# taz.de -- Angriff auf IT des Berliner Senats: Hacker fordern offenbar Lösegeld
> Erpresser, die in das IT-System zweier Berliner Senatsverwaltungen
> eingedrungen waren, fordern Lösegeld, berichtet der RBB. Sie hatten doch
> heikle Daten abgegriffen.
(IMG) Bild: Keine Ahnnung, was passiert ist: Kai Wegner (CDU) und Florian Hauer, Chief Digital Officer (CDO), bei einer PK zum Hackerangriff
Der RBB ist sich sicher, der Senat hat es bisher nicht bestätigt: Der
Hackerangriff auf die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz
und Umwelt sowie auf die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und
Wohnen, der vor zwei Wochen bekannt wurde, ist laut dem Regionalsender zu
einem „Erpressungsfall“ geworden.
„Wie der rbb am Donnerstag aus mehreren Quellen erfuhr, ist eine
Lösegeldforderung an das Land Berlin eingegangen. Wie hoch die Summe ist,
wurde zunächst nicht bekannt“, meldete der Sender am Donnerstagabend
exklusiv. Noch sei allerdings unklar, womit die Erpresser genau drohen –
und ob es sich wirklich um jene Angreifer handele, die vor zwei Wochen das
Landesnetz attackiert hatten.
Ein Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen ist allerdings gut möglich,
wenn nicht gar wahrscheinlich. Erst diese Woche war bekannt geworden, dass
der Hackerangriff auf die Verwaltungen weitreichender war als bisher von
den Behörden zugegeben. Am Montag noch [1][hieß es im Innenausschuss], dass
[2][lediglich Geo-Daten gestohlen worden seien], die ohnehin öffentlich
waren. Am Mittwoch musste [3][Berlins „Chief Digital Officer“ Florian Hauer
jedoch zugeben], dass womöglich auch „personenbezogene oder sonstige
nichtöffentliche Daten betroffen“ sind.
Zudem erfolgte der Angriff schon einige Tage, bevor er am 14. August
bemerkt wurde und die beiden Verwaltungen vom Netz genommen wurden. „Der
Zeitpunkt des Datenabflusses lag vor der Netzabtrennung am 14. August
2026“, erklärte Hauer am Mittwoch. Laut Tagesspiegel, der bei der
Senatskanzlei nachgefragt hatte, waren die Hacker bereits eine Woche vorher
ins Landesnetz eingedrungen.
Der RBB vermeldete weiter, für Freitagvormittag sei ein Treffen der
Senatskanzlei, der Bundes- und Landessicherheitsbehörden sowie der
betroffenen Senatsverwaltungen geplant. Welche Daten genau bei dem Hack
„abgeflossen“ sind, sei weiterhin nicht bekannt. Eine „US-Spezialfirma“
helfe derzeit dem Land Berlin, das herauszufinden. Dies könne noch Monate
dauern.
28 Aug 2026
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## AUTOREN
(DIR) Susanne Memarnia
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