# taz.de -- Kürzung von Elterngeld: Familienministerin Prien erwägt Kehrtwende
       
       > Die Bundesfamilienministerin will eine Kürzung der Elterngeldmonate
       > verhindern und macht Familien Hoffnung. Harsche Kritik äußert sie am
       > Tankrabatt.
       
 (IMG) Bild: Wahre Freude unter Koalitionspartnern
       
       dpa | [1][Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU)] macht Familien
       Hoffnungen, dass die geplante Kürzung der Elterngeldmonate doch nicht
       kommt. Prien sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), sie plädiere
       nach den Debatten des Sommers dafür, „dass wir uns noch mal zusammensetzen
       und schauen, ob die [2][Sparmaßnahmen beim Elterngeld] in diesem Umfang
       zielführend und gerechtfertigt sind“.
       
       Auf die Frage, ob es denkbar wäre, die Elterngeldmonate doch nicht von 14
       auf 12 Monate zu kürzen, sagte die Ministerin: „Dafür bin ich offen.“ Die
       Koalition berate derzeit über verschiedene Optionen und rechne diese mit
       Blick auf die Haushaltslage durch.
       
       Auch die Aufteilung der Elterngeldmonate zwischen den Partnern könnte sich
       laut Prien noch ändern. „Wir reden über alle Stellschrauben und haben uns
       in der Koalition noch auf kein Modell festgelegt“, sagte sie. „Wir müssen
       vor allem die Bedürfnisse der Eltern stärker in den Blick nehmen. Die
       Verkürzung auf zwölf Monate bei einer anderen Aufteilung der
       Partnerschaftsmonate ist für viele Familien nur schwer zu realisieren.“
       
       ## Kritik am Tankrabatt: „Verpufft schnell“
       
       Prien hatte im Sommer unter der Maßgabe harter Sparvorgaben einen Entwurf
       für eine [3][Elterngeldreform] ausgearbeitet. Vorgesehen ist darin eine
       Kürzung der Bezugsdauer um zwei Monate – von 14 auf 12. Für jeden
       Elternteil sind demnach je drei Monate Elterngeld reserviert. Sechs weitere
       Monate können sich die Partner untereinander aufteilen. Wenn also nur einer
       von beiden Elternzeit macht, gäbe es maximal neun Monate Hilfe vom Staat.
       Die Vorschläge stießen auf viel Kritik. Seit den Wahlniederlagen von CDU
       und SPD in den Ländern diskutieren die Koalitionäre Kurskorrekturen bei
       mehreren Reformvorhaben.
       
       Unmut äußerte Prien darüber, dass sie wegen strikter Sparvorgaben Kürzungen
       verkünden musste, während nun plötzlich Geld zur Senkung der Spritpreise da
       sei. „Das ärgert mich sehr“, sagte Prien. „Der Tankrabatt ist nur eine
       vorübergehende Maßnahme, deren Wirkung schnell verpufft. Die kostet aber
       sehr viel Geld.“ Außerdem würden die Mittel hier mit der Gießkanne
       verteilt.
       
       30 Sep 2026
       
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