# taz.de -- Erinnerungskultur
       
 (DIR) US-Archiv und Nazivergangenheit: Wir spielen nicht mit bei eurem Gedächtnistheater
       
       Die digitale Öffnung des US-Nationalarchivs lässt viele Deutsche nach der
       NS-Geschichte ihrer Vorfahren suchen: ein Spektakel zur Gegenwartsflucht.
       
 (DIR) NS-Gedenken in Osnabrück: Aus der Mottenkiste hervorgeholt
       
       Um den richtigen Namen für den Lernort in der ehemaligen
       NSDAP-Parteizentrale in Osnabrück gab es jahrelang Streit. Fängt jetzt
       alles von vorne an?
       
 (DIR) Gedenken an einen Völkermörder: Türkische Nationalisten erinnern an den Tod von Tâlat Paşa
       
       In Berlin feiert eine Gruppe den Drahtzieher des Völkermordes an den
       Armeniern. Als Gegenveranstaltung lädt ein antirassistischer Verein zu
       einem historischen Rundgang.
       
 (DIR) Auf Spuren einstigen jüdischen Lebens: Straßenschilder der Erinnerung
       
       Seit dieser Woche weisen Markierungen auf das vernichtete Zentrum des
       östlichen Judentums im Scheunenviertel in Berlin-Mitte hin.
       
 (DIR) Deutsche Erinnerungspolitik: Die große Heuchelei
       
       Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die
       vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen.
       
 (DIR) Neue Diskussion um sowjetische Ehrenmale: Erklären, nicht abreißen
       
       Vier Jahre nach dem russischen Überfall fordert der Verein Vitsche eine
       Neubewertung der sowjetischen Ehrenmale. Abriss aber steht nicht zur
       Debatte.
       
 (DIR) Die DDR: Irgendwann kommt was
       
       Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Die kollektive
       Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen.
       
 (DIR) Theatermacherin über Barrierefreiheit: „Erinnerungskultur wird geformt von denen, auf die gehört wird“
       
       Die Behindertenrechtsaktivistin Fia Neises über Erinnerungskultur,
       Behinderungen und ihr neuestes Stück BIOFUCK am Berliner Ballhaus Ost.
       
 (DIR) Kulturkampf um Geschichte der Sklaverei: US-Richterin zieht Orwell-Vergleich
       
       Die US-Regierung will nicht an die Sklaven im Haus von George Washington
       erinnern. Nun entschied ein Gericht: Eine Ausstellung dort muss
       zurückkehren.
       
 (DIR) Fotos von Deportationen: Wie die Lörracher bei Deportationen gafften
       
       Eine Tagung widmete sich dem Umgang mit Shoah-Überlebenden nach der
       Befreiuung. Über Traumata, die vererbt werden, und Fotos, die unbequeme
       Fragen stellen.
       
 (DIR) Rechtsextreme Demo in Dresden: Nazis zerstören Dresdner Zerstörungsgedenken
       
       Erneut nutzen über 1.000 Rechtsextreme die Bombardierung im Zweiten
       Weltkrieg für ihre Zwecke. Die Erinnerung an den 13. Februar 1945 ist in
       der Krise.
       
 (DIR) Berichterstattung über Holocaust: Welchen Horror wir erwarten
       
       Die bekannten Bilder des Holocaust strukturieren unser Erinnern. Doch was
       passiert, wenn Gewalt nur noch dort erkannt wird, wo wir sie erwarten?
       
 (DIR) Nationalsozialismus in Berlin: Eine Mauer aus erhobenen Armen
       
       Bei der „Köpenicker Blutwoche“ 1933 erprobten SS und SA offen den
       nationalsozialistischen Terror. Wichtig wäre Gegenwehr gewesen – doch die
       Zivilgesellschaft versagte.
       
 (DIR) NS-Forscher über Gedenkkultur: „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“
       
       Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt
       der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und
       Mitläufertum.
       
 (DIR) Gedenken in der Ukraine: Blumen für Opa
       
       Seit 2009 werden in der Ukraine Stolpersteine für Holocaustopfer verlegt.
       Dezentrale Erinnerung ist auch für Gedenken in Putins Angriffskrieg
       wichtig.
       
 (DIR) Holocaust in der Ukraine: Die Erde voller Knochen
       
       Die Ukraine hat nach Polen die meisten Holocaust-Opfer zu beklagen. Noch
       heute ist das Land voller Massengräber. Gedenken ist auch deshalb mühsam.
       
 (DIR) Shoah-Gedenken in Luckenwalde: Wenn ein Rechter Holocaust-Opfern gedenken soll
       
       In der brandenburgischen Kreisstadt soll ein AfD-naher Abgeordneter die
       Rede zum Gedenktag halten. Initiativen protestieren, der Bürgermeister gibt
       sich machtlos.
       
 (DIR) Verteidigung der Erinnerungskultur: Aufarbeitung von unten
       
       Zwischen herausgerissenen Stolpersteinen einerseits und
       Vereinnahmungstendenzen andererseits: Warum es ein Weiter-so in der
       Erinnerungskultur braucht.
       
 (DIR) Susanne Siegerts „Gedenken neu denken“: Uroma war kein Nazi, meinen die Jungen oft
       
       In ihrem Buch schlägt die Journalistin Susanne Siegert einen
       Perspektivwechsel beim Blick auf die Verbrechen während der NS-Zeit vor.
       
 (DIR) Protest gegen Fake-KZ-Bilder: „Für Profit instrumentalisiert“
       
       Gedenkstätten fordern Betreiber sozialer Medien auf, gegen KI-Fälschungen
       vorzugehen. Es bahne sich ein Problem mit historischen Fotos an.
       
 (DIR) Historikerin über Corona-Pandemie: „Alle Stimmen sind wichtig“
       
       Menschen haben die Pandemie sehr unterschiedlich erlebt. Ein Gespräch mit
       Historikerin Ute Frevert darüber, wie gemeinsames Erinnern gelingen kann.
       
 (DIR) Porajmos-Gedenktag in Bremerhaven: „Auch Sinti und Roma wurden erfasst, entrechtet und verfolgt“
       
       Die Aufarbeitung der NS-Verfolgung der Sinti und Roma begann 35 Jahre nach
       Kriegsende. Am 16.12. wird in Bremerhaven der Gedenktag begangen.
       
 (DIR) Staatsräson: Ein deutscher Sonderweg in die neue Weltordnung?
       
       Intellektuelle kritisieren auf einem Symposium in Zürich die deutsche
       Staatsräson – und verabschieden die liberale Bundesrepublik.
       
 (DIR) Jahrestag von Assads Sturz in Syrien: Gerechtigkeit. Jetzt?
       
       Ein Jahr nach Assads Sturz: Wie entwickeln sich Justiz und Fairness in
       einem Syrien im Übergang? Besuch bei Frauen, die sich für Aufarbeitung
       einsetzen.
       
 (DIR) 20 Jahre nach dem Mord: Hatun Aynur Sürücü unvergessen
       
       Can Sürücü erzählt, wie es ihm nach dem Mord an seiner Mutter ging. Dass er
       das öffentlich tut, zeigt, wie wichtig Erinnerung an Opfer von Gewalt ist.
       
 (DIR) Streit um Lenin-Statue in Schwerin: Eine altvertraute Debatte
       
       Lange schon steht eine Lenin-Statue in Schwerin. Nun sorgt die Debatte um
       die Ernennung zum Denkmal erneut für unverständlichen Zündstoff.
       
 (DIR) NS-Vergangenheit eines Komponisten: Ehre, wem keine Ehre gebührt
       
       Richard Trunk war Komponist – und Nationalsozialist der ersten Stunde.
       Seine Heimatstadt will Straßen und Schule aber weiter nach ihm benannt
       sehen.
       
 (DIR) Forschung zu Shoa-Überlebenden: Die Stimme der Überlebenden
       
       Birgit Mair sammelt Stories von Holocaust-Überlebenden, besucht mit ihnen
       Schulen, stellt sich gegen rechts. Sie erinnert, ohne dabei zu zerbrechen.
       
 (DIR) NS-Dokumentationszentrum Hamburg: Investor will NS-Gedenken steuerlich absetzen
       
       Das NS-Dokuzentrum am Hannoverschen Bahnhof in Hamburg sollte 2026 fertig
       werden. Nun kommt raus: Die Planungen sind wegen des Investors gestoppt.
       
 (DIR) Diskussion um Kühne-Oper in Hamburg: Die beste Adresse
       
       Der Stifter von Hamburgs neuem Opernhaus steht wegen der NS-Geschichte
       seines Unternehmens in der Kritik. Es gibt eine Idee, die Leerstelle
       aufzuzeigen.
       
 (DIR) Mahnmal gegen sexualisierte Gewalt: Das Politische bitte nur im Privaten
       
       Im Streit um die Friedensstatue in Moabit lehnt der Korea-Verband einen
       Umzug weiter ab. Der Bezirk würde das Mahnmal gern auf Privatgelände
       stellen.
       
 (DIR) Beamte stürmen NS-Gedenkstätte: Antifa-Zeltlager unter Verdacht
       
       Einsatzkräfte stürmten eine Kärntner Gedenkstätte. Die Teilnehmenden
       wollten an die dort 1945 ermordeten Slowen:innen erinnern und Widerstand
       diskutieren.
       
 (DIR) Unsterblich durch KI-Zwilling: Opa für immer
       
       Wolfgang Hoeltgen, 78, bastelt an seiner digitalen Unsterblichkeit – mit
       einem KI-Zwilling. Ist das Spielerei oder Zukunft?
       
 (DIR) Indonesien und Westpapua: Eine neue Geschichte wagen
       
       Indonesiens Präsident will die Landesgeschichte neu schreiben lassen. Die
       indigenen Papuaner müssen mitwirken, sonst bleibt es ein Monolog der Macht.
       
 (DIR) Bildungsreferentin über Kolonialismus: „Viele junge Menschen erleben koloniale Kontinuitäten“
       
       Viktoria Zvolski findet Wege, um Jugendliche für Erinnerungskultur zu
       begeistern. Denn im Schulunterricht kommt das zu kurz.
       
 (DIR) Deutsche Bahn und NS-Widerstand: Wer war Fritz Kittel?
       
       Die Deutsche Bahn löst eine Ausstellung zu Widerstand im
       Nationalsozialismus auf. Dabei wäre es möglich gewesen, die Schau privat
       weiterzuführen.
       
 (DIR) Deutsche Verbrechen an Polen vor 1945: Ein Findling gegen das Vergessen
       
       Der neue Gedenkort zur Erinnerung deutscher Verbrechen an Polen wurde neben
       dem Kanzleramt eingeweiht. Er soll nur ein fünfjähriges Provisorium sein.
       
 (DIR) Auschwitz-Komitee hat neue Präsidentin: Power für die Brandmauer
       
       Das Internationale Auschwitz Komitee vertritt Holocaust-Überlebende aus 19
       Ländern. Nun wurde Eva Umlauf zu seiner neuen Präsidentin gewählt.
       
 (DIR) Künstler kritisiert Erinnerungskultur: Die Entthronung von Gerhard Richter
       
       Gerhard Richters Birkenau-Kapelle oder eine 3D-Videokulisse des
       Vernichtungslagers: Wird Auschwitz nur zum leeren Symbol, fragt Künstler
       Leon Kahane.
       
 (DIR) „Gewalt ausstellen“ im DHM in Berlin: Als Europa sich ein Bild machte
       
       Schon bald nach 1945 versuchten Ausstellungen, die NS-Verbrechen greifbar
       zu machen. Das Deutsche Historische Museum erinnert an sie.
       
 (DIR) Zeichnerin über Holocaust-Projekt: „Eine Zeichnung kann skizzenhaft und dabei deutlich sein“
       
       Barbara Yelin hat die Erinnerungen der KZ-Überlebenden Emmie Arbel in
       Zeichnungen festgehalten. Zu sehen sind sie in der Gedenkstätte
       Bergen-Belsen.
       
 (DIR) Verpflichtende KZ-Besuche in der Schule: Erinnern geht nur inklusiv
       
       Karin Priens Vorstoß für mehr NS-Bildung an Schulen ist ein richtiger
       Impuls. Einen wichtigen Aspekt lässt sie dabei allerdings völlig außer
       Acht.
       
 (DIR) Umgang mit NS-Erinnerung: Was der Opa von Friedrich Merz mit der Gegenwart zu tun hat
       
       Der Kanzler will sich offenbar nicht mit der NS-Geschichte seiner Familie
       befassen. Das sagt viel über sein Verständnis von Erinnerungspolitik.
       
 (DIR) Nachruf auf Margot Friedländer: Sie wird fehlen
       
       Mit Margot Friedländer ist eine Jahrhundert-Persönlichkeit gestorben. Unser
       Autor verabschiedet eine Frau, die in Erinnerung bleiben wird.
       
 (DIR) Studie zu deutscher Erinnerungskultur: 38 Prozent wollen „Schlussstrich“ unter NS-Vergangenheit
       
       Wissenslücken, verzerrte Erinnerung, veränderte Haltung zur
       NS-Vergangenheit. Die Memo-Studie offenbart eine besorgniserregende
       Entwicklung.
       
 (DIR) Anthropologin über deutsche Muslime: „Die Erinnerung an den Holocaust gehört uns allen“
       
       Muslimische Menschen stünden unter Generalverdacht, antisemitisch zu sein.
       Das verschleiere den Antisemitismus weißer Deutscher, sagt Esra Özyürek.
       
 (DIR) Marineschule in Flensburg-Mürwik: Schule mit Meerblick und NS-Vergangenheit
       
       Hier hatte im Mai 1945 der letzte Rest des NS-Staates unter Dönitz seinen
       Sitz. In der Marineschule Mürwik will man sich der Geschichte endlich
       stellen.
       
 (DIR) Als Kind im Konzentrationslager: „Ich überlebte Hitler und werde auch Putin überleben“
       
       Anna Stryschkowa erfährt nach Jahren ihren richtigen Namen – und dass sie
       Blutsverwandte hat. Dank des Künstlers Luigi Toscano kennt sie nun die
       Wahrheit.
       
 (DIR) Gedenken an Opfer des Nationalsozialmus: „Wir tragen die Erinnerungen mit uns“
       
       In Leipzig liegen nun über 800 Stolpersteine, einer davon erinnert an
       Sprintza Podolanski. Zuletzt waren Steine beschädigt oder entwendet worden.
       
 (DIR) Dekoder: Russland, Belarus entschlüsseln: „Es geht darum, die Vorgänge in diesen Ländern zu verstehen“
       
       „dekoder – das bedeutet ‚dekodieren‘, entschlüsseln. Diese tiefgründige
       Aufgabe steht im Mittelpunkt der Arbeit der Redaktion der Online-Plattform.