# taz.de -- Pressefreiheit in den USA: „New York Times“ verklagt Pentagon
> Die Trump-Administration lässt Reporter*innen nur noch in Begleitung
> ins Pentagon. Die „NYT“ sieht ihre Militärberichterstattung verletzt und
> die Verfassung.
(IMG) Bild: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth während einer Pressekonferenz
New York ap | Die [1][New York Times] hat das US-Verteidigungsministerium
zum zweiten Mal innerhalb von fünf Monaten verklagt. Sie argumentierte am
Montag (Ortszeit) erneut, die Vorgabe, wonach Reporter*innen das
Gebäude nur in Begleitung betreten dürfen, sei „ein verfassungswidriger
Versuch des Pentagons, unabhängige Berichterstattung über militärische
Angelegenheiten zu verhindern“. „Wie wir bereits gesagt haben: Die
Amerikaner*innen haben ein Recht darauf, zu sehen, wie ihre Regierung
arbeitet und welche Maßnahmen das Militär in ihrem Namen und mit ihren
Steuergeldern ergreift“, schrieb NYT-Sprecher Charlie Stadtlander in einer
E-Mail an die AP.
Auf der Plattform X bezeichnete der Sprecher des Verteidigungsministeriums,
Sean Parnell, die Klage als „Versuch, die Hürden zu beseitigen, um an
klassifizierte Informationen zu gelangen“.
Die Klage ist Teil einer wachsenden Eskalation zwischen US-Medien und der
Regierung von Präsident Donald Trump, der sich immer wieder pressefeindlich
äußert und verhält. Die NYT erklärte, sie habe die zusätzliche Klage
eingereicht, nachdem sie das Pentagon bereits im Dezember wegen neuer
Regeln von Verteidigungsminister [2][Pete Hegseth] verklagt hatte. Die
aktuelle Klage richtet sich gegen eine Übergangsregelung, die das Pentagon
eingeführt hat, nachdem ein Bundesrichter in der ursprünglichen Klage
zugunsten der NYT entschieden hatte. Ziel sei es, die Begleitpflicht direkt
verfassungsrechtlich überprüfen zu lassen.
Im Oktober hatten Reporter*innen mehrerer Medienhäuser das Pentagon im
Zuge der neuen Vorgaben verlassen, darunter auch die New York Times. Die
Zeitung klagte erstmals im Dezember gegen die Regelung. Das
Pentagon-Pressekorps besteht inzwischen überwiegend aus konservativen
Medien, die den neuen Regeln zugestimmt haben. Journalist*innen von
Medien, die die Vorgaben ablehnten – darunter auch die Nachrichtenagentur
AP – berichten weiterhin von außerhalb des Pentagons über das Militär.
19 May 2026
## LINKS
(DIR) [1] /New-York-Times/!t5022683
(DIR) [2] /Pete-Hegseth/!t6064720
## TAGS
(DIR) Schwerpunkt Pressefreiheit
(DIR) Schwerpunkt USA unter Trump
(DIR) New York Times
(DIR) Pentagon
(DIR) GNS
(DIR) Pete Hegseth
(DIR) Schwerpunkt USA unter Trump
(DIR) Schwerpunkt USA unter Trump
(DIR) US-Medien
(DIR) Schwerpunkt Pressefreiheit
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) D-Day-Rede des US-Verteidigungsministers: Hegseth spricht von „Invasion“ an Europas Küsten
Beim Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie redet der
Pentagon-Chef über vieles. Ein Thema, mit dem er provoziert: Migration.
(DIR) Medienfreiheit eingeschränkt: Pentagon sperrt das Pressebüro für Journalist:innen
Das US-Verteidigungsministerium schränkt den Zugang für Medien weiter ein.
Das Pressebüro ist jetzt Sicherheitszone, Zutritt für Journalist:innen
verboten.
(DIR) Zollpolitik der USA: Juristische Niederlage für Donald Trump
Ein Gericht erklärt Zölle in Höhe von zehn Prozent für ungültig. Die
Regierung dürfte gegen die Entscheidung in Berufung gehen.
(DIR) Wer darf berichten?: Pentagon will Journalisten vor die Tür setzen
Das US-Verteidigungsministerium fährt eine Niederlage vor Gericht ein. Und
entscheidet sich daraufhin, den Zugang für Journalisten weiter zu
erschweren.
(DIR) Neue Beschränkungen im Journalismus: US-Pentagon gegen Pressefreiheit
Neue Regeln sollen Journalisten zwingen, ihre Berichterstattung über das
Pentagon vorab genehmigen zu lassen.