# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump spart nicht mit Beleidigungen gegen Iran
> Der US-Präsident droht mit Angriffen auf zivile Infrastrukturen und
> spricht zugleich von einer bevorstehenden Einigung. Der Einsatz zur
> Rettung eines US-Waffenoffiziers lief womöglich nicht ganz reibungslos
> ab.
(IMG) Bild: Rettungskräfte suchen nach Überlebenden eines israelischen Luftschlags gegen Hisbollah-Stützpunkte in den südlichen Vorstädten Beiruts am Ostersamstag
## Trump: „Öffnet die verdammte Straße, ihr verrückten Mistkerle“
Angesichts des ablaufenden Ultimatums an den Iran hat US-Präsident Donald
Trump mit scharfen Drohungen und Beleidigungen seiner Forderung nach
Öffnung der Straße von Hormus erneut Nachdruck verliehen. „Öffnet die
verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in
der Hölle landen“, schrieb er in einem Post am Ostersonntag auf seiner
Plattform Truth Social. Fox News berichtete wenig später aus einem
Telefoninterview mit Trump, in dem er gesagt habe, dass er es für möglich
halte, dass bis Montag eine Einigung erzielt sei. „Sie verhandeln gerade“,
habe er gesagt, berichtete der Reporter, der mit Trump sprach.
In seinem Post auf Truth Social drohte er erneut mit Angriffen auf
Energieanlagen und Infrastruktur wie Brücken, sollte der Iran nicht
einlenken. „Am Dienstag ist im Iran gleichzeitig Tag des Kraftwerks und Tag
der Brücke. Das wird ein unvergessliches Erlebnis!“, schrieb Trump in
Anspielung auf drohende Angriffe auf Kraftwerke und Brücken. Bereits am
Samstag hatte er einen inhaltlich ähnlichen, aber bei Weitem nicht so
beleidigend formulierten Post abgesetzt.
Die iranische UN-Vertretung in Genf erklärte auf X, die Androhung der
vorsätzlichen Zerstörung ziviler Infrastruktur – Kraftwerke und Brücken –
stelle einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar. „Diese Rhetorik ist nicht
nur eines Präsidenten unwürdig, sondern zeugt auch von einer gefährlichen
Missachtung der Genfer Konventionen und des Schutzes von
Nichtkombattanten.“ Diplomatie erfordere ein Mindestmaß an Rechtmäßigkeit
und keine Drohungen mit der „Hölle“.
Trump hatte dem Iran schon einmal ein Ultimatum für die Öffnung der für den
globalen Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus gesetzt, es
vergangene Woche aber noch einmal verlängert. Bis zum 6. April
(US-Ortszeit, 02.00 Uhr MESZ 7. April) werde es keine Angriffe auf
iranische Kraftwerke geben, sagte er seinerzeit unter Verweis auf „sehr
gute“ Gespräche. (dpa)
## Tote und Verletzte bei Attacke auf ein Gebäude in iibanesischer
Hauptstadt
Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele der Hisbollah in
der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Die libanesische Nachrichtenagentur
NNA meldete am frühen Nachmittag Tote und Verletzte bei einem Angriff auf
ein dreistöckiges Gebäude im Süden der Stadt. Zur genauen Zahl der Opfer
machte die Agentur zunächst keine Angaben. Augenzeugen berichteten davon,
dass Verletzte in Decken weggetragen worden seien.
Augenzeugen meldeten darüber hinaus vier weitere heftige Bombardements in
den als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts seit der Mittagszeit
(Ortszeit). Rauchwolken seien in dem Gebiet aufgestiegen. Die Gegend gilt
als Hochburg der Hisbollah, ist aber auch dicht besiedeltes Wohngebiet.
Israels Armee hatte die Bewohner bereits mehrfach zur Flucht aufgerufen.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah feuerte derweil wieder Geschosse auf
Nordisrael. In einer Gegend in Galiläa gab es Berichten zufolge am frühen
Nachmittag (Ortszeit) gleich mehrfach Raketenalarm. Auch in anderen
Gebieten im Norden des Landes heulten nach Beschuss der libanesischen Miliz
die Warnsirenen. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht.
(dpa)
## Netanjahu zu Ostern: „Nur Israel schützt Christen der Region“
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Christen in aller Welt ein
frohes Osterfest gewünscht. In seiner am Sonntag auf Sozialen Medien
veröffentlichten Botschaft grüßte er ausdrücklich die „christlichen Freunde
in Israel und den Vereinigten Staaten“. Netanjahu erinnerte daran, dass
weltweit auch Christen verfolgt würden, auch im Mittleren Osten, im Libanon
und in Syrien. „Aber in unserer Region verteidigt Israel allein unsere
christliche Gemeinschaft, die wächst und gedeiht“, so der
Ministerpräsident.
Netanjahu legitimierte vor diesem Hintergrund auch den von Israel und den
USA geführten Krieg gegen den Iran. „In diesem Land, in dem die Geschichte
begann, während Raketen auf unsere Hauptstadt, die heilige Stadt Jerusalem,
abgefeuert werden, und während die USA und Israel standhaft gegen das
iranische Regime und seine terroristischen Verbündeten auftreten, setzen
wir unseren entschlossenen Einsatz fort, die Religionsfreiheit für alle
Glaubensrichtungen zu schützen – besonders in dieser heiligen Zeit.“ (kna)
## Iran und Oman bemühen sich um eine Regelung für Straße von Hormus
Der Iran und der Oman bemühen sich um eine Regelung für die Schifffahrt in
der für den globalen Energiehandel zentralen Straße von Hormus. Nach
Angaben der omanischen Nachrichtenagentur erörtern Vertreter der
Außenministerien beider Länder sowie Fachleute Optionen, „wie unter den
derzeitigen Umständen in der Region ein reibungsloser Durchgang durch die
Straße von Hormus gewährleistet werden kann“.
Der Zeitpunkt der Gespräche fällt mit einem Ultimatum von US-Präsident
Donald Trump zusammen. Trump droht mit Angriffen auf iranische Kraftwerke,
sollte die Führung in Teheran die Meerenge nicht bis Ostermontag
(US-Ortszeit, Nacht zum 7. April MESZ) vollständig und „ohne Drohungen“ für
den Schiffsverkehr öffnen.
Über die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels
abgewickelt. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar liegt der Seeverkehr
praktisch still. Irans Kontrolle sowie Warnungen vor Minen,
Drohnenangriffen und der Entzug von Kriegsrisikoversicherungen machen die
Passage für westliche Reedereien nahezu unmöglich. Hunderte Tanker,
Containerschiffe und Frachter liegen in der Region fest.
Die Meerenge ist an ihrer engsten Stelle nur rund 33 Kilometer breit. Die
Hoheitsgewässer des Irans und des Omans überlappen sich vollständig, einen
neutralen Hochsee-Korridor gibt es nicht. Der Iran beansprucht die
Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die
Durchfahrt.
Die Expertin für Energiemärkte, Amena Bakr, schrieb auf X, seit dem 30.
März hat das Datenanalyseunternehmen Kpler eine strategische Aufteilung der
Schifffahrtsrouten in eine „Oman-Route“ und eine „Iran-Route“ festgestellt.
Mit „Oman-Route“ ist gemeint, dass Schiffe fern von iranischen Gewässern
und nahe der omanischen Territorialgewässer fahren. (dpa)
## Iran beschießt Israel erneut mit Raketen
Nach neuen iranischen Raketenangriffen auf Südisrael hat es am frühen
Nachmittag dort auch Einschläge gegeben. Sicherheitskräfte seien deshalb im
Einsatz, teilten Israels Polizei und Armee mit. Israelische Medien
meldeten, bei einem Angriff sei ein Industriegebiet in der Wüste Negev
getroffen worden. Es ist den Angaben zufolge bereits das dritte Mal, dass
das Gebiet seit Kriegsbeginn vor fünf Wochen unter Beschuss geraten ist.
Den Berichten zufolge gab es lediglich geringe Schäden durch Splitter und
eine Druckwelle.
Im israelischen Fernsehen verbreitete Aufnahmen zeigten dicke Rauchschwaden
über dem Gebiet.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz drohte derweil erneut dem
Iran. „Solange der Raketenbeschuss auf israelische Bürger andauert, wird
der Iran einen schmerzhaften Preis zahlen, der seine nationale
Infrastruktur zersetzen und zusammenbrechen lassen wird“, sagte Katz laut
in einer am frühen Nachmittag von seinem Büro veröffentlichten
Videobotschaft. (dpa)
## Emirate melden Angriffe mit 60 Geschossen aus dem Iran
Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate mit Dutzenden Geschossen
angegriffen. Die Islamische Republik habe neun ballistische Raketen, einen
Marschflugkörper und 50 Drohnen gegen die Emirate eingesetzt, teilte das
Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Damit seien die Emirate im
Kriegsverlauf mit 507 Raketen, 24 Marschflugkörpern und 2.191 Drohnen
angegriffen worden.
Nach einem der Angriffe kam es am Sonntag in einer petrochemischen Fabrik
zu einem Brand. Die Behörden in Abu Dhabi teilten mit, das Feuer sei
ausgebrochen, nachdem Trümmer eines abgefangenen Geschosses auf die Anlage
in Ruwais nahe der saudi-arabischen Grenze gestürzt seien. Die Produktion
sei angehalten worden.
Die petrochemische Industrie ist in vielen Staaten der Region ein wichtiger
Sektor. Anlagen in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und auch im
Iran verarbeiten Öl und Gas zu Produkten wie Kunststoffen, Polymeren und
Düngemitteln und erzielen damit Exporteinnahmen in Milliardenhöhe.
Zu den Angriffen auf petrochemische Anlagen in den Vereinigten Arabischen
Emiraten, Kuwait und Bahrain bekannten sich die iranischen
Revolutionsgarden. Sollten sich die Attacken auf zivile Ziele im Iran
wiederholen, würden die Einsätze gegen wirtschaftliche Interessen der USA
intensiviert, warnten sie in einer Mitteilung. (ap/rtr)
## Tanker mit irakischem Rohöl passiert Straße von Hormus
Ein mit irakischem Rohöl beladener Tanker passiert Daten von LSEG und Kpler
zufolge die Straße von Hormus nahe der iranischen Küste. Zuvor hat der Iran
den Irak von den Transitbeschränkungen für die wichtige Seeroute
ausgenommen. Die „Ocean Thunder“ hat den Daten nach rund eine Million
Barrel Rohöl geladen und soll ihre Fracht Mitte April in Malaysia entladen.
(rtr)
## Pakistan und Ägypten sprechen mit Iran über Deeskalation
Die Außenminister [1][Pakistans] und Ägyptens haben mit ihrem iranischen
Amtskollegen Abbas Araghtschi Möglichkeiten für eine Deeskalation im Krieg
im Nahen Osten ausgelotet. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar habe
mit Araghtschi die Lage besprochen und deutlich gemacht, dass sein Land
alle Bemühungen begrüße, die einer Entspannung dienten, teilte das
Außenministerium in Islamabad am Sonntag mit.
Das ägyptische Außenministerium erklärte, Minister Badr Abdel-Atti habe
sowohl mit Araghtschi als auch mit Dar, dem türkischen Chefdiplomaten Hakan
Fidan und dem US-Gesandten Steve Witkoff telefoniert. In der Mitteilung vom
Sonntag hieß es, Abdel-Atti habe tags zuvor mit seinen Gesprächspartnern
„Ideen und Vorschläge“ diskutiert, um „die erforderliche Ruhe
herzustellen“. Der Minister warnte demnach vor einer „beispiellosen
Eskalation“ im Nahen Osten. (dpa)
## Iranische Revolutionsgarde: mehrere „fliegende Objekte“ zerstört
Das iranische Militär hat nach eigenen Angaben bei dem US-amerikanischen
Rettungseinsatz für den am Freitag abgeschossenen Piloten im Südwesten des
Iran mehrere US-Flugzeuge abgeschossen. „Untersuchungen von Experten vor
Ort haben ergeben, dass zwei militärische Transportflugzeuge vom Typ C-130
und zwei Black-Hawk-Hubschrauber der US-Armee von unseren Streitkräften
zerstört wurden“, teilte das vereinigte Kommando der iranischen
Streitkräfte am Sonntag mit. Die Angaben ließen sich von der
Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht überprüfen.
Bei Angriffen in derselben Gegend sind Medienangaben zufolge zehn Menschen
getötet und sieben verletzt worden. Unter den Opfern seien auch zwei
Touristen gewesen, berichtete die Seite Nurnews, die den iranischen
Sicherheitskräften nahestehen soll, am Sonntag. Ob es sich um Iraner
handelte oder andere Staatsangehörige, ging aus der Meldung nicht hervor,
ebenso wenig wie der Grund für ihren Aufenthalt in der angegriffenen Gegend
rund 580 Kilometer südlich von Teheran. Ob es gar einen Zusammenhang
zwischen der Rettungsaktion für den Piloten und den Toten gab, ging aus der
Nurnews-Meldung ebenfalls nicht hervor. (dpa/rtr)
## Crewmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets in Sicherheit
Ein US-Waffenoffizier, [2][dessen Kampfjet über dem Iran abgeschossen
worden war], ist von US-Spezialkräften bei einem hochriskanten
Kommandoeinsatz gerettet worden. „Wir haben ihn“, schrieb US-Präsident
Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social in Großbuchstaben. Der
Soldat sei verletzt, befinde sich jetzt aber in Sicherheit. Es werde ihm
gut gehen, schrieb Trump. Der Pilot der am Freitag abgeschossenen F-15E war
laut übereinstimmenden Medienberichten bereits zuvor gerettet worden. Auch
dessen Rettung bestätigte Trump nun offiziell.
Die Aktion für das zweite Besatzungsmitglied folgte einem zweitägigen
„Wettlauf auf Leben und Tod“ zwischen US-amerikanischen und iranischen
Streitkräften, um den verletzten Luftwaffenangehörigen zu erreichen,
zitierte die New York Times US-Beamte. Der US-Soldat sei von „unseren
Feinden gejagt worden“, sie seien ihm stündlich nähergekommen, schrieb
Trump. US-Spezialkommandos seien zu seiner Rettung „tief in feindliches
Gebiet“ vorgerückt, schrieb die Zeitung. Laut Trump wurden sie von
Dutzenden Kampfjets flankiert.
Der arabische Sender Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, wonach es
schließlich zu einem „heftigen Feuergefecht“ kam. Am Ende konnten die
US-Kommandos laut New York Times den verletzten Offizier begleitet von
Hunderten Spezialeinsatzkräften bergen. Er sei „nie wirklich allein“
gewesen, schrieb Trump. Die US-Militärführung habe seinen Standort in den
Bergen „rund um die Uhr“ überwacht. Es sei eine der gewagtesten Such- und
Rettungsaktionen des US-Militärs in der Geschichte der USA gewesen, schrieb
der Präsident weiter.
Rettungsflugzeuge flogen den Waffenoffizier nach Angaben der New York Times
zur medizinischen Behandlung nach Kuwait. Es habe jedoch ein letztes
Hindernis gegeben, das die Rettung des Mannes verzögert habe. Zwei
Transportflugzeuge, die die Einsatzkommandos und den Waffenoffizier in
Sicherheit bringen sollten, hätten im Iran festgesteckt, wurde ein
US-Militärbeamter zitiert. Drei Ersatzflugzeuge seien eingesetzt worden, um
die US-Soldaten zu bergen. Diese hätten die beiden zurückgelassenen
Flugzeuge gesprengt, um zu verhindern, dass sie in iranische Hände fielen,
hieß es.
Iranische Medien hatten von hohen Geldsummen berichtet, die für die
Ergreifung des US-Soldaten versprochen worden sein sollen. Iraner hätten
ihre Smartphones gen Himmel gerichtet, um die Rettungsaktion zu verfolgen,
berichtete das Wall Street Journal. Auf Videoaufnahmen sei zu sehen, wie
Iraner in die Luft feuerten und versuchten, US-Hubschrauber abzuschießen,
die den an der Rettungsaktion beteiligten Hubschraubern ähnelten, hieß es.
Hätte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst gefunden, hätte die Führung in
Teheran dies nach Einschätzung von Experten als Druckmittel nutzen können.
Wäre das Crew-Mitglied in Gefangenschaft geraten und wären Bilder davon
veröffentlicht worden, hätte dies zudem die ohnehin schon kritische Haltung
der amerikanischen Öffentlichkeit zum Krieg weiter negativ beeinflusst,
hatte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik
Chatham House, der BBC gesagt.
Die US-Regierung und besonders Trump hatten in den vergangenen Wochen immer
wieder suggeriert, dass US-Flugzeuge im iranischen Luftraum keine Angriffe
mehr fürchten müssten. Die USA hätten die Lufthoheit erlangt. „Trump sagte,
der Iran sei ‚vernichtet‘ worden. Dann wurde ein amerikanischer Kampfjet
vom Typ F-15E abgeschossen“, schrieb der US-Fernsehsender NBC.
Nach der Rettung des zweiten Besatzungsmitglieds der F-15E schrieb der
US-Präsident, man wieder niemals einen amerikanischen Soldaten
zurücklassen. Dass der Rettungseinsatz durchgeführt werden konnte, ohne
dass ein Amerikaner getötet oder verwundet wurde, beweise „einmal mehr,
dass wir die überwältigende Lufthoheit über den iranischen Luftraum erlangt
haben“. (dpa)
## Trump erneuert Drohung gegen Iran
Trump droht dem Iran erneut mit schweren Angriffen, sollte Teheran sich
nicht seinem Ultimatum [3][zur Öffnung der Straße von Hormus] beugen. „Die
Zeit läuft davon – 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht“,
schrieb er am Samstag auf Truth Social. Die Bedingungen seien erfüllt, wenn
der Iran einem Abkommen zustimme oder die Straße von Hormus öffne.
Trump hatte gedroht, Irans Kraftwerke zerstören zu lassen, sollte der Iran
die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Meerenge nicht vollständig
und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen. Sein Ultimatum dafür
verschob er vergangene Woche noch einmal. Bis zum 6. April (US-Ortszeit,
Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische
Kraftwerke geben, kündigte er unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche an.
(dpa)
## Iran greift erneut Ziele in Kuwait an
Bei iranischen Angriffen auf das Golfemirat Kuwait sind nach
Behördenangaben in der Nacht zum Sonntag zwei Kraftwerke mit
angeschlossener Wasserentsalzungsanlage erheblich beschädigt worden. Die
Anlagen seien „im Rahmen des abscheulichen iranischen Angriffs“ mit
„feindlichen Drohnen“ angegriffen worden, es sei „erheblicher Sachschaden“
entstanden, erklärte das kuwaitische Elektrizitäts- und Wasserministerium.
Menschen seien durch den Angriff nicht zu Schaden gekommen.
Zuvor hatte die kuwaitische Armee nächtliche Drohnen- und Raketenangriffe
gemeldet. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um „auf die Bedrohung durch
feindliche Raketen und Drohnen zu reagieren“, hatten die Streitkräfte
erklärt.
Dem kuwaitischen Finanzministerium zufolge wurde bei einem iranischen
Drohnenangriff auf die Hauptstadt Kuwait-Stadt am Samstagabend ein
Regierungskomplex „erheblich“ beschädigt. In dem Gebäude sind demnach
mehrere Ministerien untergebracht. Verletzte habe es nicht gegeben. Die
Angestellten leisteten ihre Arbeit aus dem Homeoffice, Besuche in dem
Gebäudekomplex seien ausgesetzt. Nach Angaben des Informationsministeriums
traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum
Corporation. Auch dabei habe es keine Verletzten gegeben. (afp/dpa)
## Südkorea bittet Golfstaaten um stabile Energielieferungen
Südkorea bittet die Golfstaaten um stabile Energielieferungen.
Finanzminister Koo Yun-cheol habe zudem um den Schutz koreanischer Schiffe
in der Straße von Hormus gebeten, teilt das Ministerium mit. Die Gesandten
sagten eine enge Abstimmung zu, um die Versorgung zu gewährleisten.
Hintergrund ist der eskalierende Krieg mit dem Iran, der den Schiffsverkehr
stört. (rtr)
## Israel greift Chemieanlagen in Iran an
Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach Armeeangaben einen
Industriekomplex zur Herstellung von Chemikalien für die Waffenproduktion
bombardiert. Es sei in Mahschahr im Südwesten ein Gelände mit einer von
zwei zentralen Anlagen zur Herstellung von Materialien für Sprengstoffe,
ballistische Raketen und andere Waffensysteme attackiert worden, teilte die
Armee mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter
Berufung auf das Gouverneursamt von drei Einschlägen berichtet.
Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2,
Ridschal und Amirkabir, hieß es. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es
Todesopfer und Verletzte gegeben habe. Mahschahr ist eine Hafenstadt in der
iranischen Provinz Chusesten nahe der Grenze zum Irak.
Unterdessen kam Israel in der Nacht erneut unter Beschuss aus dem Iran.
Eine Rakete sei in Südisrael in ein unbewohntes Gebiet eingeschlagen,
zitierte die Times of Israel das Militär.
Niemand sei verletzt worden. Während des Tages waren in Vororten von Tel
Aviv Wohnhäuser Medienberichten zufolge bei Raketenbeschuss stark
beschädigt worden. Vier Menschen wurden verletzt. Zugleich sei eine Drohne
[4][der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz aus dem Jemen] abgefangen
worden. (dpa)
## Hisbollah: Israelisches Kriegsschiff vor libanesischer Küste angegriffen
Die proiranische Hisbollah im Libanon hat einen Angriff mit einer Rakete
großer Reichweite auf ein israelisches Kriegsschiff für sich reklamiert.
Sie habe das israelische Schiff 68 Seemeilen vor der libanesischen Küste
mit einem Marschflugkörper angegriffen, teilte die vom Iran unterstützte
Miliz am Sonntag mit. Das Kriegsschiff habe sich angeblich „auf Angriffe
auf libanesisches Gebiet vorbereitet“.
Es ist das erste Mal seit ihrem Eintritt in den Irankrieg, dass die
Hisbollah den Einsatz einer solchen Rakete für sich reklamiert.
Die israelische Marine nahm israelischen Angaben zufolge Hisbollah-Ziele im
Libanon von Kriegsschiffen aus ins Visier, darunter war auch ein
Luftangriff auf Beirut, bei dem am Mittwoch ein hochrangiger
Hisbollah-Kommandeur getötet wurde.
Der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel war seit dem Beginn des
Irankrieges erneut eskaliert. Die pro-iranische Miliz feuerte am 2. März
als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali
Chamenei Raketen auf Israel ab und zog damit den Libanon in den Irankrieg
hinein. [5][In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und
schickte Bodentruppen über die Grenze]. (afp)
## Zwei weitere Todesurteile im Iran vollstreckt
Im Iran sind zwei weitere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten
Massenprotesten vollstreckt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur
Fars handelt es sich dabei um Schahin Vahedparast Kaloor (30) und
Mohammedamin Biglari (19). Die Justiz wirft ihnen vor, gemeinsam mit
anderen in einen „militärisch klassifizierten Standort“ der
paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen und dort Feuer
gelegt zu haben. Ein versuchter Diebstahl von Waffen soll gescheitert sein.
Nach Justizangaben wurde das Todesurteil vom obersten Gericht überprüft.
Unterstützer schreiben dagegen auf X, es sei ein überstürztes Verfahren mit
erzwungenen Geständnissen und fehlenden Beweisen gewesen. Der Zugang zu
unabhängigen Anwälten sei verwehrt worden. Ein Recht auf Berufung habe es
ebenfalls nicht gegeben. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig
überprüfen.
Aus der Gruppe von sieben Jugendlichen und Männern [6][war am Donnerstag
bereits der 18 Jahre alte Amirhossein Hatami hingerichtet worden].
Im Iran sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben der
Menschenrechtsorganisation Hengaw mindestens 160 Todesurteile vollstreckt
worden.
Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig
für mehr Delikte als bisher „ohne Gnade und Nachsicht“ zu vollstrecken.
Dazu zählen auch Terrorhandlungen sowie die Zerstörung staatlicher
Einrichtungen.
Die Proteste wurden Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise
ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu
politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der
Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste
vor. Tausende Demonstranten wurden getötet. (dpa)
## Im Libanon getötete indonesische Blauhelmsoldaten beigesetzt
Eine Woche nach ihrer Tötung im Südlibanon sind in Indonesien drei
Blauhelmsoldaten beigesetzt worden. Die Soldaten der UN-Mission Unifil
wurden am Sonntag in ihren jeweiligen Heimatorten mit militärischen Ehren
beerdigt. Ihre Särge waren jeweils mit der indonesischen Flagge umhüllt.
Weinende Angehörige streuten Blütenblätter auf die Gräber.
Zulmi Aditya Iskandar wurde auf einem Militärfriedhof in seiner Heimatstadt
Bandung im Westen der indonesischen Insel Java beigesetzt. Muhammad Nur
Ichwan und Farizal Rhomadhon fanden in ihren jeweiligen Heimatstädten in
Zentraljava und Yogyakarta ihre letzte Ruhe. Die drei Leichname waren am
Samstag in Jakarta eingetroffen, wo sie mit einer militärischen Zeremonie
im Beisein von Präsident Prabowo Subianto empfangen wurden.
Die drei Blauhelmsoldaten gehörten der UN-Mission Unifil im Libanon an.
Einer der drei Soldaten wurde am Sonntag vergangener Woche bei der
Explosion eines Geschosses im Südlibanon getötet, wo die Kämpfe zwischen
Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah seit Beginn des Irankrieges
wieder aufgeflammt sind. Die anderen beiden Blauhelmsoldaten starben einen
Tag später bei einer Explosion in einem Logistikkonvoi im Südlibanon. (afp)
## Planet Labs stellt Veröffentlichung von Nahost-Satellitenfotos ein
Das Unternehmen Planet Labs stellt aufgrund einer Aufforderung der
US-Regierung mit Verweis auf den Irankrieg die Veröffentlichung aktueller
Satellitenaufnahmen aus dem Nahen Osten weitestgehend ein. Das berichteten
unter anderem die New York Times und das Wall Street Journal unter Berufung
auf eine E-Mail des US-Anbieters an dessen Kunden. Aufnahmen sollen demnach
bis auf weiteres nur noch in Einzelfällen freigegeben werden. Die
Einschränkung gelte unter anderem für den Iran sowie die betroffenen
Staaten rund um den Persischen Golf.
Unter anderem Journalisten und Forscher nutzen solche Satellitenaufnahmen,
um zum Beispiel die Folgen von Angriffen in der Region oder die Bewegung
von Schiffen zu dokumentieren. Die Aufnahmen sind vor allem hilfreich für
Gebiete, die sonst schwer zugänglich sind – sei es wegen laufender
Kampfhandlungen, ihrer Lage oder Beschränkungen durch die örtlichen
Behörden.
Planet Labs hatte die Veröffentlichung von Aufnahmen aus der Region nach
Beginn des Irankriegs vor gut fünf Wochen bereits aus Sicherheitsgründen
verzögert. Auch das Konkurrenzunternehmen Vantor habe die Veröffentlichung
von Satellitenaufnahmen aus der Region bereits eingeschränkt, hieß es in
den Berichten weiter. Die US-Regierung befürchtet, dass aktuelle
Satellitenaufnahmen Gegnern wie dem Iran für deren Angriffe nutzen könnten.
(dpa)
## Drei Tote bei US-israelischen Angriffen im Nordwesten des Iran
Bei Angriffen der USA und Israels im Nordwesten des Iran sind nach Angaben
der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim drei Menschen getötet worden.
Drei weitere Menschen seien bei den Attacken auf die Ortschaften
Dschafarabad und Germi in der an Aserbaidschan angrenzenden Provinz Ardabil
verletzt worden, meldete Tasnim unter Berufung auf den Regionalgouverneur
weiter.
Der Iran wirft Israel seit Längerem vor, das Territorium des Nachbarlands
Aserbaidschan für Geheimdienstoperationen und Angriffe zu nutzen. Israel
ist ein wichtiger Waffenlieferant für den Staat im Südkaukasus.
Nach den mehrtägigen Angriffen Israels und der USA auf den Iran im Juni
2025 hatte Aserbaidschan dem Iran zugesichert, sein Staatsgebiet werde
nicht für Angriffe auf das Nachbarland genutzt. Anfang März waren mehrere
Drohnen in der aserbaidschanischen Region Nachitschewan abgestürzt.
Aserbaidschan machte dafür den Iran verantwortlich. Teheran wies dies
zurück und beschuldigte Israel. (afp)
5 Apr 2026
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