# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Mehrere Raketeneinschläge im Großraum Tel Aviv
       
       > Iranische Angriffe treffen Israel, das seinerseits eine neue
       > Angriffswelle im Iran startet. Papst Leo ruft zu Waffenruhe auf. Israel
       > stockt Militärbudget auf.
       
 (IMG) Bild: Schäden an einem Haus in Bnei Brak in Israel durch eine iranische Rakete
       
       ## Iran lehnt Gespräche mit den USA über Kriegsende ab
       
       Der Iran sieht nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi derzeit
       keinen Grund für Gespräche über ein Kriegsende mit den USA. Araghtschi
       sagte am Sonntag in der CBS-Sendung „Face the Nation“, der Iran habe keine
       guten Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht. Iranische
       Unterhändler hätten sich gerade mit US-Gesandten im Gespräch befunden, als
       die Entscheidung zum Angriff auf sein Land getroffen worden sei, sagte der
       Minister. „Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den Amerikanern darüber
       sprechen sollten“, wie der Krieg beendet werden könne, sagte Araghtschi.
       Der Iran sei offen für Länder, die über die sichere Durchfahrt ihrer
       Schiffe durch die Straße von Hormus sprechen wollten, fügte er hinzu. Eine
       Reihe von Ländern habe sich deshalb bereits gemeldet. Details nannte er
       nicht. Auf die Frage nach dem Verbleib des Nuklearmaterials seines Landes
       antwortete der Minister, es liege unter den Trümmern der Angriffe auf die
       iranischen Nuklearanlagen begraben. Der Iran habe nicht vor, es von dort zu
       bergen. (ap)
       
       ## Israels Streitkräfte töten 16 Palästinenser im Westjordanland und
       Gazastreifen
       
       Im von Israel besetzten Westjordanland und im Gazastreifen haben
       israelische Streitkräfte Gesundheitsbehörden zufolge am Sonntag 16
       Palästinenser getötet. Im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen wurden
       nach Angaben von Sanitätern und dem Innenministerium bei einem Luftangriff
       ein ranghoher Polizeibeamter und acht weitere Polizisten getötet. Der
       Angriff habe ihrem Fahrzeug nahe der Stadt Sawaida gegolten. Zudem wurden
       mindestens 14 weitere Menschen verletzt, zumeist Unbeteiligte. Im besetzten
       Westjordanland wurde eine vierköpfige Familie in ihrem Auto getötet. Zuvor
       waren bei einem weiteren Luftangriff im Gazastreifen ‌drei Menschen ums
       Leben gekommen. Eine israelische Stellungnahme dazu lag zunächst nicht vor.
       (rtr)
       
       ## IEA: Mehr als 400 Mio Barrel Öl aus Reserven in Kürze frei
       
       Die weltweiten Ölreserven werden der Internationalen ‌Energiebehörde (IEA)
       in Kürze freigegeben. Öl aus den Lagerbeständen in Asien und Ozeanien sei
       ab sofort verfügbar, teilt die IEA mit. Öl aus Europa und den Amerikas
       folgten Ende März. Bei den geplanten Mengen handele es sich bei 72 Prozent
       um Rohöl und bei 28 Prozent um Ölprodukte. Zugesagt seien 271,7 Millionen
       Barrel aus staatlichen Reserven und 116,6 Millionen Barrel aus
       vorgeschriebenen Industriebeständen. (rtr)
       
       ## USA erwarten Unterstützung zur Sicherung der Straße von Hormus
       
       Die USA erwarten laut Energieminister Chris Wright von anderen Ländern
       Unterstützung für die Bemühungen zur Öffnung der Straße von Hormus. Wright
       sagte am Sonntag, er stehe im Dialog mit einigen der Länder, von denen
       Trump hofft, dass sie Kriegsschiffe für diese Aufgabe entsenden. Um welche
       Länder es sich konrekt handelte, sagte der Minister nicht. Auf die Frage in
       der NBC-Sendung „Meet the Press“, ob der Schiffsverkehr durch die wichtige
       Wasserstraße derzeit sicher sei, antwortete Wright: „Nein, das ist er
       nicht.“ Der Minister verwies darauf, dass viele andere Länder, insbesondere
       in Asien, stärker als die Vereinigten Staaten von Energielieferungen
       abhängig seien, die durch die Wasserstraße transportiert werden. „Natürlich
       wird sich die ganze Welt einig sein, dass die Straße von Hormus geöffnet
       werden muss, und wir werden eindeutig die Unterstützung anderer Nationen
       haben, um dieses Ziel zu erreichen“, sagte Wright. Er erwarte, dass China
       bei den Bemühungen zur Wiederöffnung des Engpasses ein konstruktiver
       Partner sein werde. (ap)
       
       ## Mindestens acht Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Israel
       
       Bei iranischen Raketenangriffen sind in Israel nach Behördenangaben
       mindestens acht Menschen verletzt worden. Vier Menschen wurden am Sonntag
       nach Angaben der Rettungskräfte durch eine Streubombe in der Region Tel
       Aviv verletzt. Drei weitere Menschen wurden bei weiteren Angriffen durch
       umherfliegende Splitter verletzt, ein Mensch erlitt eine Rauchvergiftung.
       Von der Polizei veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten
       einen Einschlag in einer Straße im Raum Tel Aviv, bei dem es sich demnach
       um eine Streubombe handelte.
       
       Der israelische Außenminister Gideon Saar warf dem Iran vor, absichtlich
       zivile Ziele ins Visier zu nehmen. „Während wir militärische Ziele
       angreifen, zielt das iranische Regime auf Zivilisten“, sagte Saar bei einem
       Besuch in der nordisraelischen Stadt Sarsir, wo bei einem iranischen
       Raketenangriff zwei Tage zuvor fast 60 Bewohner verletzt worden waren.
       Sämtliche Opfer in Israel seit Beginn des Krieges vor zwei Wochen seien
       Zivilisten, betonte Saar. Es handele sich „natürlich um ein
       Kriegsverbrechen“. Laut der israelischen Zeitung „Haaretz“ feuerte der Iran
       zwischen Kriegsbeginn am 28. Februar und dem 13. März bereits rund 250
       ballistische Raketen auf Israel ab. Zwölf Menschen wurden dabei getötet.
       (afp)
       
       ## Aktivisten: Mehr als 3.000 Kriegstote im Iran
       
       Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben von
       Aktivisten mehr als 3.000 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten
       seien mindestens 1.319 Zivilisten, darunter 206 Kinder, teilte das in den
       USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit. Demnach wurden 1.122
       Militärangehörige getötet. Weitere 599 Tote konnten weder dem Militär noch
       der Zivilbevölkerung eindeutig zugeordnet werden.
       
       Die Menschenrechtler stützen sich eigenen Angaben zufolge bei der Erhebung
       ihrer Daten neben öffentlichen Berichten auch auf ein Netzwerk an Kontakten
       im Iran. Dazu zählen unter anderem Quellen im Gesundheitswesen, den
       Rettungsdiensten und der Zivilgesellschaft. Irans Gesundheitsministerium
       hatte zuletzt über mindestens 1.200 Tote und rund 10.000 Verletzte infolge
       der Angriffe berichtet. (dpa)
       
       ## Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein
       
       Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines
       Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch
       „Tausende Ziele“ im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die
       Armee bestätigte. „Wir sind bereit – in Abstimmung mit unseren
       US-Verbündeten – mit Planungen zumindest bis zum jüdischen Feiertag
       Pessach, der in etwa drei Wochen beginnt“, sagte Defin dem US-Sender CNN.
       „Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber
       hinaus.“ Das jüdische Pessachfest beginnt am Abend des 1. April. Es
       erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der
       Sklaverei. Traditionell findet am Pessachabend ein großes Familientreffen
       statt.
       
       Nach Angaben der Armee hat die israelische Luftwaffe seit Beginn des Kriegs
       am 28. Februar bereits mehr als 400 Angriffswellen ausgeführt. Diese
       konzentrierten sich demnach auf Infrastruktur der iranischen Machthaber.
       Laut dem US-Sender haben Israel und die USA im Iran bereits Tausende Ziele
       angegriffen. Defrin sagte CNN, die israelische Armee arbeite „nicht nach
       einer Stoppuhr oder einem Zeitplan“. Sie konzentriere sich vielmehr auf das
       Ziel, die iranische Führung erheblich zu schwächen. (dpa)
       
       ## Iranische Staatsmedien: Auch Kapitänin von Frauenmannschaft zieht
       Asylantrag zurück
       
       Nach mehreren Mitspielerinnen hat iranischen Staatsmedien zufolge nun auch
       die Kapitänin der iranischen Fußball-Nationalmannschaft ihren Asylantrag in
       Australien zurückgezogen. Sahra Ghanbari werde in den kommenden Stunden
       über Malaysia zurück in den Iran fliegen, meldete die staatliche iranische
       Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. Damit änderten bereits fünf Mitglieder
       des iranischen Teams ihre Meinung und zogen ihre Asyl-Anträge zurück.
       Mehrere iranische Fußballerinnen hatten vor ihrem ersten Spiel während der
       Asienmeisterschaft in Australien die iranische Nationalhymne nicht
       mitgesungen. Ihre Geste zwei Tage nach Beginn der US-israelischen Angriffe
       gegen den Iran war von vielen Beobachtern als Zeichen des Widerstands gegen
       die Islamische Republik interpretiert worden, Menschenrechtsorganisationen
       warnten vor Repressalien gegen die Spielerinnen nach ihrer Rückkehr in den
       Iran.
       
       Insgesamt sieben Mannschaftsmitglieder beantragten danach Asyl in
       Australien, was ihnen auch gewährt wurde. Drei Spielerinnen und eine
       Betreuerin entschlossen sich bereits vor Kapitänin Ghanbari, doch nicht in
       Australien zu bleiben und in ihre Heimat zurückzukehren. (afp)
       
       ## Finalissima abgesagt
       
       Der Iran-Krieg sorgt für weitere Streichungen im Sportkalender. Nach den
       Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ist nun auch die Finalissima
       in Katar abgesagt worden. Das teilte die Europäische Fußball-Union UEFA
       mit. Eigentlich sollte Europameister Spanien am 27. März auf Argentinien,
       den Sieger der Copa América, treffen. „Im Willen, das Spiel zu retten, hat
       die UEFA Alternativen geprüft. Diese erwiesen sich für den argentinischen
       Fußball-Verband jedoch als inakzeptabel“, teilte die UEFA mit. Sowohl eine
       Verlegung ins Estadio Santiago Bernabéu in Madrid als auch eine Variante
       mit zwei Spielen lehnte der Weltmeister ab. Dabei hätte das Hinspiel am 27.
       März in Madrid und das zweite Duell 2028 in Buenos Aires stattfinden
       sollen.
       
       Stattdessen unterbreitete Argentinien den Gegenvorschlag, das Spiel nach
       der WM auszutragen. Dies scheiterte an fehlenden freien Terminen im
       spanischen Kalender. Letztlich erklärte der argentinische Verband laut
       UEFA, statt am 27. März nur vier Tage später spielen zu können. Dieses
       Datum passte weder der UEFA noch dem spanischen Verband. (dpa)
       
       ## Bericht: EU-Minister beraten über Ausweiten von Marine-Einsatz
       
       Die EU-Außenminister wollen ‌einem Zeitungsbericht zufolge über eine
       mögliche Ausweitung der Marinemission „Aspides“ auf die Straße von Hormus
       beraten, wie die „Financial Times“ unter Berufung auf eine mit der Sache
       vertrauten Person berichtet. Die Mission ist bislang auf die Sicherung der
       Schifffahrt im Roten Meer konzentriert. Eine gemeinsame Marinemission der
       EU und der Vereinten Nationen zur Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt
       der Straße von Hormus „scheint wahrscheinlicher“ als ein bilaterales
       Vorgehen der EU-Staaten gegenüber dem Iran, zitiert die FT den Insider.
       (rtr)
       
       ## Hisbollah: „Direkte“ Kämpfe mit israelischer Armee im Südlibanon
       
       Die vom Iran unterstützte Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im
       Südlibanon „direkte“ Kämpfe mit der israelischen Armee. Die Kämpfe in der
       südlibanesischen Stadt Chiam hätten am Samstagabend begonnen, teilte die
       Miliz mit. Es seien „leichte und mittelschwere Waffen sowie
       Raketengeschosse“ zum Einsatz gekommen. Zudem griff die Miliz nach eigenen
       Angaben israelische Soldaten in drei Grenzdörfern an. Bei israelischen
       Luftangriffen gab es erneut mehrere Tote. (afp)
       
       ## Großbritannien prüft Beitrag zur Sicherung der Straße von Hormus
       
       Großbritannien prüft nach Angaben von Energieminister Ed Miliband einen
       Beitrag zur Sicherung der Straße von Hormus. Auf die Frage, ob
       Großbritannien erwäge, Minensuchboote oder Seedrohnen in die strategisch
       wichtige Wasserstraße zu entsenden, um den Schiffsverkehr zu sichern, sagte
       Miliband dem Sender Sky News, die britische Regierung stehe in Kontakt mit
       ihren Verbündeten.
       
       „Wir prüfen gemeinsam mit unseren Verbündeten intensiv, was getan werden
       kann, denn es ist so wichtig, dass wir die Meerenge wieder öffnen“,
       erklärte der Minister. Der BBC sagte er am Sonntag, alle Optionen, die dazu
       beitragen könnten, die Meerenge wieder zu öffnen, würden geprüft. „Wir
       wollen keinen atomar bewaffneten Iran, aber die Beendigung dieses Konflikts
       ist der beste und sicherste Weg, um die Meerenge wieder zu öffnen.“ (ap)
       
       ## Papst Leo ruft zu Waffenruhe im Iran-Krieg auf
       
       Papst Leo XIV. hat politische Entscheidungsträger zu einer Waffenruhe im
       Iran-Krieg aufgefordert. „Im Namen der Christen im Nahen Osten und aller
       Frauen und Männer guten Willens appelliere ich an die Verantwortlichen
       dieses Konflikts“, sagte Leo am Sonntag vor Gläubigen, die auf dem
       Petersplatz versammelt waren. Das Feuer müsse eingestellt werden, damit die
       Wege für den Dialog wieder geöffnet werden könnten. „Gewalt kann niemals zu
       der Gerechtigkeit, Stabilität und dem Frieden führen, auf die die Menschen
       warten.“ Leo nannte weder die Vereinigten Staaten noch Israel namentlich,
       sprach jedoch von Bombenangriffen auf eine Schule – ein offensichtlicher
       Verweis auf den Raketeneinschlag in eine iranische Grundschule in den
       ersten Kriegstagen, bei dem mehr als 165 Menschen ums Leben kamen, darunter
       viele Kinder. (ap)
       
       ## Medien: Drohnen-Trümmer treffen von USA genutztes Gebäude in Israel
       
       Iraelischen Medienberichten ‌zufolge hat ein Fragment einer iranischen
       Rakete ein vom US-Konsul in Israel genutztes Wohngebäude getroffen. Nähere
       Einzelheiten zu dem Vorfall werden zunächst nicht genannt. (rtr)
       
       ## Außenminister: Iran will Vorschläge für Kriegsende prüfen
       
       Der Iran ist nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi bereit, jeden
       Vorschlag für ein Ende des Krieges zu prüfen. Ein solcher Entwurf müsse ein
       vollständiges Ende des Krieges der USA und Israels gegen die Islamische
       Republik umfassen, sagte Araghtschi einer arabischen Tageszeitung. Der
       Minister wurde von der in London ansässigen Zeitung „Al-Araby al-Jadeed“
       mit den Worten zitiert, Vermittlungsbemühungen der Nachbarländer des Iran
       seien im Gange mit dem Ziel, eine Deeskalation zu erreichen und Ideen zur
       Beendigung des Krieges vorzulegen. Zum Stand der Bemühungen äußerte er sich
       nicht. Araghtschi betonte zudem, dass sich die Angriffe des Irans auf seine
       arabischen Nachbarn auf US-Stützpunkte und -Einrichtungen beschränkten.
       Teheran sei bereit, mit den Nachbarländern einen gemeinsamen Ausschuss
       einzurichten, um solche Angriffe zu untersuchen. (ap)
       
       ## Israel dementiert Bericht über Knappheit von Abwehrraketen
       
       Der israelische Außenminister Gideon Saar hat einen Medienbericht
       dementiert, demzufolge Israel die USA über eine befürchtete Knappheit an
       Abwehrraketen im Iran-Krieg informiert haben soll. Bei einem
       Solidaritätsbesuch in der arabischen Ortschaft Sarsir im Norden Israels
       verneinte Saar eine entsprechende Frage eines Journalisten. Bei einem
       iranischen Raketenangriff waren in dem Ort in der Nacht zum Freitag 58
       Menschen verletzt worden. Das US-Nachrichtenportal Semafor hatte am Samstag
       unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Israel habe die USA diese Woche
       darüber informiert, dass Abfangraketen für ballistische Raketen im Krieg
       mit dem Iran „kritisch knapp“ würden.
       
       Saar äußerte sich zudem mit Blick auf die Angriffe im Libanon und die
       Raketenangriffe durch die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz auf
       Israel. Es seien in den nächsten Tagen keine direkten Gespräche mit dem
       Libanon geplant. „Wenn die libanesische Regierung und die libanesische
       Armee etwas verändern wollen, sollten sie etwas unternehmen, um die
       Angriffe der Hisbollah von libanesischem Gebiet aus zu stoppen“, sagte
       Saar. (dpa)
       
       ## Medien: Israels Kabinett beschließt Haushaltserhöhung für Militär
       
       Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat die israelische Regierung laut
       Medienberichten in einem Dringlichkeitsbeschluss eine Aufstockung des
       Militärbudgets auf den Weg gebracht. Das Kabinett habe in einer telefonisch
       abgehaltenen Sitzung einen zusätzlichen Haushaltsposten von 2,6 Milliarden
       Schekel (720 Millionen Euro) für Rüstungskäufe verabschiedet, meldete am
       Sonntag die israelische Zeitung „Haaretz“. Die Gelder seien für „dringenden
       Bedarf“ vorgesehen, berichtete das Blatt, ohne dies zu konkretisieren.
       
       Mehrere israelische Medien zitierten aus einem Dokument des
       Finanzministeriums, wonach die Bereitstellung der zusätzlichen Gelder durch
       „die Intensität der Kämpfe“ notwendig geworden sei. Es sei der „dringliche
       und sofortige Bedarf“ entstanden, unter anderem weitere Munition und
       moderne Waffensysteme zu erwerben und wichtige Arsenale für die
       Kriegsführung aufzufüllen. Die zusätzlichen Mittel für den Rüstungserwerb
       wurden den Berichten zufolge nachträglich in den Entwurf des
       Gesamthaushalts der Regierung aufgenommen, den das Kabinett einige Tage
       zuvor verabschiedet hatte. Der Haushalt mit einem Volumen von umgerechnet
       rund 194 Milliarden Euro soll demnach am 31. März vom Parlament
       verabschiedet werden. (afp)
       
       ## Iran ruft Frankreich zur Vermeidung von Eskalation auf
       
       Der ‌Iran fordert Frankreich auf, jede Handlung zu unterlassen, die den
       Konflikt im Nahen Osten eskalieren könnte. Länder müssten von jeder Aktion
       absehen, die den Konflikt eskalieren könnte, teilt Außenminister Abbas
       Araghtschi auf seinem Telegram-Kanal nach einem Gespräch mit seinem
       französischen Kollegen Jean-Noel Barrot mit. US-Präsident Donald Trump
       hatte zuvor mehrere Staaten, darunter Frankreich, aufgerufen, Schiffe zur
       Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu entsenden. (rtr)
       
       ## Iran meldet Drohnenangriff auf Polizei-Spezialeinheit in Israel
       
       Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier einer
       israelischen Polizei-Spezialeinheit sowie ein Zentrum für
       Satellitenkommunikation in Israel mit Drohnen angegriffen. Ziel des
       Angriffs seien israelische „Sicherheitszentren und Polizei-Hauptquartiere“
       gewesen, hieß es in einer am Sonntag von der Nachrichtenagentur Irna
       verbreiteten Erklärung der Armee. Die „mächtigen Drohnen-Angriffe“
       richteten sich demnach unter anderem gegen die Polizei-Spezialeinheit Lahav
       433 sowie das Satelliten-Kommunikationszentrum Gilat Defence. (afp)
       
       ## Israel plant keine direkten Gespräche mit Libanon
       
       Der israelische Außenminister Gideon Saar weist Medienberichte zurück,
       wonach die Regierung direkte Gespräche mit dem Libanon plane und die USA
       über einen zur Neige gehenden Bestand an Abfangraketen informiert habe. Die
       israelische Zeitung „Haaretz“ hatte am Samstag berichtet, es würden in den
       kommenden Tagen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon erwartet.
       Das Nachrichtenportal Semafor hatte zudem gemeldet, Israel habe den USA
       mitgeteilt, dass seine Bestände an Abfangraketen für ballistische Raketen
       kritisch niedrig seien. Auf eine Frage zu den beiden Berichten sagte Saar:
       „Auf die beiden Fragen lautet die Antwort Nein.“ (rtr)
       
       ## Iran warnt andere Länder vor Ausweitung des Krieges
       
       Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat andere Länder vor
       Maßnahmen gewarnt, die zu einer Ausweitung des Krieges seines Landes gegen
       die USA und Israel führen könnten. In einem Telefonat mit dem französischen
       Außenminister Jean-Noël Barrot forderte Araghtschi am Sonntag nach Angaben
       seines Ministeriums andere Staaten auf, „von jeder Aktion abzusehen, die zu
       einer Eskalation und Ausweitung des Konflikts führen könnte“. Seine
       Äußerungen erfolgten, nachdem US-Präsident Donald Trump am Samstag
       gefordert hatte, andere Staaten sollten Kriegsschiffe zum Schutz der für
       den weltweiten Ölhandel wichtigen Straße von Hormus entsenden. Trump nannte
       unter anderem China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. (afp)
       
       ## Einschläge bei Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
       
       Bei einem weiteren iranischen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv ist
       es nach israelischen Medienberichten zu mehreren Einschlägen gekommen.
       Videoaufnahmen zeigten, wie ein Fahrzeug in Flammen aufging. An anderen
       Orten waren Einschlagskrater zu sehen. Der TV-Sender N12 berichtete, der
       Iran habe dem Verdacht nach erneut Streumunition eingesetzt. Nach Angaben
       des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mindestens zwei Menschen
       verletzt. Ein zuvor aus dem Iran auf die Küstenstadt Eilat im Süden des
       Landes abgefeuerte Rakete sei von der Raketenabwehr abgefangen worden, hieß
       es in den Berichten. (dpa)
       
       ## Irans Außenminister: Religionsführer geht es gut
       
       Der iranische Außenminister hat Gerüchte über den Gesundheitszustand des
       neuen obersten Führers seines Landes, Modschtaba Chamenei, zurückgewiesen.
       Chamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte
       der iranische Chefdiplomat Abbas Araghtschi nach Angaben der
       Nachrichtenagentur Irna. Es gebe auch keine Spaltung innerhalb der
       Regierung oder des Militärs.
       
       Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Chamenei nach ihren Kenntnissen
       verletzt sei. Details wurden nicht genannt. Seit seiner Ernennung zum
       obersten Führer im Iran vor einer Woche hat sich Modschtaba Chamenei nicht
       öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen
       verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und
       Israel. (dpa)
       
       ## Großbritannien drängt zur „Deeskalation“
       
       Nach Forderungen von US-Präsident Donald Trump, angesichts des Iran-Kriegs
       sollten andere Staaten für den Schutz der Schifffahrt durch die Straße von
       Hormus sorgen, hat ein britischer Regierungsvertreter zur „Deeskalation“ in
       der Region gedrängt. Wichtig sei nun, „den Konflikt zu deeskalieren“, sagte
       der britische Minister für Energiesicherheit, Ed Miliband, am Sonntag der
       BBC. Zuvor hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärt, London
       berate derzeit mit seinen Verbündeten und Partnern über „Optionen zur
       Sicherung der Schifffahrt in der Region“. (afp)
       
       ## Kritik an restriktiver Informationspolitik im Iran-Krieg
       
       Lizenzentzug bei unliebsamer Berichterstattung über den Iran-Krieg: Die
       US-Medienaufsichtsbehörde FCC hat Sendern mit schweren Folgen gedroht, wenn
       sie nicht das gewünschte Bild vom Krieg gegen den Iran verbreiten. Sender
       müssten laut Gesetz „im öffentlichen Interesse“ handeln, erklärte FCC-Chef
       Brendan Carr am Samstag. Die Entscheidung darüber, was im öffentlichen
       Interesse ist, scheint sich die Regierung dabei vorzubehalten.
       
       Aktivisten reagieren besorgt: „Wenn die Regierung die Presse unter
       Androhung von Strafen dazu zwingt, zum Sprachrohr des Staates zu werden,
       läuft etwas gewaltig schief“, erklärte die Stiftung Fire, die sich für
       Meinungsfreiheit einsetzt. Allgemein gibt es scharfe Kritik an der
       Informationspolitik des US-Verteidigungsministeriums und dessen Umgang mit
       der Berichterstattung über den Iran-Krieg. (afp)
       
       ## Mindestens 56 Museen und historische Stätten durch Krieg beschädigt
       
       In den ersten zwei Wochen des Iran-Kriegs sind nach Angaben des iranischen
       Kulturministeriums bereits mindestens 56 Museen und historische Stätten
       beschädigt worden. Besonders betroffen sei die Hauptstadt Teheran mit 19
       beschädigten Kulturstätten, erklärte das Ministerium am Samstag. Gleich zu
       Beginn der israelischen und US-Angriffe auf Teheran war der zum
       Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast beschädigt worden. Er ist
       eines der ältesten Monumente in der Hauptstadt und diente einst als
       Residenz der Kadscharen-Dynastie (1789 bis 1925).
       
       In der zentraliranischen Stadt Isfahan wurden vor allem am weitläufigen
       Naksch-e-Dschahan-Platz Schäden registriert. Der Platz – ein
       architektonisches Juwel aus dem 17. Jahrhundert – ist umgeben von Moscheen,
       einen Palast und einem historischen Basar. In der Hafenstadt Buschehr
       wurden mehrere Gebäude im historischen Hafenviertel Siraf bei Angriffen
       getroffen. Angesichts der massiven Drohnen- und Raketenangriffe in der
       Golfregion hatte sich die Unesco am Freitag über die Schäden und Risiken
       für das kulturelle Erbe des Iran alarmiert gezeigt. Die
       UN-Kulturorganisation verwies auf bereits beschädigte historische Stätten
       im Iran, in Israel und im Libanon und hunderte weitere, die durch den Krieg
       potenziell gefährdet sind. (afp)
       
       ## MotoGP-Rennen in Katar verschoben
       
       Der Große Preis von Katar der Motorrad-Weltmeisterschaft ist wegen des
       Iran-Konflikts verschoben worden. Als neuen Termin nannten die zuständigen
       Behörden und der Weltverband FIM den 8. November. Ursprünglich sollte auf
       dem Lusail International Circuit Mitte April gefahren werden. (dpa)
       
       ## Libanon: Mindestens vier Tote bei israelischen Luftangriffen
       
       Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach libanesischen Angaben
       mindestens vier Menschen getötet worden. Wie die staatliche libanesische
       Nachrichtenagentur am Sonntag berichtete, beschoss Israel in der Nacht
       unter anderem eine Wohnung in einem Wohnhaus in der Nähe von Sidon, der
       größten Stadt im Südlibanon. Dabei sei ein Mensch getötet worden. Bei einem
       Angriff auf das weiter südlich gelegene Dorf Katrani gab es nach Angaben
       des Gesundheitsministeriums drei Tote. (afp)
       
       ## Irak besorgt über Drohnenangriffe nahe Gefängnis mit IS-Insassen
       
       Die irakische Regierung hat sich besorgt über Drohnenangriffe am Flughafen
       von Bagdad und in der Nähe eines benachbarten Gefängnisses mit inhaftierten
       IS-Kämpfern geäußert. Einschläge nahe dem Gefängnis Al-Karch weckten
       „Befürchtungen um die Sicherheit des Gefängnisses, in dem terroristische
       Hochrisiko-Häftlinge einsitzen“, erklärte ein Sprecher des
       Justizministeriums am Sonntag. Seit Beginn des Iran-Kriegs beschießen
       pro-iranische bewaffnete Gruppen immer wieder US-Einrichtungen im Irak.
       Auch der Flughafen von Bagdad, wo sich eine diplomatische Vertretung der
       USA befindet, wird dabei angegriffen. Das Gefängnis Al-Karch war früher ein
       Gefangenenlager der US-Armee mit dem Namen Camp Cropper. Es gehört zum
       weitläufigen Bagdader Flughafenkomplex und beherbergt derzeit rund 5700
       mutmaßliche Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die in
       den vergangenen Monaten aus Syrien in den Irak verlegt worden waren. (afp)
       
       ## Iran zur Hilfe bei Untersuchung von Angriffen auf zivile Ziele bereit
       
       Der Iran bestreitet, zivile Ziele oder Wohngebäude im Nahen Osten
       angegriffen zu haben. Die Führung in Teheran sei bereit, mit ihren Nachbarn
       einen Ausschuss zu bilden, um die Verantwortung für solche Angriffe zu
       untersuchen, sagt Außenminister Abbas Araghtschi. Er äußert sich in einem
       Interview der arabischen Zeitung „Al-Araby al-Jadeed“, das auf dem
       Telegram-Kanal des Ministers veröffentlicht wird. Die arabischen
       Golfstaaten haben den Iran aufgefordert, die Angriffe auf ihre Gebiete
       einzustellen. Dort waren nicht nur US-Militärstützpunkte getroffen, sondern
       auch Energieanlagen und Wohngebiete beschädigt worden. Araghtschi sagt
       weiter, sein Land stehe mit mehreren Ländern am Persischen Golf in Kontakt
       und begrüße jede Initiative, die ein vollständiges Ende des Krieges der USA
       und Israels gegen den Iran gewährleisten könne. Die diplomatische
       Kommunikation mit Katar, Saudi-Arabien, dem Oman und weiteren
       Nachbarländern werde fortgesetzt. (rtr)
       
       ## Revolutionsgarden drohen Netanjahu mit Tod
       
       Die iranischen Revolutionsgarden haben dem israelischen Präsidenten
       Benjamin Netanjahu mit dem Tode gedroht. Sollte Netanjahu noch leben, werde
       man ihn verfolgen und töten, berichteten die Nachrichtenagenturen Fars und
       Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Elitestreitkräfte. (dpa)
       
       ## Israel startet neue Angriffswelle im Westen des Irans
       
       Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue breitangelegte
       Angriffswelle im Iran gestartet. Es sei Infrastruktur des iranischen
       Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hieß es in einer
       Mitteilung des Militärs. Am Morgen und in der Nacht war es zu mehreren
       Raketenangriffen aus dem Iran in Israel gekommen. Seit Beginn des Krieges
       vor mehr als zwei Wochen hatte die israelische Armee nach Militärangaben
       mehrfach Raketenabschussrampen im Westen des Irans zerstört. (dpa)
       
       ## Iran spottet über Militärhilfe an der Straße von Hormus
       
       US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe vieler Länder zur
       gemeinsamen Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in
       Aussicht gestellt – ohne konkret zu werden. „Viele Länder – insbesondere
       diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus
       betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe
       entsenden, um sie offen und sicher zu halten“, schrieb er auf der Plattform
       Truth Social. Die iranische Führung verspottete dies als Hilferuf.
       
       Der Marine-Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Aziz Reza Tangsiri,
       schrieb auf der Plattform X: „Die Amerikaner haben fälschlicherweise
       behauptet, die iranische Marine zerstört zu haben. Dann haben sie
       fälschlicherweise behauptet, Öltanker zu eskortieren. Jetzt bitten sie
       sogar andere um Verstärkung“, schrieb er mit Blick auf Trumps Post.
       
       Weiter schrieb der iranische Kommandeur: „Natürlich sollten wir daran
       erinnern, dass die Straße von Hormus noch nicht militärisch gesperrt wurde
       und lediglich unter Kontrolle steht“. Irans Außenminister Abbas Araghtschi
       schrieb auf X: „Die USA bitten nun andere, sogar China, um Hilfe bei der
       Sicherung der Straße von Hormus“. Der Iran rufe „seine brüderlichen
       Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren
       einziges Anliegen Israel ist.“
       
       Es ist unklar, welche Länder Trump meint und ob sich Länder überhaupt
       bereit erklärt haben, Kriegsschiffe zu schicken. Trump ergänzte, dass
       „hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere
       Länder, die von Irans Blockade der für den globalen Ölexport wichtigen
       Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden. Der Schiffsverkehr durch
       die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in
       die Höhe treibt. (dpa)
       
       ## Trump droht weitere Angriffe auf iranischer Öl-Insel an
       
       Trump drohte derweil in einem Telefoninterview des Senders NBC News mit
       weiteren Angriffen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg. Das
       US-Militär hatte am Samstag nach seinen Angaben auf der Insel
       Militäranlagen zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus
       zu bewegen.
       
       Laut der US-Armee wurden mehr als 90 Militärziele getroffen, ohne dass
       dabei die Ölinfrastruktur beschädigt wurde. Trump sagte nun dem Sender NBC
       News nach dessen Angaben, die Angriffe hätten die Insel Charg „vollständig
       zerstört, aber wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so
       zum Spaß“.
       
       Trump versprach auf Truth Social, die Straße von Hormus werde so oder so
       bald wieder „OFFEN, SICHER und FREI“ sein. In einem weiteren Post schrieb
       er, die Länder, die Öl durch die Straße von Hormus beziehen, müssten sie
       sichern. (dpa)
       
       ## Emirate erneut unter Beschuss
       
       Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete
       derweil am frühen Morgen auf der Plattform X, dass die Luftabwehr erneut
       dabei sei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen.
       Zuvor war es bereits zu Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen.
       
       Der Berater des Präsidenten der Emirate, Anwar Gargasch, erklärte in der
       Nacht, sein Land habe das Recht, sich gegen die „terroristische Aggression“
       zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin
       Vernunft und Zurückhaltung walten lassen. Die Emirate übten Zurückhaltung
       und suchten zugleich nach einem Ausweg aus der Krise für den Iran und die
       ganze Region.
       
       Die US-Botschaft im Irak rief derweil US-Bürger auf, das Land zu verlassen.
       Der Aufruf erfolgt, nachdem zuvor ein Flugabwehrsystem an der Botschaft
       Medienberichten zufolge von einer Rakete getroffen worden war. Mit dem Iran
       verbündete Milizen haben seit Beginn des Iran-Kriegs mehrere Angriffe auf
       US-Einrichtungen im Irak für sich beansprucht. „US-Bürger sollten den Irak
       jetzt verlassen“, heißt es in der Warnung der Botschaft in der Hauptstadt
       Bagdad. (dpa)
       
       ## Trump zu Abkommen mit Iran nicht bereit
       
       US-Präsident Trump ist derweil nach eigenen Worten noch nicht bereit für
       ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran. „Der Iran will ein
       Abkommen schließen, und ich will es nicht schließen, weil die Bedingungen
       noch nicht gut genug sind“, zitierte ihn der Sender NBC News. Auf die
       Frage, wie die Bedingungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges
       aussehen müssten, habe Trump am Telefon erwidert: „Das möchte ich Ihnen
       nicht sagen.“
       
       Trump habe aber bestätigt, dass eine Verpflichtung des Irans, jegliche
       nukleare Ambitionen aufzugeben, Teil der Bedingungen für ein Abkommen mit
       dem Iran sein würde. Öffentlich haben sich ranghohe iranische Vertreter
       nicht dazu geäußert, bereit für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu
       sein. (dpa)
       
       ## Israel weiter auf dem Vormarsch im Südlibanon
       
       Israels Bodentruppen gehen im [1][Südlibanon] weiter gegen die mit dem Iran
       verbündete Hisbollah-Miliz vor. Dutzende Milizionäre seien getötet worden,
       teilte die Armee mit. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und
       Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden. Das Nordkommando setze
       Vorbereitungen fort, kommende Woche weitere Truppen aufzunehmen.
       
       Nach Darstellung des Nachrichtenportals „Axios“ will Israel das gesamte
       Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische
       Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. Frankreichs Präsident Emmanuel
       Macron forderte erneut ein Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel
       und der Hisbollah. (dpa)
       
       ## Ukraine will US-Unterstützung nicht verlieren
       
       Die Ukraine will nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj in ihrem
       [2][Verteidigungskrieg gegen Russland] nicht die Unterstützung der gegen
       den Iran kämpfenden USA verlieren. „Wir wollen die Amerikaner nicht
       verlieren“, während sie „derzeit zweifellos mit der Golfregion beschäftigt
       sind“, sagte Selenskyj vor Journalisten.
       
       Die Ukraine zeige ihre Bereitschaft, den USA und ihren Verbündeten in der
       Golfregion zu helfen, indem sie angeboten habe, ihr Fachwissen über Drohnen
       zu teilen. „Wir hoffen stark, dass die USA sich wegen des Nahen Ostens
       nicht von der Frage des Ukraine-Krieges abwenden werden“, fügte Selenskyj
       hinzu. Das Gespräch fand am Samstag statt, es galt eine Sperrfrist bis
       Sonntag. (afp)
       
       ## Festnahmen im Iran wegen Kollaboration mit Israel
       
       Die iranischen Behörden haben im Nordwesten des Landes mindestens 20
       Menschen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit Israel festgenommen.
       Die Festnahmen erfolgten bei Razzien gegen mutmaßlich mit Israel verbundene
       Netzwerke in der Provinz West-Aserbaidschan, wie die iranische
       Nachrichtenagentur Fars am Sonntag unter Berufung auf den Staatsanwalt der
       Region, Hossein Madschidi, berichtete. Die Festgenommenen hätten
       „Informationen über Anlagen von Militär, Polizei und Sicherheitskräften an
       den zionistischen Feind geschickt“, berichtete Fars.
       
       Bei landesweiten Razzien haben die iranischen Behörden örtlichen Medien
       zufolge in den vergangenen Tagen hunderte Menschen wegen des Verdachts der
       Zusammenarbeit mit Israel und den USA festgenommen. (afp)
       
       15 Mar 2026
       
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