# taz.de -- Israel und USA im Krieg mit Iran: Trump fordert „bedingungslose Kapitulation“
> Die USA bombardieren nach eigenen Angaben unterirdische
> Raketenabschussrampen. Israel nimmt Bunker in Teheran ins Visier und
> verstärkt Angriffe auch in Beirut.
(IMG) Bild: Teheran: Rauchschwaden steigen auf nach amerikanisch-israelischen Angriffen
16.47 Uhr: Israel warnt seine Bürger vor der Gefahr iranischer Streubomben
afp | Die israelischen Behörden haben ihre Bürger vor der Gefahr durch
iranische Streubomben gewarnt. Die Polizei veröffentlichte am Freitag einen
Aufruf, in dem einer ihrer Bombenentschärfungstechniker die Gefahren von
Streubomben erläuterte. Israel sei im aktuellen Krieg einer Vielzahl von
Bedrohungen ausgesetzt, „seien es Raketen, Drohnen oder Raketen“, sagt der
Experte. Eine dieser Bedrohungen sei „etwas weniger bekannt“, nämlich die
„Gefahr von Streumunition“. Die Polizei hatte am Mittwoch erklärt, dass
Experten Hinweise auf Streumunition gefunden hätten, nachdem
Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet worden waren. Videomaterial der
Nachrichtenagentur AFP von Donnerstagabend zeigte einen weiteren Angriff,
bei dem ein Schwarm brennender Geschosse über dem Zentrum Israels
niederging. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht dazu, doch ein
Militärexperte, der das AFP-Material analysierte, identifizierte die
Geschosse als Teil einer Streubombe. Streumunition gilt als besonders
verheerend: Eine Streubombe kann hunderte kleinerer Bomben freisetzen, die
oft größere Gegenden zerstören können.
16.45 Uhr: Weitere Charterflüge bringen US-Bürger aus Nahem Osten zurück
ap | Die US-Regierung hat ihre Rückholaktionen für im Nahen Osten
gestrandete Amerikaner intensiviert. Das Außenministerium in Washington
sprach am Freitag in einem Social-Media-Beitrag von weiteren Fliegern, die
dafür eingesetzt würden, darunter eine Maschine mit dem Logo des
American-Football-Teams New England Patriots, wie Fotos zeigten. Der
Eigentümer des Clubs, Robert Kraft, ist ein Freund und Unterstützer von
US-Präsident Donald Trump. Sein Football-Franchise habe jedoch nicht für
den Flug bezahlt, hieß es. Dafür sei das Außenministerium aufgekommen.
## 16.39 Uhr: Spanien bezeichnet Iran-Krieg als „schweren Fehler“
dpa | Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat erneut auf die scharfen
Attacken von US-Präsident Donald Trump reagiert und den Iran-Krieg als
„schweren Fehler“ bezeichnet. „Ich glaube, dass es zwischen verbündeten
Ländern gut ist zu helfen, wenn man Recht hat, und auch darauf hinzuweisen,
wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist“,
sagte Sánchez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem
portugiesischen Kollegen Luís Montenegro im südspanischen Huelva. Dieser
Fehler werde „uns alle“ teuer zu stehen kommen, wie schon jetzt durch
steigende Energiepreise, warnte Sánchez. Erneut warf er Israel und den USA
vor, mit ihren Angriffen auf den Iran das Völkerrecht zu brechen.
Selbstverständlich lehne auch Spanien das „iranische Regime“ ab. Aber
dennoch müssten das internationale Recht und die Menschenrechte beachtet
werden, betonte der Sozialist.
## 16.35 Uhr: Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus Nahost ab
rtr | Die Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus der Region rund um den
Iran ab. Aufgrund der Sicherheitslage würden Soldaten im Rahmen des
Unifil-Einsatzes im Libanon abgezogen, sagt ein Sprecher der Bundeswehr.
In Erbil im Irak war die Zahl der Soldaten bereits deutlich reduziert
worden. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge
sind Soldaten aus Bahrain bereits abgezogen worden, in Kuwait werde dies
vorbereitet. Zudem seien Soldaten und Botschaftsmitarbeiter von Bagdad nach
Jordanien gebracht worden. Dazu äußert sich der Bundeswehr-Sprecher nicht.
In der gesamten Region waren zuletzt etwa 500 Bundeswehrsoldaten
stationiert, im Wesentlichen im Irak und Jordanien.
## 16.34 Uhr: Libanon: Bereits mehr als 200 Tote nach Angriffen Israels
dpa | Im Zuge der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah
sind im Libanon nach Behördenangaben bereits 217 Menschen getötet worden.
798 Menschen wurden bisher verletzt, wie das Gesundheitsministerium in
Beirut mitteilte.
## 16.32 Uhr: USA bringen Tausende Menschen aus Nahost in Sicherheit
rtr | Die USA bringen nach Angaben von Präsident Donald Trump Tausende
Menschen aus verschiedenen Ländern im Nahen Osten in Sicherheit. Dies
geschehe angesichts des militärischen Konfliktes zwischen den USA, Israel
und dem Iran „leise, aber reibungslos“, erklärt Trump in einem Beitrag in
sozialen Medien. Weitere Einzelheiten nennt er nicht.
## 16.30 Uhr: Bericht: USA wohl hinter Angriff auf Schule im Iran mit über
150 Toten
afp | Die USA sind laut einem Medienbericht wahrscheinlich für den Angriff
auf eine Schule im Iran mit womöglich mehr als 150 Toten verantwortlich.
Die „New York Times“ berichtete am Freitag, dies habe eine Auswertung von
Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben.
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk drängte auf eine rasche
Untersuchung. [1][Mehr auf taz.de]
## 16.26 Uhr: Pentagon-Vertreter dementiert iranischen Bericht über
Drohnentreffer an „USS Lincoln“
afp | Der in der Golfregion eingesetzte US-Flugzeugträger „USS Abraham
Lincoln“ ist nach US-Angaben nicht von einer iranischen Drohne getroffen
worden. „Die Berichte stimmen nicht“, erklärte ein Vertreter des
US-Verteidigungsministeriums am Freitag mit Blick auf entsprechende
Meldungen des iranischen Staatsfernsehens vom Vortag. Die iranischen
Revolutionsgarden hatten dem Staatsfernsehen zufolge das US-Kriegsschiff
mit Drohnen getroffen. Das iranische Staatsfernsehen hatte in seinem
Bericht am Donnerstag keine weiteren Einzelheiten geliefert. Die
Revolutionsgarden hatten zuvor für sich reklamiert, die „USS Lincoln“
getroffen zu haben. Das Pentagon erklärte zunächst jedoch, dass
„abgefeuerte Raketen nicht einmal in die Nähe“ des Schiffes gekommen seien.
Die Revolutionsgarden hatten zuvor Vergeltung für die am vergangenen
Samstag begonnenen US-israelischen Angriffe angedroht. Sie kündigten „die
heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen
Republik Iran“ an.
## 16.16 Uhr: Hisbollah-Führung beschreibt Konflikt mit Israel als
religiösen Kampf
ap | Die militärische Führung der Hisbollah hat den Konflikt mit Israel als
religiöse Schlacht charakterisiert. In einer Nachricht an die
Hisbollah-Kämpfer rief das Militärkommando der Schiitenmiliz dazu auf, „die
Nation zu verteidigen“, um sicherzustellen, dass das gelbe Banner der
Hisbollah weiter wehe. Die Kämpfer seien gefordert, „bis in den Tod“ zu
kämpfen. Die Situation entspreche dem Kampf des Enkels des islamischen
Propheten Mohammed, Imam Hussein, der in der Schlacht von Kerbela im Jahr
680 nach christlicher Zeitrechnung getötet wurde und schiitischen Muslimen
als Symbol des Widerstands in der Auseinandersetzung um die rechtmäßige
Nachfolge Mohammeds gilt. „Tötet sie, wo immer ihr sie findet“, hieß es in
dem Schreiben. „Kerbela ereignet sich erneut.“
## 16.13 Uhr: Iranisches Staatsfernsehen: Feuer auf Schiff in Straße von
Hormus nach Drohnenangriff
afp | Das iranische Staatsfernsehen hat am siebten Tag des Iran-Krieges
einen erneuten Drohnenangriff auf ein Schiff in der strategisch und
wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus gemeldet. Auf dem Schiff sei
infolge des Beschusses ein Feuer ausgebrochen, berichtete das
Staatsfernsehen am Freitag. Der Sender machte keine Angaben zum Schiffstyp
oder dessen Herkunft. Zuvor hatte ein iranischer Militärsprecher erklärt,
ein US-Öltanker stehe nach einem Angriff der iranische Streitkräfte in
Brand.
## 16.12 Uhr: Sicherheitsbeamter: Flughafen und Öleinrichtungen im Süden
Iraks von Drohnen getroffen
afp | Im Süden des Irak haben Drohnen nach Angaben eines Sicherheitsbeamten
den Flughafen der Stadt Basra sowie zwei Öleinrichtungen getroffen. „Eine
Drohne stürzte auf das Frachtterminal des Flughafens von Basra“, sagte der
Beamte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Zwei weitere Drohnen hätten
ein US-Unternehmen im Ölkomplex von Burdschesia getroffen sowie eine vierte
Drohne das Ölfeld in Rumaila, wo das britische Energieunternehmen BP tätig
ist.
## 15.35 Uhr: Iranischer Polizeichef: Polizisten dürfen auf mutmaßliche
„Plünderer“ schießen
afp | Inmitten des Krieges mit den USA und Israel sind iranische Polizisten
nach den Worten ihres Chefs Ahmad Radan angewiesen worden, auf mutmaßliche
„Plünderer“ zu schießen. „Da wir uns in einer Kriegssituation befinden,
habe ich den Befehl erteilt, auf potenzielle Diebe zu schießen“, sagte
Radan im iranischen Staatsfernsehen. Er fügte hinzu, dass jeder Dieb
„schnell neutralisiert“ werde. Zudem sagte er, die Behörden hätten
Maßnahmen ergriffen, um die Ordnung im Internet aufrechtzuerhalten. Radan
begründete dies mit angeblicher „Hetze“ durch „eine Gruppe bezahlter
Agenten“ gegen „die Einheit“ des Landes.
## 15.29 Uhr: Schweizer Botschaft in Teheran bleibt offen
dpa | Die Schweiz hält ihre Botschaft in Teheran weiter offen. Sechs
Schweizer und 18 lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien dort weiter
tätig, teilte das Außenministerium in Bern mit. Vier Schweizer hatten das
Land am 3. März verlassen. Die Schweiz agiert als sogenannte Schutzmacht
der USA im Iran. Sie vertritt dort seit dem Abbruch der
amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen der USA. Sie übermittelt
Botschaften zwischen beiden Ländern und betreut bei Bedarf amerikanische
Staatsbürger. Die Deutsche Botschaft Teheran ist nach Angaben des
Auswärtigen Amtes für den Publikumsverkehr vorübergehend geschlossen. In
Notfällen ist ein Bereitschaftsdienst telefonisch zu erreichen, wie es auf
der Webseite der Botschaft hieß.
15.23 Uhr: Trump: „Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben“
ap | US-Präsident Donald Trump hat Verhandlungen mit der iranischen Führung
über ein Ende des Krieges im Nahen Osten weitgehend ausgeschlossen. „Es
wird kein Abkommen mit dem Iran geben, außer einer bedingungslosen
Kapitulation“, schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social.
„Danach und nach der Auswahl eines großartigen und akzeptablen Führers
werden wir und viele unserer wunderbaren und sehr mutigen Verbündeten und
Partner unermüdlich daran arbeiten, den Iran vom Rand der Zerstörung
zurückzuholen und ihn wirtschaftlich größer, besser und stärker als je
zuvor zu machen.“ Weiter schrieb Trump wie so oft komplett in
Großbuchstaben: „Der Iran wird eine großartige Zukunft haben.“ In Anlehnung
an seinen Wahlkampfslogan „Make America Great Again (MAGA)“ fügte Trump
hinzu: „Make Iran Great Again (MIGA!)“.
## 15.20 Uhr: Öl-Preis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren
afp | Der Öl-Preis ist vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation im
Nahen Osten weiter gestiegen. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel der
Nordsee-Sorte Brent zeitweise 90,25 Dollar – ein Anstieg um mehr als fünf
Prozent seit Handelsbeginn und der höchste Stand seit April 2024. Die
US-Sorte WTI legte um gut 8,1 Prozent auf rund 87,56 Dollar zu. Zuvor
hatten die Behörden im Nordirak einen Angriff auf ein von der US-Firma HKN
Energy betriebenes Ölfeld gemeldet. Die Produktion sei daraufhin
eingestellt worden, hieß es. Zudem ist die Straße von Hormus weiterhin de
facto gesperrt, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports
verläuft. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird
vom iranischen Militär kontrolliert.
## 15.20 Uhr: Merz: Arbeite mit Partnern auf Friedensordnung im Nahen Osten
hin
rtr | Deutschland wirkt nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz in
Abstimmung mit Partnern in Europa und im Nahen Osten auf ein rasches
Kriegsende im Iran und weiteren Staaten der Region hin. „Eine dauerhafte
Fortführung dieses Krieges wäre nicht in unserem Interesse“, sagte Merz am
Freitag auf der Internationalen Handwerksmesse in München. „Das Leitbild
muss eine regionale Friedensordnung sein, die Sicherheit und Existenz aller
Staaten, einschließlich Israels und der Golfstaaten, gewährleistet“, sagte
Merz. „Die territoriale Integrität des Iran muss gewahrt bleiben.“
„Wir möchten hier kein syrisches Szenario erleben“, sagte Merz mit Blick
auf den jahrelangen Bürgerkrieg in dem Land. Ein Zusammenbruch des
iranischen Staates und auf iranischem Boden ausgetragene
Stellvertreterkonflikte könnten „weitreichende Folgen haben für Europa,
unter anderem auch für die Sicherheit, für die Energieversorgung und für
die Migration“. Deutschland habe „ein hohes eigenes Interesse an einem Ende
der Kämpfe, um auch neue Flüchtlingsströme aus der Region zu vermeiden“.
Merz sagte, er appelliere an die USA und Israel, die den Iran angegriffen
hatten, rasch Voraussetzungen für eine demokratische Stabilisierung des
Iran zu schaffen. „Öffentliche Ordnung und Grundversorgung müssen
aufrechterhalten werden.“
## 15.09 Uhr: Kurdische Kämpfer im Irak melden iranische Angriffe auf ihre
Stellungen
afp | Am siebten Tag des Iran-Krieges hat der Iran nach kurdischen Angaben
erneut Stellungen der iranisch-kurdischen Opposition im Nordirak
angegriffen. „Unsere Stellungen werden vom iranischen Feind angegriffen“,
sagte ein Vertreter der Demokratischen Partei Iranisch-Kurdistans (PDKI) am
Freitag der Nachrichtenagentur AFP. „Nach einem Angriff heute Morgen wurden
unsere Stützpunkte vor 20 Minuten erneut mit sechs Drohnen attackiert“,
führte er aus. Der Angriff dauere an. Teheran hatte für den Fall eines
Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran mit Angriffen
auf „alle Einrichtungen“ im Nachbarland gedroht. „Bisher wurden nur
Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der
Region ins Visier genommen“, hieß es nach Angaben der iranischen
Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des iranischen
Verteidigungsrates. Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den Iran
eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des kurdischen
Irak das Ziel“ von Angriffen.
## 15.00 Uhr: Kiew will „in Kürze“ Militärexperten in die Golfregion
entsenden
afp | Die Ukraine wird nach Angaben eines hochrangigen ukrainischen
Regierungsvertreters „in Kürze“ Militärexperten in die Golfregion
entsenden, um die USA und ihre Verbündeten bei der Abwehr iranischer
Drohnen zu unterstützen. „Die Ankunft von ukrainischem Militärpersonal am
Persischen Golf wird in naher Zukunft erwartet“, sagte der hochrangige
Vertreter Kiews, der anonym bleiben wollte, am Freitag der
Nachrichtenagentur AFP. Demnach liefen Gespräche darüber, wie dieser
Einsatz aussehen könnte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
hatte am Donnerstag erklärt, die USA hätten Kiew um Unterstützung bei der
Abwehr von iranischen Drohnen gebeten. Der Iran setzt Drohnen und Raketen
bei seinen Angriffen als Reaktion auf die US-israelische Angriffe seit
vergangenem Samstag ein. Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkrieg gegen
Russland auch viele Erfahrungen darin gesammelt, Drohnen abzuwehren. Der
Iran hatte in den vergangenen Jahren iranische Drohnen an Russland
geliefert.
## 14.58 Uhr: Freitagsgebete in Teheran: Proteste und Loyalität für
Chamenei
ap | Tausende Menschen haben sich zu den Freitagsgebeten in den Straßen der
iranischen Hauptstadt Teheran versammelt. Mit geballten Fäusten und
iranischen Flaggen zogen die Demonstranten an einem Plakat des getöteten
Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei vorbei und skandierten: „Wir werden
kämpfen, wir werden sterben, wir werden uns nicht demütigen lassen“ sowie
„Keine Kompromisse, keine Kapitulation, Vernichtung Israels“. Der 54 Jahre
alte Hassan Fathollahi sagte, er habe seine Kinder mitgebracht, um den
Feinden des Landes zu verdeutlichen, dass die Menschen ihr Leben für die
islamische Revolution opfern würden. „Wir werden das Blut unseres Führers
nicht aufgeben. Jeder einzelne Sohn Irans ist bereit, gegen Amerika und
Israel bis zum Sieg zu kämpfen, so Gott will“, sagte er.
## 14.49 Uhr: UKMTO: Schlepper in Straße von Hormus von Geschossen
getroffen
rtr | In der Straße von Hormus ist der britischen Seeschifffahrtsbehörde
UKMTO zufolge ein Schlepper von Geschossen getroffen worden. Die Art der
Geschosse sei zunächst nicht bekannt. Der Vorfall habe sich sechs
Seemeilen nördlich des Omans ereignet. Die für die Schifffahrt und
insbesondere für die Erdölexporteure äußerst wichtige Straße von Hormus
liegt zwischen dem Iran und dem Oman. Seit Beginn des Krieges am 28.
Februar ist die Passage durch die Meerenge praktisch zum Erliegen gekommen.
Es gab dort immer wieder Angriffe auf Schiffe.
14.07 Uhr: Iran greift erneut Ziele in der Golfregion an
ap | Der Iran hat fast eine Woche nach Beginn des Krieges mit den USA und
Israel erneut verschiedene Ziele in der Golfregion angegriffen. Die
iranischen Revolutionsgarden erklärten am Freitag, sie hätten
US-Radarsysteme in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Katar
zerstört. Die Armee erklärte laut iranischem Staatsfernsehen,
US-Militärstützpunkte in Kuwait angegriffen zu haben. Die Angriffe würden
in den kommenden Stunden fortgesetzt. In Kuwait-Stadt waren nach Angaben
eines Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Explosionen zu hören. Die
Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe im Luftraum von
Kuwait im Einsatz, erklärte das Verteidigungsministerium. In Bahrains
Hauptstadt Manama gab es laut einem AFP-Journalisten ebenfalls
Detonationen. Das Innenministerium rief die Menschen auf, Ruhe zu bewahren
und sich an einen sicheren Ort zu begeben. Auch im Iran gab es iranischen
Medien zufolge Explosionen. Betroffen sei Bandar Abbas, eine strategisch
wichtige Hafenstadt am Persischen Golf.
## 13.38 Uhr: Iran-Krieg treibt Frachtpreise für Hilfslieferungen hoch
dpa | Der Iran-Krieg sorgt für erheblich teurere Schiffsfrachtpreise in der
Region – und erschwert damit die humanitäre Hilfe noch weiter. Große
Transportunternehmen hätten Zuschläge für Konflikt- und Kriegsrisiken in
Höhe von rund 3.000 Dollar pro Container eingeführt, berichtet die
UN-Organisation für Migration IOM in Genf. Die humanitäre Hilfe ist wegen
starker Budgetkürzungen in vielen Ländern ohnehin schon reduziert. Die
Organisation liefert sonst von Dubai aus unter anderem gepanzerte Fahrzeuge
und anderes Material in afrikanische Länder und darüber hinaus. Wegen der
Sicherheitslage können aber unter anderem in der wichtigen Meerenge von
Hormus zwischen dem Iran und Oman praktisch keine Schiffe mehr fahren.
„Kommerzielle Spediteure haben uns über vorübergehende Verzögerungen bei
einigen Transporten und risikobedingte Änderungen der Frachtraten
informiert“, sagt die IOM-Spezialistin Anne Kathrin Schäfer. Wann
Lieferungen wieder starten können, ist ungewiss. Besonders für den Sudan
sei die Lage katastrophal, hieß es. Das Land hänge von Schiffslieferungen
in den Hafen von Port Sudan ab. Auch die Lieferungen nach Somalia und
Südsudan seien betroffen.
## 13.00 Uhr: Israel: Angriff auf Chameneis unterirdischen Bunker
dpa Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge den unterirdischen
Militärbunker des getöteten Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah
Ali Chamenei angegriffen. Der unterirdische Komplex befinde sich unter
iranischen Regierungsgebäuden im Zentrum der Hauptstadt Teheran, teilte das
israelische Militär mit. Irans Staatsoberhaupt wurde vor fast einer Woche
bei den israelischen und US-Luftangriffen in Iran getötet. Sein nun von
rund 50 israelischen Kampfjets angegriffener Bunker sei von hochrangigen
Vertretern der iranischen Führung genutzt worden. Er habe der Regierung
„als Basis für militärische Aktivitäten“ gedient, teilte Israels Armee
weiter mit.
Der Bunker soll sich den Angaben zufolge unterhalb mehrerer Straßen
erstreckt und zahlreiche Eingänge gehabt haben. Der Angriff auf den Komplex
schwäche „die Führungs- und Kontrollfähigkeiten des Regimes“ weiter,
erklärte das israelische Militär. In Teheran berichteten Augenzeugen von
heftigen Explosionen und Erschütterungen, die in vielen Wohnungen zu spüren
waren.
## 12.57 Uhr: Auswärtiges Amt: Zypern hat EU-Beistandsklausel nicht
ausgelöst
rtr Das EU-Land Zypern hat nach Angaben des Auswärtigen Amts nach einem
Angriff mit iranischen Raketen die EU-Beistandsklausel nicht ausgelöst. Die
zyprische Regierung habe bilateral einzelne Staaten um Hilfe gebeten, sagt
ein Sprecher des Außenministeriums. „Griechenland hat zwei Fregatten und
Kampfflugzeuge bereitgestellt, die sind auch bereits in Zypern angekommen.“
Frankreich verlege eine Fregatte in zyprische Hoheitsgewässer und habe die
Entsendung eines Flugzeugträgers in Aussicht gestellt. „Insofern ist die
Lage da … nicht so dramatisch.“ Eine Sprecherin des
Verteidigungsministeriums betont, dass Deutschland derzeit keine
zusätzlichen militärischen Fähigkeiten für Zypern plane. Der deutsche Fokus
liege weiterhin auf militärischen Beiträgen an der Ost- und Nordflanke der
Nato.
## 12.56 Uhr: Peseschkian: Einige Länder beginnen Vermittlungsbemühungen
rtr | Dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian zufolge haben einige
Länder Vermittlungsbemühungen aufgenommen. „Unsere Antwort an sie ist klar:
Wir setzen uns für einen dauerhaften Frieden in der Region ein“, erklärt
Peseschkian. Die iranische Führung zögere aber auch nicht, „die Würde und
Autorität unseres Landes zu verteidigen“.
## 12.55 Uhr: Katarische Marineangehörige bei iranischem Angriff auf
Bahrein unverletzt
afp | Iran hat nach Angaben aus Katar bei einem Angriff auf Bahrain auch
Gebäude ins Visier genommen, in denen sich Angehörige der katarischen
Marine aufhielten. Diese seien unverletzt geblieben, teilte das
Außenministerium von Katar am Freitag mit. Die katarischen
Marineangehörigen hätten sich in Bahrain aufgehalten, um dort am Maritimen
Operationszentrum des Vereinten Militärkommandos des Golf-Kooperationsrats
teilzunehmen.
## 12.52 Uhr: Israels Militär erteilt Evakuierungsbefehl für Gebiet in Ghom
im Iran
rtr Das israelische Militär erteilt einen Evakuierungsbefehl für die
iranische Stadt Ghom. Dies betreffe ein Industriegebiet, heißt es in der
Erklärung. Anwohner seien aufgerufen, das Gebiet zu verlassen. Ghom liegt
im Zentrum des Irans, südlich von Teheran, und gilt den Schiiten als
heilige Stadt.
## 12.52 Uhr: Aserbaidschan evakuiert Diplomaten aus Iran
afp | Nach dem Einschlag mehrerer im Iran gestarteter Drohnen in
Aserbaidschan hat die Regierung in Baku den Abzug ihres diplomatischen
Personals aus dem benachbarten Iran angekündigt. Dies betreffe sowohl die
Botschaft in Teheran als auch das Konsulat in Täbris, sagte Außenminister
Dschejhun Bajramow am Freitag. Die Vorbereitungen dazu liefen derzeit. Er
habe am Donnerstag mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi über das
Thema gesprochen, fuhr Bajramow fort. „Die iranische Seite hat versprochen,
den Vorfall gründlich zu untersuchen, und wir erwarten Ergebnisse.“
## 12.45 Uhr: Griechenland will Patriot-System zum Schutz Bulgariens
verlegen
afp | Griechenland plant die Verlegung eines Luftabwehrsystems vom Typ
Patriot in den Norden des Landes, um Nachbar Bulgarien bei der Verteidigung
gegen mögliche Angriffe aus dem Iran zu unterstützen. Das Patriot-System
werde „in den nächsten Stunden“ verlegt, „um einen Großteil des
bulgarischen Territoriums vor Raketenangriffen zu schützen“, sagte der
griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias am Freitag im griechischen
Fernsehen. Griechenland werde „jede mögliche Unterstützung für Bulgariens
ballistische Raketenabwehr gegen Iran“ bereitstellen, betonte er. Neben dem
Patriot-System werden auch zwei Kampfjets vom Typ F-16 an einen
Luftwaffenstützpunkt im Norden Griechenlands verlegt, um Bulgarien beim
Schutz seines Luftraums zu unterstützen. Er sei in den vergangenen Tagen
mit seinem bulgarischen Kollegen Atanas Zapryanov in Kontakt gewesen,
erläuterte Dendias. Zuvor habe Sofia um Hilfe bei der Luftverteidigung
gebeten.
## 12.44 Uhr: Iran meldet Angriff auf Öltanker „in US-Besitz“ vor Kuwait
dpa | Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Öltanker
angegriffen. Das Schiff „in US-Besitz“ sei vor der Küste Kuwaits attackiert
worden und stehe in Flammen, berichtete der staatliche Rundfunk unter
Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam al-Anbija“, das in
Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Außerdem seien wieder
Ziele in Israel und US-Stellungen in den Golfstaaten mit fortschrittlichen
Raketen angegriffen worden, hieß es in einem Bericht des Rundfunks. Dabei
sei auch die Rakete vom Typ „Chorramshahr 4“ mit einem
Zwei-Tonnen-Gefechtskopf zum Einsatz gekommen.
## 12.41 Uhr: Neue israelische Angriffe auf Vorstädte Beiruts
dpa | Die südlichen Vorstädte Beiruts sind am Vormittag zum Ziel erneuter
israelischer Angriffe geworden. Auch aus dem Libanon flogen wieder Raketen
in Richtung Israel. Bei einem israelischen Angriff auf ein Wohnhaus in der
libanesischen Küstenstadt Sidon kamen nach Angaben von Behörden im Libanon
fünf Menschen ums Leben, sieben weitere wurden demnach verletzt. Bei einem
der Toten soll es sich nach Angaben von Sicherheitskreisen um ein
Hamas-Mitglied gehandelt haben. In Aufnahmen waren dicke Rauchschwaden über
den als Dahija bezeichneten südlichen Vorstädten Beiruts zu sehen. Die
dicht besiedelten Viertel gelten als Hochburg der mit Iran verbündeten
Schiitenmiliz Hisbollah. Deren Infrastruktur sei Ziel der Attacken, teilte
das israelische Militär kurz vor Beginn der neuen Angriffswelle mit. Die
Hisbollah bekannte sich unterdessen zu dem Raketenbeschuss auf den Norden
Israels. Aus Kreisen der UN-Friedensmission Unifil wurde die Zahl der in
Richtung Israel abgegebenen Geschosse auf etwa 250 beziffert. Berichte über
Tote oder Verletzte von dort gab es zunächst keine.
## 12.14 Uhr: Teheran: Iraner versammeln sich zum ersten Freitagsgebet seit
Kriegsbeginn
afp | In Teheran haben sich zahlreiche Iranerinnen und Iraner zum ersten
Freitagsgebet seit Beginn des Iran-Krieges versammelt. Schwarz gekleidete
Menschenmassen strömten auf den Platz vor der Großen Moschee in der
iranischen Hauptstadt, einige Menschen schwenkten die iranische Flagge, wie
iranische Medien am Freitag zeigten. Es handelte sich um das erste Gebet
seit der Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali
Chamenei. Über einen Lautsprecher wurden Gebete im Andenken an Chamenei
verlesen. „Wir bezeugen, dass er die Verkörperung von Frömmigkeit und
Schutz in unserer Zeit war“, ertönte die Stimme eines Mannes, während
einige Gläubige auf Gebetsteppichen saßen und weinten. Im Anschluss wurden
Koranverse rezitiert. Aufnahmen aus weiteren iranischen Städten, darunter
Ilam und Borudscherd im Westen und Sahedan im Südosten des Landes, zeigten
ähnliche Bilder.
## 12.04 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf Nordirak im Falle von Eindringen
kurdischer Kämpfer
afp | Für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in
den Iran hat die Führung in Teheran mit Angriffen auf „alle Einrichtungen“
im Nachbarland gedroht. „Bisher wurden nur Stützpunkte der USA und Israels
sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen“, hieß es
nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des
iranischen Verteidigungsrates. Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den
Iran eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des
kurdischen Irak das Ziel“ von Angriffen.
## 11.57 Uhr: Libanesischer Premier Salam bittet um internationale Hilfe
ap | Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hat die internationale
Gemeinschaft wegen des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und der
Hisbollah-Miliz um Hilfe gebeten. Wegen der Kämpfe seien zahlreiche
Menschen auf der Flucht. „Es droht eine humanitäre Katastrophe“, sagte er.
Die internationale Gemeinschaft solle helfen, die Angriffe Israels zu
stoppen und darauf drängen, dass die Infrastruktur des Landes verschont
bleibe. Salam kritisierte neben Israel auch die Hisbollah, die von Iran
unterstützt wird und im Libanon eine Art Staat im Staat bildet. Der Libanon
und das libanesische Volk hätten sich diesen Krieg nicht ausgesucht, sagte
er.
## 11.38 Uhr: IEA-Chef: Es gibt „reichlich Öl“ auf dem Markt
afp | Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat
versucht, Sorgen vor einer weltweiten Ölkrise im Zusammenhang mit dem
Irankrieg zu entkräften. „Es gibt heute reichlich Öl auf dem Markt“, sagte
Birol am Freitag in Brüssel. Eine durch den Krieg verursachte „logistische
Störung“ führe zwar zu „Herausforderungen für viele Länder“, räumte er ein,
aber: „Es gibt keinen Ölmangel“. Birol sprach von einem „ernsten Problem“.
Dennoch gebe es einen „enormen Überschuss“ an Öl auf dem Markt. Mit Blick
auf die strategischen Ölreserven der IEA sagte Birol, dass „alle Optionen
auf dem Tisch liegen“. Derzeit gebe es aber „keine Pläne für ein
gemeinsames Handeln“.
## 11.37 Uhr: UNHCR: Hunderttausende im Nahen Osten auf der Flucht –
Humanitärer Notfall
rtr | Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im
Nahen Osten als großen humanitären Notfall ein. Sowohl im Libanon als auch
in Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000
Menschen vertrieben worden, teilt UNHCR-Direktor Ayaki Ito in Genf mit.
Zudem seien Zehntausende syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in ihr
Heimatland zurückgekehrt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt
angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem
Ausbruch von Krankheiten.
## 11.22 Uhr: Ölpreise steigen auf höchsten Stand seit April 2024
rtr | Der Ölpreisanstieg nimmt wieder an Fahrt auf. Das US-Öl WTI steigt
wegen der Furcht vor langfristigen Lieferausfällen durch den Nahostkrieg um
bis zu 4,8 Prozent auf 84,90 Dollar je Fass, den höchsten Stand seit April
2024. Das Nordseeöl Brent markiert mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 87,66
Dollar je Fass ebenfalls ein 23-Monats-Hoch. Katar rechnet damit, dass alle
Energieerzeuger am Golf ihre Exporte innerhalb weniger Wochen einstellen
und den Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel treiben werden, sagte der
Energieminister des Landes, Saad al-Kaabi, in einem am Freitag
veröffentlichten Interview mit der Financial Times. Selbst wenn der Krieg
sofort beendet würde, würde Katar „Wochen bis Monate“ brauchen, um zu einem
normalen Lieferzyklus zurückzukehren, erklärt Kaabi.
## 11.16 Uhr: Zweiter Evakuierungsflug für Deutsche in Frankfurt gelandet
afp | Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für
in der Golfregion wegen des Irankrieges festsitzende Deutsche ist
eingetroffen. Laut Informationen des Flughafens Frankfurt am Main landete
die Maschine der Fluggesellschaft Condor dort am Freitag kurz vor 11.00
Uhr. Das Flugzeug kam aus Maskat in Oman und war in der Nacht im
ägyptischen Hurghada zwischengelandet. Eigentlich war dieser Flug bereits
am Donnerstagabend in Deutschland erwartet worden. Der Abflug hatte sich
jedoch erheblich verzögert. Zahlreiche Flughäfen der Golfregion sind wegen
iranischen Beschusses geschlossen oder im Betrieb stark eingeschränkt,
Maskat jedoch nicht. Reisende aus anderen Golfstaaten wurden vielfach auf
dem Landweg dorthin gebracht.
11.11 Uhr: USA bombardieren unterdische Raketenstellungen Irans
ap | Die USA haben nach eigenen Angaben unterirdische Raketenabschussrampen
in Iran attackiert. B-2 Tarnkappenbomber hätten am Freitagmorgen Dutzende
Penetrator-Bomben auf tief vergrabene Abschussrampen für ballistische
Raketen abgeworfen, sagte der Chef des US-Regionalkommandos im Nahen Osten,
Brad Cooper. „Wir haben auch das iranische Äquivalent des Weltraumkommandos
getroffen, was ihre Fähigkeit vermindert, die Amerikaner zu bedrohen“,
sagte er.
Iran beschießt seit Beginn des Krieges Ende Februar Länder in der
Golfregion, in denen US-Streitkräfte stationiert sind. Katar meldete am
Morgen, es habe einen Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid
abgefangen, wo wesentliche Teile des US-Regionalkommandos untergebracht
sind. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, die
Streitkräfte des Königreichs hätten drei ballistische Raketen abgefangen
und zerstört, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan südlich von
Riad abgefeuert worden seien. Auch dort sind US-Truppen stationiert. Cooper
sagte, die iranischen Angriffe hätten inzwischen ein Dutzend Länder
getroffen. „Diese zwölf Länder sind nicht allzu glücklich und ich freue
mich auf die Zusammenarbeit mit allen Partnern, die bereit sind, sich uns
anzuschließen“, sagte er.
## 11.01 Uhr: Rheinmetall steht für Raketen-Produktion bereit
rtr | Rheinmetall sieht sich durch den Irankrieg in seinen Plänen
bestätigt, die Raketenfertigung so schnell wie möglich auszubauen. Der
stark wachsende Bedarf untermauere die Entscheidung, neue Kapazitäten zur
Herstellung von Raketen oder Raketenmotoren zu schaffen, teilte der
Konzern am Freitag auf Anfrage mit. Geplant sind neue Fertigungen am
niedersächsischen Standort Unterlüß sowie im spanischen Burgos. Anlagen für
Raketen in Unterlüß sollten im ersten Quartal 2027 fertiggestellt werden.
Rheinmetall reagiert damit nach eigenen Angaben auf die begrenzten
Fertigungskapazitäten in der westlichen Welt und will die lokale
Wertschöpfung in Europa stärken. Experten hatten mit Blick auf den
Irankrieg vor einer Verknappung von Raketen und Munition gewarnt. Auch
Flugabwehrraketen könnten nicht ausreichend vorhanden sein.
## 10.52 Uhr: Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden
dpa | Der Militäreinsatz „Gewaltiger Zorn“ der USA mit Luftangriffen auf
Iran hat allein in den ersten 100 Stunden nach unterschiedlichen
Schätzungen bereits mehrere Milliarden Dollar gekostet – die Bandbreite der
angenommenen Kosten ist allerdings groß. So geht das Institut Center for
Strategic and International Studies (CSIS) mit Sitz in Washington von 3,7
Milliarden Dollar (knapp 3,2 Milliarden Euro) in den ersten vier Tagen aus.
Es stützt sich dabei eigenen Angaben zufolge auf die wenigen Details, die
das US-Verteidigungsministerium bisher offengelegt hat. Die Zeitung Wall
Street Journal schreibt am Freitag von fast 11 Milliarden Dollar in den
ersten vier Tagen und beruft sich dabei auf Elaine McCusker, die in der
ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Pentagon für den
Verteidigungsetat zuständig war. Diese Kosten umfassen dem Zeitungsbericht
zufolge auch die Stationierung von mehr als zwölf Schiffen und 100
Flugzeugen im Nahen Osten seit Dezember.
Das Pentagon hat laut McCusker wahrscheinlich Abfangraketen im Wert von
rund 5,7 Milliarden US-Dollar zur Abwehr iranischer ballistischer Raketen
und Drohnen eingesetzt, wie das Wall Street Journal weiter schreibt.
Weitere 3,4 Milliarden US-Dollar entfielen auf Bomben und andere
Raketentypen. Die Kostenschätzung beinhalte weder Gehälter, Ausbildung noch
den Einsatz nationaler Ressourcen in der Region. „Die Umstellung der
US-Streitkräfte auf kostengünstigere Munition und der starke Rückgang
iranischer Drohnen- und Raketenstarts werden die Kosten senken“, heißt es
in der Analyse der Denkfabrik CSIS vom Donnerstag. „Die zukünftigen Kosten
werden jedoch maßgeblich von der Intensität der Operationen und der
Wirksamkeit iranischer Vergeltungsmaßnahmen abhängen.“ Das Institut verwies
ferner darauf, dass sowohl Trump als auch Verteidigungsminister Pete
Hegseth am Donnerstag, dem sechsten Tag der Angriffe, angedeutet hätten,
dass der Konflikt noch „Wochen“ andauern könnte.
10.49 Uhr: Einwohner von Dubai erhalten Warnung vor möglichen
„Raketenbedrohungen“ auf ihre Handys
afp | Die Einwohner von Dubai haben vom Innenministerium der Vereinigten
Arabischen Emirate am Freitag inmitten des Irankrieges eine Warnung auf
ihre Handys erhalten, sich wegen möglicher „Raketenbedrohungen“ in
Sicherheit zu bringen. „Aufgrund der aktuellen Lage und potenzieller
Raketenbedrohungen suchen Sie sofort Schutz in dem nächstgelegenen sicheren
Gebäude und halten Sie sich von Fenstern, Türen und offenen Bereichen
fern“, heißt es in der Warnung laut Journalisten der Nachrichtenagentur
AFP.
## 10.41 Uhr: EU-Kommissar: USA haben nicht genug Luftabwehrraketen für
Golfstaaten und Ukraine
afp | Die USA haben nach Einschätzung von EU-Verteidigungskommissar Andrius
Kubilius nicht ausreichend Luftabwehrraketen, um die Golfstaaten und die
Ukraine bei deren Verteidigung zu unterstützen. „Die Amerikaner werden
wirklich nicht in der Lage sein, genügend dieser Raketen bereitzustellen“,
sagte Kubilius am Freitag bei einem Besuch in Warschau. Dies gelte sowohl
für die Golfstaaten als auch für die US-Armee selbst und „den Bedarf der
Ukraine“, erläuterte er. Es sei „ganz klar“, dass es nach dem Irankrieg
„für uns in Europa noch dringlicher geworden ist, die Produktion von
Luftabwehr- und Raketenabwehrsystemen hochzufahren“, betonte Kubilius.
Europa stehe einer „riesigen Herausforderung“ gegenüber, wenn es um
Entwicklung von Luftabwehr gehe, fügte er hinzu.
## 10.39 Uhr: Kreml: Krieg im Iran treibt Nachfrage nach russischem Öl und
Gas
rtr | Der Krieg in Iran hat nach Darstellung des Kreml die Nachfrage nach
russischen Öl und Gas angeheizt. Käufer wie China und Indien ließen sich
dabei von ihren nationalen Interessen leiten, sagt Sprecher Dmitri Peskow.
Russland sei und bleibe ein verlässlicher Lieferant von Öl und Gas, sowohl
über Pipelines als auch in verflüssigter Form.
## 10.27 Uhr: Internet in Iran weiterhin gesperrt
dpa | Die Bevölkerung in Iran ist am siebten Kriegstag weitgehend vom
internationalen Internetzugang abgeschnitten. Die auf Internetsperren
spezialisierte Organisation Netblocks sprach am Freitag von nur einem
Prozent Konnektivität. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten
ebenfalls einen vollständigen Einbruch des Internetverkehrs. Ein kleiner
Teil des Militär- und Machtapparats in Iran nutzt das Internet unterdessen
weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis
über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen, ohne Sperren und
Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre
Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Viele
Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern
gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, Tiktok und
Youtube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Großteil der
Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft langsam und
unzuverlässig.
## 10.26 Uhr: Mehrere Festnahmen in England
dpa | Wegen des Verdachts der Unterstützung des iranischen Geheimdienstes
sind vier Männer in England festgenommen worden. Ein Iraner und drei
britisch-iranische Staatsbürger sollen im Auftrag des Geheimdienstes
Personen und Orte mit Verbindungen zur jüdischen Gemeinde in London
ausgespäht haben, wie die Metropolitan Police mitteilte. Sie sind weiter in
Haft. Ermittler der Anti-Terror-Polizei nahmen die Männer demnach an
mehreren Adressen in und um die britische Hauptstadt fest. In Harrow im
Nordwesten Londons wurden zudem sechs weitere Männer wegen des Verdachts
der Beihilfe zu einer Straftat aufgespürt.
10.14 Uhr: Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen in Iran
afp | US-Präsident Donald Trump erwägt derzeit nach eigenen Angaben keine
Entsendung von US-Bodentruppen nach Iran. „Das wäre Zeitverschwendung“,
sagte Trump dem US-Sender NBC am Donnerstag (Ortszeit) in einem
Telefoninterview. „Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine
verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können.“ Die Äußerung
des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach Teheran vorbereitet
sei auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel, bezeichnete Trump
als „verschwendeten Kommentar“.
Trump sagte jedoch, er würde eine Offensive iranisch-kurdischer Kämpfer
befürworten. „Ich finde es wundervoll, dass sie das tun wollen, ich wäre
voll dafür“, sagte er. Mehrere US-Medien hatten berichtet, dass die USA
kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollen, um einen Aufstand in Iran
zu provozieren. Dies wurde vom Weißen Haus dementiert.
10.05 Uhr: Israel: Mehr als 1.600 Verletzte wegen Irankrieg
dpa | Seit Beginn des Irankriegs sind laut Israels Gesundheitsministerium
im Land mehr als 1.600 Verletzte in Krankenhäusern behandelt worden.
Berichten zufolge sind darunter neben durch Raketenangriffe Verletzte auch
viele Menschen, die sich auf dem Weg in Schutzräume verletzt haben. Zudem
werden demnach auch Personen gezählt, die wegen Angstzuständen, ausgelöst
durch die Angriffe, behandelt wurden. In den vergangenen 24 Stunden seien
nach Raketenbeschuss 140 Menschen in Kliniken eingeliefert worden, darunter
eine schwer verletzte Person, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit.
Insgesamt wurden in Israel im Zuge des Kriegs bislang elf Menschen getötet.
In Iran sollen seit Samstag bereits mehr als 1.200 Menschen ums Leben
gekommen sein, wie iranische Medien unter Berufung auf eine staatliche
Stiftung berichteten. Auch in den Golfstaaten gab es bei iranischen
Angriffen bereits mehrere Tote.
10.03 Uhr: Erneut iranische Angriffswelle auf Israel
afp | Infolge einer neuen iranischen Angriffswelle auf Israel am siebten
Tag des Irankrieges sind in Tel Aviv Explosionen zu hören gewesen. Reporter
der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Freitagmorgen von acht
Explosionen in der israelischen Küstenstadt, nachdem die israelische Armee
erneuten Raketenbeschuss durch Iran gemeldet hatte. Nach Angaben des
Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Opfer gemeldet. Die
israelische Armee habe „Raketen identifiziert, die aus Iran in Richtung des
israelischen Staatsgebiets abgefeuert wurden“, erklärten die Streitkräfte.
Die Luftabwehr sei im Einsatz, „um die Bedrohung abzuwehren“.
## 10.02 Uhr: Universitäten in Iran stellen Betrieb ein
dpa | In Iran sind die Universitäten wegen des Kriegs bis auf weiteres
geschlossen worden. Der Betrieb sei vollständig eingestellt worden,
berichtete das Onlineportal „Eslahat-News“, das der Reformbewegung
nahesteht, unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium. Weder
Unterricht in Präsenz noch Online-Lehre werde stattfinden, hieß es.
09.35 Uhr: USA attackieren schwimmenden iranischen Drohnenstartplatz
ap | Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein zum Drohnenstartplatz
umfunktioniertes Containerschiff aus ran in Brand geschossen. Das
Regionalkommando des US-Militärs im Nahen Osten veröffentlichte am Freitag
Schwarz-Weiß-Aufnahmen der brennenden „IRIS Shahid Bagheri“. Das Schiff sei
etwa so groß wie ein Flugzeugträger aus dem Zweiten Weltkrieg und stehe in
Flammen, sagte Kommandeur Brad Cooper. Iran bestätigte den Angriff zunächst
nicht. Iranischen Angaben zufolge hat die „Shahid Bagheri“ eine 180 Meter
lange Startbahn für Drohnen und kann bis zu 22.000 Seemeilen zurücklegen,
ohne in Häfen auftanken zu müssen. Erst vor wenigen Tagen hatte ein U-Boot
der US-Marine vor der Küste Sri Lankas eine iranische Fregatte torpediert,
als diese von einer Übung der indischen Marine zurückkehrte. Bei deren
Untergang kamen mindestens 87 Seeleute ums Leben.
## 09.33 Uhr: Bahrain: Iranische Angriffe treffen Hotel und Wohngebäude
dpa | Bei mutmaßlich iranischen Angriffen auf Bahrain sind mehrere zivile
Gebäude beschädigt worden. Wie das Innenministerium des Golfstaats
mitteilte, wurden zwei Wohnhäuser und ein Hotel in der Hauptstadt Manama
zum Ziel „iranischer Aggression“. In einem der Gebäude sei ein
Wohnungsbrand gelöscht worden. Tote oder Verletzte habe es keine gegeben.
## 9.29 Uhr: Iranische Medien melden landesweite Angriffe
dpa | Am siebten Tag des Irankriegs melden iranische Medien wieder
landesweite Angriffe. Nahe der Metropole Isfahan im Zentraliran seien drei
Kleinstädte bombardiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.
Im Osten der Stadt selbst kam es demnach ebenfalls zu Luftangriffen.
Mehrere Menschen seien verletzt, Wohnhäuser und Fahrzeuge beschädigt
worden.
## 9.22 Uhr: Zypern strebt Nato-Beitritt an
dpa | Angesichts des Drohnenangriffs auf Zypern wird auf der
EU-Inselrepublik ein Beitritt zur Nato diskutiert. „Wenn es möglich wäre,
würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen“, sagte Präsident Nikos
Christodoulidis dem griechischen Sender Skai. Er erklärte zugleich, dass
Zypern bereits Vorbereitungen für einen möglichen Nato-Beitritt treffe. Auf
militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet,
damit das Land handeln könne, „sobald die politischen Bedingungen dies
zuließen“.
8.27 Uhr: Zweiter Evakuierungsflug für Deutsche soll am Vormittag in
Frankfurt landen
afp | Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für
in der Golf-Region wegen des Irankrieges festsitzende Deutsche wird am
Vormittag in Frankfurt erwartet. Laut Informationen des Frankfurter
Flughafens soll die Maschine der Fluggesellschaft Condor dort kurz vor
11.00 Uhr landen. Das Flugzeug kommt aus Maskat in Oman und war in der
Nacht im ägyptischen Hurghada zwischengelandet.
8.11 Uhr: Israel bombardiert Hisbollah-Stellungen in Vororten Beiruts
dpa | Bei ihren jüngsten Angriffen auf Ziele in mehreren Vororten der
libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge
in der Nacht unter anderem eine Kommandozentrale der Hisbollah ins Visier
genommen. Außerdem seien zehn Hochhäuser angegriffen worden, in denen sich
militärische Infrastruktur der Miliz befunden habe, teilte Israels Militär
am Morgen mit. Ein weiteres Ziel sei ein Drohnenlager gewesen. Berichte
über Opfer gab es zunächst nicht.
## 8.06 Uhr: Irans Führungsrat befasst sich mit Chamenei-Nachfolge
dpa | Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat sich der
provisorische Führungsrat [2][mit dessen Nachfolge befasst]. Bei ihrer
vierten Sitzung planten Präsident Massud Peseschkian, Justizchef
Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi die
Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers,
wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht. Das Führungstrio wurde
demnach zudem über die aktuelle Kriegslage unterrichtet.
## 7.32 Uhr: Iran kündigt Ausweitung der Gegenangriffe an
dpa | Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine
Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt. In den kommenden Tagen werde
der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, berichtete der
staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam
Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Die
iranische Militärführung berichtete unterdessen über Angriffe mit
Kamikazedrohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine
Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen
Erbil.
## 7.05 Uhr: Saudi-Arabien fängt Drohnen ab
afp | Saudi-Arabien hat am siebten Tag des Irankriegs nach eigenen Angaben
drei Drohnen östlich der Hauptstadt Riad abgefangen. Sie seien zerstört
worden, erklärte das saudi-arabische Verteidigungsministerium am Freitag im
Onlinedienst X. Zuvor am Freitag hatte das Ministerium bereits mitgeteilt,
drei ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Sie seien in
Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden.
## 🐾 7.03 Uhr: Die iranische Opposition ist fragmentiert
taz | Wie geht es der iranischen Opposition? Dem Schah-Sohn Reza Pahlavi
fehlt es an einer multiethnischen Perspektive. Deswegen trauen nicht alle
den Monarchisten, [3][schreibt Ali Sadrzadeh für die taz].
6.27 Uhr: Indonesien verlässt Friedensrat
rtr | Mit Indonesien droht ein erstes Land, den von US-Präsident Donald
Trump initiierten Friedensrat für den Gazastreifen wieder zu verlassen.
Präsident Prabowo Subianto macht den Verbleib von Fortschritten für die
Palästinenser abhängig. Sollte das Gremium keinen Nutzen bringen oder
indonesischen Interessen widersprechen, werde sich Jakarta zurückziehen,
teilt die Regierung nach einem Treffen mit islamischen Gruppen mit.
## 5.15 Uhr: Trump will kurdische Beteiligung
rtr | US-Präsident Donald Trump ermutigt iranisch-kurdische Kräfte in Irak
zu Angriffen auf Iran. „Ich finde es wunderbar, dass sie das tun wollen,
ich wäre dafür“, sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. Iranisch-kurdische
Milizen haben sich nach Angaben von drei mit der Angelegenheit vertrauten
Personen in den vergangenen Tagen mit den USA darüber beraten, ob und wie
sie die iranischen Sicherheitskräfte angreifen sollen. Die [4][im
irakisch-iranischen Grenzgebiet ansässigen Gruppen trainieren demnach für
einen solchen Angriff]. Sicherheitskreisen zufolge gab es am Donnerstag
zwei iranische Drohnenangriffe auf ein Lager der iranischen Opposition im
irakischen Kurdistan.
5.55 Uhr: Raketenbeschuss auch am siebten Tag
afp | Israel und Iran haben sich auch am siebten Tag des Irankriegs mit
schweren Angriffen überzogen. Die israelische Armee erklärte am
Freitagmorgen, die „iranische Terrorregime-Infrastruktur“ in der Hauptstadt
Teheran angegriffen zu haben. Das iranische Staatsfernsehen sprach von
Explosionen in mehreren Gebieten der Stadt. Der israelische Armeechef Ejal
Samir hatte zuvor die „nächste Phase“ in dem Krieg angekündigt.
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Freitagmorgen nach Angaben
der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, Raketen in Richtung Tel Aviv
abgefeuert zu haben. Es handle sich um einen Angriff mit Raketen und
Drohnen, Ziel seien Orte „im Herzen von Tel Aviv“. In der israelischen
Stadt waren Explosionen zu hören.
## 3.05 Uhr: Drohnenangriff auf Katar
rtr | Ein Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar ist
nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums abgewehrt worden. Es
handelt sich um den größten US-Stützpunkt im Nahen Osten.
## 2.55 Uhr: Hisbollah fordert Räumung der Grenze
rtr | Die libanesische Hisbollah-Miliz fordert die israelischen Anwohner
zur Räumung von Grenzorten auf. In einer auf ihrem Telegram-Kanal auf
Hebräisch veröffentlichten Nachricht heißt es, dass alle Ortschaften in
einem Abstand von weniger als fünf Kilometern zur Grenze geräumt werden
müssen. Die Aggression des israelischen Militärs gegen die libanesische
Souveränität und Zivilisten werde nicht unbeantwortet bleiben, erklärte die
Miliz weiter.
## 2.05 Uhr: Syrien öffnet Luftkorridor
rtr | Syrien hat einen Luftkorridor von der nördlichen Stadt Aleppo zum
Mittelmeer für ausländische Fluggesellschaften geöffnet und will damit den
lahmgelegten Flugverkehr in der Region entlasten. Der Korridor solle eine
sichere Flugroute für ankommende und abfliegende Maschinen bieten, sagte
der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, Omar Hosari. Zudem seien die
Flugrouten im Norden des syrischen Luftraums in Richtung Türkei wieder
freigegeben worden. Ein erster Flug der Syrian Air von Aleppo nach Istanbul
sei bereits sicher gelandet und markiere die schrittweise Wiederaufnahme
des Betriebs am internationalen Flughafen von Aleppo.
Die Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt vom 6. bis 19. März den
kommerziellen Flugbetrieb teilweise wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen
von und nach Abu Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London,
Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen
mitteilt.
## 1.15 Uhr: VAE könnten iranische Vermögen einfrieren
rtr | Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen einem Bericht des
„Wall Street Journal“ zufolge, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe
einzufrieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit den Gesprächen
vertraute Personen.
0.18 Uhr: US-Abgeordnete setzen Trumps Irankrieg keine Grenzen
dpa | US-Kongressabgeordnete haben dem militärischen Vorgehen von
US-Präsident Donald Trump in Iran keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung im
Repräsentantenhaus über einen parteiübergreifenden Antrag, der dem Kongress
ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt
hätte, kam nicht auf genug Stimmen. Vier Demokraten stimmten mit der
Mehrheit der Republikaner dagegen. Eine ähnliche Maßnahme war am Mittwoch
bereits im Senat geblockt worden.
Sogenannte War Powers Resolutions wurden erstmals in Reaktion auf den
Vietnamkrieg 1973 angewendet. Ein Hauptmerkmal solcher Resolutionen sind
beschleunigte Verfahren, mit denen der Kongress über die Entsendung oder
den Abzug von Truppen entscheiden kann.
23.38 Uhr: Trump droht Kuba
rtr | US-Präsident Donald Trump will sich nach eigenen Angaben mit Kuba
befassen, sobald der Konflikt in Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt
zuerst abschließen, sagte Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter
Miami im Weißen Haus. Danach sei es „nur eine Frage der Zeit, bis Sie und
viele großartige Menschen“ nach Kuba zurückkehren könnten.
## 23.01 Uhr: Ukraine unterstützt USA bei Drohnenabwehr
rtr | Die Ukraine will die USA bei der Abwehr iranischer Drohnen
unterstützen. Man habe eine entsprechende Anfrage aus Washington erhalten,
erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Er habe die
Entsendung von Spezialisten und Ausrüstung angeordnet, um beim Schutz vor
„Schahed“-Drohnen zu helfen.
## 🐾 19.51 Uhr: Kurden in Iran gegen das Regime
taz | Ein Bündnis der wichtigsten kurdischen Parteien in Iran organisiert
den Widerstand in der Opposition. Bekommen sie Waffen von den USA? Für die
taz erklärt [5][Jean Dumler en Bündnisfall].
## 19.37 Uhr: Macron unterstützt Libanon
rtr | Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt an, die libanesischen
Streitkräfte mit gepanzerten Fahrzeugen und logistischer Unterstützung zu
stärken. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land
erneut in einen Krieg hineingezogen werde. Die Hisbollah müsse ihr Feuer
auf Israel sofort einstellen.
## 🐾 19.15 Uhr: Durchhalten im Irankrieg
taz | Für wen spielt die Zeit in Iran? Israel und die USA versuchen Irans
Angriffsarsenal auszuschalten, bevor ihnen und ihren Verbündeten in der
Region selbst die Munition ausgeht, [6][schreibt Felix Wellisch für die taz
aus Tel Aviv].
## 🐾 19.12 Uhr: Stimmen aus dem Iran
taz | Unsicherheit und Hoffnung – Iraner erleben den Krieg mit gespaltenen
Gefühlen. Manche begrüßen die Angriffe, andere bereiten sich auf einen
neuen Aufstand vor. Die Situation ist fragil, [7][schreibt Teseo La Marca
für die taz].
## 18.00 Uhr: Mehrheit der Deutschen hält Krieg für nicht gerechtfertigt
rtr | Die Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge den
Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran für nicht gerechtfertigt. 58
Prozent sehen dies so, wie eine repräsentative Erhebung für den
ARD-Deutschland-Trend ergibt. Nur 25 Prozent der Befragten halten den
Angriff für gerechtfertigt. 17 Prozent sind unentschieden oder machen keine
Angaben. Die Meinungsforscher von Infratest dimap befragten von Montag bis
Mittwoch 1317 Wahlberechtigte. Die USA und Israel hatten am Samstag mit
ihrem massiven Angriff auf Iran begonnen und dabei auch dessen geistliches
und politisches Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, getötet.
6 Mar 2026
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