# taz.de -- Bildaktion vor Wirtschaftsministerium: Protest gegen Reiches Energiepläne
> Aktivist*innen von Campact haben in Berlin gegen Reiches Netzpaket
> protestiert. Der „Schrottplatz der Energiewende“ soll dessen Folgen
> zeigen.
(IMG) Bild: Campact-Protest gegen die Energiepolitik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche am 18. Februar
Mit einem 20 Meter langen Windkraft-Rotorblatt und ausgedienten Solarpanels
haben Aktivist*innen vor dem Bundeswirtschaftsministerium gegen die
Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin [1][Katherina Reiche] (CDU)
demonstriert. Zu der Bildaktion „Schrottplatz der Energiewende“ hatte die
Kampagnen-Organisation Campact aufgerufen. Sie richtet sich gegen [2][das
geplante „Netzpaket“ der Politikerin].
„Die Pläne zum Netzpaket bedeuten nichts anderes, als dass die
[3][Energiewende] verschrottet, ausgebremst, abgewürgt zu werden droht“,
sagte Campact-Vorstand Christoph Bautz. Am Mittwoch war das Rotorblatt mit
dem Slogan „Reiche: Energiewende nicht verschrotten“ vor dem Ministerium
abgeladen worden. Auch die Grünen stehen hinter der Aktion, die rund 200
Teilnehmer*innen zählte.
Das Paket von Wirtschaftsministerin Reiche sieht vor, den Ausbau von Solar-
und Windkraftanlagen besser mit dem Netzausbau zu synchronisieren. Der
läuft allerdings schleppend. Klimaschützer*innen befürchten, dass so
auch der Erneuerbaren-Ausbau gebremst wird.
„Diese Ministerin dient einzig der fossilen Lobby“, sagte Bautz. Mit ihren
Plänen stelle Reiche die „beste Antwort auf die Klimakrise“ infrage. Und
das, obwohl ihr Ministerium noch bis vor Kurzem das Wort Klimaschutz im
Namen getragen habe. Für ihn steht fest: „Deutschland muss sich so schnell
wie möglich unabhängig von den Fossilen machen.“ Die Klimaziele könnten nur
erreicht werden, indem wichtige Bereiche wie Verkehr und Industrie
elektrifiziert würden, so der Campact-Vorstand weiter.
Kritik kommt jedoch auch aus der eigenen Koalition. Aus Gründen der
Energiesicherheit und für saubere, bezahlbare Energie muss der Umstieg auf
die erneuerbaren Energien laut Nina Scheer, der energiepolitischen
Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, schnellstmöglich realisiert werden.
Die Fraktion stehe klar hinter den mit dem Koalitionsvertrag erklärten
Zielen. „Wir wollen alle Potenziale der erneuerbaren Energien nutzen“,
sagte Scheer weiter.
19 Feb 2026
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## AUTOREN
(DIR) Philipp Embach
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