# taz.de -- Israel und USA im Krieg mit Iran: Trump fordert „bedingungslose Kapitulation“
       
       > Die USA bombardieren nach eigenen Angaben unterirdische
       > Raketenabschussrampen. Israel nimmt Bunker in Teheran ins Visier und
       > verstärkt Angriffe auch in Beirut.
       
 (IMG) Bild: Teheran: Rauchschwaden steigen auf nach amerikanisch-israelischen Angriffen
       
       16.47 Uhr: Israel warnt seine Bürger vor der Gefahr iranischer Streubomben
       
       afp | Die israelischen Behörden haben ihre Bürger vor der Gefahr durch
       iranische Streubomben gewarnt. Die Polizei veröffentlichte am Freitag einen
       Aufruf, in dem einer ihrer Bombenentschärfungstechniker die Gefahren von
       Streubomben erläuterte. Israel sei im aktuellen Krieg einer Vielzahl von
       Bedrohungen ausgesetzt, „seien es Raketen, Drohnen oder Raketen“, sagt der
       Experte. Eine dieser Bedrohungen sei „etwas weniger bekannt“, nämlich die
       „Gefahr von Streumunition“. Die Polizei hatte am Mittwoch erklärt, dass
       Experten Hinweise auf Streumunition gefunden hätten, nachdem
       Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet worden waren. Videomaterial der
       Nachrichtenagentur AFP von Donnerstagabend zeigte einen weiteren Angriff,
       bei dem ein Schwarm brennender Geschosse über dem Zentrum Israels
       niederging. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht dazu, doch ein
       Militärexperte, der das AFP-Material analysierte, identifizierte die
       Geschosse als Teil einer Streubombe. Streumunition gilt als besonders
       verheerend: Eine Streubombe kann hunderte kleinerer Bomben freisetzen, die
       oft größere Gegenden zerstören können.
       
       16.45 Uhr: Weitere Charterflüge bringen US-Bürger aus Nahem Osten zurück
       
       ap | Die US-Regierung hat ihre Rückholaktionen für im Nahen Osten
       gestrandete Amerikaner intensiviert. Das Außenministerium in Washington
       sprach am Freitag in einem Social-Media-Beitrag von weiteren Fliegern, die
       dafür eingesetzt würden, darunter eine Maschine mit dem Logo des
       American-Football-Teams New England Patriots, wie Fotos zeigten. Der
       Eigentümer des Clubs, Robert Kraft, ist ein Freund und Unterstützer von
       US-Präsident Donald Trump. Sein Football-Franchise habe jedoch nicht für
       den Flug bezahlt, hieß es. Dafür sei das Außenministerium aufgekommen.
       
       ## 16.39 Uhr: Spanien bezeichnet Iran-Krieg als „schweren Fehler“
       
       dpa | Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat erneut auf die scharfen
       Attacken von US-Präsident Donald Trump reagiert und den Iran-Krieg als
       „schweren Fehler“ bezeichnet. „Ich glaube, dass es zwischen verbündeten
       Ländern gut ist zu helfen, wenn man Recht hat, und auch darauf hinzuweisen,
       wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist“,
       sagte Sánchez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem
       portugiesischen Kollegen Luís Montenegro im südspanischen Huelva. Dieser
       Fehler werde „uns alle“ teuer zu stehen kommen, wie schon jetzt durch
       steigende Energiepreise, warnte Sánchez. Erneut warf er Israel und den USA
       vor, mit ihren Angriffen auf den Iran das Völkerrecht zu brechen.
       Selbstverständlich lehne auch Spanien das „iranische Regime“ ab. Aber
       dennoch müssten das internationale Recht und die Menschenrechte beachtet
       werden, betonte der Sozialist.
       
       ## 16.35 Uhr: Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus Nahost ab
       
       rtr | Die Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus der Region rund ‌um den
       Iran ab. Aufgrund der Sicherheitslage würden Soldaten im Rahmen des
       Unifil-Einsatzes im Libanon ‌abgezogen, sagt ein Sprecher der Bundeswehr.
       In Erbil im Irak war die Zahl der Soldaten bereits deutlich reduziert
       worden. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge
       sind Soldaten aus Bahrain bereits abgezogen worden, in Kuwait werde dies
       vorbereitet. Zudem seien Soldaten und Botschaftsmitarbeiter von Bagdad nach
       Jordanien gebracht worden. Dazu äußert sich der Bundeswehr-Sprecher nicht.
       In der gesamten Region waren zuletzt etwa 500 Bundeswehrsoldaten
       stationiert, im Wesentlichen im Irak und Jordanien.
       
       ## 16.34 Uhr: Libanon: Bereits mehr als 200 Tote nach Angriffen Israels
       
       dpa | Im Zuge der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah
       sind im Libanon nach Behördenangaben bereits 217 Menschen getötet worden.
       798 Menschen wurden bisher verletzt, wie das Gesundheitsministerium in
       Beirut mitteilte.
       
       ## 16.32 Uhr: USA bringen Tausende Menschen aus Nahost in Sicherheit
       
       rtr | Die USA bringen nach Angaben von Präsident Donald ‌Trump Tausende
       Menschen aus verschiedenen Ländern im Nahen Osten in Sicherheit. Dies
       geschehe angesichts ‌des militärischen Konfliktes zwischen den USA, Israel
       und dem Iran „leise, aber reibungslos“, erklärt Trump in einem Beitrag in
       sozialen Medien. Weitere Einzelheiten nennt er nicht.
       
       ## 16.30 Uhr: Bericht: USA wohl hinter Angriff auf Schule im Iran mit über
       150 Toten
       
       afp | Die USA sind laut einem Medienbericht wahrscheinlich für den Angriff
       auf eine Schule im Iran mit womöglich mehr als 150 Toten verantwortlich.
       Die „New York Times“ berichtete am Freitag, dies habe eine Auswertung von
       Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben.
       UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk drängte auf eine rasche
       Untersuchung. [1][Mehr auf taz.de]
       
       ## 16.26 Uhr: Pentagon-Vertreter dementiert iranischen Bericht über
       Drohnentreffer an „USS Lincoln“
       
       afp | Der in der Golfregion eingesetzte US-Flugzeugträger „USS Abraham
       Lincoln“ ist nach US-Angaben nicht von einer iranischen Drohne getroffen
       worden. „Die Berichte stimmen nicht“, erklärte ein Vertreter des
       US-Verteidigungsministeriums am Freitag mit Blick auf entsprechende
       Meldungen des iranischen Staatsfernsehens vom Vortag. Die iranischen
       Revolutionsgarden hatten dem Staatsfernsehen zufolge das US-Kriegsschiff
       mit Drohnen getroffen. Das iranische Staatsfernsehen hatte in seinem
       Bericht am Donnerstag keine weiteren Einzelheiten geliefert. Die
       Revolutionsgarden hatten zuvor für sich reklamiert, die „USS Lincoln“
       getroffen zu haben. Das Pentagon erklärte zunächst jedoch, dass
       „abgefeuerte Raketen nicht einmal in die Nähe“ des Schiffes gekommen seien.
       Die Revolutionsgarden hatten zuvor Vergeltung für die am vergangenen
       Samstag begonnenen US-israelischen Angriffe angedroht. Sie kündigten „die
       heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen
       Republik Iran“ an.
       
       ## 16.16 Uhr: Hisbollah-Führung beschreibt Konflikt mit Israel als
       religiösen Kampf
       
       ap | Die militärische Führung der Hisbollah hat den Konflikt mit Israel als
       religiöse Schlacht charakterisiert. In einer Nachricht an die
       Hisbollah-Kämpfer rief das Militärkommando der Schiitenmiliz dazu auf, „die
       Nation zu verteidigen“, um sicherzustellen, dass das gelbe Banner der
       Hisbollah weiter wehe. Die Kämpfer seien gefordert, „bis in den Tod“ zu
       kämpfen. Die Situation entspreche dem Kampf des Enkels des islamischen
       Propheten Mohammed, Imam Hussein, der in der Schlacht von Kerbela im Jahr
       680 nach christlicher Zeitrechnung getötet wurde und schiitischen Muslimen
       als Symbol des Widerstands in der Auseinandersetzung um die rechtmäßige
       Nachfolge Mohammeds gilt. „Tötet sie, wo immer ihr sie findet“, hieß es in
       dem Schreiben. „Kerbela ereignet sich erneut.“
       
       ## 16.13 Uhr: Iranisches Staatsfernsehen: Feuer auf Schiff in Straße von
       Hormus nach Drohnenangriff
       
       afp | Das iranische Staatsfernsehen hat am siebten Tag des Iran-Krieges
       einen erneuten Drohnenangriff auf ein Schiff in der strategisch und
       wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus gemeldet. Auf dem Schiff sei
       infolge des Beschusses ein Feuer ausgebrochen, berichtete das
       Staatsfernsehen am Freitag. Der Sender machte keine Angaben zum Schiffstyp
       oder dessen Herkunft. Zuvor hatte ein iranischer Militärsprecher erklärt,
       ein US-Öltanker stehe nach einem Angriff der iranische Streitkräfte in
       Brand.
       
       ## 16.12 Uhr: Sicherheitsbeamter: Flughafen und Öleinrichtungen im Süden
       Iraks von Drohnen getroffen
       
       afp | Im Süden des Irak haben Drohnen nach Angaben eines Sicherheitsbeamten
       den Flughafen der Stadt Basra sowie zwei Öleinrichtungen getroffen. „Eine
       Drohne stürzte auf das Frachtterminal des Flughafens von Basra“, sagte der
       Beamte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Zwei weitere Drohnen hätten
       ein US-Unternehmen im Ölkomplex von Burdschesia getroffen sowie eine vierte
       Drohne das Ölfeld in Rumaila, wo das britische Energieunternehmen BP tätig
       ist.
       
       ## 15.35 Uhr: Iranischer Polizeichef: Polizisten dürfen auf mutmaßliche
       „Plünderer“ schießen
       
       afp | Inmitten des Krieges mit den USA und Israel sind iranische Polizisten
       nach den Worten ihres Chefs Ahmad Radan angewiesen worden, auf mutmaßliche
       „Plünderer“ zu schießen. „Da wir uns in einer Kriegssituation befinden,
       habe ich den Befehl erteilt, auf potenzielle Diebe zu schießen“, sagte
       Radan im iranischen Staatsfernsehen. Er fügte hinzu, dass jeder Dieb
       „schnell neutralisiert“ werde. Zudem sagte er, die Behörden hätten
       Maßnahmen ergriffen, um die Ordnung im Internet aufrechtzuerhalten. Radan
       begründete dies mit angeblicher „Hetze“ durch „eine Gruppe bezahlter
       Agenten“ gegen „die Einheit“ des Landes.
       
       ## 15.29 Uhr: Schweizer Botschaft in Teheran bleibt offen
       
       dpa | Die Schweiz hält ihre Botschaft in Teheran weiter offen. Sechs
       Schweizer und 18 lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien dort weiter
       tätig, teilte das Außenministerium in Bern mit. Vier Schweizer hatten das
       Land am 3. März verlassen. Die Schweiz agiert als sogenannte Schutzmacht
       der USA im Iran. Sie vertritt dort seit dem Abbruch der
       amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen der USA. Sie übermittelt
       Botschaften zwischen beiden Ländern und betreut bei Bedarf amerikanische
       Staatsbürger. Die Deutsche Botschaft Teheran ist nach Angaben des
       Auswärtigen Amtes für den Publikumsverkehr vorübergehend geschlossen. In
       Notfällen ist ein Bereitschaftsdienst telefonisch zu erreichen, wie es auf
       der Webseite der Botschaft hieß.
       
       15.23 Uhr: Trump: „Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben“
       
       ap | US-Präsident Donald Trump hat Verhandlungen mit der iranischen Führung
       über ein Ende des Krieges im Nahen Osten weitgehend ausgeschlossen. „Es
       wird kein Abkommen mit dem Iran geben, außer einer bedingungslosen
       Kapitulation“, schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social.
       „Danach und nach der Auswahl eines großartigen und akzeptablen Führers
       werden wir und viele unserer wunderbaren und sehr mutigen Verbündeten und
       Partner unermüdlich daran arbeiten, den Iran vom Rand der Zerstörung
       zurückzuholen und ihn wirtschaftlich größer, besser und stärker als je
       zuvor zu machen.“ Weiter schrieb Trump wie so oft komplett in
       Großbuchstaben: „Der Iran wird eine großartige Zukunft haben.“ In Anlehnung
       an seinen Wahlkampfslogan „Make America Great Again (MAGA)“ fügte Trump
       hinzu: „Make Iran Great Again (MIGA!)“.
       
       ## 15.20 Uhr: Öl-Preis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren
       
       afp | Der Öl-Preis ist vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation im
       Nahen Osten weiter gestiegen. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel der
       Nordsee-Sorte Brent zeitweise 90,25 Dollar – ein Anstieg um mehr als fünf
       Prozent seit Handelsbeginn und der höchste Stand seit April 2024. Die
       US-Sorte WTI legte um gut 8,1 Prozent auf rund 87,56 Dollar zu. Zuvor
       hatten die Behörden im Nordirak einen Angriff auf ein von der US-Firma HKN
       Energy betriebenes Ölfeld gemeldet. Die Produktion sei daraufhin
       eingestellt worden, hieß es. Zudem ist die Straße von Hormus weiterhin de
       facto gesperrt, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports
       verläuft. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird
       vom iranischen Militär kontrolliert.
       
       ## 15.20 Uhr: Merz: Arbeite mit Partnern auf Friedensordnung im Nahen Osten
       hin
       
       rtr | Deutschland ‌wirkt nach Angaben von ‌Bundeskanzler Friedrich Merz in
       Abstimmung mit Partnern in Europa und im Nahen Osten auf ein rasches
       Kriegsende im Iran und weiteren Staaten der Region hin. „Eine dauerhafte
       Fortführung dieses Krieges wäre nicht in unserem Interesse“, sagte Merz am
       Freitag auf der Internationalen Handwerksmesse in München. „Das Leitbild
       muss eine regionale Friedensordnung sein, die Sicherheit und Existenz aller
       Staaten, einschließlich Israels ‌und der Golfstaaten, gewährleistet“, sagte
       Merz. „Die territoriale Integrität des Iran muss gewahrt bleiben.“
       
       „Wir möchten hier kein syrisches Szenario erleben“, sagte Merz mit Blick
       auf den jahrelangen Bürgerkrieg in dem Land. Ein Zusammenbruch des
       iranischen Staates und auf iranischem Boden ausgetragene
       Stellvertreterkonflikte könnten „weitreichende Folgen haben für Europa,
       unter anderem auch für die Sicherheit, für die Energieversorgung und für
       die Migration“. Deutschland habe „ein hohes eigenes Interesse an einem Ende
       der Kämpfe, um auch neue Flüchtlingsströme aus der Region zu vermeiden“.
       Merz sagte, er ‌appelliere an die USA und Israel, die den Iran angegriffen
       hatten, rasch Voraussetzungen für eine demokratische Stabilisierung des
       Iran zu schaffen. „Öffentliche Ordnung und Grundversorgung müssen
       aufrechterhalten werden.“
       
       ## 15.09 Uhr: Kurdische Kämpfer im Irak melden iranische Angriffe auf ihre
       Stellungen
       
       afp | Am siebten Tag des Iran-Krieges hat der Iran nach kurdischen Angaben
       erneut Stellungen der iranisch-kurdischen Opposition im Nordirak
       angegriffen. „Unsere Stellungen werden vom iranischen Feind angegriffen“,
       sagte ein Vertreter der Demokratischen Partei Iranisch-Kurdistans (PDKI) am
       Freitag der Nachrichtenagentur AFP. „Nach einem Angriff heute Morgen wurden
       unsere Stützpunkte vor 20 Minuten erneut mit sechs Drohnen attackiert“,
       führte er aus. Der Angriff dauere an. Teheran hatte für den Fall eines
       Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran mit Angriffen
       auf „alle Einrichtungen“ im Nachbarland gedroht. „Bisher wurden nur
       Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der
       Region ins Visier genommen“, hieß es nach Angaben der iranischen
       Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des iranischen
       Verteidigungsrates. Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den Iran
       eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des kurdischen
       Irak das Ziel“ von Angriffen.
       
       ## 15.00 Uhr: Kiew will „in Kürze“ Militärexperten in die Golfregion
       entsenden
       
       afp | Die Ukraine wird nach Angaben eines hochrangigen ukrainischen
       Regierungsvertreters „in Kürze“ Militärexperten in die Golfregion
       entsenden, um die USA und ihre Verbündeten bei der Abwehr iranischer
       Drohnen zu unterstützen. „Die Ankunft von ukrainischem Militärpersonal am
       Persischen Golf wird in naher Zukunft erwartet“, sagte der hochrangige
       Vertreter Kiews, der anonym bleiben wollte, am Freitag der
       Nachrichtenagentur AFP. Demnach liefen Gespräche darüber, wie dieser
       Einsatz aussehen könnte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
       hatte am Donnerstag erklärt, die USA hätten Kiew um Unterstützung bei der
       Abwehr von iranischen Drohnen gebeten. Der Iran setzt Drohnen und Raketen
       bei seinen Angriffen als Reaktion auf die US-israelische Angriffe seit
       vergangenem Samstag ein. Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkrieg gegen
       Russland auch viele Erfahrungen darin gesammelt, Drohnen abzuwehren. Der
       Iran hatte in den vergangenen Jahren iranische Drohnen an Russland
       geliefert.
       
       ## 14.58 Uhr: Freitagsgebete in Teheran: Proteste und Loyalität für
       Chamenei
       
       ap | Tausende Menschen haben sich zu den Freitagsgebeten in den Straßen der
       iranischen Hauptstadt Teheran versammelt. Mit geballten Fäusten und
       iranischen Flaggen zogen die Demonstranten an einem Plakat des getöteten
       Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei vorbei und skandierten: „Wir werden
       kämpfen, wir werden sterben, wir werden uns nicht demütigen lassen“ sowie
       „Keine Kompromisse, keine Kapitulation, Vernichtung Israels“. Der 54 Jahre
       alte Hassan Fathollahi sagte, er habe seine Kinder mitgebracht, um den
       Feinden des Landes zu verdeutlichen, dass die Menschen ihr Leben für die
       islamische Revolution opfern würden. „Wir werden das Blut unseres Führers
       nicht aufgeben. Jeder einzelne Sohn Irans ist bereit, gegen Amerika und
       Israel bis zum Sieg zu kämpfen, so Gott will“, sagte er.
       
       ## 14.49 Uhr: UKMTO: Schlepper in Straße von Hormus von Geschossen
       getroffen
       
       rtr | In der Straße von Hormus ist ‌der britischen Seeschifffahrtsbehörde
       UKMTO zufolge ein Schlepper von Geschossen getroffen worden. Die Art der
       ‌Geschosse sei zunächst nicht bekannt. Der Vorfall habe sich sechs
       Seemeilen nördlich des Omans ereignet. Die für die Schifffahrt und
       insbesondere für die Erdölexporteure äußerst wichtige Straße von Hormus
       liegt zwischen dem Iran und dem Oman. Seit Beginn des Krieges am 28.
       Februar ist die Passage durch die Meerenge praktisch zum Erliegen gekommen.
       Es gab dort immer wieder Angriffe auf Schiffe.
       
       14.07 Uhr: Iran greift erneut Ziele in der Golfregion an
       
       ap | Der Iran hat fast eine Woche nach Beginn des Krieges mit den USA und
       Israel erneut verschiedene Ziele in der Golfregion angegriffen. Die
       iranischen Revolutionsgarden erklärten am Freitag, sie hätten
       US-Radarsysteme in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Katar
       zerstört. Die Armee erklärte laut iranischem Staatsfernsehen,
       US-Militärstützpunkte in Kuwait angegriffen zu haben. Die Angriffe würden
       in den kommenden Stunden fortgesetzt. In Kuwait-Stadt waren nach Angaben
       eines Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Explosionen zu hören. Die
       Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe im Luftraum von
       Kuwait im Einsatz, erklärte das Verteidigungsministerium. In Bahrains
       Hauptstadt Manama gab es laut einem AFP-Journalisten ebenfalls
       Detonationen. Das Innenministerium rief die Menschen auf, Ruhe zu bewahren
       und sich an einen sicheren Ort zu begeben. Auch im Iran gab es iranischen
       Medien zufolge Explosionen. Betroffen sei Bandar Abbas, eine strategisch
       wichtige Hafenstadt am Persischen Golf.
       
       ## 13.38 Uhr: Iran-Krieg treibt Frachtpreise für Hilfslieferungen hoch
       
       dpa | Der Iran-Krieg sorgt für erheblich teurere Schiffsfrachtpreise in der
       Region – und erschwert damit die humanitäre Hilfe noch weiter. Große
       Transportunternehmen hätten Zuschläge für Konflikt- und Kriegsrisiken in
       Höhe von rund 3.000 Dollar pro Container eingeführt, berichtet die
       UN-Organisation für Migration IOM in Genf. Die humanitäre Hilfe ist wegen
       starker Budgetkürzungen in vielen Ländern ohnehin schon reduziert. Die
       Organisation liefert sonst von Dubai aus unter anderem gepanzerte Fahrzeuge
       und anderes Material in afrikanische Länder und darüber hinaus. Wegen der
       Sicherheitslage können aber unter anderem in der wichtigen Meerenge von
       Hormus zwischen dem Iran und Oman praktisch keine Schiffe mehr fahren.
       „Kommerzielle Spediteure haben uns über vorübergehende Verzögerungen bei
       einigen Transporten und risikobedingte Änderungen der Frachtraten
       informiert“, sagt die IOM-Spezialistin Anne Kathrin Schäfer. Wann
       Lieferungen wieder starten können, ist ungewiss. Besonders für den Sudan
       sei die Lage katastrophal, hieß es. Das Land hänge von Schiffslieferungen
       in den Hafen von Port Sudan ab. Auch die Lieferungen nach Somalia und
       Südsudan seien betroffen.
       
       ## 13.00 Uhr: Israel: Angriff auf Chameneis unterirdischen Bunker
       
       dpa Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge den unterirdischen
       Militärbunker des getöteten Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah
       Ali Chamenei angegriffen. Der unterirdische Komplex befinde sich unter
       iranischen Regierungsgebäuden im Zentrum der Hauptstadt Teheran, teilte das
       israelische Militär mit. Irans Staatsoberhaupt wurde vor fast einer Woche
       bei den israelischen und US-Luftangriffen in Iran getötet. Sein nun von
       rund 50 israelischen Kampfjets angegriffener Bunker sei von hochrangigen
       Vertretern der iranischen Führung genutzt worden. Er habe der Regierung
       „als Basis für militärische Aktivitäten“ gedient, teilte Israels Armee
       weiter mit.
       
       Der Bunker soll sich den Angaben zufolge unterhalb mehrerer Straßen
       erstreckt und zahlreiche Eingänge gehabt haben. Der Angriff auf den Komplex
       schwäche „die Führungs- und Kontrollfähigkeiten des Regimes“ weiter,
       erklärte das israelische Militär. In Teheran berichteten Augenzeugen von
       heftigen Explosionen und Erschütterungen, die in vielen Wohnungen zu spüren
       waren.
       
       ## 12.57 Uhr: Auswärtiges Amt: Zypern hat EU-Beistandsklausel nicht
       ausgelöst
       
       rtr Das EU-Land Zypern hat nach Angaben des Auswärtigen ‌Amts nach einem
       Angriff mit iranischen Raketen die EU-Beistandsklausel nicht ausgelöst. Die
       zyprische Regierung habe bilateral einzelne Staaten um Hilfe gebeten, sagt
       ein Sprecher des Außenministeriums. „Griechenland hat zwei Fregatten und
       Kampfflugzeuge bereitgestellt, die sind auch bereits in Zypern angekommen.“
       Frankreich verlege eine Fregatte in zyprische Hoheitsgewässer und habe die
       Entsendung eines Flugzeugträgers in Aussicht gestellt. „Insofern ist die
       Lage da … nicht so dramatisch.“ Eine Sprecherin des
       Verteidigungsministeriums betont, dass Deutschland derzeit keine
       zusätzlichen militärischen Fähigkeiten für Zypern plane. Der deutsche Fokus
       liege weiterhin auf militärischen Beiträgen an der Ost- und Nordflanke der
       Nato.
       
       ## 12.56 Uhr: Peseschkian: Einige Länder beginnen Vermittlungsbemühungen
       
       rtr | Dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian zufolge ‌haben einige
       Länder Vermittlungsbemühungen aufgenommen. „Unsere Antwort an sie ist klar:
       Wir setzen uns für einen dauerhaften Frieden in der Region ein“, erklärt
       Peseschkian. Die iranische Führung zögere aber auch nicht, „die Würde und
       Autorität unseres Landes zu verteidigen“.
       
       ## 12.55 Uhr: Katarische Marineangehörige bei iranischem Angriff auf
       Bahrein unverletzt
       
       afp | Iran hat nach Angaben aus Katar bei einem Angriff auf Bahrain auch
       Gebäude ins Visier genommen, in denen sich Angehörige der katarischen
       Marine aufhielten. Diese seien unverletzt geblieben, teilte das
       Außenministerium von Katar am Freitag mit. Die katarischen
       Marineangehörigen hätten sich in Bahrain aufgehalten, um dort am Maritimen
       Operationszentrum des Vereinten Militärkommandos des Golf-Kooperationsrats
       teilzunehmen.
       
       ## 12.52 Uhr: Israels Militär erteilt Evakuierungsbefehl für Gebiet in Ghom
       im Iran
       
       rtr Das israelische Militär ‌erteilt einen Evakuierungsbefehl für die
       iranische Stadt Ghom. Dies betreffe ein Industriegebiet, heißt es in der
       Erklärung. Anwohner seien aufgerufen, das Gebiet zu verlassen. Ghom liegt
       im Zentrum des Irans, südlich von Teheran, und gilt den Schiiten als
       heilige Stadt.
       
       ## 12.52 Uhr: Aserbaidschan evakuiert Diplomaten aus Iran
       
       afp | Nach dem Einschlag mehrerer im Iran gestarteter Drohnen in
       Aserbaidschan hat die Regierung in Baku den Abzug ihres diplomatischen
       Personals aus dem benachbarten Iran angekündigt. Dies betreffe sowohl die
       Botschaft in Teheran als auch das Konsulat in Täbris, sagte Außenminister
       Dschejhun Bajramow am Freitag. Die Vorbereitungen dazu liefen derzeit. Er
       habe am Donnerstag mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi über das
       Thema gesprochen, fuhr Bajramow fort. „Die iranische Seite hat versprochen,
       den Vorfall gründlich zu untersuchen, und wir erwarten Ergebnisse.“
       
       ## 12.45 Uhr: Griechenland will Patriot-System zum Schutz Bulgariens
       verlegen
       
       afp | Griechenland plant die Verlegung eines Luftabwehrsystems vom Typ
       Patriot in den Norden des Landes, um Nachbar Bulgarien bei der Verteidigung
       gegen mögliche Angriffe aus dem Iran zu unterstützen. Das Patriot-System
       werde „in den nächsten Stunden“ verlegt, „um einen Großteil des
       bulgarischen Territoriums vor Raketenangriffen zu schützen“, sagte der
       griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias am Freitag im griechischen
       Fernsehen. Griechenland werde „jede mögliche Unterstützung für Bulgariens
       ballistische Raketenabwehr gegen Iran“ bereitstellen, betonte er. Neben dem
       Patriot-System werden auch zwei Kampfjets vom Typ F-16 an einen
       Luftwaffenstützpunkt im Norden Griechenlands verlegt, um Bulgarien beim
       Schutz seines Luftraums zu unterstützen. Er sei in den vergangenen Tagen
       mit seinem bulgarischen Kollegen Atanas Zapryanov in Kontakt gewesen,
       erläuterte Dendias. Zuvor habe Sofia um Hilfe bei der Luftverteidigung
       gebeten.
       
       ## 12.44 Uhr: Iran meldet Angriff auf Öltanker „in US-Besitz“ vor Kuwait
       
       dpa | Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Öltanker
       angegriffen. Das Schiff „in US-Besitz“ sei vor der Küste Kuwaits attackiert
       worden und stehe in Flammen, berichtete der staatliche Rundfunk unter
       Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam al-Anbija“, das in
       Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Außerdem seien wieder
       Ziele in Israel und US-Stellungen in den Golfstaaten mit fortschrittlichen
       Raketen angegriffen worden, hieß es in einem Bericht des Rundfunks. Dabei
       sei auch die Rakete vom Typ „Chorramshahr 4“ mit einem
       Zwei-Tonnen-Gefechtskopf zum Einsatz gekommen.
       
       ## 12.41 Uhr: Neue israelische Angriffe auf Vorstädte Beiruts
       
       dpa | Die südlichen Vorstädte Beiruts sind am Vormittag zum Ziel erneuter
       israelischer Angriffe geworden. Auch aus dem Libanon flogen wieder Raketen
       in Richtung Israel. Bei einem israelischen Angriff auf ein Wohnhaus in der
       libanesischen Küstenstadt Sidon kamen nach Angaben von Behörden im Libanon
       fünf Menschen ums Leben, sieben weitere wurden demnach verletzt. Bei einem
       der Toten soll es sich nach Angaben von Sicherheitskreisen um ein
       Hamas-Mitglied gehandelt haben. In Aufnahmen waren dicke Rauchschwaden über
       den als Dahija bezeichneten südlichen Vorstädten Beiruts zu sehen. Die
       dicht besiedelten Viertel gelten als Hochburg der mit Iran verbündeten
       Schiitenmiliz Hisbollah. Deren Infrastruktur sei Ziel der Attacken, teilte
       das israelische Militär kurz vor Beginn der neuen Angriffswelle mit. Die
       Hisbollah bekannte sich unterdessen zu dem Raketenbeschuss auf den Norden
       Israels. Aus Kreisen der UN-Friedensmission Unifil wurde die Zahl der in
       Richtung Israel abgegebenen Geschosse auf etwa 250 beziffert. Berichte über
       Tote oder Verletzte von dort gab es zunächst keine.
       
       ## 12.14 Uhr: Teheran: Iraner versammeln sich zum ersten Freitagsgebet seit
       Kriegsbeginn
       
       afp | In Teheran haben sich zahlreiche Iranerinnen und Iraner zum ersten
       Freitagsgebet seit Beginn des Iran-Krieges versammelt. Schwarz gekleidete
       Menschenmassen strömten auf den Platz vor der Großen Moschee in der
       iranischen Hauptstadt, einige Menschen schwenkten die iranische Flagge, wie
       iranische Medien am Freitag zeigten. Es handelte sich um das erste Gebet
       seit der Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali
       Chamenei. Über einen Lautsprecher wurden Gebete im Andenken an Chamenei
       verlesen. „Wir bezeugen, dass er die Verkörperung von Frömmigkeit und
       Schutz in unserer Zeit war“, ertönte die Stimme eines Mannes, während
       einige Gläubige auf Gebetsteppichen saßen und weinten. Im Anschluss wurden
       Koranverse rezitiert. Aufnahmen aus weiteren iranischen Städten, darunter
       Ilam und Borudscherd im Westen und Sahedan im Südosten des Landes, zeigten
       ähnliche Bilder.
       
       ## 12.04 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf Nordirak im Falle von Eindringen
       kurdischer Kämpfer
       
       afp | Für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in
       den Iran hat die Führung in Teheran mit Angriffen auf „alle Einrichtungen“
       im Nachbarland gedroht. „Bisher wurden nur Stützpunkte der USA und Israels
       sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen“, hieß es
       nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des
       iranischen Verteidigungsrates. Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den
       Iran eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des
       kurdischen Irak das Ziel“ von Angriffen.
       
       ## 11.57 Uhr: Libanesischer Premier Salam bittet um internationale Hilfe
       
       ap | Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hat die internationale
       Gemeinschaft wegen des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und der
       Hisbollah-Miliz um Hilfe gebeten. Wegen der Kämpfe seien zahlreiche
       Menschen auf der Flucht. „Es droht eine humanitäre Katastrophe“, sagte er.
       Die internationale Gemeinschaft solle helfen, die Angriffe Israels zu
       stoppen und darauf drängen, dass die Infrastruktur des Landes verschont
       bleibe. Salam kritisierte neben Israel auch die Hisbollah, die von Iran
       unterstützt wird und im Libanon eine Art Staat im Staat bildet. Der Libanon
       und das libanesische Volk hätten sich diesen Krieg nicht ausgesucht, sagte
       er.
       
       ## 11.38 Uhr: IEA-Chef: Es gibt „reichlich Öl“ auf dem Markt
       
       afp | Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat
       versucht, Sorgen vor einer weltweiten Ölkrise im Zusammenhang mit dem
       Irankrieg zu entkräften. „Es gibt heute reichlich Öl auf dem Markt“, sagte
       Birol am Freitag in Brüssel. Eine durch den Krieg verursachte „logistische
       Störung“ führe zwar zu „Herausforderungen für viele Länder“, räumte er ein,
       aber: „Es gibt keinen Ölmangel“. Birol sprach von einem „ernsten Problem“.
       Dennoch gebe es einen „enormen Überschuss“ an Öl auf dem Markt. Mit Blick
       auf die strategischen Ölreserven der IEA sagte Birol, dass „alle Optionen
       auf dem Tisch liegen“. Derzeit gebe es aber „keine Pläne für ein
       gemeinsames Handeln“.
       
       ## 11.37 Uhr: UNHCR: Hunderttausende im Nahen Osten auf der Flucht –
       Humanitärer Notfall
       
       rtr | Das ‌UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im
       Nahen Osten als großen humanitären Notfall ein. Sowohl im Libanon als auch
       in Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000
       Menschen vertrieben worden, teilt UNHCR-Direktor Ayaki Ito in Genf mit.
       Zudem seien Zehntausende syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in ihr
       Heimatland zurückgekehrt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt
       angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem
       Ausbruch von Krankheiten.
       
       ## 11.22 Uhr: Ölpreise steigen auf höchsten Stand seit April 2024
       
       rtr | Der Ölpreisanstieg nimmt wieder an Fahrt auf. Das US-Öl WTI steigt
       wegen der Furcht vor langfristigen Lieferausfällen durch den Nahostkrieg um
       bis zu 4,8 Prozent auf 84,90 Dollar je Fass, den höchsten Stand seit April
       2024. Das Nordseeöl Brent markiert mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 87,66
       Dollar je Fass ebenfalls ein 23-Monats-Hoch. Katar rechnet damit, dass alle
       Energieerzeuger am Golf ihre Exporte innerhalb weniger Wochen einstellen
       und den Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel treiben werden, sagte der
       Energieminister des Landes, Saad al-Kaabi, in einem am Freitag
       veröffentlichten Interview mit der Financial Times. Selbst wenn der Krieg
       sofort beendet würde, würde Katar „Wochen bis Monate“ brauchen, um zu einem
       normalen Lieferzyklus zurückzukehren, erklärt Kaabi.
       
       ## 11.16 Uhr: Zweiter Evakuierungsflug für Deutsche in Frankfurt gelandet
       
       afp | Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für
       in der Golfregion wegen des Irankrieges festsitzende Deutsche ist
       eingetroffen. Laut Informationen des Flughafens Frankfurt am Main landete
       die Maschine der Fluggesellschaft Condor dort am Freitag kurz vor 11.00
       Uhr. Das Flugzeug kam aus Maskat in Oman und war in der Nacht im
       ägyptischen Hurghada zwischengelandet. Eigentlich war dieser Flug bereits
       am Donnerstagabend in Deutschland erwartet worden. Der Abflug hatte sich
       jedoch erheblich verzögert. Zahlreiche Flughäfen der Golfregion sind wegen
       iranischen Beschusses geschlossen oder im Betrieb stark eingeschränkt,
       Maskat jedoch nicht. Reisende aus anderen Golfstaaten wurden vielfach auf
       dem Landweg dorthin gebracht.
       
       11.11 Uhr: USA bombardieren unterdische Raketenstellungen Irans
       
       ap | Die USA haben nach eigenen Angaben unterirdische Raketenabschussrampen
       in Iran attackiert. B-2 Tarnkappenbomber hätten am Freitagmorgen Dutzende
       Penetrator-Bomben auf tief vergrabene Abschussrampen für ballistische
       Raketen abgeworfen, sagte der Chef des US-Regionalkommandos im Nahen Osten,
       Brad Cooper. „Wir haben auch das iranische Äquivalent des Weltraumkommandos
       getroffen, was ihre Fähigkeit vermindert, die Amerikaner zu bedrohen“,
       sagte er.
       
       Iran beschießt seit Beginn des Krieges Ende Februar Länder in der
       Golfregion, in denen US-Streitkräfte stationiert sind. Katar meldete am
       Morgen, es habe einen Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid
       abgefangen, wo wesentliche Teile des US-Regionalkommandos untergebracht
       sind. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, die
       Streitkräfte des Königreichs hätten drei ballistische Raketen abgefangen
       und zerstört, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan südlich von
       Riad abgefeuert worden seien. Auch dort sind US-Truppen stationiert. Cooper
       sagte, die iranischen Angriffe hätten inzwischen ein Dutzend Länder
       getroffen. „Diese zwölf Länder sind nicht allzu glücklich und ich freue
       mich auf die Zusammenarbeit mit allen Partnern, die bereit sind, sich uns
       anzuschließen“, sagte er.
       
       ## 11.01 Uhr: Rheinmetall steht für Raketen-Produktion bereit
       
       rtr | Rheinmetall sieht ‌sich durch den Irankrieg in seinen Plänen
       bestätigt, die Raketenfertigung so schnell wie möglich auszubauen. Der
       stark wachsende Bedarf untermauere die Entscheidung, neue Kapazitäten zur
       Herstellung ‌von Raketen oder Raketenmotoren zu schaffen, teilte der
       Konzern am Freitag auf Anfrage mit. Geplant sind neue Fertigungen am
       niedersächsischen Standort Unterlüß sowie im spanischen Burgos. Anlagen für
       Raketen in Unterlüß sollten im ersten Quartal 2027 fertiggestellt ‌werden.
       Rheinmetall reagiert damit nach eigenen Angaben auf die begrenzten
       Fertigungskapazitäten in der ⁠westlichen Welt und will die lokale
       Wertschöpfung in Europa stärken. Experten hatten mit Blick auf den
       ‌Irankrieg vor ‌einer Verknappung von Raketen ⁠und Munition gewarnt. Auch
       Flugabwehrraketen könnten nicht ausreichend vorhanden sein.
       
       ## 10.52 Uhr: Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden
       
       dpa | Der Militäreinsatz „Gewaltiger Zorn“ der USA mit Luftangriffen auf
       Iran hat allein in den ersten 100 Stunden nach unterschiedlichen
       Schätzungen bereits mehrere Milliarden Dollar gekostet – die Bandbreite der
       angenommenen Kosten ist allerdings groß. So geht das Institut Center for
       Strategic and International Studies (CSIS) mit Sitz in Washington von 3,7
       Milliarden Dollar (knapp 3,2 Milliarden Euro) in den ersten vier Tagen aus.
       Es stützt sich dabei eigenen Angaben zufolge auf die wenigen Details, die
       das US-Verteidigungsministerium bisher offengelegt hat. Die Zeitung Wall
       Street Journal schreibt am Freitag von fast 11 Milliarden Dollar in den
       ersten vier Tagen und beruft sich dabei auf Elaine McCusker, die in der
       ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Pentagon für den
       Verteidigungsetat zuständig war. Diese Kosten umfassen dem Zeitungsbericht
       zufolge auch die Stationierung von mehr als zwölf Schiffen und 100
       Flugzeugen im Nahen Osten seit Dezember.
       
       Das Pentagon hat laut McCusker wahrscheinlich Abfangraketen im Wert von
       rund 5,7 Milliarden US-Dollar zur Abwehr iranischer ballistischer Raketen
       und Drohnen eingesetzt, wie das Wall Street Journal weiter schreibt.
       Weitere 3,4 Milliarden US-Dollar entfielen auf Bomben und andere
       Raketentypen. Die Kostenschätzung beinhalte weder Gehälter, Ausbildung noch
       den Einsatz nationaler Ressourcen in der Region. „Die Umstellung der
       US-Streitkräfte auf kostengünstigere Munition und der starke Rückgang
       iranischer Drohnen- und Raketenstarts werden die Kosten senken“, heißt es
       in der Analyse der Denkfabrik CSIS vom Donnerstag. „Die zukünftigen Kosten
       werden jedoch maßgeblich von der Intensität der Operationen und der
       Wirksamkeit iranischer Vergeltungsmaßnahmen abhängen.“ Das Institut verwies
       ferner darauf, dass sowohl Trump als auch Verteidigungsminister Pete
       Hegseth am Donnerstag, dem sechsten Tag der Angriffe, angedeutet hätten,
       dass der Konflikt noch „Wochen“ andauern könnte.
       
       10.49 Uhr: Einwohner von Dubai erhalten Warnung vor möglichen
       „Raketenbedrohungen“ auf ihre Handys
       
       afp | Die Einwohner von Dubai haben vom Innenministerium der Vereinigten
       Arabischen Emirate am Freitag inmitten des Irankrieges eine Warnung auf
       ihre Handys erhalten, sich wegen möglicher „Raketenbedrohungen“ in
       Sicherheit zu bringen. „Aufgrund der aktuellen Lage und potenzieller
       Raketenbedrohungen suchen Sie sofort Schutz in dem nächstgelegenen sicheren
       Gebäude und halten Sie sich von Fenstern, Türen und offenen Bereichen
       fern“, heißt es in der Warnung laut Journalisten der Nachrichtenagentur
       AFP.
       
       ## 10.41 Uhr: EU-Kommissar: USA haben nicht genug Luftabwehrraketen für
       Golfstaaten und Ukraine
       
       afp | Die USA haben nach Einschätzung von EU-Verteidigungskommissar Andrius
       Kubilius nicht ausreichend Luftabwehrraketen, um die Golfstaaten und die
       Ukraine bei deren Verteidigung zu unterstützen. „Die Amerikaner werden
       wirklich nicht in der Lage sein, genügend dieser Raketen bereitzustellen“,
       sagte Kubilius am Freitag bei einem Besuch in Warschau. Dies gelte sowohl
       für die Golfstaaten als auch für die US-Armee selbst und „den Bedarf der
       Ukraine“, erläuterte er. Es sei „ganz klar“, dass es nach dem Irankrieg
       „für uns in Europa noch dringlicher geworden ist, die Produktion von
       Luftabwehr- und Raketenabwehrsystemen hochzufahren“, betonte Kubilius.
       Europa stehe einer „riesigen Herausforderung“ gegenüber, wenn es um
       Entwicklung von Luftabwehr gehe, fügte er hinzu.
       
       ## 10.39 Uhr: Kreml: Krieg im Iran treibt Nachfrage nach russischem Öl und
       Gas
       
       rtr | Der Krieg in Iran hat nach Darstellung des Kreml die ‌Nachfrage nach
       russischen Öl und Gas angeheizt. Käufer wie China und Indien ließen sich
       dabei von ihren nationalen Interessen leiten, sagt Sprecher Dmitri Peskow.
       Russland sei und bleibe ein verlässlicher Lieferant von Öl und Gas, sowohl
       über Pipelines als auch in verflüssigter Form.
       
       ## 10.27 Uhr: Internet in Iran weiterhin gesperrt
       
       dpa | Die Bevölkerung in Iran ist am siebten Kriegstag weitgehend vom
       internationalen Internetzugang abgeschnitten. Die auf Internetsperren
       spezialisierte Organisation Netblocks sprach am Freitag von nur einem
       Prozent Konnektivität. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten
       ebenfalls einen vollständigen Einbruch des Internetverkehrs. Ein kleiner
       Teil des Militär- und Machtapparats in Iran nutzt das Internet unterdessen
       weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis
       über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen, ohne Sperren und
       Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre
       Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
       
       Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele
       Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern
       gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, Tiktok und
       Youtube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Großteil der
       Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft langsam und
       unzuverlässig.
       
       ## 10.26 Uhr: Mehrere Festnahmen in England
       
       dpa | Wegen des Verdachts der Unterstützung des iranischen Geheimdienstes
       sind vier Männer in England festgenommen worden. Ein Iraner und drei
       britisch-iranische Staatsbürger sollen im Auftrag des Geheimdienstes
       Personen und Orte mit Verbindungen zur jüdischen Gemeinde in London
       ausgespäht haben, wie die Metropolitan Police mitteilte. Sie sind weiter in
       Haft. Ermittler der Anti-Terror-Polizei nahmen die Männer demnach an
       mehreren Adressen in und um die britische Hauptstadt fest. In Harrow im
       Nordwesten Londons wurden zudem sechs weitere Männer wegen des Verdachts
       der Beihilfe zu einer Straftat aufgespürt.
       
       10.14 Uhr: Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen in Iran
       
       afp | US-Präsident Donald Trump erwägt derzeit nach eigenen Angaben keine
       Entsendung von US-Bodentruppen nach Iran. „Das wäre Zeitverschwendung“,
       sagte Trump dem US-Sender NBC am Donnerstag (Ortszeit) in einem
       Telefoninterview. „Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine
       verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können.“ Die Äußerung
       des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach Teheran vorbereitet
       sei auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel, bezeichnete Trump
       als „verschwendeten Kommentar“.
       
       Trump sagte jedoch, er würde eine Offensive iranisch-kurdischer Kämpfer
       befürworten. „Ich finde es wundervoll, dass sie das tun wollen, ich wäre
       voll dafür“, sagte er. Mehrere US-Medien hatten berichtet, dass die USA
       kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollen, um einen Aufstand in Iran
       zu provozieren. Dies wurde vom Weißen Haus dementiert.
       
       10.05 Uhr: Israel: Mehr als 1.600 Verletzte wegen Irankrieg
       
       dpa | Seit Beginn des Irankriegs sind laut Israels Gesundheitsministerium
       im Land mehr als 1.600 Verletzte in Krankenhäusern behandelt worden.
       Berichten zufolge sind darunter neben durch Raketenangriffe Verletzte auch
       viele Menschen, die sich auf dem Weg in Schutzräume verletzt haben. Zudem
       werden demnach auch Personen gezählt, die wegen Angstzuständen, ausgelöst
       durch die Angriffe, behandelt wurden. In den vergangenen 24 Stunden seien
       nach Raketenbeschuss 140 Menschen in Kliniken eingeliefert worden, darunter
       eine schwer verletzte Person, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit.
       Insgesamt wurden in Israel im Zuge des Kriegs bislang elf Menschen getötet.
       In Iran sollen seit Samstag bereits mehr als 1.200 Menschen ums Leben
       gekommen sein, wie iranische Medien unter Berufung auf eine staatliche
       Stiftung berichteten. Auch in den Golfstaaten gab es bei iranischen
       Angriffen bereits mehrere Tote.
       
       10.03 Uhr: Erneut iranische Angriffswelle auf Israel
       
       afp | Infolge einer neuen iranischen Angriffswelle auf Israel am siebten
       Tag des Irankrieges sind in Tel Aviv Explosionen zu hören gewesen. Reporter
       der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Freitagmorgen von acht
       Explosionen in der israelischen Küstenstadt, nachdem die israelische Armee
       erneuten Raketenbeschuss durch Iran gemeldet hatte. Nach Angaben des
       Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Opfer gemeldet. Die
       israelische Armee habe „Raketen identifiziert, die aus Iran in Richtung des
       israelischen Staatsgebiets abgefeuert wurden“, erklärten die Streitkräfte.
       Die Luftabwehr sei im Einsatz, „um die Bedrohung abzuwehren“.
       
       ## 10.02 Uhr: Universitäten in Iran stellen Betrieb ein
       
       dpa | In Iran sind die Universitäten wegen des Kriegs bis auf weiteres
       geschlossen worden. Der Betrieb sei vollständig eingestellt worden,
       berichtete das Onlineportal „Eslahat-News“, das der Reformbewegung
       nahesteht, unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium. Weder
       Unterricht in Präsenz noch Online-Lehre werde stattfinden, hieß es.
       
       09.35 Uhr: USA attackieren schwimmenden iranischen Drohnenstartplatz
       
       ap | Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein zum Drohnenstartplatz
       umfunktioniertes Containerschiff aus ran in Brand geschossen. Das
       Regionalkommando des US-Militärs im Nahen Osten veröffentlichte am Freitag
       Schwarz-Weiß-Aufnahmen der brennenden „IRIS Shahid Bagheri“. Das Schiff sei
       etwa so groß wie ein Flugzeugträger aus dem Zweiten Weltkrieg und stehe in
       Flammen, sagte Kommandeur Brad Cooper. Iran bestätigte den Angriff zunächst
       nicht. Iranischen Angaben zufolge hat die „Shahid Bagheri“ eine 180 Meter
       lange Startbahn für Drohnen und kann bis zu 22.000 Seemeilen zurücklegen,
       ohne in Häfen auftanken zu müssen. Erst vor wenigen Tagen hatte ein U-Boot
       der US-Marine vor der Küste Sri Lankas eine iranische Fregatte torpediert,
       als diese von einer Übung der indischen Marine zurückkehrte. Bei deren
       Untergang kamen mindestens 87 Seeleute ums Leben.
       
       ## 09.33 Uhr: Bahrain: Iranische Angriffe treffen Hotel und Wohngebäude
       
       dpa | Bei mutmaßlich iranischen Angriffen auf Bahrain sind mehrere zivile
       Gebäude beschädigt worden. Wie das Innenministerium des Golfstaats
       mitteilte, wurden zwei Wohnhäuser und ein Hotel in der Hauptstadt Manama
       zum Ziel „iranischer Aggression“. In einem der Gebäude sei ein
       Wohnungsbrand gelöscht worden. Tote oder Verletzte habe es keine gegeben.
       
       ## 9.29 Uhr: Iranische Medien melden landesweite Angriffe
       
       dpa | Am siebten Tag des Irankriegs melden iranische Medien wieder
       landesweite Angriffe. Nahe der Metropole Isfahan im Zentraliran seien drei
       Kleinstädte bombardiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.
       Im Osten der Stadt selbst kam es demnach ebenfalls zu Luftangriffen.
       Mehrere Menschen seien verletzt, Wohnhäuser und Fahrzeuge beschädigt
       worden.
       
       ## 9.22 Uhr: Zypern strebt Nato-Beitritt an
       
       dpa | Angesichts des Drohnenangriffs auf Zypern wird auf der
       EU-Inselrepublik ein Beitritt zur Nato diskutiert. „Wenn es möglich wäre,
       würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen“, sagte Präsident Nikos
       Christodoulidis dem griechischen Sender Skai. Er erklärte zugleich, dass
       Zypern bereits Vorbereitungen für einen möglichen Nato-Beitritt treffe. Auf
       militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet,
       damit das Land handeln könne, „sobald die politischen Bedingungen dies
       zuließen“.
       
       8.27 Uhr: Zweiter Evakuierungsflug für Deutsche soll am Vormittag in
       Frankfurt landen
       
       afp | Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für
       in der Golf-Region wegen des Irankrieges festsitzende Deutsche wird am
       Vormittag in Frankfurt erwartet. Laut Informationen des Frankfurter
       Flughafens soll die Maschine der Fluggesellschaft Condor dort kurz vor
       11.00 Uhr landen. Das Flugzeug kommt aus Maskat in Oman und war in der
       Nacht im ägyptischen Hurghada zwischengelandet.
       
       8.11 Uhr: Israel bombardiert Hisbollah-Stellungen in Vororten Beiruts
       
       dpa | Bei ihren jüngsten Angriffen auf Ziele in mehreren Vororten der
       libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge
       in der Nacht unter anderem eine Kommandozentrale der Hisbollah ins Visier
       genommen. Außerdem seien zehn Hochhäuser angegriffen worden, in denen sich
       militärische Infrastruktur der Miliz befunden habe, teilte Israels Militär
       am Morgen mit. Ein weiteres Ziel sei ein Drohnenlager gewesen. Berichte
       über Opfer gab es zunächst nicht.
       
       ## 8.06 Uhr: Irans Führungsrat befasst sich mit Chamenei-Nachfolge
       
       dpa | Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat sich der
       provisorische Führungsrat [2][mit dessen Nachfolge befasst]. Bei ihrer
       vierten Sitzung planten Präsident Massud Peseschkian, Justizchef
       Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi die
       Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers,
       wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht. Das Führungstrio wurde
       demnach zudem über die aktuelle Kriegslage unterrichtet.
       
       ## 7.32 Uhr: Iran kündigt Ausweitung der Gegenangriffe an
       
       dpa | Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine
       Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt. In den kommenden Tagen werde
       der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, berichtete der
       staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam
       Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Die
       iranische Militärführung berichtete unterdessen über Angriffe mit
       Kamikazedrohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine
       Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen
       Erbil.
       
       ## 7.05 Uhr: Saudi-Arabien fängt Drohnen ab
       
       afp | Saudi-Arabien hat am siebten Tag des Irankriegs nach eigenen Angaben
       drei Drohnen östlich der Hauptstadt Riad abgefangen. Sie seien zerstört
       worden, erklärte das saudi-arabische Verteidigungsministerium am Freitag im
       Onlinedienst X. Zuvor am Freitag hatte das Ministerium bereits mitgeteilt,
       drei ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Sie seien in
       Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden.
       
       ## 🐾 7.03 Uhr: Die iranische Opposition ist fragmentiert
       
       taz | Wie geht es der iranischen Opposition? Dem Schah-Sohn Reza Pahlavi
       fehlt es an einer multiethnischen Perspektive. Deswegen trauen nicht alle
       den Monarchisten, [3][schreibt Ali Sadrzadeh für die taz].
       
       6.27 Uhr: Indonesien verlässt Friedensrat
       
       rtr | Mit Indonesien droht ein erstes Land, den von US-Präsident Donald
       Trump initiierten Friedensrat für den Gazastreifen wieder zu verlassen.
       Präsident Prabowo Subianto macht den Verbleib von Fortschritten für die
       Palästinenser abhängig. Sollte das Gremium keinen Nutzen bringen oder
       indonesischen Interessen widersprechen, werde sich Jakarta zurückziehen,
       teilt die Regierung nach einem Treffen mit islamischen Gruppen mit.
       
       ## 5.15 Uhr: Trump will kurdische Beteiligung
       
       rtr | US-Präsident Donald Trump ermutigt iranisch-kurdische Kräfte in Irak
       zu Angriffen auf Iran. „Ich finde es wunderbar, dass sie das tun wollen,
       ich wäre dafür“, sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. Iranisch-kurdische
       Milizen haben sich nach Angaben von drei mit der Angelegenheit vertrauten
       Personen in den vergangenen Tagen mit den USA darüber beraten, ob und wie
       sie die iranischen Sicherheitskräfte angreifen sollen. Die [4][im
       irakisch-iranischen Grenzgebiet ‌ansässigen Gruppen trainieren demnach für
       einen solchen Angriff]. Sicherheitskreisen zufolge gab es am Donnerstag
       zwei iranische Drohnenangriffe auf ein Lager der iranischen Opposition im
       irakischen Kurdistan.
       
       5.55 Uhr: Raketenbeschuss auch am siebten Tag
       
       afp | Israel und Iran haben sich auch am siebten Tag des Irankriegs mit
       schweren Angriffen überzogen. Die israelische Armee erklärte am
       Freitagmorgen, die „iranische Terrorregime-Infrastruktur“ in der Hauptstadt
       Teheran angegriffen zu haben. Das iranische Staatsfernsehen sprach von
       Explosionen in mehreren Gebieten der Stadt. Der israelische Armeechef Ejal
       Samir hatte zuvor die „nächste Phase“ in dem Krieg angekündigt.
       
       Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Freitagmorgen nach Angaben
       der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, Raketen in Richtung Tel Aviv
       abgefeuert zu haben. Es handle sich um einen Angriff mit Raketen und
       Drohnen, Ziel seien Orte „im Herzen von Tel Aviv“. In der israelischen
       Stadt waren Explosionen zu hören.
       
       ## 3.05 Uhr: Drohnenangriff auf Katar
       
       rtr | Ein Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar ist
       nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums abgewehrt worden. Es
       handelt sich um den größten US-Stützpunkt im Nahen Osten.
       
       ## 2.55 Uhr: Hisbollah fordert Räumung der Grenze
       
       rtr | Die libanesische Hisbollah-Miliz fordert die israelischen Anwohner
       zur Räumung von Grenzorten auf. In einer auf ihrem Telegram-Kanal auf
       Hebräisch veröffentlichten Nachricht heißt es, dass alle Ortschaften in
       einem Abstand von weniger als fünf Kilometern zur Grenze geräumt werden
       müssen. Die Aggression des israelischen Militärs gegen die libanesische
       Souveränität und Zivilisten werde nicht unbeantwortet bleiben, erklärte die
       Miliz weiter.
       
       ## 2.05 Uhr: Syrien öffnet Luftkorridor
       
       rtr | Syrien hat einen ‌Luftkorridor von der nördlichen Stadt Aleppo zum
       Mittelmeer für ausländische Fluggesellschaften geöffnet und will damit den
       lahmgelegten Flugverkehr in der Region entlasten. Der Korridor solle eine
       sichere Flugroute für ankommende und abfliegende Maschinen bieten, sagte
       der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, Omar Hosari. Zudem seien die
       Flugrouten im Norden des syrischen Luftraums in Richtung Türkei wieder
       freigegeben worden. Ein erster Flug der Syrian Air von Aleppo nach Istanbul
       ⁠sei bereits sicher gelandet und markiere die schrittweise Wiederaufnahme
       des Betriebs am internationalen Flughafen von Aleppo.
       
       Die Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt vom 6. bis 19. März den
       kommerziellen Flugbetrieb teilweise wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen
       von und nach Abu Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London,
       Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen
       mitteilt.
       
       ## 1.15 Uhr: VAE könnten iranische Vermögen einfrieren
       
       rtr | Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen einem ‌Bericht des
       „Wall Street Journal“ ‌zufolge, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe
       einzufrieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit den Gesprächen
       vertraute Personen.
       
       0.18 Uhr: US-Abgeordnete setzen Trumps Irankrieg keine Grenzen
       
       dpa | US-Kongressabgeordnete haben dem militärischen Vorgehen von
       US-Präsident Donald Trump in Iran keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung im
       Repräsentantenhaus über einen parteiübergreifenden Antrag, der dem Kongress
       ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt
       hätte, kam nicht auf genug Stimmen. Vier Demokraten stimmten mit der
       Mehrheit der Republikaner dagegen. Eine ähnliche Maßnahme war am Mittwoch
       bereits im Senat geblockt worden.
       
       Sogenannte War Powers Resolutions wurden erstmals in Reaktion auf den
       Vietnamkrieg 1973 angewendet. Ein Hauptmerkmal solcher Resolutionen sind
       beschleunigte Verfahren, mit denen der Kongress über die Entsendung oder
       den Abzug von Truppen entscheiden kann.
       
       23.38 Uhr: Trump droht Kuba
       
       rtr | US-Präsident Donald Trump will ‌sich nach eigenen Angaben mit Kuba
       befassen, sobald der Konflikt in Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt
       zuerst abschließen, sagte Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter
       Miami im Weißen Haus. Danach sei es „nur eine Frage der Zeit, bis Sie und
       viele großartige Menschen“ nach Kuba zurückkehren könnten.
       
       ## 23.01 Uhr: Ukraine unterstützt USA bei Drohnenabwehr
       
       rtr | Die Ukraine will die USA bei der Abwehr iranischer Drohnen
       unterstützen. Man habe eine entsprechende Anfrage aus Washington erhalten,
       erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Er habe die
       Entsendung von Spezialisten und Ausrüstung angeordnet, um beim Schutz vor
       „Schahed“-Drohnen zu helfen.
       
       ## 🐾 19.51 Uhr: Kurden in Iran gegen das Regime
       
       taz | Ein Bündnis der wichtigsten kurdischen Parteien in Iran organisiert
       den Widerstand in der Opposition. Bekommen sie Waffen von den USA? Für die
       taz erklärt [5][Jean Dumler en Bündnisfall].
       
       ## 19.37 Uhr: Macron unterstützt Libanon
       
       rtr | Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt an, die libanesischen
       Streitkräfte mit gepanzerten Fahrzeugen und logistischer Unterstützung zu
       stärken. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land
       erneut in einen Krieg hineingezogen werde. Die Hisbollah müsse ihr Feuer
       auf Israel sofort einstellen.
       
       ## 🐾 19.15 Uhr: Durchhalten im Irankrieg
       
       taz | Für wen spielt die Zeit in Iran? Israel und die USA versuchen Irans
       Angriffsarsenal auszuschalten, bevor ihnen und ihren Verbündeten in der
       Region selbst die Munition ausgeht, [6][schreibt Felix Wellisch für die taz
       aus Tel Aviv].
       
       ## 🐾 19.12 Uhr: Stimmen aus dem Iran
       
       taz | Unsicherheit und Hoffnung – Iraner erleben den Krieg mit gespaltenen
       Gefühlen. Manche begrüßen die Angriffe, andere bereiten sich auf einen
       neuen Aufstand vor. Die Situation ist fragil, [7][schreibt Teseo La Marca
       für die taz].
       
       ## 18.00 Uhr: Mehrheit der Deutschen hält Krieg für nicht gerechtfertigt
       
       rtr | Die Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge den
       Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran für nicht gerechtfertigt. 58
       Prozent sehen dies so, wie eine repräsentative Erhebung für den
       ARD-Deutschland-Trend ergibt. Nur 25 Prozent der Befragten halten den
       Angriff für gerechtfertigt. 17 Prozent sind unentschieden oder machen keine
       Angaben. Die Meinungsforscher von Infratest dimap befragten von Montag bis
       Mittwoch 1317 Wahlberechtigte. Die USA und Israel hatten am Samstag mit
       ihrem massiven Angriff auf Iran begonnen und dabei auch dessen geistliches
       und politisches Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, getötet.
       
       6 Mar 2026
       
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