# taz.de -- Studi-Mieten in Großstädten: Jedes zweite WG-Zimmer in Berlin kostet mehr als 650 Euro
       
       > Deutschlandweit blieben die Zimmermieten zuletzt stabil, in den
       > Millionenstädten aber ziehen sie an. Die Hauptstadt ist dabei nicht am
       > teuersten.
       
 (IMG) Bild: Aushang für die Suche eines WG-Zimmers in der Freien Universität Berlin
       
       dpa | In Berlin wurde zuletzt jedes zweite WG-Zimmer für mehr als 650 Euro
       angeboten. Das geht aus einer Auswertung des Moses Mendelssohn Instituts
       hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Berlin lag damit
       gleichauf mit Hamburg, in Köln lag der sogenannte Median bei 640 Euro.
       
       Deutlich teurer sind WG-Zimmer in München: Dort lag der Median bei 850
       Euro. Der Median teilt alle gesammelten Werte in zwei gleich große Gruppen
       auf. Die eine Hälfte der angebotenen Zimmer kostete mehr, die andere Hälfte
       weniger als dieser Wert.
       
       ## Preise steigen in Millionenstädten deutlich
       
       Deutschlandweit veränderte sich der durchschnittliche Preis für angebotene
       [1][Zimmer in Wohngemeinschaften] mit zwei oder drei Personen kaum. Er lag
       dem Moses Mendelssohn Institut zufolge bei 510 Euro nach 512 Euro vor
       Beginn des Sommersemesters 2026 im Frühjahr. „Der weitgehend stabile
       Deutschlandwert verdeckt allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den
       einzelnen Hochschulstandorten“, teilte das Institut mit.
       
       In den vier deutschen Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln
       stiegen die Mieten für Zimmer in kleineren Wohngemeinschaften nämlich
       deutlich. In den vier Städten kosteten solche Zimmer vor Beginn des
       [2][anstehenden Wintersemesters] durchschnittlich 692 Euro – und damit 23
       Euro mehr als noch ein halbes Jahr zuvor.
       
       „Für junge Menschen, die zum [3][Studium in eine andere Stadt] ziehen,
       macht es einen erheblichen Unterschied, wo sie studieren“, sagte Stefan
       Brauckmann, Geschäftsführender Direktor des Moses Mendelssohn Instituts,
       laut Mitteilung. „Ob ein WG-Zimmer 400, 500 oder 650 Euro kostet, kann
       erheblich darüber mitentscheiden, welcher Studienort überhaupt finanzierbar
       ist.“
       
       ## Preise beinhalten oft sämtliche Versorgungskosten
       
       Das Moses Mendelssohn Institut untersucht seit 2011 die Wohnungsmärkte für
       Studierende und Auszubildende. In die aktuelle Analyse wurden alle
       Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden einbezogen. Ausgewertet
       wurden öffentlich zugängliche Wohnungsangebote auf der Plattform
       wg-gesucht.de. Die Stichprobe umfasste fast 3.900 Inserate für
       Wohngemeinschaften mit zwei oder drei Personen.
       
       Nicht berücksichtigt wurden WG-Neugründungen, Tauschangebote, befristete
       Angebote und Angebote für möblierte WG-Zimmer. Bei den Angebotspreisen
       handelt es sich in der Regel um Warmmieten, zum Teil sind auch weitere
       Versorgungskosten integriert.
       
       19 Sep 2026
       
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