# taz.de -- Ausbau von Stromspeichern: Da geht noch mehr
> Nach steilem Wachstum stagniert der Markt der Stromspeicher. Die Branche
> sieht den Ausbau „noch nicht auf der Zielgeraden“.
(IMG) Bild: Eine große Batteriespeicherstation für Windstrom in Reußenköge, Schleswig-Holstein
Private und gewerbliche Investoren haben die Kapazität stationärer
[1][Batteriespeicher] in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren mehr
als verfünffacht. Das geht aus Zahlen hervor, die der Bundesverband
Solarwirtschaft (BSW-Solar) am Montag veröffentlichte. Aktuell sind
Batteriespeicher mit einer Kapazität von rund 25 Gigawattstunden (GWh) und
einer Leistung von gut 16 Gigawatt installiert.
Trotzdem befinde sich der Speicherausbau „noch nicht auf der Zielgeraden“,
erklärt der Lobbyverband. Nach dessen Meinung sind bis zum Jahr 2030 rund
100 GWh nötig, „um die Stromversorgung in den kommenden Jahren effizient
und weitestgehend auf erneuerbare Energien umzustellen“. Der jährliche
Aufbau von Batteriespeichern müsse in Zukunft „mehr als verdoppelt werden“.
Doch danach sah es zuletzt nicht aus: Nach Jahren eines steilen Wachstums
des Speichermarktes stagniert der Zubau seit 2023. Die jährliche
Neuinstallation lag nach Zahlen des [2][Fraunhofer-Institut für Solare
Energiesysteme ISE] in den vergangenen drei Jahren relativ konstant bei
rund 4 Gigawatt Speicherleistung und gut 6 GWh Speicherkapazität
Wesentliche Entwicklung waren 2025 Verschiebungen innerhalb des
Speichermarktes. Während die Nachfrage nach Heimspeichern, die in der
Vergangenheit rund 80 Prozent der Installationen ausmachten, gegenüber 2024
um rund 8 Prozent zurückging, berichtet der BSW-Solar bei
Groß-Batteriespeichern der Megawattklasse von einer Verdoppelung des
Absatzes. Auch Firmen setzen immer häufiger [3][auf Batteriespeicher], um
etwa ihren Stromeinkauf in Stunden mit hohen Börsenpreisen reduzieren zu
können.
Für 2026 rechnet die Branche mit einem weiterhin guten Absatz von
Großspeichern. Die Investitionsbereitschaft bei Heimspeichern dürfte stark
davon abhängen, wie die Förderung für Privathaushalte künftig aussieht –
also davon, in welchem Maße kleine Photovoltaikanlagen ausgebaut werden, da
diese häufig mit einem Heimspeicher gekoppelt werden. Auch die künftige
Förderung von Wärmepumpen dürfte sich auf den Absatz der Heimspeicher
auswirken, denn das Zusammenspiel von Wärmepumpe und Batteriespeicher kann
attraktiv sein, weil sich dann der Bezug von Strom aus dem Netz flexibel
gestalten lässt.
12 Jan 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Stromspeicher/!t5009859
(DIR) [2] https://www.ise.fraunhofer.de/
(DIR) [3] /Energiewende/!6066355
## AUTOREN
(DIR) Bernward Janzing
## TAGS
(DIR) Stromspeicher
(DIR) Strom
(DIR) Energiewende
(DIR) Schwerpunkt Klimawandel
(DIR) Energie
(DIR) Kolumne übrigens
(DIR) Schwerpunkt Klimawandel
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) Gaskraftwerkspläne der Bundesregierung: Umweltverbände fordern bessere Energiewende-Strategie
Die Regierung setzt bei der Energieversorgung zu wenig auf Stromspeicher
und Verbrauchslenkung. Das zeigt eine Analyse von BUND und Gaswende.
(DIR) Batterierecycling: Aus Alt macht Neu oder schmeißt es am besten gleich weg
Mit einem Speicher-Tausch wirbt ein Unternehmen aus dem Oberallgäu. Was
sich erstmal ganz super anhört, ist im Grunde reine Augenwischerei.
(DIR) Hoffnung für die Erneuerbaren: Firmen und Entwickler investieren groß in die Energiewende
Eine britische Firma kündigt acht große Batterieprojekte an. Sie sollen
grünen Strom speichern und Gas ersetzen. Alles ohne Förderung.