# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump sieht Einigung in Sicht – und droht wieder
       
       > Der US-Präsident redet von einem möglichen Deal. Iran soll Verzicht auf
       > Atomwaffen zugestimmt haben. Iran sagt, das sei eine überzogene
       > Darstellung.
       
 (IMG) Bild: Darum geht es: Reaktorgebäude des Kernkraftwerks Buschehr im Iran
       
       ## Trump hält Einigung in den kommenden Tagen für möglich und droht
       
       Eine Einigung über ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach Einschätzung
       von US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich. Zugleich aber
       drohte Trump dem Iran in einem Interview des Senders PBS erneut: Falls es
       keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran „in Grund und
       Boden zu bombardieren“.
       
       Trump sagte dem US-Sender PBS laut Mitschrift eines Telefoninterviews, eine
       Einigung mit dem Iran könne möglicherweise noch vor seiner für kommende
       Woche geplanten China-Reise zustande kommen. Man sei „sehr nah dran“.
       
       Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus bezeichnete er die jüngsten
       Gespräche mit dem Iran als „sehr gut“. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass
       wir einen Deal machen werden“, sagte er. (dpa)
       
       ## Iran soll laut Trump Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt haben
       
       Bei der US-Forderung einer Einschränkung des iranischen Atomprogramms gibt
       es nach Trumps Angaben Bewegung. Er sagte im Weißen Haus, der Iran habe
       zugesichert, keine Atomwaffen anzustreben. „Iran darf keine Atomwaffe haben
       (…) und sie haben dem zugestimmt“, sagte er. Das wurde allerdings von
       iranischer Seite nicht aktuell bestätigt. Die Führung in Teheran beteuert
       allerdings seit vielen Jahren, dass Irans Atomprogramm rein ziviler Natur
       sei.
       
       Trump sagte weiter, Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten zugestimmt
       – welche das sein sollen, ließ der Republikaner offen. Auch Israels
       Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte, oberstes Ziel bleibe die
       vollständige Entfernung des hochangereicherten Urans aus dem Iran sowie der
       Abbau seiner Anreicherungskapazitäten. (dpa)
       
       Der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer seines Landes,
       Mohammed Bagher Ghalibaf, schien sich über Trumps optimistische Prognosen
       zu einer Einigung lustig zu machen. Auf der Plattform X schrieb er mit
       Blick auf Trumps jüngste Äußerungen, die Operation Vertrauen sei
       gescheitert, nun gehe es wieder um den Modus der Täuschung. (dpa)
       
       ## Iran weist Trumps Aussage als überzogen zurück
       
       Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai hat laut iranischer
       Nachrichtenagentur Isna Berichte als überzogen zurückgewiesen, wonach beide
       Kriegsparteien kurz vor dem Abschluss eines Abkommens stünden.
       
       Derzeit wartet das Weiße Haus laut Medienberichten auf eine Reaktion Irans
       auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten. Ziel ist es dabei
       unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu
       schaffen, um den Krieg zu beenden. (dpa)
       
       ## Israel greift Vorort von Beirut an
       
       Die israelische Luftwaffe hat erstmals seit Beginn einer Waffenruhe mit der
       proiranischen Hisbollah-Miliz vor drei Wochen wieder in einem Vorort der
       libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Ziel war nach israelischen
       Angaben ein ranghoher Kommandeur der Radwan-Einheit der Hisbollah. Der
       israelische TV-Sender Chadschot 13 berichtete, nach israelischen
       Informationen seien der Radwan-Kommandeur Malek Balut, sein Stellvertreter
       sowie weitere Radwan-Kämpfer getötet worden. Hisbollah-Kreise bestätigten
       der Deutschen Presse-Agentur, dass bei dem Angriff ein Kommandeur getötet
       worden sei.
       
       Der Krieg im Libanon hängt eng mit dem Irankrieg zusammen, weil der Iran
       der wichtigste Unterstützer der Hisbollah ist. Ob der jüngste Angriff die
       Verhandlungen über ein Ende des Irankriegs beeinflussen wird, war zunächst
       ungewiss. (rtr)
       
       7 May 2026
       
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