# taz.de -- Batteriespeicher, Wärmepumpen und E-Lkw: Energiewende kommt voran, aber verliert an Zustimmung
> Deutschland macht Fortschritte bei Schlüsseltechnologien der
> klimafreundlichen Wirtschaft, zeigt eine Studie. Das könnte sich jedoch
> bald ändern.
(IMG) Bild: Ein Mitarbeiter von Statkraft vorm neuen Solar-Batteriespeicher-Hybridkraftwerk in Sachsen-Anhalt
Bei Stromspeichern, einer Schlüsseltechnologie des künftigen
Energiesystems, macht Deutschland Fortschritte. Auch bei Wärmepumpen,
schweren elektrischen Lkw, Solaranlagen und Windkraft geht es voran, wie
der neue [1][Energiewende-Monitor des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung] (DIW) zeigt.
„Die Politik sollte die günstigen Rahmenbedingungen nutzen, statt auf die
Bremse zu treten“, sagte Studienautor Wolf-Peter Schill, der Leiter des
DIW-Forschungsbereichs „Transformation der Energiewirtschaft“.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lässt aktuell an
mehreren Gesetzesänderungen arbeiten, [2][die den Ausbau der erneuerbaren
Energie hemmen könnten].
Zu den positiven Nachrichten gehört laut DIW die „Dynamik bei der
Speicherkapazität der Großbatterien“. Diese sei im zweiten Halbjahr 2025 um
0,8 Gigawattstunden (Milliarden Wattstunden) gewachsen. Das bedeutet einen
Zuwachs von gut 25 Prozent. Batteriespeicher sind wichtig, um das
zeitweilige Überangebot erneuerbarer Elektrizität für Zeiten zu sichern, in
denen Solar- und Windkraftwerke wenig produzieren.
Die zunehmende Batteriekapazität dürfte dazu beigetragen haben, dass „die
Zahl der Stunden mit negativen Großhandelspreisen im zweiten Halbjahr 2025
deutlich zurückgegangen ist“. Mehr Speicher sorgen so dafür, das vorhandene
Stromangebot ökonomisch sinnvoll zu nutzen. Allerdings legen die
Speicherkapazitäten noch auf niedrigem Niveau zu.
## 2,2 Millionen Wärmepumpen
Fast die Hälfte der neu installierten Heizungen waren 2025 elektrische
[3][Wärmepumpen]. Insgesamt hat ihre Zahl 2,2 Millionen Anlagen erreicht.
Dies setzt das DIW ins Verhältnis zur künftig erwartbaren Gesamtmenge der
Wärmepumpen, die die Forscher mit 11,8 Millionen angeben. Knapp ein Fünftel
der Wohnhäuser, für die die Technik infrage komme, sei also bereits mit
Wärmepumpen ausgestattet. Das gilt unter der Voraussetzung, dass im Zuge
der geplanten Wärmewende mehr oder weniger alle heute noch fossil
betriebenen Heizungen ersetzt werden.
Bei den elektrischen Fahrzeugen stellt DIW-Forscher Schill den Fortschritt
besonders im Segment der Elektro-Sattelzüge fest. Im zweiten Halbjahr 2025
seien dort 4,5 Prozent der Neuanmeldungen auf diese schweren E-Lkw
entfallen, im ersten Halbjahr erst zwei Prozent. Verantwortlich dafür macht
Schill bessere Batterietechnik und Ladeinfrastruktur. Trotzdem liegt der
Anteil der neuen E-Fahrzeuge an allen Neuanmeldungen noch niedrig – für Lkw
insgesamt bei 10,9 Prozent, für Pkw bei 20,4 Prozent, Tendenz jedoch
deutlich steigend.
Die Zustimmung der Bevölkerung zur Energiewende sinkt derweil, wie am
Mittwoch der „Zukunftsmonitor Energiewende 2026“ des Instituts für
Demoskopie Allensbach im Auftrag der BMW Foundation Herbert Quandt ergab.
Nur noch eine relative Mehrheit von 43 Prozent hält die Energiewende mit
Atomausstieg und dem Ausbau erneuerbarer Energien für den richtigen Weg.
Die Gründe für die Verschiebung liegen dem Institut zufolge vor allem
darin, dass andere Themen wichtiger wurden, etwa die ökonomische Stagnation
und der russische Krieg.
11 Feb 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://www.diw.de/de/diw_01.c.998851.de/energiewende_kommt_voran_____aber_noch_zu_langsam.html
(DIR) [2] /Netzpaket-der-Bundesregierung/!6153458
(DIR) [3] /Waermepumpe/!t5993030
## AUTOREN
(DIR) Hannes Koch
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