# taz.de -- „Berlin SocialCard“ für Geflüchtete: Berlin führt die Bezahlkarte für Geflüchtete ein
> Die Länder haben sich schon 2023 auf die Einführung geeinigt. Jetzt zieht
> die Hauptstadt nach. Die Karte war im CDU-SPD-regierten Senat lange
> umstritten.
(IMG) Bild: So wie diese Musterkarte einer Bezahlkarte für Geflüchtete in Rheinland-Pfalz könnte auch das Berliner Modell aussehen
epd | Als letztes Bundesland hat Berlin die Bezahlkarte für Geflüchtete
eingeführt. Sie gilt zunächst nur für alle neu ankommenden Asylsuchenden,
wie das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten am Donnerstag in Berlin
miteilte. Diese erhalten somit keine Bargeldauszahlungen mehr. Damit soll
verhindert werden, dass Geld etwa ins Ausland fließt.
Die sogenannte „Berlin SocialCard“ funktioniert wie eine Bankkarte, mit der
die Inhaber bargeldlos bezahlen können. Pro Monat ist es dennoch möglich,
50 Euro für Erwachsene in bar abzuheben, zusätzlich 50 Euro pro Kind. Diese
Obergrenze gilt für die ersten sechs Monate. Die Karte ist in ganz
Deutschland einsetzbar, dort wo Visa akzeptiert wird.
Die SocialCard werde vorerst nicht für Asylleistungsbeziehende, die bereits
jetzt Geldleistungen erhalten, nachträglich eingeführt, hieß es weiter.
Auch Menschen mit Behinderung, die die Karte nicht barrierefrei nutzen
können, sind davon ausgenommen.
Der Präsident des Landesamtes, Steffen Weickert, hofft mit Einführung der
Bezahlkarte auf eine Entlastung der Verwaltung. Bisher hätten
Bargeldauszahlungen für Asylleistungsempfänger für viele Termine und
Vorsprachen gesorgt. Dies habe zu einer starken Belastung der Mitarbeiter
geführt.
Als Gründe für die lange Verzögerung nannte die Senatssozialverwaltung im
Frühjahr noch die Gewährleistung der IT-Sicherheit und die Schaffung
datenschutzrechtlicher Voraussetzungen. Die Einführung der Karte war im
CDU-SPD-regierten Senat lange umstritten.
13 Aug 2026
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