# taz.de -- Ein Monat US-israelischer Irankrieg: Die Zeichen stehen auf Eskalation
> Die USA bereiten sich laut Medienberichten auf den Einsatz von
> Bodentruppen in Iran vor. Die Huthi aus dem Jemen verkünden ihren
> Kriegseintritt.
(IMG) Bild: Muss noch kurz nachdenken, wie es weitergehen soll: US-Präsident Trump mit Verteidigungsminister Hegseth und Außenminister Rubio
Am Samstag war der US-israelische Angriff gegen Iran genau einen Monat im
Gange, und [1][statt eines absehbaren Kriegsendes] stand das Wochenende
unter dem Zeichen der Eskalation. Während ein israelischer Militärsprecher
am Samstag erklärte, man habe den Großteil der iranischen Waffenproduktion
zerstört, während US-Außenminister Marco Rubio davon sprach, der Krieg
dauere bestenfalls noch Wochen, beschwor Irans Parlamentspräsident Mohammed
Bagher Ghalibaf, man befinde sich in einem „großen Weltkrieg“. Er warnte
die USA davor, die Entschlossenheit der iranischen Truppen zu
unterschätzen.
Unterdessen schickten die USA weitere Marines in die Golfregion, und Rubio
mochte den Einsatz von Bodentruppen jedenfalls nicht kategorisch
ausschließen.
Genau darauf bereitet sich nach einem [2][Bericht der Washington Post] das
Pentagon vor. Inzwischen sind neben rund 2.000 Fallschirmjägern der 82.
Luftlandedivision auch Tausende Marines und reguläre Soldaten in der Region
eingetroffen. Die – anonymen – Quellen der Washington Post sprechen den
Angaben zufolge davon, es werde keine vollständige Invasion in Iran
vorbereitet, sondern besondere Missionen aus Spezialoperationskräften und
regulären Soldaten.
In den letzten Wochen war immer wieder spekuliert worden, die USA könnten
Bodentruppen einsetzen, um die Insel Charg zu besetzen, die für die
iranische Ölproduktion eine Schlüsselrolle einnimmt. In jedem Fall dürften
im Fall des Einsatzes von Bodentruppen die bislang geringen
US-amerikanischen Verlustzahlen rasch in die Höhe schnellen. Laut
Washington Post ist unklar, ob Trump den Plänen zustimmt.
## Huthis steigen in den Krieg ein
Gleichzeitig erklärten die Huthis im Jemen offiziell ihren Eintritt in den
Krieg an der Seite Irans, und um das zu bekräftigen, schossen sie auch
direkt ein paar Raketen Richtung Israel. Damit ist [3][neben der von Iran
gesperrten Straße von Hormus] auch die internationale Schifffahrt im Roten
Meer und im östlichen Golf von Aden gefährdet, wie die EU-geführte
Marinemission „Aspides“ umgehend warnte. Die Route ist – mit der Passage
des Suezkanals – eine zentrale Verbindung zwischen Mittelmeer und Indischem
Ozean.
Auch die militärischen Fähigkeiten Irans selbst scheinen noch [4][nicht so
geschwächt], wie es US-Präsident Donald Trump und sein
Verteidigungsminister Pete Hegseth in den vergangenen zwei Wochen immer
wieder glauben machen wollten.
Ein iranischer Angriff traf am Freitag einen US-Militärstützpunkt in
Saudi-Arabien, wobei nach US-Medienberichten rund zwei Dutzend US-Soldaten
verletzt wurden. Zwei iranische Drohnen attackierten einen Hafen in Oman,
und sowohl der Internationale Flughafen in Kuwait als auch eine
Aluminiumfabrik in Abu Dhabi wurden getroffen. Auch am Sonntag meldeten die
Vereinigten Arabischen Emirate neue Raketen- und Drohnenangriffe aus Iran.
Auch Israel griff am Wochenende weiterhin Ziele in Irans Hauptstadt Teheran
an. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, Raketen seien in
einem Wohngebiet südlich von Teheran eingeschlagen, dabei seien zehn
Menschen ums Leben gekommen.
29 Mar 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Moegliche-Gespraeche-im-Iran-Krieg/!6166736
(DIR) [2] https://www.washingtonpost.com/national-security/2026/03/28/trump-iran-ground-troops-marines/
(DIR) [3] /Blockade-der-Strasse-von-Hormus/!6166472
(DIR) [4] /Krieg-zwischen-Iran-und-Israel/!6166200
## AUTOREN
(DIR) Bernd Pickert
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