# taz.de -- AfD-Verbotsverfahren: Ball liegt beim Senat
> „AfD-Verbot jetzt!“ fordert ein Bündnis vor dem Roten Rathaus. 20.000
> Unterschriften für eine Bundesratsinitiative werden an den Senat
> übergeben.
(IMG) Bild: Bündnis für „AfD-Verbot jetzt“ vor dem Roten Rathaus
Das Bündnis „AfD-Verbot jetzt!“ hat [1][im Rahmen einer bundesweiten
Aktion] symbolisch auch dem Berliner Senat den Ball zugespielt. Der soll
sich im Bundesrat für die Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD
vor dem Bundesverfassungsgericht starkmachen. „Wer es ernst meint mit dem
Schutz der Menschenwürde und unserer Demokratie, muss jetzt das
Verbotsverfahren auf den Weg bringen“, fordert Bündnissprecherin Jana
Meister am Freitag vor der Unterschriftenübergabe vor dem Roten Rathaus.
20.000 Berliner:innen unterstützen einen entsprechenden Aufruf an den
Senat und [2][Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU)]. Dessen
Stellvertreterin, Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), sollte am
Nachmittag die gesammelten Unterschriften vor dem Roten Rathaus
entgegennehmen. Bundesweit sind es laut Bündnis bereits fast 130.000
Unterschriften. Auch Prominente wie die Menschenrechtsaktivistin Carola
Rackete oder der Musiker Bela B hätten unterzeichnet.
„Die Demokratie muss die Angriffe der Rechtsextremen nicht ohne Gegenwehr
hinnehmen“, betont Meister. „Man muss das Bundesverfassungsgericht darüber
endlich entscheiden lassen.“ Sorgen, dass ein Scheitern des angestrebten
Verbotsverfahrens die AfD nur bestärken würde, teilt sie nicht. „Auch eine
negative Entscheidung würde die Verfassungsfeindlichkeit der AfD klar
benennen.“ Die AfD gefalle sich zudem in ihrer Opferrolle, darauf dürfe man
nicht mehr Rücksicht nehmen.
## Schmallippige Antwort
Wie reagiert nun der Regierende Bürgermeister auf die Forderung? Eine
Senatssprecherin antwortete schmallippig auf die Anfrage der taz. Eine
abschließende gerichtliche Überprüfung der Hochstufung der AfD vom
Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ stehe noch aus.
„Diese Prüfungen gilt es abzuwarten.“
Bündnissprecherin Meister sagt, sie wünsche sich bei aller gebotenen
Sorgfalt „ein energischeres Engagement“ des Senats. [3][Die diesjährigen
Landtagswahlen] dürften einer Bundesratsinitiative nicht im Wege stehen.
20 Mar 2026
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## AUTOREN
(DIR) Leonard Kirschhöfer
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