# taz.de -- SPD-Spitzenkandidat über Enteignungen: Steffen Krach sieht eine rote Linie
> Die Linken-Bundesvorsitzende erklärt die Enteignung von
> Immobilienkonzernen zur Bedingung für die Regierungsbeteiligung in
> Berlin. Das sieht die SPD anders.
(IMG) Bild: Mieten deckeln ist okay: Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, hängt am 2. August Wahlplakate auf
AFP | Der Spitzenkandidat der SPD zur Abgeordnetenhauswahl, Steffen Krach,
will in keine Koalition eintreten, die Enteignungen zur Bedingung macht.
„Wenn das die rote Linie ist für die Linkspartei, dann müssen sie gucken,
mit welcher Koalition sie das umsetzen wollen – mit der SPD jedenfalls
nicht“, sagte Krach am Donnerstag dem Magazin Stern.
Zuvor hatte Ines Schwerdtner, die Bundesvorsitzende der Linken, die
[1][Enteignung von Immobilienkonzernen] zur Bedingung für eine
Regierungsbeteiligung in Berlin erklärt. „Das ist für uns ganz klar: Es
wird mit der Berliner Linken in der Regierung vergesellschaftet werden“,
sagte sie im Podcast „5-Minuten-Talk“ des Stern. „Das ist für uns gar keine
Frage. Das kann ich Ihnen sehr sicher sagen.“
Krach sei „auch ein bisschen irritiert, dass eine Bundesparteivorsitzende
sich in Landesangelegenheiten einmischt“, sagte er dazu. „Ich werde
jedenfalls nicht akzeptieren, dass ich für Koalitionsverhandlungen oder für
Sondierungen in irgendeiner Form Ratschläge von der Bundesebene bekomme.“
Krach kritisierte in diesem Zusammenhang auch den kürzlichen Vorstoß der
schwarz-roten Koalition auf Bundesebene. Diese hatte Anfang Juli
vereinbart, ein gesetzliches Verbot zur Enteignung von Immobilienkonzernen
einführen zu wollen. Er habe Enteignungen als Mittel der Wohnungspolitik
immer abgelehnt, sagte Krach dem Stern – und fügte hinzu: „Ich brauche
keine Nachhilfe von der Bundesregierung bei diesem Thema.“ Der Plan habe
die Debatte unnötig neu entfacht.
In Berlin wird am 20. September das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Die Linke
hat laut Umfragen gute Chancen, mit Spitzenkandidatin Elif Eralp die erste
linke Regierende Bürgermeisterin der Hauptstadt zu stellen. Eine
rot-rot-grüne Koalition hätte voraussichtlich eine deutliche Mehrheit.
6 Aug 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Verbot-von-Vergesellschaftungen/!6194273
## TAGS
(DIR) Schwerpunkt Wahlen in Berlin
(DIR) Steffen Krach
(DIR) Die Linke Berlin
(DIR) Ines Schwerdtner
(DIR) SPD Berlin
(DIR) Bodo Ramelow
(DIR) Schwerpunkt Wahlen in Berlin
(DIR) Schwerpunkt Wahlen in Berlin
(DIR) Schwerpunkt Wahlen in Berlin
(DIR) Vergesellschaftung
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) Berlin im Mietenwahlkampf: Diese SPD braucht es nicht
Unter Steffen Krach will die SPD sowohl Partei der Mieter:innen als auch
Schutzpatron der Immobilienkonzerne sein. Das wird wohl kaum aufgehen.
(DIR) Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Ramelow für Zusammenarbeit von Linke und CDU
Wegen fehlender Mehrheiten arbeiten Linke und CDU in Thüringen seit Jahren
zusammen. Bodo Ramelow empfiehlt das nun auch dem Nachbarland
Sachsen-Anhalt.
(DIR) Wahlkampf in Berlin: Steffen Krach nimmt sich die Linke vor
Nach der Enteignungsansage der Linken-Bundesspitze fragt die SPD, wer in
der Linkspartei das Sagen hat. Kandidat Steffen Krach macht auch Druck
wegen des Russischen Hauses.
(DIR) Umfrage sieht Linke in Berlin vorn: Noch ein weiter Weg ins Rote Rathaus
Linke vorn, CDU dahinter, SPD ist Schlusslicht: In den Umfragen in Berlin
bewegt sich wenig. Möglich bleiben eine Keniakoalition und ein
Linksbündnis.
(DIR) SPD-Wahlkampf in Berlin: Krach noch viel zu leise
Linke und CDU liefern sich im Wahlkampf ein Wettrennen um Platz eins. Ganz
hinten liegt die SPD. Was heißt das für Spitzenkandidat Steffen Krach?
(DIR) Verbot von Vergesellschaftungen: Das doppelte Spiel der SPD
Beim Plan der Bundesregierung, die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen
zu verhindern, spielt die SPD eine viel größere Rolle, als bislang bekannt.
Sie folgt dem Druck der Immobilienlobby.