# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran lehnt Vorschlag für Waffenstillstand ab
> Teheran sagt Nein zu dem von Pakistan vermittelten Waffenruhe-Plan.
> Israel greift größten Petrochemie-Komplex an, Iran beschießt Israel und
> die Golfstaaten.
(IMG) Bild: Die etrochemischen Anlagen in der iranischen Industriestadt Asalujeh am 19. November 2015
## Iran lehnt US-Vorschlag für Waffenstillstand ab
Der Iran übermittelt Pakistan seine Antwort auf den US-Vorschlag zur
Beendigung des Krieges und lehnt darin einen Waffenstillstand ab.
Stattdessen betone die Regierung in Teheran die Notwendigkeit eines
dauerhaften Kriegsendes, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Die
Antwort bestehe aus zehn Punkten. Dazu zählten ein Ende der Konflikte in
der Region, ein Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die Straße von
Hormus, die Aufhebung von Sanktionen sowie der Wiederaufbau, heißt es
weiter. (rtr)
## Angriffe von drei Seiten auf Israel
Israel ist gleichzeitig aus dem Iran, dem Libanon und dem Jemen angegriffen
worden. Im Großraum Tel Aviv heulten bei Raketenangriffen aus dem Iran
erneut die Warnsirenen, Menschen hielten sich in Schutzräumen auf. Die
Küstenstadt Eilat im Süden des Landes wurde derweil nach Medienberichten
von Drohnen angegriffen, die aus dem Jemen geschickt worden waren. Dabei
sei niemand verletzt worden. Die Huthi im Jemen reklamierten den Angriff
für sich. Zudem habe es auch im Norden des Landes Angriffe durch die
libanesische Hisbollah-Miliz gegeben, hieß es in den Medienberichten
weiter. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist es bereits mehrmals zu
gleichzeitigen, offenbar koordinierten Angriffen der Verbündeten Iran,
Hisbollah und der Huthi-Miliz auf Israel gekommen. (dpa)
## USA und Iran prüfen pakistanischen Vorschlag für Waffenruhe
Kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran
kommt offenbar Bewegung in die Bemühungen zur Beendigung des Krieges
zwischen dem Iran und den USA. Beide Staaten erwägen einen von Pakistan
vermittelten Plan für eine Waffenruhe. Die Regierung in Teheran widersetzte
sich am Montag jedoch dem Druck, die Straße von Hormus vor Ablauf der Frist
wieder zu öffnen. Trump hatte dem Iran mit massiven militärischen Angriffen
gedroht, sollte die Meerenge bis Dienstag um 20.00 Uhr (Ortszeit, Mittwoch
02.00 Uhr MESZ) nicht passierbar sein. Trump will sich um 13.00 Uhr
Ortszeit (19.00 MESZ) auf einer Pressekonferenz äußern.
Einem Vertreter des Weißen Hauses zufolge handelt es sich bei dem Plan nur
um eine von vielen Ideen, dem der Präsident noch nicht zugestimmt habe. Der
US-Militäreinsatz werde fortgesetzt. Der von Pakistan vermittelte Entwurf
sieht Insidern zufolge eine sofortige Waffenruhe vor, gefolgt von
Verhandlungen über ein umfassendes Friedensabkommen innerhalb von 15 bis 20
Tagen. Pakistans Armeechef Asim Munir habe die ganze Nacht über mit
US-Vizepräsident J. D. Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem
iranischen Außenminister Abbas Aragtschi in Kontakt gestanden, hieß es
weiter. (rtr)
## Irans Außenministeriumssprecher bestätigt Kontakt mit Vermittlern
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums hat Kontakt mit Vermittlern
im Krieg mit den USA und Israel bestätigt. Es würden Botschaften
ausgetauscht, sagte Esmail Baghaei am Montag zu Pressevertretern in
Teheran. Jedoch seien Verhandlungen „völlig unvereinbar mit Ultimaten,
Verbrechen und Drohungen von Kriegsverbrechen“. Zwei in die
Vermittlungsbemühungen eingeweihte Personen aus der Nahost-Region hatten
der Nachrichtenagentur AP zuvor bestätigt, dass der Iran und die USA einen
Entwurf für einen Vorschlag erhalten hätten, der eine 45-tägige Waffenruhe
und die Wiederöffnung der Straße von Hormus vorsieht. Der Text sei von
ägyptischen, pakistanischen und türkischen Vermittlern ausgearbeitet
worden. Die Hoffnung sei, dass ein Zeitraum von 45 Tagen ausreichen werde,
um in umfassenden Gesprächen ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen zu
erreichen. (ap)
## US-Botschafter dankt Israel für Unterstützung bei Bergung im Iran
Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets im Iran haben die USA bei der Suche
nach den zwei Besatzungsmitgliedern Unterstützung von Israel bekommen. Der
US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, teilte am Montag auf der Plattform
X mit, er habe soeben den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin
Netanjahu getroffen, um sich im Namen des amerikanischen Volkes für die
Unterstützung durch das israelische Militär und den israelischen
Auslandsgeheimdienst Mossad zu bedanken. Sie seien „hilfreiche Partner in
der Mission“ gewesen. (ap)
## Todeszahl im Libanon steigt auf fast 1.500
Im Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten
Eskalation vor fünf Wochen fast 1.500 Menschen getötet worden. Das
libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass seit dem 2. März 1.497
Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4.639 Personen
seien verletzt worden. (dpa)
## Weißes Haus prüft im Iran-Krieg 45-tägige Waffenruhe
Die USA prüfen nach eigenen Angaben einen Vorschlag für eine 45-tägige
Waffenruhe mit dem Iran. „Das ist eine von vielen Ideen“, sagte ein
Mitarbeiter des Weißen Hauses am Montag der Nachrichtenagentur AFP in
Washington. Präsident Donald Trump habe den Vorstoß aber noch „nicht
gebilligt“. Das Weiße Haus verwies auf eine für 19.00 Uhr MESZ geplante
Pressekonferenz von Trump. (afp)
## Nach Angriffen auf iranisches Akw Buschehr: IAEA warnt vor „sehr realer
Bedrohung“
Angesichts des bereits vierten Angriffs auf das Gelände des iranischen
Atomkraftwerks Buschehr hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA)
vor einer „sehr realen Bedrohung für die nukleare Sicherheit“ gewarnt.
Luftangriffe auf ein in Betrieb befindliches Akw „könnten einen schweren
radiologischen Unfall mit schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt im Iran
und darüber hinaus“ verursachen, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag
im Onlinedienst X. Diese „sehr reale Bedrohung“ müsse aufhören.
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna war am Samstag bei
einem Angriff auf das Gelände von Buschehr ein Sicherheitsmann getötet
worden. An den Atominstallationen seien jedoch keine Schäden entstanden.
Der Angriff sei jedoch lediglich 75 Meter von dem Akw-Gelände entfernt
eingeschlagen, erklärte Grossi basierend auf einer IAEA-Auswertung von
Satellitenbildern. „Eine Nuklearanlage und ihre Umgebung sollten niemals
angegriffen werden“, warnte er. (afp)
## Iran meldet Angriffe auf Industrie im Landeszentrum
Iran hat nach israelischen Luftangriffen auf die Gasindustrie am Persischen
Golf weitere Bombardierungen im Landeszentrum gemeldet. Ziel sei ein
petrochemischer Komplex in der Stadt Marwdascht rund 45 Kilometer
nordöstlich der Metropole Schiras gewesen, berichtete die
Nachrichtenagentur Tasnim. Ein Feuer sei ausgebrochen, aber bereits unter
Kontrolle, hieß es. Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister
Israel Katz Angriffe auf Anlagen in der Küstenstadt Asalujeh bestätigt. Ein
Iran-Experte schrieb auf X, die Angriffe der USA und Israels auf iranische
Infrastruktur zielten auf eine „Deindustrialisierung“ des Landes. „Das
letztendliche Ziel besteht darin, den Wiederaufbau zu erschweren und
Unruhen in der Nachkriegszeit zu schüren, indem ein Szenario eines
„gescheiterten Staates“ herbeigeführt wird“, schrieb Mohammad Ali Shabani.
(dpa)
## Israel greift größten Petrochemie-Komplex in Iran an
Israel hat nach eigenen Angaben den größten petrochemischen Komplex in Iran
angegriffen. „Das israelische Militär hat Irans größten petrochemischen
Komplex in Asalujeh, der etwa die Hälfte der petrochemischen Produktion des
Landes ausmacht, mit voller Wucht angegriffen“, erklärte am Montag
Verteidigungsminister Israel Katz. Der Betreiber des iranischen
Industriekomplexes erklärte wenig später, dass die Situation „unter
Kontrolle“ sei. Iranische Medien berichteten von mehreren Explosionen in
dem Komplex. Nach Angaben des Betreibers brach ein Feuer aus. „Ein Brand
ist unter Kontrolle gebracht worden“, erklärte der nationale
Petrochemie-Konzern nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
„Die Lage ist derzeit unter Kontrolle, und technische Aspekte sowie das
Ausmaß des Schadens werden untersucht.“ Es seien keine Verletzten gemeldet
worden.
Der Gaskomplex Asalujeh im Süden Irans liegt am Rande des riesigen Gasfelds
South Pars im Persischen Golf. Dieses ist das größte bekannte Gasvorkommen
der Welt. Iran teilt es sich mit dem auf der gegenüberliegenden Küste
gelegenen Katar, das seinen Teil des Vorkommens unter dem Namen North Dome
ausbeutet. South Pars liefert rund 70 Prozent des in Iran verbrauchten
Erdgases. (afp)
## Militär: Getötete in Haifa gehörten derselben Familie an
Vier nach einem Raketeneinschlag in der israelischen Stadt Haifa unter
Trümmern tot aufgefundene Menschen gehörten nach Angaben des Militärs
derselben Familie an. Militärsprecher Nadav Schoschani sagte, der
Sprengkopf der Rakete sei beim Aufprall nicht explodiert. Das habe eine
anhaltende Gefahr dargestellt und die Arbeiten erschwert. Such- und
Rettungsteams hätten am Sonntag zunächst zwei Leichen unter den Trümmern
gefunden. Nach 18 Stunden Grabungsarbeiten seien am Montag zwei weitere
Tote tief unter den Trümmern entdeckt worden. (ap)
## Mindestens 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Israel setzt seine Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der pro-iranischen
Hisbollah-Miliz im Libanon mit voller Härte fort. Dabei wurden in
verschiedenen Regionen des Landes nach libanesischen Angaben mindestens 15
Menschen getötet. Unter anderem nahm Israel am Montag die Hauptstadt Beirut
ins Visier, auch Ziele im Süden und Osten des Landes wurden angegriffen.
„Terrorziele der Hisbollah in Beirut“ seien angegriffen worden, erklärte
die israelische Armee am Montag. Die staatliche libanesische
Nachrichtenagentur NNA meldete neue Angriffe auf südliche Vororte Beiruts
sowie im Süden und Osten des Landes.
Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete am Montag von wenigen
geöffneten Geschäften in den südlichen Vororten der libanesischen
Hauptstadt. Eine Tankstelle des Konzerns al-Amana, die bei vorherigem
Beschuss beschädigt worden war, sei wieder in Betrieb. In den vergangenen
Tagen waren zwei Tankstellen des Konzerns bei Luftangriffen getroffen
worden. Die Tankstellen seien „von der Hisbollah kontrolliert“ worden und
dienten deren „finanzieller Infrastruktur“, begründete die israelische
Armee ihre Angriffe. (afp)
## Ölpreise geben leicht nach
Die Ölpreise geben im volatilen Handel leicht nach. Investoren warten auf
Klarheit über den Stand der Gespräche zwischen den USA und Iran und bleiben
wegen anhaltender Lieferausfälle durch Angriffe auf die Schifffahrt
vorsichtig. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligt sich um 0,33 Prozent auf
108,67 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI gibt um 0,86 Prozent auf 110,58
Dollar nach. Iran lehnt eine sofortige Wiedereröffnung der Straße von
Hormus ab, nachdem US-Präsident Donald Trump Teheran im Falle einer
ausbleibenden Einigung mit der „Hölle“ gedroht hat. (rtr)
## IAEA bestätigt Angriffe nahe iranischer Atomanlage Buschehr
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat mehrere von iranischen
Staatsmedien vermeldete Angriffe im Umfeld des Atomkraftwerks Buschehr
bestätigt. Einen Einschlag habe es nur 75 Meter vom Gelände der Atomanlage
entfernt gegeben, teilte die UN-Organisation am Montag mit. Eine
IAEA-Analyse habe ergeben, dass die Anlage jedoch bis Sonntag nicht
beschädigt gewesen sei. Generaldirektor Rafael Grossi forderte ein Ende der
Angriffe. Diese stellten eine „sehr reale Gefahr für die nukleare
Sicherheit“ dar, mahnte er.
Die iranische Atombehörde hatte seit dem Beginn des Krieges am 28. Februar
von vier Angriffen in der Nähe des Atomkraftwerks berichtet. Bei dem
bislang letzten Angriff seien am Samstag ein Wachmann getötet und ein
Nebengebäude beschädigt worden, hieß es. Die Atomanlage Buschehr nutzt
niedrig angereichertes Uran aus Russland und beschäftigt russische
Techniker, um Strom für den iranischen Markt zu erzeugen. (ap)
## Iran: Weitere Universität in Teheran Ziel von Angriffen
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist iranischen Angaben zufolge eine
weitere Hochschule bombardiert worden. Bei den israelisch-amerikanischen
Angriffen sei ein Gebäude der Scharif-Universität getroffen worden,
berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bereits in den
vergangenen Tagen waren iranische Hochschulen attackiert worden. Die
Scharif-Universität für Technologie gilt als eine der renommiertesten
Hochschulen in Iran. Eine ihrer Absolventinnen, die Mathematikerin und
spätere Stanford-Professorin Maryam Mirzakhani, wurde 2014 mit der
Fields-Medaille ausgezeichnet. Die Universität bestätigte die nächtlichen
Angriffe auf ihrem Telegram-Kanal. Dabei wurde das Rechenzentrum zerstört.
Es wurde demnach von Professoren, Studierenden und Start-ups für die
Speicherung von Daten, Onlinedienste und Rechenleistung sowie Simulationen
genutzt. (dpa)
## Dieselpreis springt von Rekord zu Rekord
An den Tankstellen in Deutschland haben Autofahrer über die Osterfeiertage
für Diesel mehr zahlen müssen als je zuvor. Mehrmals erreichte der
Kraftstoffpreis einen Höchststand, wie der ADAC mitteilte. Am Ostersonntag
kostete Diesel im Tagesdurchschnitt 2,44 Euro pro Liter. Das waren 1,5 Cent
mehr als am Samstag. Der Anstieg bei Super E10 fiel mit 0,7 Cent moderater
aus: 2,191 Euro pro Liter mussten Autofahrer für den Kraftstoff im
Tagesdurchschnitt zahlen. (dpa)
## Iran: Revolutionsgarden haben US-Kriegsschiff angegriffen
Die iranischen Revolutionsgarden greifen nach Angaben staatlicher Medien
das amphibische US-Angriffsschiff LHA-7 an und zwingen es zum Rückzug in
den südlichen Indischen Ozean. Zudem attackieren die Garden ein
Containerschiff mit der Kennung „SDN7“, das nach ihren Angaben zu Israel
gehört. Der genaue Ort dieses zweiten Angriffs wird nicht genannt. (rtr)
## Israelisches Militär: Chef von verdeckter Al-Kuds-Einheit getötet
Israels Militär hat nach eigenen Angaben den Anführer einer verdeckt
operierenden Einheit der iranischen Revolutionsgarden innerhalb der
Al-Kuds-Brigaden getötet. Militärsprecher Nadav Schoschani bestätigte die
Tötung von Asghar Bakeri bei einer Pressekonferenz am Montag. Bakeri habe
Angriffe auf israelische und US-Ziele sowie Operationen in Israel, Syrien
und im Libanon geplant, sagte Schoschani. (ap)
## Weiterer Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
Bei einem weiteren Raketenangriff Irans auf den Großraum Tel Aviv ist es
nach Angaben von Sanitätern zu mehreren Einschlägen gekommen. Der
israelische TV-Sender N12 berichtete von insgesamt 30 Einschlagsorten.
Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden. Der Sender zeigte Bilder
von zerstörten Hausfassaden. Der israelische Rettungsdienst Magen David
Adom teilte mit, in der Stadt Ramat Gan habe es in einem zweistöckigen
Gebäude erhebliche Zerstörungen gegeben. Bei einem Unfall sei eine etwa 50
Jahre alte Frau mittelschwer verletzt worden. Sie wurde auf einer zentralen
Schnellstraße vom Raketenalarm überrascht. Auf der Suche nach einem
Schutzraum sei sie in einen etwa vier Meter tiefen Graben gefallen. (dpa)
## Russland warnt vor Ausweitung des Krieges im Nahen Osten
Der Krieg in Iran weitet sich nach Einschätzung Russlands räumlich und
wirtschaftlich aus. Der gesamte Nahe Osten stehe wegen der amerikanischen
und israelischen Angriffe auf die Islamische Republik in Flammen, sagt
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. US-Präsident Donald Trump droht in sozialen
Medien mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken, sollte die
Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden. Auf diese Äußerungen von
Reuters angesprochen, erklärt Peskow, der Kreml wolle diese nicht direkt
kommentieren. Die Spannungen nähmen jedoch zu und die Aggression gegen Iran
habe sehr negative Folgen für die Weltwirtschaft. (rtr)
## Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter – Mehrere Verletzte
Fünf Wochen nach Beginn des Irankrieges gehen die Angriffe auf die
Golfstaaten weiter. In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten
wurde nach einem Angriff auf eine Industrieanlage eine Person durch
Trümmerteile eines abgeschossenen Geschosses verletzt, wie das zuständige
Medienbüro am Morgen auf X mitteilte. In der Küstenstadt Fudschairah wurde
nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM ein Gebäude eines
Telekommunikationsunternehmens mit einer iranischen Drohne angegriffen. Es
gebe keine Verletzten.
Das emiratische Verteidigungsministerium teilte am Nachmittag (Ortszeit)
mit, an diesem Tag bislang zwölf ballistische Raketen, zwei
Marschflugkörper und 19 Drohnen abgefangen zu haben. Dabei seien insgesamt
vier Personen verletzt worden. In Kuwait wurden nach Angaben des
Gesundheitsministeriums vom Vormittag (Ortszeit) im Norden des Landes
Geschosse aus Iran abgefangen und sechs Menschen durch herabfallende
Trümmerteile verletzt. Auch Saudi-Arabien meldete Angriffe. Das
Verteidigungsministerium teilte am Morgen auf X mit, zwei Drohnen seien
abgefangen worden. Der Ort wurde nicht genannt. Nach Angaben des
Verteidigungsministeriums in Athen schoss eine griechische Patriot-Batterie
eine Drohne in der saudischen Hafenstadt Janbu am Roten Meer ab.
Die Entsendung der griechischen Patriot-Batterie nach Janbu geht auf eine
bilaterale Vereinbarung zwischen Griechenland und Saudi-Arabien aus dem
Jahr 2021 zurück. Jordanien meldete darüber hinaus neun Vorfälle, die in
Verbindung mit Angriffen standen. Das Militär habe mindestens zwei Drohnen
abgefangen, eine dritte sei auf jordanischem Boden gelandet. Bei den
Vorfällen seien zwei Personen verletzt worden. (dpa)
## EU-Ratspräsident zu Irankrieg: Angriffe auf zivile Ziele sind „illegal“
EU-Ratspräsident António Costa hat angesichts der jüngsten Drohungen von
US-Präsident Donald Trump im Irankrieg jegliche Angriffe auf zivile Ziele
verurteilt. „Jeder Angriff auf zivile Infrastruktur, insbesondere auf
Energieanlagen, ist illegal und inakzeptabel“, erklärte Costa am Montag in
Onlinediensten. „Das gilt für den Krieg Russlands in der Ukraine und das
gilt überall.“ Die iranische Zivilbevölkerung sei „das Hauptopfer des
iranischen Regimes“, fuhr Costa fort. Sie wäre auch „das Hauptopfer einer
Ausweitung des Militäreinsatzes“. Die Europäische Union fordere Teheran
dazu auf, Angriffe auf Länder in der Region „unverzüglich einzustellen“ und
die uneingeschränkte Durchfahrt durch die de facto gesperrte Straße von
Hormus zu ermöglichen, erklärte Costa weiter. „Nach fünf Wochen Krieg im
Nahen Osten ist klar, dass nur eine diplomatische Lösung die Ursachen
beseitigen kann.“ (afp)
## Insider: Pakistan legt USA und Iran Plan für Kriegsende vor
Iran und die USA haben einem Insider zufolge einen von Pakistan
ausgearbeiteten Plan zur Beendigung der Kriegshandlungen erhalten. Dieser
könnte bereits am Montag in Kraft treten und [1][die Straße von Hormus
wieder öffnen], sagte eine mit den Vorschlägen vertraute Person. Pakistan
habe den Rahmenplan ausgearbeitet und diesen über Nacht mit Iran und den
USA ausgetauscht.
Der Plan sehe einen zweistufigen Ansatz vor, der eine sofortige Waffenruhe
und anschließend ein umfassendes Abkommen vorsehe. Iran bestätigte laut
einem Vertreter den Erhalt des Plans. Zu einer vorübergehenden Waffenruhe
sei die Islamische Republik aber nicht bereit und werde dafür auch die
Straße von Hormus nicht öffnen, sagte der Insider der Nachrichtenagentur
Reuters. Iran lasse sich nicht unter Druck setzen und werde sich auf keine
Ultimaten einlassen. Es habe nicht den Anschein, dass die USA zu einem
dauerhaften Waffenstillstand bereit seien.
„Alle Punkte müssen heute vereinbart werden“, sagte einer der Insider.
Zunächst solle es eine Absichtserklärung geben, die auf elektronischem Weg
über Pakistan abgeschlossen werden soll. Das Land fungiere als einziger
Kommunikationskanal in den Gesprächen. Der pakistanische Armeechef,
Feldmarschall Asim Munir, habe die ganze Nacht über in Kontakt mit
US-Vizepräsident J.D. Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem
iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gestanden, sagte der Insider der
Nachrichtenagentur Reuters.
Dem Vorschlag zufolge würde eine sofortige Waffenruhe in Kraft treten und
die Straße von Hormus wieder geöffnet. Anschließend blieben 15 bis 20 Tage,
um eine umfassendere Regelung auszuarbeiten. Die vorläufig als
„Islamabad-Abkommen“ bezeichnete Vereinbarung würde einen regionalen Rahmen
für die Meerenge umfassen. Die abschließenden persönlichen Gespräche
sollen in Islamabad stattfinden. Das Nachrichtenportal Axios hatte am
Sonntag unter Berufung auf US-amerikanische, israelische und regionale
Insider berichtet, dass die USA, Iran und regionale Vermittler über eine
45-tägige Waffenruhe als Teil eines zweiphasigen Abkommens diskutierten.
Dies könne zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen. Aus den USA lag
zunächst keine Stellungnahme vor. Der Sprecher des pakistanischen
Außenministeriums, Tahir Andrabi, lehnte einen Kommentar ab. (rtr)
## Revolutionsgarden melden Tod ihres Geheimdienstchefs
Irans Revolutionsgarden haben den Tod ihres Geheimdienstchefs bei einem
US-israelischen Angriff gemeldet. Der „einflussreiche und gebildete Chef
des Geheimdienstes des Korps der Islamischen Revolutionsgarden, Madschid
Chademi“, sei „im Morgengrauen“ bei einem US-israelischen Angriff getötet
worden, teilten die Revolutionsgarden am Montag im Onlinedienst Telegram
mit. Die Revolutionsgarden sprachen unter Verwendung von Teherans
Sprachgebrauch für Israel und die USA von einem „verbrecherischen
Terroranschlag des amerikanisch-zionistischen Feindes“. (afp)
## Experten: Internetsperre in Iran längste jemals in einem Land
verzeichnete Blockade
Die vor mehr als einem Monat in Iran verhängte Sperre des Internets ist
nach Angaben von Experten die längste jemals in einem Land verzeichnete
derartige Blockade. Die Sperre des Internetzugangs für die Iraner dauere
„nun bereits den 37. Tag in Folge“ an, erklärte die Organisation Netblocks
am Sonntag im Onlinedienst X. Sie übertreffe damit „alle anderen
vergleichbaren Vorfälle an Schwere“ und sei „nun die längste landesweite
Internetsperrung“ weltweit. Netblocks verwies darauf, dass auch in der
Vergangenheit das Internet in einigen Ländern über längere Zeiträume hinweg
zeitweise oder regional begrenzt abgeschaltet worden sei – nie aber so
lange ein gesamtes Land betroffen war. Das kommunistisch regierte und
international abgeschottete Nordkorea war allerdings der Organisation
zufolge überhaupt noch nie an das weltweite Internet angeschlossen.
Die iranischen Behörden hatten den Internetzugang am 28. Februar
abgeschaltet, nachdem Israel und die USA mit Luftangriffen auf Ziele in der
Islamischen Republik begonnen hatten. Seitdem herrscht in Iran ein
Informationsblackout. Dies erschwert es Iranerinnen und Iranern massiv,
sich durch unabhängige Quellen über die Lage zu informieren und Kontakt zur
Außenwelt zu halten. Iranische Behörden haben bereits mehrfach das Internet
abgeschaltet, darunter einige Wochen lang während der landesweiten
Massenproteste im Januar, die von den Behörden brutal niedergeschlagen
worden waren, sowie während des zwölf Tage dauernden Krieges gegen Israel
im Juni 2025. (afp)
## US-Satellitenbild-Unternehmen setzt Veröffentlichung von Aufnahmen aus
Nahost aus
Das US-Unternehmen für Satellitenbilder Planet Labs wird bis auf Weiteres
keine hochauflösenden Luftaufnahmen der vom Krieg im Nahen Osten
betroffenen Gebiete mehr veröffentlichen. Das Unternehmen erklärte am
Samstag, die US-Regierung habe Anbieter von Satellitenbildern aufgefordert,
eine „unbefristete Zurückhaltung von Bildmaterial“ umzusetzen. Daher werde
rückwirkend zum 9. März 2026 „auf ein Modell des kontrollierten Zugangs
umgestellt“, erklärte das Unternehmen in einer an Kunden versandten
Nachricht, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Das 2010 von ehemaligen
Wissenschaftlern der US-Raumfahrtbehörde Nasa gegründete Unternehmen geht
davon aus, dass die neue Regelung bis zum Ende des Konflikts in Kraft
bleibt. Am 10. März hatte das Unternehmen angekündigt, wegen des Krieges
einen zweiwöchigen Zugriffsstopp auf seine Nahost-Bilder zu verhängen und
damit eine ursprünglich 96-stündige Verzögerung zu verlängern. (afp)
## Iran: Tote bei Luftangriffen nahe Teheran
Bei israelisch-amerikanischen Luftangriffen sind iranischen Angaben zufolge
zahlreiche Menschen in Iran getötet worden. In den Bezirken Schahriar und
Baharestan nahe der iranischen Hauptstadt Teheran seien mindestens 19
Menschen ums Leben gekommen und 20 weitere verletzt worden, berichtete die
staatliche Nachrichtenagentur Irna. Ziel der Bombardierungen war den
Angaben zufolge unter anderem ein Wohngebiet südwestlich der Hauptstadt.
Zwei dreistöckige Gebäude seien völlig zerstört worden, berichtete Irna
unter Berufung auf die lokale Feuerwehr. Mehrere Leichen seien aus den
Trümmern geborgen worden. Bei den Angriffen kamen sechs Kinder ums Leben,
wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. (dpa)
## Weitere Hinrichtung nach Protesten in Iran
Iran hat ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den jüngsten
Massenprotesten vollstreckt. Dem Mann wurde zur Last gelegt, bei den
Aufständen im Januar in eine Militäranlage vorgedrungen zu sein, wie die
mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Drei weitere
in dem Prozess verurteilte Männer wurden bereits hingerichtet. Die Justiz
wirft ihnen vor, in einen „militärisch klassifizierten Standort“ der
paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen zu sein und dort
Feuer gelegt zu haben. Ein versuchter Diebstahl von Waffen soll gescheitert
sein.
Menschenrechtler sprachen von einem grob unfairen Prozess. „Diese
Hinrichtungen sind Teil der Überlebensstrategie der Islamischen Republik,
ein Krieg gegen die eigene Bevölkerung im Schatten äußerer Konflikte“,
schrieb Mahmood Amiry-Moghaddam, Direktor der Organisation Iran Human
Rights (IHRNGO), auf X. (dpa)
## Iran: Trump-Drohungen könnten „Kriegsverbrechen“ sein
Aus Sicht des iranischen Vizeaußenministers Kassem Gharibabadi könnten die
[2][Drohungen von US-Präsident Donald Trump], zivile Infrastruktur im Land
anzugreifen, „Kriegsverbrechen“ darstellen. Trump habe als höchster
Vertreter seines Landes „öffentlich damit gedroht, Kriegsverbrechen zu
begehen“, erklärte Gharibabadi am Montag im Onlinedienst X. Gharibabadi
verwies auf Bestimmungen des Völkerrechts [3][im Zusammenhang mit Trumps
Äußerungen]. Die Drohung, Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sei gemäß
Ausführungen in Artikel 8 des Römischen Statuts des Internationalen
Strafgerichtshofs ein Kriegsverbrechen, erklärte Gharibabadi. (afp)
## Medien: Iran greift Großraum Tel Aviv mit Streumunition an
Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv am Morgen hat Iran
nach israelischen Medienberichten erneut Streumunition eingesetzt. Das
israelische Nachrichtenportal ynet berichtete von rund 20 Einschlagsorten
im Umkreis von Tel Aviv. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom
wurden mehrere Menschen verletzt, darunter eine Frau schwer. In der Stadt
Tel Aviv sei eine Schule getroffen worden. Auch ein Armeesprecher sagte, es
handele sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Streumunition.
Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem
iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben,
berichtete „ynet“. Mehrere Autos seien in Brand geraten. Die
Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe
mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten
auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. (afp)
## Zwei Tote nach Einschlag iranischer Rakete in Haifa
Nach dem direkten Einschlag einer iranischen Rakete in ein Wohnhaus in der
israelischen Stadt Haifa sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Zwei
der vier unter den Trümmern Verschütteten seien tot geborgen worden, teilte
die israelische Feuerwehr am Montag mit. Laut einem Armeevertreter wurde
das siebenstöckige Haus am Sonntagabend direkt von einer iranischen Rakete
getroffen.
Nach Angaben der Feuerwehr stürzte das Gebäude teilweise ein,
Feuerwehrleute suchten demnach in den Trümmern weiter nach den Vermissten.
Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde ein
82-jähriger Mann schwer verletzt aus den Trümmern geborgen. Zwei Frauen im
Alter von 77 und 38 Jahren hätten leichtere Verletzungen erlitten. Ein zehn
Monate altes Baby wurde demnach am Kopf verletzt. Der Angriff erfolgte nach
Angaben der Armee wenige Minuten nach einer Warnung vor einer neuen Welle
iranischer Angriffe. Insgesamt registrierte die Armee am Sonntag fünf
Angriffswellen. (afp)
## Mindestens 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Bei erneuten israelischen Angriffen im Libanon sind libanesischen Angaben
zufolge mindestens 15 Menschen getötet worden. Ein Luftangriff habe das
südliche Beiruter Viertel Dschnah getroffen, dabei seien fünf Menschen
getötet und 52 weitere verletzt worden, meldete das Gesundheitsministerium
am Sonntag. Zehn weitere Menschen wurden den Behörden zufolge bei Angriffen
östlich von Beirut sowie im Südlibanon getötet. Israels Armeechef Ejal
Samir sprach von Angriffen auf die von Iran unterstützte Hisbollah „an
mehreren Fronten“. Östlich von Beirut erfolgte ein israelischer Angriff auf
ein Wohngebäude in dem Dorf Ain Saadeh.
Dabei wurden dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge drei Menschen
getötet. Weitere drei seien verletzt worden. Das Gebiet war bislang von
Angriffen verschont geblieben. Laut libanesischen Staatsmedien wurde zudem
am späten Sonntag ein Wohngebäude im Osten Beiruts von israelischen
Luftangriffen getroffen.
Libanons Präsident Joseph Aoun erneuerte derweil seinen Aufruf zu
Friedensverhandlungen mit Israel. „Warum verhandeln wir nicht, solange wir
zumindest noch die Häuser retten können, die noch nicht zerstört wurden“,
sagte er in einer Fernsehansprache. (afp)
## Irankrieg: China und Russland wollen zusammenarbeiten
China hat seine Bereitschaft erklärt, weiterhin mit Russland im
UN-Sicherheitsrat zusammenzuarbeiten, um die Spannungen in Nahost zu
entschärfen. Chinas Außenminister Wang Yi sagte nach einem Telefonat mit
seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Sonntagabend, die
grundlegende Lösung für das Schifffahrtsproblem in der Straße von Hormus
bestehe darin, „das Feuer einzustellen und den Krieg so schnell wie möglich
zu beenden“. Sowohl China als auch Russland gelten als strategische Partner
Irans. Das auf Öl-Importe angewiesene China gilt als wichtigster Abnehmer
des Rohstoffs aus Iran. Ende März hatte Peking erstmals die Fahrt von drei
chinesischen Schiffen durch die Straße von Hormus bestätigt. (dpa)
## Medien: Vermittler verhandeln über 45-tägige Waffenruhe
Die USA, Iran und regionale Vermittler verhandeln derzeit einem
Medienbericht zufolge über die Bedingungen für eine mögliche 45-tägige
Waffenruhe. Diese könnte zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen,
berichtete das Nachrichtenportal Axios am Sonntag unter Berufung auf vier
US-amerikanische, israelische und regionale Insider, die mit den
entsprechenden Gesprächen vertraut sind. Diskutiert werde ein Abkommen in
zwei Phasen. Zunächst solle die 45-tägige Waffenruhe in Kraft treten, um
über ein endgültiges Ende der Kämpfe zu verhandeln. In der zweiten Phase
solle dann ein entsprechendes Abkommen geschlossen werden, heißt es in dem
Bericht. Die Waffenruhe könne bei Bedarf verlängert werden. Die
Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig
überprüfen. Das Weiße Haus und das US-Außenministerium reagierten nicht
sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme. (rtr)
## Iran: Mindestens 13 Tote bei Angriff auf Wohngebäude
Ein Luftangriff hat am frühen Montagmorgen ein Wohngebäude in einer Stadt
südwestlich von Teheran getroffen und nach iranischen Medienberichten
mindestens 13 Menschen getötet. Der Angriff habe sich in der Nähe von
Eslamschahr ereignet, meldeten die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars und
das Nachrichtenportal Nour News. Es war zunächst unklar, warum das Gebäude
getroffen wurde. Weder Israel noch die USA reklamierten den Angriff für
sich. (ap)
## Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Entschädigung
Iran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur
Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Die für den
globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder
geöffnet, „wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des
aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren
kompensiert werden“, schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation
zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten. Das Marinekommando
der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien
mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde „niemals wieder in
ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und
Israel.“ Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant
ein Mautsystem für die Durchfahrt. (dpa)
## Erneut Angriffe Irans auf mehrere Golfstaaten
Die iranischen Streitkräfte haben örtlichen Behörden zufolge erneut zivile
Infrastruktur in mehreren Golfstaaten angegriffen. Iranische Drohnen
verursachten „schwere“ Schäden an mehreren kuwaitischen Ölanlagen und
petrochemischen Anlagen, wie die staatliche Erdölgesellschaft Kuwaits am
Sonntag mitteilte. In mehreren Anlagen seien Brände verursacht worden. Das
kuwaitische Strom- und Wasserministerium teilte zudem mit, zwei Strom- und
Meerwasserentsalzungsanlagen seien durch einen Drohnenangriff aus Iran
beschädigt worden. Das Finanzministerium erklärte, ein iranischer
Drohnenangriff in Kuwait-Stadt habe „umfangreiche“ Schäden an einem
Regierungsgebäude verursacht. Dabei seien jedoch „keine menschlichen Opfer
zu verzeichnen“ gewesen.
In Bahrain gab der staatliche Energiekonzern bekannt, ein iranischer
Drohnenangriff habe ein Feuer in einem Lagertank ausgelöst, das später
gelöscht worden sei. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten derweil,
der Hafen von Chor Fakkan an der Ostküste des Golfstaates unweit der
Einfahrt zur Straße von Hormus sei Ziel eines Angriffs gewesen. Dabei seien
vier Menschen durch herabfallende Trümmerteile verletzt worden, die beim
Abfangen des von den Behörden nicht identifizierten Geschosses entstanden
seien. (afp)
6 Apr 2026
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