# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump: „Ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben“
> Vor Ablauf seines Ultimatums droht der US-Präsident Iran, die
> Revolutionsgarden drohen mit Angriffen jenseits der Golfregion. Israel
> greift Brücken an.
(IMG) Bild: Überreste eines Gebäudes der Scharif-Universität für Technologie in Teheran, das durch einen US-israelischen Angriff zerstört wurde
## Weißes Haus: Vance hat dem Iran nicht mit Atomwaffen gedroht
Das Weiße Haus hat bestritten, dass die US-Regierung dem Iran mit dem
Einsatz von Atomwaffen gedroht hat. Das Weiße Haus kommentierte am Dienstag
im Onlinedienst X den Videoclip einer Rede von Vizepräsident J. D. Vance in
Budapest. Darin sagt Vance in Richtung Iran: „Wir haben Werkzeuge im
Kasten, deren Einsatz wir bisher noch nicht beschlossen haben.“ Von einigen
Nutzern auf X wurden die Worte des Vizepräsidenten so interpretiert, als
habe er einen Einsatz von Nuklearwaffen angedeutet. Das Weiße Haus schrieb
dazu: „Wortwörtlich nichts von dem, was (der Vizepräsident) hier gesagt
hat, ‚deutet das an‘“. Alle, die das Gegenteil behaupteten, seien „absolute
Vollidioten“.
Vance bezog sich in der Rede auf das Ultimatum von Präsident Donald Trump
gegen den Iran. Dieser hatte der Führung in Teheran mit massiven Angriffen
auf Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte der Iran nicht ein Abkommen zum
Ende seines Atomprogramms schließen und die Straße von Hormus wieder
öffnen. Kurz vor Ablauf der Frist um 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit
(Mittwochfrüh 02.00 Uhr MESZ) legte Trump nach und drohte mit der
Auslöschung „einer gesamten Zivilisation“. Vance äußerte sich in seiner
Rede „zuversichtlich“, dass es nicht zum Äußersten kommen werde. Er verwies
auf weiter laufende Gespräche. (afp)
## Netanjahu: Israels Luftwaffe greift Bahnstrecken im Iran an
Israels Luftwaffe hat nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin
Netanjahu im Iran Eisenbahnstrecken und Brücken angegriffen. Diese würden
von den Revolutionsgarden genutzt und dafür „verwendet, Rohstoffe für
Waffen, Waffen selbst sowie die operativen Kräfte zu transportieren, die
uns, die USA und auch die Länder der Region angreifen – jene operativen
Kräfte, die zugleich das iranische Volk unterdrücken“, sagte Netanjahu nach
Angaben seines Büros. Die Vorwürfe lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die israelische Armee teilte mit, es seien im Iran acht Brücken angegriffen
worden, die für den Transport von Waffen und militärischer Ausrüstung
genutzt worden seien. Darunter seien Brücken in Teheran, Karadsch, Tabris,
Kaschan und Ghom. Die Übergänge seien angegriffen worden, um zu verhindern,
dass die iranische Führung sie weiterhin für den Transport von Waffen und
militärischer Ausrüstung nutzen könne. Es seien zuvor Maßnahmen ergriffen
worden, um Schaden für die Zivilbevölkerung zu minimieren.
Netanjahu sagte ferner, man zerschlage den iranischen Machtapparat „mit
zunehmend wachsender Kraft“. Die israelischen Attacken zielten nicht darauf
ab, das iranische Volk anzugreifen, bekräftigte der Regierungschef. „Im
Gegenteil – sie sollen das Schreckensregime schwächen und zerschlagen, das
sie seit 47 Jahren unterdrückt.“ Zur Lage in der Region nach mehr als fünf
Wochen Krieg sagte er: „Das ist nicht mehr derselbe Iran, und es ist auch
nicht mehr dasselbe Israel. Wir verändern das Kräfteverhältnis
grundlegend.“ (dpa)
## Golfstaaten melden weitere Angriffe
Im Zuge des Irankriegs melden die Golfstaaten weitere Angriffe auf ihre
Territorien. Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, dass die
Luftverteidigungssysteme im Einsatz gegen Raketen- und Drohnenbedrohungen
seien. Im Emirat Schardscha habe es einen „Vorfall“ auf ein
Verwaltungsgebäude einer Telekommunikationsfirma mit einer aus dem Iran
stammenden ballistischen Rakete gegeben. Zwei pakistanische
Staatsangehörige seien verletzt worden. Das saudische
Verteidigungsministerium teilte mit, in den vergangenen Stunden vier
Drohnen abgefangen und zerstört zu haben. Nach Angaben aus Bahrain wurden
in dem Land seit Ausbruch der jüngsten Eskalation bisher fast 500 Drohnen
und 188 Raketen abgefangen. (dpa)
## Tschechien deckelt Spritpreise
Angesichts der aktuellen Energiekrise infolge des Irankriegs deckelt
Tschechien die Spritpreise an den Tankstellen. Das Finanzministerium in
Prag veröffentlichte erstmals zulässige Höchstpreise, die von Mittwoch an
gelten. Sie liegen bei 43,15 Kronen (umgerechnet rund 1,76 Euro) je Liter
Benzin und 49,59 Kronen (2,02 Euro) je Liter Diesel. Die Vorgaben sollen
täglich aktualisiert werden. (dpa)
## Libanon meldet mehr als 1.500 Tote durch israelische Angriffe
Die israelischen Angriffe im Libanon haben seit Beginn des Irankriegs laut
dem örtlichen Gesundheitsministerium mehr als 1.500 Menschen das Leben
gekostet. Mehr als eine Million Menschen seien vertrieben worden, teilte
das Ministerium am Dienstag mit. Unter den 1.530 Toten waren den Angaben
zufolge 130 Kinder und 57 Sanitäter. Die Zahl der getöteten Mitglieder der
schiitischen Hisbollah-Miliz ist unklar. Mehr als 4.800 Menschen wurden in
dem Krieg verletzt. Elf israelische Soldaten kamen ums Leben. Der Krieg
begann, nachdem die Hisbollah am 2. März aus Solidarität mit dem Iran
Raketen auf Nordisrael abgefeuert hatte. (ap)
## Katar warnt vor Kontrollverlust im Irankrieg
Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Irankrieg hat
Katar eindringlich vor einem Kontrollverlust in der Region gewarnt. Man
stehe unmittelbar vor einem Punkt, an dem die Gewaltspirale nicht mehr zu
stoppen sei, sagte Katars Außenamtssprecher Madschid al-Ansari in der
Hauptstadt Doha. „Wir haben seit 2023 davor gewarnt, dass eine ungebremste
Eskalation uns in eine Situation führen wird, die unkontrollierbar ist. Wir
sind diesem Punkt nun sehr nahe.“ Er forderte alle beteiligten Parteien
auf, den Krieg zu beenden, bevor er vollständig eskaliere. Al-Ansari
verurteile die andauernden Angriffe Irans auf die Golfstaaten. „Die
Eingriffe Irans in unsere Souveränität sind in keiner Weise zu
rechtfertigen“, sagte er. „In diesem Krieg gibt es keine Gewinner, sondern
nur Verlierer“, betonte der Sprecher. Der Kreis der Betroffenen vergrößere
sich durch die wirtschaftlichen Auswirkungen jeden Tag. (dpa)
## CDU-Wehrexperte Röwekamp sieht in Trump-Drohungen „keine Strategie“
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, Thomas
Röwekamp (CDU), sieht in den Drohungen von US-Präsident Donald Trump zur
Zerstörung von Brücken im Iran keine nachvollziehbare militärische
Strategie. Die Situation sei „unabgesprochen in der Nato, unabgesprochen
auch mit uns als Partner“, sagte Röwekamp am Dienstag dem Nachrichtensender
Welt TV. „Zumindest können wir dahinter keine Strategie erkennen.“ „Wir
werben als deutsche Bundesregierung sehr intensiv darum, dass diese
Kampfhandlungen eingestellt werden und es möglichst schnell zu einer
Vereinbarung kommt“, sagte der CDU-Verteidigungsexperte.
Klar sei aber auch, dass der Iran daran mitwirken müsse. „Insbesondere muss
sichergestellt sein, dass künftige militärische Angriffe – sei es aus dem
Iran selbst oder über seine Proxys, insbesondere auf Israel – sowie eine
Bedrohungslage auch in Europa aufgegeben werden.“ An einen Austritt der USA
aus der Nato, wie von Trump mehrfach angedroht, glaubt Röwekamp nicht. Das
sei Teil der inzwischen vom US-Präsidenten gewohnten Rhetorik. „So einfach
geht das ja nicht, einfach aus der Nato auszutreten, auch für einen
amerikanischen Präsidenten nicht.“ Die Bündnisverpflichtungen seien
wechselseitig. Dazu hätten beiden Seiten feste Vereinbarungen getroffen.
„Ich habe keinen Zweifel, dass die USA sich auch in Zukunft an die
getroffenen Vereinbarungen innerhalb der Nato halten werden“, sagte
Röwekamp. (afp)
## Vance: Vor Ablauf des US-Ultimatums laufen Gespräche mit dem Iran
Kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums an den Iran wird es nach Angaben von
US-Vizepräsident J. D. Vance noch Verhandlungen geben. Es werde „zahlreiche
Gespräche“ geben, sagte Vance am Dienstag bei einem Besuch in der
ungarischen Hauptstadt Budapest. Medien zufolge sprechen Unterhändler der
USA und des Iran unter Vermittlung Pakistans seit Tagen über eine
Waffenruhe.
Demnach sind sich beide Konfliktparteien aber in zahlreichen Punkten
uneins. Für den Fall, dass es keine Verhandlungslösung gebe, hätten die USA
aber „Werkzeuge im Kasten“, für deren Einsatz sie sich bislang noch nicht
entschieden hätten, fügte Vance hinzu. Er sei aber „zuversichtlich“, dass
es dazu nicht kommen werde. Die militärischen Ziele hätten die USA
„weitgehend erreicht“. (afp)
## Macron: Zwei im Iran inhaftierte Franzosen sind frei
Die französischen Staatsbürger Cecile Kohler und Jacques Paris sind nach
dreieinhalb Jahren Haft im Iran frei und auf dem Weg nach Frankreich. Das
teilt Präsident Emmanuel Macron auf der Plattform X mit. Die Abgeordneten
in der französischen Nationalversammlung begrüßen die Ankündigung mit
Applaus. (rtr)
## Medien: USA greifen Dutzende Ziele auf Ölinsel Charg an
US-Streitkräfte haben Medienberichten zufolge Dutzende militärische Ziele
des Irans auf der Insel Charg im Persischen Golf angegriffen. Die Angriffe
erfolgten in der Nacht zum Dienstag und am frühen Morgen, wie etwa der
US-Sender Fox News unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten
meldete. Der Sender NBC News berichtete ebenfalls gestützt auf einen
US-Beamten, dass es Luftangriffe entlang der Nordseite der für den
iranischen Ölexport zentralen Insel gegeben habe, jedoch keinerlei
Bodeneinsatz. Die Angriffe richteten sich demnach gegen Militärbunker und
Lagerstätten, Luftabwehrsysteme und andere militärische Einrichtungen,
nicht aber gegen Irans Öl. (dpa)
## Trump: „Ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen“
Stunden vor Ende seines Ultimatums richtet US-Präsident Donald Trump noch
einmal eine harsche Drohung an den Iran. „Eine ganze Zivilisation wird
heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren“, schrieb er auf
seiner Plattform Truth Social. Er wolle nicht, dass das passiere, aber es
werde wahrscheinlich dazu kommen. Trump bekräftigte in seinem Post
allerdings auch seine bekannte Darstellung, dass im Iran bereits „Regime
Change“ stattgefunden habe – und man es nun mit anderen, „klügeren und
weniger radikalisierten“ Personen zu tun habe. Vielleicht könne „etwas
revolutionär Wunderbares geschehen“, schrieb er – und schob hinterher: „WER
WEIß DAS SCHON?“
Man werde es heute Nacht erfahren. Trump, der dafür bekannt ist, nicht mit
Superlativen zu sparen, sprach von einem der „wichtigsten Momente in der
langen und komplexen Geschichte der Welt“. Er betonte, dass Jahrzehnte der
Erpressung, Korruption und des Todes – herbeigeführt durch den Iran – zu
Ende gehen würden. „Gott segne die großartigen Menschen des Irans!“.
Bereits am Vortag hatte er einerseits von guten Verhandlungen mit dem Iran
gesprochen und dem Land andererseits mit einer militärischen Eskalation
gedroht, sollte es nicht einlenken. Für diesen Fall drohte Trump mit einer
schnellen Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke. Er sagte, die USA
könnten innerhalb von vier Stunden eine „völlige Zerstörung“ herbeiführen.
„Das ganze Land kann in einer Nacht ausgelöscht werden, und das könnte
schon morgen Nacht sein.“ Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der Straße
von Hormus gesetzt hat, läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht
zum Mittwoch ab. (dpa)
## AP-Informationen: US-Militär greift iranische Insel Charg an
Das US-Militär hat vor dem Ablauf eines von US-Präsident Donald Trump
gesetzten Ultimatums zur Öffnung der Straße von Hormus nach Informationen
der Nachrichtenagentur AP erneut die iranische Insel Charg angegriffen. Aus
Kreisen des Weißen Hauses erfuhr die AP, der Angriff auf die für die
iranische Ölindustrie wichtige Insel im Persischen Golf habe sich gegen
militärische Ziele gerichtet. (ap)
## Irans Botschafter in Kuwait: Golfstaaten sollen „Tragödie“ verhindern
Irans Botschafter in Kuwait hat die Golfstaaten aufgerufen, angesichts der
jüngsten von US-Präsident Donald Trump geäußerten Drohungen eine „Tragödie“
zu verhindern. „Wir hoffen, dass die Länder in der Region alle ihre
diplomatischen und politischen Möglichkeiten nutzen werden, um zu
verhindern, dass solch eine Tragödie die Region befällt,“ sagte Mohammed
Tutunidschi der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Laut dem iranischen
Botschafter in Pakistan, das zwischen dem Iran und den USA vermittelt,
nähern sich die Bemühungen, den Krieg zu beenden, einer entscheidenden
Phase. (afp)
## Israel: Haben weitere wichtige Brücke im Libanon zerstört
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine weitere strategisch
wichtige Brücke über den Litani-Fluss im Süden des Libanons zerstört. Die
israelische Armee warf der Hisbollah-Miliz vor, darüber Waffen in den Süden
des Landes geschmuggelt zu haben. Der Angriff fand demnach bereits am
Montag statt. Nach israelischen Militärangaben wurden in den vergangenen
Wochen sieben Brücken und Übergänge im Süden des Landes zerstört. Sie
gehören zur zivilen Infrastruktur des Landes und verbinden den Süden mit
dem restlichen Teil des Landes. Libanesische Sicherheitskreise bestätigten,
dass bisher sieben wichtige Brücke durch israelische Angriffe zerstört
wurden. Zugangs- und Transportwege zum Süden seien damit erheblich
eingeschränkt. (dpa)
## Italiens Verteidigungsminister warnt vor weiterer Eskalation
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat vor einer weiteren
Eskalation im Irankrieg gewarnt. Die aktuelle Weltlage bezeichnete er in
einem Interview der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ als
„beispiellos in den vergangenen Jahrzehnten“. Crosetto sagte weiter: „Ich
fürchte, dass das, was ohnehin schon tragisch ist, noch schlimmer werden
könnte.“ Mehrere Krisen überlagerten und verstärkten sich gegenseitig. Auf
die Frage nach Einflussmöglichkeiten auf US-Präsident Donald Trump erklärte
Crosetto, dieser sei als Staatschef eines souveränen Landes von außen nicht
zu beeinflussen. „Ich glaube einfach, dass er mutigere Berater haben
sollte“, sagte der Minister im Kabinett von Regierungschefin Giorgia
Meloni, der ein guter Draht zu Trump nachgesagt wird. „Eines der Probleme
dieser Präsidentschaft ist, dass niemand es wagt, dem Chef zu
widersprechen.“ (dpa)
## Rakete trifft Telekommunikationsgebäude in den Emiraten – Verletzte
Bei einem Raketenangriff auf ein Telekommunikationsgebäude in den
Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach Angaben örtlicher Behörden zwei
Menschen verletzt worden. Eine ballistische Rakete aus dem Iran habe ein
Verwaltungsgebäude des Unternehmens Thuraya getroffen, hieß es. Die
Verletzten, zwei pakistanische Staatsangehörige, seien in ein Krankenhaus
gebracht worden. (ap)
## Rettungsdienst: Frau bei Raketenangriff im Norden Israels verletzt
Bei einem Raketenangriff auf die Stadt Naharija im Norden Israels ist nach
Angaben von Sanitätern eine Frau verletzt worden. Die 20-Jährige sei mit
einer von Splittern verursachten, leichten Kopfverletzung in ein
Krankenhaus gebracht worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom
mit. Feuerwehr und Sanitäter berichteten, nach einem direkten Einschlag in
einer Wohnstraße seien mehrere Autos in Brand geraten. Zudem seien Gebäude
beschädigt worden. Raketen- und Drohnenangriffe der vom Iran unterstützten
Schiitenmiliz Hisbollah lösten am Dienstag in israelischen Gemeinden nahe
der Grenze zum Libanon immer wieder Warnsirenen aus. (ap)
## Iranische Behörden melden Angriffe auf Brücken
Bei Luftangriffen im Iran sind nach Angaben örtlicher Behörden mindestens
zwei Brücken getroffen worden. Angegriffen worden seien eine
Eisenbahnbrücke in Kaschan, ein Bahnhof in Mesched und eine Autobahnbrücke
der Schnellstraße zwischen Täbris und Teheran in der Nähe von Täbris, hieß
es. Weder die USA noch Israel reklamierten die Angriffe umgehend für sich.
(ap)
## Israels Armee: Stationierung entlang „Verteidigungslinie“ im Südlibanon
abgeschlossen
Israels Armee hat im Zuge ihres Vorgehens gegen die pro-iranische Hisbollah
im Libanon nach eigenen Angaben die Stationierung von Bodentruppen im Süden
des Nachbarlandes abgeschlossen. Zum derzeitigen Zeitpunkt hätten die
Soldaten ihre Posten „entlang der Verteidigungslinie gegen
Panzerabwehrraketen“ bezogen, erklärte die israelische Armee am Dienstag.
Die Truppen sind demnach „weiterhin in dem Gebiet im Einsatz, um die
vordere Verteidigungsstellung zu stärken und Gefahren für die Bewohner und
Gemeinden im Norden Israels zu beseitigen“.
Genaue geografische Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Laut
israelischen Medienberichten ist es derzeit nicht vorgesehen, Soldaten
weiter auf libanesisches Territorium vorrücken zu lassen als etwa 20
Kilometer nördlich der Grenze. Die Streitkräfte hätten die „Frontlinie“
erreicht, die in den genehmigten Einsatzplänen festgelegt worden sei,
berichtete die linksgerichtete israelische Tageszeitung „Haaretz“ unter
Berufung auf Armeekreise. Diese Linie umfasst dem Bericht zufolge „südliche
Dörfer, die etwa zehn Kilometer vom Litani-Fluss entfernt liegen – einem
Gebiet, das unter israelischer Armeekontrolle steht“. Verteidigungsminister
Israel Katz hatte in den vergangenen Wochen mehrfach vom Einrichten einer
„Sicherheitszone“ im Südlibanon bis zum Litani-Fluss gesprochen, der etwa
30 Kilometer von der Grenze entfernt verläuft. (afp)
## Pakistan und Ägypten fordern vor Ablauf von Trump-Frist Deeskalation
Vor dem Ablauf eines von US-Präsident Donald Trump gesetzten Ultimatums für
die Öffnung der Straße von Hormus haben Pakistan und Ägypten die
Konfliktparteien im Irankrieg ein weiteres Mal zur Deeskalation aufgerufen.
Pakistans Außenminister Ishaq Dar tauschte sich nach Angaben seines
Ministeriums am Dienstagmorgen mit seinem ägyptischen Amtskollegen Badr
Abdel-Atti über die jüngsten Entwicklungen in dem Krieg zwischen den USA
und Israel und dem Iran aus, auch mit Blick auf die Frist Trumps, nach
deren Ablauf in der Nacht zum Mittwoch (MESZ) der US-Präsident Angriffe auf
Kraftwerke und Brücken im Iran angedroht hat.
Das pakistanische Außenministerium erklärte, die beiden Top-Diplomaten
hätten die Notwendigkeit von Deeskalation und Dialog unterstrichen. Zudem
hätten sie vereinbart, im Austausch zu bleiben, während sich die Situation
weiterentwickle. Pakistan bemüht sich mit Unterstützung anderer Länder der
weiteren Region, in dem Konflikt zu vermitteln, um die USA und den Iran an
den Verhandlungstisch zu bringen. Laut dem ägyptischen Außenministerium
sprach Abdel-Atti auch mit dem US-Gesandten Steve Witkoff und dem
irakischen Außenminister Fuad Hussein. Bei den Telefonaten sei es um eine
Einschätzung der Lage und um Bemühungen gegangen, eine Verständigung
zwischen den USA und dem Iran zu erreichen, um den Abbau von Spannungen zu
ermöglichen, teilte das Ministerium mit. (ap)
## Bericht: US-Militär greift Ziele auf iranischer Insel Charg an
Das US-Militär greift einem Medienbericht zufolge militärische Ziele auf
der iranischen Insel Charg an. Dies berichtet das Nachrichtenportal Axios
unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten hochrangigen
US-Regierungsvertreter. (rtr)
## Toter bei Schusswechsel vor israelischem Konsulat in Istanbul
Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul haben drei Angreifer nach
Behördenangaben am Dienstag das Feuer auf Polizisten eröffnet. Einer der
Angreifer sei getötet worden, zwei weitere seien verletzt gefangen genommen
worden. Auch zwei Polizisten hätten bei dem Vorfall leichte Verletzungen
erlitten, sagte der Istanbuler Gouverneur Davut Gül zu Journalisten.
Innenminister Mustafa Cifti schrieb auf der Plattform X, die Angreifer
seien mit einem Mietwagen aus der Stadt Izmit angereist, die etwa 100
Kilometer östlich von Istanbul liegt. Einer der Angreifer habe Verbindungen
zu einer Gruppe, die „Religion ausbeutet“, erklärte er, ohne die
Organisation zu nennen.
Zwei der Angreifer waren nach Behördenangaben Brüder, einer war im
Zusammenhang mit Drogen vorbestraft. Der türkische Sender Habertürk hatte
zunächst von zwei getöteten Angreifern und einem verletzten Polizisten
berichtet. Der türkische Justizminister Akin Gürlek sagte, dass
Ermittlungen eingeleitet worden seien. Habertürk berichtete, das Konsulat
belege ein bis zwei Etagen eines Hochhauses in der türkischen Metropole.
(ap)
## Iran meldet landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur
Der Iran hat landesweite Angriffe auf seine Verkehrsinfrastruktur gemeldet.
Neben der Bombardierung einer Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Autobahnen
Ziel von Luftangriffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna
berichtete. In der Provinz Ost-Aserbaidschan etwa sei eine Autobahn nach
Einschlägen von Geschossen gesperrt worden. Das Krisenmanagement der
Provinz forderte die Bevölkerung auf, nicht notwendige Reisen bis auf
weiteres zu unterlassen.
In derselben Provinz sei außerdem eine Autobahnbrücke auf der Strecke
zwischen der Millionenstadt Tabris und der Hauptstadt der gleichnamigen
Provinz Sandschan attackiert worden, berichtete die Zeitung „Etemad“. Nahe
der Pilgerstadt Ghom südlich von Teheran meldeten iranische Medien
unterdessen einen Angriff auf eine Brücke an einem wichtigen
Verkehrsknotenpunkt. Die staatliche und englischsprachige Zeitung „Tehran
Times“ meldete Angriffe auf das Schienennetz in Karadsch, einer
Millionenstadt westlich von Teheran. (dpa)
## Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke
Der Iran hat nach israelischen Angriffsdrohungen die Bombardierung einer
Eisenbahnbrücke gemeldet. Bei dem Luftangriff nahe der Kulturstadt Kaschan
seien zwei Menschen ums Leben gekommen, berichtete die staatliche
Nachrichtenagentur Irna. Drei Menschen seien verletzt worden. Das Ausmaß
der Schäden war zunächst unklar. Bei der Strecke handelt es sich um die
Nord-Süd-Verbindung. Die Wüstenstadt Kaschan, ein beliebtes Touristenziel,
liegt etwa drei Autostunden von der Hauptstadt Teheran entfernt. (dpa)
## EU-Koordinierungsgruppen beraten über Folgen des Irankriegs
Die Öl- und Erdgas-Koordinierungsgruppen der Europäischen Union (EU)
beraten am Mittwoch und Donnerstag über die Marktauswirkungen des von den
USA und Israel geführten Krieges gegen den Iran. Dies sagt die Sprecherin
der EU-Kommission, Anna-Kaisa Itkonen, auf einer Pressekonferenz. (rtr)
## Revolutionsgarden drohen mit Angriffen außerhalb der Golfregion
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen außerhalb der
Golfregion, sollten die USA rote Linien überschreiten. In einer Erklärung
kündigen sie zudem an, die Infrastruktur der USA und deren Partner in der
Region ins Visier zu nehmen. Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region
könnte jahrelang unterbrochen werden, heißt es weiter. Man gebe die
Zurückhaltung auf. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran eine Frist bis
Mittwoch, 02.00 Uhr MESZ gesetzt, um die Straße von Hormus wieder
freizugeben. Anderenfalls will er Brücken und Kraftwerke in der Islamischen
Republik zerstören lassen. (rtr)
## Drohnenangriffe in Kurdenregion im Nordirak
Im Norden des Iraks ist es zu Drohnenangriffen gekommen. In Erbil, der
Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, sei dabei ein Kämpfer der
Kurdenmiliz Peschmerga und seine Frau getötet worden, schrieb der
Ministerpräsident der Kurdenregion, Masrur Barsani, auf der Plattform X. Er
verurteile den Angriff aufs Schärfste. Nach Angaben des Gouverneurs war
Erbil seit Montagabend Ziel von mindestens zehn Drohnenangriffen. Zum
Ursprung der Drohnen gab es zunächst keine Angaben.
Ziele in der Region Kurdistan stehen immer wieder unter Beschuss durch den
Iran und ihm nahestehende schiitische Milizen im Irak. Teheran betrachtet
die autonome Region Kurdistan als Verbündeten des Westens und Israels auf
irakischem Boden. In Erbil befindet sich ein multinational genutzter
Stützpunkt, auf dem Soldaten der USA und auch der Bundeswehr stationiert
sind. Auch dieser stand schon unter Beschuss. (dpa)
## Gasmangel drosselt in Indien Verbrauch von Speiseöl und Zucker
Der Mangel an Flüssiggas (LPG) senkt in Indien den Verbrauch von Zucker
und Speiseöl, da viele Restaurants in der Sommersaison ihren Betrieb
einschränken müssen. Der Rückgang könnte die indischen Importe von
Speiseölen verringern, darunter Palmöl aus Indonesien und Malaysia sowie
Soja- und Sonnenblumenöl aus Argentinien, Brasilien, Russland und der
Ukraine, sagt B.V. Mehta, Direktor des Branchenverbands SEA. Die indischen
Speiseölimporte seien im März im Vergleich zum Vormonat um fast neun
Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen gesunken. Indien ist der weltweit
zweitgrößte Importeur von LPG. Im vergangenen Jahr lag der Verbrauch bei
33,15 Millionen Tonnen. Importe decken etwa 60 Prozent der Nachfrage, wobei
rund 90 Prozent dieser Einfuhren aus dem Nahen Osten stammen. Die Regierung
kürzt die Lieferungen an die Industrie zugunsten privater Haushalte. (rtr)
## Insider: Iran fordert sofortigen Stopp der Angriffe und Hormus-Gebühren
Ein hochrangiger iranischer Insider nennt Bedingungen der Islamischen
Republik in den Verhandlungen mit den USA. Eine vorübergehende Feuerpause
lehne man ab, sagt die Person der Nachrichtenagentur Reuters. Gespräche
über einen dauerhaften Frieden setzten die sofortige Einstellung der
Angriffe, Garantien gegen deren Wiederaufnahme sowie eine Entschädigung für
entstandene Schäden voraus. Im Rahmen eines dauerhaften Abkommens fordere
Teheran zudem Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von
Hormus. Die Höhe solle von der Art des Schiffes, seiner Ladung und den
jeweiligen Umständen abhängen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur
Irna hatte am Montag gemeldet, es gebe insgesamt zehn Punkte. Trump wies
den Vorschlag als unzureichend zurück. (rtr)
## Iran meldet Explosionen auf Ölinsel Charg
Der Iran hat neue Explosionen auf der Insel Charg im Persischen Golf
gemeldet. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde
angegriffen. Dort hatte das US-Militär bereits Mitte März Luftangriffe
ausgeführt. Details zu den möglichen Zielen waren zunächst nicht bekannt.
(dpa)
## Insider: Israel verzichtet auf Angriffe auf libanesisch-syrischen
Übergang
Das israelische Militär verzichtet einem Insider zufolge vorerst auf einen
Angriff auf den wichtigen Grenzübergang Masnaa zwischen Syrien und dem
Libanon. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam habe nach
Gesprächen mit syrischen Vertretern eine US-Garantie erwirkt, dass der
Übergang nicht angegriffen werde, sagt die mit der Angelegenheit vertraute
Person. Israel hatte mit einem Angriff gedroht, da die libanesische
Hisbollah-Miliz den Übergang für Waffenschmuggel nutze. Dem Insider zufolge
ist Masnaa gegenwärtig geschlossen. (rtr)
## Iran meldet Angriff auf saudiarabische Energie-Anlage
Der Iran hat nach eigenen Angaben eine petrochemische Anlage in
Saudi-Arabien angegriffen. Die Meldung der halboffiziellen
Nachrichtenagentur Fars bezieht sich auf den Komplex in Dschubail im Osten
des Landes. Eine Stellungnahme der Regierung in Riad liegt zunächst nicht
vor. (rtr)
## Israelische Armee warnt Iraner vor Zugfahrten am Dienstag
Die israelische Armee hat die Bevölkerung in Iran aufgerufen, am Dienstag
auf Zugfahrten zu verzichten. „Für Ihre eigene Sicherheit fordern wir Sie
auf, ab sofort bis 21 Uhr iranischer Zeit im ganzen Land auf die Nutzung
von Zügen oder Zugfahrten zu verzichten“, schrieb die Armee im Onlinedienst
X. Zugfahrten sowie Aufenthalte in der Nähe von Gleisen „bringen Ihr Leben
in Gefahr“, hieß es in dem Beitrag weiter.
Am Dienstagmorgen gab die israelische Armee zudem eine neue Angriffswelle
gegen Iran bekannt. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes
in Teheran und in zusätzlichen Gebieten in Iran“ anvisiert worden, teilte
die Armee auf X mit. Zugleich erklärte sie, die israelische Luftabwehr
reagiere derzeit auf Raketenangriffe aus Iran. Iranische Staatsmedien
meldeten derweil Explosionen aus Teheran und der nahegelegenen Stadt
Karadsch. (afp)
## Frankreich erwägt Spritrabatte für mobile Pflegekräfte und Landwirte
Angesichts der hohen Spritpreise hat Frankreich finanzielle Hilfe für
mobile Pflegekräfte und besonders betroffene Landwirte in Aussicht
gestellt. „Wir werden die Hilfen auf diejenigen beschränken, deren Branchen
besonders betroffen sind“, sagte die beigeordnete Energieministerin Maud
Brégeon am Dienstag dem Sender BFM. Einen Preisdeckel wie von
Gewerkschaftsseite gefordert lehnte die Ministerin ab. „Dies würde erst
recht zu Versorgungsengpässen führen“, betonte sie. Eine „allgemeine Hilfe“
könne sich Frankreich zudem nicht leisten, erklärte sie. (afp)
## Iran meldet 18 Tote bei Luftangriff im Norden des Landes
Ein Luftangriff hat in der iranischen Provinz Albors nordwestlich von
Teheran laut staatlichen Medienberichten mindestens 18 Menschen getötet.
Weitere 24 Menschen seien bei dem Angriff am Dienstag verletzt worden,
berichtete die der Justiz nahestehende Nachrichtenagentur Misan. Das genaue
Ziel des Angriffs war zunächst unklar. Eine Reihe schwerer Luftangriffe
traf auch Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran, darunter ein
mögliches Waffenlager in den Bergen und Wohngebiete. (ap)
## Bericht: Synagoge in Teheran beschädigt
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist eine Synagoge bei einem
Luftangriff schwer beschädigt worden. Die Bombardierung erfolgte um etwa
4.00 Uhr nachts, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Für
den Angriff wurde Israels Luftwaffe verantwortlich gemacht. Ein Video der
Nachrichtenagentur zeigte ein fast vollständig zerstörtes Gebäude in einer
engen Gasse sowie Aufräumarbeiten. Andere iranische Medien berichteten, das
Gotteshaus sei vollständig zerstört worden.
Die Synagoge wurde laut einem Bericht der iranischen Zeitung Shargh im 20.
Jahrhundert erbaut und vor allem von Juden aus dem Nordosten Irans genutzt.
Weitere Informationen zu Opfern gab es zunächst nicht. In Iran ist die
schiitische Strömung des Islams Staatsreligion. Laut einem Bericht der
israelischen Nachrichtenseite „ynet“ lebt in Iran die größte jüdische
Gemeinde außerhalb Israels in der Region. In der Hauptstadt Teheran gibt es
Dutzende Synagogen, die teils mehrere Hundert Jahre alt sind. (dpa)
## Peseschkian: Millionen Iraner wollen ihr Leben opfern
Millionen Iranerinnen und Iraner sind laut Präsident Massud Peseschkian
bereit, im Krieg ihr Leben zu opfern. Er selbst gehöre dazu, schrieb
Peseschkian am Dienstag auf der Plattform X. US-Präsident Donald Trump
hatte am Wochenende angekündigt, in der Nacht zum Mittwoch (MESZ)
Kraftwerke und Brücken in Iran zu bombardieren, sollte das Land den
[1][Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus] weiterhin blockieren. „Mehr
als 14 Millionen Iraner haben ihre Bereitschaft erklärt, ihr Leben im
(selbstaufopfernden) Kampf zu opfern“, schrieb Peseschkian. „Auch ich war,
bin und werde bereit sein, mein Leben für Iran zu geben.“
Die Angabe ist doppelt so hoch wie die zuvor von staatlichen Medien
genannten Zahlen zu den Freiwilligen, die die Regierung im Laufe des
Krieges per SMS und über die Medien aufgefordert hatte, sich zu melden. In
Iran leben 90 Millionen Menschen. Viele von ihnen lehnten die blutige
Niederschlagung der landesweiten Proteste gegen die Regierung ab. Die Zahl
von mutmaßlich 14 Millionen Freiwilligen dürfte auch als Signal der
Geschlossenheit angesichts der angekündigten amerikanischen Bombardierung
gedacht sein. (ap)
## AFP-Reporter: Mehrere Explosionen in Teheran zu hören
In Teheran ist es am Dienstag zu mehreren Explosionen gekommen. Wie ein
Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, waren aus dem Norden der
Hauptstadt mehrere Explosionen zu hören. Zuvor hatten die staatliche
Nachrichtenagentur Mehr sowie die Tageszeitungen Schargh und Ham Mihan von
Explosionen geschrieben. (afp)
## Luftangriffe auf Teheran und Militärstandorte gemeldet
Aus der iranischen Hauptstadt Teheran sind Luftangriffe gemeldet worden.
Dabei seien unter anderem Wohngebiete getroffen worden, berichtete das
staatliche Fernsehen. Auch der schiitische Wallfahrtsort Ghom sei Ziel von
Angriffen geworden. Ziel waren dem Bericht zufolge Gebiete um Parchin,
einen Militärstützpunkt, der dem iranischen Raketenprogramm zugeordnet
wird, sowie Bereiche südlich der Teheraner Innenstadt. Auch der
internationale Flughafen Chorramabad wurde am Dienstag angegriffen, wie die
mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. In der
Vergangenheit richteten sich Angriffe auf Wohngebiete gegen Mitglieder der
iranischen Regierung und der Sicherheitskräfte. (ap)
## Wichtige Brücke zwischen Saudi-Arabien und Bahrain wieder geöffnet
Eine wichtige Brücke zwischen Saudi-Arabien und dem Inselstaat Bahrain ist
nach stundenlanger Schließung wegen der Gefahr iranischer Angriffe am
Dienstag wieder geöffnet worden. Die für die Brücke King Fahd Causeway
zuständige Behörde gab das auf der Plattform X bekannt. Zuvor hatte es
geheißen, der Fahrzeugverkehr sei „als Vorsichtsmaßnahme“ gestoppt worden.
Es drohten iranische Angriffe auf die Östliche Provinz von Saudi-Arabien,
hieß es. Die 25 Kilometer lange Brücke ist die einzige Straßenverbindung
zwischen Bahrain und der arabischen Halbinsel.
Saudi-Arabien berichtete am Dienstag, dass sieben ballistische Raketen aus
Iran die Östliche Provinz des Landes angegriffen hätten.
Raketen-Trümmerteile seien in der Nähe von Energieeinrichtungen
herabgefallen, teilte ein Militärsprecher mit. Zunächst war unklar, welche
Einrichtungen betroffen waren. (ap)
## Saudi-Arabien wehrt erneut Angriffe ab
Saudi-Arabien hat erneut Angriffe aus Iran abgewehrt. In den letzten
Stunden seien 18 Drohnen abgeschossen worden, teilte das
Verteidigungsministerium am Morgen (Ortszeit) mit. Verletzte wurden
zunächst nicht gemeldet. (dpa)
## Flughafen im Westen Irans Ziel von Angriffen
Im Westen Irans ist ein Flughafen Ziel von Luftangriffen geworden. In der
Stadt Chorramabad sei der Flughafen bombardiert worden, berichtete die
Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz
Lorestan. Bei dem Angriff gab es seinen Worten zufolge keine Todesopfer.
Das Ausmaß der Schäden blieb unklar. Seit mehr als fünf Wochen führen
Israel und die USA Krieg gegen Iran. (dpa)
## Linken-Politiker Bartsch: Berlin und Verbündete müssen Druck auf Trump
erhöhen
Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch sieht kaum Möglichkeiten, den Kurs von
US-Präsident Donald Trump im Irankrieg noch zu beeinflussen. Deutschland
müsse wie andere Länder dennoch versuchen, den Druck auf Trump nochmals zu
erhöhen, sagte Bartsch am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Der Krieg müsse
„schnellstmöglich beendet werden“. Allerdings sei Trump „die Meinung auch
von (Bundeskanzler) Friedrich Merz sehr, sehr wenig wert“. Der Einfluss
Deutschlands sei „gering“.
Dass Trump nun drohe, auch zivile Infrastruktur in Iran zu bombardieren,
sei „schlicht der Wahnsinn“, sagte Bartsch. Es sei „unverantwortlich“, dass
von Trump nun „immer mehr zivile Opfer ins Kalkül“ gezogen würden. Das
Vorgehen des US-Präsidenten habe nichts mehr zu tun mit dem Ziel, „ein
Mullah-Regime“ zu beseitigen. „Das ist ein Krieg um des Krieges willen.“
Trumps Drohungen, Brücken und Kraftwerke anzugreifen, würden „zu einer
weiteren Eskalation führen“, sagte Bartsch. Zu glauben, Iran ließe sich wie
von Trump behauptet „zurückbomben in die Steinzeit“, sei „ein Fehler“. Der
US-Präsident habe offensichtlich „keinen Plan“. (afp)
## Frankreich warnt vor „Teufelskreis“ der Eskalation in Iran
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat Angriffe auf zivile
Einrichtungen und Energieinfrastruktur in Iran abgelehnt. Solche Angriffe
verstießen gegen die Regeln des Krieges und des Völkerrechts und würden mit
Sicherheit Vergeltungsmaßnahmen Irans auslösen, sagte der Minister am
Dienstag dem Fernsehsender France Info. US-Präsident Donald Trump hatte mit
solchen Angriffen gedroht, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht bis
Mittwochmorgen (MESZ) für den Schiffsverkehr öffnen.
Angriffe auf zivile Anlagen würden zweifellos eine neue Eskalationsphase
und Vergeltungsmaßnahmen auslösen, erklärte Barrot. Das würde die Region
und die Weltwirtschaft in einen besorgniserregenden Teufelskreis ziehen.
„Wir erleben bereits einen starken Anstieg der Kraftstoffpreise“, sagte der
Minister. „Sollten Energieanlagen in Iran angegriffen werden, müssen wir
mit Vergeltungsmaßnahmen des iranischen Regimes rechnen, die die ohnehin
schon besorgniserregende Lage weiter verschärfen würden.“ (ap)
## Bericht: Drei Kinder bei Luftangriff nahe Teheran getötet
Bei einem Luftangriff nahe der iranischen Hauptstadt Teheran sind einem
Bericht zufolge drei Kinder ums Leben gekommen. Bei der Attacke am frühen
Morgen sei ein Wohnhaus in der Pendlerstadt Pardis getroffen worden,
berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Mehr. Insgesamt seien aus
den Trümmern bislang sechs Leichen geborgen worden. Seit mehr als fünf
Wochen nun führen Israel und die USA Krieg gegen Iran. Augenzeugen in
Teheran berichteten ebenfalls von schweren Bombardierungen in der
vergangenen Nacht.
In Pardis östlich der Millionenmetropole wurden in den vergangenen 15
Jahren riesige Neubausiedlungen für Teherans wachsende Bevölkerung
errichtet. Viele Menschen in der Mittelschicht erwarben dort in den
Hochhäusern Eigentum, oft in der Hoffnung auf erschwinglichen Wohnraum und
einen sozialen Aufstieg am Rand der Hauptstadt. Nutzer in den sozialen
Medien berichteten über mehrere Raketeneinschläge in Pardis, davon
mutmaßlich auch mit bunkerbrechenden Bomben. „Fenster und Häuser haben
gezittert“, zitierte der bekannte Netzaktivist Vahid auf seinem
Telegram-Kanal einen Bewohner aus der Stadt. (dpa)
## IEA-Chef: Irankrieg wird Lage im Energiebereich ändern
Die Energiekrise infolge des Irankriegs wird nach Einschätzung der
Internationalen Energieagentur (IEA) die geopolitische Lage im
Energiebereich „grundlegend verändern“. IEA-Direktor Fatih Birol sagte der
französischen Zeitung Figaro vom Dienstag, die aktuelle Krise sei
„schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen“. Es gebe
aber auch „Gründe für Optimismus“: So werde die Energiekrise etwa den
Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen. Die Veränderungen im
Energiebereich würden „Jahre dauern“, sagte Birol. Bestimmte Technologien
würden sich aber schneller weiterentwickeln als andere – etwa Solar- und
Windenergie, wo Anlagen „sehr schnell“ installiert werden könnten. Zudem
werde die Krise auch „den Schwung zugunsten der Kernenergie, einschließlich
kleiner modularer Reaktoren, wiederbeleben“.
Aktuell aber müssten die Staaten Energie „so vorsichtig wie möglich“
nutzen, sparen und die Effizienz verbessern, riet Birol. Denn „dieser Krieg
legt eine der Lebensadern der Weltwirtschaft lahm“, betonte Birol – die
Straße von Hormus. Betroffen seien Lieferungen nicht nur von Öl und Gas,
sondern auch von Düngemitteln, Petrochemikalien, Helium und vielem mehr.
Der IEA-Direktor warnte vor einem „schwarzen April“: „Der März war sehr
schwierig, aber der April wird noch viel schlimmer“, wenn die Straße von
Hormus de facto geschlossen bleibe. (afp)
## Iran greift Tel Aviv erneut mit Streumunition an
Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv hat Iran nach
israelischen Militärangaben erneut international geächtete Streumunition
eingesetzt. Am Morgen heulten auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole die
Sirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu
hören. Ein israelischer TV-Sender berichtete, es habe etwa zehn
Einschlagsorte gegeben. Dabei sei Sachschaden an Gebäuden und Fahrzeugen
verursacht worden. Berichte zu Verletzten gab es zunächst nicht. Auch die
Hafenstadt Eilat an der Südspitze Israels wurde nach Medienberichten mit
Streumunition angegriffen. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig
über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets
genannt, über einem großen Gebiet. Diese können von der Luftabwehr kaum
abgefangen werden. (dpa)
## Erdölkomplex in Saudi-Arabien bei Angriffen beschädigt
In Saudi-Arabien ist laut einem Augenzeugenbericht in der Nacht zum
Dienstag ein bedeutendes Erdöl-Industriegebiet angegriffen und beschädigt
worden. In den Industrieanlagen des Konzerns Saudi Basic Industries
Corporation (Sabic) im ostsaudiarabischen Dschubail sei nach einem Angriff
ein Brand ausgebrochen, es hätten sich „sehr starke Detonationen“ ereignet,
hieß es von einem Menschen vor Ort gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Das Industriegebiet von Dschubail ist eines der größten der Welt. Dort
befinden sich Stahlwerke, Erdölraffinerien und Fabriken für weitere
Erdölprodukte, Schmieröl und Kunstdünger. Zuvor hatte die saudiarabische
Luftabwehr nach Angaben des Verteidigungsministeriums einen Angriff mit
sieben ballistischen Raketen abgewehrt. Am Montag hatte die israelische
Luftwaffe nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz einen
„heftigen Angriff“ auf das iranische Erdölindustriegebiet Asalujeh am
Persischen Golf geflogen. (afp)
## Bericht: Iran fordert Sicherheitsgarantien
Iran fordert für eine Feuerpause mit Israel und den USA laut einem
Medienbericht Sicherheitsgarantien und ein Ende israelischer Angriffe auf
die Hisbollah-Miliz im Südlibanon. Die New York Times schrieb unter
Berufung auf zwei nicht namentlich genannte iranische Regierungsvertreter,
Teheran wolle zudem Zusicherungen, künftig nicht Ziel weiterer Angriffe zu
werden. Nach dem Bericht sieht Teherans Vorschlag vor, die Straße von
Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Iran wolle jedoch eine
Gebühr von rund zwei Millionen Dollar pro Schiff erheben. Die Einnahmen
würden mit Oman geteilt, das an die Wasserstraße angrenzt.
Iran wolle seinen Anteil an den Einnahmen für den Wiederaufbau von
Infrastruktur verwenden, die bei US-israelischen Angriffen beschädigt
worden sei, berichtete die New York Times weiter. Auf direkte
Entschädigungsforderungen würde Teheran demnach verzichten.
[2][US-Präsident Donald Trump] bezeichnete den Vorschlag am Montag als
„bedeutend“, erklärte später jedoch, er sei nicht ausreichend. Trump hatte
Teheran ein Ultimatum für die Öffnung der Straße von Hormus gesetzt und
dieses mehrfach verlängert. Derzeit gilt es offenbar bis Dienstag 20.00 Uhr
Ortszeit (Mittwoch 02.00 Uhr MESZ). (afp)
## Brücke zwischen Saudi-Arabien und Bahrain geschlossen
Eine wichtige Brücke zwischen Saudi-Arabien und dem Inselstaat Bahrain ist
wegen der Gefahr iranischer Angriffe am Dienstag geschlossen worden. Die
für die Brücke King Fahd Causeway zuständige Behörde gab das auf der
Plattform X bekannt. Der Fahrzeugverkehr sei „als Vorsichtsmaßnahme“
gestoppt worden. Es drohten iranische Angriffe auf die Östliche Provinz von
Saudi-Arabien, hieß es. Die 25 Kilometer lange Brücke ist die einzige
Straßenverbindung zwischen Bahrain und der arabischen Halbinsel. (ap)
## Tokio: In Iran inhaftierter Japaner freigelassen
Ein seit Januar in Iran inhaftierter japanischer Staatsbürger ist der
Regierung in Tokio zufolge freigelassen worden. Die japanische Botschaft in
Iran habe bestätigt, dass der Japaner, der am 20. Januar festgenommen
wurde, am 6. April freigelassen worden sei, erklärte der japanische
Regierungssprecher Minoru Kihara am Dienstag. Der japanischen
Nachrichtenagentur Kyodo zufolge handelte es sich um den Leiter des
Teheran-Büros des Rundfunksenders NHK.
Der Journalist sei nach seiner Festnahme in das berüchtigte Evin-Gefängnis
gebracht worden, hieß es in japanischen Medien. Regierungssprecher Kihara
sagte vor Journalisten lediglich, der japanische Botschafter in Iran habe
sich mit dem Freigelassenen getroffen und sich vergewissert, „dass er bei
guter Gesundheit ist“. Erst im März hatte die japanische Regierung die
Freilassung eines weiteren japanischen Staatsbürgers in Iran
bekanntgegeben. Die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi teilte
derweil mit, dass „Vorkehrungen“ für ein Telefongespräch mit dem iranischen
Präsidenten Masud Peseschkian getroffen würden. (afp)
## Russland gewinnt Milliarden durch Hormus-Blockade
Russland erzielt nach Berechnungen der Deutsch-Russischen
Auslandshandelskammer durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus
mit seinen Rohstoffexporten hohe zusätzliche Milliardeneinnahmen. Die
Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf
monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. „Russland
ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten“, sagt
Matthias Schepp, der Vorstandschef der Kammer, der Deutschen
Presse-Agentur.
Russland profitiert von den gestiegenen Preisen für Rohstoffe auf dem
Weltmarkt, weil es andere Exportrouten nutzt. Das könnte „Russland einen
unverhofften Geldsegen in historischem Ausmaß bescheren“, wie Schepp in
Moskau sagt. Allein bei einem anhaltenden Ölpreis von etwa 100 US-Dollar
kann Russland demnach mit einem Plus gegenüber dem Haushaltsplan von 71,8
Milliarden US-Dollar (62,1 Milliarden Euro) jährlich rechnen. Der russische
Haushalt ist zu großen Teilen vom Verkauf von Öl und Gas abhängig. „Beim
aktuellen Preisniveau kann Moskau allein aus Öl und Gas rund 50 Milliarden
Dollar Mehreinnahmen pro Jahr generieren“, so die Kammer. Russland
finanziert aus den Einnahmen aus dem Rohstoffverkauf auch seinen
Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Die Kammer hat auch ausgerechnet, was der Preisanstieg für Deutschland
bedeutet. So können die deutsche Ölimportrechnung bei einem Preis von 100
US-Dollar je Barrel auf mehr als 60 Milliarden Euro steigen. „Zusammen mit
den Gas-Mehrkosten droht der deutschen Industrie ein Kostenschock, der die
erhoffte wirtschaftliche Erholung 2026 zunichtemacht“, sagt der
Energieexperte der Kammer, Thomas Baier. Beim Dünger könnte Russland in
einem mittleren Szenario bis zu 8,9 Milliarden Euro an Mehreinnahmen
erzielen. Dagegen drohten deutschen Landwirtschaftsbetrieben Mehrkosten pro
Hektar Ackerland von 36 bis 145 Euro jährlich, teilte die Kammer weiter
mit. (dpa)
## Resolution zur Straße von Hormus im UN-Sicherheitsrat
Der UN-Sicherheitsrat soll voraussichtlich an diesem Dienstag über einen
Resolutionsentwurf von Bahrain zum Schutz der Handelsschifffahrt in der
Straße von Hormus abstimmen. In dem Entwurf werden betroffene Staaten dazu
aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit
der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hieß. Dafür soll Iran
seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen. Um den
Resolutionstext war tagelang im Hintergrund gerungen worden. In einer
älteren Version des Dokuments wurde explizit auf Kapitel 7 der Charta der
Vereinten Nationen verwiesen, das dem Sicherheitsrat die Befugnis einräumt,
Maßnahmen von Sanktionen bis zu militärischer Gewalt zu ergreifen. Dagegen
hätten sich etwa die Vertreter Russlands und Chinas gewehrt, hieß es. (dpa)
## Drohne aus Iran tötet zwei Menschen im Nordirak
In der Kurdenregion im Nordirak sind Behördenangaben zufolge bei dem
Einschlag einer Drohne aus Iran zwei Menschen getötet worden. Das Paar sei
getötet worden, „als eine mit Sprengstoff beladene Drohne aus Iran in ein
Wohnhaus im Unterbezirk Dara Schakran in der Provinz Erbil einschlug“,
erklärte der Anti-Terror-Dienst der autonomen Region am Dienstag. Ein
Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete zudem von zwei Explosionen
nahe dem Flughafen von Erbil. Wenige Stunden zuvor hatten Luftabwehrsysteme
Sicherheitskreisen zufolge vier Raketen im Anflug auf den
US-Konsulatskomplex in Erbil abgeschossen. Auf dem Flughafen der Stadt sind
Soldaten der von den USA geführten Anti-Dschihadisten-Koalition
stationiert.
Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar ist die Kurdenregion im Nordirak
immer wieder attackiert worden. Die Angriffe wurden pro-iranischen Gruppen
zugeschrieben. Die meisten Geschosse wurden von der Luftabwehr abgefangen,
darunter auch Drohnen über Erbil. In den vergangenen Tagen waren mehrfach
Explosionen im Stadtgebiet von Erbil zu hören gewesen. (afp)
## Israels Armee verkündet neue Angriffswelle gegen Iran
Die israelische Armee hat eine neue Angriffswelle gegen Iran
bekanntgegeben. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes in
Teheran und in zusätzlichen Gebieten im Iran“ anvisiert worden, teilte die
Armee am Dienstag auf X mit. Zugleich erklärte sie, die israelische
Luftabwehr reagiere derzeit auf Raketenangriffe aus dem Iran. Iranische
Staatsmedien meldeten derweil Explosionen in Teheran und der nahegelegenen
Stadt Karadsch. Irans staatliche Nachrichtenagenturen Fars und Mehr gaben
keine weiteren Details bekannt. Zuvor hatte die israelische Armee
mitgeteilt, in der Nacht zum Montag hätten die israelischen Streitkräfte
Angriffe auf die Teheraner Flughäfen Bahram, Mehrabad und Asmajesch
ausgeführt und dabei mehrere iranische Flugzeuge und Hubschrauber ins
Visier genommen. (afp)
## UN-Chef warnt vor Angriffen auf Irans zivile Infrastruktur
UN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und Israel aufgefordert,
Irans Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur nicht anzugreifen. Solche
Angriffe würden gegen internationales Recht verstoßen, sagte sein Sprecher
Stéphane Dujarric in New York. „Selbst, wenn bestimmte zivile Infrastruktur
als militärisches Ziel eingestuft werden könnte, würde das humanitäre
Völkerrecht Angriffe darauf dennoch verbieten“, wenn „übermäßige“ Schäden
für Zivilisten zu erwarten seien. Es sei „höchste Zeit, dass die Parteien
diesen Konflikt beenden“, sagte Guterres laut dem Sprecher. US-Präsident
Donald Trump hat Iran mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke
binnen weniger Stunden nach Ablauf seines jüngsten Ultimatums gedroht.
(dpa)
## Irans Armee weist Trumps „arrogante Rhetorik“ zurück
Irans Militärführung hat die Warnungen von US-Präsident Donald Trump vor
einer Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke des Landes als „arrogante
Rhetorik und haltlose Drohungen“ abgetan. Trump sei „wahnhaft“, sagte der
Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, Ebrahim Zolfaqari, laut
Staatsmedien. Die „rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des
wahnhaften US-Präsidenten“ würden die Angriffe gegen die „amerikanischen
und zionistischen Feinde“ nicht stoppen, wurde der Militärsprecher zitiert.
(dpa)
## IAEA warnt vor „sehr realer Bedrohung“ von AKW Buchehr
Angesichts des bereits vierten Angriffs auf das Gelände des iranischen
Atomkraftwerks Buschehr hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA)
vor einer „sehr realen Bedrohung für die nukleare Sicherheit“ gewarnt.
Luftangriffe auf ein in Betrieb befindliches Akw „könnten einen schweren
radiologischen Unfall mit schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt im Iran
und darüber hinaus“ verursachen, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag
auf X. Diese „sehr reale Bedrohung“ müsse aufhören. Nach Angaben der
iranischen Nachrichtenagentur Irna war am Samstag bei einem Angriff auf das
Gelände von Buschehr ein Sicherheitsmann getötet worden. An den
Atominstallationen seien jedoch keine Schäden entstanden. Der Angriff sei
jedoch lediglich 75 Meter von dem Akw-Gelände entfernt eingeschlagen,
erklärte Grossi basierend auf einer IAEA-Auswertung von Satellitenbildern.
„Eine Nuklearanlage und ihre Umgebung sollten niemals angegriffen werden“,
warnte er. Das Akw Buschehr im Südwesten Irans verfügt über den einzigen in
Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der IAEA im
Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden ist.
Russland war an dem Bau des Akw beteiligt, russische Techniker
unterstützten den Betrieb vor Ort. Wenige Stunden nach dem jüngsten Angriff
auf Buschehr erklärte Moskau, dass 198 weitere russische Arbeiter von dem
Atomkraftwerk abgezogen worden seien. Bereits Ende März waren gut 160
russische Arbeiter nach US-israelischen Angriffen von dem Gelände
fortgebracht worden. Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land
ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Westliche
Staaten werfen Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was
Teheran bestreitet. (afp)
## Trump droht Journalisten wegen Infos zu Piloten-Rettung
US-Präsident Donald Trump fordert von einem Medium den Namen eines
angeblichen Informanten zur Rettung der Kampfjet-Besatzung in Iran und
droht mit Gefängnis. Um welches Medium es geht, sagte er nicht. Er
ergänzte, man werde unter Verweis auf die nationale Sicherheit die
Herausgabe des Namens bei Androhung von Gefängnis verlangen. Der Präsident
sagte, man habe zunächst nicht über die erste Rettung – die des Piloten –
gesprochen. Dann habe jemand etwas durchgestochen, ergänzte Trump. Durch
die Information zur Rettung des Piloten und deren Veröffentlichung sei in
Iran klar gewesen, dass das zweite Besatzungsmitglied noch vermisst werde.
Das habe die Rettung erschwert. (dpa)
## Trump: Fehlende Nato-Hilfe wird ewiger Makel sein
Wenige Tage vor einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat
US-Präsident Donald Trump seine Kritik am Bündnis bekräftigt. „Ich glaube,
das ist ein Makel für die Nato, der niemals verschwinden wird“, sagte er
bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf die Haltung der
Partner zum Irankrieg. Er warf Verbündeten vor, zu spät Unterstützung in
Aussicht gestellt zu haben. „Ich brauche keine Hilfe, nachdem wir gewonnen
haben“, sagte er weiter. Der Republikaner hatte die Nato-Alliierten kurz
nach Beginn des Krieges mit Iran gedrängt, den USA bei der Sicherung der
Straße von Hormus zu Hilfe zu kommen. Damit sollte der freie Warenhandel
auf der für den globalen Öltransport wichtigen Schiffsroute gewährleistet
werden. Wegen des Krieges ist die Straße faktisch fast vollständig
blockiert, das hat dramatische Folgen für die Ölpreise.
In den vergangenen Wochen hatte Trump [3][die zukünftige Rolle der USA in
der Nato] thematisiert. So sagte er der Financial Times, die Nato werde vor
einer düsteren Zukunft stehen, sollten sie nicht bei der Sicherung der
Straße von Hormus helfen. Sollte es „keine Reaktion geben oder sollte die
Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die
Zukunft der Nato sein“, wurde Trump zitiert. Dem Telegraph sagte er, es
stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende
des Krieges überdacht werden müsse. Die Nato sei ein „Papiertiger“. (dpa)
## Brücken, Kraftwerke: Trump droht Iran mit Zerstörung
US-Präsident Donald Trump hat Iran mit einer Zerstörung aller Brücken und
Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seines Ultimatums gedroht.
Die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine „völlige Zerstörung“
herbeiführen, sagte Trump im Weißen Haus. Die Frist, die er Teheran zur
Öffnung der Straße von Hormus gesetzt hat, läuft nach deutscher Zeit um
2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab.
Über seine angedrohte Zerstörung iranischer Brücken und Kraftwerke sagte
Trump, man wolle nicht, dass das passiert. Er betonte aber zugleich: „Wir
haben einen Plan.“ Jedes Kraftwerk werde in diesem Fall vom Netz gehen,
brennen, explodieren und niemals mehr genutzt werden können. Kurz zuvor
hatte er bereits gedroht: „Das ganze Land kann in einer Nacht ausgeschaltet
werden, und diese Nacht könnte morgen sein“.
Trumps Angriffsdrohungen gegen auch zivile Infrastruktur sind auch in den
USA umstritten. Kritiker warnen vor möglichen Kriegsverbrechen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der ebenfalls an der Pressekonferenz
im Weißen Haus teilnahm, kündigte dort an, die amerikanischen Luftangriffe
im Irankrieg auszuweiten: „Heute wird – auf Anweisung des Präsidenten – der
größte Umfang an Angriffen seit Beginn des Einsatzes geflogen“, sagte er.
„Und dann hat Iran eine Wahl.“ (dpa)
## Trump dringt auf Deal
Diplomatische Bemühungen für einen Ausweg aus dem Krieg laufen nach
Darstellung Trumps unterdessen weiter. Man verhandele mit Iran – er denke,
es laufe gut, sagte er. Zu Bemühungen um eine Waffenruhe könne er nichts
sagen. Er könne jedoch sagen, dass Iran gerne eine Einigung erzielen wolle.
Der US-Präsident hatte in der Vergangenheit bereits häufiger von guten und
produktiven Gesprächen gesprochen und betont, dass Iran einen Deal wolle.
Teheran hatte die US-Angaben teilweise zurückgewiesen. Aus pakistanischen
Geheimdienstkreisen hieß es am Ostermontag, den Kriegsparteien sei ein Plan
für eine 45-tägige Waffenruhe mit Friedensgesprächen vorgelegt worden. Eine
Annäherung, insbesondere für die Öffnung der von Iran blockierten Straße
von Hormus, schien aber weit entfernt.
Die iranische Führung übermittelte eigenen Angaben nach jüngst ihre
„Forderungen und Ansprüche“ an die Vermittler. Die Forderungen der USA
seien „überzogen und inakzeptabel“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai
laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Im Gespräch ist seit längerer
Zeit ein 15-Punkte-Plan der USA, der von Iran große Zugeständnisse fordert.
Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei zwischen
Washington und Teheran. Iran setzte seine Raketen- und Drohnenangriffe auf
die Nachbarländer am Golf derweil auch zu Wochenbeginn fort.
Das US-Nachrichtenportal „Axios“ berichtete unter Berufung auf Aussagen von
vier US-amerikanischen, israelischen und regionalen Quellen, die 45-tägige
Waffenruhe sei die einzige Chance, eine dramatische Eskalation noch zu
verhindern. Nach einem Bericht des iranischen Staatssenders Irib
übermittelte Iran allerdings ein zehnseitiges Forderungspapier, in dem er
eine Waffenruhe ablehnt und stattdessen unter anderem ein dauerhaftes
Kriegsende fordert sowie Reparationen. Trump betonte nun, man brauche eine
Einigung und Teil davon müsse es sein, dass ein freier Transport von Öl
durch die Straße von Hormus wieder gewährleistet sei. (dpa)
## Israels Militär rüstet sich für wochenlangen Kampf gegen Iran
Das israelische Militär stellt sich auf andauernde Gefechte gegen Iran ein.
Generalstabschef Ejal Zamir habe bereits Schlachtpläne für die kommenden
drei Wochen gebilligt, falls es keine Feuerpause gebe, berichtete
Militärsprecher Effie Defrin am Montag vor Reportern. „Mit jedem Tag, der
vergeht, treffen wir sie immer stärker. Wir haben bereits sehr gute Erfolge
erzielt und wollen hervorragende Ergebnisse erreichen.“ (ap)
7 Apr 2026
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