# taz.de -- Konzept für sichere Schulwege: Das Ende der Elterntaxis naht mit Riesenschritten
       
       > Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) will die Schulwegssicherheit erhöhen.
       > Doch Maßnahmen, die den Autoverkehr einschränken, schweben ihr nicht vor.
       
 (IMG) Bild: Was braucht es, um den Schulweg sicher zu gestalten? Ein Polizist beim Einsatz am ersten Schultag nach den Ferien
       
       Warnblinker an, zweite Reihe geparkt, Straße blockiert: Pünktlich zu Beginn
       des neuen Schuljahres sind die Elterntaxis zurück. Nach wie vor empfinden
       viele Eltern den Schulweg schlichtweg als zu gefährlich für ihre Kinder.
       
       Nun will der Senat das Problem mangelnder [1][Schulwegsicherheit]
       strukturiert angehen. Am Dienstag stellte Verkehrssenatorin Ute Bonde
       zusammen mit Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (beide CDU) das
       Konzept „Mobilitätsmanagement für Schulen in Berlin“ vor, das sie zuvor als
       Besprechungsunterlage in den Senat eingebracht hatte.
       
       Ziel sei, dass „Schüler und Schülerinnen sicher, aber auch selbständig zur
       Schule kommen“, sagte Günther-Wünsch. Dazu müsse sich „jeder Bezirk und
       jede Schule mit den Themen Verkehr und Mobilität auseinandersetzen“.
       
       Um das Ziel zu erreichen, sollen bestehende Maßnahmen gebündelt und
       ausgebaut werden. Dazu gehörten ein schulinternes Mobilitätskonzept,
       bauliche Maßnahmen wie Ampeln und Zebrastreifen sowie der Ausbau
       bestehender Schulwegspläne. „Das Mobilitätsmanagement für Schulen soll aus
       punktuellen Maßnahmen einen Kreis machen“, sagte Bonde etwas kryptisch.
       
       ## Gründliche Analyse
       
       Dafür soll die Analyse der Verkehrswege deutlich intensiviert werden. Neben
       der Auswertung der polizeilichen Unfallstatistiken sollen auch Eltern und
       Schüler ausführlich befragt werden. In einem „Mobilitätscheck“ soll die
       Schulumgebung gemeinsam mit den Schüler:innen erkundet werden. „Es geht
       uns ausdrücklich darum, Eltern und Kindern zu beteiligen“, so Bonde.
       
       Daraufhin sollen Maßnahmen abgeleitet, die zunächst in Projekten erprobt
       und dann evaluiert werden. Für Ende 2028 streben die Senatorinnen einen
       neuen Senatsbeschluss für die flächendeckende Umsetzung an – wer auch immer
       dann im Roten Rathaus sitzt. „Das Thema Schulwegsicherheit sollte keine
       parteipolitischen Farben haben“, sagte Günther-Wünsch.
       
       Tatsächlich dürfte die Ausgestaltung der noch zu entwickelnden Maßnahmen
       die größte politische Sprengkraft haben. Ute Bonde dürfte da vor allem an
       Maßnahmen denken, [2][die den Autoverkehr nicht zu sehr einschränken.] So
       präsentierte die Verkehrssenatorin stolz die Bilanz ihres Hauses.
       
       Zu Beginn des Schuljahres habe man eine umfassende Plakatkampagne
       gestartet, um Autofahrer:innen für die jüngsten
       Verkehrsteilnehmer:innen zu sensibilisieren. Im vergangenen Jahr
       seien 48 „Dialogtafeln“ berlinweit installiert worden. Dabei handelt es
       sich um Displays, die Autofahrende ermahnen, wenn sie zu schnell fahren. 26
       neue Zebrastreifen seien 2025 neu angelegt worden.
       
       Von flächendeckendem Tempo 30, einem durchgängig gepollerten Radwegenetz
       oder [3][verkehrsberuhigten Kiezblocks] berichtete die Verkehrssenatorin
       hingegen nicht.
       
       25 Aug 2026
       
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