# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump kündigt US-Blockade der Straße von Hormus an
       
       > Die US-Marine soll Schiffe abfangen, die Iran an der Straße von Hormus
       > Gebühr bezahlen. Papst fordert in Friedensappell Waffenruhe im Libanon.
       
 (IMG) Bild: Straße von Hormus
       
       ## Trump: USA werden Schiffe in der Straße von Hormus abfangen
       
       US-Präsident Donald Trump hat die Marine seines Landes nach eigenen Angaben
       angewiesen, Schiffe abzufangen, die dem Iran eine Gebühr für die Durchfahrt
       durch die Straße von Hormus entrichtet haben. Die Marine sei angewiesen,
       „jedes Schiff in internationalen Gewässern zu suchen und zu beschlagnahmen,
       das eine Gebühr an den Iran entrichtet hat“, schrieb Trump am Sonntag in
       sozialen Medien. „Niemand, der eine illegale Maut bezahlt, wird eine
       sichere Passage auf hoher See haben.“ Der Iran hatte nach Beginn der
       amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar die Straße von Hormus
       praktisch blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten
       Rohöls verschifft wird. Inzwischen lässt er zwar wieder einige Schiffe
       durchfahren, beansprucht aber die Kontrolle bei der Auswahl der Schiffe und
       ihrer Ladung. (ap)
       
       ## US-Vizepräsident Vance in Ramstein zwischengelandet
       
       US-Vizepräsident J.D. Vance hat einen Zwischenstopp auf der
       US-Luftwaffenbasis im pfälzischen Ramstein eingelegt. Vance war auf dem
       Rückweg von den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der
       pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Auf Fotos sieht man den Republikaner,
       wie er mit einem Pappbecher in der Hand über das Rollfeld lief. Laut
       mitreisenden Journalisten handelte es sich um einen geplanten Tankstopp.
       Die Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg hatten
       am frühen Sonntagmorgen ohne Einigung geendet. Vance, der die Verhandlungen
       in Islamabad für die USA führte, sagte nicht, was genau die Knackpunkte
       waren. Er gab lediglich an, man habe bislang nicht gesehen, dass sich der
       Iran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu
       entwickeln. (dpa)
       
       ## Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ein
       
       Nach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche zwischen den USA und dem Iran
       über ein Kriegsende stellt Israel sich nach Medienberichten auf eine
       Wiederaufnahme der Kämpfe ein. Das israelische Nachrichtenportal „ynet“
       berichtete, Generalstabschef Ejal Zamir habe die israelischen Streitkräfte
       angewiesen, unverzüglich in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft
       überzugehen. Das Militär solle sich „auf die Möglichkeit einer
       kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen vorbereiten“,
       hieß es. Eine Entscheidung für einen militärischen Einsatz sei jedoch noch
       nicht getroffen. Ein israelischer Militärsprecher sagte auf Anfrage, man
       prüfe den Bericht.
       
       Auch der israelische Kan-Sender berichtete unter Berufung auf einen
       ranghohen israelischen Regierungsvertreter, Israel sei gemeinsam mit den
       USA bereit für eine Wiederaufnahme des Kriegs gegen den Iran. Der
       israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Samstagabend
       gesagt, die Kampagne im Iran sei weiterhin nicht beendet. Laut „ynet“ hat
       die Armee Gefechtsvorbereitungen ähnlich wie vor den beiden Iran-Kriegen –
       dem jüngsten und dem im letzten Jahr – aufgenommen. Dabei würden „sämtliche
       Planungs- und Umsetzungsprozesse beschleunigt“. Es sei Anweisung erteilt
       worden, eine hohe Einsatzbereitschaft in allen Bereichen
       aufrechtzuerhalten, Reaktionszeiten zu verkürzen und operative Lücken zu
       schließen, hieß es weiter in dem Bericht. (dpa)
       
       ## Putin und iranischer Präsident beraten über US-Iran-Gespräche
       
       Der russische Präsident Wladimir Putin und sein iranischer Amtskollege
       Massud Peseschkian erörtern in einem Telefonat die Gespräche zwischen dem
       Iran und den USA in Islamabad. Dies meldet die russische Nachrichtenagentur
       Interfax. Russland sei bereit, bei einer Lösung des Konflikts im Nahen
       Osten zu vermitteln, erklärt Putin dem Bericht zufolge. (rtr)
       
       ## Iran verlangt weiter Kontrolle über die Straße von Hormus
       
       Der Iran besteht nach Angaben von Vizepräsident Mohammed Resa Aref auf
       Kriegsreparationen und der Kontrolle der Straße von Hormus. Die iranische
       Delegation habe bei den gescheiterten Gesprächen in Islamabad von den USA
       die Anerkennung einer iranischen Kontrolle über die Meerenge gefordert,
       durch die Schiffe normalerweise ein Fünftel des weltweit geförderten Erdöls
       transportieren, schrieb Aref am Sonntag in sozialen Medien. Außerdem
       verlange Teheran eine Entschädigung für die durch die US-amerikanischen und
       israelischen Angriffe verursachten Schäden. „Das sind die Rechte des
       (iranischen) Volkes“, erklärte Aref. „Dies ist unser festes Bekenntnis zu
       einem starken Iran.“ (ap)
       
       ## Papst fordert Waffenruhe im Libanon
       
       Papst Leo XIV. hat eine Waffenruhe auch im Libanon gefordert. Er fühle sich
       den Menschen dort so nahe wie nie zuvor, sagte der Papst am Sonntag. Er
       rief alle Seiten auf, die Kämpfe zu beenden und sich um Frieden zu bemühen.
       Der Papst mahnte zur Einhaltung des Völkerrechts. „Der Grundsatz der
       Menschlichkeit, der im Gewissen eines jeden Menschen verankert und im
       Völkerrecht anerkannt ist, beinhaltet die moralische Verpflichtung, die
       Zivilbevölkerung vor den grausamen Auswirkungen des Krieges zu schützen“,
       sagte er und erinnerte auch an den Krieg in der Ukraine und den Bürgerkrieg
       im Sudan. (ap)
       
       ## Libanesische Medien melden sechs Tote nach israelischem Angriff
       
       Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind Staatsmedien zufolge
       sechs Menschen getötet worden. Die Attacke habe Sonntagmorgen ohne
       Vorwarnung ein Haus in Maarub getroffen, in dem sieben Menschen lebten,
       meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Das israelische Militär
       äußerte sich zunächst nicht. (ap)
       
       ## Iranischer Unterhändler gibt USA Schuld am Scheitern von Gesprächen
       
       Der iranische Chefunterhändler bei den Friedensgesprächen in Pakistan hat
       die USA für den ergebnislosen Ausgang des Treffens verantwortlich gemacht.
       Der Iran habe während der 21 Stunden langen Verhandlungen „zukunftsweisende
       Initiativen“ vorgelegt, schrieb Parlamentspräsident Mohammed Bagher
       Ghalibaf im Kurznachrichtendienst X. Die USA hätten jedoch nicht das
       Vertrauen der iranischen Seite gewinnen können. Sie müssten jetzt
       entscheiden, ob sie das überhaupt wollten. Konkreter wurde Ghalibaf nicht.
       Iranische Staatsmedien hatten berichtet, die wichtigsten Streitpunkte seien
       das iranische Atomprogramm und die Durchfahrt durch die Meerenge von Hormus
       gewesen, durch die Schiffe normalerweise ein Fünftel des weltweit
       geförderten Erdöls transportieren. (ap)
       
       ## Kalibaf: Iran hat den USA „zukunftsweisende Initiativen“ unterbreitet
       
       Der Iran hat nach den Worten von Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf
       den USA bei den Gesprächen in Islamabad „zukunftsweisende Initiativen“
       unterbreitet. „Die USA haben die Logik und die Prinzipien des Irans
       verstanden,“ schreibt Kalibaf auf der Online-Plattform X. „Es ist an der
       Zeit, dass sie entscheiden, ob sie unser Vertrauen verdienen können oder
       nicht.“ In dieser Runde der Verhandlungen in Pakistan hätten die USA
       allerdings nicht das Vertrauen der iranischen Delegation gewonnen. Kalibaf
       dankte dem Nachbarland Pakistan für seine [1][Bemühungen, den
       Verhandlungsprozess zu erleichtern]. Er führte zusammen mit Außenminister
       Abbas Araghtschi die iranische Delegation an. An der Spitze der
       US-Delegation stand Vizepräsident JD Vance. (rtr)
       
       ## Iran: Mit USA uneinig in zwei zentralen Punkten
       
       Bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA unter Vermittlung
       Pakistans waren sich die Kriegsparteien nach iranischen Angaben in zwei
       zentralen Punkten uneinig. „Wir haben in einer Reihe von Fragen eine
       Einigung erzielt. Die Realität sieht jedoch so aus, dass bei zwei zentralen
       Themen die Positionen zu weit auseinander lagen und letztendlich keine
       Einigung erzielt werden konnte“, sagte der Sprecher von Irans
       Außenministerium, Ismail Baghai, dem Staatssender Irib. Um welche Themen es
       sich handelte, sagte er nicht. Zuvor hatte Baghai auf der Plattform X
       geschrieben, es sei bei den Gesprächen um die Straße von Hormus, die
       Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende
       des Krieges gegangen. Zu verhindern, dass der Iran jemals eine Atombombe
       entwickeln kann, sowie [2][die Öffnung der für den Ölhandel wichtigen
       Straße von Hormus] sind zentrale Anliegen der USA.
       
       Baghai schloss weitere Verhandlungen mit den USA nicht aus. Auf die Frage
       der Reporterin, ob die Diplomatie beendet oder noch im Gange sei, sagte er:
       „Es hört nie auf. Diplomatie ist stets ein Instrument zur Sicherung und
       Wahrung nationaler Interessen, und Diplomaten müssen ihre Pflichten unter
       allen Umständen erfüllen, sei es in Kriegs- oder in Friedenszeiten.“ Es
       habe eine Atmosphäre des Misstrauens geherrscht. Daher sei ohnehin nie
       realistisch gewesen zu erwarten, dass in einer einzigen Sitzung eine
       Einigung erzielt werden könne. Dennoch habe das Treffen mehr als 20 Stunden
       gedauert, so Baghai. Die Themen seien sehr komplex. (dpa)
       
       ## Saudi-Arabien: Ost-West-Pipeline wieder mit voller Förderkapazität
       
       Saudi-Arabien hat die volle Förderkapazität seiner Ost-West-Pipeline
       wiederhergestellt. Die Kapazität liege nun wieder bei rund sieben Millionen
       Barrel pro Tag, teilt das Energieministerium mit. Die während des Krieges
       der USA und Israels gegen den Iran angegriffenen Energieanlagen und die
       Pipeline hätten ihre Betriebskapazität wiedererlangt. Wer die Angriffe
       ausgeführt hat, lässt Saudi-Arabien offen. Das saudiarabische Militär hat
       jedoch in den vergangenen Wochen zahlreiche iranische Raketen und Drohnen
       abgefangen. Die Angriffe hatten auch den Betrieb wichtiger Öl-, Gas-,
       Raffinerie-, Petrochemie- und Stromanlagen in Riad, der Ostprovinz und der
       Industriestadt Janbu gestört. (rtr)
       
       ## Indonesiens Präsident will mit Putin über Öllieferungen sprechen
       
       Der indonesische Präsident Prabowo Subianto will am Sonntag nach Russland
       aufbrechen, um mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin über die
       Lieferung von Öl an Indonesien zu sprechen. Subianto werde am Sonntagabend
       abreisen, erklärte das Präsidialamt in der Hauptstadt Jakarta am Sonntag.
       „Er wird Präsident Putin treffen und über geopolitische Fragen und sicher
       auch über die Energiesituation sprechen“, hatte Außenminister Sugiono am
       Samstag über die bevorstehende Reise gesagt. Öl sei von „strategischer
       Bedeutung für die indonesische Nation“. Wegen der weltweit steigenden
       Ölpreise in Folge des Iran-Kriegs steht Indonesien unter starkem Druck. Die
       größte Volkswirtschaft in Südostasien hat Treibstoff rationiert und
       empfiehlt Beamten, im Homeoffice zu arbeiten, um Benzin zu sparen. Die
       Regierung hat versprochen, die Treibstoffpreise nicht weiter steigen zu
       lassen. (afp)
       
       ## Israel: Weitere Gespräche zwischen USA und Iran sind Option
       
       Nach Einschätzung Israels sind weitere Gespräche zwischen den USA und dem
       Iran möglich. Dies sei eine Option, sagt der israelische
       Sicherheitsminister Seew Elkin dem Armeehörfunk. Zugleich warnt er: „Die
       Iraner spielen mit dem Feuer.“ (rtr)
       
       ## Insider: Beide Delegationen haben Islamabad verlassen
       
       Die Delegationen der USA und des Irans haben die pakistanische Hauptstadt
       Islamabad verlassen. Beide seien auf der Heimreise, sagt ein pakistanischer
       Insider. (rtr)
       
       ## Pakistan ruft USA und Iran zu Einhaltung von Waffenruhe auf
       
       Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran
       hat der Vermittler Pakistan beide Länder aufgefordert, weiter die
       vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. Dies sei „zwingend erforderlich“, sagte
       der pakistanische Außenminister Ishaq Dar am Sonntag. Pakistan werde weiter
       als Vermittler dienen, um den „Dialog“ zwischen Washington und Teheran zu
       ermöglichen. Auch Australien forderte eine Fortsetzung der Feuerpause im
       Nahen Osten. (afp)
       
       ## Teheran: „Niemand“ rechnete mit Ende des Iran-Krieges nach einer
       Gesprächsrunde
       
       Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen über ein Ende des
       Iran-Krieges hat das iranische Außenministerium die in die diplomatischen
       Bemühungen gesetzten Erwartungen heruntergespielt. „Natürlich hätten wir
       von Anfang an nicht damit rechnen dürfen, in einer einzigen Runde eine
       Einigung zu erzielen. Niemand hatte eine solche Erwartung“, erklärte
       Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei am Sonntag im staatlichen iranischen
       Fernsehen. Die direkten Gespräche zwischen Delegationen aus Washington und
       Teheran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad seien „von einer
       Atmosphäre des Misstrauens“ geprägt gewesen. Zugleich äußerte sich Bakaei
       zuversichtlich über eine Fortführung von diplomatischen Bemühungen. Teheran
       sei „zuversichtlich, dass die Kontakte zwischen uns und Pakistan sowie
       unseren anderen Freunden in der Region fortgesetzt werden“. (afp)
       
       ## Papst Leo XIV. richtet eindringlichen Friedensappell an die Welt
       
       Papst Leo XIV. hat einen eindringlichen Aufruf zum Frieden formuliert.
       „Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes!
       Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!“, sagte
       der Papst am Samstagabend während eines von ihm initiierten Friedensgebets
       im Petersdom in Rom. Das Gleichgewicht in der Menschheitsfamilie sei schwer
       erschüttert, sagte Leo. „Sogar der heilige Name Gottes, des Gottes des
       Lebens, wird für Todesreden herangezogen.“ Anfang März waren Aufnahmen aus
       dem Weißen Haus veröffentlicht worden, die zeigen, wie mehrere Geistliche
       mit dem US-Präsidenten Donald Trump um göttlichen Beistand für diesen
       beteten. „Wer betet, ist sich seiner Grenzen bewusst“, sagte der Papst am
       Samstagabend im Petersdom, „er tötet nicht und droht nicht mit dem Tod.“
       Dem Tod unterworfen sei, wer dem lebendigen Gott den Rücken gekehrt habe,
       „um sich selbst und seine eigene Macht zum stummen, blinden und tauben
       Götzen zu machen, dem alle Werte geopfert werden und der verlangt, dass die
       ganze Welt vor ihm die Knie beugt“.
       
       Am Dienstag hatte Leo die Drohung Trumps mit der Auslöschung einer ganzen
       Zivilisation, die dieser kurz vor einer Einigung auf eine Waffenruhe mit
       dem Iran ausgesprochen hatte, als „inakzeptabel“ bezeichnet. Ein
       „Krümelchen Glaube“ genüge, führte der Papst am Samstagabend aus, um „als
       Menschheit und mit Menschlichkeit dieser dramatischen Stunde der Geschichte
       zu begegnen.“ Papst Leo erwähnte Trump in seiner Ansprache am Samstag nicht
       namentlich, richtete sich aber an die „Regierenden aller Nationen“. „Ihnen
       rufen wir zu: Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden“, sagte Leo und
       ergänzte: „Setzt euch an den Tisch des Dialogs und der Vermittlung, nicht
       an die Tische, an denen die Aufrüstung geplant und tödliche Maßnahmen
       beschlossen werden!“ Mit dem Gebet hätten die Gläubigen einen „Damm gegen
       jene Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und
       aggressiver werden“, erklärte der Papst in seiner Ansprache nach dem
       Rosenkranzgebet. (epd)
       
       ## Insider: Iran ohne Zeitdruck
       
       Nach den jüngsten ergebnislosen Verhandlungen hat es der Iran einem Insider
       zufolge mit weiteren Gesprächen nicht eilig. Solange die USA keinem
       vernünftigen Abkommen zustimmten, werde sich an der Lage in der Straße von
       Hormus nichts ändern, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung
       auf eine mit dem Vorgang vertraute Person. Das iranische Außenministerium
       begründet das vorläufige Scheitern der Verhandlungen Medienberichten
       zufolge mit einer Atmosphäre des Misstrauens. Man habe sich ‌zwar in
       mehreren Punkten verständigt, bei zwei wichtigen Themen seien die Ansichten
       jedoch auseinandergegangen, erklärt das Ministerium. Daher habe man ohnehin
       nicht erwartet, bereits in der ersten Sitzung eine Einigung zu erzielen.
       Die Konsultationen zwischen dem Iran, Pakistan und „unseren anderen
       Freunden“ in der Region werden dem Ministerium zufolge unterdessen
       fortgesetzt. (rtr)
       
       ## Vorerst keine Einigung zwischen USA und Iran
       
       Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung
       Pakistans sind am frühen Sonntagmorgen ohne greifbares Ergebnis zu Ende
       gegangen. Nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance wurde bei den
       Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad keine Einigung
       erzielt. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommen wird, war zunächst
       nicht bekannt. Man verlasse nun den Ort der Verhandlungen und lasse einen
       Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte
       Vance. Der US-Vize bestieg nach Angaben anwesender Journalisten noch am
       Morgen ein Flugzeug in Richtung USA. Teheran plane keine weitere
       Verhandlungsrunde, berichtete die iranischen Nachrichtenagentur Fars unter
       Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle.
       
       Nach 21 Stunden Verhandlungen hätte sich die iranische Seite dazu
       entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance. Die
       USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten
       man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen. Der US-Vize sagte nicht im
       Detail, was genau die Knackpunkte waren. Er sagte lediglich, man habe
       bislang nicht gesehen, dass sich der Iran grundlegend dazu verpflichte,
       langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln. „Wir hoffen, dass wir es noch
       sehen werden.“ Während der Verhandlungen sei er in ständigem Kontakt mit
       US-Präsident Donald Trump gewesen, sagte Vance weiter. (dpa)
       
       ## Iran: Straße von Hormus und Reparationen zentrale Themen
       
       Bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung
       Pakistans sind iranischen Angaben zufolge zentrale Themen wie die Straße
       von Hormus, die Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen
       sowie ein Ende des Krieges in der Region zur Sprache gekommen. Es sei ein
       „arbeitsreicher und langer Tag“ für die Delegation der Islamischen Republik
       in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gewesen, schrieb der Sprecher
       von Irans Außenministerium, Ismail Baghai, in den frühen Morgenstunden auf
       X.
       
       Von Samstagmorgen bis in den Sonntag hinein hätten „intensive
       Verhandlungen“ stattgefunden. Dabei seien „zahlreiche Nachrichten und
       Texte“ zwischen den beiden Seiten ausgetauscht worden. Der Erfolg des
       diplomatischen Prozesses hänge aber „von der Ernsthaftigkeit und dem guten
       Willen der Gegenseite ab, von überzogenen und unzulässigen Forderungen
       abzusehen und die legitimen Rechte und Interessen des Irans anzuerkennen“,
       schrieb Baghai weiter. Pakistan dankte er für die Ausrichtung der
       Gespräche. Über eine mögliche Fortsetzung der Gespräche äußerte er sich
       nicht. (dpa)
       
       ## Iranische Medien: Gespräche mit USA gehen am Sonntag weiter
       
       Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung von Pakistan
       sollen am heutigen Sonntag fortgesetzt werden. Das berichteten die
       iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim, Fars und Irna übereinstimmend in
       der Nacht. Rund 14 Stunden nach Beginn des Treffens in der pakistanischen
       Hauptstadt Islamabad war demnach eine direkte Verhandlungsrunde in den
       frühen Morgenstunden zu Ende gegangen. Expertenteams sollten den Angaben
       zufolge nun zunächst weitere Verhandlungstexte austauschen. Aus den USA
       hieß es von einem hochrangigen Beamten im Weißen Haus, auch nach 15 Stunden
       gingen die Gespräche weiter. (dpa)
       
       ## Netanjahu: Wir haben Irans Atom- und Raketenprogramm zerstört
       
       Israel und die USA haben nach Worten des israelischen Regierungschefs
       Benjamin Netanjahu bei ihren Angriffen auf den Iran das Atom- und
       Raketenprogramm des Landes zerstört. „Es ist uns gelungen, Irans
       Atomprogramm und sein Raketenprogramm zu zerschlagen“, sagte Netanjahu am
       Samstagabend in einer Fernsehansprache. Der Iran verfüge inzwischen über
       „keine funktionierende Urananreicherungsanlage“ mehr. Außerdem seien die
       meisten iranischen Raketenproduktionsstätten zerstört worden, sagte
       Netanjahu weiter. „Sie haben noch Raketen, sie haben noch Lager, aber das
       schrumpft.“ Die Ende Februar gestarteten US-israelischen Luftangriffe auf
       den Iran hätten „riesige Erfolge“ erzielt, sagte Netanjahu weiter. Das
       zeige sich auch in der Schwächung der iranischen Führung und ihrer
       regionalen Verbündeten. „Sie drohten uns mit der Vernichtung – und jetzt
       kämpfen sie selbst um ihr Überleben.“ (afp)
       
       ## Trump spielt Verhandlungen mit Iran herunter
       
       US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung der laufenden Gespräche mit dem
       Iran heruntergespielt. Ob es einen Deal gebe oder nicht, mache für ihn
       keinen Unterschied, sagte Trump am Samstag vor Reportern vor dem Weißen
       Haus. Eine US-Delegation um Vizepräsident JD Vance verhandelt seit Samstag
       mit einer iranischen Delegation unter der Führung von Parlamentspräsident
       Mohammad Bagher Ghalibaf in Pakistans Hauptstadt Islamabad.
       
       Dabei geht es darum, wie die Waffenruhe vorangebracht werden kann, die
       [3][durch tiefe Differenzen und unverminderte Kämpfe im Libanon] brüchig
       geworden ist. „Schauen wir, was passiert – vielleicht schließen sie einen
       Deal, vielleicht auch nicht“, sagte Trump in Washington. „Es spielt keine
       Rolle. Aus Sicht Amerikas gewinnen wir.“ Zugleich sprach Trump von „sehr
       tiefgehenden Verhandlungen“ mit dem Iran. Das US-Militär suche aktuell in
       der Straße von Hormus nach Minen, ergänzte er. Die für den Transport
       fossiler Energieträger wichtige Meerenge ist weiterhin faktisch für die
       meisten Frachter geschlossen, die Öl und Gas aus dem Persischen Golf
       transportieren. (ap)
       
       ## Iran: Werden „starke Antwort“ auf Kriegsschiff-Durchfahrungen in Hormus
       geben
       
       Die iranischen Revolutionsgarden werden von iranischen Medien mit ‌den
       Worten zitiert, es sei nur nicht-militärischen Schiffen erlaubt, die Straße
       von Hormus ‌zu durchfahren. Die Erlaubnis gelte zudem nur unter
       spezifischen Bedingungen. Auf jeden Versuch, die Wasserstraße mit einem
       Kriegsschiff zu durchfahren, werde der Iran eine „starke Antwort“ geben.
       (rtr)
       
       ## Iran-Gespräche dauern an
       
       Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA dauern in Pakistan auch nach
       Mitternacht (Ortszeit) an. Mehr als acht Stunden nach Auftakt der Gespräche
       kamen die Verhandlungsführer am Austragungsort in der pakistanischen
       Hauptstadt Islamabad zu einem weiteren direkten Treffen zusammen, wie die
       staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. Es sei die „letzte
       Gelegenheit“, einen gemeinsamen Rahmen mit den Amerikanern zu finden, hieß
       es. (dpa)
       
       ## Katar will Schifffahrtsaktivitäten wieder aufnehmen
       
       Katar will seine Seeschifffahrtsaktivitäten in vollem Umfang wieder
       aufnehmen. Ab diesem Sonntag solle von 6.00 bis 18.00 Uhr wieder regulärer
       Betrieb gelten, teilte das Verkehrsministerium am Samstag mit. Der
       Beschluss soll demnach auf „alle Kategorien von Schiffen und
       Transportmitteln auf See“ ausgeweitet werden. Das Ministerium forderte die
       Betreiber in einer Mitteilung zudem auf, die Sicherheitsprotokolle
       einzuhalten. Zunächst war unklar, ob die Entscheidung bedeutet, dass
       katarische Schiffe die Straße von Hormus wieder passieren dürfen, die bis
       Samstag faktisch weiter geschlossen war. (ap)
       
       ## Tausende bei Anti-Kriegs-Demo in Tel Aviv
       
       Tausende Menschen haben in Tel Aviv an einer Anti-Kriegs-Demonstration
       teilgenommen. Der Kundgebung ging eine Lockerung der Kriegsbeschränkungen
       in weiten Teilen Israels voraus. Die Demonstranten versammelten sich am
       Samstagabend auf dem zentralen Habima-Platz und reckten Transparente in die
       Höhe, auf denen zu einem Ende von Israels „ewigem Krieg“ aufgerufen wurde.
       Viele skandierten: „Mehr Leid im Libanon wird uns keine Sicherheit
       bringen.“ Unter den Protestierenden war Ifat Kalderon, deren Cousin Ofer
       Kalderon nach dem von der Hamas angeführten Terrorangriff auf Israel am 7.
       Oktober 2023 von der Extremistengruppe im Gazastreifen als Geisel gehalten
       und im vergangenen Jahr freigelassen wurde. Sie sei zu der Demonstration
       gekommen, um ein Ende der israelischen Kriege „im Iran, im Libanon und im
       Gazastreifen“ zu fordern, sagte sie der Nachrichtenagentur AP.
       
       Der Krieg mit dem Iran habe keine positiven Ergebnisse gebracht. „Die
       Realität ist dieselbe wie zuvor, vielleicht sogar schlimmer. Wir müssen
       alles in Abkommen überführen, wir können nicht dauerhaft im Krieg leben“,
       mahnte Kalderon. Bei einer kleineren Protestveranstaltung am Wochenende
       zuvor während Raketenangriffen aus dem Iran und dem Jemen hatte die Polizei
       die Demonstranten unter Gewaltanwendung zerstreut und mindestens 17
       Menschen festgenommen. Das Vorgehen der Behörden wurde mit
       Sicherheitsbeschränkungen begründet. (ap)
       
       ## Teheran dementiert Durchfahrt von US-Kriegsschiffen durch Straße von
       Hormus
       
       Der Iran hat Angaben des US-Militärs dementiert, wonach am Samstag zwei
       US-Kriegsschiffe die Straße von Hormus durchquerten. Die entsprechenden
       Angaben des für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom
       würden „scharf zurückgewiesen“, erklärte der iranische Armeesprecher
       Ebrahim Zolfaghari am Samstagabend nach Angaben des Staatsfernsehens. „Die
       Entscheidung über die Durchfahrt von welchem Schiff auch immer liegt bei
       den Streitkräften der Islamischen Republik des Irans“, betonte er.
       
       Zuvor hatte das US-Militärkommando Centcom erklärt, dass zwei Kriegsschiffe
       am Samstag die Straße von Hormus durchquert hätten. Damit sollten
       Vorbereitungen dafür getroffen werden, dass die wichtige Seefahrtstraße von
       Minen geräumt werden könne. Die beiden US-Kriegsschiffe seien Teil einer
       „umfassenderen Mission, die sicherstellen soll, dass die Straße vollständig
       von den zuvor von den iranischen Revolutionsgarden verlegten Seeminen
       befreit wird“, hieß es in der Centcom-Erklärung weiter. (afp)
       
       ## Netanjahu: Wollen echtes Friedensabkommen mit dem Libanon
       
       Israel strebt nach den Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu
       ein „echtes Friedensabkommen“ mit dem Libanon an. Dieses solle „über
       Generationen halten“, sagte er in einer Videobotschaft mit Blick auf
       anstehende Verhandlungen in Washington am Dienstag. Ein solcher Ausgang der
       Gespräche gilt allerdings als ungewiss. Netanjahu bekräftigte gleichzeitig,
       Israel kämpfe weiter gegen die libanesische Hisbollah-Miliz, bis die
       Sicherheit der Ortschaften im Norden Israels gewährleistet sei. Seit
       Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März habe Israel mehrere Hundert
       Hisbollah-Kämpfer getötet. „Als Ergebnis der Stärke, die wir demonstriert
       haben, hat sich der Libanon innerhalb des vergangenen Monats mehrmals an
       uns gewandt“, sagte Netanjahu. Anliegen sei dabei gewesen, „direkte
       Friedensgespräche aufzunehmen“. Er habe dies gebilligt, unter zwei
       Bedingungen: Die Entwaffnung der Hisbollah und die Vereinbarung eines
       echten Friedensabkommens, das Bestand haben werde. Auch weitere Länder
       innerhalb und außerhalb der Region hätten sich an Israel gewandt, „weil sie
       unsere Stärke sehen“.
       
       Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal
       seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Die
       libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und der
       israelische Botschafter in Washington, Jechiel Leiter, sollen diese am
       Dienstag aufnehmen. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der
       Vergangenheit und seit Ausbruch des jüngsten Krieges zwischen Israel und
       der Hisbollah mehrfach ein Interesse daran bekundet. Die mit dem Iran
       verbündete Hisbollah hat sich bisher entschieden dagegengestellt. (dpa)
       
       12 Apr 2026
       
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