# taz.de -- Reiches umstrittene Energiegesetze: Demo für die Energiewende
> Ein breites Bündnis ruft für Freitag zu Protesten gegen die Reform
> zentraler Energiegesetze auf. Es warnt vor dem Ausbremsen der
> Erneuerbaren.
(IMG) Bild: Das geplante Energiegesetz hat viele Gegner
Ein Bündnis aus Kommunalpolitiker:innen, Branchen- und Umweltverbänden
mobilisiert gegen die Energiegesetze von [1][Bundeswirtschaftsministerin
Katherina Reiche (CDU).] Die Organisationen rufen unter dem Motto
„Erneuerbare Energien – Ausbauen statt Ausbremsen“ für Freitagmittag zu
einer Demonstration im Berliner Regierungsviertel auf. [2][Dem Bündnis
haben sich mehr als 300 Akteure der Energiewende sowie Verbände wie der
BUND, der Nabu und der WWF angeschlossen.]
Hintergrund: Zwei umstrittene Vorhaben von Ministerin Reiche befinden sich
auf der Zielgeraden, nämlich die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG) und das Netzanschlusspaket. In der kommenden Woche sollen die Gesetze
von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden.
Bis dahin ringen Verhandler:innen von SPD und Union um Änderungen.
Umstritten sind unter anderem die vorgesehene Streichung der Förderung von
kleinen Solaranlagen, [3][ein Pachtendeckel für Windradflächen] und die
Senkung der Entschädigung für Windräder, die wegen des unzureichenden
Netzausbaus abgeschaltet werden müssen.
Viele Unternehmen aus der Erneuerbaren-Branche fürchten, dass Projekte
künftig ihre Finanzierungsgrundlage verlieren. „Das EEG will
Kosteneffizienz, Versorgungssicherheit und Klimaschutz vereinen“, sagte
Christine Falken-Großer vom Bundesverband Erneuerbare Energie. Das wolle
die Branche auch. „Aber wir sagen auch ganz klar: Mit den Entwürfen, die
aktuell im Bundestag diskutiert werden, werden wir das nicht erreichen.“
Auch Städte und Gemeinden blicken mit großer Skepsis auf Reiches
Gesetzentwürfe. „Wir Kommunen haben geliefert“, sagte Christian Porsch,
Bürgermeister der bayerischen Gemeinde Speichersdorf und Sprecher des
Appells „Zusammen erfolgreich erneuerbar“, in dem sich 300
Bürgermeister:innen zusammengeschlossen haben. Kommunen hätten Flächen
für Erneuerbare ausgewiesen, den Dialog mit Bürger:innen geführt und
bereits viel Geld für geplante neue Anlagen ausgegeben. Allein für
Oberfranken würden durch die geplanten Änderungen Investitionen von 1
Milliarde Euro auf dem Spiel stehen.
8 Oct 2026
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## AUTOREN
(DIR) Anja Krüger
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