# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: USA und Iran liefern sich Gefechte in der Straße von Hormus
> Trotz der neuen Kämpfe am Persischen Golf sagt Trump, die Waffenruhe im
> Iran-Krieg sei weiterhin in Kraft. Eine Umfrage zeigt, wie die Welt die
> USA sieht.
(IMG) Bild: So viel Zeit muss sein zwischen all den Kriegen: Trump besichtigt seine Renovierungsarbeiten am Lincoln Memorial Reflecting Pool in Washington, 7. Mai
## USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi
Die USA fordern den Iran auf, die schwer erkrankte iranische
Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi
sofort aus dem Gefängnis freizulassen. Die inhaftierte 54-Jährige müsse die
nötige Behandlung bekommen, die Welt schaue zu, schrieb der im
US-Außenministerium für Menschenrechte zuständige Spitzenbeamte Riley
Barnes auf der Plattform X. „Sie befindet sich nun in kritischem Zustand
und erhält eine völlig unzureichende medizinische Versorgung“, fügte er
hinzu. Am Dienstag hatten Unterstützer Mohammadis mitgeteilt, sie schwebe
„zwischen Leben und Tod“. (dpa)
## Umfrage: Image der USA bröckelt weltweit
Das internationale Ansehen der USA hat unter Präsident Donald Trump laut
einer Umfrage deutlich gelitten. In Europa werden die Vereinigten Staaten
dabei am negativsten wahrgenommen, zeigt die jährlich erscheinende Studie
zur Wahrnehmung der Demokratie („Democracy Perception Index“), die die
Organisation Alliance of Democracies des früheren Nato-Generalsekretärs
Anders Fogh Rasmussen vor einem Demokratiegipfel in Kopenhagen
veröffentlicht hat. China dagegen werde in jeder Region der Welt inzwischen
im Durchschnitt positiver bewertet als die USA, hieß es.
Bei der Befragung in diesem Frühjahr rutschte das Image der USA weltweit
von einem Wert von minus 5 Prozent im Vorjahr noch weiter auf minus 16 ab.
Damit ist Russland (minus 11 Prozent) inzwischen im Durchschnitt beliebter.
Auf schlechtere Werte als die USA kamen nur Israel, Nordkorea, Afghanistan
und Iran. Die Befragten in Deutschland nahmen Russland (minus 56 Prozent)
dagegen noch kritischer wahr als die USA (minus 46 Prozent). Sehr negativ
blickten sie auch auf China (minus 35 Prozent) und Israel (minus 36
Prozent). Auch auf die Frage, welches Land nach Meinung der Befragten die
größte Bedrohung für die Welt darstellt, wurden die USA den Verfassern der
Studie zufolge weltweit am häufigsten genannt, gefolgt von Russland. (dpa)
## Trump: Waffenruhe mit Teheran gilt trotz Gefechten in der Straße von
Hormus weiterhin
Trotz neuer Gefechte in der Straße von Hormus ist die Waffenruhe zwischen
den USA und Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump weiterhin in
Kraft. Auf eine Journalistenfrage in Washington, ob die Feuerpause trotz
der Kämpfe noch gelte, antwortete Trump am Donnerstag (Ortszeit): „Ja.“
Zuvor hatte das für die Golfregion zuständige Zentralkommando (Centcom)
mitgeteilt, die US-Streitkräfte hätten iranische Militäreinrichtungen
angegriffen. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) meldeten derweil
Angriffe aus dem Iran. Centcom erklärte, es habe sich um
„Selbstverteidigungsschläge“ der US-Streitkräfte gehandelt, nachdem Iran
drei US-Kriegsschiffe mit Raketen, Drohnen und Booten attackiert habe, die
die Straße von Hormus durchfahren hätten. „Centcom sucht keine Eskalation,
bleibt aber in Position und bereit, US-Streitkräfte zu schützen“, hieß es
weiter.
Mit ihren Angriffen auf die drei US-Kriegsschiffe habe Teheran die USA „auf
die leichte Schulter genommen“, sagte Trump. „Wir haben sie vernichtend
geschlagen“, fügte er hinzu. Die iranischen Angriffe auf die US-Zerstörer
bezeichnete er als „Bagatelle“. In seinem Onlinedienst Truth Social drohte
Trump dem Iran zugleich mit weiteren Angriffen, sollte nicht bald ein
Abkommen geschlossen werden. „Wir werden sie in Zukunft viel härter und
viel gewaltsamer ausschalten, wenn sie ihr Abkommen nicht schnell
unterzeichnen“, erklärte er. (afp)
## Wackelnde Waffenruhe: USA greifen Ziele in Iran an
Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran wird auf eine neue Probe gestellt:
Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Straße von Hormus hat
das US-Militär als Vergeltung Ziele in der Islamischen Republik
angegriffen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando
(Centcom) der US-Streitkräfte auf der Plattform X mit. Das iranische
Militär warf den USA vor, damit die ohnehin fragile Waffenruhe verletzt zu
haben. Kurz darauf meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die
Abwehr neuer iranischer Angriffe.
US-Präsident Donald Trump forderte Iran nach den Schlägen auf iranische
Ziele erneut unter Drohungen auf, „schnell“ eine Friedensvereinbarung zu
unterzeichnen. Die seit rund einem Monat bestehende Waffenruhe gelte aber
trotz der Angriffe weiter. „US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische
Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung, als
Lenkwaffenzerstörer der US-Marine am 7. Mai die Straße von Hormus in
Richtung Golf von Oman durchquerten“, erklärte Centcom. Iranische
Streitkräfte hätten mehrere Raketen abgefeuert und Drohnen sowie kleine
Boote eingesetzt, als die drei US-Schiffe die Meerenge passiert hätten. Es
seien keine US-Einheiten getroffen worden. (dpa)
## Emirate melden Abwehr neuer iranischer Luftangriffe
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind eigenen Angaben zufolge
erneut von Iran angegriffen worden. Die Luftverteidigung wehre derzeit
Raketen- und Drohnenangriffe aus Iran ab, teilte das
Verteidigungsministerium mit. Die Katastrophenschutzbehörde rief die
Bevölkerung auf der Plattform X dazu auf, an einem sicheren Ort zu bleiben
und auf offiziellen Warnungen zu achten. Anwohner sollten herabfallende
Trümmer nicht anfassen oder fotografieren und sich ihnen auch nicht nähern.
Zu den Zielen der iranischen Angriffe gab es zunächst keine Informationen.
(dpa)
## Medien: US-Ministerium prüft möglichen Insiderhandel im Irankrieg
Das US-Justizministerium untersucht Medienberichten zufolge eine Reihe von
verdächtigen Transaktionen auf dem Ölmarkt, die kurz vor Ankündigungen von
Präsident Donald Trump und anderen Regierungsvertretern getätigt wurden.
Dabei gehe es um mindestens vier Geschäfte, bei denen Händler während des
Irankriegs mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Mrd. Euro) auf
fallende Ölpreise gesetzt hätten, berichteten die US-Sender ABC News und
NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die
Wetten seien jeweils kurz vor neuen Ankündigungen Trumps oder iranischer
Regierungsvertreter platziert worden, hieß es. Auch die für
Rohstoffgeschäfte zuständige Bundesbehörde Commodity Futures Trading
Commission (CFTC) sei in die Ermittlungen involviert. (dpa)
## Trump droht Iran mit „noch gewaltsameren“ Angriffen
Nach gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und Iran in der Straße von
Hormus erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck auf die Islamische
Republik weiter. „So wie wir sie heute wieder ausgeschaltet haben, werden
wir sie in Zukunft noch viel härter und noch viel gewaltsamer ausschalten,
wenn sie nicht schnell ihr Abkommen unterzeichnen“, drohte Trump in den
sozialen Medien. In seinem Beitrag beschrieb Trump auch die Szene der
Angriffe und wurde dabei fast poetisch, als er zerstörte Drohnen beschrieb,
die „wunderschön ins Meer hinabstürzten, ganz ähnlich einem Schmetterling,
der in sein Grab sinkt“.
Am Donnerstag hatte das US-Militär mitgeteilt, es habe iranische Angriffe
auf drei Kriegsschiffe der US-Marine abgewehrt und im Gegenzug „iranische
Militäreinrichtungen ins Visier genommen, die für Angriffe auf
US-Streitkräfte verantwortlich sind“. (ap)
## Behörden: Mindestens 12 Tote bei israelischen Angriffen im Süden des
Libanon
Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des
libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens zwölf Menschen getötet
worden. Elf Menschen, darunter zwei Kinder, seien bei Bombenangriffen auf
drei Ortschaften in der Region Nabatijah getötet worden, erklärte das
Ministerium am Donnerstag. Bei einem Angriff in der Region Maradschajun
wurde demnach ein Mitarbeiter eines der pro-iranischen Hisbollah-Miliz
nahestehenden Rettungsdiensts getötet. (afp)
## Iran: Freie Passage der Straße von Hormus nur bei Kriegsende
Iran knüpft eine freie Passage der Straße von Hormus nach Angaben von
UN-Botschafter Amir Saeid Iravani an ein Ende des Krieges und der
US-Blockade. Er betonte, Iran bleibe „uneingeschränkt bereit, den normalen
Schiffsverkehr wiederherzustellen und die Freiheit der Schifffahrt in der
Straße von Hormus sicherzustellen – vorausgesetzt, der Krieg wird dauerhaft
beendet und die rechtswidrige Blockade aufgehoben“. Dies sei die „einzige
praktikable Lösung“, sagte Iravani weiter. In einer Erklärung vor
UN-Reportern kritisierte er die Vereinigten Staaten und verbündete
Golfstaaten scharf für den Vorschlag einer Resolution, den er als „zutiefst
fehlerhaften, einseitigen und politisch motivierten Resolutionsentwurf zur
Lage in und um die Straße von Hormus“ bezeichnete.
Die Resolution des UN-Sicherheitsrats droht Iran mit Sanktionen oder
anderen Maßnahmen, falls das Land die Angriffe auf Schiffe in der
strategisch wichtigen Wasserstraße nicht einstellt, angebliche „illegale
Gebühren“ nicht aussetzt und die Platzierung aller Minen in der Meerenge
nicht offenlegt. Iravani warnte, die Verabschiedung der Resolution würde
„die Durchsetzungsbefugnisse des Sicherheitsrats politisieren“, und
forderte die UN-Mitgliedstaaten auf, den Entwurf nicht mitzutragen sowie
die Mitglieder des Sicherheitsrats, ihn abzulehnen. (ap)
## USA und Iran beschießen sich in Straße von Hormus
Trotz Waffenruhe haben sich die USA und Iran gegenseitig in der Straße von
Hormus beschossen. „US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische
Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung“, teilte das
für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) des US-Militärs
auf der Plattform X mit. Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf
US-Kriegsschiffe und machte dafür US-Attacken auf einen iranischen Öltanker
verantwortlich. (dpa)
## Iranische Medien berichten von Schusswechsel mit dem „Feind“
Auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus ist es nach einem Bericht
iranischer Staatsmedien zu einem Schusswechsel zwischen iranischen
Streitkräften und dem „Feind“ gekommen. Die halbamtlichen iranischen
Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten am Donnerstag zudem von
Explosionen in der Nähe der Stadt Bandar Abbas. Was die Detonationen
ausgelöst hat, war unklar. Auch im Westen des Landes seien laute Geräusche
und Abwehrfeuer zu hören gewesen, hieß es in den Berichten. Das für den
Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) äußerte sich auf
Nachfrage nicht.
Gheschm ist die größte iranische Insel im Persischen Golf. Auf ihr leben
etwa 150.000 Menschen. Dort befindet sich eine Meerwasserentsalzungsanlage.
Zwischen den USA und Iran gilt seit gut einem Monat eine Waffenruhe. In der
angespannten Lage um die Straße von Hormus hatte Iran aber in dieser Woche
mehrfach Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen. (ap)
8 May 2026
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