# taz.de -- Medienfreiheit eingeschränkt: Pentagon sperrt das Pressebüro für Journalist:innen
> Das US-Verteidigungsministerium schränkt den Zugang für Medien weiter
> ein. Das Pressebüro ist jetzt Sicherheitszone, Zutritt für
> Journalist:innen verboten.
(IMG) Bild: US-Kriegsminister Pete Hegseth während einer Pressekonferenz im Pentagon
kna | Das Pentagon hat den Zugang von Journalisten zu seinen Einrichtungen
nochmals erschwert. Nach den neuen Regelungen ist das Pressebüro des
US-Verteidigungsministeriums für Medienvertreter „off limits“ und darf von
diesen nicht mehr betreten werden.
Als Grund nannte Ministeriumssprecher Jose Valdez Sicherheitsbedenken, da
in den Räumlichkeiten auch Redenschreiber des Pentagons arbeiteten.
Da diese auch mit als Verschlusssache eingestuftem Material umgingen, „ist
es Journalisten nicht mehr erlaubt, den Bürobereich zu betreten“, so
Valdez. Daran sei „nichts Ungewöhnliches“, postete Valdez auf der
Online-Plattform X. Der gesamte Pressebereich sei jetzt als eine „Sensitive
Compartmented Information Facility“ (SCIF) eingestuft.
SCIFs sind normalerweise speziell abgeschirmte, abhörsichere Bereiche in
US-Behörden, in denen mit streng geheimen Informationen gearbeitet wird.
## Weitere Eskalationsstufe
Mit der Maßnahme [1][eskaliert der Umgang des US-Verteidigungsministeriums,
das von der Trump-Regierung offiziell als Kriegsministerium bezeichnet
wird, mit den Medien weiter]. Im September 2025 hatte das Pentagon von den
dort akkreditierten Pressevertretern eine schriftliche Verpflichtung
verlangt, keinerlei unautorisiertes Material zu veröffentlichen, was einer
Vorzensur gleichgekommen wäre. Diverse Medien gaben daraufhin ihre
Akkreditierungen zurück, die New York Times klagte gegen die Auflagen und
die Einschätzung des Ministeriums, nach der Journalisten grundsätzlich ein
Sicherheitsrisiko darstellten.
Im März gab ein Gericht der Zeitung in erster Instanz recht. Das Pentagon
geht aber weiter gegen dieses Urteil vor und hat bis zur endgültigen
Entscheidung verfügt, dass sich Journalisten nur noch mit einer offiziellen
Eskorte im Ministerium bewegen dürfen. Hiergegen hat die NYT im Mai erneut
Klage eingereicht.
Bis zu den gleich nach Beginn von Trumps zweiter Amtszeit als US-Präsident
verfügten Einschränkungen hatten die offiziell beim
Verteidigungsministerium akkreditierten Mitglieder des Pentagon Press Corps
weitgehende Zugangsrechte, eigene Büros auf dem Ministeriumsgelände und
konnten sich dort frei bewegen. Doch schon im letzten Herbst wurden rund 60
neue Mitglieder in das Pentagon Press Corps aufgenommen, die überwiegend
von rechtsgerichteten Medien kommen und sich zur Einhaltung der vom
Ministerium verfügten Auflagen verpflichtet haben.
[2][Vorwürfe, dass hiermit unabhängige und kritische Medien in ihrer Arbeit
behindert werden sollen], weist Ministeriumssprecher Valdez dabei so scharf
wie selbstentlarvend zurück. „Dies ist das transparenteste
Kriegsministerium der Geschichte. Kein Spin der ‚Fake News‘-Medien wird
daran etwas ändern“, so Valdez.
2 Jun 2026
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