# taz.de -- Israel und USA im Krieg mit Iran: Trump: „Große Welle“ von Angriffen auf Iran steht noch bevor
       
       > US-Präsident Donald Trump dehnt seinen Zeitplan. Die US-Armee bestätigt
       > vierten gefallenen Soldaten. Israel startet neue Angriffe auf Teheran.
       
 (IMG) Bild: In Al Jahra, Kuwait, stürzt ein brennendes Flugzeug vom Himmel (Standbild aus einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video vom 2. März 2026)
       
       ## 20.00 Uhr: Iran beschuldigt Israel und die USA zweier Angriffe auf
       Atomanlage Natans
       
       afp | Iran hat Israel und die USA beschuldigt, seine Atomanlage in Natans
       angegriffen zu haben. Die „kriminellen Regime“ der USA und Israel hätten
       „bei zwei brutalen Angriffen am Sonntagnachmittag“ die Atomanlage Natans
       attackiert, erklärte der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammad
       Eslami, am Montag nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna in
       einem Brief an die Internationale Atomenergiebehörde IAEA.
       
       ## 19.56 Uhr: Abu Dhabi meldet Drohnentreffer in Öllager
       
       afp | Am dritten Tag der iranischen Angriffe in der Golfregion ist in Abu
       Dhabi ein Kraftstofflager von einer Drohne getroffen worden. In dem Lager
       mit Öltanks in Musaffah brach infolge des Drohnenangriffs ein Feuer aus,
       wie die Behörden in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate am
       Montag mitteilten. Die Situation sei unter Kontrolle, der Betrieb sei nicht
       beeinträchtigt worden. Auch Verletzte gab es demnach keine.
       
       ## 19.33 Uhr: Öltanker in Bahrain getroffen
       
       afp | Ein Öltanker ist in einem Hafen in Bahrain von Geschossen getroffen
       worden, ein Werftarbeiter wurde getötet. Der unter US-Flagge fahrende
       Tanker „Stena Imperative“ sei von zwei „unbekannten Geschossen“ im Hafen
       von Bahrain getroffen worden, erklärte das private
       Seesicherheitsunternehmen Vanguard Tech am Montag. Alle
       Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit und hätten das Schiff verlassen.
       Der schwedische Eigentümer Stena Bulk erklärte, dass keine
       Besatzungsmitglieder verletzt worden seien. Der Schaden werde geprüft.
       
       ## 19.01 Uhr: Israel greift weiter im Libanon an
       
       dpa | Das israelische Militär hat erneut in einem Vorort der libanesischen
       Hauptstadt Beirut angegriffen. Mindestens sechs Einschläge waren über
       Beirut zu hören, wie dpa-Reporterinnen meldeten.
       
       Nach ersten Berichten lokaler Medien wurde ein Gebäude in direkter Nähe des
       proiranischen Fernsehsender Al-Majadin getroffen. In der Gegend befindet
       sich auch die iranische Botschaft. Der Sender musste zwischenzeitlich den
       Sendebetrieb einstellen.
       
       18.38 Uhr: Trump: Einsatz im Iran notfalls länger als geplant
       
       dpa | Für US-Präsident Donald Trump könnte die US-Offensive im Iran
       notfalls auch länger andauern. Zwar liege man „deutlich vor unseren
       Zeitprojektionen“, sagte Trump. Ursprünglich habe man mit vier bis fünf
       Wochen gerechnet. Zugleich betonte er jedoch, das Militär habe die
       „Fähigkeit, weit länger zu gehen“. „Was immer nötig ist, wir werden es
       tun“, sagte der Präsident bei seiner ersten Pressekonferenz seit den
       US-Angriffen auf den Iran am Samstag.
       
       ## 🐾 18.28 Uhr: Linken-Chef van Aken: „Mögen sie in der Hölle schmoren“
       
       taz | Dem getöteten Führungspersonal des Mullah-Regimes weint Linken-Chef
       Jan van Aken keine Träne nach. Er warnt jedoch vor einem Bürgerkrieg,
       [1][schreibt taz-Redakteur Pascal Beucker].
       
       ## 18.01 Uhr: Tanker brennt in Straße von Hormus nach Drohnenangriff
       
       rtr | In der Straße von Hormus brennt nach Angaben der iranischen
       Revolutionsgarden ein Tanker. Das Schiff sei von zwei Drohnen getroffen
       worden, melden iranische Nachrichtenagenturen. Die Meerenge verbindet die
       großen Ölproduzenten am Golf ‌mit dem offenen Meer und gilt als eine der
       wichtigsten Exportrouten der Welt. Weitere Details liegen zunächst nicht
       vor.
       
       ## 🐾 18.28 Uhr: Wie der Iran-Krieg internationale Flüge lahmlegt
       
       taz | Auch am Montag blieben Drehkreuze wie die Flughäfen in Dubai und Doha
       gesperrt. Wie (und wie lange) der Verkehr eingeschränkt bleibt,
       [2][beschreibt taz-Verkehrsredakteurin Nanja Boenisch].
       
       ## 17.42 Uhr: Trump und Hegseth schließen Bodeneinsatz im Iran nicht aus
       
       dpa | US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth
       wollen nach den ersten Angriffen auf den Iran nicht ausschließen, dass
       künftig US-Bodentruppen im Nahen Osten eingesetzt werden. Er habe keine
       Angst bei dem Thema, wurde Trump vom Boulevardblatt „New York Post“
       zitiert. „Jeder Präsident sagt: „Es wird keine Bodentruppen geben.“ Ich
       sage das nicht“. Stattdessen hielt sich Trump Optionen offen.
       
       Zuvor hatte sich Hegseth ähnlich geäußert. Ihm zufolge sind bislang keine
       Bodentruppen im Iran im Einsatz. Darüber hinaus wollte er sich nicht dazu
       äußern, ob ein Bodeneinsatz künftig ein denkbares Szenario sei.
       
       ## 🐾 17.34 Uhr: Raketen für Teheran, Trümmer für Beirut
       
       Der Kriegseintritt der Hisbollah ist unverantwortlich und suizidal. Israel
       wird die Gelegenheit nutzen, den Krieg im Libanon auszuweiten. [3][Ein
       Kommentar] von der Libanon-Korrespodentin Julia Neumann.
       
       ## 17.23 Uhr: Katar meldet Abschuss zweier iranischer Kampfjets
       
       rtr | Katar hat nach eigenen Angaben zwei aus dem Iran kommende Flugzeuge
       abgeschossen. Dabei handele es sich um Flieger vom Typ Suchoi Su-24, teilt
       das Verteidigungsministerium mit. Weitere Einzelheiten zu ‌dem Vorfall
       nennt das Ministerium zunächst nicht.
       
       ## 17.00 Uhr: Starmer verteidigt Verzicht auf Beteiligung an Iran-Angriffen
       
       rtr | Der britische Premierminister Keir Starmer weist Kritik von
       US-Präsident Donald Trump an seiner Iran-Politik zurück. Er stehe zu seiner
       Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und ‌Israels nicht
       unterstützt zu haben, sagt Starmer. Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu
       lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben. „Es
       ist meine ‌Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse
       Großbritanniens ist“, betont der Regierungschef.
       
       ## 16.55 Uhr: Wegen Nahost-Krieg fallen an deutschen Airports 450 Flüge aus
       
       rtr | Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat weitreichende
       Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr und trifft auch deutsche
       Flughäfen. An den acht größten ‌Airports werden bis zum 5. März mehr als
       450 Flüge abgesagt, wie der Flughafenverband ADV mitteilt. „Rund 135.000
       Passagiere können aktuell ihre Reise nicht ‌wie geplant antreten.“
       Betroffen seien unter anderem Verbindungen nach Abu Dhabi, Amman, Beirut,
       Doha, Dubai, Erbil, Sulaymaniyah und Tel Aviv. „Die kurzfristigen
       Luftraumsperrungen und Flugausfälle stellen Airlines, Flughäfen und
       Behörden vor erhebliche operative Herausforderungen“, erklärt
       ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Hierbei habe Sicherheit den
       absoluten Vorrang.
       
       16.50 Uhr: Trump: „Große Welle“ gegen Iran steht erst bevor
       
       rtr | US-Präsident Donald Trump stimmt auf eine weitere Eskalation im Krieg
       mit dem Iran ein. Die „große Welle“ stehe erst noch bevor, ‌sagt Trump dem
       Sender CNN. Zugleich räumte er ein, dass Washington nach der Tötung von
       Ajatollah Ali Chamenei keine gesicherten Erkenntnisse über die künftige
       Führung der Islamischen Republik habe. „Wir haben noch gar nicht
       angefangen, sie hart zu treffen“, sagte Trump in dem Interview. Der
       eigentliche Hauptschlag komme erst noch. Wer derzeit in Teheran die Macht
       innehabe, sei der US-Regierung unbekannt. „Wir wissen nicht, wer die
       Führung ist. Wir wissen nicht, wen sie auswählen werden“, fügte der
       Präsident hinzu.
       
       ## 15.45 Uhr: Iranische Medien: Ehefrau von Chamenei ihren Verletzungen
       erlegen
       
       afp | Iranische Medien haben am Montag den Tod der Ehefrau des getöteten
       geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gemeldet. Zwei
       Tage nach dem US-israelischen Angriff auf Chameneis Residenz in Teheran sei
       seine Frau, Mansureh Chodschasteh Baghersadeh, am Montag ihren Verletzungen
       erlegen, berichteten mehrere iranische Medien. Die 79-Jährige hatte nach
       Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seit dem Angriff im Koma gelegen.
       
       ## 15.40 Uhr: Erste Flüge von Dubai und Abu Dhabi sollen abheben
       
       rtr | Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigt an,
       spezielle Flüge zur Rückführung gestrandeter Passagiere an den Airports des
       Landes seien möglich. ‌Die in Dubai ansässige größte internationale
       Fluggesellschaft Emirates erklärte, eine begrenzte Zahl von Flügen werde am
       Montagabend abheben. Zuvor hatte auch Etihad ‌aus Abu Dhabi erklärt, noch
       am Montag Flüge zur Repatriierung von Reisenden „unter strengen
       Sicherheitsfreigaben“ wieder aufzunehmen. Davon abgesehen blieben alle
       kommerziellen Flüge gestrichen.
       
       ## 15. 39 Uhr: China unterstützt Iran bei „Verteidigung seiner
       Souveränität“
       
       afp | Chinas Außenminister Wang Yi hat dem Iran die politische
       Unterstützung Pekings angesichts der US-israelischen Angriffe zugesichert.
       In einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi
       sagte Wang am Montag laut dem chinesischen Staatssender CCTV, China schätze
       „die traditionelle Freundschaft“ zwischen beiden Ländern. Peking
       unterstütze den Iran „bei der Verteidigung seiner Souveränität, Sicherheit,
       territorialen Integrität und nationalen Würde“ sowie „beim Schutz seiner
       legitimen Rechte und Interessen“.
       
       Dem Sender zufolge sagte Wang, er habe die USA und Israel aufgefordert,
       „unverzüglich die Militäreinsätze zu beenden, eine weitere Eskalation der
       Spannungen zu vermeiden und zu verhindern, dass der Konflikt sich auf die
       ganze Nahost-Region ausbreitet“.
       
       ## 🐾 15.28 Uhr: „War es das? Ist er jetzt weg?“
       
       Unsere Autorin Mina Khani arbeitet seit 20 Jahren im Exil für die Opfer des
       Mullah-Regimes. [4][Wie sie den Moment erlebt hat, als sie erfuhr, dass
       Chamenei tot ist.]
       
       ## 15.25 Uhr: Hunderte Iraner überqueren offenbar Grenze zur Türkei
       
       rtr | Hunderte Iraner überqueren laut einem Augenzeugen der
       Nachrichtenagentur Reuters am Grenzübergang Kapiköy die Grenze zur Türkei.
       Einreisende berichten von Angst in der Hauptstadt Teheran, ‌Bombardierungen
       militärischer Ziele und langen Schlangen an Tankstellen. Am Morgen hatte
       die Türkei den Grenzverkehr für Tagesausflügler noch ausgesetzt. ‌Der
       türkische Handelsminister Ömer Bolat erklärt, der Frachtverkehr laufe unter
       kontrollierten Bedingungen weiter.
       
       ## 15.22 Uhr: Israelisches Militär: bisher 600 Stellungen im Iran
       angegriffen
       
       dpa | Seit Beginn des Angriffs gegen den Iran am Samstag hat die
       israelische Luftwaffe nach Angaben eines Militärsprechers mehr als 600
       Stellungen im Iran angegriffen. Darunter seien mehr als 20 Ziele iranischer
       Militärführer, mehr als 150 Boden-Boden-Raketen und über 200 iranische
       Luftverteidigungssysteme, hieß es in einer Mitteilung. Im Libanon seien
       bisher mehr als 30 Hisbollah-Ziele angegriffen worden. Bisher seien mehr
       als 110.000 israelische Reservisten in Vorbereitung für Kämpfe an mehreren
       Fronten mobilisiert worden, hieß es weiter.
       
       14.49 Uhr: Regierung will Kranke und Kinder aus Nahost zurückholen
       
       dpa | Die Bundesregierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und
       Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu
       würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte
       Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin.
       
       ## 14.45 Uhr: US-Generalstabschef Caine: USA haben Luftraum über dem Iran
       unter Kontrolle
       
       afp/dpa | Die USA haben nach Angaben von Generalstabschef Dan Caine den
       iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. „Diese Luftherrschaft
       wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch
       ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen“, sagte Caine am
       Montag in einer Pressekonferenz mit Pentagonchef Pete Hegseth.
       
       Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran wird sich nach Caines Angaben
       noch in die Länge ziehen. „Das ist kein Einsatz, der nach einer Nacht
       abgeschlossen ist“, sagte er bei einer Pressekonferenz. Es werde einige
       Zeit in Anspruch nehmen, um alle militärischen Ziele zu erreichen. Ein
       Einsatz von Bodentruppen sei nicht geplant, sagte Hegseth.
       
       ## 14.40 Uhr: Hegseth: Ziel von Iran-Einsatz ist nicht Machtwechsel
       
       dpa | Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran soll
       US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge nicht zu einem Machtwechsel
       in Teheran führen. „Dies ist kein sogenannter „Regimewechselkrieg“, aber
       das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser
       dran“, sagte er bei einer Pressekonferenz. Er behauptete, dass die USA
       nicht den Krieg begonnen hätten – „aber unter Präsident (Donald) Trump
       beenden wir ihn.“
       
       ## 🐾 14.30 Uhr: Islamisches Zentrum lädt zur Trauerfeier für Ali Chamenei
       
       In der schiitischen Imam-Rıza-Moschee in Neukölln betrauern am Sonntag rund
       100 Menschen den Tod des Religionsführers. Eine Kundgebung hält dagegen.
       [5][Uta Schleiermacher war für die taz Vorort.]
       
       ## 14.13 Uhr: US-Armee meldet Tod eines vierten US-Soldaten im Iran-Krieg
       
       afp | Die US-Armee hat den Tod einesvierten US-Soldaten im US-israelischen
       Krieg gegen den Iran bekanntgegeben. Ein vierter Soldat, der bei den ersten
       Angriffen durch den Iran schwer verletzt worden sei, „erlag schließlich
       seinen Verletzungen“, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom)
       am Montag im Onlinedienst X mit. Zur Identität oder den Umständen seines
       Todes machte das Kommando keine Angaben.
       
       14.09 Uhr: Israels Armee meldet Tötung von Geheimdienstchef der Hisbollah
       
       Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Geheimdienstchef der
       Hisbollah im Libanon getötet. Hussein Mukalled sei bei einem gezielten
       Angriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut am Sonntagabend „eliminiert“
       worden, teilte die Armee am Montag mit. Mukalled habe das Hauptquartier des
       Geheimdienstes der pro-iranischen Miliz geleitet.
       
       Israels Verteidigungsminister Israel Katz drohte, der Chef der Hisbollah,
       Naim Kassem, werde „auf dem Grund der Hölle“ enden. „Wir werden die
       Hisbollah hart treffen“, sagte Katz bei einem Besuch der Einsatzzentrale
       der israelischen Luftwaffe. Kassem werde „feststellen, dass, wer dem Weg
       Chameneis folgt, auch wie Chamenei enden wird: auf dem Grund der Hölle“.
       
       ## 14.09 Uhr: Bundesregierung will Maschinen zur Evakuierung von Touristen
       schicken
       
       rtr | Die Bundesregierung bereitet die Entsendung von Flugzeugen in den
       Nahen Osten vor, um dort gestrandete deutsche Touristen nach Hause ‌zu
       holen. Die Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudische
       Hauptstadt Riad geschickt werden, sagt Bundesaußenminister ‌Johann Wadephul
       in Berlin. Dort seien die Lufträume noch geöffnet, Sicherheit gehe bei der
       Entsendung allerdings vor. Er habe mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr
       gesprochen, und die Airline habe grundsätzlich Kapazitäten.
       
       ## 14.09 Uhr: 25 Schiffe deutscher Reedereien vom Iran-Krieg betroffen
       
       dpa | Vom Krieg gegen Iran sind nach Einschätzung des Verbands deutscher
       Reeder (VDR) in den Gewässern des Golfs mindestens 25 Schiffe von sieben
       deutschen Reedereien betroffen. Darunter seien auch zwei Kreuzfahrtschiffe
       mit zusammen etwa 7.000 Passagieren an Bord, die die Region durch die
       Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen derzeit nicht verlassen können,
       wie der Verband in Hamburg mitteilte. Darüber hinaus seien in der
       Großregion, etwa im Arabischen und im Roten Meer, noch weitaus mehr Schiffe
       deutscher Reedereien tangiert.
       
       Deutsche Schiffe und Seeleute seien bislang keinen direkten Angriffen
       ausgesetzt gewesen, betonte der Verband. Gleichwohl sei die Lage für die
       Handelsschifffahrt entlang einer der wichtigsten globalen Energie- und
       Handelsrouten äußerst besorgniserregend.
       
       ## 14.00 Uhr: Spanien untersagt Nutzung von Stützpunkten für Iran-Angriff
       
       Spanien untersagt die Nutzung seiner Militärflughäfen für die
       US-israelischen Angriffe auf den Iran. Gleichzeitig verlassen Daten der
       ‌Flugtracking-Website FlightRadar24 zufolge 15 US-Flugzeuge die Stützpunkte
       Rota und Moron in Südspanien. Mindestens sieben der Maschinen seien auf dem
       US-Luftwaffenstützpunkt ‌Ramstein in Deutschland gelandet. „Spanische
       Stützpunkte werden nicht für diesen Einsatz genutzt“, sagt Außenminister
       Jose Manuel Albares dem Sender Telecinco. Madrid werde keine Handlungen
       zulassen, die nicht im Einklang mit der UN-Charta stünden. Im Gegensatz
       dazu hatte Großbritannien die Nutzung seiner Basen nach anfänglichem Zögern
       genehmigt.
       
       ## 13.31 Uhr: Ministerin Reiche erwartet Preisaufschläge durch Iran-Krieg
       
       dpa | Der Iran-Krieg bringt aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin
       Katherina Reiche neue Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft.
       Preisaufschläge auf den Märkten seien bereits sichtbar, die weitere
       Entwicklung hänge davon ab, wie lange der Konflikt anhalte und ob wichtige
       Förderanlagen oder Transportwege betroffen seien, sagte die CDU-Politikerin
       auf der regionalpolitischen Jahrestagung des Bundeswirtschaftsministeriums
       in Halle.
       
       Die Bundesregierung habe deshalb ihre Krisenmechanismen reaktiviert. Man
       habe wieder die Taskforce ins Leben gerufen, die schon zu Zeiten der
       Gasmangellage aktiv gewesen sei, sagte Reiche. Diese soll die Lage mehrfach
       am Tag diskutieren und beobachten und könne gegebenenfalls Maßnahmen
       ableiten. Eingriffe in den Markt seien derzeit aber nicht geplant. Diese
       „macht man erst dann, wenn sie absolut unvermeidbar sind“, so Reiche.
       
       ## 🐾 13.31 Uhr: Straßensperrung mit Folgewirkung
       
       Wird jetzt das Öl knapp? Die Straße von Hormus verbindet wichtige Ölhäfen
       des Nahen Ostens mit den Weltmeeren. Der Krieg der USA und von Israel gegen
       Iran findet also in einer der wichtigsten Ölregionen der Welt statt.
       [6][Eine FAQ zu den möglichen Folgen.]
       
       ## 13.23 Uhr: Athen entsendet Fregatten und Kampfbomber nach Zypern
       
       dpa | Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen
       Luftwaffenstützpunkt von Akrotiri auf Zypern verstärkt Griechenland seine
       militärische Unterstützung für die benachbarte EU-Inselrepublik. Wie
       Verteidigungsminister Nikos Dendias dem griechischen Rundfunk (ERTNews)
       sagte, wird Athen zwei Fregatten sowie zwei F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern
       verlegen.
       
       ## 13.22 Uhr: Urlauber-Rückholung mit Bundeswehr letzte Wahl
       
       dpa | Bei der Rückholung der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber
       sieht die Bundesregierung vorrangig die Reiseveranstalter und Fluglinien in
       der Pflicht. „Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl“,
       sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der
       Bundespressekonferenz in Berlin. Das Auswärtige Amt unterstützt die
       Bundesbürger aber nach Angaben eines Sprechers mit allen Möglichkeiten und
       steht „in allerengstem Kontakt“ mit der Reiseindustrie. „Uns geht es darum,
       gemeinsam Lösungen für unsere Landsleute zu finden.“
       
       ## 13.21 Uhr: Lufthansa meidet Luftraum im Nahen Osten weitgehend
       
       dpa | Die Lufthansa meidet wegen des Iran-Kriegs den Nahen Osten
       weitgehend. Bis einschließlich 8. März werde der Luftraum über Israel,
       Libanon, Jordanien und Irak nicht von den Airlines der Lufthansa-Gruppe
       genutzt, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Auch
       Qatar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran seien von dieser Vorsichtsmaßnahme
       betroffen. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate bis
       einschließlich 4. März nicht genutzt.
       
       Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum
       umbuchen oder erhielten den vollständigen Ticketpreis zurück, so die
       Lufthansa. „Die Sicherheit für Passagiere und Crews hat für die Lufthansa
       Group stets oberste Priorität.“ Wegen des Iran-Kriegs sind viele Reisende,
       darunter auch Urlauber aus Deutschland, im Nahen Osten gestrandet. Angaben
       zu betroffenen Kunden machte die Lufthansa nicht.
       
       ## 13.05 Uhr: Iran greift Energieanlagen in Katar mit Drohnen an
       
       ap | Der Iran soll Energieinfrastruktur in Katar mit Drohnen angegriffen
       haben. Das meldete das katarische Verteidigungsministerium am Montag. Opfer
       habe es nicht gegeben. Die Islamische Republik habe mit Drohnen einen
       Wassertank an einem Kraftwerk in der Staat Messaieed im Süden Katars ins
       Visier genommen sowie eine Energieeinrichtung in der Industriestadt Ras
       Laffan, die vom Staatskonzern Qatar Energy betrieben werde.
       
       12.56 Uhr: Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten
       
       dpa | Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom
       Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte
       Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert
       sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten
       Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.
       
       ## 🐾 12. 53: Die Rolle der Aseris in Iran
       
       In Iran leben mehr Aseris als im Nachbarstaat Aserbaidschan selbst. Die
       iranische Region Aserbaidschan ist eine der reichsten Irans und strategisch
       wichtig für das Land. Wie viel Macht hat die Minderheit in Teheran? Ein
       Bericht von Eva Fischer für [7][taz.de.]
       
       ## 12.45 Uhr: Unesco-Weltkulturerbe Golestanpalast bei Angriffen im Iran
       beschädigt
       
       afp | Bei den US-israelischen Angriffen im Iran ist laut iranischen
       Nachrichtenagenturen der zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast
       in der Hauptstadt Teheran beschädigt worden. Bei einem gemeinsamen
       US-israelischen Angriff im Süden Teherans am Sonntagabend sei der Palast
       teilweise beschädigt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Isna am
       Montag. Fenster, Türen und Spiegel seien durch die Druckwellen beschädigt
       worden.
       
       ## 12.44 Uhr: Bundesregierung: Versorgung mit Öl und Flüssiggas ist
       gesichert
       
       rtr | Die Auswirkungen des Nahost-Krieges auf die deutsche Konjunktur lässt
       sich nach Einschätzung der Bundesregierung ‌noch nicht einschätzen. Zum
       jetzigen Zeitpunkt sollte man darüber nicht spekulieren, es hänge vor allem
       von ‌der Dauer des Konflikts ab, sagt ein Regierungssprecher in Berlin. Bei
       der Öl- und Gasversorgung sei Deutschland aber breit aufgestellt. Eine
       Sprecherin des Wirtschaftsministeriums ergänzt, die Versorgungssicherheit
       mit Rohöl und Flüssiggas (LNG) sei gewährleistet. Bei Öl kämen nur geringe
       Mengen aus der Golf-Region, bei LNG gar nichts.
       
       ## 12.41 Uhr: Nach Luftalarm auf Stützpunkt auf Zypern zwei Drohnen
       abgefangen
       
       rtr | Nach dem Alarm auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf
       Zypern werden zwei ‌Drohnen abgefangen. Das teilt der zypriotische
       Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X mit. Der Stützpunkt war
       Stunden zuvor von ‌einer Drohne getroffen worden.
       
       12.20 Uhr: US-Militär: Kuwait hat US-Kampfjets versehentlich abgeschossen
       
       ap/rtr | Kuwait hat nach Angaben des US-Militärs „versehentlich“ drei
       US-Kampfflugzeuge abgeschossen. Das teilte das für die Region zuständige
       Zentralkommando des Militärs (Centcom) am Montag mit. Alle sechs
       Besatzungsmitglieder der drei Kampfflugzeuge hätten sich retten können und
       seien in stabilem Zustand. Der Vorfall werde untersucht.
       
       12.15 Uhr: Neue Angriffe auf Teheran
       
       rtr | Israel kündigt neue Angriffe auf Teheran an. Fast zeitgleich ‌melden
       iranische Medien mehrere Explosionen in der Hauptstadt.
       
       ## 12.12 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin fordert glaubwürdigen Übergang im
       Iran
       
       rtr | EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert Reformen in
       ‌der Islamischen Republik. Sie nennt Bedingungen für eine diplomatische
       Lösung der Iran-Krise: „Dies bedeutet einen glaubwürdigen ‌Übergang für den
       Iran, den endgültigen Stopp sowohl des Atom- als auch des Raketenprogramms
       und ein Ende der destabilisierenden Aktivitäten in der Region.“ Jetzt müsse
       deeskaliert und eine Ausweitung des Konflikts verhindert werden, sagt sie
       in Brüssel.
       
       ## 12.10 Uhr: Ein Toter bei Angriff auf Öltanker im Golf von Oman
       
       dpa | Vor der Küste des Omans ist ein Öltanker von einem mutmaßlich
       iranischen Drohnenboot angegriffen worden. Ein aus Indien stammendes
       Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben
       gekommen, teilte die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit. Die
       etwa 20-köpfige Besatzung mit Landsleuten vor allem aus Indien und
       Bangladesch sei mit Hilfe eines Handelsschiffs in der Nähe evakuiert
       worden.
       
       Der etwa 220 Meter lange Öltanker „MKD VYOM“ fährt unter der Flagge der
       Marschallinseln. Nach Informationen von Schiffs-Ortungsdiensten war er auf
       dem Weg zur Küste Saudi-Arabiens. Nach omanischen Angaben hat der Tanker
       rund 60.000 Tonnen geladen, was einer üblichen Umrechnung zufolge etwa
       430.000 Barrel Öl entsprechen würde.
       
       ## 11.51 Uhr: Erneuter Luftalarm auf britischen Stützpunkt auf Zypern
       
       rtr | Auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf ‌Zypern gibt es
       erneut Alarm. Der staatliche zyprische Sender CyBC berichtet in einer
       ‌Live-Sendung von Sirenengeheul kurz nach Mittag. Zudem starten Flugzeuge
       von der Basis in der Nähe der Stadt Limassol. Der Stützpunkt war erst
       Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden.
       
       11.05 Uhr: Iran meldet Angriff auf Atomanlage
       
       ap | Bei den Angriffen der USA und Israels auf Iran ist nach Angaben des
       iranischen Botschafters bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA
       auch die Atomanreicherungsanlage Natans ins Visier genommen worden.
       „Gestern haben sie erneut Irans friedliche, gesicherte Nuklearanlagen
       angegriffen“, sagte Resa Nadschafi am Montag. IAEA-Generaldirektor Rafael
       Mariano Grossi erklärte bei einer Sondersitzung des Gouverneursrats, seine
       Organisation habe bisher keine Hinweise auf Schäden an iranischen
       Atomanlagen durch die US-israelischen Angriffe erhalten. Israel und die USA
       haben bisher keine Angriffe auf die Atomanlage in Natans bestätigt.
       
       ## 11.01 Uhr: Katar kündigt Vergeltung für iranischen Angriff an
       
       rtr | Iran werde für die Angriffe auf das katarische Volk einen ‌Preis
       zahlen müssen, kündigt das Außenministerium in Doha an. Katar habe Angriffe
       auf zivile Infrastruktur abgefangen. Darunter sei auch der internationale
       Flughafen gewesen. Ein Angriff wie dieser könne nicht ohne Vergeltung
       bleiben, sagt Sprecher Majed Al Ansari dem Sender CNN. Er zeigt sich aber
       überzeugt, letzten Endes werde der Konflikt am Verhandlungstisch gelöst.
       Der Sprecher betont, die Ölanlagen vor der Küste und auf dem Land seien
       geschützt. Alle Arbeiter seien in Sicherheit.
       
       10.56 Uhr: Israel beginnt weitere Angriffswelle im Libanon
       
       ap | Die israelische Luftwaffe hat weitere Angriffe auf südliche Vororte
       von Beirut geflogen. Die Detonationen waren am Montagvormittag in Teilen
       der libanesischen Hauptstadt zu hören. Getroffen wurde nach Informationen
       der Nachrichtenagentur AP ein Gebiet, in dem die von Iran unterstützte
       Hisbollah-Miliz eine große Halle für Kundgebungen betreibt. Es war zunächst
       unklar, ob Menschen getötet oder verletzt wurden.
       
       Die Hisbollah hatte Israel aus Vergeltung für die US-israelischen Angriffe
       auf Iran in der Nacht mit Drohnen und Raketen angegriffen. Israel reagierte
       mit Luftangriffen auf Dutzende Ziele im Libanon. Das israelische Militär
       geht von einer längeren Konfrontation mit der Schiitenmiliz aus.
       Militärsprecher Effie Defrin wollte am Montag auch einen Bodeneinsatz nicht
       ausschließen.
       
       ## 10.55 Uhr: Thomas Röwekamp (CDU) zum Iran-Konflikt: Deutschland wird
       nicht militärisch eingreifen
       
       ots | Angesichts des Krieges bleiben die Schulen in Iran bis Ende März
       geschlossen. Der Unterricht erfolge stattdessen nun online, berichtete die
       iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Regelung gilt demnach bis zum Ende
       des persischen Kalenderjahrs, das am 21. März endet.
       
       Infolge der „militärischen Aggression des zionistischen Regimes mit
       Unterstützung der USA“ seien Schulen aller Bildungsstufen bis zum
       Jahresende geschlossen, und der Unterricht werde virtuell erteilt, sagte
       ein Sprecher des Bildungsministeriums der staatlichen Nachrichtenagentur
       Irna.
       
       ## 10.43 Uhr: EU sagt nach mutmaßlichem Drohnenangriff Ministertreffen ab
       
       dpa | Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt in
       Zypern ist ein dort geplantes EU-Ministertreffen kurzfristig abgesagt
       worden. Die unvorhergesehene Entwicklung beeinträchtige leider die Flüge
       nach Zypern, teilte die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft mit.
       Deswegen sei beschlossen worden, das informelle Europaministertreffen auf
       einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Es hätte eigentlich an diesem
       Montagnachmittag beginnen und bis Dienstagabend dauern sollen.
       
       Zuvor war der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im EU-Land Zypern in
       der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Es
       handelte sich um ein unbemanntes Fluggerät vom Typ „Shahed“, teilte der
       zyprische Präsident Nikos Christodoulidis mit. Das britische
       Verteidigungsministerium in London bestätigte den Vorfall. Verletzt wurde
       nach Angaben des Präsidenten niemand. Unklar war zunächst, wer die Drohne
       abgefeuert hat.
       
       ## 10.40 Uhr: Die IAEA warnt vor den Risiken für die nukleare Sicherheit
       
       dpa | Angesichts der militärischen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten
       warnt der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael
       Grossi, vor dem Risiko eines Atomunfalls. „Wir können einen möglichen
       Strahlungsaustritt mit schwerwiegenden Folgen nicht ausschließen –
       inklusive die Evakuierung von Gebieten, die so groß oder größer sind wie
       Großstädte“, warnte er in einer Sondersitzung der Organisation in Wien.
       
       Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf Iran gebe es bislang
       keine Hinweise, dass iranische Atomanlagen beschädigt oder getroffen worden
       seien, so Grossi. Er warnte jedoch vor einem erhöhten nuklearen
       Sicherheitsrisiko in der Region, auch weil mittlerweile eine Reihe anderer
       Länder angegriffen worden seien, die ebenfalls Nuklearanlagen haben. „Wir
       fordern deshalb äußerste Zurückhaltung bei allen militärischen
       Operationen“, sagte er.
       
       ## 🐾 10.36 Uhr: Hisbollah steigt in den Krieg ein
       
       In der Nacht auf Montag hat Israel die Hisbollah angegriffen. Die
       Eskalation trifft vor allem die Zivilbevölkerung im Libanon hart. Besonders
       in schiitisch geprägten Vierteln und Dörfern leiden die Menschen – es
       fehlen Bunker und offizielle Notunterkünfte. [8][Aus Beirut berichtet Julia
       Neumann für die taz].
       
       ## 10.35 Uhr: Saudi-Arabien: Ölraffinerie stellt nach Drohnenangriff
       Betrieb ein
       
       ap | Nach einem iranischen Drohnenangriff hat der saudi-arabische
       Erdölkonzern Saudi Aramco den Betrieb in einer großen Raffinerie im Osten
       des Landes eingestellt. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, berichtete das
       saudische Staatsfernsehen. Bei einem Feuer, das nach dem Drohnenangriff am
       Montag ausgebrochen war, sei niemand ums Leben gekommen.
       
       Ein Militärsprecher teilte in einem Bericht der staatlichen saudischen
       Nachrichtenagentur mit, der Drohnenangriff auf die Anlage in Ras Tanura
       nahe der Stadt Dammam sei abgewehrt worden. Videos, die im Internet
       zirkulierten, zeigten dichten schwarzen Rauch über dem Gelände. Ob dieser
       von Trümmerteilen einer abgeschossenen Drohne ausgelöst wurde, war zunächst
       unklar. In Ras Tanura können täglich mehr als eine halbe Million Barrel Öl
       verarbeitet werden.
       
       ## 09.54 Uhr: Iranischer Roter Halbmond: 555 Tote in Iran seit Beginn der
       Angriffe
       
       afp | Seit Beginn der US-israelischen Angriffe sind in Iran staatlichen
       Angaben zufolge insgesamt 555 Menschen getötet worden. „Infolge der
       US-zionistischen Terrorangriffe in verschiedenen Regionen unseres Landes
       sind bisher 131 Städte betroffen und wurden bedauerlicherweise 555 unserer
       Landsleute getötet“, erklärte der iranische Rote Halbmond am Montag im
       Onlinedienst Telegram.
       
       In der Provinz Fars im Süden Irans wurden Medienberichten zufolge insgesamt
       35 Menschen getötet. Dies gab die Nachrichtenagentur Tasmin am Montag
       bekannt und wies darauf hin, dass die Opferzahl durch die „anhaltenden
       Angriffe des Feindes“ noch „steigen könnte“.
       
       In der Provinz Ost-Aserbaidschan im Nordwesten des Landes wurden laut
       Berichten der Nachrichtenagentur Irna 27 Menschen getötet.
       
       ## 09.48 Uhr: Gaza-Grenzübergänge bleiben wegen Iran-Konflikt geschlossen
       
       ap | Vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation mit Iran will Israel
       die [9][Grenzübergänge zum Gazastreifen] vorerst geschlossen halten. Die
       israelische Militärbehörde Cogat, die für die zivilen Angelegenheiten der
       Palästinenser und die Koordination an den Grenzübergängen zuständig ist,
       teilte mit, ein sicherer Betrieb sei wegen der Gefahr von Raketenangriffen
       nicht möglich. Dies dürfte erhebliche Auswirkungen für die Versorgung der
       notleidenden Bevölkerung mit humanitärer Hilfe haben.
       
       Cogat machte geltend, dass es im Gazastreifen inzwischen ausreichende
       Bestände an Lebensmitteln gebe, um eine längere Zeit zu überbrücken. Einige
       Hilfsorganisationen, darunter die Organisation World Central Kitchen, die
       Suppenküchen im Gazastreifen betreibt, widersprachen. „Wir brauchen täglich
       Lebensmittellieferungen, um hungernde Familien zu versorgen, die nicht Teil
       dieses Krieges sind“, schrieb Gründer Jose Andres auf der Plattform X.
       
       9.30 Uhr: Mehrere US-Jets in Kuwait abgestürzt – Besatzung überlebt
       
       afp | Im Golfstaat Kuwait sind am Montag nach offiziellen Angaben mehrere
       US-Kampfflugzeuge abgestürzt. Das hat mittlerweile ein Sprecher des
       kuwaitischen Verteidigungsministeriums bestätigt. Alle Besatzungsmitglieder
       hätten überlebt, sie seien zur medizinischen Behandlung in Krankenhäuser
       gebracht worden und befänden sich in „stabilem“ Zustand. Die Ursache des
       Absturzes werde derzeit untersucht.
       
       Die iranische Armee erklärte, sie habe den Stützpunkt Ali Al Salem der
       US-Luftwaffe in Kuwait ins Visier genommen.
       
       In der Hauptstadt Kuwait-Stadt war am Montagmorgen Luftalarm zu hören,
       wenig später stieg von der Botschaft der USA Rauch auf. Die diplomatische
       Vertretung bestätigte zunächst keinen Einschlag – rief jedoch dazu auf, dem
       Botschaftskomplex fernzubleiben.
       
       Zudem fielen Trümmerteile am Montag in dem ölreichen Staat auf die
       Ahmadi-Raffinerie, zwei Arbeiter wurden laut der nationalen
       Erdölgesellschaft verletzt. Die Produktion sei jedoch nicht gestört worden.
       
       ## 8.56 Uhr: Franken auf höchstem Stand zum Euro seit 2015
       
       rtr | Der Schweizer ‌Franken ist am Montag auf den höchsten Stand gegenüber
       dem Euro seit mehr als einem Jahrzehnt gestiegen. Anleger flüchteten wegen
       der Sorgen über den Konflikt im Nahen Osten in die ‌als sicher geltende
       Währung. Der Euro fiel im frühen Handel auf 0,9037 Franken. Das ist der
       niedrigste Stand seit dem sogenannten Frankenschock vom Januar 2015.
       Analysten erwarten, dass die Schweizerische Nationalbank Franken verkaufen
       wird, um die Aufwertung zu bremsen.
       
       Sie werde jedoch kein bestimmtes Niveau verteidigen, ‌sagte der UBS-Ökonom
       Alessandro Bee. Zinssenkungen von dem aktuellen Niveau von null Prozent
       seien ⁠nicht zu erwarten. Dies wäre nur bei langfristigen Problemen wie
       einer Verlangsamung der Weltwirtschaft oder Zinssenkungen anderer
       Zentralbanken angebracht. „Dieser Anstieg ‌des ‌Frankens ist kein
       strukturelles Problem ⁠in der Eurozone wie im Jahr 2011“, sagte Bee. „Er
       ist auf Geopolitik ‌und Risikoaversion zurückzuführen.“
       
       ## 8.52 Uhr: Wadephul: Werden uns nicht beteiligen
       
       dpa | Deutschland wird sich nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul
       (CDU) nicht an militärischen Aktionen gegen Iran beteiligen. „Die
       Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich zu beteiligen“, sagte Wadephul
       im Deutschlandfunk. Im Gegensatz zu Großbritannien, das den USA die Nutzung
       britischer Stützpunkte in der Region für die Zerstörung iranischer Raketen
       und Raketen-Abschussrampen erlaubt, habe Deutschland solche Basen dort
       nicht. „Wir haben auch keine entsprechenden militärischen Mittel“, sagte
       Wadephul. „Und die Bundesrepublik hat definitiv nicht die Absicht, sich
       irgendwie zu beteiligen.“
       
       Möglich sei allerdings, dass „unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie
       angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden“, führte er
       weiter aus. „Weitere Maßnahmen darüber hinaus wird es aus bundesdeutscher
       Sicht nicht geben.“ Bundeswehr-Einheiten sind derzeit in Jordanien und in
       Irak stationiert.
       
       Auf die Frage, ob der Angriff Israels und der USA auf Iran
       völkerrechtswidrig sei, sagte Wadephul unter anderem: „Es gibt natürlich
       auch Zweifel daran, das steht doch außer Frage. Aber wir müssen doch eine
       Gesamtbewertung der politischen und der Sicherheitsdimension vornehmen, der
       wir gegenüberstehen. Das ist unsere Verantwortung als Bundesregierung, zu
       sagen, was bedeutet das für uns hier. Und der Iran ist eine erhebliche
       Gefahr, nicht nur für Israel, für die Region dort, sondern auch für
       Deutschland und für Europa.“
       
       Konkret bedeute diese Gefahr, dass es in Iran „wieder ein erhebliches
       ballistisches Raketenprogramm“ gebe, führte Wadephul aus. „Und zwar das
       sind Raketen mit einer Reichweite, die auch Europa bedrohen“. Das iranische
       Regime sei zudem „jederzeit entschlossen gewesen“, „auch gegen Europa,
       gegen europäische Interessen zu handeln“, und bedrohe „uns auch
       terroristisch hier in Deutschland“. Vom Iran würden „Cyberangriffe Richtung
       Deutschland ausgehen“. Das Land unterstütze zudem Russlands Krieg gegen die
       Ukraine. „Das kann ich doch nicht unberücksichtigt lassen“, sagte Wadephul.
       
       „Wenn diesem Regime das Handwerk gelegt wird, dass es zumindest gegen uns
       nicht mehr so vorgehen kann, wie es das in der Vergangenheit getan hat,
       dann erhöht es unsere Sicherheit hier in Deutschland. Und das ist für mich
       ein entscheidender Aspekt“, so Wadephul.
       
       ## 8.51 Uhr: Verfassungsschutzpräsident warnt vor iranischer Sabotage
       
       afp | Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer warnt angesichts
       der Eskalation im Nahen Osten vor einer verschärften Sicherheitslage in
       Deutschland. Die Gefahr verdeckter Operationen Irans in westlichen Staaten
       sei „absolut real“, sagte Kramer im Interview mit dem Handelsblatt laut
       Mitteilung vom Montag.
       
       Im Fokus der Bedrohung stehen laut Kramer vor allem Cyberangriffe.
       Pro-iranische Hacker und staatliche Gruppen nutzten digitale Attacken für
       gezielte Sabotage, die weit über klassische Spionage hinausgehe. „Wir haben
       Szenarien, dass sogar die Steuerungstechnik von Industrieanlagen ins Visier
       genommen wird“, sagte der Geheimdienstchef. Solche Angriffe seien für Iran
       ein mächtiges Druckmittel, um Deutschland in Krisenzeiten empfindlich zu
       treffen.
       
       Für weniger wahrscheinlich hält Kramer „wahllosen Terror gegen die breite
       Bevölkerung“. Iran setze eher auf gezielte Aktionen. „Das betrifft vor
       allem Einschüchterung oder Anschlagspläne gegen die iranische
       Exil-Opposition sowie jüdische, US-amerikanische und israelische
       Einrichtungen.“
       
       Besonders besorgt zeigt sich Kramer über die gesellschaftliche Stabilität
       in Deutschland. Der Nahost-Konflikt wirke wie ein „Brandbeschleuniger“ für
       Antisemitismus und Polarisierung. Radikale Gruppen instrumentalisierten die
       Lage, um die Gesellschaft zu spalten. „Wir sehen aufgeheizte
       Demonstrationen, antiamerikanische Stimmung und ein hohes Risiko für
       antisemitische Hetze.“ Die größte Gefahr liegt laut Kramer daher „in der
       schleichenden Zerstörung von Vertrauen und Stabilität durch diese
       verdeckten Nadelstiche“.
       
       ## 8.49 Uhr: Ölriese Aramco stoppt Produktion
       
       rtr | Der saudi-arabische ‌Ölriese Aramco fährt einem Insider zufolge seine
       Raffinerie Ras Tanura nach einem Drohnenangriff herunter. Es handele sich
       um eine Vorsichtsmaßnahme, die Lage sei unter Kontrolle, sagt eine mit der
       Angelegenheit vertraute Person. Die Anlage an der Golfküste zählt mit einer
       Kapazität von 550.000 Fässern pro Tag zu den größten im Nahen Osten.
       
       ## 8.45 Uhr: Aktienkurse an den Börsen in Asien sinken
       
       afp | Angesichts der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind die
       Aktienkurse an den Börsen in Asien am Montagmorgen gesunken. In Tokio,
       Hongkong, Singapur, Mumbai, Bangkok, Taipeh und Wellington öffnete der
       Handel überall im Minus. Vor allem die Kurse von Fluggesellschaften fielen
       stark – sie müssen vorerst Flüge in die Region streichen. Die Kurse von
       Energiefirmen dagegen stiegen – der Konflikt in Nahost hat den Ölpreis
       bereits deutlich nach oben getrieben.
       
       Auch an den europäischen Börsen werden sinkende Kurse erwartet. Die Märkte
       „leiden unter der Verschärfung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten
       und deren potenziellen Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die
       Energieflüsse“, erklärte der Analyst John Plassard von der Cité Gestion
       Private Bank. Sie sorgten sich vor allem um „deutlich höhere Ölpreise und
       Störungen der Lieferketten mit dem Risiko einer höheren Inflation“,
       erläuterte Analystin Kat Hudson von Hargreaves Lansdown.
       
       Der Preis für Gold stieg am Montagmorgen ebenfalls. Das Edelmetall gilt als
       sichere Anlage in Krisenzeiten.
       
       ## 8.40 Uhr: WHO fordert Schutz von Zivilisten und Kliniken
       
       ap | Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der Iran-Krise alle
       Konfliktparteien zum Schutz von Zivilisten und Gesundheitseinrichtungen
       aufgefordert. „Alle Parteien müssen sicherstellen (…), dass medizinische
       Einrichtungen geschützt bleiben“, erklärte Hanan Balkhy vom
       WHO-Regionalbüro für den östlichen Mittelmeerraum. Der Schutz des
       Gesundheitswesens und von Zivilisten müsse „absolut“ sein, erklärte sie.
       
       Die USA und Israel hatten am Samstag mit Luftangriffen auf Iran begonnen,
       bei denen auch Ajatollah Ali Chamenei, oberster Führer und geistliches
       Oberhaupt der Islamischen Republik, getötet wurde. Der Iran nahm daraufhin
       Staaten der Region unter Beschuss. In der Nacht zum Montag trat auch die
       von Teheran unterstützte libanesische Schiitenmiliz Hisbollah mit
       Raketenangriffen auf Israel in den Konflikt ein. Israel reagierte mit
       Vergeltungsangriffen im Libanon.
       
       8.30 Uhr: Regierung in Peking meldet toten Chinesen in Teheran
       
       rtr | In ‌Teheran ist nach Angaben des Außenministeriums in Peking ein
       Chinese ums Leben gekommen. Mehr als 3.000 Chinesen seien bereits aus Iran
       herausgeholt worden, teilt das Ministerium weiter mit. Alle Chinesen in
       Iran werden erneut aufgefordert, das Land so schnell wie möglich zu
       verlassen.
       
       ## 8.17 Uhr: Erneute Angriffe auf Westen Irans
       
       afp | Der Westen Irans ist nach Angaben von Staatsmedien erneut aus der
       Luft angegriffen worden – dabei seien mindestens drei Menschen getötet
       worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete am Montag unter
       Verweis auf den dortigen Gouverneur Gharib Sadschadi von Attacken auf
       Wohngebäude in der westiranischen Stadt Sanandadsch. „Drei Menschen wurden
       getötet und mehrere weitere verletzt“, erklärte Sadschadi, die Zahl der
       Todesopfer könne weiter steigen.
       
       Kurz darauf meldete ein Regierungsvertreter auch Angriffe auf die
       zentraliranische Provinz Jasd.
       
       Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels am Samstag wurden nach
       jüngsten staatlichen Angaben im Nordwesten Irans mindestens 27 Menschen
       getötet. „Die Zahl der Märtyrer, die in den vergangenen zwei Tagen infolge
       der Angriffe Israels und der USA gestorben sind, ist auf 27 gestiegen“,
       sagte der Leiter der Abteilung für Krisenmanagement der Provinz
       Ost-Aserbaidschan, Madschid Farschi, laut Berichten von Irna.
       
       ## 8.14 Uhr: US-Kampfflugzeug in Kuwait abgestürzt
       
       dpa | Im Golfstaat Kuwait ist Berichten zufolge ein US-Kampfflugzeug
       abgestürzt. In sozialen Medien kursierten mehrere Videos, die den Vorfall
       zeigen sollen. Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein
       Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der
       Maschine befreit haben. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner
       einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen.
       Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm.
       
       Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte die Videos und berichtete, der
       Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam
       entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder
       F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im
       Einsatz.
       
       Eine offizielle Bestätigung des Absturzes gibt es noch nicht. Das
       US-Militär, das in dem kleinen Staat am Persischen Golf rund 13.500 Kräfte
       stationiert hat, äußerte sich zunächst nicht. Unklar war auch, ob es sich
       um einen Unfall, einen Abschuss etwa durch eine iranische Rakete oder um
       versehentlichen Beschuss durch eigene Truppen handelte.
       
       Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich
       wie die anderen Golfstaaten unter Beschuss. Iran griff infolge der
       amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem Einrichtungen des
       US-Militärs in der Golfregion an.
       
       ## 8.12 Uhr: China ruft zum sofortigen Stopp der Angriffe auf
       
       rtr | China zeigt sich besorgt über die Gefahr einer Ausweitung der Kämpfe
       auf die gesamte Region und ruft alle Parteien zum sofortigen Stopp der
       Angriffe auf. Die Volksrepublik stehe bereit, zusammen mit der
       internationalen Gemeinschaft zur Verhandlungslösung des Konflikts
       beizutragen, teilt das Außenministerium in Peking mit. Es bekräftigt seine
       Haltung, die israelischen und amerikanischen Angriffe auf Iran seien eine
       Verletzung des internationalen Rechts.
       
       ## 7.59 Uhr: Explosionen erschüttern Hauptstadt der irakischen Kurdenregion
       
       ap | Laute Explosionen haben am Montag die Hauptstadt der halbautonomen
       Kurdenregion in Irak erschüttert. Journalisten der Nachrichtenagentur AP
       hörten die Detonationen in Erbil am Morgen. Seit dem Beginn der
       US-israelischen Angriffe auf Iran hat die Islamische Republik mehrere
       Staaten der Region unter Beschuss genommen.
       
       7.55 Uhr: An US-Botschaft in Kuwait steigt Rauch auf
       
       dpa | Im kleinen Golfstaat Kuwait ist an der US-Botschaft offenbar ein
       Feuer ausgebrochen. An dem Gebäude steige Rauch auf, berichteten
       Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Nachrichtenkanal
       Al-Arabija berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass
       an dem Gebäude Rauch aufsteige. Die Hintergründe blieben zunächst unklar.
       
       „Es gibt eine anhaltende Bedrohung durch Raketen und Drohnen über Kuwait.
       Kommen Sie nicht zur Botschaft“, teilte die US-Botschaft im Land mit.
       Landsleute wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und wachsam zu bleiben
       wegen möglicher Angriffe im Land.
       
       Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich
       wie die weiteren Golfstaaten unter Beschuss durch Teheran. Ziel sind dabei
       unter anderem Einrichtungen des US-Militärs. Der Iran griff infolge der
       amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem auch die Vereinigten
       Arabischen Emirate, Katar und Bahrain an.
       
       ## 7.50 Uhr: EU steht nach Drohnenangriff an Seite ihrer Mitglieder
       
       rtr | EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sichert den
       Mitgliedstaaten nach dem Drohnenangriff auf einen britischen
       Luftwaffenstützpunkt auf Zypern Unterstützung zu. Auch wenn die Republik
       Zypern nicht das Ziel gewesen sei, stehe die EU angesichts jeder Bedrohung
       „gemeinsam, fest und unmissverständlich“ an der Seite ihrer Mitglieder,
       schreibt von der Leyen auf X, nachdem sie mit dem zypriotischen Präsidenten
       telefoniert hat.
       
       7.29 Uhr: Klinik in Iran von Rakete getroffen
       
       dpa | Bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen in Iran ist in der
       Hauptstadt eine Klinik beschädigt worden. Das Gandhi-Krankenhaus in der
       Millionenmetropole Teheran sei am späten Sonntagabend von einer Rakete
       getroffen worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend.
       
       „Meine Kollegen sind gerade dabei, das Krankenhaus zu evakuieren“, schrieb
       der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf
       X. Er veröffentlichte ein Video, das einen beschädigten Eingangsbereich
       zeigte.
       
       Landesweit seien seit Kriegsbeginn sieben medizinische Einrichtungen
       attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. In Teheran seien
       neben der Gandhi-Klinik zwei weitere Krankenhäuser getroffen worden.
       Beschädigt wurde demnach auch ein Krankenhaus in der südwestlichen
       Provinzhauptstadt Ahwas. Außerdem seien landesweit drei Rettungswachen
       angegriffen worden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.
       
       Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen stehen unter besonderem Schutz
       des humanitären Völkerrechts. Als zivile Einrichtungen dürfen sie nicht
       angegriffen werden.
       
       7.06 Uhr: Mehr als 30 Tote bei israelischen Angriffen
       
       ap | Bei israelischen Angriffen auf den Libanon sollen mehr als 30 Menschen
       ums Leben gekommen sein. Das libanesische Gesundheitsministerium sprach am
       Montag von mindestens 31 Toten und rund 150 Verletzten. Etwa zwei Drittel
       der Toten habe es im Süden des Landes gegeben. Vorausgegangen waren
       Raketenangriffe der Hisbollah auf Israel in Reaktion auf die Angriffe der
       USA und Israels auf Iran, bei denen unter anderen der oberste Führer
       Ajatollah Ali Chamenei getötet worden war.
       
       ## 6.56 Uhr: FBI untersucht Schüsse in Texas als Terrorakt
       
       ap | Vor einer Bar in Austin im US-Bundesstaat Texas hat ein Schütze zwei
       Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter trug
       Kleidung mit dem Muster der iranischen Flagge und den Worten „Allahs
       Eigentum“, wie die Polizei der AP am Sonntag mitteilte. Das FBI untersucht
       die Schüsse, die auf den US-israelischen Angriff auf Iran folgten, als
       möglichen Terrorakt. Die Polizei erschoss den Schützen, der den Angaben
       zufolge sowohl eine Pistole als auch ein Gewehr bei dem Angriff einsetzte.
       
       Zu den Schüssen kam es am Sonntag kurz vor zwei Uhr nachts vor dem Buford’s
       Backyard Beer Garden an der Sixth Street, nur wenige Kilometer von der
       University of Texas entfernt.
       
       Der 53-jährige Verdächtige fuhr mehrfach an der Bar vorbei, bevor er
       anhielt und aus dem Fenster seines SUV schoss, wie Lisa Davis, die
       Polizeichefin von Austin, mitteilte. Er parkte, stieg aus und schoss weiter
       auf Menschen, die die Straße entlangspazierten, bevor Polizisten zur
       Kreuzung eilten und den Mann töteten, wie Davis weiter mitteilte. Drei der
       Verletzten hätten sich am Sonntagmorgen in kritischem Zustand befunden.
       
       Die Behörden nannten kein klares Motiv für die Schüsse, fanden jedoch
       „Indikatoren“, die sie dazu veranlassten, die Möglichkeit einer
       terroristischen Tat in Betracht zu ziehen, wie Alex Doran, der
       kommissarische Leiter des FBI-Büros in San Antonio, mitteilte. „Es ist noch
       zu früh, um darüber eine endgültige Entscheidung zu treffen“, sagte Doran.
       
       ## 6.49 Uhr: Zypern: Beteiligen uns nicht an Einsätzen
       
       rtr | Zypern wird sich Präsident Nikos Christodoulides zufolge nicht an
       Militäreinsätzen beteiligen. „Ich möchte klarstellen: Unser Land beteiligt
       sich in keiner Weise an militärischen Operationen und hat auch nicht die
       Absicht, sich daran zu beteiligen“, erklärt Christodoulides in einer
       Stellungnahme. Die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern sei in der
       Nacht von einer unbemannten Shahed-Drohne getroffen worden, teilt der
       Präsident mit. Er stehe in ständigem Kontakt mit europäischen Staats- und
       Regierungschefs und anderen über die Entwicklungen.
       
       ## 6.42 Uhr: Explosionen in mehreren Golfstaaten
       
       afp | In mehreren Golfstaaten sowie in Jerusalem sind am Montagvormittag
       Explosionen zu hören gewesen. AFP-Reporter berichteten am Montagmorgen von
       lauten Detonationen in Katars Hauptstadt Doha, in Dubai in den Vereinigten
       Arabischen Emiraten, in Bahrains Hauptstadt Manama – sowie in Jerusalem.
       Das bahrainische Innenministerium erklärte, bei iranischen Angriffen sei
       ein Mensch getötet worden.
       
       Der Mensch sei getötet worden, als „an Bord eines ausländischen Schiffes in
       der Industriestadt Salman ein Feuer ausbrach, nachdem Trümmerteile einer
       abgefangenen Rakete heruntergefallen waren“, erklärte das bahrainische
       Innenministerium. Es handle sich um einen asiatischen Arbeiter, zwei
       weitere Menschen seien verletzt worden.
       
       Augenzeugenberichten zufolge waren außerdem in der emiratischen Hauptstadt
       Abu Dhabi Explosionen zu hören. Die kuwaitische Armee fing derweil nach
       Angaben der kuwaitischen staatlichen Nachrichtenagentur eine unbekannte
       Anzahl „feindlicher“ Drohnen ab, die auf das Golfemirat abgefeuert worden
       seien. Demnach gab es keine Verletzten.
       
       Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie habe „Raketen
       identifiziert“, die aus Iran auf Israel abgefeuert worden seien. Die
       Luftabwehr sei aktiviert worden. Die Armee wies die Bevölkerung auf,
       Schutzräume aufzusuchen. Auch in der Region Tel Aviv waren Explosionen zu
       hören.
       
       ## 6.11 Uhr: Pentagon kündigt Pressekonferenz an
       
       afp | Das Pentagon hat für Montagnachmittag eine Pressekonferenz von
       US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zu den gemeinsamen Angriffen der USA
       und Israels auf Ziele in Iran angekündigt. Hegseth werde am Montag um 8.00
       Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MEZ) vor die Presse treten, teilte das Pentagon am
       Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X mit. US-Generalstabschef Dan Caine
       werde ebenfalls an der Pressekonferenz teilnehmen.
       
       Am Dienstag wird Hegseth außerdem gemeinsam mit US-Außenminister Marco
       Rubio die US-Kongressabgeordneten über den Fortschritt des Armeeeinsatzes
       informieren, wie das Weiße Haus bekanntgab. Die oppositionellen Demokraten
       werfen der US-Regierung vor, sie vor dem Beginn des Einsatzes nicht
       konsultiert zu haben.
       
       5.58 Uhr: Mutmaßlicher Drohnenangriff in Zypern
       
       dpa | Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der
       Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Das
       bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der
       Nachrichtenagentur PA. Bei dem Vorfall nahe der Hafenstadt Limassol sei
       niemand verletzt worden. Es gebe Maßnahmen zum Schutz der Truppen in der
       Region. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt.
       
       Nach Informationen der zyprischen Regierung soll es sich um eine
       „unbemannte Drohne“ gehandelt haben, die nur geringen Schaden verursacht
       hat. In enger Zusammenarbeit mit der britischen Regierung und der
       Verwaltung der britischen Stützpunkte beobachte man die Lage genau. Der
       Nationale Sicherheitsrat tage weiterhin ununterbrochen.
       
       Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen
       Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen Iran. Verteidigungsminister
       John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab,
       wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in
       Bahrain und auf Zypern. Großbritannien unterhält dort zwei Stützpunkte.
       
       Angehörige der Basis seien angewiesen worden, an Ort und Stelle zu bleiben
       und weitere Anweisungen abzuwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden,
       dass es zu weiteren Einschlägen komme. Explosionen und Sirenen seien auch
       in der nahegelegenen Stadt zu hören gewesen, berichteten übereinstimmend
       zyprische Nachrichtenportale.
       
       Zyperns Regierung hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische
       Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden seien.
       Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der
       Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
       Verteidigungsminister Healey hatte vor der Gefahr „zunehmend wahlloser
       iranischer Vergeltungsangriffe“ gewarnt. Dem britischen Sender Sky News
       sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert
       worden.
       
       ## 5.45 Uhr: Israel greift Libanon an
       
       rtr | Mit dem Eingreifen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz hat sich der
       Konflikt um Iran auf den Libanon ausgeweitet. Als Reaktion auf Raketen- und
       Drohnenangriffe der Hisbollah auf Israel hat das israelische Militär am
       Montag Ziele im gesamten Libanon angegriffen. Die Hisbollah bezeichnete
       ihren Angriff als Vergeltung für die Tötung des obersten iranischen Führers
       Ajatollah Ali Chamenei durch Israel und ‌die USA. Damit eröffnet die Miliz
       eine neue Front in dem Konflikt, der am Wochenende mit US-israelischen
       Angriffen auf Iran begonnen hatte.
       
       Das israelische Militär teilte zudem mit, es habe ranghohe Mitglieder der
       Hisbollah in Beirut sowie ein zentrales Mitglied im Südlibanon angegriffen.
       „Die Hisbollah hat über Nacht einen Feldzug gegen Israel eröffnet und ist
       für jede Eskalation voll verantwortlich“, sagte der israelische
       Generalstabschef Ejal Samir. Die Hisbollah erklärte ihrerseits, die
       fortgesetzten israelischen Angriffe gäben ihr das Recht, sich „zur
       geeigneten Zeit und am geeigneten Ort“ zu verteidigen.
       
       In der libanesischen Hauptstadt Beirut erschütterten mehr als ein Dutzend
       Explosionen die von der Hisbollah kontrollierten südlichen Vororte. Das
       israelische Militär teilte mit, es habe ranghohe Hisbollah-Mitglieder in
       der Nähe von Beirut ⁠angegriffen, und wies die Bewohner Dutzender Dörfer im
       Süd- und Ostlibanon an, die Gebiete zu verlassen.
       
       Noch am Samstag hatte die libanesische Regierung mitgeteilt, der
       US-Botschafter habe versichert, Israel werde nicht eskalieren, solange es
       keine feindseligen ‌Handlungen von libanesischer Seite ‌gebe. Der
       libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete den Raketenbeschuss
       aus ⁠dem Südlibanon in Richtung Israel als „unverantwortlichen“ und
       „fragwürdigen Akt“, der die Sicherheit des Landes gefährde.
       
       Den Berichten zufolge handelt es sich um die heftigsten Angriffe auf ‌die
       südlichen Vororte Beiruts seit dem ‌Konflikt zwischen Israel und der
       Hisbollah im Jahr 2024. Beide Seiten hatten sich damals auf einen von den
       USA vermittelten Waffenstillstand geeinigt.
       
       ## 5.44 Uhr: Irans Sicherheitsrat lehnt Verhandlungen mit den USA ab
       
       afp | Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf Iran hat Irans
       einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani jegliche Verhandlungen
       mit der US-Regierung abgelehnt. „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“,
       erklärte Laridschani am Montag im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte
       zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit
       Washington aufzunehmen.
       
       Laridschani warf US-Präsident Donald Trump außerdem vor, die Region „mit
       seinen ‚illusorischen Träumen‘ ins Chaos gestürzt“ zu haben. Nun sorge
       Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
       
       ## 5.35 Uhr: USA hatten keine Hinweise auf iranischen Erstschlag
       
       rtr | Der US-Regierung haben Insidern zufolge vor den Angriffen auf Iran
       keine Hinweise auf einen bevorstehenden Erstschlag Teherans vorgelegen.
       Dies räumten laut Insidern Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald
       Trump demnach bei einer Unterrichtung von Kongressmitarbeitern ein. Zuvor
       hatten Regierungsvertreter die Angriffe damit begründet, dass man einem
       iranischen Angriff zuvorkommen wolle.
       
       ## 5.34 Uhr: Binnen 24 Stunden 1.000 Ziele in Iran angegriffen
       
       dpa | Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe in Iran
       nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele angegriffen. Dazu gehörten unter
       anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme,
       Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen,
       Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen. Das teilte das
       für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des Militärs (Centcom) mit.
       
       Es gehe bei den Angriffen darum, Irans Sicherheitsapparat unbrauchbar zu
       machen. Höchste Priorität werde Zielen eingeräumt, die eine unmittelbare
       Bedrohung darstellten, erklärte Centcom. Die Bilanz auf der Webseite des
       US-Militärs bezog sich auf die ersten 24 Stunden der Angriffe, also bis
       einschließlich Sonntagmorgen. Seither gab es zahlreiche weitere Angriffe
       durch das israelische und das amerikanische Militär.
       
       Bei den Einsätzen der ersten 24 Stunden kamen demnach unter anderem eine
       ganze Reihe Kampfflugzeuge zum Einsatz (darunter die Typen F-18, F-16,
       F-22, F-35, A-10) genauso wie Flugzeuge zur Luftraumüberwachung,
       Tankflugzeuge, Tarnkappenbomber, Drohnen, Flugzeugträger, Zerstörer und
       U-Boote sowie Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars. Zudem seien
       Luftabwehrsysteme der Typen Patriot und THAAD im Einsatz gewesen. Letzteres
       dient vor allem zum Abfangen ballistischer Raketen.
       
       ## 5.29 Uhr: Miliz in Irak: Haben US-Truppen in Bagdad angegriffen
       
       dpa | Eine mit Iran verbündete Miliz in Irak hat nach eigenen Angaben einen
       Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad angegriffen. Sie habe
       heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens mit
       einer Drohne angegriffen, teilte Saraja Aulija al-Dam mit. Es handle sich
       dabei um eine „Vergeltung für den getöteten Anführer Ali Chamenei“ und eine
       „Unterstützung“ für Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite
       oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.
       
       Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren in
       Irak auf sich aufmerksam machte vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und
       -Konvois in Irak. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten
       Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem einflussreichen Netzwerk aus
       schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele von Iran unterstützt
       werden und die in Irak großen Einfluss haben. In Bagdad kam es nach der
       Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Chamenei am Sonntag bereits zu
       Protesten am Regierungsviertel mit der US-Botschaft.
       
       ## 5.22 Uhr: Israelische Armee ruft Menschen im Libanon zur Evakuierung auf
       
       afp | Nach Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf Israel hat die
       israelische Armee die Bewohner von etwa 50 Städten und Dörfern im Süden und
       Osten Libanons zur Evakuierung aufgerufen. „Zu Ihrer Sicherheit verlassen
       Sie bitte sofort Ihre Häuser und begeben Sie sich mindestens 1.000 Meter
       von Ihrem Dorf entfernt in offene Gebiete“, erklärte eine israelische
       Armeesprecherin am Montag im Onlinedienst X.
       
       Zuvor hatte die Hisbollah Israel aus dem Libanon angegriffen. Die Miliz
       erklärte, „als Vergeltung“ für die Tötung des obersten iranischen Führers
       Ayatollah Ali Chamenei bei Angriffen der USA und Israels auf Iran Raketen
       und Drohnen auf Israel abgefeuert zu haben. Die israelische Armee erklärte,
       ein aus dem Libanon abgefeuertes Geschoss abgefangen zu haben.
       
       Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam bezeichnete die Angriffe aus
       dem Süden des Landes auf Israel als „unverantwortliche und verdächtige
       Handlung, die die Sicherheit und Stabilität des Libanon gefährdet“. Der
       libanesische Präsident Joseph Aoun erklärte, die Raketen auf Israel
       richteten sich „gegen all die Anstrengungen und Bemühungen des
       libanesischen Staates, den Libanon von den gefährlichen militärischen
       Konfrontationen fernzuhalten, die sich in der Region abspielen“.
       
       Die israelische Armee erklärte daraufhin, Ziele der Hisbollah „überall im
       Libanon“ anzugreifen. Später erklärte die Armee, bei „gezielten“ Angriffen
       ein hochrangiges Hisbollah-Mitglied in Beirut und ein weiteres im Süden des
       Landes getroffen zu haben. Israels Generalstabschef Ejal Samir erklärte,
       die Hisbollah habe „über Nacht eine Offensive gegen Israel eröffnet und
       trägt die volle Verantwortung für jede Eskalation“.
       
       ## 4.53 Uhr: Erneut Explosionen in Kuwait
       
       rtr | In Kuwait sind Augenzeugenberichten zufolge den dritten Tag in Folge
       laute Explosionen und Sirenen zu hören. Iran hatte nach
       amerikanisch-israelischen Angriffen auf die Islamische Republik auch
       Vergeltungsschläge gegen benachbarte Golfstaaten gestartet.
       
       ## 4.31 Uhr: Reisende sitzen in Nahost fest
       
       dpa | Die Flugzeuge starten nicht, die Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab,
       dafür gibt es immer wieder Raketenalarm: Tausende Urlauber aus der ganzen
       Welt sitzen im Kriegsgebiet in Nahost fest. Wann eine Ausreise für die
       Betroffenen wieder möglich sein wird, ist laut Außenminister Johann
       Wadephul gegenüber der Bild derzeit nicht absehbar.
       
       Das dürfte vor allem davon abhängen, wie sich der Konflikt zwischen Israel,
       den USA und Iran in den nächsten Tagen entwickelt. Israel und die USA
       hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele in Iran
       begonnen, bei denen auch Religionsführer und Staatsoberhaupt Ajatollah Ali
       Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie
       auf Ziele in der Golfregion, in der es US-Militärstützpunkte gibt.
       
       Daraufhin wurde etwa an den Flughäfen von Dubai der Flugverkehr bis auf
       Weiteres ausgesetzt. Airports und nationale Fluggesellschaften in den
       Vereinigten Arabischen Emiraten haben der Generalbehörde für Zivilluftfahrt
       zufolge bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben
       werden mussten.
       
       Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen
       bereitgestellt. Außerdem wollen die Vereinigten Arabischen Emirate „alle
       Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete
       Passagiere“ übernehmen, teilte die Behörde mit.
       
       ## 4.30 Uhr: Kleinere vierstellige Zahl an EU-Bürgern ist noch in Iran
       
       dpa | In Iran halten sich schätzungsweise noch ein paar Tausend Menschen
       auf, die die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates besitzen, wie
       eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel mitteilte. Viele von ihnen hätten
       allerdings auch die iranische Staatsangehörigkeit und wollten nicht
       zwingend das Land verlassen, ergänzte sie. Genaue Angaben zur Zahl der
       Menschen, die evakuiert werden wollen, machte sie nicht.
       
       Deutlich mehr Menschen mit Staatsangehörigkeit eines EU-Staates sitzen den
       Angaben zufolge unfreiwillig in Ländern rund um Iran fest, weil ihre Flüge
       wegen Luftraumsperrungen gestrichen wurden. Um ihnen bestmöglich zu helfen,
       wurde ein EU-Netzwerk für konsularische Zusammenarbeit aktiviert, das die
       Koordinierung von Evakuierungsbemühungen erleichtern soll.
       
       ## 4.27 Uhr: Irakische Miliz bekennt sich zu Drohnenangriff
       
       ap | Die proiranische irakische Miliz Saraja Awlija al-Dam hat sich zu
       einem Drohnenangriff auf US-Truppen am Flughafen in der irakischen
       Hauptstadt Bagdad bekannt. Der Angriff war Vergeltung für den Tod des
       iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, wie die Gruppe am
       Montag mitteilte. Saraja Awlija al-Dam ist eine der schiitischen Milizen,
       die nach der von den USA geführten Invasion im Jahr 2003 in Irak tätig
       wurde, die den damaligen Machthaber Saddam Hussein stürzte. Die USA und
       Irak haben sich zunächst nicht zu der Erklärung geäußert.
       
       ## 4.00 Uhr: Sondersitzung des IAEA
       
       afp | Wegen der massiven Angriffe der USA und Israels auf den Iran kommt
       der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Montag
       zu einer Sondersitzung zusammen. Die Sitzung erfolgt auf Antrag Russlands,
       eines wichtigen Verbündeten des Iran. Nach dem Beginn der Angriffe am
       Samstag hatte die IAEA die Konfliktpartien zur Zurückhaltung aufgerufen.
       Westliche Staaten, allen voran die USA und Israel, werfen Iran vor, nach
       Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und besteht auf seinem
       Recht zur Nutzung der Atomtechnologie für zivile Zwecke.
       
       3.48 Uhr: Iran-Konflikt treibt Ölpreis
       
       rtr | Die Ölpreise sind am Montag nach Angriffen auf Tanker im Nahen Osten
       um mehr als sieben Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten gestiegen.
       Grund dafür ist die Eskalation des Konflikts zwischen Iran, Israel und den
       USA, die den Öltransport in der wichtigen Förderregion stört. Ein Barrel
       (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze auf 82,37
       Dollar, den höchsten Stand seit Januar 2025. Der Preis für US-Leichtöl WTI
       stieg zeitweise auf 75,33 Dollar und erreichte damit den höchsten Wert seit
       Juni 2025.
       
       Die iranischen Revolutionsgarden teilten ‌mit, sie hätten drei Tanker aus
       den USA und Großbritannien im Golf und in der Straße von Hormus mit Raketen
       getroffen. Zudem erklärte Iran, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus
       sei gesperrt. Bei den Angriffen wurden Reedereikreisen und
       Behördenvertretern zufolge mindestens drei Tanker beschädigt und ein
       Seemann getötet. Konkret wurde nach Angaben des Schiffsdienstleisters V.
       Ships Asia der Öltanker „MKD VYOM“ vor der Küste Omans beschossen, wobei
       ein Besatzungsmitglied ums Leben kam.
       
       Die Angriffe haben [10][bereits spürbare Folgen für den Seehandel]. Die
       dänische Reederei Maersk kündigte an, Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung
       an der Südspitze Afrikas umzuleiten. Mehr als 200 Schiffe, darunter Öl- und
       Gastanker, lagen Schiffsdaten zufolge am Sonntag vor der Meerenge vor
       Anker. Das japanische Handelshaus Itochu teilte mit, ‌es gebe bereits
       „einige Auswirkungen“ auf seine Lieferungen von Rohöl und Ölprodukten aus
       der Golfregion.
       
       ## 3.21 Uhr: Bahrain fängt Dutzende iranische Raketen ab
       
       ap | Bahrain hat seit Beginn der iranischen Angriffe auf das Land eigenen
       Angaben zufolge 61 Raketen und 34 Drohnen abgefangen.Das bahrainische
       Militär erklärte, dass die iranischen Angriffe auf zivile Einrichtungen und
       Privatbesitz abzielten und einen schweren Verstoß gegen die Prinzipien des
       Völkerrechts darstellten. „Diese wahllosen und abscheulichen Angriffe
       stellen eine direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Region
       dar“, hieß es weiter.
       
       ## 3.17 Uhr: Ranghohe Hisbollah-Mitglieder attackiert
       
       dpa | Die israelische Armee hat bei nächtlichen Angriffen in der
       libanesischen Hauptstadt Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder
       der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz angegriffen. Wie die Armee weiter
       mitteilte, sei ein weiterer wichtiger „Hisbollah-Terrorist“ im Süden des
       Libanons getroffen worden.
       
       Das israelische Militär reagierte damit auf einen nächtlichen
       Raketenangriff der Schiiten-Miliz auf Israel. Ein Geschoss sei abgefangen
       worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, hieß es.
       
       Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah
       und Israel im November 2024, dass die von Iran unterstützte Schiiten-Miliz
       Israel mit Raketen angegriffen hat. Sie begründete den Angriff in der Nacht
       mit der Tötung des obersten Führers Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei
       einem israelischen Luftangriff am Samstag in der iranischen Hauptstadt
       Teheran.
       
       Nach den US-israelischen Luftangriffen auf Iran am Wochenende startete die
       Islamische Republik Raketenangriffe auf US-Stützpunkte in der Region sowie
       auf zivile Infrastrukturen, darunter Flughäfen, Hotels und in einigen
       Fällen auch Wohngebäude. Dazu gehörte auch Bahrain, das die Fünfte Flotte
       der US-Navy beherbergt.
       
       ## 3.01 Uhr: Katar: Bevölkerung soll zu Hause bleiben
       
       ap | Das katarische Innenministerium hat die Bevölkerung aufgerufen,
       angesichts der Lage in der Region zu Hause zu bleiben. In einem Beitrag in
       den sozialen Medien forderte das Ministerium die Menschen auf, nur in
       „absoluten Notfällen“ nach draußen zu gehen und sich von Fenstern und
       offenen Bereichen fernzuhalten.
       
       Nach den US-israelischen Luftangriffen auf Iran startete die Islamische
       Republik Raketenangriffe auf US-Stützpunkte in der Region sowie auf zivile
       Infrastrukturen, darunter Flughäfen, Hotels und in einigen Fällen auch
       Wohngebäude. Dazu gehörte auch Katar, das die größte US-Militärbasis im
       Nahen Osten beherbergt.
       
       2.47 Uhr: Hisbollah-Miliz greift Israel an Seite Irans an
       
       dpa | Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat an der Seite Irans Israel mit
       Raketen angegriffen. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf die Tötung
       des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem
       israelischen Luftangriff am Samstag in Irans Hauptstadt Teheran. Das teilte
       die von Iran unterstützte Miliz in der Nacht mit. Kurz darauf begann die
       israelische Armee nach eigenen Angaben, Stellungen der Hisbollah im
       nördlichen Nachbarland zu bombardieren. Augenzeugen berichteten von
       Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut, einer
       Hochburg der Schiiten-Milz.
       
       Man werde gegen die Entscheidung der Hisbollah, sich an den iranischen
       Gegenangriffen zu beteiligen, vorgehen und nicht zulassen, dass die Miliz
       eine Bedrohung für den Staat Israel darstellt, teilte die israelische Armee
       mit. Sie fing kurz zuvor nach eigenen Angaben ein Geschoss der Hisbollah
       ab, mehrere andere seien in offenem Gelände niedergegangen.
       
       2.35 Uhr: Trump rechnet mit vierwöchigem Militäreinsatz
       
       afp | Kein baldiges Ende in Aussicht: US-Präsident Donald Trump geht nach
       eigenen Worten von einem rund vierwöchigen Militäreinsatz gegen Iran aus.
       Iran sei ein „großes Land“, daher werde der Einsatz „vier Wochen dauern –
       oder weniger“, sagte Trump am Sonntag der britischen Zeitung Daily Mail.
       Die pro-iranische Hisbollah-Miliz griff derweil aus dem Libanon Ziele in
       Israel an. Die israelische Armee reagierte mit Angriffen auf
       Hisbollah-Ziele im nördlichen Nachbarland.
       
       In einer Videobotschaft forderte Trump die iranischen Streitkräfte und die
       Polizei erneut auf, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben.
       Anderenfalls drohe ihnen „der sichere Tod“. „Es wird nicht schön“, warnte
       er. Nach dem Tod von drei US-Militärangehörigen drohte Trump zudem mit
       „Rache“ und warnte, es werde „wahrscheinlich“ weitere Todesopfer in den
       Reihen der US-Armee geben.
       
       ## 2.25 Uhr: Australien schließt militärische Beteiligung aus
       
       rtr | Australien schließt eine militärische Beteiligung am Konflikt mit
       Iran aus. Man habe sich nicht an den bisherigen Schlägen beteiligt und sehe
       auch künftig keine Beteiligung vor, sagte Außenministerin Penny Wong. Die
       Regierung bemühe sich um die Evakuierung von rund 115.000 Australiern aus
       der Region. Dies gestalte sich wegen der Luftraumsperrungen jedoch
       schwierig, erklärte Wong. Der australische Verteidigungsminister Richard
       Marles erklärte, die Regierung habe bereits Maßnahmen für die Sicherheit
       von etwa ‌100 australischen Soldatinnen und Soldaten ergriffen. Diese sind
       auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in der Nähe von Dubai stationiert,
       der zur Unterstützung von UN-Missionen genutzt wird.
       
       ## 2.24 Uhr: Israel startet Luftangriff auf Beirut
       
       ap | Israel hat einen Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut
       gestartet. Nach Angaben des Militärs reagiert das Land damit auf einen
       Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz. Diese hatte in der Nacht auf
       Montag Raketen über die Grenze abgefeuert. Es war das erste Mal seit mehr
       als einem Jahr, dass die militant-islamistische Hisbollah sich zu einem
       Angriff gegen Israel bekannte. Die Angriffe seien Vergeltung für die Tötung
       des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei sowie für
       „wiederholte israelische Aggressionen“, hieß es in einer Erklärung der
       Miliz.
       
       Das israelische Militär teilte mit, ein Geschoss, das die Grenze
       überschritten hatte, sei abgefangen worden, mehrere weitere seien in
       unbewohnten Gebieten niedergegangen. Verletzte oder Schäden wurden nicht
       gemeldet.
       
       ## 2.01 Uhr: Raketentrümmer stürzen auf Schiff in Bahrain
       
       dpa | In Bahrain sind Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete
       auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst. Dabei kam ein aus
       Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt,
       wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der
       Plattform X mitteilte. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt
       Manama sei inzwischen gelöscht worden.
       
       Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische
       Stellungen in der Region an. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der
       US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine
       beheimatet. Am Samstag war bei einem iranischen Drohnenangriff auf den
       internationalen Flughafen in Bahrain Sachschaden entstanden.
       
       ## 1.12 Uhr: Israels Luftwaffe startet neue Angriffe in Teheran
       
       dpa | Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der
       iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche
       Angriffswelle gegen das „iranische Terrorregime im Herzen von Teheran“
       begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.
       
       Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt
       Luftlinie rund 1.600 Kilometer. Der am Samstagmorgen in Koordination mit
       den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen den
       Erzfeind Iran ist nach Armeeangaben der bisher größte in ihrer Geschichte.
       
       ## 0.45 Uhr: Russland evakuiert Hunderte Staatsbürger
       
       rtr | Russland beginnt mit der Evakuierung seiner Staatsbürger aus Iran.
       Rund 500 Russen würden über Aserbaidschan aus dem Land gebracht, teilt ‌die
       russische Botschaft in Baku am Sonntag (Ortszeit) mit. Das russische
       Außenministerium hatte seinen Staatsbürgern nach den Militärschlägen der
       USA und Israels empfohlen, sichere Regionen in Iran und Israel aufzusuchen
       oder die Länder zu verlassen. Aus aserbaidschanischen Regierungskreisen
       verlautete zudem, binnen 38 Stunden seien bereits 192 Menschen aus Iran
       nach Aserbaidschan gebracht worden, ‌darunter 82 aserbaidschanische
       Staatsbürger.
       
       ## 0.21 Uhr: Emirate: 152 Raketen und 500 Drohnen abgewehrt
       
       dpa | Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach eigenen
       Angaben inzwischen 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus Iran
       abgewehrt. Das erklärte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X.
       Zudem seien 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen.
       Auch seien zwei Marschflugkörper abgefangen und zerstört worden. Am
       Samstagabend hatten die Emirate bereits die Abwehr von 132 ballistischen
       Raketen und 195 Drohnen seit Beginn der iranischen Angriffe bestätigt.
       
       0.01 Uhr: Deutschland behält sich „militärische Defensivmaßnahmen“ vor
       
       dpa | Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben Iran zu einem Stopp
       von Raketenangriffen auf Länder im Nahen Osten aufgefordert und behalten
       sich auch militärische Abwehrmaßnahmen vor. Die Angriffe seien „wahllos und
       unverhältnismäßig“, hieß es in einer in Berlin verbreiteten gemeinsamen
       Erklärung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel
       Macron und dem britischen Premier Keir Starmer. Starmer erlaubte den USA,
       britische Stützpunkte für Schläge gegen Irans Raketen-Anlagen zu nutzen.
       
       Aus deutschen Regierungskreisen hieß es zur Erläuterung, es gehe darum,
       „dass wir uns das Recht vorbehalten, unsere Soldaten in der Region zu
       schützen, falls sie angegriffen werden. Dieses Recht zur Selbstverteidigung
       nehmen die Soldaten der Bundeswehr wahr.“ Weitere Einzelheiten wurden nicht
       genannt.
       
       In der Erklärung betonen Merz, Macron und Starmer: „Wir werden die
       notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer
       Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potenziell auch, falls
       notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen
       Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und
       Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören.“ Dazu werde man auch mit
       den USA und den Verbündeten in der Region zusammenarbeiten.
       
       2 Mar 2026
       
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