# taz.de -- Prämie für E-Autos vom Bund: Förderprogramm für E-Autos startet
> Je kleiner das Einkommen, desto mehr Geld erhalten Käufer:innen von
> privaten neuen Elektro-Fahrzeugen. Ab heute können Anträge gestellt
> werden.
(IMG) Bild: Transporter mit E-Autos unterwegs in Duisburg: „Elektromobilität ist unsere Chance“ sagt Bundesumweltminister Carsten Schneider
Bis zu 6.000 Euro gibt der Staat nun Leuten dazu, [1][die ein E-Auto
kaufen]. Das Angebot gilt für neue Fahrzeuge, die ab Anfang 2026 erworben
wurden. Die Internetseite für die Förderung ist ab 19. Mai 2026 in Betrieb.
Anträge stellen können Privatpersonen, keine Firmen. Es geht um
vollelektrische Fahrzeuge mit Batterie, außerdem bestimmte Plug-in-Hybride
und solche mit Reichweitenverlängerung. Die neuen Autos müssen erstmals in
Deutschland zugelassen werden. Den Höchstbetrag erhalten Familien mit zwei
oder mehr Kindern, die bis zu 45.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen
erarbeiten. Antragstellende bis 90.000 Euro bekommen bis zu 4.000 Euro.
Oberhalb dieser Grenze gibt es keine Zuschüsse.
Ausgedacht hat sich die Details des Programms Bundesumweltminister Carsten
Schneider (SPD), verwaltet wird es vom Bundesamt für Wirtschaft (Bafa),
welches auch eine Hotline für die Fragen der Antragstellenden betreibt. Man
findet es unter der Adresse [2][foerderzentrale.gov.de].
Da die gesamte Prozedur ausschließlich digital abläuft, sind einige Hürden
zu nehmen. Wer einen Antrag stellen will, muss zunächst ein Konto auf der
Seite BundID eröffnen. Das ist ein staatliches Verfahren zur
Online-Identifikation, das Zugang zu mehr und mehr öffentlichen
Dienstleistungen ermöglichen soll. Bisher haben sich dort über fünf
Millionen Nutzer:innen registriert. Um das Konto einzurichten, muss man
den elektronischen Personalausweis verwenden oder sich mit dem
Finanzamtzugang Elster anmelden.
Schließlich sind einige Unterlagen hochzuladen. Steuerbescheide dienen
dazu, das Einkommen nachzuweisen. Informationen, die nicht gebraucht
werden, kann man abdecken. Auch Personen, die kein zu versteuerndes
Einkommen erwirtschaften, aber trotzdem Geld für ein neues E-Auto haben,
können Anträge stellen. Benötigt werden ferner Belege über das Kindergeld
und die Fahrzeug-Identifikationsnummer.
Es handelt sich hierzulande um den zweiten staatlichen Versuch, mittels
individuellen Zuschüssen mehr E-Autos auf die Straßen zu bringen. Die erste
Welle [3][wurde 2023 abgebrochen], weil sich die Ampelkoalition nicht
darüber einigen konnte, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Daraufhin
brachen die Verkäufe von elektrischen Fahrzeugen in Deutschland ein.
Nun geht es von vorne los. Drei Milliarden Euro stehen von 2026 bis 2029
bereit. Damit lassen sich etwa 800.000 Autos fördern, schätzt das
Umweltministerium. Bis Mitte oder Ende 2028 müssten sich die
Interessent:innen keine Sorgen machen, ob genug Geld vorhanden sei,
heißt es. Aber irgendwann sind die Mittel dann auch weg. Ob die nächste
Regierung das Programm verlängert, weiß man heute nicht.
„Wir tun mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt, für die
Autoindustrie und für die Haushalte, die sich sonst kein Elektroauto
leisten könnten“, sagte Minister Schneider, „Elektromobilität ist unsere
Chance, unabhängig zu werden von teurem Diesel und Benzin.“
19 May 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Elektromobilitaet/!6174206
(DIR) [2] https://foerderzentrale.gov.de/
(DIR) [3] /Staatliche-Foerderung-von-E-Auto-Kauf/!5980554
## AUTOREN
(DIR) Hannes Koch
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