# taz.de -- Nach Kritik an Israel: Mamdani stellt Plan gegen Antisemitismus in New York vor
       
       > Der Plan des New Yorker Bürgermeisters sieht zusätzliche Mittel für die
       > Sicherheit von Synagogen vor. Den israelischen Konsul überzeugt das
       > nicht.
       
 (IMG) Bild: Gegen die „Geißel des Antisemitismus“: Zohran Mamdani
       
       ap | Der [1][New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani] hat einen
       [2][umfangreichen Plan zur Bekämpfung von Antisemitismus in New York City]
       präsentiert. Vorgesehen ist unter anderem eine stärkere Finanzierung der
       Sicherheit von Synagogen, ein stärkerer Fokus auf jüdische Geschichte im
       Lehrplan öffentlicher Schulen und eine Hervorhebung wichtiger jüdischer
       Stätten im Tagesgeschäft des Bürgermeisters. Das übergeordnete Ziel der
       Initiative sei es, „die Geißel des Antisemitismus jetzt und in Zukunft zu
       konfrontieren“, sagte Mamdani am Dienstag.
       
       Mamdani sagte, nur zwölf Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner von New
       York City seien Jüdinnen und Juden. Doch diese seien die Opfer von etwa der
       Hälfte der gemeldeten Hassverbrechen in der Stadt. „Das ist nicht nur
       inakzeptabel, das ist etwas, das wir alle ändern müssen“, sagte er in einem
       Video.
       
       Kritiker haben Mamdani, dem ersten muslimischen Bürgermeister der
       Metropole, [3][Antisemitismus vorgeworfen]. Der Demokrat setzt sich seit
       langem für die Rechte der Palästinenser ein. Mamdani hat der israelischen
       Regierung einen Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen und erklärt, seine
       Kritik an Israel sei kein Antisemitismus.
       
       ## Konsul nicht überzeugt
       
       Der israelische Generalkonsul in New York, Ofir Akunis, erklärte, die
       Haltung des Bürgermeisters zu Israel habe jüdische New Yorker in Gefahr
       gebracht. „Solange Sie nicht erkennen, dass Ihre Rhetorik gegen den
       jüdischen Staat, den Sie nicht als Heimat des jüdischen Volkes anerkennen,
       der fundamentale Grund für den Anstieg des Antisemitismus in New York City
       ist, wird dieser weiter zunehmen“, schrieb Akunis auf der Plattform X.
       
       Mamdani geriet während seines Wahlkampfs 2025 in die Kritik, nachdem er
       sich geweigert hatte, sich von der Parole „Globalisiert die Intifada“ zu
       distanzieren. Den Slogan, der als Aufruf zur Gewalt gegen Juden verstanden
       werden kann, hatte er selbst nie verwendet und später erklärt, er würde
       anderen davon abraten, ihn zu äußern. Zudem blieb Mamdani im Juni einer
       jährlichen Parade zu Ehren Israels fern, die für Politiker der Stadt
       eigentlich als Pflichttermin gilt.
       
       Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschuldigte Mamdani
       in einer Rede bei den Vereinten Nationen in der vergangenen Woche, Lügen
       über Israel zu verbreiten. Er nannte Mamdani den „antisemitischen
       Bürgermeister von New York“. Mamdani hat [4][wiederholt die Verhaftung
       Netanjahus gefordert], gegen den ein Haftbefehl des Internationalen
       Strafgerichtshofs wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Gazastreifen
       vorliegt.
       
       30 Sep 2026
       
       ## LINKS
       
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 (DIR) [3] /Mamdani-und-die-Netanjahu-Festnahme/!6198138
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