# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran lehnt Vorschlag für Waffenstillstand ab
       
       > Teheran sagt Nein zu dem von Pakistan vermittelten Waffenruhe-Plan.
       > Israel greift größten Petrochemie-Komplex an, Iran beschießt Israel und
       > die Golfstaaten.
       
 (IMG) Bild: Die etrochemischen Anlagen in der iranischen Industriestadt Asalujeh am 19. November 2015
       
       ## Iran lehnt US-Vorschlag für Waffenstillstand ab
       
       Der Iran übermittelt Pakistan seine Antwort ‌auf den US-Vorschlag zur
       Beendigung des Krieges und lehnt darin einen Waffenstillstand ab.
       Stattdessen betone die Regierung in Teheran die Notwendigkeit eines
       dauerhaften Kriegsendes, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Die
       Antwort bestehe aus zehn Punkten. Dazu zählten ein Ende der Konflikte in
       der Region, ein Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die Straße von
       Hormus, die Aufhebung von Sanktionen sowie der Wiederaufbau, heißt es
       weiter. (rtr)
       
       ## Angriffe von drei Seiten auf Israel
       
       Israel ist gleichzeitig aus dem Iran, dem Libanon und dem Jemen angegriffen
       worden. Im Großraum Tel Aviv heulten bei Raketenangriffen aus dem Iran
       erneut die Warnsirenen, Menschen hielten sich in Schutzräumen auf. Die
       Küstenstadt Eilat im Süden des Landes wurde derweil nach Medienberichten
       von Drohnen angegriffen, die aus dem Jemen geschickt worden waren. Dabei
       sei niemand verletzt worden. Die Huthi im Jemen reklamierten den Angriff
       für sich. Zudem habe es auch im Norden des Landes Angriffe durch die
       libanesische Hisbollah-Miliz gegeben, hieß es in den Medienberichten
       weiter. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist es bereits mehrmals zu
       gleichzeitigen, offenbar koordinierten Angriffen der Verbündeten Iran,
       Hisbollah und der Huthi-Miliz auf Israel gekommen. (dpa)
       
       ## USA und Iran prüfen pakistanischen Vorschlag für Waffenruhe
       
       Kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran
       kommt offenbar Bewegung in die Bemühungen zur Beendigung des Krieges
       zwischen dem Iran und den USA. Beide Staaten erwägen einen von Pakistan
       vermittelten Plan für eine Waffenruhe. Die Regierung in Teheran widersetzte
       sich am Montag jedoch dem Druck, die Straße von Hormus vor Ablauf der Frist
       wieder zu öffnen. Trump hatte dem Iran mit massiven militärischen Angriffen
       gedroht, sollte die Meerenge bis Dienstag um 20.00 Uhr (Ortszeit, Mittwoch
       02.00 Uhr MESZ) nicht passierbar sein. Trump will sich um 13.00 Uhr
       Ortszeit (19.00 MESZ) auf einer Pressekonferenz ‌äußern.
       
       Einem Vertreter des Weißen Hauses zufolge handelt es sich bei dem Plan nur
       um eine von vielen Ideen, dem der Präsident noch nicht zugestimmt habe. Der
       US-Militäreinsatz werde fortgesetzt. Der von Pakistan vermittelte Entwurf
       sieht Insidern zufolge eine sofortige Waffenruhe vor, gefolgt von
       Verhandlungen über ein umfassendes Friedensabkommen innerhalb von 15 bis 20
       Tagen. Pakistans Armeechef Asim Munir habe die ganze Nacht über mit
       US-Vizepräsident J. D. Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem
       iranischen Außenminister Abbas Aragtschi in Kontakt gestanden, hieß es
       weiter. (rtr)
       
       ## Irans Außenministeriumssprecher bestätigt Kontakt mit Vermittlern
       
       Der Sprecher des iranischen Außenministeriums hat Kontakt mit Vermittlern
       im Krieg mit den USA und Israel bestätigt. Es würden Botschaften
       ausgetauscht, sagte Esmail Baghaei am Montag zu Pressevertretern in
       Teheran. Jedoch seien Verhandlungen „völlig unvereinbar mit Ultimaten,
       Verbrechen und Drohungen von Kriegsverbrechen“. Zwei in die
       Vermittlungsbemühungen eingeweihte Personen aus der Nahost-Region hatten
       der Nachrichtenagentur AP zuvor bestätigt, dass der Iran und die USA einen
       Entwurf für einen Vorschlag erhalten hätten, der eine 45-tägige Waffenruhe
       und die Wiederöffnung der Straße von Hormus vorsieht. Der Text sei von
       ägyptischen, pakistanischen und türkischen Vermittlern ausgearbeitet
       worden. Die Hoffnung sei, dass ein Zeitraum von 45 Tagen ausreichen werde,
       um in umfassenden Gesprächen ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen zu
       erreichen. (ap)
       
       ## US-Botschafter dankt Israel für Unterstützung bei Bergung im Iran
       
       Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets im Iran haben die USA bei der Suche
       nach den zwei Besatzungsmitgliedern Unterstützung von Israel bekommen. Der
       US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, teilte am Montag auf der Plattform
       X mit, er habe soeben den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin
       Netanjahu getroffen, um sich im Namen des amerikanischen Volkes für die
       Unterstützung durch das israelische Militär und den israelischen
       Auslandsgeheimdienst Mossad zu bedanken. Sie seien „hilfreiche Partner in
       der Mission“ gewesen. (ap)
       
       ## Todeszahl im Libanon steigt auf fast 1.500
       
       Im Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten
       Eskalation vor fünf Wochen fast 1.500 Menschen getötet worden. Das
       libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass seit dem 2. März 1.497
       Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4.639 Personen
       seien verletzt worden. (dpa)
       
       ## Weißes Haus prüft im Iran-Krieg 45-tägige Waffenruhe
       
       Die USA prüfen nach eigenen Angaben einen Vorschlag für eine 45-tägige
       Waffenruhe mit dem Iran. „Das ist eine von vielen Ideen“, sagte ein
       Mitarbeiter des Weißen Hauses am Montag der Nachrichtenagentur AFP in
       Washington. Präsident Donald Trump habe den Vorstoß aber noch „nicht
       gebilligt“. Das Weiße Haus verwies auf eine für 19.00 Uhr MESZ geplante
       Pressekonferenz von Trump. (afp)
       
       ## Nach Angriffen auf iranisches Akw Buschehr: IAEA warnt vor „sehr realer
       Bedrohung“
       
       Angesichts des bereits vierten Angriffs auf das Gelände des iranischen
       Atomkraftwerks Buschehr hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA)
       vor einer „sehr realen Bedrohung für die nukleare Sicherheit“ gewarnt.
       Luftangriffe auf ein in Betrieb befindliches Akw „könnten einen schweren
       radiologischen Unfall mit schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt im Iran
       und darüber hinaus“ verursachen, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag
       im Onlinedienst X. Diese „sehr reale Bedrohung“ müsse aufhören.
       
       Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna war am Samstag bei
       einem Angriff auf das Gelände von Buschehr ein Sicherheitsmann getötet
       worden. An den Atominstallationen seien jedoch keine Schäden entstanden.
       Der Angriff sei jedoch lediglich 75 Meter von dem Akw-Gelände entfernt
       eingeschlagen, erklärte Grossi basierend auf einer IAEA-Auswertung von
       Satellitenbildern. „Eine Nuklearanlage und ihre Umgebung sollten niemals
       angegriffen werden“, warnte er. (afp)
       
       ## Iran meldet Angriffe auf Industrie im Landeszentrum
       
       Iran hat nach israelischen Luftangriffen auf die Gasindustrie am Persischen
       Golf weitere Bombardierungen im Landeszentrum gemeldet. Ziel sei ein
       petrochemischer Komplex in der Stadt Marwdascht rund 45 Kilometer
       nordöstlich der Metropole Schiras gewesen, berichtete die
       Nachrichtenagentur Tasnim. Ein Feuer sei ausgebrochen, aber bereits unter
       Kontrolle, hieß es. Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister
       Israel Katz Angriffe auf Anlagen in der Küstenstadt Asalujeh bestätigt. Ein
       Iran-Experte schrieb auf X, die Angriffe der USA und Israels auf iranische
       Infrastruktur zielten auf eine „Deindustrialisierung“ des Landes. „Das
       letztendliche Ziel besteht darin, den Wiederaufbau zu erschweren und
       Unruhen in der Nachkriegszeit zu schüren, indem ein Szenario eines
       „gescheiterten Staates“ herbeigeführt wird“, schrieb Mohammad Ali Shabani.
       (dpa)
       
       ## Israel greift größten Petrochemie-Komplex in Iran an
       
       Israel hat nach eigenen Angaben den größten petrochemischen Komplex in Iran
       angegriffen. „Das israelische Militär hat Irans größten petrochemischen
       Komplex in Asalujeh, der etwa die Hälfte der petrochemischen Produktion des
       Landes ausmacht, mit voller Wucht angegriffen“, erklärte am Montag
       Verteidigungsminister Israel Katz. Der Betreiber des iranischen
       Industriekomplexes erklärte wenig später, dass die Situation „unter
       Kontrolle“ sei. Iranische Medien berichteten von mehreren Explosionen in
       dem Komplex. Nach Angaben des Betreibers brach ein Feuer aus. „Ein Brand
       ist unter Kontrolle gebracht worden“, erklärte der nationale
       Petrochemie-Konzern nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
       „Die Lage ist derzeit unter Kontrolle, und technische Aspekte sowie das
       Ausmaß des Schadens werden untersucht.“ Es seien keine Verletzten gemeldet
       worden.
       
       Der Gaskomplex Asalujeh im Süden Irans liegt am Rande des riesigen Gasfelds
       South Pars im Persischen Golf. Dieses ist das größte bekannte Gasvorkommen
       der Welt. Iran teilt es sich mit dem auf der gegenüberliegenden Küste
       gelegenen Katar, das seinen Teil des Vorkommens unter dem Namen North Dome
       ausbeutet. South Pars liefert rund 70 Prozent des in Iran verbrauchten
       Erdgases. (afp)
       
       ## Militär: Getötete in Haifa gehörten derselben Familie an
       
       Vier nach einem Raketeneinschlag in der israelischen Stadt Haifa unter
       Trümmern tot aufgefundene Menschen gehörten nach Angaben des Militärs
       derselben Familie an. Militärsprecher Nadav Schoschani sagte, der
       Sprengkopf der Rakete sei beim Aufprall nicht explodiert. Das habe eine
       anhaltende Gefahr dargestellt und die Arbeiten erschwert. Such- und
       Rettungsteams hätten am Sonntag zunächst zwei Leichen unter den Trümmern
       gefunden. Nach 18 Stunden Grabungsarbeiten seien am Montag zwei weitere
       Tote tief unter den Trümmern entdeckt worden. (ap)
       
       ## Mindestens 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
       
       Israel setzt seine Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der pro-iranischen
       Hisbollah-Miliz im Libanon mit voller Härte fort. Dabei wurden in
       verschiedenen Regionen des Landes nach libanesischen Angaben mindestens 15
       Menschen getötet. Unter anderem nahm Israel am Montag die Hauptstadt Beirut
       ins Visier, auch Ziele im Süden und Osten des Landes wurden angegriffen.
       „Terrorziele der Hisbollah in Beirut“ seien angegriffen worden, erklärte
       die israelische Armee am Montag. Die staatliche libanesische
       Nachrichtenagentur NNA meldete neue Angriffe auf südliche Vororte Beiruts
       sowie im Süden und Osten des Landes.
       
       Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete am Montag von wenigen
       geöffneten Geschäften in den südlichen Vororten der libanesischen
       Hauptstadt. Eine Tankstelle des Konzerns al-Amana, die bei vorherigem
       Beschuss beschädigt worden war, sei wieder in Betrieb. In den vergangenen
       Tagen waren zwei Tankstellen des Konzerns bei Luftangriffen getroffen
       worden. Die Tankstellen seien „von der Hisbollah kontrolliert“ worden und
       dienten deren „finanzieller Infrastruktur“, begründete die israelische
       Armee ihre Angriffe. (afp)
       
       ## Ölpreise geben leicht nach
       
       Die Ölpreise geben im ‌volatilen Handel leicht nach. Investoren warten auf
       Klarheit über den Stand der Gespräche zwischen den USA und Iran und bleiben
       wegen anhaltender Lieferausfälle durch Angriffe auf die Schifffahrt
       vorsichtig. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligt sich um 0,33 Prozent auf
       108,67 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI gibt um 0,86 Prozent auf 110,58
       Dollar nach. Iran lehnt eine sofortige Wiedereröffnung der Straße von
       Hormus ab, nachdem US-Präsident Donald Trump Teheran im Falle einer
       ausbleibenden Einigung mit der „Hölle“ gedroht hat. (rtr)
       
       ## IAEA bestätigt Angriffe nahe iranischer Atomanlage Buschehr
       
       Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat mehrere von iranischen
       Staatsmedien vermeldete Angriffe im Umfeld des Atomkraftwerks Buschehr
       bestätigt. Einen Einschlag habe es nur 75 Meter vom Gelände der Atomanlage
       entfernt gegeben, teilte die UN-Organisation am Montag mit. Eine
       IAEA-Analyse habe ergeben, dass die Anlage jedoch bis Sonntag nicht
       beschädigt gewesen sei. Generaldirektor Rafael Grossi forderte ein Ende der
       Angriffe. Diese stellten eine „sehr reale Gefahr für die nukleare
       Sicherheit“ dar, mahnte er.
       
       Die iranische Atombehörde hatte seit dem Beginn des Krieges am 28. Februar
       von vier Angriffen in der Nähe des Atomkraftwerks berichtet. Bei dem
       bislang letzten Angriff seien am Samstag ein Wachmann getötet und ein
       Nebengebäude beschädigt worden, hieß es. Die Atomanlage Buschehr nutzt
       niedrig angereichertes Uran aus Russland und beschäftigt russische
       Techniker, um Strom für den iranischen Markt zu erzeugen. (ap)
       
       ## Iran: Weitere Universität in Teheran Ziel von Angriffen
       
       In der iranischen Hauptstadt Teheran ist iranischen Angaben zufolge eine
       weitere Hochschule bombardiert worden. Bei den israelisch-amerikanischen
       Angriffen sei ein Gebäude der Scharif-Universität getroffen worden,
       berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bereits in den
       vergangenen Tagen waren iranische Hochschulen attackiert worden. Die
       Scharif-Universität für Technologie gilt als eine der renommiertesten
       Hochschulen in Iran. Eine ihrer Absolventinnen, die Mathematikerin und
       spätere Stanford-Professorin Maryam Mirzakhani, wurde 2014 mit der
       Fields-Medaille ausgezeichnet. Die Universität bestätigte die nächtlichen
       Angriffe auf ihrem Telegram-Kanal. Dabei wurde das Rechenzentrum zerstört.
       Es wurde demnach von Professoren, Studierenden und Start-ups für die
       Speicherung von Daten, Onlinedienste und Rechenleistung sowie Simulationen
       genutzt. (dpa)
       
       ## Dieselpreis springt von Rekord zu Rekord
       
       An den Tankstellen in Deutschland haben Autofahrer über die Osterfeiertage
       für Diesel mehr zahlen müssen als je zuvor. Mehrmals erreichte der
       Kraftstoffpreis einen Höchststand, wie der ADAC mitteilte. Am Ostersonntag
       kostete Diesel im Tagesdurchschnitt 2,44 Euro pro Liter. Das waren 1,5 Cent
       mehr als am Samstag. Der Anstieg bei Super E10 fiel mit 0,7 Cent moderater
       aus: 2,191 Euro pro Liter mussten Autofahrer für den Kraftstoff im
       Tagesdurchschnitt zahlen. (dpa)
       
       ## Iran: Revolutionsgarden haben US-Kriegsschiff angegriffen
       
       Die iranischen Revolutionsgarden ‌greifen nach Angaben staatlicher Medien
       das amphibische US-Angriffsschiff LHA-7 an und zwingen es zum Rückzug in
       den südlichen Indischen Ozean. Zudem attackieren die Garden ein
       Containerschiff mit der Kennung „SDN7“, das nach ihren Angaben zu Israel
       gehört. Der genaue Ort dieses zweiten Angriffs wird nicht genannt. (rtr)
       
       ## Israelisches Militär: Chef von verdeckter Al-Kuds-Einheit getötet
       
       Israels Militär hat nach eigenen Angaben den Anführer einer verdeckt
       operierenden Einheit der iranischen Revolutionsgarden innerhalb der
       Al-Kuds-Brigaden getötet. Militärsprecher Nadav Schoschani bestätigte die
       Tötung von Asghar Bakeri bei einer Pressekonferenz am Montag. Bakeri habe
       Angriffe auf israelische und US-Ziele sowie Operationen in Israel, Syrien
       und im Libanon geplant, sagte Schoschani. (ap)
       
       ## Weiterer Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
       
       Bei einem weiteren Raketenangriff Irans auf den Großraum Tel Aviv ist es
       nach Angaben von Sanitätern zu mehreren Einschlägen gekommen. Der
       israelische TV-Sender N12 berichtete von insgesamt 30 Einschlagsorten.
       Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden. Der Sender zeigte Bilder
       von zerstörten Hausfassaden. Der israelische Rettungsdienst Magen David
       Adom teilte mit, in der Stadt Ramat Gan habe es in einem zweistöckigen
       Gebäude erhebliche Zerstörungen gegeben. Bei einem Unfall sei eine etwa 50
       Jahre alte Frau mittelschwer verletzt worden. Sie wurde auf einer zentralen
       Schnellstraße vom Raketenalarm überrascht. Auf der Suche nach einem
       Schutzraum sei sie in einen etwa vier Meter tiefen Graben gefallen. (dpa)
       
       ## Russland warnt vor Ausweitung des Krieges im Nahen Osten
       
       Der Krieg in Iran weitet sich nach Einschätzung Russlands räumlich und
       wirtschaftlich aus. Der gesamte Nahe Osten stehe wegen der amerikanischen
       und israelischen Angriffe auf die Islamische Republik in Flammen, sagt
       Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. US-Präsident Donald Trump droht in sozialen
       Medien mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken, sollte die
       Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden. Auf diese Äußerungen von
       Reuters angesprochen, erklärt Peskow, der Kreml wolle diese nicht direkt
       kommentieren. Die Spannungen nähmen jedoch zu und die Aggression gegen Iran
       habe sehr negative Folgen für die Weltwirtschaft. (rtr)
       
       ## Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter – Mehrere Verletzte
       
       Fünf Wochen nach Beginn des Irankrieges gehen die Angriffe auf die
       Golfstaaten weiter. In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten
       wurde nach einem Angriff auf eine Industrieanlage eine Person durch
       Trümmerteile eines abgeschossenen Geschosses verletzt, wie das zuständige
       Medienbüro am Morgen auf X mitteilte. In der Küstenstadt Fudschairah wurde
       nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM ein Gebäude eines
       Telekommunikationsunternehmens mit einer iranischen Drohne angegriffen. Es
       gebe keine Verletzten.
       
       Das emiratische Verteidigungsministerium teilte am Nachmittag (Ortszeit)
       mit, an diesem Tag bislang zwölf ballistische Raketen, zwei
       Marschflugkörper und 19 Drohnen abgefangen zu haben. Dabei seien insgesamt
       vier Personen verletzt worden. In Kuwait wurden nach Angaben des
       Gesundheitsministeriums vom Vormittag (Ortszeit) im Norden des Landes
       Geschosse aus Iran abgefangen und sechs Menschen durch herabfallende
       Trümmerteile verletzt. Auch Saudi-Arabien meldete Angriffe. Das
       Verteidigungsministerium teilte am Morgen auf X mit, zwei Drohnen seien
       abgefangen worden. Der Ort wurde nicht genannt. Nach Angaben des
       Verteidigungsministeriums in Athen schoss eine griechische Patriot-Batterie
       eine Drohne in der saudischen Hafenstadt Janbu am Roten Meer ab.
       
       Die Entsendung der griechischen Patriot-Batterie nach Janbu geht auf eine
       bilaterale Vereinbarung zwischen Griechenland und Saudi-Arabien aus dem
       Jahr 2021 zurück. Jordanien meldete darüber hinaus neun Vorfälle, die in
       Verbindung mit Angriffen standen. Das Militär habe mindestens zwei Drohnen
       abgefangen, eine dritte sei auf jordanischem Boden gelandet. Bei den
       Vorfällen seien zwei Personen verletzt worden. (dpa)
       
       ## EU-Ratspräsident zu Irankrieg: Angriffe auf zivile Ziele sind „illegal“
       
       EU-Ratspräsident António Costa hat angesichts der jüngsten Drohungen von
       US-Präsident Donald Trump im Irankrieg jegliche Angriffe auf zivile Ziele
       verurteilt. „Jeder Angriff auf zivile Infrastruktur, insbesondere auf
       Energieanlagen, ist illegal und inakzeptabel“, erklärte Costa am Montag in
       Onlinediensten. „Das gilt für den Krieg Russlands in der Ukraine und das
       gilt überall.“ Die iranische Zivilbevölkerung sei „das Hauptopfer des
       iranischen Regimes“, fuhr Costa fort. Sie wäre auch „das Hauptopfer einer
       Ausweitung des Militäreinsatzes“. Die Europäische Union fordere Teheran
       dazu auf, Angriffe auf Länder in der Region „unverzüglich einzustellen“ und
       die uneingeschränkte Durchfahrt durch die de facto gesperrte Straße von
       Hormus zu ermöglichen, erklärte Costa weiter. „Nach fünf Wochen Krieg im
       Nahen Osten ist klar, dass nur eine diplomatische Lösung die Ursachen
       beseitigen kann.“ (afp)
       
       ## Insider: Pakistan legt USA und Iran Plan für Kriegsende vor
       
       Iran und die USA haben einem Insider zufolge einen von Pakistan
       ausgearbeiteten Plan zur Beendigung der Kriegshandlungen erhalten. Dieser
       könnte bereits am Montag in Kraft treten und [1][die Straße von Hormus
       wieder öffnen], sagte eine mit den Vorschlägen vertraute Person. Pakistan
       habe den Rahmenplan ausgearbeitet und diesen über Nacht mit Iran und den
       USA ausgetauscht.
       
       Der Plan sehe einen zweistufigen Ansatz vor, der eine sofortige Waffenruhe
       und anschließend ein umfassendes Abkommen vorsehe. Iran bestätigte laut
       einem Vertreter den Erhalt des Plans. Zu einer vorübergehenden Waffenruhe
       sei die Islamische Republik aber nicht bereit und werde dafür auch die
       Straße ‌von Hormus nicht öffnen, sagte der Insider der Nachrichtenagentur
       Reuters. Iran lasse sich nicht unter Druck setzen und werde sich auf keine
       Ultimaten einlassen. Es habe nicht den Anschein, dass die USA zu einem
       dauerhaften Waffenstillstand bereit seien.
       
       „Alle Punkte müssen heute vereinbart werden“, sagte einer der Insider.
       Zunächst solle es eine Absichtserklärung geben, die auf elektronischem Weg
       über Pakistan abgeschlossen werden soll. Das Land fungiere als einziger
       Kommunikationskanal in den Gesprächen. Der pakistanische Armeechef,
       Feldmarschall Asim Munir, habe die ganze Nacht über in Kontakt mit
       US-Vizepräsident J.D. Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem
       iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gestanden, sagte der Insider der
       Nachrichtenagentur Reuters.
       
       Dem Vorschlag zufolge würde eine sofortige Waffenruhe in Kraft treten und
       die Straße von Hormus wieder geöffnet. Anschließend blieben 15 bis 20 Tage,
       um eine umfassendere Regelung auszuarbeiten. Die vorläufig als
       „Islamabad-Abkommen“ bezeichnete Vereinbarung würde einen regionalen Rahmen
       für die Meerenge umfassen. Die abschließenden persönlichen ‌Gespräche
       sollen in Islamabad stattfinden. Das Nachrichtenportal Axios hatte am
       Sonntag unter Berufung auf US-amerikanische, israelische und regionale
       Insider berichtet, dass die USA, Iran und regionale Vermittler über eine
       45-tägige Waffenruhe als Teil eines zweiphasigen Abkommens diskutierten.
       Dies könne zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen. Aus den USA lag
       zunächst keine Stellungnahme vor. ⁠Der Sprecher des pakistanischen
       Außenministeriums, Tahir Andrabi, lehnte einen Kommentar ab. (rtr)
       
       ## Revolutionsgarden melden Tod ihres Geheimdienstchefs
       
       Irans Revolutionsgarden haben den Tod ihres Geheimdienstchefs bei einem
       US-israelischen Angriff gemeldet. Der „einflussreiche und gebildete Chef
       des Geheimdienstes des Korps der Islamischen Revolutionsgarden, Madschid
       Chademi“, sei „im Morgengrauen“ bei einem US-israelischen Angriff getötet
       worden, teilten die Revolutionsgarden am Montag im Onlinedienst Telegram
       mit. Die Revolutionsgarden sprachen unter Verwendung von Teherans
       Sprachgebrauch für Israel und die USA von einem „verbrecherischen
       Terroranschlag des amerikanisch-zionistischen Feindes“. (afp)
       
       ## Experten: Internetsperre in Iran längste jemals in einem Land
       verzeichnete Blockade
       
       Die vor mehr als einem Monat in Iran verhängte Sperre des Internets ist
       nach Angaben von Experten die längste jemals in einem Land verzeichnete
       derartige Blockade. Die Sperre des Internetzugangs für die Iraner dauere
       „nun bereits den 37. Tag in Folge“ an, erklärte die Organisation Netblocks
       am Sonntag im Onlinedienst X. Sie übertreffe damit „alle anderen
       vergleichbaren Vorfälle an Schwere“ und sei „nun die längste landesweite
       Internetsperrung“ weltweit. Netblocks verwies darauf, dass auch in der
       Vergangenheit das Internet in einigen Ländern über längere Zeiträume hinweg
       zeitweise oder regional begrenzt abgeschaltet worden sei – nie aber so
       lange ein gesamtes Land betroffen war. Das kommunistisch regierte und
       international abgeschottete Nordkorea war allerdings der Organisation
       zufolge überhaupt noch nie an das weltweite Internet angeschlossen.
       
       Die iranischen Behörden hatten den Internetzugang am 28. Februar
       abgeschaltet, nachdem Israel und die USA mit Luftangriffen auf Ziele in der
       Islamischen Republik begonnen hatten. Seitdem herrscht in Iran ein
       Informationsblackout. Dies erschwert es Iranerinnen und Iranern massiv,
       sich durch unabhängige Quellen über die Lage zu informieren und Kontakt zur
       Außenwelt zu halten. Iranische Behörden haben bereits mehrfach das Internet
       abgeschaltet, darunter einige Wochen lang während der landesweiten
       Massenproteste im Januar, die von den Behörden brutal niedergeschlagen
       worden waren, sowie während des zwölf Tage dauernden Krieges gegen Israel
       im Juni 2025. (afp)
       
       ## US-Satellitenbild-Unternehmen setzt Veröffentlichung von Aufnahmen aus
       Nahost aus
       
       Das US-Unternehmen für Satellitenbilder Planet Labs wird bis auf Weiteres
       keine hochauflösenden Luftaufnahmen der vom Krieg im Nahen Osten
       betroffenen Gebiete mehr veröffentlichen. Das Unternehmen erklärte am
       Samstag, die US-Regierung habe Anbieter von Satellitenbildern aufgefordert,
       eine „unbefristete Zurückhaltung von Bildmaterial“ umzusetzen. Daher werde
       rückwirkend zum 9. März 2026 „auf ein Modell des kontrollierten Zugangs
       umgestellt“, erklärte das Unternehmen in einer an Kunden versandten
       Nachricht, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Das 2010 von ehemaligen
       Wissenschaftlern der US-Raumfahrtbehörde Nasa gegründete Unternehmen geht
       davon aus, dass die neue Regelung bis zum Ende des Konflikts in Kraft
       bleibt. Am 10. März hatte das Unternehmen angekündigt, wegen des Krieges
       einen zweiwöchigen Zugriffsstopp auf seine Nahost-Bilder zu verhängen und
       damit eine ursprünglich 96-stündige Verzögerung zu verlängern. (afp)
       
       ## Iran: Tote bei Luftangriffen nahe Teheran
       
       Bei israelisch-amerikanischen Luftangriffen sind iranischen Angaben zufolge
       zahlreiche Menschen in Iran getötet worden. In den Bezirken Schahriar und
       Baharestan nahe der iranischen Hauptstadt Teheran seien mindestens 19
       Menschen ums Leben gekommen und 20 weitere verletzt worden, berichtete die
       staatliche Nachrichtenagentur Irna. Ziel der Bombardierungen war den
       Angaben zufolge unter anderem ein Wohngebiet südwestlich der Hauptstadt.
       Zwei dreistöckige Gebäude seien völlig zerstört worden, berichtete Irna
       unter Berufung auf die lokale Feuerwehr. Mehrere Leichen seien aus den
       Trümmern geborgen worden. Bei den Angriffen kamen sechs Kinder ums Leben,
       wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. (dpa)
       
       ## Weitere Hinrichtung nach Protesten in Iran
       
       Iran hat ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den jüngsten
       Massenprotesten vollstreckt. Dem Mann wurde zur Last gelegt, bei den
       Aufständen im Januar in eine Militäranlage vorgedrungen zu sein, wie die
       mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Drei weitere
       in dem Prozess verurteilte Männer wurden bereits hingerichtet. Die Justiz
       wirft ihnen vor, in einen „militärisch klassifizierten Standort“ der
       paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen zu sein und dort
       Feuer gelegt zu haben. Ein versuchter Diebstahl von Waffen soll gescheitert
       sein.
       
       Menschenrechtler sprachen von einem grob unfairen Prozess. „Diese
       Hinrichtungen sind Teil der Überlebensstrategie der Islamischen Republik,
       ein Krieg gegen die eigene Bevölkerung im Schatten äußerer Konflikte“,
       schrieb Mahmood Amiry-Moghaddam, Direktor der Organisation Iran Human
       Rights (IHRNGO), auf X. (dpa)
       
       ## Iran: Trump-Drohungen könnten „Kriegsverbrechen“ sein
       
       Aus Sicht des iranischen Vizeaußenministers Kassem Gharibabadi könnten die
       [2][Drohungen von US-Präsident Donald Trump], zivile Infrastruktur im Land
       anzugreifen, „Kriegsverbrechen“ darstellen. Trump habe als höchster
       Vertreter seines Landes „öffentlich damit gedroht, Kriegsverbrechen zu
       begehen“, erklärte Gharibabadi am Montag im Onlinedienst X. Gharibabadi
       verwies auf Bestimmungen des Völkerrechts [3][im Zusammenhang mit Trumps
       Äußerungen]. Die Drohung, Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sei gemäß
       Ausführungen in Artikel 8 des Römischen Statuts des Internationalen
       Strafgerichtshofs ein Kriegsverbrechen, erklärte Gharibabadi. (afp)
       
       ## Medien: Iran greift Großraum Tel Aviv mit Streumunition an
       
       Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv am Morgen hat Iran
       nach israelischen Medienberichten erneut Streumunition eingesetzt. Das
       israelische Nachrichtenportal ynet berichtete von rund 20 Einschlagsorten
       im Umkreis von Tel Aviv. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom
       wurden mehrere Menschen verletzt, darunter eine Frau schwer. In der Stadt
       Tel Aviv sei eine Schule getroffen worden. Auch ein Armeesprecher sagte, es
       handele sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Streumunition.
       
       Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem
       iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben,
       berichtete „ynet“. Mehrere Autos seien in Brand geraten. Die
       Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe
       mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten
       auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. (afp)
       
       ## Zwei Tote nach Einschlag iranischer Rakete in Haifa
       
       Nach dem direkten Einschlag einer iranischen Rakete in ein Wohnhaus in der
       israelischen Stadt Haifa sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Zwei
       der vier unter den Trümmern Verschütteten seien tot geborgen worden, teilte
       die israelische Feuerwehr am Montag mit. Laut einem Armeevertreter wurde
       das siebenstöckige Haus am Sonntagabend direkt von einer iranischen Rakete
       getroffen.
       
       Nach Angaben der Feuerwehr stürzte das Gebäude teilweise ein,
       Feuerwehrleute suchten demnach in den Trümmern weiter nach den Vermissten.
       Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde ein
       82-jähriger Mann schwer verletzt aus den Trümmern geborgen. Zwei Frauen im
       Alter von 77 und 38 Jahren hätten leichtere Verletzungen erlitten. Ein zehn
       Monate altes Baby wurde demnach am Kopf verletzt. Der Angriff erfolgte nach
       Angaben der Armee wenige Minuten nach einer Warnung vor einer neuen Welle
       iranischer Angriffe. Insgesamt registrierte die Armee am Sonntag fünf
       Angriffswellen. (afp)
       
       ## Mindestens 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
       
       Bei erneuten israelischen Angriffen im Libanon sind libanesischen Angaben
       zufolge mindestens 15 Menschen getötet worden. Ein Luftangriff habe das
       südliche Beiruter Viertel Dschnah getroffen, dabei seien fünf Menschen
       getötet und 52 weitere verletzt worden, meldete das Gesundheitsministerium
       am Sonntag. Zehn weitere Menschen wurden den Behörden zufolge bei Angriffen
       östlich von Beirut sowie im Südlibanon getötet. Israels Armeechef Ejal
       Samir sprach von Angriffen auf die von Iran unterstützte Hisbollah „an
       mehreren Fronten“. Östlich von Beirut erfolgte ein israelischer Angriff auf
       ein Wohngebäude in dem Dorf Ain Saadeh.
       
       Dabei wurden dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge drei Menschen
       getötet. Weitere drei seien verletzt worden. Das Gebiet war bislang von
       Angriffen verschont geblieben. Laut libanesischen Staatsmedien wurde zudem
       am späten Sonntag ein Wohngebäude im Osten Beiruts von israelischen
       Luftangriffen getroffen.
       
       Libanons Präsident Joseph Aoun erneuerte derweil seinen Aufruf zu
       Friedensverhandlungen mit Israel. „Warum verhandeln wir nicht, solange wir
       zumindest noch die Häuser retten können, die noch nicht zerstört wurden“,
       sagte er in einer Fernsehansprache. (afp)
       
       ## Irankrieg: China und Russland wollen zusammenarbeiten
       
       China hat seine Bereitschaft erklärt, weiterhin mit Russland im
       UN-Sicherheitsrat zusammenzuarbeiten, um die Spannungen in Nahost zu
       entschärfen. Chinas Außenminister Wang Yi sagte nach einem Telefonat mit
       seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Sonntagabend, die
       grundlegende Lösung für das Schifffahrtsproblem in der Straße von Hormus
       bestehe darin, „das Feuer einzustellen und den Krieg so schnell wie möglich
       zu beenden“. Sowohl China als auch Russland gelten als strategische Partner
       Irans. Das auf Öl-Importe angewiesene China gilt als wichtigster Abnehmer
       des Rohstoffs aus Iran. Ende März hatte Peking erstmals die Fahrt von drei
       chinesischen Schiffen durch die Straße von Hormus bestätigt. (dpa)
       
       ## Medien: Vermittler verhandeln über 45-tägige Waffenruhe
       
       Die USA, Iran und regionale Vermittler verhandeln derzeit einem
       Medienbericht zufolge über die Bedingungen für eine mögliche 45-tägige
       Waffenruhe. Diese könnte zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen,
       berichtete das Nachrichtenportal Axios am Sonntag unter Berufung auf ‌vier
       US-amerikanische, israelische und regionale Insider, die mit den
       entsprechenden Gesprächen vertraut sind. Diskutiert werde ein Abkommen in
       zwei Phasen. Zunächst solle die 45-tägige Waffenruhe in Kraft treten, um
       über ein endgültiges Ende der Kämpfe zu verhandeln. In der zweiten Phase
       solle dann ein entsprechendes Abkommen geschlossen werden, heißt es in dem
       Bericht. ‌Die Waffenruhe könne bei Bedarf verlängert werden. Die
       Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig
       überprüfen. Das ⁠Weiße Haus und das US-Außenministerium reagierten nicht
       sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme. (rtr)
       
       ## Iran: Mindestens 13 Tote bei Angriff auf Wohngebäude
       
       Ein Luftangriff hat am frühen Montagmorgen ein Wohngebäude in einer Stadt
       südwestlich von Teheran getroffen und nach iranischen Medienberichten
       mindestens 13 Menschen getötet. Der Angriff habe sich in der Nähe von
       Eslamschahr ereignet, meldeten die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars und
       das Nachrichtenportal Nour News. Es war zunächst unklar, warum das Gebäude
       getroffen wurde. Weder Israel noch die USA reklamierten den Angriff für
       sich. (ap)
       
       ## Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Entschädigung
       
       Iran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur
       Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Die für den
       globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder
       geöffnet, „wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des
       aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren
       kompensiert werden“, schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation
       zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten. Das Marinekommando
       der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien
       mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde „niemals wieder in
       ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und
       Israel.“ Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant
       ein Mautsystem für die Durchfahrt. (dpa)
       
       ## Erneut Angriffe Irans auf mehrere Golfstaaten
       
       Die iranischen Streitkräfte haben örtlichen Behörden zufolge erneut zivile
       Infrastruktur in mehreren Golfstaaten angegriffen. Iranische Drohnen
       verursachten „schwere“ Schäden an mehreren kuwaitischen Ölanlagen und
       petrochemischen Anlagen, wie die staatliche Erdölgesellschaft Kuwaits am
       Sonntag mitteilte. In mehreren Anlagen seien Brände verursacht worden. Das
       kuwaitische Strom- und Wasserministerium teilte zudem mit, zwei Strom- und
       Meerwasserentsalzungsanlagen seien durch einen Drohnenangriff aus Iran
       beschädigt worden. Das Finanzministerium erklärte, ein iranischer
       Drohnenangriff in Kuwait-Stadt habe „umfangreiche“ Schäden an einem
       Regierungsgebäude verursacht. Dabei seien jedoch „keine menschlichen Opfer
       zu verzeichnen“ gewesen.
       
       In Bahrain gab der staatliche Energiekonzern bekannt, ein iranischer
       Drohnenangriff habe ein Feuer in einem Lagertank ausgelöst, das später
       gelöscht worden sei. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten derweil,
       der Hafen von Chor Fakkan an der Ostküste des Golfstaates unweit der
       Einfahrt zur Straße von Hormus sei Ziel eines Angriffs gewesen. Dabei seien
       vier Menschen durch herabfallende Trümmerteile verletzt worden, die beim
       Abfangen des von den Behörden nicht identifizierten Geschosses entstanden
       seien. (afp)
       
       6 Apr 2026
       
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