# taz.de -- Förderprogramm für Elektroautos: E-Auto-Prämie reloaded
       
       > Der Bund bringt eine neue Förderung für Hybride und E-Autos auf den Weg.
       > Ein Erfolg, findet Umweltminister Schneider. Doch das sehen nicht alle
       > so.
       
 (IMG) Bild: Der Kauf von E-Autos wird künftig wieder finanziell gefördert
       
       Die Bundesregierung hat die Kaufprämie für Elektroautos neu aufgelegt. „Es
       ist ein Förderprogramm, mit dem wir etwas für die Umwelt tun, für die
       Automobilindustrie, aber insbesondere auch für Familien, die sich sonst
       keinen umweltfreundlichen Neuwagen leisten können“, sagte
       Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Montagmorgen bei der
       Bundespressekonferenz in Berlin, wo er die [1][Eckpunkte der neuen
       E-Auto-Förderung] vorstellte.
       
       Nun bekommen Käufer:innen und Leasingkund:innen eines Neuwagens mit
       vollelektrischem oder Plug-in-Hybridantrieb zwischen 1.500 und 6.000 Euro,
       gestaffelt nach Einkommen, Familienstand und Fahrzeug und rückwirkend zum
       1. Januar 2026. Der Fahrzeugpreis spielt keine Rolle. Kinderlose Haushalte,
       die mehr als 80.000 Euro im Jahr verdienen, kriegen keine Prämie.
       
       „Die neue E-Auto-Förderung ist ein wichtiger Schritt in die richtige
       Richtung“, sagte Christiane Benner, Vorsitzende der Gewerkschaft IG Metall.
       Der Bund solle das Programm aber bald [2][auf Gebrauchtwagen ausweiten] und
       auf Fahrzeuge aus EU-Herstellung beschränken. „Hersteller, die anderswo
       teils zu schlechten Arbeits- und Umweltstandards fertigen, sollten nicht
       von deutschen Steuergeldern profitieren.“
       
       Nabu-Verkehrsreferent Christian Kopp forderte, der Bund müsse gezielt
       günstige vollelektrische Kleinwagen fördern. „Das Förderprogramm passt
       weder zur Bevölkerung noch zum Klima“, kritisierte auch Susanne Goetz,
       Referentin für E-Mobilität beim Verband Transport & Environment. Die
       Einkommensgrenze liege mit 80.000 Euro im Jahr viel zu hoch. Gleichzeitig
       bringe die Förderung von Plug-in-Hybriden, die [3][fast so viel CO2
       ausstießen wie klassische Verbrenner], dem Klima nichts.
       
       ## Digitale Anträge ab Mai möglich
       
       Und Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim Bund für Umwelt und
       Naturschutz, findet: „Steuergeld sollte in erster Linie [4][zur
       Verbesserung des Fuß-, Rad-] und öffentlichen Verkehrs eingesetzt werden.“
       E-Autos ließen sich sinnvoller über eine angepasste Dienstwagenbesteuerung
       oder extra Abgaben für klimaschädliche Verbrenner fördern.
       
       Autofahrer:innen können die Förderung erst nach der Zulassung
       beantragen, spätestens ein Jahr danach. Das Online-Portal für digitale
       Anträge wird im Mai 2026 freigeschaltet.
       
       19 Jan 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/neues-e-auto-foerderprogramm-mit-sozialer-staffelung-zuschuesse-fuer-neuzulassungen-ab-1-januar-2026
 (DIR) [2] /Marktluecke-E-Auto-Werkstatt/!6116960
 (DIR) [3] /Verkehrswende/!6135203
 (DIR) [4] /Winterdienst-auf-Geh--und-Radwegen/!6145373
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Nanja Boenisch
       
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