. Wright
sagte am Sonntag, er stehe im Dialog mit einigen der Länder, von denen
Trump hofft, dass sie Kriegsschiffe für diese Aufgabe entsenden. Um welche
Länder es sich konrekt handelte, sagte der Minister nicht. Auf die Frage in
der NBC-Sendung „Meet the Press“, ob der Schiffsverkehr durch die wichtige
Wasserstraße derzeit sicher sei, antwortete Wright: „Nein, das ist er
nicht.“ Der Minister verwies darauf, dass viele andere Länder, insbesondere
in Asien, stärker als die Vereinigten Staaten von Energielieferungen
abhängig seien, die durch die Wasserstraße transportiert werden. „Natürlich
wird sich die ganze Welt einig sein, dass die Straße von Hormus geöffnet
werden muss, und wir werden eindeutig die Unterstützung anderer Nationen
haben, um dieses Ziel zu erreichen“, sagte Wright. Er erwarte, dass China
bei den Bemühungen zur Wiederöffnung des Engpasses ein konstruktiver
Partner sein werde. (ap)
## Mindestens acht Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Israel
Bei iranischen Raketenangriffen sind in Israel nach Behördenangaben
mindestens acht Menschen verletzt worden. Vier Menschen wurden am Sonntag
nach Angaben der Rettungskräfte durch eine Streubombe in der Region Tel
Aviv verletzt. Drei weitere Menschen wurden bei weiteren Angriffen durch
umherfliegende Splitter verletzt, ein Mensch erlitt eine Rauchvergiftung.
Von der Polizei veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten
einen Einschlag in einer Straße im Raum Tel Aviv, bei dem es sich demnach
um eine Streubombe handelte.
Der israelische Außenminister Gideon Saar warf dem Iran vor, absichtlich
zivile Ziele ins Visier zu nehmen. „Während wir militärische Ziele
angreifen, zielt das iranische Regime auf Zivilisten“, sagte Saar bei einem
Besuch in der nordisraelischen Stadt Sarsir, wo bei einem iranischen
Raketenangriff zwei Tage zuvor fast 60 Bewohner verletzt worden waren.
Sämtliche Opfer in Israel seit Beginn des Krieges vor zwei Wochen seien
Zivilisten, betonte Saar. Es handele sich „natürlich um ein
Kriegsverbrechen“. Laut der israelischen Zeitung „Haaretz“ feuerte der Iran
zwischen Kriegsbeginn am 28. Februar und dem 13. März bereits rund 250
ballistische Raketen auf Israel ab. Zwölf Menschen wurden dabei getötet.
(afp)
## Aktivisten: Mehr als 3.000 Kriegstote im Iran
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben von
Aktivisten mehr als 3.000 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten
seien mindestens 1.319 Zivilisten, darunter 206 Kinder, teilte das in den
USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit. Demnach wurden 1.122
Militärangehörige getötet. Weitere 599 Tote konnten weder dem Militär noch
der Zivilbevölkerung eindeutig zugeordnet werden.
Die Menschenrechtler stützen sich eigenen Angaben zufolge bei der Erhebung
ihrer Daten neben öffentlichen Berichten auch auf ein Netzwerk an Kontakten
im Iran. Dazu zählen unter anderem Quellen im Gesundheitswesen, den
Rettungsdiensten und der Zivilgesellschaft. Irans Gesundheitsministerium
hatte zuletzt über mindestens 1.200 Tote und rund 10.000 Verletzte infolge
der Angriffe berichtet. (dpa)
## Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein
Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines
Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch
„Tausende Ziele“ im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die
Armee bestätigte. „Wir sind bereit – in Abstimmung mit unseren
US-Verbündeten – mit Planungen zumindest bis zum jüdischen Feiertag
Pessach, der in etwa drei Wochen beginnt“, sagte Defin dem US-Sender CNN.
„Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber
hinaus.“ Das jüdische Pessachfest beginnt am Abend des 1. April. Es
erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der
Sklaverei. Traditionell findet am Pessachabend ein großes Familientreffen
statt.
Nach Angaben der Armee hat die israelische Luftwaffe seit Beginn des Kriegs
am 28. Februar bereits mehr als 400 Angriffswellen ausgeführt. Diese
konzentrierten sich demnach auf Infrastruktur der iranischen Machthaber.
Laut dem US-Sender haben Israel und die USA im Iran bereits Tausende Ziele
angegriffen. Defrin sagte CNN, die israelische Armee arbeite „nicht nach
einer Stoppuhr oder einem Zeitplan“. Sie konzentriere sich vielmehr auf das
Ziel, die iranische Führung erheblich zu schwächen. (dpa)
## Iranische Staatsmedien: Auch Kapitänin von Frauenmannschaft zieht
Asylantrag zurück
Nach mehreren Mitspielerinnen hat iranischen Staatsmedien zufolge nun auch
die Kapitänin der iranischen Fußball-Nationalmannschaft ihren Asylantrag in
Australien zurückgezogen. Sahra Ghanbari werde in den kommenden Stunden
über Malaysia zurück in den Iran fliegen, meldete die staatliche iranische
Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. Damit änderten bereits fünf Mitglieder
des iranischen Teams ihre Meinung und zogen ihre Asyl-Anträge zurück.
Mehrere iranische Fußballerinnen hatten vor ihrem ersten Spiel während der
Asienmeisterschaft in Australien die iranische Nationalhymne nicht
mitgesungen. Ihre Geste zwei Tage nach Beginn der US-israelischen Angriffe
gegen den Iran war von vielen Beobachtern als Zeichen des Widerstands gegen
die Islamische Republik interpretiert worden, Menschenrechtsorganisationen
warnten vor Repressalien gegen die Spielerinnen nach ihrer Rückkehr in den
Iran.
Insgesamt sieben Mannschaftsmitglieder beantragten danach Asyl in
Australien, was ihnen auch gewährt wurde. Drei Spielerinnen und eine
Betreuerin entschlossen sich bereits vor Kapitänin Ghanbari, doch nicht in
Australien zu bleiben und in ihre Heimat zurückzukehren. (afp)
## Finalissima abgesagt
Der Iran-Krieg sorgt für weitere Streichungen im Sportkalender. Nach den
Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ist nun auch die Finalissima
in Katar abgesagt worden. Das teilte die Europäische Fußball-Union UEFA
mit. Eigentlich sollte Europameister Spanien am 27. März auf Argentinien,
den Sieger der Copa América, treffen. „Im Willen, das Spiel zu retten, hat
die UEFA Alternativen geprüft. Diese erwiesen sich für den argentinischen
Fußball-Verband jedoch als inakzeptabel“, teilte die UEFA mit. Sowohl eine
Verlegung ins Estadio Santiago Bernabéu in Madrid als auch eine Variante
mit zwei Spielen lehnte der Weltmeister ab. Dabei hätte das Hinspiel am 27.
März in Madrid und das zweite Duell 2028 in Buenos Aires stattfinden
sollen.
Stattdessen unterbreitete Argentinien den Gegenvorschlag, das Spiel nach
der WM auszutragen. Dies scheiterte an fehlenden freien Terminen im
spanischen Kalender. Letztlich erklärte der argentinische Verband laut
UEFA, statt am 27. März nur vier Tage später spielen zu können. Dieses
Datum passte weder der UEFA noch dem spanischen Verband. (dpa)
## Bericht: EU-Minister beraten über Ausweiten von Marine-Einsatz
Die EU-Außenminister wollen einem Zeitungsbericht zufolge über eine
mögliche Ausweitung der Marinemission „Aspides“ auf die Straße von Hormus
beraten, wie die „Financial Times“ unter Berufung auf eine mit der Sache
vertrauten Person berichtet. Die Mission ist bislang auf die Sicherung der
Schifffahrt im Roten Meer konzentriert. Eine gemeinsame Marinemission der
EU und der Vereinten Nationen zur Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt
der Straße von Hormus „scheint wahrscheinlicher“ als ein bilaterales
Vorgehen der EU-Staaten gegenüber dem Iran, zitiert die FT den Insider.
(rtr)
## Hisbollah: „Direkte“ Kämpfe mit israelischer Armee im Südlibanon
Die vom Iran unterstützte Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im
Südlibanon „direkte“ Kämpfe mit der israelischen Armee. Die Kämpfe in der
südlibanesischen Stadt Chiam hätten am Samstagabend begonnen, teilte die
Miliz mit. Es seien „leichte und mittelschwere Waffen sowie
Raketengeschosse“ zum Einsatz gekommen. Zudem griff die Miliz nach eigenen
Angaben israelische Soldaten in drei Grenzdörfern an. Bei israelischen
Luftangriffen gab es erneut mehrere Tote. (afp)
## Großbritannien prüft Beitrag zur Sicherung der Straße von Hormus
Großbritannien prüft nach Angaben von Energieminister Ed Miliband einen
Beitrag zur Sicherung der Straße von Hormus. Auf die Frage, ob
Großbritannien erwäge, Minensuchboote oder Seedrohnen in die strategisch
wichtige Wasserstraße zu entsenden, um den Schiffsverkehr zu sichern, sagte
Miliband dem Sender Sky News, die britische Regierung stehe in Kontakt mit
ihren Verbündeten.
„Wir prüfen gemeinsam mit unseren Verbündeten intensiv, was getan werden
kann, denn es ist so wichtig, dass wir die Meerenge wieder öffnen“,
erklärte der Minister. Der BBC sagte er am Sonntag, alle Optionen, die dazu
beitragen könnten, die Meerenge wieder zu öffnen, würden geprüft. „Wir
wollen keinen atomar bewaffneten Iran, aber die Beendigung dieses Konflikts
ist der beste und sicherste Weg, um die Meerenge wieder zu öffnen.“ (ap)
## Papst Leo ruft zu Waffenruhe im Iran-Krieg auf
Papst Leo XIV. hat politische Entscheidungsträger zu einer Waffenruhe im
Iran-Krieg aufgefordert. „Im Namen der Christen im Nahen Osten und aller
Frauen und Männer guten Willens appelliere ich an die Verantwortlichen
dieses Konflikts“, sagte Leo am Sonntag vor Gläubigen, die auf dem
Petersplatz versammelt waren. Das Feuer müsse eingestellt werden, damit die
Wege für den Dialog wieder geöffnet werden könnten. „Gewalt kann niemals zu
der Gerechtigkeit, Stabilität und dem Frieden führen, auf die die Menschen
warten.“ Leo nannte weder die Vereinigten Staaten noch Israel namentlich,
sprach jedoch von Bombenangriffen auf eine Schule – ein offensichtlicher
Verweis auf den Raketeneinschlag in eine iranische Grundschule in den
ersten Kriegstagen, bei dem mehr als 165 Menschen ums Leben kamen, darunter
viele Kinder. (ap)
## Medien: Drohnen-Trümmer treffen von USA genutztes Gebäude in Israel
Iraelischen Medienberichten zufolge hat ein Fragment einer iranischen
Rakete ein vom US-Konsul in Israel genutztes Wohngebäude getroffen. Nähere
Einzelheiten zu dem Vorfall werden zunächst nicht genannt. (rtr)
## Außenminister: Iran will Vorschläge für Kriegsende prüfen
Der Iran ist nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi bereit, jeden
Vorschlag für ein Ende des Krieges zu prüfen. Ein solcher Entwurf müsse ein
vollständiges Ende des Krieges der USA und Israels gegen die Islamische
Republik umfassen, sagte Araghtschi einer arabischen Tageszeitung. Der
Minister wurde von der in London ansässigen Zeitung „Al-Araby al-Jadeed“
mit den Worten zitiert, Vermittlungsbemühungen der Nachbarländer des Iran
seien im Gange mit dem Ziel, eine Deeskalation zu erreichen und Ideen zur
Beendigung des Krieges vorzulegen. Zum Stand der Bemühungen äußerte er sich
nicht. Araghtschi betonte zudem, dass sich die Angriffe des Irans auf seine
arabischen Nachbarn auf US-Stützpunkte und -Einrichtungen beschränkten.
Teheran sei bereit, mit den Nachbarländern einen gemeinsamen Ausschuss
einzurichten, um solche Angriffe zu untersuchen. (ap)
## Israel dementiert Bericht über Knappheit von Abwehrraketen
Der israelische Außenminister Gideon Saar hat einen Medienbericht
dementiert, demzufolge Israel die USA über eine befürchtete Knappheit an
Abwehrraketen im Iran-Krieg informiert haben soll. Bei einem
Solidaritätsbesuch in der arabischen Ortschaft Sarsir im Norden Israels
verneinte Saar eine entsprechende Frage eines Journalisten. Bei einem
iranischen Raketenangriff waren in dem Ort in der Nacht zum Freitag 58
Menschen verletzt worden. Das US-Nachrichtenportal Semafor hatte am Samstag
unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Israel habe die USA diese Woche
darüber informiert, dass Abfangraketen für ballistische Raketen im Krieg
mit dem Iran „kritisch knapp“ würden.
Saar äußerte sich zudem mit Blick auf die Angriffe im Libanon und die
Raketenangriffe durch die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz auf
Israel. Es seien in den nächsten Tagen keine direkten Gespräche mit dem
Libanon geplant. „Wenn die libanesische Regierung und die libanesische
Armee etwas verändern wollen, sollten sie etwas unternehmen, um die
Angriffe der Hisbollah von libanesischem Gebiet aus zu stoppen“, sagte
Saar. (dpa)
## Medien: Israels Kabinett beschließt Haushaltserhöhung für Militär
Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat die israelische Regierung laut
Medienberichten in einem Dringlichkeitsbeschluss eine Aufstockung des
Militärbudgets auf den Weg gebracht. Das Kabinett habe in einer telefonisch
abgehaltenen Sitzung einen zusätzlichen Haushaltsposten von 2,6 Milliarden
Schekel (720 Millionen Euro) für Rüstungskäufe verabschiedet, meldete am
Sonntag die israelische Zeitung „Haaretz“. Die Gelder seien für „dringenden
Bedarf“ vorgesehen, berichtete das Blatt, ohne dies zu konkretisieren.
Mehrere israelische Medien zitierten aus einem Dokument des
Finanzministeriums, wonach die Bereitstellung der zusätzlichen Gelder durch
„die Intensität der Kämpfe“ notwendig geworden sei. Es sei der „dringliche
und sofortige Bedarf“ entstanden, unter anderem weitere Munition und
moderne Waffensysteme zu erwerben und wichtige Arsenale für die
Kriegsführung aufzufüllen. Die zusätzlichen Mittel für den Rüstungserwerb
wurden den Berichten zufolge nachträglich in den Entwurf des
Gesamthaushalts der Regierung aufgenommen, den das Kabinett einige Tage
zuvor verabschiedet hatte. Der Haushalt mit einem Volumen von umgerechnet
rund 194 Milliarden Euro soll demnach am 31. März vom Parlament
verabschiedet werden. (afp)
## Iran ruft Frankreich zur Vermeidung von Eskalation auf
Der Iran fordert Frankreich auf, jede Handlung zu unterlassen, die den
Konflikt im Nahen Osten eskalieren könnte. Länder müssten von jeder Aktion
absehen, die den Konflikt eskalieren könnte, teilt Außenminister Abbas
Araghtschi auf seinem Telegram-Kanal nach einem Gespräch mit seinem
französischen Kollegen Jean-Noel Barrot mit. US-Präsident Donald Trump
hatte zuvor mehrere Staaten, darunter Frankreich, aufgerufen, Schiffe zur
Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu entsenden. (rtr)
## Iran meldet Drohnenangriff auf Polizei-Spezialeinheit in Israel
Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier einer
israelischen Polizei-Spezialeinheit sowie ein Zentrum für
Satellitenkommunikation in Israel mit Drohnen angegriffen. Ziel des
Angriffs seien israelische „Sicherheitszentren und Polizei-Hauptquartiere“
gewesen, hieß es in einer am Sonntag von der Nachrichtenagentur Irna
verbreiteten Erklärung der Armee. Die „mächtigen Drohnen-Angriffe“
richteten sich demnach unter anderem gegen die Polizei-Spezialeinheit Lahav
433 sowie das Satelliten-Kommunikationszentrum Gilat Defence. (afp)
## Israel plant keine direkten Gespräche mit Libanon
Der israelische Außenminister Gideon Saar weist Medienberichte zurück,
wonach die Regierung direkte Gespräche mit dem Libanon plane und die USA
über einen zur Neige gehenden Bestand an Abfangraketen informiert habe. Die
israelische Zeitung „Haaretz“ hatte am Samstag berichtet, es würden in den
kommenden Tagen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon erwartet.
Das Nachrichtenportal Semafor hatte zudem gemeldet, Israel habe den USA
mitgeteilt, dass seine Bestände an Abfangraketen für ballistische Raketen
kritisch niedrig seien. Auf eine Frage zu den beiden Berichten sagte Saar:
„Auf die beiden Fragen lautet die Antwort Nein.“ (rtr)
## Iran warnt andere Länder vor Ausweitung des Krieges
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat andere Länder vor
Maßnahmen gewarnt, die zu einer Ausweitung des Krieges seines Landes gegen
die USA und Israel führen könnten. In einem Telefonat mit dem französischen
Außenminister Jean-Noël Barrot forderte Araghtschi am Sonntag nach Angaben
seines Ministeriums andere Staaten auf, „von jeder Aktion abzusehen, die zu
einer Eskalation und Ausweitung des Konflikts führen könnte“. Seine
Äußerungen erfolgten, nachdem US-Präsident Donald Trump am Samstag
gefordert hatte, andere Staaten sollten Kriegsschiffe zum Schutz der für
den weltweiten Ölhandel wichtigen Straße von Hormus entsenden. Trump nannte
unter anderem China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. (afp)
## Einschläge bei Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
Bei einem weiteren iranischen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv ist
es nach israelischen Medienberichten zu mehreren Einschlägen gekommen.
Videoaufnahmen zeigten, wie ein Fahrzeug in Flammen aufging. An anderen
Orten waren Einschlagskrater zu sehen. Der TV-Sender N12 berichtete, der
Iran habe dem Verdacht nach erneut Streumunition eingesetzt. Nach Angaben
des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mindestens zwei Menschen
verletzt. Ein zuvor aus dem Iran auf die Küstenstadt Eilat im Süden des
Landes abgefeuerte Rakete sei von der Raketenabwehr abgefangen worden, hieß
es in den Berichten. (dpa)
## Irans Außenminister: Religionsführer geht es gut
Der iranische Außenminister hat Gerüchte über den Gesundheitszustand des
neuen obersten Führers seines Landes, Modschtaba Chamenei, zurückgewiesen.
Chamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte
der iranische Chefdiplomat Abbas Araghtschi nach Angaben der
Nachrichtenagentur Irna. Es gebe auch keine Spaltung innerhalb der
Regierung oder des Militärs.
Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Chamenei nach ihren Kenntnissen
verletzt sei. Details wurden nicht genannt. Seit seiner Ernennung zum
obersten Führer im Iran vor einer Woche hat sich Modschtaba Chamenei nicht
öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen
verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und
Israel. (dpa)
## Großbritannien drängt zur „Deeskalation“
Nach Forderungen von US-Präsident Donald Trump, angesichts des Iran-Kriegs
sollten andere Staaten für den Schutz der Schifffahrt durch die Straße von
Hormus sorgen, hat ein britischer Regierungsvertreter zur „Deeskalation“ in
der Region gedrängt. Wichtig sei nun, „den Konflikt zu deeskalieren“, sagte
der britische Minister für Energiesicherheit, Ed Miliband, am Sonntag der
BBC. Zuvor hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärt, London
berate derzeit mit seinen Verbündeten und Partnern über „Optionen zur
Sicherung der Schifffahrt in der Region“. (afp)
## Kritik an restriktiver Informationspolitik im Iran-Krieg
Lizenzentzug bei unliebsamer Berichterstattung über den Iran-Krieg: Die
US-Medienaufsichtsbehörde FCC hat Sendern mit schweren Folgen gedroht, wenn
sie nicht das gewünschte Bild vom Krieg gegen den Iran verbreiten. Sender
müssten laut Gesetz „im öffentlichen Interesse“ handeln, erklärte FCC-Chef
Brendan Carr am Samstag. Die Entscheidung darüber, was im öffentlichen
Interesse ist, scheint sich die Regierung dabei vorzubehalten.
Aktivisten reagieren besorgt: „Wenn die Regierung die Presse unter
Androhung von Strafen dazu zwingt, zum Sprachrohr des Staates zu werden,
läuft etwas gewaltig schief“, erklärte die Stiftung Fire, die sich für
Meinungsfreiheit einsetzt. Allgemein gibt es scharfe Kritik an der
Informationspolitik des US-Verteidigungsministeriums und dessen Umgang mit
der Berichterstattung über den Iran-Krieg. (afp)
## Mindestens 56 Museen und historische Stätten durch Krieg beschädigt
In den ersten zwei Wochen des Iran-Kriegs sind nach Angaben des iranischen
Kulturministeriums bereits mindestens 56 Museen und historische Stätten
beschädigt worden. Besonders betroffen sei die Hauptstadt Teheran mit 19
beschädigten Kulturstätten, erklärte das Ministerium am Samstag. Gleich zu
Beginn der israelischen und US-Angriffe auf Teheran war der zum
Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast beschädigt worden. Er ist
eines der ältesten Monumente in der Hauptstadt und diente einst als
Residenz der Kadscharen-Dynastie (1789 bis 1925).
In der zentraliranischen Stadt Isfahan wurden vor allem am weitläufigen
Naksch-e-Dschahan-Platz Schäden registriert. Der Platz – ein
architektonisches Juwel aus dem 17. Jahrhundert – ist umgeben von Moscheen,
einen Palast und einem historischen Basar. In der Hafenstadt Buschehr
wurden mehrere Gebäude im historischen Hafenviertel Siraf bei Angriffen
getroffen. Angesichts der massiven Drohnen- und Raketenangriffe in der
Golfregion hatte sich die Unesco am Freitag über die Schäden und Risiken
für das kulturelle Erbe des Iran alarmiert gezeigt. Die
UN-Kulturorganisation verwies auf bereits beschädigte historische Stätten
im Iran, in Israel und im Libanon und hunderte weitere, die durch den Krieg
potenziell gefährdet sind. (afp)
## MotoGP-Rennen in Katar verschoben
Der Große Preis von Katar der Motorrad-Weltmeisterschaft ist wegen des
Iran-Konflikts verschoben worden. Als neuen Termin nannten die zuständigen
Behörden und der Weltverband FIM den 8. November. Ursprünglich sollte auf
dem Lusail International Circuit Mitte April gefahren werden. (dpa)
## Libanon: Mindestens vier Tote bei israelischen Luftangriffen
Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach libanesischen Angaben
mindestens vier Menschen getötet worden. Wie die staatliche libanesische
Nachrichtenagentur am Sonntag berichtete, beschoss Israel in der Nacht
unter anderem eine Wohnung in einem Wohnhaus in der Nähe von Sidon, der
größten Stadt im Südlibanon. Dabei sei ein Mensch getötet worden. Bei einem
Angriff auf das weiter südlich gelegene Dorf Katrani gab es nach Angaben
des Gesundheitsministeriums drei Tote. (afp)
## Irak besorgt über Drohnenangriffe nahe Gefängnis mit IS-Insassen
Die irakische Regierung hat sich besorgt über Drohnenangriffe am Flughafen
von Bagdad und in der Nähe eines benachbarten Gefängnisses mit inhaftierten
IS-Kämpfern geäußert. Einschläge nahe dem Gefängnis Al-Karch weckten
„Befürchtungen um die Sicherheit des Gefängnisses, in dem terroristische
Hochrisiko-Häftlinge einsitzen“, erklärte ein Sprecher des
Justizministeriums am Sonntag. Seit Beginn des Iran-Kriegs beschießen
pro-iranische bewaffnete Gruppen immer wieder US-Einrichtungen im Irak.
Auch der Flughafen von Bagdad, wo sich eine diplomatische Vertretung der
USA befindet, wird dabei angegriffen. Das Gefängnis Al-Karch war früher ein
Gefangenenlager der US-Armee mit dem Namen Camp Cropper. Es gehört zum
weitläufigen Bagdader Flughafenkomplex und beherbergt derzeit rund 5700
mutmaßliche Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die in
den vergangenen Monaten aus Syrien in den Irak verlegt worden waren. (afp)
## Iran zur Hilfe bei Untersuchung von Angriffen auf zivile Ziele bereit
Der Iran bestreitet, zivile Ziele oder Wohngebäude im Nahen Osten
angegriffen zu haben. Die Führung in Teheran sei bereit, mit ihren Nachbarn
einen Ausschuss zu bilden, um die Verantwortung für solche Angriffe zu
untersuchen, sagt Außenminister Abbas Araghtschi. Er äußert sich in einem
Interview der arabischen Zeitung „Al-Araby al-Jadeed“, das auf dem
Telegram-Kanal des Ministers veröffentlicht wird. Die arabischen
Golfstaaten haben den Iran aufgefordert, die Angriffe auf ihre Gebiete
einzustellen. Dort waren nicht nur US-Militärstützpunkte getroffen, sondern
auch Energieanlagen und Wohngebiete beschädigt worden. Araghtschi sagt
weiter, sein Land stehe mit mehreren Ländern am Persischen Golf in Kontakt
und begrüße jede Initiative, die ein vollständiges Ende des Krieges der USA
und Israels gegen den Iran gewährleisten könne. Die diplomatische
Kommunikation mit Katar, Saudi-Arabien, dem Oman und weiteren
Nachbarländern werde fortgesetzt. (rtr)
## Revolutionsgarden drohen Netanjahu mit Tod
Die iranischen Revolutionsgarden haben dem israelischen Präsidenten
Benjamin Netanjahu mit dem Tode gedroht. Sollte Netanjahu noch leben, werde
man ihn verfolgen und töten, berichteten die Nachrichtenagenturen Fars und
Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Elitestreitkräfte. (dpa)
## Israel startet neue Angriffswelle im Westen des Irans
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue breitangelegte
Angriffswelle im Iran gestartet. Es sei Infrastruktur des iranischen
Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hieß es in einer
Mitteilung des Militärs. Am Morgen und in der Nacht war es zu mehreren
Raketenangriffen aus dem Iran in Israel gekommen. Seit Beginn des Krieges
vor mehr als zwei Wochen hatte die israelische Armee nach Militärangaben
mehrfach Raketenabschussrampen im Westen des Irans zerstört. (dpa)
## Iran spottet über Militärhilfe an der Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe vieler Länder zur
gemeinsamen Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in
Aussicht gestellt – ohne konkret zu werden. „Viele Länder – insbesondere
diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus
betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe
entsenden, um sie offen und sicher zu halten“, schrieb er auf der Plattform
Truth Social. Die iranische Führung verspottete dies als Hilferuf.
Der Marine-Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Aziz Reza Tangsiri,
schrieb auf der Plattform X: „Die Amerikaner haben fälschlicherweise
behauptet, die iranische Marine zerstört zu haben. Dann haben sie
fälschlicherweise behauptet, Öltanker zu eskortieren. Jetzt bitten sie
sogar andere um Verstärkung“, schrieb er mit Blick auf Trumps Post.
Weiter schrieb der iranische Kommandeur: „Natürlich sollten wir daran
erinnern, dass die Straße von Hormus noch nicht militärisch gesperrt wurde
und lediglich unter Kontrolle steht“. Irans Außenminister Abbas Araghtschi
schrieb auf X: „Die USA bitten nun andere, sogar China, um Hilfe bei der
Sicherung der Straße von Hormus“. Der Iran rufe „seine brüderlichen
Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren
einziges Anliegen Israel ist.“
Es ist unklar, welche Länder Trump meint und ob sich Länder überhaupt
bereit erklärt haben, Kriegsschiffe zu schicken. Trump ergänzte, dass
„hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere
Länder, die von Irans Blockade der für den globalen Ölexport wichtigen
Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden. Der Schiffsverkehr durch
die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in
die Höhe treibt. (dpa)
## Trump droht weitere Angriffe auf iranischer Öl-Insel an
Trump drohte derweil in einem Telefoninterview des Senders NBC News mit
weiteren Angriffen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg. Das
US-Militär hatte am Samstag nach seinen Angaben auf der Insel
Militäranlagen zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus
zu bewegen.
Laut der US-Armee wurden mehr als 90 Militärziele getroffen, ohne dass
dabei die Ölinfrastruktur beschädigt wurde. Trump sagte nun dem Sender NBC
News nach dessen Angaben, die Angriffe hätten die Insel Charg „vollständig
zerstört, aber wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so
zum Spaß“.
Trump versprach auf Truth Social, die Straße von Hormus werde so oder so
bald wieder „OFFEN, SICHER und FREI“ sein. In einem weiteren Post schrieb
er, die Länder, die Öl durch die Straße von Hormus beziehen, müssten sie
sichern. (dpa)
## Emirate erneut unter Beschuss
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete
derweil am frühen Morgen auf der Plattform X, dass die Luftabwehr erneut
dabei sei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen.
Zuvor war es bereits zu Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen.
Der Berater des Präsidenten der Emirate, Anwar Gargasch, erklärte in der
Nacht, sein Land habe das Recht, sich gegen die „terroristische Aggression“
zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin
Vernunft und Zurückhaltung walten lassen. Die Emirate übten Zurückhaltung
und suchten zugleich nach einem Ausweg aus der Krise für den Iran und die
ganze Region.
Die US-Botschaft im Irak rief derweil US-Bürger auf, das Land zu verlassen.
Der Aufruf erfolgt, nachdem zuvor ein Flugabwehrsystem an der Botschaft
Medienberichten zufolge von einer Rakete getroffen worden war. Mit dem Iran
verbündete Milizen haben seit Beginn des Iran-Kriegs mehrere Angriffe auf
US-Einrichtungen im Irak für sich beansprucht. „US-Bürger sollten den Irak
jetzt verlassen“, heißt es in der Warnung der Botschaft in der Hauptstadt
Bagdad. (dpa)
## Trump zu Abkommen mit Iran nicht bereit
US-Präsident Trump ist derweil nach eigenen Worten noch nicht bereit für
ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran. „Der Iran will ein
Abkommen schließen, und ich will es nicht schließen, weil die Bedingungen
noch nicht gut genug sind“, zitierte ihn der Sender NBC News. Auf die
Frage, wie die Bedingungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges
aussehen müssten, habe Trump am Telefon erwidert: „Das möchte ich Ihnen
nicht sagen.“
Trump habe aber bestätigt, dass eine Verpflichtung des Irans, jegliche
nukleare Ambitionen aufzugeben, Teil der Bedingungen für ein Abkommen mit
dem Iran sein würde. Öffentlich haben sich ranghohe iranische Vertreter
nicht dazu geäußert, bereit für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu
sein. (dpa)
## Israel weiter auf dem Vormarsch im Südlibanon
Israels Bodentruppen gehen im [1][Südlibanon] weiter gegen die mit dem Iran
verbündete Hisbollah-Miliz vor. Dutzende Milizionäre seien getötet worden,
teilte die Armee mit. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und
Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden. Das Nordkommando setze
Vorbereitungen fort, kommende Woche weitere Truppen aufzunehmen.
Nach Darstellung des Nachrichtenportals „Axios“ will Israel das gesamte
Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische
Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. Frankreichs Präsident Emmanuel
Macron forderte erneut ein Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel
und der Hisbollah. (dpa)
## Ukraine will US-Unterstützung nicht verlieren
Die Ukraine will nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj in ihrem
[2][Verteidigungskrieg gegen Russland] nicht die Unterstützung der gegen
den Iran kämpfenden USA verlieren. „Wir wollen die Amerikaner nicht
verlieren“, während sie „derzeit zweifellos mit der Golfregion beschäftigt
sind“, sagte Selenskyj vor Journalisten.
Die Ukraine zeige ihre Bereitschaft, den USA und ihren Verbündeten in der
Golfregion zu helfen, indem sie angeboten habe, ihr Fachwissen über Drohnen
zu teilen. „Wir hoffen stark, dass die USA sich wegen des Nahen Ostens
nicht von der Frage des Ukraine-Krieges abwenden werden“, fügte Selenskyj
hinzu. Das Gespräch fand am Samstag statt, es galt eine Sperrfrist bis
Sonntag. (afp)
## Festnahmen im Iran wegen Kollaboration mit Israel
Die iranischen Behörden haben im Nordwesten des Landes mindestens 20
Menschen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit Israel festgenommen.
Die Festnahmen erfolgten bei Razzien gegen mutmaßlich mit Israel verbundene
Netzwerke in der Provinz West-Aserbaidschan, wie die iranische
Nachrichtenagentur Fars am Sonntag unter Berufung auf den Staatsanwalt der
Region, Hossein Madschidi, berichtete. Die Festgenommenen hätten
„Informationen über Anlagen von Militär, Polizei und Sicherheitskräften an
den zionistischen Feind geschickt“, berichtete Fars.
Bei landesweiten Razzien haben die iranischen Behörden örtlichen Medien
zufolge in den vergangenen Tagen hunderte Menschen wegen des Verdachts der
Zusammenarbeit mit Israel und den USA festgenommen. (afp)
15 Mar 2026
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