# taz.de -- Geschafft? Zehn Jahre nach der Ankunft: Migration menschlich machen
       
       > In dieser letzten Geschafft-Folge diskutieren Nazenin Wali und Franziska
       > Schindler, wie progressive Migrationspolitik aussehen könnte.
       
       Es gibt vieles, das im deutschen Migrationssystem falsch läuft. Oftmals
       dauert es Monate, manchmal Jahre, bis Menschen, die in Deutschland
       ankommen, arbeiten dürfen. Das schadet oftmals ihrer mentalen Gesundheit,
       ihrem Selbstwertgefühl, der Integration und es kostet den deutschen Staat
       viel Geld. Das nutzen Rechte, um gegen Geflüchtete oder MigrantInnen zu
       hetzen.
       
       Europa überhaupt zu erreichen, ist außerdem extrem gefährlich. Menschen
       riskieren alles, wenn sie auf Schlauchbooten übers Mittelmeer fahren, und
       werden dann als Gefahr für Recht und Ordnung geframed, wenn sie an den
       Küsten ankommen. Für diese zwei Probleme, Zugang zu Arbeit und
       lebensgefährliche Fluchtwege, versucht diese Podcastfolge Lösungen zu
       entwerfen. Win-win-Situationen, die sowohl Menschen auf der Flucht als auch
       der deutschen Gesellschaft dienen.
       
       Zu Gast ist Nazenin Wali, Multimedia-Journalistin bei der Deutschen Welle.
       Sie ist selbst zum Arbeiten aus Afghanistan nach Deutschland gekommen und
       kennt die Probleme, die damit einhergehen. Teile ihrer Familie kamen über
       Resettlement-Programme nach Deutschland. Sie kennt sich also auch mit
       sicheren Fluchtwegen bestens aus. Zudem zu Gast ist Franziska Schindler,
       Redakteurin in der wochentaz. Schon im Studium spezialisierte sie sich auf
       Menschenrechte und Migration und setzt sich bei der taz schon seit Langem
       mit den Themen Flucht und Migration auseinander. Moderiert wird die Folge
       von [1][Alice von Lenthe].
       
       Geschafft? Sechs Podcastfolgen 
       
       Während des „Flüchtlingssommers 2015“ erlebte Deutschland innerhalb weniger
       Monate eine ungewohnt hohe Zuwanderung. Über 1,8 Millionen Menschen
       migrierten beziehungsweise flohen insgesamt im Jahr 2015 nach Deutschland,
       viele kamen aus Kriegsgebieten, aus Syrien, Afghanistan und Irak.
       
       In Deutschland zeigten damals viele Menschen große Hilfsbereitschaft,
       nahmen Geflüchtete auf, spendeten Kleidung und Spielzeug und fuhren selbst
       an die Grenzen, um zu helfen. Der prägendste Satz dieser Zeit war wohl die
       Aussage der damaligen CDU-Kanzlerin Angela Merkel: „Wir schaffen das!“
       
       Zugleich war diese Zeit auch der Anfang eines Rechtsrucks in Deutschland.
       Die AfD gewann über die vergangenen zehn Jahre stark an Zuspruch in der
       Bevölkerung – vor allem mit dem Thema Migration. Auch die Parteien der
       Mitte fordern mittlerweile Abschiebungen im großen Stil und eine harte
       Begrenzung von Migration.
       
       Um diese Entwicklung ging es von Mitte August bis Ende Dezember 2025 in
       sechs Folgen der Podcastreihe „Geschafft? Zehn Jahre nach der Ankunft“.
       Hier kamen taz-Redakteur*innen zu Wort, die sich mit den Ereignissen rund
       um Flucht und Migration der letzten zehn Jahre auskennen, sowie
       Medienschaffende, die selbst 2015 nach Deutschland kamen.
       
       Die Podcastreihe „Geschafft? Zehn Jahre nach der Ankunft“ ist ein Projekt
       der [2][taz Panter Stiftung]. Parallel zu den sechs Podcastfolgen werden
       zehn Kolumnen von diesen und anderen Geflüchteten unter dem Titel
       [3][„Ankommen“] im [4][taz-Schwerpunkt zu 10 Jahren Flüchtlingssommer]
       veröffentlicht.
       
       16 Jan 2026
       
       ## LINKS
       
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 (DIR) [3] /Kolumne-Ankommen/!t6107049
 (DIR) [4] /Fluechtlingssommer/!t6102491
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Alice von Lenthe
       
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