# taz.de -- Hohe Energiepreise durch den Irankrieg: Der Strompreis bleibt stabil
> Während die Gas- und Ölpreise wegen des Irankrieges teurer werden, bleibt
> der Strompreis stabil. Der Grund: der Ausbau der erneuerbaren Energien.
(IMG) Bild: Dank erneuerbarer Energien bleiben die Strompreise stabil
Strom ist im März billiger geworden und auch im April dürften die
Strompreise weiter sinken. Während der Irankrieg [1][für steigende Gas- und
Ölpreise sorgt], bleiben die Preise an der Strombörse stabil. Das zeigen
Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. Der Grund dafür
ist der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Beginn des Frühlings, in
dem sowohl Windkraft- als auch Solaranlagen viel Strom produzieren.
Da der Irankrieg am 28. Februar begann, zeigen die monatlichen Statistiken
des Fraunhofer ISE sauber die Auswirkungen auf die Energiepreise. Zwischen
Februar und März seien die Gaspreise um 48 Prozent gestiegen, sagt Bruno
Burger vom Fraunhofer-Institut. Die Börsenstrompreise [2][sanken dagegen um
0,7 Prozent]. Und das, obwohl der Gaspreis sich auch dort auswirkt: Etwa 20
Prozent des Stroms wurde im Februar von Gaskraftwerken produziert, im März
waren es immer noch 12 Prozent.
Zur besseren Vergleichbarkeit zeigt die Grafik die Kosten für die
Produktion einer Megawattstunde Strom durch Gaskraftwerke. Grob
überschlagen braucht es dafür zwei Megawattstunden Gas, da etwa die Hälfte
der Energie als Wärme verloren geht. Hinzu kommen Kosten für
Emissionszertifikate.
Mit dem Ende des Winters ist der Anteil der erneuerbaren Energien am
Strommix stetig angestiegen. Von etwa 51 Prozent Strom aus Wind, Sonne und
anderen klimafreundlichen Quellen im Januar stieg der Anteil im März auf
fast 60 Prozent. „Die hohen Anteile der erneuerbaren Energien haben den
Strompreis von dem Gaspreis nahezu entkoppelt“, [3][kommentiert Burger].
„Wenn der Gaspreis nicht gestiegen wäre, wäre der Strompreis im März sogar
leicht gesunken.“
## Strompreis wird wohl weiter sinken
Mit den steigenden Sonnenstunden ist der Strompreis an der Börse bereits im
April deutlich gesunken. Dieser Effekt dürfte im Sommer noch viel weiter
ansteigen: Im Juni 2025 kamen gut 77 Prozent des Stroms aus erneuerbaren
Quellen und wird dieses Jahr wohl noch höher sein, da es inzwischen auch
mehr Solaranlagen gibt.
Vom Strompreis an der Börse profitieren in erster Linie große Firmen, die
für die Produktion Strom einkaufen. Verbraucher:innen haben meist
Stromverträge, in denen die Preise langfristig festgelegt sind. Diese sind
in den vergangenen Wochen leicht gestiegen, aber auch hier haben
erneuerbare Energien einen steilen Preisanstieg wie bei Benzin oder Heizöl
verhindert.
19 Apr 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Modifizierung-der-Antirassismusgesetze/!6171798
(DIR) [2] https://www.energy-charts.info/charts/price_average/chart.htm?l=de&c=DE&month=-1
(DIR) [3] https://www.youtube.com/watch?v=vIsasXpk02c
## AUTOREN
(DIR) Lalon Sander
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