# taz.de -- Israelische Siedlungen im Westjordanland: Der zweite Fall von Jericho
       
       > Historische Stätten werden als Vorwand genutzt, um israelische
       > Siedlungspolitik zu legitimieren. Oft werden die Kulturschätze dabei
       > zerstört.
       
 (IMG) Bild: Die Römer waren auch schon mal da: Ruinen in Sebastia, israelisch verwaltet, palästinensisch bewohnt
       
       Als die Israeliten Jericho eroberten, soll laut der Bibel ein Wunder die
       Stadt zu Fall gebracht haben. Eine Woche umrundeten die Belagerer den
       schwer befestigten Ort am Jordan. Als die Priester am siebten Tag in ihre
       Widderhörner bliesen, sollen die Mauern zusammengestürzt sein. Das Volk
       Israel war nach der Flucht aus Ägypten im ihnen von Gott verheißenen Land
       Kanaan angekommen.
       
       Viele Jahrhunderte später überfällt am 10. Februar 2026 eine Gruppe
       israelischer Siedler einen Vorort des heutigen Jericho. Die Dutzenden
       vermummten Angreifer sind kaum weniger religiös motiviert, kommen aber mit
       weltlicheren Methoden: mit einem Bulldozer und Schusswaffen. Sie seien
       wahrscheinlich aus dem israelischen Siedleraußenposten „Armonot Farm“
       gekommen, sagt der Bewohner Ali Kaabne. Der 41-jährige Beduine steht vor
       den Trümmern seines Hauses, ein schwarzes Tuch um den Kopf geschlungen und
       deutet zu einer Ansammlung von Wohncontainern, die auf den sandgelben
       Berghängen über Jericho thront. Direkt daneben liegt eine Basis der
       israelischen Armee.
       
       Kaabne, Vater von sechs Kindern, kann wenig unternehmen. Die 13 Familien im
       Viertel haben keine Waffen. Die israelische Armee und Polizei lassen die
       Notrufe der Anwohner unbeantwortet. Die palästinensischen Sicherheitskräfte
       wagen keine Konfrontation mit Siedlern.
       
       Kaabne zeigt auf seinem Telefon Videos. Ein Bulldozer, der in ein Gebäude
       fährt. Nachbarn, die sich mit bloßen Händen den Angreifern in den Weg
       stellen. Acht Stunden lang zerstören die Siedler am hellichten Tag damals
       die einfachen Gebäude, die die Wege zwischen Dattelplantagen säumen. Die
       Wände von Kaabnes Haus klaffen bis heute offen wie ein Puppenhaus. Die
       israelische Armee erklärt auf Nachfrage, eine entsandte Patrouille habe
       Schäden an den Gebäuden festgestellt, aber „keine Verdächtigen in der
       Gegend“ gefunden.
       
       ## Fast tägliche Siedlerangriffe
       
       Der Angriff ist kein Einzelfall. Fast täglich gibt es im Westjordanland
       solche Siedlerangriffe, immer wieder werden dabei Palästinenser getötet.
       Und doch ist in Jericho etwas anders. Worum es den Angreifern ging, ist von
       Kaabnes Schlafzimmer aus zu sehen. Durch die zerstörte Wand fällt der Blick
       jetzt nach Süden auf die nahen Ruinen des Winterpalastes von König Herodes,
       erbaut vor rund 2.000 Jahren. Als die Siedler am 10. Februar den Rückzug
       antreten, postet Israels Minister für Kulturerbe, Amichai Elijahu, [1][ein
       vorab gefilmtes Video.]
       
       Darin steht der Politiker der nationalistisch-religiösen Partei „Jüdische
       Stärke“ breitbeinig auf der Palastruine und hisst eine israelische Flagge.
       Dazu kündigt er an: „Wir werden jeden Ort zerstören, der auf dem Erbe des
       jüdischen Volkes gebaut wurde. Er lässt wenig Zweifel, welche Rolle der
       archäologische Reichtum des Westjordanlandes für ihn spielt: „Wir werden
       diesen Ort jüdischer Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich machen, um
       allen zu sagen: Das ist unser Land.“ Eine Anfrage zu einem Zusammenhang
       zwischen dem Video und dem Überfall der Siedler ließ das Ministerium
       unbeantwortet.
       
       ## Auf eine offizielle Annexion verzichtet man
       
       Während die Welt auf die Kriege in Iran und Libanon schaut, treibt Israel
       in nie gekanntem Tempo die Inbesitznahme des Westjordanlands voran. Auf
       eine offizielle Annexion verzichtet man in Jerusalem nur wegen deutlicher
       Warnungen der US-Regierung. Der vielfältige archäologische Reichtum droht
       dabei, zu einem Werkzeug der Verdrängung zu werden.
       
       Damals wie heute war Jericho für seine milden Winter bekannt. Am Ausgang
       des Qelt-Tals, 200 Meter unter dem Meeresspiegel, bauten gleich mehrere
       Herrscher ihre Winterresidenzen. Quellen und Bäche aus den Bergen füllten
       große Schwimmbecken und ließen in der sonst trockenen Wüste Gärten und
       Dattelpalmen wachsen. Die Pools sind noch heute neben Kaabnes Haus zu
       sehen.
       
       Für die Stadt Jericho, die sich selbst gerne als „älteste Stadt der Welt“
       bezeichnet, stammen die Paläste eher aus der jüngeren Vergangenheit. Seit
       rund 12.000 Jahren ist das Gebiet mit einzelnen Unterbrechungen besiedelt.
       Über die Jahrtausende hinterließen Ägypter, Babylonier, Perser, Griechen
       und viele andere ihre Spuren. „Wenn wir nach der Logik des Ministers gehen
       würden, könnte Italien Anspruch auf halb Europa anmelden“, sagt Alon Arad.
       Der Archäologe und Leiter der NGO Emek Shaveh trägt ein Basecap und eine
       feine Brille und setzt sich gegen die Instrumentalisierung seines Faches
       für die israelische Siedlungspolitik ein.
       
       Denn Minister Elijahu hat längst nicht nur Jericho im Auge: Archäologische
       Orte mit jüdischem Erbe würden zunehmend nach einem klaren Muster
       entwickelt, sagt Arad. Das Ministerium selbst spricht von „Ankerorten“.
       Dort würde dann nicht nur eine ausschließlich jüdische Geschichte erzählt,
       sondern auch die lokale Bevölkerung verdrängt.
       
       Arad nennt das „touristische Siedlungen“, in Abgrenzung zu rund 250
       völkerrechtlich illegalen israelischen Siedlungen. Umgerechnet rund 5,8
       Millionen Euro habe Elijahu für die Entwicklung der Paläste in Jericho
       angekündigt. „Das wenigste davon fließt in archäologische Ausgrabungen“,
       sagt Arad. Die Mittel würden für Zufahrtsstraßen, Bushaltestellen,
       Souvenirshops und Sicherheitszäune ausgegeben.
       
       ## Hypothesen und Bibelzitate statt Fakten
       
       Ganz neu ist diese Instrumentalisierung von Archäologie nicht. Wie so ein
       Projekt am Ende aussieht, kann man bereits heute im archäologischen Park
       „Davidstadt“ in Jerusalem sehen. Südlich der heutigen Altstadt wird dort
       mitten im palästinensischen Viertel Silwan der historische Kern des antiken
       Jerusalem ausgegraben. Hunderttausenden Besuchern werden unter der Leitung
       der Siedlerorganisation Elad teils umstrittene Hypothesen über den
       jüdischen Kontext der freigelegten Orte als historische Fakten präsentiert,
       oft direkt mit biblischen Texten verknüpft. Nicht-jüdische Funde kommen
       hingegen kaum vor.
       
       In Jericho stehe dieser Prozess am Anfang, sagt Arad, während er seinen
       Rollstuhl über die Schotterpiste zur Palastruine steuert. Bisher führt nur
       eine unbefestigte Straße durch palästinensisch kontrolliertes Gebiet
       hierher. Zwei Monate nach dem Überfall beschlagnahmte die israelische Armee
       eine Zufahrtstrecke durch israelisch kontrolliertes Gebiet. „Das System hat
       die Arbeit aufgenommen“, sagt der Archäologe.
       
       Die Siedler setzten die palästinensische Bevölkerung unter Druck. Die Armee
       beschlagnahme Land mit Verweis auf die Sicherheitslage – und das
       Ministerium schaffe mit der Erschließung von Infrastruktur langfristig
       Fakten vor Ort. „Die verschiedenen Ebenen greifen perfekt ineinander“, sagt
       Arad.
       
       Seit 1967 steht das Westjordanland unter israelischer Besatzung. Die
       Oslo-Abkommen in den 1990er Jahren sollten einen Weg zu einem
       palästinensischen Staat ebnen und teilten das Gebiet in Zone A, mit
       Kontrolle durch die Palästinensische Autononmiebehörde, Zone B mit
       palästinensischer Verwaltung und geteilter Sicherheitskontrolle und Zone C,
       die unter israelischer Kontrolle ist.
       
       Letztere Zone macht rund 60 Prozent des Westjordanlands aus. Um das Bild
       einer Militärverwaltung loszuwerden, schuf Israel bereits zuvor die
       sogenannte Zivilverwaltung, die de facto aber bis heute dem
       Verteidigungsministerium untersteht. Die Überführung von immer mehr
       Aspekten des Lebens im Westjordanland in zivile Strukturen wird von der
       Siedlerbewegung und mehreren israelischen Ministern vorangetrieben.
       
       Der Schritt zerstört auch eine weitere Regelung der Oslo-Abkommen: Damals
       wurden die Hasmonäischen Paläste ausdrücklich als einer von zwölf
       archäologischen Orte mit historischer Bedeutung für Israel benannt, die
       künftig der Palästinensischen Autonomiebehörde unterstellt werden sollten.
       Für Israelis war ein Besuchsrecht vorgesehen. Online finden sich zahlreiche
       aktuelle Fotos jüdischer Besuchergruppen vor Ort.
       
       ## Minister Elijahu spricht vom „Oslo-Verbrechen“
       
       Minister Elijahu spricht in seinem Video dennoch vom „Oslo-Verbrechen“. In
       Siedlerkreisen werden seit Jahren Gerüchte gestreut, Palästinenser würden
       jüdisches Kulturerbe zerstören.
       
       Der Archäologe Arad bedauert zwar, dass die Hasmonäischen Paläste kaum für
       die Öffentlichkeit erschlossen sind, sieht aber keine Hinweise auf
       Beschädigung. „Sie stehen seit Jahrzehnten unter palästinensischer
       Kontrolle, ohne dass sich an ihrem Zustand viel verändert hat.“ Die Häuser
       im Umkreis stünden sehr wahrscheinlich auf weiteren archäologischen
       Überresten. Die einfachen und ohne tiefe Fundamente errichteten Häuser
       würden diesen aber kaum Schaden zufügen, schätzt Arad.
       
       Schaden an historischen Stätten richten hingegen zum Teil die Siedler
       selbst an: Jüngst fluteten israelische Aktivisten ein bis zu 2.000 Jahre
       altes Wasserreservoir nördlich von Jericho und erklärten es unter dem Namen
       [2][„Herodes Schwimmbecken“ und mit Dank an Minister Elijahu zu einer
       Touristenattraktion]. Das Wasser dafür entnahmen sie laut einem Bericht der
       Zeitung Haaretz mutmaßlich der Wasserversorgung eines benachbarten
       palästinensischen Dorfes. Finanzminister Bezalel Smotrich will das Projekt
       mit rund 900.000 Euro unterstützen.
       
       „6.000 archäologisch relevante Orte im Westjordanland bedeuten, dass
       vielerorts Menschen auf historischen Stätten leben“, sagt Arad. Wer deren
       Schutz über alles stelle, dürfte gar nichts mehr bauen. Stattdessen sei es
       Aufgabe des israelischen Stabsoffiziers für Archäologie, den Schutz der
       Altertümer mit den Bedürfnissen der Bewohner zu vereinbaren. Iraelische
       NGOs wie Peace Now sprechen von einer mehr als 95-prozentigen
       Ablehnungsrate für Baugenehmigungen von Palästinensern in C-Gebieten durch
       die israelische Verwaltung. Von einem Interessenausgleich kann also keine
       Rede sein.
       
       Auch die Kaabnes hatten vor 20 Jahren kaum eine andere Wahl, als ihre
       Häuser ohne Genehmigung zu errichten. Von israelischen Soldaten waren sie
       aus ihrem vorherigen Zuhause in Chan Al-Achmar an der Straße nach Jerusalem
       vertrieben worden.
       
       Trotzdem hätten sie hier in Ruhe gelebt, sagt Kaabne. Bis vor rund
       eineinhalb Jahren mit dem Außenposten auf dem Hügel die Siedler kamen.
       „Erst kamen sie mit ihren Schafen zu unseren Häusern und Gärten“, sagt
       Kaabne. Es folgen Diebstähle: ein Traktor, Schafe und Ziegen. Im Januar
       hätten sie seinen Bruder gefesselt und ihm eine Rippe gebrochen. Die
       Beschwerden bei der israelischen Polizei seien im Sande verlaufen. Der
       Außenposten auf dem Hügel hingegen wurde Anfang April als Siedlung Daya
       nach israelischem Recht legalisiert.
       
       ## Israelische Flaggen säumen den Weg ab Jericho
       
       Fährt man aus Jericho nach Nordwesten, ist der Weg gesäumt mit israelischen
       Flaggen. Die arabischen Beschilderungen wurden vielerorts übermalt. Auf
       zahlreichen Hügelkuppen thronen neue Wohncontainer von Siedlern. Rund 50
       Kilometer von Jericho entfernt liegt das palästinensische Dorf Sebastia,
       das einen ähnlichen Prozess der archäologischen Enteignung bereits seit
       etwa drei Jahren durchmacht.
       
       Neben Sebastia liegen die Ruinen einer antiken Stadt, ebenfalls einer der
       zwölf archäologischen Orte aus den Oslo-Abkommen. Als Hauptstadt des
       nördlichen Königreichs Israel um 800 v. Chr. hat sie symbolischen Wert. Sie
       hat der Region unter anderem den biblischen Namen gegeben, den die Siedler
       nutzen: Samaria.
       
       Auf dem Hügel neben dem Dorf findet sich ein historischer Schatz neben dem
       anderen: Reste von Palästen des israelischen Nordreiches. Spuren von
       Assyrern, Babyloniern. Alexander der Große zerstörte den Ort nach einem
       Aufstand und baute ihn als hellenistische Militärsiedlung wieder auf. König
       Herodes machte ihn später zu einer römischen Stadt. Bis heute zeugen davon
       ein Amphitheater und ein Tempel zu Ehren des römischen Kaisers Augustus.
       
       Bürgermeister Mohammad Azem wartet am Römischen Forum. Er trägt ein weißes
       Hemd und Schnurrbart. Eine gigantische Palästinenserflagge weht über den
       Säulenreihen. Die Restaurants ringsum sind geschlossen, die Straßen
       ausgestorben.
       
       ## Enteignet im Namen der Archäologie
       
       Im Mai 2023 kündigte die israelische Regierung an, umgerechnet 9,3
       Millionen Euro für die „Restaurierung und Entwicklung“ der Stätte
       bereitzustellen. Im Juli 2024 besetzte die Armee den Gipfel des Tel
       Sebastia, wo die meisten Funde liegen. Die Begründung: Sicherheitsbedenken.
       Am 19. November 2025 beschlagnahmte die israelische „Zivilverwaltung“ rund
       180 Hektar Land. Es war die größte Enteignung im Namen der Archäologie im
       Westjordanland bis dato.
       
       „Der Hügel jenseits des Forums ist für uns jetzt gesperrt“, sagt Azem.
       Sechs Familien hätten ihre Häuser verlassen. Einer der Mitarbeiter des
       Bürgermeisters, Dschihad Ghasal, sagt, er könne nicht mehr zu den 300
       Olivenbäumen seiner Familie gehen. Der Bauer Nihad Abu Abadi fürchtet, sein
       Haus abreißen zu müssen.
       
       „Das trifft den Tourismus und die Landwirtschaft, aber auch die historische
       Zusammengehörigkeit“, sagt Azem. Man könne die archäologischen Stätten
       innerhalb des Dorfes nicht von jenen im beschlagnahmten Gebiet trennen. Im
       Dorf Sebastia stehen Überreste aus byzantinischer Zeit sowie eine ehemalige
       Kreuzfahrerkirche, die heute eine Moschee ist. Der geplante archäologische
       Park wäre vom Dorf durch Zäune getrennt.
       
       Ginge es nach den Siedlern, würde an Orten wie Jericho und Sebastia die
       israelische Altertumsbehörde (IAA) als zivile Behörde die Kontrolle vor Ort
       übernehmen. Nicht zuletzt zeigt die Verwaltung durch Militärs nämlich auch,
       dass das Westjordanland zumindest offiziell kein Teil von Israel ist. Doch
       IAA-Chef Eli Escusido soll eine stärkere Rolle seiner Behörde im
       Westjordanland gegenüber Minister Elijahu abgelehnt haben.
       
       Allerdings endet Escusidos Amtszeit im August. Und der Minister wollte mit
       Esther Schreiber bereits eine religiöse Siedlerin als Nachfolgerin
       ernennen. Ein Prüfungsausschuss erklärte ihre Nominierung vergangene Woche
       aber für ungültig. Ihr fehlten die gesetzlichen Mindestvoraussetzungen.
       Schreiber soll zudem laut Medienberichten ihren Lebenslauf massiv geschönt
       haben. Doch dass ein Siedler bald die IAA-Leitung übernehmen wird, gilt als
       wahrscheinlich.
       
       Vom römischen Forum führt der Weg ein paar Hundert Meter zur Nabi Yahia
       Moschee, benannt nach Johannes dem Täufer, der hier beerdigt sein soll. Der
       jüdische Prediger ist Christen wie Muslimen heilig.
       
       Er sei nicht religiös, sagt Azem, während er im Innenhof der Moschee den
       Zugang zum Grab aufschließt. „Meiner Meinung nach teilen alle Religionen
       dieselbe Grundlage.“ Die biblische Geschichte von Noah etwa tauche schon im
       Gilgamesch-Epos aus Mesopotamien auf, einschließlich der Erzählung von der
       Arche.
       
       Über eine schmale Treppe geht es in eine tiefe Gruft. Vor den Grabnischen
       im Fels sagt Azem, der Großteil der palästinensischen Bevölkerung habe seit
       der Antike hier gelebt und im Laufe der Zeit viele Religionen übernommen:
       vom [3][Baal-Kult] über das Judentum, Christentum und den Islam.
       Forschungen haben ergeben, dass die engsten genetischen Verwandten der
       Misrachim – also der jüdischen Israelis mit Wurzeln in Ländern des Nahen
       Ostens und Nordafrikas – Drusen, Beduinen und Palästinenser sind.
       
       Die biblischen Narrative der Siedler seien in seinen Augen vor allem
       politische Erzählungen, die den eigenen Anspruch auf das Land rechtfertigen
       sollen. Versöhnlich klingt aber auch Azem nicht: Er respektiere die
       Abkommen, die Palästinenserführer mit Israel geschlossen haben. Eigentlich
       aber stehe das Land zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer den
       Palästinensern zu. Und doch möchte man vor allem gerne seine Worte in der
       kühlen Grabesluft nachhallen lassen: Dass Israelis und Palästinenser
       wahrscheinlich mehr gemeinsame Wurzeln haben, als vielen auf beiden Seiten
       lieb ist.
       
       Mitarbeit: Abed Qusini
       
       6 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.facebook.com/watch/?v=1960173521577703
 (DIR) [2] https://www.haaretz.com/west-bank/2026-06-15/ty-article/.premium/settlers-divert-palestinian-water-turn-ancient-west-bank-pool-into-tourism-site/0000019e-ca5a-d569-a9fe-ef7fbb980000
 (DIR) [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Baal_(Gott)
       
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