# taz.de -- Feuer im Hohen Venn: Großeinsatz im Grenzgebiet
       
       > Seit fast einer Woche brennt das Hochmoor an der belgisch-deutschen
       > Grenze. Die Lage stabilisiert sich – die Diskussion um Klimapolitik
       > beginnt erst.
       
 (IMG) Bild: Der Boden brennt: das Moor im Hohen Venn
       
       Blaulicht, überall ist Blaulicht. Von Feuerwehrfahrzeugen, Löschzügen und
       Polizeibussen flackert es, am Rand der leeren Straßen, hinter den Kehren,
       in den steilen Anstiegen und lang gestreckten Waldstücken. Blaulicht
       schwenkt über die Bäume, die Brachen, durch den Rauch, den der Wind
       hinüberträgt, wenn er wieder einmal gedreht hat. Durch den Nebel, mit dem
       der Rauch sich vermischt, durch die Dörfer und winzigen Weiler des Hohen
       Venns, einer Hochfläche in der Grenzregion von Belgien und Deutschland.
       Selbst wenn man die Augen schließt, meint man noch, Blaulicht zu sehen.
       
       Es ist Dienstag, der fünfte Tag, seit in dem Naturgebiet an der deutschen
       Grenze [1][das größte Feuer der jüngeren belgischen Geschichte] ausbrach.
       Mehr als 3.000 seiner insgesamt 72.000 Hektar sind inzwischen betroffen,
       Heide, Wald, Hochmoor, und fünfhundert Rettungskräfte weiterhin damit
       beschäftigt, den Brand einzudämmen. Unter Kontrolle ist er zu diesem
       Zeitpunkt noch immer nicht. Seit dem frühen Morgen regnet es. Luftaufnahmen
       zeigen riesige Rauchwolken, die über den dichten Wäldern wabern.
       
       In Sourbrodt, wo nicht einmal 1.000 Menschen auf 600 Höhenmetern leben,
       laufen die Fäden des Großeinsatzes zusammen. Rund um die Wendelins-Kirche
       ist der „Poste de Commandement Opérationnel“ eingerichtet. Zivilschutz-,
       Polizei- und viele Feuerwehrfahrzeuge parken dort, unter Zeltdächern sind
       Bänke und Tische aufgebaut, unter einem anderen liegen Teile von
       Löschschläuchen bereit. Das Gemeinschaftshaus hinter der Kirche ist zum
       Aufenthaltsraum der Einsatzkräfte umfunktioniert worden, drinnen gibt es
       Snacks und Getränke, draußen stapeln sich meterweise eingeschweißte
       Getränkeflaschen.
       
       Neue Löschgruppen treffen ein, um die anderen abzulösen. Gerade biegt eine
       Gruppe Feuerwehrleute aus der südlichen Provinz Hainaut (deutsch: Hennegau)
       um die Ecke, manche von ihnen mit Gepäcktaschen, manche mit Rollkoffern,
       alle den Helm in der Hand. „Nach einem Einsatz von acht Stunden fährt eine
       Gruppe zurück in ihre Kaserne“, erklärt Niels Bouwens. Er ist
       Feuerwehr-Koordinator der Region Flandern, 20 sogenannte Unter-Zonen in der
       nördlichen Landeshälfte fallen in seine Zuständigkeit.
       
       ## Löcher im Boden
       
       Seitdem der Brand am Freitag ausbrach, ist er hier mit Unterbrechungen im
       Einsatz. Nach und nach schickten die anderen belgischen Provinzen
       Rettungskräfte ins Venn, alle spezialisiert auf Naturbrände. „Normale
       Feuerwehrleute sind dafür nicht trainiert.“
       
       Es ist früher Nachmittag. Kurz zuvor war Bouwens noch im Brandgebiet, das
       ein paar Kilometer entfernt beginnt. Die Situation dort ist noch immer
       brenzlig – nicht nur wegen der enormen Ausmaße der Flammen. Am Boden kommen
       Löschfahrzeuge manchmal kaum an das Feuer heran, und auch für die
       Rettungskräfte ist das Terrain, auf dem es oft nur Pfade statt richtiger
       Wege gibt, besonders schwer zugänglich. „Es gibt Löcher im Boden, man
       knickt schnell um, und wir haben schwere Rauchentwicklung.“
       
       Zwei Kollegen mussten deswegen schon ins Krankenhaus. Das liege am Regen,
       erklärt Bouwens: „Der ist natürlich ein großer Vorteil, aber auch ein
       Nachteil. Wegen des Rauchs können wir heute bislang nicht aus der Luft
       löschen. Eben ließen wir probeweise eine Drohne aufsteigen. Die Sicht war
       so schlecht, dass die Hubschrauber und Flugzeuge nicht starten können.“
       
       Stattdessen, berichtet Bouwens, versuchen die Einsatzkräfte das Feuer
       einzukreisen und im Zaum zu halten. Einen Graben von 20 Metern habe man
       angelegt, dort die Bäume gerodet, um, wie er das nennt, vor allem „die
       Nordostflanke zu halten, das ist ein Sorgenkind“. Worte, die den Einsatz
       nach einer Schlacht klingen lassen – und das ist es auch. „Manchmal steckt
       die Glut Meter tief im Boden. Der Torf ist wie ein trockener Schwamm, der
       sich damit vollgesaugt hat. So ein Schwelbrand ist am schwierigsten zu
       bekämpfen. In Kanada gab es mal einen, der ein Jahr anhielt. Ich hoffe, das
       wird hier nicht so sein.“
       
       Nicht nur Rettungskräfte aus ganz Belgien sind nun im Einsatz, sondern auch
       aus Deutschland, dazu kommen Hubschrauber aus den Niederlanden und
       spezielle Löschflugzeuge aus Schweden. Ab und an läuft einer der
       schwedischen Piloten durch das Koordinationszentrum an der Kirche.
       Eigentlich haben die Luft-Einsatzkräfte ihre eigene Koordinationsstelle auf
       dem Flugplatz von Spa. Noch hofft man, dass später die Sicht gut genug
       wird, um zu fliegen. Die Lage bleibt angespannt, der Wind braust immer
       wieder kräftig auf. Laut Vorhersage soll er an diesem Tag wieder aus Westen
       kommen und den Rauch damit in Richtung der deutschen Grenze blasen.
       
       In Sourbrodt sind unterdessen einige Hundert Anwohner*innen in ihre
       Häuser zurückgekehrt. Am Vorabend hat die zuständige Kommune Bütgenbach
       dafür grünes Licht gegeben. Die junge Familie von Christine und John, beide
       in den Dreißigern, mit ihren beiden kleinen Töchtern ist damit wieder
       vereint. Am Samstag, dem zweiten Tag des Brandes, fuhr Christine mit den
       Kindern zu ihrer Schwester, John blieb.
       
       „Er ist Unternehmer und wollte noch ein paar Gegestände in Sicherheit
       bringen“, sagt seine Frau. „Außerdem wurde am Abend in der Nähe schon
       eingebrochen. Die Kommune hatte auf Facebook bekannt gemacht, welche
       Straßen evakuiert waren. Das war wie eine Einladung zum Einbrechen“,
       ergänzt er, die kleine Tochter auf dem Arm.
       
       Der Abschied verlief dramatisch. „Wir hatten am Sonntag Taufe, zusammen mit
       zwei anderen Familien aus Sourbrodt, die noch näher am Venn wohnen“, sagt
       Christine. „In der Whatsapp-Gruppe zur Taufe tauchten nachmittags Berichte
       auf, dass die Kommune uns aufgefordert habe, die Koffer zu packen. Die
       Kinder waren gestresst von dem Brandgeruch, die Kleine hatte es sofort
       gemerkt, als der Wind drehte. Alles war voller Qualm.“
       
       Um vier waren einige Straßen dann schon evakuiert, erzählt Christine. „Alle
       mit Kindern gingen. Wir fuhren zu meiner Schwester, die weiter vom Feuer
       weg wohnt. Ich hatte sehr große Angst, die Jüngste weinte die ganze Zeit.
       Am nächsten Tag fuhren wir zu meiner anderen Schwester. Dann, gestern
       Abend, kam die Nachricht, dass wir zurückkehren konnten.“
       
       Während für die Menschen vor Ort im Hohen Venn die entscheidende Frage
       „Bleiben oder gehen?“ lautet, beginnt in der belgischen Öffentlichkeit die
       Debatte über die Ursachen des Brandes. Die Tageszeitung De Standaard, eine
       der größten des Landes, analysiert, die sieben für Klima zuständigen
       Minister auf den verschiedenen Ebenen des komplexen belgischen Systems
       sprächen zwar übereinstimmend von einer „Klima-Katastrophe“. Eine effektive
       Politik mit einheitlichen, vorbeugenden Klima-Maßnahmen scheitere jedoch
       eben gerade an dieser Zersplitterung.
       
       Unabhängig von der politischen Zuständigkeit, um die in Belgien mit seinen
       komplexen Strukturen so oft gestritten wird, ist offensichtlich: Der Brand
       im Hohen Venn fiel nicht vom Himmel. Die Zahl der kritischen Tage, an denen
       hitzebedingt leichter ein Brand entstehe, liegt laut der flämischen
       Umweltbehörde „Natuur en Bos“ nun knapp ein Drittel höher als 1979. Schon
       Ende des Frühjahrs, das warm und sonnig war, ertönten Warnungen aus
       Naturgebieten und -parks: Niederschlagsmangel und niedrige Pegelstände
       begünstigten Brände, ebenso wie die Vegetation, die mit den Jahren immer
       trockener geworden sei.
       
       Das Centrum voor Risicoanalyse van Klimaatverandering (CERAC)
       prognostizierte bereits 2025 in einem Report, Naturbrände würden in Belgien
       „in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren schwerer, häufiger und womöglich an
       mehreren Orten zugleich“ stattfinden. Luc Bas, der Direktor, klagt in
       diesen Tagen in belgischen Medien, man habe die CERAC-Warnungen als
       „Panikmache“ abgetan. Die Situation im Hohen Venn nennt er einen „Weckruf
       für alles, was auf uns zukommt“, Naturbrände und ihre Bekämpfung sollten
       nun eine politische Priorität werden.
       
       Auch das Belgian Wildfire Network, 2025 gegründet, das rund 2.500
       Naturbrände in den vergangenen 35 Jahren analysierte, stellte fest, „dass
       die totale Zahl an Bränden stark zugenommen hat“. Dasselbe Netzwerk, eine
       Initiative der Universitäten in Liège und Gent, legte außerdem schon im
       Frühjahr einen Bericht vor, der die kritischen Punkte der
       Naturbrand-Bekämpfung in Belgien auflistete: fehlende einheitliche
       Strategie und Erfahrung sowie eingeschränkte Kapazitäten zum Löschen aus
       der Luft. Die Situation im Hohen Venn unterstreicht diesen Befund, denn
       ohne internationale Unterstützung aus der Luft wäre man aufgeschmissen.
       
       Im internationalem Kontext reiht sich der Brand im Hohen Venn ein in das,
       was Cathelijne Stoof den „Summer of Fire“ nennt. Die Pyrogeografie-Expertin
       von der niederländischen Universität Wageningen beschäftigt sich seit 20
       Jahren mit Naturbränden und fordert schon lange, Wissen über
       „Feuer-Management“, wie sie es nennt, aus dem mediterranen ins klimatisch
       gemäßigte Europa zu bringen. Diese Notwendigkeit sieht sie nun bestätigt.
       
       Dass dieser Sommer in Bezug auf Feuer ein besonders schwerer würde, war ihr
       und ihren Forschungskollegin*innen klar. „Schon früh gab es viele
       simultane Naturbrände in verschiedenen Ländern. In Südeuropa waren diese
       eine besondere Herausforderung, weil das Feuer sich verhielt wie sonst nur
       später in der Saison. In den Niederlanden hatten wir schon im April, Mai
       große Feuer. Dazu kommen nun Deutschland, Belgien, und nicht zu vergessen
       England!“
       
       Auch Stoof betont, dass das Feuer im Venn eine besondere Herausforderung
       ist – wegen der weichen Böden, die für Löschfahrzeuge teils nicht befahrbar
       sind, den Schwelbränden an und unter der Oberfläche und den extremen
       Ausmaßen. Sie setzt nun darauf, dass dieser Sommer endlich ein Umdenken in
       Gang setzt. „In der Vergangenheit legte sich die Aufmerksamkeit aber,
       sobald es wieder zu regnen begann. Ich hoffe, das sich das nun ändern wird.
       Und Klimapolitik ist dafür essenziell.“
       
       Fürs Erste bleibt die Priorität – egal ob in Eifel oder Sauerland, den
       britischen West Midlands oder an der französischen Atlantikküste – die
       Bekämpfung der Brände. Im Fall des Hohen Venns beginnt diese in Eupen, der
       winzigen Hauptstadt der deutschsprachigen Gemeinschaft ganz im Osten
       Belgiens. Dort, unten in der Talsenke am Ufer des Flüsschens Weser, liegt
       das Kabelwerk. Zu Wochenbeginn kamen hier mehrere Hundert Tank-Lkw und
       Traktoren mit Güllefässern, die von der werkseigenen Pumpeinrichtung
       Gebrauch machten und das Wasser zum Einsatzgebiet transportierten.
       
       „Gestern waren es 400“, sagt Hermann-Josef Bernrath, der Generalsekretär
       des Kabelwerks. „Lauter Freiwillige, Unternehmer und Landwirte, eine tolle
       Zusammenarbeit. Bei der Überschwemmung der Unterstadt vor fünf Jahren war
       das auch schon so.“ Dank der Weser, die übers Werksgelände fließt, und
       einer eigenen Betriebsfeuerwehr habe man nach Ausbruch des Feuers direkt
       handeln können. „Um ein Uhr mittags brach das Feuer am Freitag aus. Gegen
       vier hatte unsere Feuerwehr eine Entnahmestelle aufgebaut, um fünf kamen
       die ersten Lkw und Traktoren.“
       
       Bernrath führt über das Werksgelände zur Weser. Am Ufer ist ein Pumpenwagen
       aufgebaut, der die Tank-Lkw beladen kann. Auch an diesem Tag wird er
       reichlich benutzt, wenn auch etwas weniger als am Vortag. Für die Traktoren
       gibt es eine eigene Entnahmestelle auf dem Personalparkplatz. „Fünf, sechs
       Minuten dauert eine Lkw-Bepumpung, Nach einer kanppen Viertelstunde können
       sie wieder hoch zum Brandgebiet fahren, das etwa 20 Minuten entfernt
       liegt“, erläutert Bernrath. „Oben füllen sie es dann in Sammelbecken, aus
       denen sich die Löschfahrzeuge bedienen.“
       
       An diesem Tag macht das Löschen freilich keinen entscheidenden Fortschritt.
       Der Rauch bleibt dicht über Wald und Moor hängen. Am späten Nachmittag wird
       entschieden, dass die Hubschrauber und Flugzeuge, die ihr Wasser meist aus
       den umliegenden Talsperren beziehen, am Boden bleiben müssen. Die Sicht
       bleibt so schlecht, dass an einen Lufteinsatz nicht zu denken ist. In
       Sourbrodt, das südlich vom Brandgebiet liegt, ist die Lage dennoch relativ
       entspannt. Wer evakuiert war, ist zurückgekehrt, die Luft erträglich.
       
       ## Grenze zu Nordrhein-Westfalen
       
       Anders sieht das in Küchelscheid aus, fünfzehn Kilometer weiter
       nordöstlich, gleich an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Je mehr es auf
       den Abend zugeht, desto stärker wird der Brandgeruch, den der Westwind
       herüberträgt. Die knapp hundert Menschen, die hier wohnen, bekommen davon
       allerdings nichts mit. Am Samstag wurden sie, genau wie die
       Einwohner*innen des Nachbarorts Leykaul, aufgefordert, ihre Häuser zu
       verlassen. Anders als in Sourbrodt gab es bislang keine Entwarnung. Und so
       liegen die Eigenheime verwaist im Abendrauch. Nichts regt sich auf den
       beiden Straßen, in den meisten Häuser sind die Rollläden heruntergelassen,
       und das Auffälligste: Alle Autos sind aus den Einfahrten verschwunden.
       Küchelscheid ist vorübergehend zum Spukdorf geworden.
       
       Nur ein schmaler Bach trennt Küchelscheid von Kalterherberg, der ersten
       deutschen Ortschaft. Zu Beginn des Feuers wurden auch hier die
       Bewohner*innen vorsorglich evakuiert, zurückgekehrt sind sie bislang
       nicht. Der Rauch liegt schwer über dem Dorf, das zum Eifelstädtchen
       Monschau gehört. Das Schild, das Besucher*innen „Willkommen im
       Luftkurort Monschau“ heißt, könnte deplatzierter nicht wirken. Die Straße
       schlängelt sich den Berg hoch, am rechten Rand liegt ein dicker gelber
       Schlauch, für alle Fälle. Oben, auf einer Wiese, ist ein kleiner
       Feuerwehr-Standort mit Löschzug. „Wir passen auf die Ortslage auf“, sagt
       einer der Männer. Für Entwarnung ist es auch hier zu früh.
       
       Einen Tag später folgt dann ein Durchbruch: Die Löschflugzeuge und
       -helikopter können wieder aufsteigen, während es am Boden gelingt, das
       Feuer vollständig einzukreisen und drumherum eine befahrbare Schneise
       anzulegen. Die Bewohner*innen von Küchelscheid und Leykaul können in
       ihre Häuser zurückkehren, ebenso ihre Nachbarn jenseits der Grenze in
       Kalterherberg. Die Lage ist nun stabilisiert, und auch die Luft, in der in
       den ersten Tagen des Feuers in der Region Wallonie Feinstaub-Rekordwerte
       gemessen wurden, deutlich besser.
       
       Der ökologische Schaden an dem in Mitteleuropa einzigartigen Gebiet, an der
       charakteristischen Vegetation und Biodiversität, wird sich erst später nach
       und nach zeigen. Deutlich ist jedoch, dass die Worte von König Philippe,
       der das Venn „ein belgisches Juwel“ nannte, als er zu Wochenbeginn Soubrodt
       besuchte, eher im Bereich des Wunschdenkens liegen. „Ich hoffe, dass sich
       die Natur regeneriert“, sprach der Monarch mit bewegter Stimme.
       
       Der Wald-Ökologe Kris Verheyen von der Universität Gent ließ im TV-Sender
       VRT von dieser Hoffnung wenig übrig: „Der Wiederaufbau dieses Moors kann
       Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte dauern.“ Moore wachsen etwa einen
       Millimeter pro Jahr – also einen Meter in tausend Jahren. Um die
       geschätzten 550.000 Tonnen CO2 zu kompensieren, die durch den Brand in die
       Atmosphäre gelangt seien, müssten in den nächsten Jahren über 3.500 Hektar
       Wald angepflanzt werden. Das allerdings sei im dicht besiedelten Belgien
       außerordentlich schwierig.
       
       Vorläufig werden im Hohen Venn die Löscharbeiten weitergehen –wochen-,
       womöglich auch noch monatelang, denn die Glutnester im Boden können lange
       nachschwelen. Das Blaulicht flackert also weiter über Bäume, die Anhöhen,
       die Senken. Unterdessen warnt die Umweltbehörde der Hauptstadtregion
       Brüssel, die Situation im dortigen Wald Forêt de Soignes sei trotz der
       jüngsten Niederschläge „sehr besorgniserregend“. Über Spezialfahrzeuge, die
       für Waldbrände geeignet seien, verfüge die Feuerwehr in Brüssel nicht.
       
       20 Aug 2026
       
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