# taz.de -- Queeres Gedenken in Berlin: Regenbogenbank zum Gedenken an CSD-Anschlag zerstört
       
       > Nach dem Terroranschlag am CSD in Berlin sollte eine Bank zum Gedenken
       > dienen. Nun wurde sie beschädigt – und soll schnell wiederhergestellt
       > werden.
       
 (IMG) Bild: So sah sie vor ihrer Zerstörung aus: die Regenbogenbank im Tiergarten
       
       dpa | Nach dem islamistischen Terroranschlag am Christopher Street Day
       (CSD) in Berlin wurde zum Gedenken eine Bank in Regenbogenfarben
       aufgestellt – nun wurde die Bank zerstört und die farbigen Holzbohlen
       abgerissen. Das zeigte ein Foto, das der Berliner Queer-Beauftragte
       [1][Alfonso Pantisano] im Internet veröffentlichte und auf dem die bunten
       Bohlen lose herumliegen. Dazu schrieb er, dass er fassungslos sei.
       
       Nach Auskunft des Bezirksamtes Mitte wurde die Bank in der Nacht zerstört
       und im Laufe des Vormittags bereits abtransportiert. Sie solle
       wiederhergestellt werden, sagte ein Sprecher. „Diese Bank steht für unsere
       Freiheit und für die Solidarität mit der queeren Community. Wer sie
       zerstört, will ein Zeichen gegen diese Werte setzen. Unsere Grundwerte sind
       nicht verhandelbar“, so Bezirksbürgermeisterin [2][Stefanie Remlinger]. Und
       Bezirksstadtrat Christopher Schriner: „Wenn die Bank zerstört wird, bauen
       wir sie erneut auf. Und wieder. Und wieder. Denn wir überlassen den
       öffentlichen Raum nicht denjenigen, die mit Hass und Zerstörung
       einschüchtern wollen.“
       
       Das Bezirksamt hatte anstelle des Baumes, der bei dem Anschlag durch den
       Transporter des Täters zerstört wurde, einen neuen Baum gepflanzt und die
       Bank daneben gestellt. Sie sollte zum Innehalten und zur stillen
       Anteilnahme einladen.
       
       Bei dem Terroranschlag am 25. Juli war der islamistische Attentäter mit
       einem Wagen in eine Menschengruppe gefahren und gegen den Baum geprallt.
       Danach griff der 21-jährige Mann mit einer Machete weitere Menschen an,
       bevor er floh. Eine Frau wurde getötet und 31 Menschen zum Teil schwer
       verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Attentäter.
       
       1 Sep 2026
       
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