# taz.de -- Mitteilung der IG Metall: VW will Gehälter bis 2030 einfrieren
       
       > Volkswagen kommt nicht zur Ruhe. Für die Beschäftigten drohen weitere
       > Einschnitte bei den Löhnen. Was bisher über die Pläne bekannt ist.
       
 (IMG) Bild: Waren schon Anfang Oktober für erfolgreiche Tarifverhandlungen auf der Straße: IG-Metall-Mitglieder in München
       
       dpa VW-Beschäftigten drohen nach Darstellung der Industriegewerkschaft
       Metall jahrelange Nullrunden beim Gehalt. Es gebe Pläne, die Gehälter der
       weltweit mehr als 660.000 Beschäftigten bis 2030 einzufrieren, schreibt die
       IG Metall [1][in einer Mitteilung auf ihrer Website]. Zuvor hatte die
       Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.
       
       „Der Europäische- und Weltkonzernbetriebsrat (E/WKBR) informierte heute im
       Intranet die Belegschaften über das Vorhaben des Konzernvorstandes“, heißt
       es in der Mitteilung. Der Konzernvorstand habe „die
       Personalverantwortlichen weltweit zu ‚Nullrunden bis 2030‘ angewiesen, also
       dazu, das aktuelle Tarifniveau einzufrieren und jegliche Entgelterhöhungen
       auszusetzen“. Diese neue Vorgabe sei bereits gültig, sie greife seit Anfang
       Oktober.
       
       Der VW-Konzern breche damit mit der bisherigen Praxis, die in den
       Personalkostenbudgets stets einen Inflationsausgleich vorgesehen und
       tarifliche Entgelterhöhungen einkalkuliert habe, kritisierte die IG Metall.
       Die [2][Gewerkschaft befürchtet Reallohnverluste] von mindestens zehn
       Prozent, sollten die Pläne verwirklicht werden.
       
       Volkswagen wollte die Angaben der Gewerkschaft nicht kommentieren. „Wir
       äußern uns nicht zu solchen Spekulationen“, sagte ein Konzernsprecher.
       
       ## Tarifverhandlungen beginnen
       
       Im Volkswagen-Konzern beginnen voraussichtlich Ende November die
       Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Verhandelt wird laut IG Metall
       sowohl über den VW-Haustarif [3][als auch über den Flächentarif der Metall-
       und Elektroindustrie], der unter anderem für Audi, MAN und Porsche greift.
       Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld.
       
       Der Europäische- und Weltkonzernbetriebsrat nannte das Vorgehen des
       Konzerns absurd, bisher fehle eine Positionierung der Arbeitgeberseite für
       die Tarifverhandlungen. Zudem würden Personalkosten nur einen Bruchteil der
       Umsatzkosten ausmachen.
       
       Erst vor knapp einem Monat hatte Volkswagen fast alle Tarifverträge vor den
       jetzt anstehenden Verhandlungen gekündigt. Der Konzernvorstand will in den
       kommenden Jahren weltweit 50.000 Stellen streichen – zusätzlich zu
       bisherigen Abbauplänen im Konzern. Darüber hinaus ist die [4][Zukunft der
       VW-Werke in Emden, Hannover und Zwickau] sowie des Audi-Standorts
       Neckarsulm über 2031 hinaus offen.
       
       19 Oct 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.igm-bei-vw.de/meldung/vw-konzernvorstand-will-jahrelange-nullrunden-fuer-belegschaften-weltweit-durchdruecken
 (DIR) [2] /DGB-Aktionstag-gegen-Sozialkuerzungen/!6216422
 (DIR) [3] /Krise-bei-Volkswagen/!6214489
 (DIR) [4] /Einigung-bei-Volkswagen/!6209939
       
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