# taz.de -- Globale Aufrüstung, globaler Krieg: Schluss mit der Komplizenschaft
       
       > Leid und Zerstörung auf der einen, Profite auf der anderen Seite: Diese
       > Woche gibt es eine Demo gegen imperiale Logik und jede Menge politische
       > Musik.
       
 (IMG) Bild: Die „Ghost Bat“-Drohne von Rheinmetall und Boeing wurde bei der ILA 2026 vorgestellt
       
       Sudan, Ukraine, Gaza, Iran, Libanon – auf der Welt herrscht Krieg. Und in
       der Rüstungsindustrie knallen angesichts voller Auftragsbücher die Korken.
       Was wie ein plattes Sprachbild klingt, war in den vergangenen Tagen
       [1][erbarmungslose Wirklichkeit auf der Internationalen Luft- und
       Raumfahrtausstellung (ILA)] am Flughafen Berlin-Brandenburg.
       
       Dort wurden etwa am Stand von Elbit Deutschland, Tochter des
       [2][gleichnamigen israelischen Rüstungskonzerns], die Champagnerflaschen
       geköpft. Und vom bayerischen Unternehmen Rohde und Schwarz gab es Freibier
       und Leberkäse für alle. Bei dem Schaulaufen etablierter Konzerne –
       Rheinmetall, Boeing – und [3][neuer Defence-Tech-Start-ups], wie dem
       Berliner Drohnenhersteller „Stark Defence“, herrschte Volksfeststimmung.
       
       Tod und Zerstörung auf der einen Seite, Herrschaft und Profite auf der
       anderen: Die Messe lieferte wieder einmal genug Anschauungsmaterial über
       die Komplizenschaft des Globalen Nordens bei Leid weltweit.
       
       Dieser verheerenden Logik von Militarismus und Imperialismus wollen Gruppen
       wie „Woman* Life Freedom“ und die Interventionistische Linke etwas
       entgegensetzen. Sie rufen für Freitag zur [4][Demo „For many, for one –
       vereint gegen die globale Kriegsmaschinerie“] auf. Die Forderungen sind
       klar: keine Waffenlieferungen an Israel, keine Nutzung von deutschen
       Militärstützpunkten für US-Angriffe, keine Normalisierung der
       diplomatischen Beziehungen mit Iran. (19. Juni, 17.30 Uhr, Oranienplatz).
       
       ## Ohne Barrieren widersetzen
       
       Noch sitzt die AfD in keiner Landesregierung, trotzdem schimmert immer
       wieder durch, was droht, falls die Rechtsextremen irgendwann über exekutive
       Macht verfügen. Wie etwa letzte Woche, als die AfD [5][versuchte, einen
       antifaschistischen Jugendkongress an der TU Berlin zu canceln].
       
       Damit nie wieder Faschisten in Deutschland regieren, mobilisiert das
       Bündnis Widersetzen zum Protest gegen den AfD-Bundesparteitag am 4. Juli in
       Erfurt. Weil aber viele Menschen bei Demos und Aktionen auf
       unterschiedliche Barrieren stoßen, organisiert das Bündnis diese Woche
       [6][zwei Treffen in der Potse]. Dort können sich Personen, die
       Unterstützung benötigen, mit Teilnehmer*innen vernetzen, die supporten
       möchten. (15. und 18. Juni, 18.30 Uhr, Potse Zollgarage, Columbiadamm 10,
       12101 Berlin).
       
       ## Musik und Politik
       
       Der Tag der Sommersonnenwende ist in Berlin immer auch ein Tag für Musik
       unter freiem Himmel. Dann gibt es bei der Fête de la Musique Hunderte
       kostenlose Open-Air-Konzerte – in diesem Jahr sogar arbeitnehmerfreundlich
       am Sonntag.
       
       Ebenso musikalisch, aber mit politischem Einschlag geht es beim Squat de la
       Musique in Friedrichshain und Rummelsburg zu: Linke Hausprojekte und
       Punkkneipen veranstalten Konzerte und Soli-Partys, etwa für Rojava. (21.
       Juni, 12–22 Uhr, [7][verschiedene Orte]).
       
       15 Jun 2026
       
       ## LINKS
       
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 (DIR) [4] https://www.instagram.com/p/DZdHM7TjI6_/
 (DIR) [5] /Kongress-Take-back-the-Future/!6186657
 (DIR) [6] https://www.instagram.com/p/DZZ8m3-CB0e/
 (DIR) [7] https://www.instagram.com/p/DZCGL69iq_h/
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Hanno Fleckenstein
       
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