# taz.de -- Alle Artikel von Petra Schellen
(DIR) Museumspädagogin über Cap Arcona: „In der Bucht wurden 4.000 Tote angeschwemmt“
Beim Beschuss der „Cap Arcona“ 1945 starben Tausende KZ-Häftlinge in der
Lübecker Bucht. Ein kleines Museum in Neustadt hält die Erinnerung wach.
(DIR) Bei Protesten festgenommen: Todesurteil gegen Rapper in Iran
900 Exekutionen gab es schon in diesem Jahr in Iran. Nun will das Regime
auch den Rapper Mahnam Navab Safavi hinrichten.
(DIR) Tiere in der Großstadt: Der Schwarmintelligenz unterlegen
Wenn sich zwei Kranichschwärme neu sortieren, kann man so viel schauen und
überlegen, wie man will: Man wird nicht begreifen, wie sie es machen.
(DIR) „Fire“ in Hamburg: Von der schönen, destruktiven Kraft des Feuers
Eine Hamburger Ausstellung umkreist historische und ökologische Aspekte des
Feuers. Und erfährt die tödliche Kraft der Hitze am eigenen Leibe.
(DIR) Studie über Gestapo Bremen: „ Die Bereitschaft zur Denunziation war generell groß“
Die Gestapo rekrutierte in Bremen Personal und Zuträger*innen aus der
Mitte der Gesellschaft. Wie sie funktionierte, hat Anna Leinen erforscht.
(DIR) Eintritt für den Kölner Dom: Siehe, wie andächtig und ruhig es da ist
Seit Anfang Juli muss, wer in den Kölner Dom hinein will, Eintritt zahlen.
Diese umstrittene Maßnahme hat mit dem ehrfurchtsvollen Ort etwas gemacht.
(DIR) Literaturpreis für Graswurzel-Lyrik: Die Poesie des Lieferfahrers
Der chinesische Essenslieferant Wang Jibing erhält für seine Gedichte den
renommierten chinesischen Lu-Xun-Literaturpreis. Das ist ein echtes Novum.
(DIR) Osloer Mahnmal für Attentat-Opfer : Das Grauen unter der Oberfläche
In Oslo ist eine Mosaikwand enthüllt worden, die der Opfer des
rechtsextremen Attentats von 2011 gedenkt. Es ist der Versuch einer
Wiederaneignung.
(DIR) Erinnerung an Hans Henny Jahnn: Eine Orgel ohne Pomp
Der Autor Hans Henny Jahnn hat auch Orgeln gebaut. Seine größte erhaltene
in Hamburg hätten Deutschnationale in den 1920ern fast noch verhindert.
(DIR) Kuratorin über koloniale Fotos : „In Peru ist das Interesse an Wiederaneignung groß“
Hamburgs ethnologisches Museum MARKK sucht in der Schau „Bilderechos aus
Peru“ auf Fotos auch nach Hinweisen auf vorkoloniale queere Praktiken.
(DIR) Häufig den Beruf wechseln: „Man kann sein Leben nicht planen“
Eberhard Michaely hat schon vieles gemacht: Er war Musiker, betrieb einen
Spielwarenladen, jetzt ist er Busfahrer in Hamburg. Und schreibt nebenbei
Krimis.
(DIR) Puppenspielerin übers Strippenziehen: „Eine Hierarchie der Manipulation“
Sara Angius will mit ihrem Puppentheaterstück „Sabotage“ in Braunschweig
Abhängigkeiten offen legen. Dahinter steht die Frage nach dem freien
Willen.
(DIR) Neue Ethik bei Foto-Triennale Hamburg: Als die Haarlocke der Mumie in der Elbe versank
Hamburgs 9. Triennale der Photographie macht in 11 Ausstellungen das Foto
zum Medium kultureller Wiedergutmachung – und fordert eine neue Ethik des
Altruismus.
(DIR) Kunstprojekt blickt auf NSU-Terror : „Die Aufklärung ist zumindest lückenhaft“
Katharina Kohls Projekt „Gedächtnislücken#revisited“ beleuchtet die
NSU-Aufarbeitung. Ganz geklärt sind die zehn rassistischen Morde bis heute
nicht.
(DIR) Kampf gegen Genitalverstümmelung: „Ich war ja schon immer die Rebellin der Familie“
Binta Bah, die aus Gambia vor Frühehe und Beschneidung floh, hat in Bremen
den Verein Lundu gegründet, um betroffenen Frauen zu helfen.
(DIR) Schwarze Autorin über die Nachkriegszeit: „Ich wurde regelmäßig auf der Straße beschimpft“
Marion Kraft wuchs als Schwarzes Kind im rassistischen
Nachkriegsdeutschland auf. Jetzt liegt ihr biografisch inspiriertes
Romandebüt vor.
(DIR) Chronist über HSV in der NS-Zeit: „Fast alle HSV-Funktionäre waren in der NSDAP“
Der HSV hat sich dem NS-Regime gern angedient. Werner Skrentnys neues Buch
„Die Raute unterm Hakenkreuz“ bietet auch bislang unbekannte Geschichten.
(DIR) Stadtarchiv Köln: Die offene Wunde in der Stadt
Seit das Stadtarchiv vor 17 Jahren beim U-Bahn-Bau einstürzte, klafft in
Köln eine Lücke. Die Restaurierung der Archivalien wird noch lange dauern.
(DIR) Schau über eine frühe Frauenkunstschule: Frauen am Rande der Wahrnehmung
Eine Ausstellung in Stade erinnert an eine frühe private Kunstschule für
Frauen. Ab Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte sie professionelle
Ausbildung.
(DIR) Neuer Chef des Alfred-Wegener-Instituts: Auf Augenhöhe mit Alaskas Native Tribes
Polarforscher Hajo Eicken ist nach 30 Jahren in Alaska neuer Leiter des
Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts. Er setzt auf Interdisziplinarität.