# taz.de -- Koalitionsbildung in Berlin: Jetzt geht's loooos!
> Linkspartei, Grüne und SPD beginnen an diesem Montag nach zustimmenden
> Beschlüssen ihrer Parteigremien mit Koalitionsverhandlungen.
(IMG) Bild: Ab diesem Montagvormittag wollen Linkspartei, Grüne und SPD über eine Koalition verhandeln
dpa/taz | Gut sechs Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus
starten an diesem Montag um 10 Uhr Koalitionsverhandlungen zwischen
Linkspartei, Grünen und SPD. Die Dreiergespräche dürften einige Wochen
dauern, einen genauen Zeitplan gibt es nicht. Die Koalitionsverhandlungen
werden von einer Dacharbeitsgruppe aus Spitzenpolitikern der drei Parteien
geführt, hier fallen am Ende die Entscheidungen. Hinzu kommt rund ein
Dutzend Facharbeitsgruppen.
Ein Koalitionsvertrag könnte bis Dezember stehen. Sicher ist das aber
nicht. Am Ende entscheiden bei Linke und SPD die Parteimitglieder über das
Regierungsprogramm. Die Grünen wollen über eine Online-Abstimmung ein
sogenanntes digitales Meinungsbild bei ihren rund 17.500 Mitgliedern
einholen.
Das letzte Wort hat bei den Grünen zwar offiziell ein Landesparteitag mit
nur rund 180 Delegierten. Von dem wird aber erwartet, dass er sich dem
Ausgang der Mitgliederbefragung anschließt. Für diesen Parteitag haben die
Grünen bereits vier mögliche Termine [1][zwischen dem 5. Dezember und dem
16. Januar] reserviert.
Den Weg frei gemacht für diesen wichtigen Schritt der Regierungsbildung
hatte die Linkspartei am Samstag: [2][Bei einem Landesparteitag] stimmte
eine breite Mehrheit der Delegierten für Koalitionsverhandlungen. Grüne und
SPD hatten bereits am 19. Oktober zugestimmt – erstere bei einem kleinen
Parteitag, die Sozialdemokraten per Beschluss des Landesvorstands.
## Der schwarz-rote Senat amtiert vorerst weiter
Bei der [3][Abgeordnetenhaus-Wahl am 20. September] war die Linkspartei mit
25,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Es folgen CDU (18,8 Prozent), AfD
(16,3 Prozent), Grüne (14,3 Prozent) und SPD (12,1 Prozent). Die
Sozialdemokraten schnitten damit so schlecht ab wie noch nie bei einer
Abgeordnetenhauswahl.
Weiterhin im Amt ist bis zur Bildung einer neuen Regierung der bisherige
schwarz-rote Senat. Der war bei der Wiederholungswahl Mitte Februar 2023
unter Führung des damaligen CDU-Landesvorsitzenden Kai Wegner ins Amt
gekommen.
2 Nov 2026
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