# taz.de -- Rückholflüge aus der Golf-Region starten: Erster Flug aus Dubai nach Frankfurt unterwegs
> Während sich Israel und die USA mit Iran bekriegen, sind Tausende
> deutsche Touristen im Nahen Osten gestrandet. Nun starten erste
> Rückflüge.
(IMG) Bild: Dubai, 1. März: ein Flugzeug der Fluglinie „Emirates“ parkt während der Schließung des internationalen Flughafens auf dem Rollfeld
dpa | Zehntausende Urlauber [1][sitzen in der Nahost-Krisenregion fest] –
jetzt läuft der Flugverkehr zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten
und Deutschland langsam wieder an. Ein erstes Flugzeug der emiratischen
Airline Emirates ist von Dubai nach Frankfurt am Main unterwegs, wie eine
Sprecherin der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport am Morgen sagte. Laut
der Onlineanzeige wird die Maschine für den frühen Nachmittag erwartet.
Die Vereinigten Arabischen Emirate bieten nach den Stornierungen der
vergangenen Tage Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Emirates
erklärte, zunächst Reisende mit bestehenden Buchungen bevorzugt zu
berücksichtigen. Umgebuchte Kundinnen und Kunden würden direkt informiert.
Gleichzeitig arbeiten [2][deutsche Reiseveranstalter] und die
Bundesregierung an der Rückreise festsitzender Urlauber. Aus Sicht der
Branche kommt es vor allem darauf an, die Menschen vor Ort erreichbar zu
halten und verlässlich zu informieren.
Der Reisekonzern Tui rechnet damit, seine im Nahen Osten festsitzenden
Kunden binnen einiger Tage zurückzuholen. Geplant sei, die Urlauber mit
Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland
zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel bei n-tv. „Wir gehen
aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und
unseren Gästen heute durchführen können“, sagte Ebel. Erste Maschinen seien
nach München vorgesehen. Zudem stünden eigene Tui-Fly-Flugzeuge bereit,
„sobald wir die Erlaubnis bekommen“.
## Reiseverband warnt: Nicht auf eigene Faust handeln
Ebel zufolge steht Tui mit nahezu allen Betroffenen in Kontakt. „Wir sind
mit fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt“, sagte er. Wie
lange die Rückholung dauere, hänge von der Sicherheitslage ab. „Das ist
heute seriös nicht genau vorherzusagen.“ Er rechne aber mit „einigen
Tagen“.
Auch der Deutsche Reiseverband (DRV) setzt auf enge Abstimmung mit
Behörden. „Die Sicherheit der Reisenden und der Partner vor Ort hat stets
oberste Priorität“, sagte DRV-Sprecher Thorsten Schäfer im Deutschlandfunk.
Solange Lufträume gesperrt seien, gebe es „keine Möglichkeit, Flüge
anzubieten“. Man stehe „im ständigen Kontakt mit den lokalen Partnern, mit
den Sicherheitsbehörden und mit dem Auswärtigen Amt“. Pauschalreisende
seien in ihren Hotels untergebracht – das sei „der Vorteil der
Pauschalreise“. Schäfer bekräftigte die Empfehlung des Auswärtigen Amts,
„im Hotel zu bleiben und sich nicht auf eigene Faust in ein anderes Land
oder zum Flughafen zu begeben“.
## Auswärtiges Amt will Chartermaschinen schicken
Das Auswärtige Amt bereitet nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul
die Rückholung besonders schutzbedürftiger Personen aus der Region vor.
Geplant sind demnach gecharterte Maschinen in die Hauptstädte Riad
(Saudi-Arabien) und Maskat (Oman). Grundsätzlich sieht die Bundesregierung
jedoch Reiseveranstalter und Fluglinien in der Pflicht, ihre Kunden
zurückzubringen. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums hatte
zuvor erklärt, die Bundeswehr sei „wirklich das letzte Mittel der Wahl“.
Nach Angaben des DRV sind derzeit allein rund 30.000 Kunden deutscher
Reiseveranstalter betroffen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts nannte dies
„eine einigermaßen verlässliche Größe“. Seit der [3][jüngsten Eskalation]
in Iran sitzen Zehntausende Reisende fest – weil Lufträume geschlossen
wurden oder Flughäfen in der Region als Drehkreuze ausfallen.
3 Mar 2026
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