# taz.de -- Israel und USA im Krieg mit Iran: Trump: „Große Welle“ von Angriffen auf Iran steht noch bevor
> US-Präsident Donald Trump dehnt seinen Zeitplan. Die US-Armee bestätigt
> vierten gefallenen Soldaten. Israel startet neue Angriffe auf Teheran.
(IMG) Bild: In Al Jahra, Kuwait, stürzt ein brennendes Flugzeug vom Himmel (Standbild aus einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video vom 2. März 2026)
## 20.00 Uhr: Iran beschuldigt Israel und die USA zweier Angriffe auf
Atomanlage Natans
afp | Iran hat Israel und die USA beschuldigt, seine Atomanlage in Natans
angegriffen zu haben. Die „kriminellen Regime“ der USA und Israel hätten
„bei zwei brutalen Angriffen am Sonntagnachmittag“ die Atomanlage Natans
attackiert, erklärte der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammad
Eslami, am Montag nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna in
einem Brief an die Internationale Atomenergiebehörde IAEA.
## 19.56 Uhr: Abu Dhabi meldet Drohnentreffer in Öllager
afp | Am dritten Tag der iranischen Angriffe in der Golfregion ist in Abu
Dhabi ein Kraftstofflager von einer Drohne getroffen worden. In dem Lager
mit Öltanks in Musaffah brach infolge des Drohnenangriffs ein Feuer aus,
wie die Behörden in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate am
Montag mitteilten. Die Situation sei unter Kontrolle, der Betrieb sei nicht
beeinträchtigt worden. Auch Verletzte gab es demnach keine.
## 19.33 Uhr: Öltanker in Bahrain getroffen
afp | Ein Öltanker ist in einem Hafen in Bahrain von Geschossen getroffen
worden, ein Werftarbeiter wurde getötet. Der unter US-Flagge fahrende
Tanker „Stena Imperative“ sei von zwei „unbekannten Geschossen“ im Hafen
von Bahrain getroffen worden, erklärte das private
Seesicherheitsunternehmen Vanguard Tech am Montag. Alle
Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit und hätten das Schiff verlassen.
Der schwedische Eigentümer Stena Bulk erklärte, dass keine
Besatzungsmitglieder verletzt worden seien. Der Schaden werde geprüft.
## 19.01 Uhr: Israel greift weiter im Libanon an
dpa | Das israelische Militär hat erneut in einem Vorort der libanesischen
Hauptstadt Beirut angegriffen. Mindestens sechs Einschläge waren über
Beirut zu hören, wie dpa-Reporterinnen meldeten.
Nach ersten Berichten lokaler Medien wurde ein Gebäude in direkter Nähe des
proiranischen Fernsehsender Al-Majadin getroffen. In der Gegend befindet
sich auch die iranische Botschaft. Der Sender musste zwischenzeitlich den
Sendebetrieb einstellen.
18.38 Uhr: Trump: Einsatz im Iran notfalls länger als geplant
dpa | Für US-Präsident Donald Trump könnte die US-Offensive im Iran
notfalls auch länger andauern. Zwar liege man „deutlich vor unseren
Zeitprojektionen“, sagte Trump. Ursprünglich habe man mit vier bis fünf
Wochen gerechnet. Zugleich betonte er jedoch, das Militär habe die
„Fähigkeit, weit länger zu gehen“. „Was immer nötig ist, wir werden es
tun“, sagte der Präsident bei seiner ersten Pressekonferenz seit den
US-Angriffen auf den Iran am Samstag.
## 🐾 18.28 Uhr: Linken-Chef van Aken: „Mögen sie in der Hölle schmoren“
taz | Dem getöteten Führungspersonal des Mullah-Regimes weint Linken-Chef
Jan van Aken keine Träne nach. Er warnt jedoch vor einem Bürgerkrieg,
[1][schreibt taz-Redakteur Pascal Beucker].
## 18.01 Uhr: Tanker brennt in Straße von Hormus nach Drohnenangriff
rtr | In der Straße von Hormus brennt nach Angaben der iranischen
Revolutionsgarden ein Tanker. Das Schiff sei von zwei Drohnen getroffen
worden, melden iranische Nachrichtenagenturen. Die Meerenge verbindet die
großen Ölproduzenten am Golf mit dem offenen Meer und gilt als eine der
wichtigsten Exportrouten der Welt. Weitere Details liegen zunächst nicht
vor.
## 🐾 18.28 Uhr: Wie der Iran-Krieg internationale Flüge lahmlegt
taz | Auch am Montag blieben Drehkreuze wie die Flughäfen in Dubai und Doha
gesperrt. Wie (und wie lange) der Verkehr eingeschränkt bleibt,
[2][beschreibt taz-Verkehrsredakteurin Nanja Boenisch].
## 17.42 Uhr: Trump und Hegseth schließen Bodeneinsatz im Iran nicht aus
dpa | US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth
wollen nach den ersten Angriffen auf den Iran nicht ausschließen, dass
künftig US-Bodentruppen im Nahen Osten eingesetzt werden. Er habe keine
Angst bei dem Thema, wurde Trump vom Boulevardblatt „New York Post“
zitiert. „Jeder Präsident sagt: „Es wird keine Bodentruppen geben.“ Ich
sage das nicht“. Stattdessen hielt sich Trump Optionen offen.
Zuvor hatte sich Hegseth ähnlich geäußert. Ihm zufolge sind bislang keine
Bodentruppen im Iran im Einsatz. Darüber hinaus wollte er sich nicht dazu
äußern, ob ein Bodeneinsatz künftig ein denkbares Szenario sei.
## 🐾 17.34 Uhr: Raketen für Teheran, Trümmer für Beirut
Der Kriegseintritt der Hisbollah ist unverantwortlich und suizidal. Israel
wird die Gelegenheit nutzen, den Krieg im Libanon auszuweiten. [3][Ein
Kommentar] von der Libanon-Korrespodentin Julia Neumann.
## 17.23 Uhr: Katar meldet Abschuss zweier iranischer Kampfjets
rtr | Katar hat nach eigenen Angaben zwei aus dem Iran kommende Flugzeuge
abgeschossen. Dabei handele es sich um Flieger vom Typ Suchoi Su-24, teilt
das Verteidigungsministerium mit. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall
nennt das Ministerium zunächst nicht.
## 17.00 Uhr: Starmer verteidigt Verzicht auf Beteiligung an Iran-Angriffen
rtr | Der britische Premierminister Keir Starmer weist Kritik von
US-Präsident Donald Trump an seiner Iran-Politik zurück. Er stehe zu seiner
Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und Israels nicht
unterstützt zu haben, sagt Starmer. Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu
lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben. „Es
ist meine Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse
Großbritanniens ist“, betont der Regierungschef.
## 16.55 Uhr: Wegen Nahost-Krieg fallen an deutschen Airports 450 Flüge aus
rtr | Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat weitreichende
Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr und trifft auch deutsche
Flughäfen. An den acht größten Airports werden bis zum 5. März mehr als
450 Flüge abgesagt, wie der Flughafenverband ADV mitteilt. „Rund 135.000
Passagiere können aktuell ihre Reise nicht wie geplant antreten.“
Betroffen seien unter anderem Verbindungen nach Abu Dhabi, Amman, Beirut,
Doha, Dubai, Erbil, Sulaymaniyah und Tel Aviv. „Die kurzfristigen
Luftraumsperrungen und Flugausfälle stellen Airlines, Flughäfen und
Behörden vor erhebliche operative Herausforderungen“, erklärt
ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Hierbei habe Sicherheit den
absoluten Vorrang.
16.50 Uhr: Trump: „Große Welle“ gegen Iran steht erst bevor
rtr | US-Präsident Donald Trump stimmt auf eine weitere Eskalation im Krieg
mit dem Iran ein. Die „große Welle“ stehe erst noch bevor, sagt Trump dem
Sender CNN. Zugleich räumte er ein, dass Washington nach der Tötung von
Ajatollah Ali Chamenei keine gesicherten Erkenntnisse über die künftige
Führung der Islamischen Republik habe. „Wir haben noch gar nicht
angefangen, sie hart zu treffen“, sagte Trump in dem Interview. Der
eigentliche Hauptschlag komme erst noch. Wer derzeit in Teheran die Macht
innehabe, sei der US-Regierung unbekannt. „Wir wissen nicht, wer die
Führung ist. Wir wissen nicht, wen sie auswählen werden“, fügte der
Präsident hinzu.
## 15.45 Uhr: Iranische Medien: Ehefrau von Chamenei ihren Verletzungen
erlegen
afp | Iranische Medien haben am Montag den Tod der Ehefrau des getöteten
geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gemeldet. Zwei
Tage nach dem US-israelischen Angriff auf Chameneis Residenz in Teheran sei
seine Frau, Mansureh Chodschasteh Baghersadeh, am Montag ihren Verletzungen
erlegen, berichteten mehrere iranische Medien. Die 79-Jährige hatte nach
Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seit dem Angriff im Koma gelegen.
## 15.40 Uhr: Erste Flüge von Dubai und Abu Dhabi sollen abheben
rtr | Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigt an,
spezielle Flüge zur Rückführung gestrandeter Passagiere an den Airports des
Landes seien möglich. Die in Dubai ansässige größte internationale
Fluggesellschaft Emirates erklärte, eine begrenzte Zahl von Flügen werde am
Montagabend abheben. Zuvor hatte auch Etihad aus Abu Dhabi erklärt, noch
am Montag Flüge zur Repatriierung von Reisenden „unter strengen
Sicherheitsfreigaben“ wieder aufzunehmen. Davon abgesehen blieben alle
kommerziellen Flüge gestrichen.
## 15. 39 Uhr: China unterstützt Iran bei „Verteidigung seiner
Souveränität“
afp | Chinas Außenminister Wang Yi hat dem Iran die politische
Unterstützung Pekings angesichts der US-israelischen Angriffe zugesichert.
In einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi
sagte Wang am Montag laut dem chinesischen Staatssender CCTV, China schätze
„die traditionelle Freundschaft“ zwischen beiden Ländern. Peking
unterstütze den Iran „bei der Verteidigung seiner Souveränität, Sicherheit,
territorialen Integrität und nationalen Würde“ sowie „beim Schutz seiner
legitimen Rechte und Interessen“.
Dem Sender zufolge sagte Wang, er habe die USA und Israel aufgefordert,
„unverzüglich die Militäreinsätze zu beenden, eine weitere Eskalation der
Spannungen zu vermeiden und zu verhindern, dass der Konflikt sich auf die
ganze Nahost-Region ausbreitet“.
## 🐾 15.28 Uhr: „War es das? Ist er jetzt weg?“
Unsere Autorin Mina Khani arbeitet seit 20 Jahren im Exil für die Opfer des
Mullah-Regimes. [4][Wie sie den Moment erlebt hat, als sie erfuhr, dass
Chamenei tot ist.]
## 15.25 Uhr: Hunderte Iraner überqueren offenbar Grenze zur Türkei
rtr | Hunderte Iraner überqueren laut einem Augenzeugen der
Nachrichtenagentur Reuters am Grenzübergang Kapiköy die Grenze zur Türkei.
Einreisende berichten von Angst in der Hauptstadt Teheran, Bombardierungen
militärischer Ziele und langen Schlangen an Tankstellen. Am Morgen hatte
die Türkei den Grenzverkehr für Tagesausflügler noch ausgesetzt. Der
türkische Handelsminister Ömer Bolat erklärt, der Frachtverkehr laufe unter
kontrollierten Bedingungen weiter.
## 15.22 Uhr: Israelisches Militär: bisher 600 Stellungen im Iran
angegriffen
dpa | Seit Beginn des Angriffs gegen den Iran am Samstag hat die
israelische Luftwaffe nach Angaben eines Militärsprechers mehr als 600
Stellungen im Iran angegriffen. Darunter seien mehr als 20 Ziele iranischer
Militärführer, mehr als 150 Boden-Boden-Raketen und über 200 iranische
Luftverteidigungssysteme, hieß es in einer Mitteilung. Im Libanon seien
bisher mehr als 30 Hisbollah-Ziele angegriffen worden. Bisher seien mehr
als 110.000 israelische Reservisten in Vorbereitung für Kämpfe an mehreren
Fronten mobilisiert worden, hieß es weiter.
14.49 Uhr: Regierung will Kranke und Kinder aus Nahost zurückholen
dpa | Die Bundesregierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und
Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu
würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte
Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin.
## 14.45 Uhr: US-Generalstabschef Caine: USA haben Luftraum über dem Iran
unter Kontrolle
afp/dpa | Die USA haben nach Angaben von Generalstabschef Dan Caine den
iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. „Diese Luftherrschaft
wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch
ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen“, sagte Caine am
Montag in einer Pressekonferenz mit Pentagonchef Pete Hegseth.
Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran wird sich nach Caines Angaben
noch in die Länge ziehen. „Das ist kein Einsatz, der nach einer Nacht
abgeschlossen ist“, sagte er bei einer Pressekonferenz. Es werde einige
Zeit in Anspruch nehmen, um alle militärischen Ziele zu erreichen. Ein
Einsatz von Bodentruppen sei nicht geplant, sagte Hegseth.
## 14.40 Uhr: Hegseth: Ziel von Iran-Einsatz ist nicht Machtwechsel
dpa | Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran soll
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge nicht zu einem Machtwechsel
in Teheran führen. „Dies ist kein sogenannter „Regimewechselkrieg“, aber
das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser
dran“, sagte er bei einer Pressekonferenz. Er behauptete, dass die USA
nicht den Krieg begonnen hätten – „aber unter Präsident (Donald) Trump
beenden wir ihn.“
## 🐾 14.30 Uhr: Islamisches Zentrum lädt zur Trauerfeier für Ali Chamenei
In der schiitischen Imam-Rıza-Moschee in Neukölln betrauern am Sonntag rund
100 Menschen den Tod des Religionsführers. Eine Kundgebung hält dagegen.
[5][Uta Schleiermacher war für die taz Vorort.]
## 14.13 Uhr: US-Armee meldet Tod eines vierten US-Soldaten im Iran-Krieg
afp | Die US-Armee hat den Tod einesvierten US-Soldaten im US-israelischen
Krieg gegen den Iran bekanntgegeben. Ein vierter Soldat, der bei den ersten
Angriffen durch den Iran schwer verletzt worden sei, „erlag schließlich
seinen Verletzungen“, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom)
am Montag im Onlinedienst X mit. Zur Identität oder den Umständen seines
Todes machte das Kommando keine Angaben.
14.09 Uhr: Israels Armee meldet Tötung von Geheimdienstchef der Hisbollah
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Geheimdienstchef der
Hisbollah im Libanon getötet. Hussein Mukalled sei bei einem gezielten
Angriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut am Sonntagabend „eliminiert“
worden, teilte die Armee am Montag mit. Mukalled habe das Hauptquartier des
Geheimdienstes der pro-iranischen Miliz geleitet.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz drohte, der Chef der Hisbollah,
Naim Kassem, werde „auf dem Grund der Hölle“ enden. „Wir werden die
Hisbollah hart treffen“, sagte Katz bei einem Besuch der Einsatzzentrale
der israelischen Luftwaffe. Kassem werde „feststellen, dass, wer dem Weg
Chameneis folgt, auch wie Chamenei enden wird: auf dem Grund der Hölle“.
## 14.09 Uhr: Bundesregierung will Maschinen zur Evakuierung von Touristen
schicken
rtr | Die Bundesregierung bereitet die Entsendung von Flugzeugen in den
Nahen Osten vor, um dort gestrandete deutsche Touristen nach Hause zu
holen. Die Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudische
Hauptstadt Riad geschickt werden, sagt Bundesaußenminister Johann Wadephul
in Berlin. Dort seien die Lufträume noch geöffnet, Sicherheit gehe bei der
Entsendung allerdings vor. Er habe mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr
gesprochen, und die Airline habe grundsätzlich Kapazitäten.
## 14.09 Uhr: 25 Schiffe deutscher Reedereien vom Iran-Krieg betroffen
dpa | Vom Krieg gegen Iran sind nach Einschätzung des Verbands deutscher
Reeder (VDR) in den Gewässern des Golfs mindestens 25 Schiffe von sieben
deutschen Reedereien betroffen. Darunter seien auch zwei Kreuzfahrtschiffe
mit zusammen etwa 7.000 Passagieren an Bord, die die Region durch die
Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen derzeit nicht verlassen können,
wie der Verband in Hamburg mitteilte. Darüber hinaus seien in der
Großregion, etwa im Arabischen und im Roten Meer, noch weitaus mehr Schiffe
deutscher Reedereien tangiert.
Deutsche Schiffe und Seeleute seien bislang keinen direkten Angriffen
ausgesetzt gewesen, betonte der Verband. Gleichwohl sei die Lage für die
Handelsschifffahrt entlang einer der wichtigsten globalen Energie- und
Handelsrouten äußerst besorgniserregend.
## 14.00 Uhr: Spanien untersagt Nutzung von Stützpunkten für Iran-Angriff
Spanien untersagt die Nutzung seiner Militärflughäfen für die
US-israelischen Angriffe auf den Iran. Gleichzeitig verlassen Daten der
Flugtracking-Website FlightRadar24 zufolge 15 US-Flugzeuge die Stützpunkte
Rota und Moron in Südspanien. Mindestens sieben der Maschinen seien auf dem
US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland gelandet. „Spanische
Stützpunkte werden nicht für diesen Einsatz genutzt“, sagt Außenminister
Jose Manuel Albares dem Sender Telecinco. Madrid werde keine Handlungen
zulassen, die nicht im Einklang mit der UN-Charta stünden. Im Gegensatz
dazu hatte Großbritannien die Nutzung seiner Basen nach anfänglichem Zögern
genehmigt.
## 13.31 Uhr: Ministerin Reiche erwartet Preisaufschläge durch Iran-Krieg
dpa | Der Iran-Krieg bringt aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin
Katherina Reiche neue Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft.
Preisaufschläge auf den Märkten seien bereits sichtbar, die weitere
Entwicklung hänge davon ab, wie lange der Konflikt anhalte und ob wichtige
Förderanlagen oder Transportwege betroffen seien, sagte die CDU-Politikerin
auf der regionalpolitischen Jahrestagung des Bundeswirtschaftsministeriums
in Halle.
Die Bundesregierung habe deshalb ihre Krisenmechanismen reaktiviert. Man
habe wieder die Taskforce ins Leben gerufen, die schon zu Zeiten der
Gasmangellage aktiv gewesen sei, sagte Reiche. Diese soll die Lage mehrfach
am Tag diskutieren und beobachten und könne gegebenenfalls Maßnahmen
ableiten. Eingriffe in den Markt seien derzeit aber nicht geplant. Diese
„macht man erst dann, wenn sie absolut unvermeidbar sind“, so Reiche.
## 🐾 13.31 Uhr: Straßensperrung mit Folgewirkung
Wird jetzt das Öl knapp? Die Straße von Hormus verbindet wichtige Ölhäfen
des Nahen Ostens mit den Weltmeeren. Der Krieg der USA und von Israel gegen
Iran findet also in einer der wichtigsten Ölregionen der Welt statt.
[6][Eine FAQ zu den möglichen Folgen.]
## 13.23 Uhr: Athen entsendet Fregatten und Kampfbomber nach Zypern
dpa | Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen
Luftwaffenstützpunkt von Akrotiri auf Zypern verstärkt Griechenland seine
militärische Unterstützung für die benachbarte EU-Inselrepublik. Wie
Verteidigungsminister Nikos Dendias dem griechischen Rundfunk (ERTNews)
sagte, wird Athen zwei Fregatten sowie zwei F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern
verlegen.
## 13.22 Uhr: Urlauber-Rückholung mit Bundeswehr letzte Wahl
dpa | Bei der Rückholung der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber
sieht die Bundesregierung vorrangig die Reiseveranstalter und Fluglinien in
der Pflicht. „Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl“,
sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der
Bundespressekonferenz in Berlin. Das Auswärtige Amt unterstützt die
Bundesbürger aber nach Angaben eines Sprechers mit allen Möglichkeiten und
steht „in allerengstem Kontakt“ mit der Reiseindustrie. „Uns geht es darum,
gemeinsam Lösungen für unsere Landsleute zu finden.“
## 13.21 Uhr: Lufthansa meidet Luftraum im Nahen Osten weitgehend
dpa | Die Lufthansa meidet wegen des Iran-Kriegs den Nahen Osten
weitgehend. Bis einschließlich 8. März werde der Luftraum über Israel,
Libanon, Jordanien und Irak nicht von den Airlines der Lufthansa-Gruppe
genutzt, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Auch
Qatar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran seien von dieser Vorsichtsmaßnahme
betroffen. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate bis
einschließlich 4. März nicht genutzt.
Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum
umbuchen oder erhielten den vollständigen Ticketpreis zurück, so die
Lufthansa. „Die Sicherheit für Passagiere und Crews hat für die Lufthansa
Group stets oberste Priorität.“ Wegen des Iran-Kriegs sind viele Reisende,
darunter auch Urlauber aus Deutschland, im Nahen Osten gestrandet. Angaben
zu betroffenen Kunden machte die Lufthansa nicht.
## 13.05 Uhr: Iran greift Energieanlagen in Katar mit Drohnen an
ap | Der Iran soll Energieinfrastruktur in Katar mit Drohnen angegriffen
haben. Das meldete das katarische Verteidigungsministerium am Montag. Opfer
habe es nicht gegeben. Die Islamische Republik habe mit Drohnen einen
Wassertank an einem Kraftwerk in der Staat Messaieed im Süden Katars ins
Visier genommen sowie eine Energieeinrichtung in der Industriestadt Ras
Laffan, die vom Staatskonzern Qatar Energy betrieben werde.
12.56 Uhr: Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten
dpa | Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom
Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte
Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert
sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten
Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.
## 🐾 12. 53: Die Rolle der Aseris in Iran
In Iran leben mehr Aseris als im Nachbarstaat Aserbaidschan selbst. Die
iranische Region Aserbaidschan ist eine der reichsten Irans und strategisch
wichtig für das Land. Wie viel Macht hat die Minderheit in Teheran? Ein
Bericht von Eva Fischer für [7][taz.de.]
## 12.45 Uhr: Unesco-Weltkulturerbe Golestanpalast bei Angriffen im Iran
beschädigt
afp | Bei den US-israelischen Angriffen im Iran ist laut iranischen
Nachrichtenagenturen der zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast
in der Hauptstadt Teheran beschädigt worden. Bei einem gemeinsamen
US-israelischen Angriff im Süden Teherans am Sonntagabend sei der Palast
teilweise beschädigt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Isna am
Montag. Fenster, Türen und Spiegel seien durch die Druckwellen beschädigt
worden.
## 12.44 Uhr: Bundesregierung: Versorgung mit Öl und Flüssiggas ist
gesichert
rtr | Die Auswirkungen des Nahost-Krieges auf die deutsche Konjunktur lässt
sich nach Einschätzung der Bundesregierung noch nicht einschätzen. Zum
jetzigen Zeitpunkt sollte man darüber nicht spekulieren, es hänge vor allem
von der Dauer des Konflikts ab, sagt ein Regierungssprecher in Berlin. Bei
der Öl- und Gasversorgung sei Deutschland aber breit aufgestellt. Eine
Sprecherin des Wirtschaftsministeriums ergänzt, die Versorgungssicherheit
mit Rohöl und Flüssiggas (LNG) sei gewährleistet. Bei Öl kämen nur geringe
Mengen aus der Golf-Region, bei LNG gar nichts.
## 12.41 Uhr: Nach Luftalarm auf Stützpunkt auf Zypern zwei Drohnen
abgefangen
rtr | Nach dem Alarm auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf
Zypern werden zwei Drohnen abgefangen. Das teilt der zypriotische
Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X mit. Der Stützpunkt war
Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden.
12.20 Uhr: US-Militär: Kuwait hat US-Kampfjets versehentlich abgeschossen
ap/rtr | Kuwait hat nach Angaben des US-Militärs „versehentlich“ drei
US-Kampfflugzeuge abgeschossen. Das teilte das für die Region zuständige
Zentralkommando des Militärs (Centcom) am Montag mit. Alle sechs
Besatzungsmitglieder der drei Kampfflugzeuge hätten sich retten können und
seien in stabilem Zustand. Der Vorfall werde untersucht.
12.15 Uhr: Neue Angriffe auf Teheran
rtr | Israel kündigt neue Angriffe auf Teheran an. Fast zeitgleich melden
iranische Medien mehrere Explosionen in der Hauptstadt.
## 12.12 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin fordert glaubwürdigen Übergang im
Iran
rtr | EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert Reformen in
der Islamischen Republik. Sie nennt Bedingungen für eine diplomatische
Lösung der Iran-Krise: „Dies bedeutet einen glaubwürdigen Übergang für den
Iran, den endgültigen Stopp sowohl des Atom- als auch des Raketenprogramms
und ein Ende der destabilisierenden Aktivitäten in der Region.“ Jetzt müsse
deeskaliert und eine Ausweitung des Konflikts verhindert werden, sagt sie
in Brüssel.
## 12.10 Uhr: Ein Toter bei Angriff auf Öltanker im Golf von Oman
dpa | Vor der Küste des Omans ist ein Öltanker von einem mutmaßlich
iranischen Drohnenboot angegriffen worden. Ein aus Indien stammendes
Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben
gekommen, teilte die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit. Die
etwa 20-köpfige Besatzung mit Landsleuten vor allem aus Indien und
Bangladesch sei mit Hilfe eines Handelsschiffs in der Nähe evakuiert
worden.
Der etwa 220 Meter lange Öltanker „MKD VYOM“ fährt unter der Flagge der
Marschallinseln. Nach Informationen von Schiffs-Ortungsdiensten war er auf
dem Weg zur Küste Saudi-Arabiens. Nach omanischen Angaben hat der Tanker
rund 60.000 Tonnen geladen, was einer üblichen Umrechnung zufolge etwa
430.000 Barrel Öl entsprechen würde.
## 11.51 Uhr: Erneuter Luftalarm auf britischen Stützpunkt auf Zypern
rtr | Auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern gibt es
erneut Alarm. Der staatliche zyprische Sender CyBC berichtet in einer
Live-Sendung von Sirenengeheul kurz nach Mittag. Zudem starten Flugzeuge
von der Basis in der Nähe der Stadt Limassol. Der Stützpunkt war erst
Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden.
11.05 Uhr: Iran meldet Angriff auf Atomanlage
ap | Bei den Angriffen der USA und Israels auf Iran ist nach Angaben des
iranischen Botschafters bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA
auch die Atomanreicherungsanlage Natans ins Visier genommen worden.
„Gestern haben sie erneut Irans friedliche, gesicherte Nuklearanlagen
angegriffen“, sagte Resa Nadschafi am Montag. IAEA-Generaldirektor Rafael
Mariano Grossi erklärte bei einer Sondersitzung des Gouverneursrats, seine
Organisation habe bisher keine Hinweise auf Schäden an iranischen
Atomanlagen durch die US-israelischen Angriffe erhalten. Israel und die USA
haben bisher keine Angriffe auf die Atomanlage in Natans bestätigt.
## 11.01 Uhr: Katar kündigt Vergeltung für iranischen Angriff an
rtr | Iran werde für die Angriffe auf das katarische Volk einen Preis
zahlen müssen, kündigt das Außenministerium in Doha an. Katar habe Angriffe
auf zivile Infrastruktur abgefangen. Darunter sei auch der internationale
Flughafen gewesen. Ein Angriff wie dieser könne nicht ohne Vergeltung
bleiben, sagt Sprecher Majed Al Ansari dem Sender CNN. Er zeigt sich aber
überzeugt, letzten Endes werde der Konflikt am Verhandlungstisch gelöst.
Der Sprecher betont, die Ölanlagen vor der Küste und auf dem Land seien
geschützt. Alle Arbeiter seien in Sicherheit.
10.56 Uhr: Israel beginnt weitere Angriffswelle im Libanon
ap | Die israelische Luftwaffe hat weitere Angriffe auf südliche Vororte
von Beirut geflogen. Die Detonationen waren am Montagvormittag in Teilen
der libanesischen Hauptstadt zu hören. Getroffen wurde nach Informationen
der Nachrichtenagentur AP ein Gebiet, in dem die von Iran unterstützte
Hisbollah-Miliz eine große Halle für Kundgebungen betreibt. Es war zunächst
unklar, ob Menschen getötet oder verletzt wurden.
Die Hisbollah hatte Israel aus Vergeltung für die US-israelischen Angriffe
auf Iran in der Nacht mit Drohnen und Raketen angegriffen. Israel reagierte
mit Luftangriffen auf Dutzende Ziele im Libanon. Das israelische Militär
geht von einer längeren Konfrontation mit der Schiitenmiliz aus.
Militärsprecher Effie Defrin wollte am Montag auch einen Bodeneinsatz nicht
ausschließen.
## 10.55 Uhr: Thomas Röwekamp (CDU) zum Iran-Konflikt: Deutschland wird
nicht militärisch eingreifen
ots | Angesichts des Krieges bleiben die Schulen in Iran bis Ende März
geschlossen. Der Unterricht erfolge stattdessen nun online, berichtete die
iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Regelung gilt demnach bis zum Ende
des persischen Kalenderjahrs, das am 21. März endet.
Infolge der „militärischen Aggression des zionistischen Regimes mit
Unterstützung der USA“ seien Schulen aller Bildungsstufen bis zum
Jahresende geschlossen, und der Unterricht werde virtuell erteilt, sagte
ein Sprecher des Bildungsministeriums der staatlichen Nachrichtenagentur
Irna.
## 10.43 Uhr: EU sagt nach mutmaßlichem Drohnenangriff Ministertreffen ab
dpa | Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt in
Zypern ist ein dort geplantes EU-Ministertreffen kurzfristig abgesagt
worden. Die unvorhergesehene Entwicklung beeinträchtige leider die Flüge
nach Zypern, teilte die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft mit.
Deswegen sei beschlossen worden, das informelle Europaministertreffen auf
einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Es hätte eigentlich an diesem
Montagnachmittag beginnen und bis Dienstagabend dauern sollen.
Zuvor war der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im EU-Land Zypern in
der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Es
handelte sich um ein unbemanntes Fluggerät vom Typ „Shahed“, teilte der
zyprische Präsident Nikos Christodoulidis mit. Das britische
Verteidigungsministerium in London bestätigte den Vorfall. Verletzt wurde
nach Angaben des Präsidenten niemand. Unklar war zunächst, wer die Drohne
abgefeuert hat.
## 10.40 Uhr: Die IAEA warnt vor den Risiken für die nukleare Sicherheit
dpa | Angesichts der militärischen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten
warnt der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael
Grossi, vor dem Risiko eines Atomunfalls. „Wir können einen möglichen
Strahlungsaustritt mit schwerwiegenden Folgen nicht ausschließen –
inklusive die Evakuierung von Gebieten, die so groß oder größer sind wie
Großstädte“, warnte er in einer Sondersitzung der Organisation in Wien.
Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf Iran gebe es bislang
keine Hinweise, dass iranische Atomanlagen beschädigt oder getroffen worden
seien, so Grossi. Er warnte jedoch vor einem erhöhten nuklearen
Sicherheitsrisiko in der Region, auch weil mittlerweile eine Reihe anderer
Länder angegriffen worden seien, die ebenfalls Nuklearanlagen haben. „Wir
fordern deshalb äußerste Zurückhaltung bei allen militärischen
Operationen“, sagte er.
## 🐾 10.36 Uhr: Hisbollah steigt in den Krieg ein
In der Nacht auf Montag hat Israel die Hisbollah angegriffen. Die
Eskalation trifft vor allem die Zivilbevölkerung im Libanon hart. Besonders
in schiitisch geprägten Vierteln und Dörfern leiden die Menschen – es
fehlen Bunker und offizielle Notunterkünfte. [8][Aus Beirut berichtet Julia
Neumann für die taz].
## 10.35 Uhr: Saudi-Arabien: Ölraffinerie stellt nach Drohnenangriff
Betrieb ein
ap | Nach einem iranischen Drohnenangriff hat der saudi-arabische
Erdölkonzern Saudi Aramco den Betrieb in einer großen Raffinerie im Osten
des Landes eingestellt. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, berichtete das
saudische Staatsfernsehen. Bei einem Feuer, das nach dem Drohnenangriff am
Montag ausgebrochen war, sei niemand ums Leben gekommen.
Ein Militärsprecher teilte in einem Bericht der staatlichen saudischen
Nachrichtenagentur mit, der Drohnenangriff auf die Anlage in Ras Tanura
nahe der Stadt Dammam sei abgewehrt worden. Videos, die im Internet
zirkulierten, zeigten dichten schwarzen Rauch über dem Gelände. Ob dieser
von Trümmerteilen einer abgeschossenen Drohne ausgelöst wurde, war zunächst
unklar. In Ras Tanura können täglich mehr als eine halbe Million Barrel Öl
verarbeitet werden.
## 09.54 Uhr: Iranischer Roter Halbmond: 555 Tote in Iran seit Beginn der
Angriffe
afp | Seit Beginn der US-israelischen Angriffe sind in Iran staatlichen
Angaben zufolge insgesamt 555 Menschen getötet worden. „Infolge der
US-zionistischen Terrorangriffe in verschiedenen Regionen unseres Landes
sind bisher 131 Städte betroffen und wurden bedauerlicherweise 555 unserer
Landsleute getötet“, erklärte der iranische Rote Halbmond am Montag im
Onlinedienst Telegram.
In der Provinz Fars im Süden Irans wurden Medienberichten zufolge insgesamt
35 Menschen getötet. Dies gab die Nachrichtenagentur Tasmin am Montag
bekannt und wies darauf hin, dass die Opferzahl durch die „anhaltenden
Angriffe des Feindes“ noch „steigen könnte“.
In der Provinz Ost-Aserbaidschan im Nordwesten des Landes wurden laut
Berichten der Nachrichtenagentur Irna 27 Menschen getötet.
## 09.48 Uhr: Gaza-Grenzübergänge bleiben wegen Iran-Konflikt geschlossen
ap | Vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation mit Iran will Israel
die [9][Grenzübergänge zum Gazastreifen] vorerst geschlossen halten. Die
israelische Militärbehörde Cogat, die für die zivilen Angelegenheiten der
Palästinenser und die Koordination an den Grenzübergängen zuständig ist,
teilte mit, ein sicherer Betrieb sei wegen der Gefahr von Raketenangriffen
nicht möglich. Dies dürfte erhebliche Auswirkungen für die Versorgung der
notleidenden Bevölkerung mit humanitärer Hilfe haben.
Cogat machte geltend, dass es im Gazastreifen inzwischen ausreichende
Bestände an Lebensmitteln gebe, um eine längere Zeit zu überbrücken. Einige
Hilfsorganisationen, darunter die Organisation World Central Kitchen, die
Suppenküchen im Gazastreifen betreibt, widersprachen. „Wir brauchen täglich
Lebensmittellieferungen, um hungernde Familien zu versorgen, die nicht Teil
dieses Krieges sind“, schrieb Gründer Jose Andres auf der Plattform X.
9.30 Uhr: Mehrere US-Jets in Kuwait abgestürzt – Besatzung überlebt
afp | Im Golfstaat Kuwait sind am Montag nach offiziellen Angaben mehrere
US-Kampfflugzeuge abgestürzt. Das hat mittlerweile ein Sprecher des
kuwaitischen Verteidigungsministeriums bestätigt. Alle Besatzungsmitglieder
hätten überlebt, sie seien zur medizinischen Behandlung in Krankenhäuser
gebracht worden und befänden sich in „stabilem“ Zustand. Die Ursache des
Absturzes werde derzeit untersucht.
Die iranische Armee erklärte, sie habe den Stützpunkt Ali Al Salem der
US-Luftwaffe in Kuwait ins Visier genommen.
In der Hauptstadt Kuwait-Stadt war am Montagmorgen Luftalarm zu hören,
wenig später stieg von der Botschaft der USA Rauch auf. Die diplomatische
Vertretung bestätigte zunächst keinen Einschlag – rief jedoch dazu auf, dem
Botschaftskomplex fernzubleiben.
Zudem fielen Trümmerteile am Montag in dem ölreichen Staat auf die
Ahmadi-Raffinerie, zwei Arbeiter wurden laut der nationalen
Erdölgesellschaft verletzt. Die Produktion sei jedoch nicht gestört worden.
## 8.56 Uhr: Franken auf höchstem Stand zum Euro seit 2015
rtr | Der Schweizer Franken ist am Montag auf den höchsten Stand gegenüber
dem Euro seit mehr als einem Jahrzehnt gestiegen. Anleger flüchteten wegen
der Sorgen über den Konflikt im Nahen Osten in die als sicher geltende
Währung. Der Euro fiel im frühen Handel auf 0,9037 Franken. Das ist der
niedrigste Stand seit dem sogenannten Frankenschock vom Januar 2015.
Analysten erwarten, dass die Schweizerische Nationalbank Franken verkaufen
wird, um die Aufwertung zu bremsen.
Sie werde jedoch kein bestimmtes Niveau verteidigen, sagte der UBS-Ökonom
Alessandro Bee. Zinssenkungen von dem aktuellen Niveau von null Prozent
seien nicht zu erwarten. Dies wäre nur bei langfristigen Problemen wie
einer Verlangsamung der Weltwirtschaft oder Zinssenkungen anderer
Zentralbanken angebracht. „Dieser Anstieg des Frankens ist kein
strukturelles Problem in der Eurozone wie im Jahr 2011“, sagte Bee. „Er
ist auf Geopolitik und Risikoaversion zurückzuführen.“
## 8.52 Uhr: Wadephul: Werden uns nicht beteiligen
dpa | Deutschland wird sich nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul
(CDU) nicht an militärischen Aktionen gegen Iran beteiligen. „Die
Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich zu beteiligen“, sagte Wadephul
im Deutschlandfunk. Im Gegensatz zu Großbritannien, das den USA die Nutzung
britischer Stützpunkte in der Region für die Zerstörung iranischer Raketen
und Raketen-Abschussrampen erlaubt, habe Deutschland solche Basen dort
nicht. „Wir haben auch keine entsprechenden militärischen Mittel“, sagte
Wadephul. „Und die Bundesrepublik hat definitiv nicht die Absicht, sich
irgendwie zu beteiligen.“
Möglich sei allerdings, dass „unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie
angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden“, führte er
weiter aus. „Weitere Maßnahmen darüber hinaus wird es aus bundesdeutscher
Sicht nicht geben.“ Bundeswehr-Einheiten sind derzeit in Jordanien und in
Irak stationiert.
Auf die Frage, ob der Angriff Israels und der USA auf Iran
völkerrechtswidrig sei, sagte Wadephul unter anderem: „Es gibt natürlich
auch Zweifel daran, das steht doch außer Frage. Aber wir müssen doch eine
Gesamtbewertung der politischen und der Sicherheitsdimension vornehmen, der
wir gegenüberstehen. Das ist unsere Verantwortung als Bundesregierung, zu
sagen, was bedeutet das für uns hier. Und der Iran ist eine erhebliche
Gefahr, nicht nur für Israel, für die Region dort, sondern auch für
Deutschland und für Europa.“
Konkret bedeute diese Gefahr, dass es in Iran „wieder ein erhebliches
ballistisches Raketenprogramm“ gebe, führte Wadephul aus. „Und zwar das
sind Raketen mit einer Reichweite, die auch Europa bedrohen“. Das iranische
Regime sei zudem „jederzeit entschlossen gewesen“, „auch gegen Europa,
gegen europäische Interessen zu handeln“, und bedrohe „uns auch
terroristisch hier in Deutschland“. Vom Iran würden „Cyberangriffe Richtung
Deutschland ausgehen“. Das Land unterstütze zudem Russlands Krieg gegen die
Ukraine. „Das kann ich doch nicht unberücksichtigt lassen“, sagte Wadephul.
„Wenn diesem Regime das Handwerk gelegt wird, dass es zumindest gegen uns
nicht mehr so vorgehen kann, wie es das in der Vergangenheit getan hat,
dann erhöht es unsere Sicherheit hier in Deutschland. Und das ist für mich
ein entscheidender Aspekt“, so Wadephul.
## 8.51 Uhr: Verfassungsschutzpräsident warnt vor iranischer Sabotage
afp | Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer warnt angesichts
der Eskalation im Nahen Osten vor einer verschärften Sicherheitslage in
Deutschland. Die Gefahr verdeckter Operationen Irans in westlichen Staaten
sei „absolut real“, sagte Kramer im Interview mit dem Handelsblatt laut
Mitteilung vom Montag.
Im Fokus der Bedrohung stehen laut Kramer vor allem Cyberangriffe.
Pro-iranische Hacker und staatliche Gruppen nutzten digitale Attacken für
gezielte Sabotage, die weit über klassische Spionage hinausgehe. „Wir haben
Szenarien, dass sogar die Steuerungstechnik von Industrieanlagen ins Visier
genommen wird“, sagte der Geheimdienstchef. Solche Angriffe seien für Iran
ein mächtiges Druckmittel, um Deutschland in Krisenzeiten empfindlich zu
treffen.
Für weniger wahrscheinlich hält Kramer „wahllosen Terror gegen die breite
Bevölkerung“. Iran setze eher auf gezielte Aktionen. „Das betrifft vor
allem Einschüchterung oder Anschlagspläne gegen die iranische
Exil-Opposition sowie jüdische, US-amerikanische und israelische
Einrichtungen.“
Besonders besorgt zeigt sich Kramer über die gesellschaftliche Stabilität
in Deutschland. Der Nahost-Konflikt wirke wie ein „Brandbeschleuniger“ für
Antisemitismus und Polarisierung. Radikale Gruppen instrumentalisierten die
Lage, um die Gesellschaft zu spalten. „Wir sehen aufgeheizte
Demonstrationen, antiamerikanische Stimmung und ein hohes Risiko für
antisemitische Hetze.“ Die größte Gefahr liegt laut Kramer daher „in der
schleichenden Zerstörung von Vertrauen und Stabilität durch diese
verdeckten Nadelstiche“.
## 8.49 Uhr: Ölriese Aramco stoppt Produktion
rtr | Der saudi-arabische Ölriese Aramco fährt einem Insider zufolge seine
Raffinerie Ras Tanura nach einem Drohnenangriff herunter. Es handele sich
um eine Vorsichtsmaßnahme, die Lage sei unter Kontrolle, sagt eine mit der
Angelegenheit vertraute Person. Die Anlage an der Golfküste zählt mit einer
Kapazität von 550.000 Fässern pro Tag zu den größten im Nahen Osten.
## 8.45 Uhr: Aktienkurse an den Börsen in Asien sinken
afp | Angesichts der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind die
Aktienkurse an den Börsen in Asien am Montagmorgen gesunken. In Tokio,
Hongkong, Singapur, Mumbai, Bangkok, Taipeh und Wellington öffnete der
Handel überall im Minus. Vor allem die Kurse von Fluggesellschaften fielen
stark – sie müssen vorerst Flüge in die Region streichen. Die Kurse von
Energiefirmen dagegen stiegen – der Konflikt in Nahost hat den Ölpreis
bereits deutlich nach oben getrieben.
Auch an den europäischen Börsen werden sinkende Kurse erwartet. Die Märkte
„leiden unter der Verschärfung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten
und deren potenziellen Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die
Energieflüsse“, erklärte der Analyst John Plassard von der Cité Gestion
Private Bank. Sie sorgten sich vor allem um „deutlich höhere Ölpreise und
Störungen der Lieferketten mit dem Risiko einer höheren Inflation“,
erläuterte Analystin Kat Hudson von Hargreaves Lansdown.
Der Preis für Gold stieg am Montagmorgen ebenfalls. Das Edelmetall gilt als
sichere Anlage in Krisenzeiten.
## 8.40 Uhr: WHO fordert Schutz von Zivilisten und Kliniken
ap | Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der Iran-Krise alle
Konfliktparteien zum Schutz von Zivilisten und Gesundheitseinrichtungen
aufgefordert. „Alle Parteien müssen sicherstellen (…), dass medizinische
Einrichtungen geschützt bleiben“, erklärte Hanan Balkhy vom
WHO-Regionalbüro für den östlichen Mittelmeerraum. Der Schutz des
Gesundheitswesens und von Zivilisten müsse „absolut“ sein, erklärte sie.
Die USA und Israel hatten am Samstag mit Luftangriffen auf Iran begonnen,
bei denen auch Ajatollah Ali Chamenei, oberster Führer und geistliches
Oberhaupt der Islamischen Republik, getötet wurde. Der Iran nahm daraufhin
Staaten der Region unter Beschuss. In der Nacht zum Montag trat auch die
von Teheran unterstützte libanesische Schiitenmiliz Hisbollah mit
Raketenangriffen auf Israel in den Konflikt ein. Israel reagierte mit
Vergeltungsangriffen im Libanon.
8.30 Uhr: Regierung in Peking meldet toten Chinesen in Teheran
rtr | In Teheran ist nach Angaben des Außenministeriums in Peking ein
Chinese ums Leben gekommen. Mehr als 3.000 Chinesen seien bereits aus Iran
herausgeholt worden, teilt das Ministerium weiter mit. Alle Chinesen in
Iran werden erneut aufgefordert, das Land so schnell wie möglich zu
verlassen.
## 8.17 Uhr: Erneute Angriffe auf Westen Irans
afp | Der Westen Irans ist nach Angaben von Staatsmedien erneut aus der
Luft angegriffen worden – dabei seien mindestens drei Menschen getötet
worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete am Montag unter
Verweis auf den dortigen Gouverneur Gharib Sadschadi von Attacken auf
Wohngebäude in der westiranischen Stadt Sanandadsch. „Drei Menschen wurden
getötet und mehrere weitere verletzt“, erklärte Sadschadi, die Zahl der
Todesopfer könne weiter steigen.
Kurz darauf meldete ein Regierungsvertreter auch Angriffe auf die
zentraliranische Provinz Jasd.
Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels am Samstag wurden nach
jüngsten staatlichen Angaben im Nordwesten Irans mindestens 27 Menschen
getötet. „Die Zahl der Märtyrer, die in den vergangenen zwei Tagen infolge
der Angriffe Israels und der USA gestorben sind, ist auf 27 gestiegen“,
sagte der Leiter der Abteilung für Krisenmanagement der Provinz
Ost-Aserbaidschan, Madschid Farschi, laut Berichten von Irna.
## 8.14 Uhr: US-Kampfflugzeug in Kuwait abgestürzt
dpa | Im Golfstaat Kuwait ist Berichten zufolge ein US-Kampfflugzeug
abgestürzt. In sozialen Medien kursierten mehrere Videos, die den Vorfall
zeigen sollen. Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein
Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der
Maschine befreit haben. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner
einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen.
Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm.
Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte die Videos und berichtete, der
Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam
entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder
F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im
Einsatz.
Eine offizielle Bestätigung des Absturzes gibt es noch nicht. Das
US-Militär, das in dem kleinen Staat am Persischen Golf rund 13.500 Kräfte
stationiert hat, äußerte sich zunächst nicht. Unklar war auch, ob es sich
um einen Unfall, einen Abschuss etwa durch eine iranische Rakete oder um
versehentlichen Beschuss durch eigene Truppen handelte.
Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich
wie die anderen Golfstaaten unter Beschuss. Iran griff infolge der
amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem Einrichtungen des
US-Militärs in der Golfregion an.
## 8.12 Uhr: China ruft zum sofortigen Stopp der Angriffe auf
rtr | China zeigt sich besorgt über die Gefahr einer Ausweitung der Kämpfe
auf die gesamte Region und ruft alle Parteien zum sofortigen Stopp der
Angriffe auf. Die Volksrepublik stehe bereit, zusammen mit der
internationalen Gemeinschaft zur Verhandlungslösung des Konflikts
beizutragen, teilt das Außenministerium in Peking mit. Es bekräftigt seine
Haltung, die israelischen und amerikanischen Angriffe auf Iran seien eine
Verletzung des internationalen Rechts.
## 7.59 Uhr: Explosionen erschüttern Hauptstadt der irakischen Kurdenregion
ap | Laute Explosionen haben am Montag die Hauptstadt der halbautonomen
Kurdenregion in Irak erschüttert. Journalisten der Nachrichtenagentur AP
hörten die Detonationen in Erbil am Morgen. Seit dem Beginn der
US-israelischen Angriffe auf Iran hat die Islamische Republik mehrere
Staaten der Region unter Beschuss genommen.
7.55 Uhr: An US-Botschaft in Kuwait steigt Rauch auf
dpa | Im kleinen Golfstaat Kuwait ist an der US-Botschaft offenbar ein
Feuer ausgebrochen. An dem Gebäude steige Rauch auf, berichteten
Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Nachrichtenkanal
Al-Arabija berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass
an dem Gebäude Rauch aufsteige. Die Hintergründe blieben zunächst unklar.
„Es gibt eine anhaltende Bedrohung durch Raketen und Drohnen über Kuwait.
Kommen Sie nicht zur Botschaft“, teilte die US-Botschaft im Land mit.
Landsleute wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und wachsam zu bleiben
wegen möglicher Angriffe im Land.
Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich
wie die weiteren Golfstaaten unter Beschuss durch Teheran. Ziel sind dabei
unter anderem Einrichtungen des US-Militärs. Der Iran griff infolge der
amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem auch die Vereinigten
Arabischen Emirate, Katar und Bahrain an.
## 7.50 Uhr: EU steht nach Drohnenangriff an Seite ihrer Mitglieder
rtr | EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sichert den
Mitgliedstaaten nach dem Drohnenangriff auf einen britischen
Luftwaffenstützpunkt auf Zypern Unterstützung zu. Auch wenn die Republik
Zypern nicht das Ziel gewesen sei, stehe die EU angesichts jeder Bedrohung
„gemeinsam, fest und unmissverständlich“ an der Seite ihrer Mitglieder,
schreibt von der Leyen auf X, nachdem sie mit dem zypriotischen Präsidenten
telefoniert hat.
7.29 Uhr: Klinik in Iran von Rakete getroffen
dpa | Bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen in Iran ist in der
Hauptstadt eine Klinik beschädigt worden. Das Gandhi-Krankenhaus in der
Millionenmetropole Teheran sei am späten Sonntagabend von einer Rakete
getroffen worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend.
„Meine Kollegen sind gerade dabei, das Krankenhaus zu evakuieren“, schrieb
der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf
X. Er veröffentlichte ein Video, das einen beschädigten Eingangsbereich
zeigte.
Landesweit seien seit Kriegsbeginn sieben medizinische Einrichtungen
attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. In Teheran seien
neben der Gandhi-Klinik zwei weitere Krankenhäuser getroffen worden.
Beschädigt wurde demnach auch ein Krankenhaus in der südwestlichen
Provinzhauptstadt Ahwas. Außerdem seien landesweit drei Rettungswachen
angegriffen worden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.
Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen stehen unter besonderem Schutz
des humanitären Völkerrechts. Als zivile Einrichtungen dürfen sie nicht
angegriffen werden.
7.06 Uhr: Mehr als 30 Tote bei israelischen Angriffen
ap | Bei israelischen Angriffen auf den Libanon sollen mehr als 30 Menschen
ums Leben gekommen sein. Das libanesische Gesundheitsministerium sprach am
Montag von mindestens 31 Toten und rund 150 Verletzten. Etwa zwei Drittel
der Toten habe es im Süden des Landes gegeben. Vorausgegangen waren
Raketenangriffe der Hisbollah auf Israel in Reaktion auf die Angriffe der
USA und Israels auf Iran, bei denen unter anderen der oberste Führer
Ajatollah Ali Chamenei getötet worden war.
## 6.56 Uhr: FBI untersucht Schüsse in Texas als Terrorakt
ap | Vor einer Bar in Austin im US-Bundesstaat Texas hat ein Schütze zwei
Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter trug
Kleidung mit dem Muster der iranischen Flagge und den Worten „Allahs
Eigentum“, wie die Polizei der AP am Sonntag mitteilte. Das FBI untersucht
die Schüsse, die auf den US-israelischen Angriff auf Iran folgten, als
möglichen Terrorakt. Die Polizei erschoss den Schützen, der den Angaben
zufolge sowohl eine Pistole als auch ein Gewehr bei dem Angriff einsetzte.
Zu den Schüssen kam es am Sonntag kurz vor zwei Uhr nachts vor dem Buford’s
Backyard Beer Garden an der Sixth Street, nur wenige Kilometer von der
University of Texas entfernt.
Der 53-jährige Verdächtige fuhr mehrfach an der Bar vorbei, bevor er
anhielt und aus dem Fenster seines SUV schoss, wie Lisa Davis, die
Polizeichefin von Austin, mitteilte. Er parkte, stieg aus und schoss weiter
auf Menschen, die die Straße entlangspazierten, bevor Polizisten zur
Kreuzung eilten und den Mann töteten, wie Davis weiter mitteilte. Drei der
Verletzten hätten sich am Sonntagmorgen in kritischem Zustand befunden.
Die Behörden nannten kein klares Motiv für die Schüsse, fanden jedoch
„Indikatoren“, die sie dazu veranlassten, die Möglichkeit einer
terroristischen Tat in Betracht zu ziehen, wie Alex Doran, der
kommissarische Leiter des FBI-Büros in San Antonio, mitteilte. „Es ist noch
zu früh, um darüber eine endgültige Entscheidung zu treffen“, sagte Doran.
## 6.49 Uhr: Zypern: Beteiligen uns nicht an Einsätzen
rtr | Zypern wird sich Präsident Nikos Christodoulides zufolge nicht an
Militäreinsätzen beteiligen. „Ich möchte klarstellen: Unser Land beteiligt
sich in keiner Weise an militärischen Operationen und hat auch nicht die
Absicht, sich daran zu beteiligen“, erklärt Christodoulides in einer
Stellungnahme. Die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern sei in der
Nacht von einer unbemannten Shahed-Drohne getroffen worden, teilt der
Präsident mit. Er stehe in ständigem Kontakt mit europäischen Staats- und
Regierungschefs und anderen über die Entwicklungen.
## 6.42 Uhr: Explosionen in mehreren Golfstaaten
afp | In mehreren Golfstaaten sowie in Jerusalem sind am Montagvormittag
Explosionen zu hören gewesen. AFP-Reporter berichteten am Montagmorgen von
lauten Detonationen in Katars Hauptstadt Doha, in Dubai in den Vereinigten
Arabischen Emiraten, in Bahrains Hauptstadt Manama – sowie in Jerusalem.
Das bahrainische Innenministerium erklärte, bei iranischen Angriffen sei
ein Mensch getötet worden.
Der Mensch sei getötet worden, als „an Bord eines ausländischen Schiffes in
der Industriestadt Salman ein Feuer ausbrach, nachdem Trümmerteile einer
abgefangenen Rakete heruntergefallen waren“, erklärte das bahrainische
Innenministerium. Es handle sich um einen asiatischen Arbeiter, zwei
weitere Menschen seien verletzt worden.
Augenzeugenberichten zufolge waren außerdem in der emiratischen Hauptstadt
Abu Dhabi Explosionen zu hören. Die kuwaitische Armee fing derweil nach
Angaben der kuwaitischen staatlichen Nachrichtenagentur eine unbekannte
Anzahl „feindlicher“ Drohnen ab, die auf das Golfemirat abgefeuert worden
seien. Demnach gab es keine Verletzten.
Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie habe „Raketen
identifiziert“, die aus Iran auf Israel abgefeuert worden seien. Die
Luftabwehr sei aktiviert worden. Die Armee wies die Bevölkerung auf,
Schutzräume aufzusuchen. Auch in der Region Tel Aviv waren Explosionen zu
hören.
## 6.11 Uhr: Pentagon kündigt Pressekonferenz an
afp | Das Pentagon hat für Montagnachmittag eine Pressekonferenz von
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zu den gemeinsamen Angriffen der USA
und Israels auf Ziele in Iran angekündigt. Hegseth werde am Montag um 8.00
Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MEZ) vor die Presse treten, teilte das Pentagon am
Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X mit. US-Generalstabschef Dan Caine
werde ebenfalls an der Pressekonferenz teilnehmen.
Am Dienstag wird Hegseth außerdem gemeinsam mit US-Außenminister Marco
Rubio die US-Kongressabgeordneten über den Fortschritt des Armeeeinsatzes
informieren, wie das Weiße Haus bekanntgab. Die oppositionellen Demokraten
werfen der US-Regierung vor, sie vor dem Beginn des Einsatzes nicht
konsultiert zu haben.
5.58 Uhr: Mutmaßlicher Drohnenangriff in Zypern
dpa | Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der
Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Das
bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der
Nachrichtenagentur PA. Bei dem Vorfall nahe der Hafenstadt Limassol sei
niemand verletzt worden. Es gebe Maßnahmen zum Schutz der Truppen in der
Region. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt.
Nach Informationen der zyprischen Regierung soll es sich um eine
„unbemannte Drohne“ gehandelt haben, die nur geringen Schaden verursacht
hat. In enger Zusammenarbeit mit der britischen Regierung und der
Verwaltung der britischen Stützpunkte beobachte man die Lage genau. Der
Nationale Sicherheitsrat tage weiterhin ununterbrochen.
Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen
Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen Iran. Verteidigungsminister
John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab,
wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in
Bahrain und auf Zypern. Großbritannien unterhält dort zwei Stützpunkte.
Angehörige der Basis seien angewiesen worden, an Ort und Stelle zu bleiben
und weitere Anweisungen abzuwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden,
dass es zu weiteren Einschlägen komme. Explosionen und Sirenen seien auch
in der nahegelegenen Stadt zu hören gewesen, berichteten übereinstimmend
zyprische Nachrichtenportale.
Zyperns Regierung hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische
Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden seien.
Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der
Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
Verteidigungsminister Healey hatte vor der Gefahr „zunehmend wahlloser
iranischer Vergeltungsangriffe“ gewarnt. Dem britischen Sender Sky News
sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert
worden.
## 5.45 Uhr: Israel greift Libanon an
rtr | Mit dem Eingreifen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz hat sich der
Konflikt um Iran auf den Libanon ausgeweitet. Als Reaktion auf Raketen- und
Drohnenangriffe der Hisbollah auf Israel hat das israelische Militär am
Montag Ziele im gesamten Libanon angegriffen. Die Hisbollah bezeichnete
ihren Angriff als Vergeltung für die Tötung des obersten iranischen Führers
Ajatollah Ali Chamenei durch Israel und die USA. Damit eröffnet die Miliz
eine neue Front in dem Konflikt, der am Wochenende mit US-israelischen
Angriffen auf Iran begonnen hatte.
Das israelische Militär teilte zudem mit, es habe ranghohe Mitglieder der
Hisbollah in Beirut sowie ein zentrales Mitglied im Südlibanon angegriffen.
„Die Hisbollah hat über Nacht einen Feldzug gegen Israel eröffnet und ist
für jede Eskalation voll verantwortlich“, sagte der israelische
Generalstabschef Ejal Samir. Die Hisbollah erklärte ihrerseits, die
fortgesetzten israelischen Angriffe gäben ihr das Recht, sich „zur
geeigneten Zeit und am geeigneten Ort“ zu verteidigen.
In der libanesischen Hauptstadt Beirut erschütterten mehr als ein Dutzend
Explosionen die von der Hisbollah kontrollierten südlichen Vororte. Das
israelische Militär teilte mit, es habe ranghohe Hisbollah-Mitglieder in
der Nähe von Beirut angegriffen, und wies die Bewohner Dutzender Dörfer im
Süd- und Ostlibanon an, die Gebiete zu verlassen.
Noch am Samstag hatte die libanesische Regierung mitgeteilt, der
US-Botschafter habe versichert, Israel werde nicht eskalieren, solange es
keine feindseligen Handlungen von libanesischer Seite gebe. Der
libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete den Raketenbeschuss
aus dem Südlibanon in Richtung Israel als „unverantwortlichen“ und
„fragwürdigen Akt“, der die Sicherheit des Landes gefährde.
Den Berichten zufolge handelt es sich um die heftigsten Angriffe auf die
südlichen Vororte Beiruts seit dem Konflikt zwischen Israel und der
Hisbollah im Jahr 2024. Beide Seiten hatten sich damals auf einen von den
USA vermittelten Waffenstillstand geeinigt.
## 5.44 Uhr: Irans Sicherheitsrat lehnt Verhandlungen mit den USA ab
afp | Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf Iran hat Irans
einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani jegliche Verhandlungen
mit der US-Regierung abgelehnt. „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“,
erklärte Laridschani am Montag im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte
zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit
Washington aufzunehmen.
Laridschani warf US-Präsident Donald Trump außerdem vor, die Region „mit
seinen ‚illusorischen Träumen‘ ins Chaos gestürzt“ zu haben. Nun sorge
Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
## 5.35 Uhr: USA hatten keine Hinweise auf iranischen Erstschlag
rtr | Der US-Regierung haben Insidern zufolge vor den Angriffen auf Iran
keine Hinweise auf einen bevorstehenden Erstschlag Teherans vorgelegen.
Dies räumten laut Insidern Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald
Trump demnach bei einer Unterrichtung von Kongressmitarbeitern ein. Zuvor
hatten Regierungsvertreter die Angriffe damit begründet, dass man einem
iranischen Angriff zuvorkommen wolle.
## 5.34 Uhr: Binnen 24 Stunden 1.000 Ziele in Iran angegriffen
dpa | Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe in Iran
nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele angegriffen. Dazu gehörten unter
anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme,
Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen,
Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen. Das teilte das
für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des Militärs (Centcom) mit.
Es gehe bei den Angriffen darum, Irans Sicherheitsapparat unbrauchbar zu
machen. Höchste Priorität werde Zielen eingeräumt, die eine unmittelbare
Bedrohung darstellten, erklärte Centcom. Die Bilanz auf der Webseite des
US-Militärs bezog sich auf die ersten 24 Stunden der Angriffe, also bis
einschließlich Sonntagmorgen. Seither gab es zahlreiche weitere Angriffe
durch das israelische und das amerikanische Militär.
Bei den Einsätzen der ersten 24 Stunden kamen demnach unter anderem eine
ganze Reihe Kampfflugzeuge zum Einsatz (darunter die Typen F-18, F-16,
F-22, F-35, A-10) genauso wie Flugzeuge zur Luftraumüberwachung,
Tankflugzeuge, Tarnkappenbomber, Drohnen, Flugzeugträger, Zerstörer und
U-Boote sowie Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars. Zudem seien
Luftabwehrsysteme der Typen Patriot und THAAD im Einsatz gewesen. Letzteres
dient vor allem zum Abfangen ballistischer Raketen.
## 5.29 Uhr: Miliz in Irak: Haben US-Truppen in Bagdad angegriffen
dpa | Eine mit Iran verbündete Miliz in Irak hat nach eigenen Angaben einen
Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad angegriffen. Sie habe
heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens mit
einer Drohne angegriffen, teilte Saraja Aulija al-Dam mit. Es handle sich
dabei um eine „Vergeltung für den getöteten Anführer Ali Chamenei“ und eine
„Unterstützung“ für Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite
oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.
Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren in
Irak auf sich aufmerksam machte vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und
-Konvois in Irak. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten
Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem einflussreichen Netzwerk aus
schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele von Iran unterstützt
werden und die in Irak großen Einfluss haben. In Bagdad kam es nach der
Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Chamenei am Sonntag bereits zu
Protesten am Regierungsviertel mit der US-Botschaft.
## 5.22 Uhr: Israelische Armee ruft Menschen im Libanon zur Evakuierung auf
afp | Nach Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf Israel hat die
israelische Armee die Bewohner von etwa 50 Städten und Dörfern im Süden und
Osten Libanons zur Evakuierung aufgerufen. „Zu Ihrer Sicherheit verlassen
Sie bitte sofort Ihre Häuser und begeben Sie sich mindestens 1.000 Meter
von Ihrem Dorf entfernt in offene Gebiete“, erklärte eine israelische
Armeesprecherin am Montag im Onlinedienst X.
Zuvor hatte die Hisbollah Israel aus dem Libanon angegriffen. Die Miliz
erklärte, „als Vergeltung“ für die Tötung des obersten iranischen Führers
Ayatollah Ali Chamenei bei Angriffen der USA und Israels auf Iran Raketen
und Drohnen auf Israel abgefeuert zu haben. Die israelische Armee erklärte,
ein aus dem Libanon abgefeuertes Geschoss abgefangen zu haben.
Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam bezeichnete die Angriffe aus
dem Süden des Landes auf Israel als „unverantwortliche und verdächtige
Handlung, die die Sicherheit und Stabilität des Libanon gefährdet“. Der
libanesische Präsident Joseph Aoun erklärte, die Raketen auf Israel
richteten sich „gegen all die Anstrengungen und Bemühungen des
libanesischen Staates, den Libanon von den gefährlichen militärischen
Konfrontationen fernzuhalten, die sich in der Region abspielen“.
Die israelische Armee erklärte daraufhin, Ziele der Hisbollah „überall im
Libanon“ anzugreifen. Später erklärte die Armee, bei „gezielten“ Angriffen
ein hochrangiges Hisbollah-Mitglied in Beirut und ein weiteres im Süden des
Landes getroffen zu haben. Israels Generalstabschef Ejal Samir erklärte,
die Hisbollah habe „über Nacht eine Offensive gegen Israel eröffnet und
trägt die volle Verantwortung für jede Eskalation“.
## 4.53 Uhr: Erneut Explosionen in Kuwait
rtr | In Kuwait sind Augenzeugenberichten zufolge den dritten Tag in Folge
laute Explosionen und Sirenen zu hören. Iran hatte nach
amerikanisch-israelischen Angriffen auf die Islamische Republik auch
Vergeltungsschläge gegen benachbarte Golfstaaten gestartet.
## 4.31 Uhr: Reisende sitzen in Nahost fest
dpa | Die Flugzeuge starten nicht, die Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab,
dafür gibt es immer wieder Raketenalarm: Tausende Urlauber aus der ganzen
Welt sitzen im Kriegsgebiet in Nahost fest. Wann eine Ausreise für die
Betroffenen wieder möglich sein wird, ist laut Außenminister Johann
Wadephul gegenüber der Bild derzeit nicht absehbar.
Das dürfte vor allem davon abhängen, wie sich der Konflikt zwischen Israel,
den USA und Iran in den nächsten Tagen entwickelt. Israel und die USA
hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele in Iran
begonnen, bei denen auch Religionsführer und Staatsoberhaupt Ajatollah Ali
Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie
auf Ziele in der Golfregion, in der es US-Militärstützpunkte gibt.
Daraufhin wurde etwa an den Flughäfen von Dubai der Flugverkehr bis auf
Weiteres ausgesetzt. Airports und nationale Fluggesellschaften in den
Vereinigten Arabischen Emiraten haben der Generalbehörde für Zivilluftfahrt
zufolge bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben
werden mussten.
Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen
bereitgestellt. Außerdem wollen die Vereinigten Arabischen Emirate „alle
Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete
Passagiere“ übernehmen, teilte die Behörde mit.
## 4.30 Uhr: Kleinere vierstellige Zahl an EU-Bürgern ist noch in Iran
dpa | In Iran halten sich schätzungsweise noch ein paar Tausend Menschen
auf, die die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates besitzen, wie
eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel mitteilte. Viele von ihnen hätten
allerdings auch die iranische Staatsangehörigkeit und wollten nicht
zwingend das Land verlassen, ergänzte sie. Genaue Angaben zur Zahl der
Menschen, die evakuiert werden wollen, machte sie nicht.
Deutlich mehr Menschen mit Staatsangehörigkeit eines EU-Staates sitzen den
Angaben zufolge unfreiwillig in Ländern rund um Iran fest, weil ihre Flüge
wegen Luftraumsperrungen gestrichen wurden. Um ihnen bestmöglich zu helfen,
wurde ein EU-Netzwerk für konsularische Zusammenarbeit aktiviert, das die
Koordinierung von Evakuierungsbemühungen erleichtern soll.
## 4.27 Uhr: Irakische Miliz bekennt sich zu Drohnenangriff
ap | Die proiranische irakische Miliz Saraja Awlija al-Dam hat sich zu
einem Drohnenangriff auf US-Truppen am Flughafen in der irakischen
Hauptstadt Bagdad bekannt. Der Angriff war Vergeltung für den Tod des
iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, wie die Gruppe am
Montag mitteilte. Saraja Awlija al-Dam ist eine der schiitischen Milizen,
die nach der von den USA geführten Invasion im Jahr 2003 in Irak tätig
wurde, die den damaligen Machthaber Saddam Hussein stürzte. Die USA und
Irak haben sich zunächst nicht zu der Erklärung geäußert.
## 4.00 Uhr: Sondersitzung des IAEA
afp | Wegen der massiven Angriffe der USA und Israels auf den Iran kommt
der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Montag
zu einer Sondersitzung zusammen. Die Sitzung erfolgt auf Antrag Russlands,
eines wichtigen Verbündeten des Iran. Nach dem Beginn der Angriffe am
Samstag hatte die IAEA die Konfliktpartien zur Zurückhaltung aufgerufen.
Westliche Staaten, allen voran die USA und Israel, werfen Iran vor, nach
Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und besteht auf seinem
Recht zur Nutzung der Atomtechnologie für zivile Zwecke.
3.48 Uhr: Iran-Konflikt treibt Ölpreis
rtr | Die Ölpreise sind am Montag nach Angriffen auf Tanker im Nahen Osten
um mehr als sieben Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten gestiegen.
Grund dafür ist die Eskalation des Konflikts zwischen Iran, Israel und den
USA, die den Öltransport in der wichtigen Förderregion stört. Ein Barrel
(159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze auf 82,37
Dollar, den höchsten Stand seit Januar 2025. Der Preis für US-Leichtöl WTI
stieg zeitweise auf 75,33 Dollar und erreichte damit den höchsten Wert seit
Juni 2025.
Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten drei Tanker aus
den USA und Großbritannien im Golf und in der Straße von Hormus mit Raketen
getroffen. Zudem erklärte Iran, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus
sei gesperrt. Bei den Angriffen wurden Reedereikreisen und
Behördenvertretern zufolge mindestens drei Tanker beschädigt und ein
Seemann getötet. Konkret wurde nach Angaben des Schiffsdienstleisters V.
Ships Asia der Öltanker „MKD VYOM“ vor der Küste Omans beschossen, wobei
ein Besatzungsmitglied ums Leben kam.
Die Angriffe haben [10][bereits spürbare Folgen für den Seehandel]. Die
dänische Reederei Maersk kündigte an, Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung
an der Südspitze Afrikas umzuleiten. Mehr als 200 Schiffe, darunter Öl- und
Gastanker, lagen Schiffsdaten zufolge am Sonntag vor der Meerenge vor
Anker. Das japanische Handelshaus Itochu teilte mit, es gebe bereits
„einige Auswirkungen“ auf seine Lieferungen von Rohöl und Ölprodukten aus
der Golfregion.
## 3.21 Uhr: Bahrain fängt Dutzende iranische Raketen ab
ap | Bahrain hat seit Beginn der iranischen Angriffe auf das Land eigenen
Angaben zufolge 61 Raketen und 34 Drohnen abgefangen.Das bahrainische
Militär erklärte, dass die iranischen Angriffe auf zivile Einrichtungen und
Privatbesitz abzielten und einen schweren Verstoß gegen die Prinzipien des
Völkerrechts darstellten. „Diese wahllosen und abscheulichen Angriffe
stellen eine direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Region
dar“, hieß es weiter.
## 3.17 Uhr: Ranghohe Hisbollah-Mitglieder attackiert
dpa | Die israelische Armee hat bei nächtlichen Angriffen in der
libanesischen Hauptstadt Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder
der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz angegriffen. Wie die Armee weiter
mitteilte, sei ein weiterer wichtiger „Hisbollah-Terrorist“ im Süden des
Libanons getroffen worden.
Das israelische Militär reagierte damit auf einen nächtlichen
Raketenangriff der Schiiten-Miliz auf Israel. Ein Geschoss sei abgefangen
worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, hieß es.
Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah
und Israel im November 2024, dass die von Iran unterstützte Schiiten-Miliz
Israel mit Raketen angegriffen hat. Sie begründete den Angriff in der Nacht
mit der Tötung des obersten Führers Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei
einem israelischen Luftangriff am Samstag in der iranischen Hauptstadt
Teheran.
Nach den US-israelischen Luftangriffen auf Iran am Wochenende startete die
Islamische Republik Raketenangriffe auf US-Stützpunkte in der Region sowie
auf zivile Infrastrukturen, darunter Flughäfen, Hotels und in einigen
Fällen auch Wohngebäude. Dazu gehörte auch Bahrain, das die Fünfte Flotte
der US-Navy beherbergt.
## 3.01 Uhr: Katar: Bevölkerung soll zu Hause bleiben
ap | Das katarische Innenministerium hat die Bevölkerung aufgerufen,
angesichts der Lage in der Region zu Hause zu bleiben. In einem Beitrag in
den sozialen Medien forderte das Ministerium die Menschen auf, nur in
„absoluten Notfällen“ nach draußen zu gehen und sich von Fenstern und
offenen Bereichen fernzuhalten.
Nach den US-israelischen Luftangriffen auf Iran startete die Islamische
Republik Raketenangriffe auf US-Stützpunkte in der Region sowie auf zivile
Infrastrukturen, darunter Flughäfen, Hotels und in einigen Fällen auch
Wohngebäude. Dazu gehörte auch Katar, das die größte US-Militärbasis im
Nahen Osten beherbergt.
2.47 Uhr: Hisbollah-Miliz greift Israel an Seite Irans an
dpa | Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat an der Seite Irans Israel mit
Raketen angegriffen. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf die Tötung
des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem
israelischen Luftangriff am Samstag in Irans Hauptstadt Teheran. Das teilte
die von Iran unterstützte Miliz in der Nacht mit. Kurz darauf begann die
israelische Armee nach eigenen Angaben, Stellungen der Hisbollah im
nördlichen Nachbarland zu bombardieren. Augenzeugen berichteten von
Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut, einer
Hochburg der Schiiten-Milz.
Man werde gegen die Entscheidung der Hisbollah, sich an den iranischen
Gegenangriffen zu beteiligen, vorgehen und nicht zulassen, dass die Miliz
eine Bedrohung für den Staat Israel darstellt, teilte die israelische Armee
mit. Sie fing kurz zuvor nach eigenen Angaben ein Geschoss der Hisbollah
ab, mehrere andere seien in offenem Gelände niedergegangen.
2.35 Uhr: Trump rechnet mit vierwöchigem Militäreinsatz
afp | Kein baldiges Ende in Aussicht: US-Präsident Donald Trump geht nach
eigenen Worten von einem rund vierwöchigen Militäreinsatz gegen Iran aus.
Iran sei ein „großes Land“, daher werde der Einsatz „vier Wochen dauern –
oder weniger“, sagte Trump am Sonntag der britischen Zeitung Daily Mail.
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz griff derweil aus dem Libanon Ziele in
Israel an. Die israelische Armee reagierte mit Angriffen auf
Hisbollah-Ziele im nördlichen Nachbarland.
In einer Videobotschaft forderte Trump die iranischen Streitkräfte und die
Polizei erneut auf, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben.
Anderenfalls drohe ihnen „der sichere Tod“. „Es wird nicht schön“, warnte
er. Nach dem Tod von drei US-Militärangehörigen drohte Trump zudem mit
„Rache“ und warnte, es werde „wahrscheinlich“ weitere Todesopfer in den
Reihen der US-Armee geben.
## 2.25 Uhr: Australien schließt militärische Beteiligung aus
rtr | Australien schließt eine militärische Beteiligung am Konflikt mit
Iran aus. Man habe sich nicht an den bisherigen Schlägen beteiligt und sehe
auch künftig keine Beteiligung vor, sagte Außenministerin Penny Wong. Die
Regierung bemühe sich um die Evakuierung von rund 115.000 Australiern aus
der Region. Dies gestalte sich wegen der Luftraumsperrungen jedoch
schwierig, erklärte Wong. Der australische Verteidigungsminister Richard
Marles erklärte, die Regierung habe bereits Maßnahmen für die Sicherheit
von etwa 100 australischen Soldatinnen und Soldaten ergriffen. Diese sind
auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in der Nähe von Dubai stationiert,
der zur Unterstützung von UN-Missionen genutzt wird.
## 2.24 Uhr: Israel startet Luftangriff auf Beirut
ap | Israel hat einen Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut
gestartet. Nach Angaben des Militärs reagiert das Land damit auf einen
Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz. Diese hatte in der Nacht auf
Montag Raketen über die Grenze abgefeuert. Es war das erste Mal seit mehr
als einem Jahr, dass die militant-islamistische Hisbollah sich zu einem
Angriff gegen Israel bekannte. Die Angriffe seien Vergeltung für die Tötung
des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei sowie für
„wiederholte israelische Aggressionen“, hieß es in einer Erklärung der
Miliz.
Das israelische Militär teilte mit, ein Geschoss, das die Grenze
überschritten hatte, sei abgefangen worden, mehrere weitere seien in
unbewohnten Gebieten niedergegangen. Verletzte oder Schäden wurden nicht
gemeldet.
## 2.01 Uhr: Raketentrümmer stürzen auf Schiff in Bahrain
dpa | In Bahrain sind Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete
auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst. Dabei kam ein aus
Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt,
wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der
Plattform X mitteilte. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt
Manama sei inzwischen gelöscht worden.
Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische
Stellungen in der Region an. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der
US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine
beheimatet. Am Samstag war bei einem iranischen Drohnenangriff auf den
internationalen Flughafen in Bahrain Sachschaden entstanden.
## 1.12 Uhr: Israels Luftwaffe startet neue Angriffe in Teheran
dpa | Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der
iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche
Angriffswelle gegen das „iranische Terrorregime im Herzen von Teheran“
begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.
Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt
Luftlinie rund 1.600 Kilometer. Der am Samstagmorgen in Koordination mit
den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen den
Erzfeind Iran ist nach Armeeangaben der bisher größte in ihrer Geschichte.
## 0.45 Uhr: Russland evakuiert Hunderte Staatsbürger
rtr | Russland beginnt mit der Evakuierung seiner Staatsbürger aus Iran.
Rund 500 Russen würden über Aserbaidschan aus dem Land gebracht, teilt die
russische Botschaft in Baku am Sonntag (Ortszeit) mit. Das russische
Außenministerium hatte seinen Staatsbürgern nach den Militärschlägen der
USA und Israels empfohlen, sichere Regionen in Iran und Israel aufzusuchen
oder die Länder zu verlassen. Aus aserbaidschanischen Regierungskreisen
verlautete zudem, binnen 38 Stunden seien bereits 192 Menschen aus Iran
nach Aserbaidschan gebracht worden, darunter 82 aserbaidschanische
Staatsbürger.
## 0.21 Uhr: Emirate: 152 Raketen und 500 Drohnen abgewehrt
dpa | Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach eigenen
Angaben inzwischen 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus Iran
abgewehrt. Das erklärte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X.
Zudem seien 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen.
Auch seien zwei Marschflugkörper abgefangen und zerstört worden. Am
Samstagabend hatten die Emirate bereits die Abwehr von 132 ballistischen
Raketen und 195 Drohnen seit Beginn der iranischen Angriffe bestätigt.
0.01 Uhr: Deutschland behält sich „militärische Defensivmaßnahmen“ vor
dpa | Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben Iran zu einem Stopp
von Raketenangriffen auf Länder im Nahen Osten aufgefordert und behalten
sich auch militärische Abwehrmaßnahmen vor. Die Angriffe seien „wahllos und
unverhältnismäßig“, hieß es in einer in Berlin verbreiteten gemeinsamen
Erklärung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel
Macron und dem britischen Premier Keir Starmer. Starmer erlaubte den USA,
britische Stützpunkte für Schläge gegen Irans Raketen-Anlagen zu nutzen.
Aus deutschen Regierungskreisen hieß es zur Erläuterung, es gehe darum,
„dass wir uns das Recht vorbehalten, unsere Soldaten in der Region zu
schützen, falls sie angegriffen werden. Dieses Recht zur Selbstverteidigung
nehmen die Soldaten der Bundeswehr wahr.“ Weitere Einzelheiten wurden nicht
genannt.
In der Erklärung betonen Merz, Macron und Starmer: „Wir werden die
notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer
Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potenziell auch, falls
notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen
Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und
Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören.“ Dazu werde man auch mit
den USA und den Verbündeten in der Region zusammenarbeiten.
2 Mar 2026
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