# taz.de -- Erfolgreiche erneuerbare Energien: Rekord bei Solarkraft
       
       > Bereits jetzt hat die Stromerzeugung aus Photovoltaik die des ganzen
       > Vorjahres übertroffen. Die Branche warnt vor den geplanten
       > Energiegesetzen.
       
 (IMG) Bild: Viele Sonnenstunden 2025: gut für die Sonnenblumen, aber auch für die Solaranlagen
       
       Die Energiewende kommt mächtig voran – noch. Am Wochenende hat die
       Solarstromproduktion in Deutschland im laufenden Jahr die des gesamten
       Vorjahres 2025 übertroffen. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft
       (BSW-Solar) am Montag mit. Er warnt vor den Folgen der Reform der
       Energiegesetze von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
       
       Am Sonntag wurde die Marke von 90,2 erzeugten Terawattstunden Solarstrom
       erreicht. Im ganzen Jahr 2025 gab es 90,0 Terawattstunden, rund ein Fünftel
       der Stromerzeugung in Deutschland. „Solarenergie ist längst keine
       Nischentechnologie mehr“, sagt Carsten Körnig, Chef des BSW-Solar. „Sie ist
       Bürgerenergie, Unternehmensenergie und eine tragende Säule unserer
       Stromversorgung.“ Eine typische Solaranlage mit einer Leistung von 10
       Kilowatt kann nach Angaben des Verbandes eine Jahresleistung von rund
       10.000 Kilowattstunden Strom erzeugen.
       
       Der neue Rekord geht sowohl [1][auf eine außergewöhnliche hohe Zahl von
       Sonnenstunden] als auch auf den weiteren Ausbau der Photovoltaik zurück.
       Das zeigen Daten des Deutschen Wetterdienstes und der Bundesnetzagentur.
       
       „Der Solarrekord ist ein Grund zur Freude, aber kein Grund zum
       Zurücklehnen“, sagt Körnig. Die Branche fürchtet, dass der weitere Ausbau
       der Solarenergie erheblich ausgebremst wird. [2][Zurzeit berät der
       Bundestag über eine von Ministerin Reiche vorgelegte Novellierung] des
       Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) und das sogenannte Netzpaket für den
       Netzausbau.
       
       ## Kritik an EEG-Reform
       
       Die Gesetze sollen Mitte Oktober verabschiedet werden und ab 2027 gelten.
       Die Ministerin will, dass es bei Dachsolaranlagen anders als heute künftig
       keine gesicherte Vergütung mehr für den Strom geben soll, den
       Betreiber:innen ins Netz einspeisen. Nach einer Übergangsfrist von drei
       Jahren sollen Betreiber:innen ihren Strom selbst vermarkten – obwohl
       unklar ist, wie das geschehen soll.
       
       Der Solarverband fordert unter anderem, dass diese Pflicht zur sogenannten
       Direktvermarktung nicht kommt und ein verlässlicher Vergütungsrahmen
       erhalten bleibt. Die Erneuerbaren-Branche erwartet, dass die Nachfrage nach
       Dachsolaranlagen um mehr als 70 Prozent einbricht, wenn die Gesetze in der
       jetzigen Form durchkommen.
       
       28 Sep 2026
       
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 (DIR) Anja Krüger
       
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