# taz.de -- Stiftung Warentest und ADAC warnen: Kindersitze versagen im Crashtest
       
       > Im Online-Handel werden Kindersitze der chinesischen Firma Lettas unter
       > mehreren Namen angeboten. Technisch sind sie fast baugleich – und extrem
       > unsicher.
       
 (IMG) Bild: Crashtest mit Kindersitz: Nicht alle Produkte halten, was sie versprechen (Symbolfoto)
       
       afp/taz | Die Stiftung Warentest und der ADAC warnen vor mehreren
       Autositzmodellen für Kinder. Die Modelle versagten demnach in einem
       Frontalcrash-Szenario, wie der Automobilclub und die Stiftung am Mittwoch
       mitteilten. Bei Crashversuchen hätten diese Sitze „gravierende Mängel“
       aufgewiesen. Die Tester raten dazu, die Sitze ab sofort nicht mehr zu
       benutzen.
       
       Laut der Stiftung Warentest handelt es sich um eine Gruppe baugleicher
       Kindersitze, die unter verschiedenen Namen vertrieben werden – sogenannte
       White-Label-Produkte – und die Zulassungsnummer E8 0313715 tragen. Außerdem
       geht es um die Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2 plus Basisstation Mink
       FX2. „Wer einen der betroffenen Sitze bereits gekauft hat, sollte ihn ab
       sofort nicht mehr nutzen und sich an den jeweiligen Anbieter wenden“,
       erklärte die Stiftung Warentest.
       
       Dabei würden die Hersteller und Händler unterschiedlich reagieren:
       Kinderkraft biete einen kostenlosen Umtausch oder vollständige
       Rückerstattung an, Kunden sollten sich dafür per E-Mail bei
       [1][safety@kinderkraft.com] melden, gab die Stiftung an.
       
       „Der Hersteller der Klonsitze, die chinesische Firma Yangzhou Lettas Baby
       Product CO., LTD, verweist auf sein Kundenserviceteam“, führte die Stiftung
       aus. Dem ADAC teilte Lettas mit, „dass man bereits seit Januar einige
       Verbesserungen an den Sitzen vorgenommen habe, die das Sicherheitsproblem
       betreffen“.
       
       ## „Reecle 360“, „Ding Aiden 360“, „Kidiz 360“
       
       Schon beim letzten Test im Jahr 2025 hatte der ADAC vor dem Sitz mit dem
       Namen „Reecle 360“ gewarnt, weil sich die Sitzschale [2][bei den
       Unfalltests] vom restlichen Sitz gelöst und durch den Innenraum des Autos
       geflogen war. Der Automobilclub erklärte, er habe später herausgefunden,
       dass es sich um ein White-Label-Produkt handelt – also eines, das baugleich
       unter mehreren Namen angeboten wird.
       
       Der [3][Kindersitz mit europäischer Zulassung] kann auf der Plattform
       Alibaba nach Kundenwunsch individualisiert und in größerer Stückzahl
       bestellt werden. „Dies haben offenbar einige Händler getan“, das Sitzmodell
       finde sich deshalb eben unter verschiedenen Namen auf diversen
       Online-Verkaufsportalen wieder. Zum Beispiel: „Ding Aiden 360“, „Kidiz
       360“, „Kids Zone i-Size 360“, „Buf Boof Tweety Plus“, „Miophy i-Size 360“,
       „Xomax 946i“ oder „Lettas i-Size 360“.
       
       Der Vertrieb von White-Label-Produkten sei grundsätzlich üblich, Eltern
       sollten sich vor dem Kauf über unabhängige Testergebnisse informieren,
       [4][riet der ADAC].
       
       8 Apr 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /safety@kinderkraft.com
 (DIR) [2] /Geschichte-der-Bioethik-in-Deutschland/!6102583
 (DIR) [3] /Reisen-mit-Kindern/!6164064
 (DIR) [4] https://presse.adac.de/meldungen/adac-ev/tests/adac-warnt-vor-white-label-kindersitzen.html
       
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