# taz.de -- Brandanschläge auf Kältebusse: Fall aufgeklärt?
       
       > Der Mann, der beim Anzünden eines Kältebusses erwischt wurde, soll auch
       > den ersten Anschlag verübt haben. Laut Polizei ist er selbst obdachlos.
       
 (IMG) Bild: Einer der zerstörten Kältebusse der Stadtmission
       
       Die beiden Brandanschläge, bei denen drei Kältebusse der Stadtmission in
       Flammen aufgingen, stehen offenbar kurz vor der Aufklärung. Die Ermittler
       der Staatsanwaltschaft werfen dem Mann, der am Neujahrstag beim Anzünden
       eines Busses erwischt und festgenommen worden war, vor, auch für den ersten
       Anschlag vom 27. Dezember verantwortlich zu sein. Ein Sprecher der
       Staatsanwaltschaft bestätigte der taz am Mittwoch einen entsprechenden
       Bericht des RBB.
       
       [1][Der Beschuldigte war vorigen Donnerstag von einem Mitarbeiter der
       Stadtmission dabei gesehen worden], wie er die Motorhaube eines geparkten
       Kältebusses nahe der Stadtmission in Moabit anzündete. Er brachte den Mann
       zu Boden, wie er der Morgenpost verriet, rief Sicherheitsmitarbeiter und
       Polizei und löschte den Brand mittels Feuerlöscher. Der Verdächtige war
       laut Polizei betrunken und ist selbst obdachlos beziehungsweise ohne festen
       Wohnsitz. „Der Mann hatte aus meiner Sicht eine massive psychiatrische
       Diagnose“, zitiert die Zeitung den Stadtmission-Mitarbeiter.
       
       Woher die Staatsanwaltschaft zu wissen meint, dass der 43-Jährige auch für
       [2][den ersten Anschlag] verantwortlich ist, ist nicht ganz klar. Laut
       Staatsanwaltschaft hat er bisher keine Aussage gemacht. „Die Ermittlungen
       beruhen im Wesentlichen auf Zeugenaussagen“, so ein Sprecher zur taz.
       
       Der erste Brandanschlag, bei dem ein Bus vollständig ausbrannte und ein
       zweiter stark beschädigt wurde, löste eine Welle der Solidarität aus. Es
       gab mehrere Angebote für Ersatzfahrzeuge, sodass die Einsätze nicht
       unterbrochen werden mussten, zudem viele Geldspenden.
       
       Die [3][Kältebusse fahren von Anfang November bis Ende März im Rahmen der
       Berliner Kältehilfe] nachts durch die Stadt, um Obdachlosen zu helfen und
       sie, wenn die Betroffenen dies möchten, in eine Notunterkunft zu bringen.
       Die Stadtmission macht dies mit drei Bussen, das Rote Kreuz unterhält für
       denselben Zweck einen „Wärmebus“.
       
       7 Jan 2026
       
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 (DIR) Susanne Memarnia
       
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