# taz.de -- D-Day-Rede des US-Verteidigungsministers: Hegseth spricht von „Invasion“ an Europas Küsten
       
       > Beim Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie redet der
       > Pentagon-Chef über vieles. Ein Thema, mit dem er provoziert: Migration.
       
 (IMG) Bild: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (Mi. l.) beim 82. Jahrestag des D-Day in Frankreich
       
       dpa US-Verteidigungsminister [1][Pete Hegseth] hat bei seiner Rede zum
       D-Day einen provokanten Vergleich zwischen der Landung der Alliierten 1944
       und der heutigen Migration in die EU gezogen. An den Stränden in Spanien,
       Italien, Griechenland und Bulgarien kämen heute Menschen und Schiffe an,
       die „gefährliche Ideologien“ mit sich brächten, sagte Hegseth auf dem
       US-Friedhof in Colleville-sur-Mer beim Gedenken an die Landung der
       Alliierten in der Normandie vor 82 Jahren.
       
       „Wann werden die europäischen Hauptstädte etwas gegen diese Invasion
       unternehmen, oder ist es bereits zu spät?“, fragte Hegseth weiter. Die
       Verbündeten hätten noch Zeit einzulenken, sagte er weiter.
       
       ## „Erinnerung an Helden nicht instrumentalisieren“
       
       Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Repräsentantenhaus, Hakeem
       Jeffries, kritisierte die Äußerungen des Republikaners scharf. „Tausende
       amerikanische Helden kamen am D-Day ums Leben, um die Freiheit zu
       verteidigen und den Faschismus zu besiegen. Pete Hegseth sollte das
       Gedenken an sie ehren und respektieren“, schrieb Jeffries auf der Plattform
       X. Das Gedenken dürfe nicht politisch instrumentalisiert werden, mahnte er.
       
       Der sogenannte D-Day am 6. Juni 1944 markierte den Auftakt der Befreiung
       Frankreichs und Westeuropas von der Nazi-Herrschaft. Zur Streitmacht der
       Alliierten gehörten damals vor allem US-Amerikaner, Briten, Kanadier, Polen
       und Franzosen.
       
       Die Regierung von Präsident Donald Trump hat ihre europäischen Verbündeten
       bereits wiederholt wegen angeblicher Gefahren durch eine „Invasion“ von
       Einwanderern kritisiert und wirft ihnen eine fehlgeleitete
       Migrationspolitik vor. Trumps Regierung brüstet sich in den USA mit einem
       sehr harten Vorgehen gegen Asylbewerber und Migranten ohne gültigen
       Aufenthaltstitel.
       
       ## Auch J. D. Vance hetzt gegen Migration
       
       Zuletzt hatte [2][Vizepräsident J. D. Vance] in einem X-Post zu „gerechtem
       Zorn“ aufgerufen und den Mord an einem 18-Jährigen im südenglischen
       Southampton auf eine angebliche „Masseninvasion von Migranten“
       zurückgeführt. Die britische Regierung rief in der Folge dazu auf, von
       „Spaltung, Hass oder Spannungen“ abzusehen.
       
       7 Jun 2026
       
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