# taz.de -- USA und Venezuela: Aufnahme diplomatischer Beziehungen vereinbart
       
       > Anfang des Jahres haben die USA Venezuelas autoritären Machthaber Maduro
       > gefangen genommen. Nun zeichnet sich ein Wandel in den Beziehungen der
       > beiden Länder ab.
       
 (IMG) Bild: 4. März 20026: Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez im Gespräch mit US-Innenminister Doug Burgum
       
       dpa/ap | Die USA und die Übergangsregierung Venezuelas haben sich darauf
       geeinigt, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen. Der Schritt
       werde gemeinsame Bemühungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung
       und zur Förderung der Stabilität in Venezuela erleichtern, teilte das
       US-Außenministerium mit. „Unser Engagement konzentriert sich darauf, dem
       venezolanischen Volk durch einen schrittweisen Prozess zu helfen, der die
       Voraussetzungen für einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch
       gewählten Regierung schafft“, hieß es in der Mitteilung.
       
       Die Übergangsregierung in Caracas bestätigte die Wiederaufnahme der
       Beziehungen. Sie sprach von einer neuen Phase eines „konstruktiven
       Dialogs“, der auf gegenseitigem Respekt, souveräner Gleichheit der Staaten
       und Zusammenarbeit zwischen den Völkern beruhen solle. Ziel sei es, das
       gegenseitige Verständnis zu stärken und Möglichkeiten für eine positive
       Beziehung zum gemeinsamen Nutzen zu eröffnen, teilte das Außenministerium
       mit.
       
       Die USA hatten ihre Botschaft in Venezuela 2019 geschlossen und ihr
       Personal abgezogen, nachdem der damalige autoritäre Staatschef Nicolás
       Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten
       abgebrochen hatte.
       
       ## Venezuela befindet sich nach Maduros Sturz im Umbruch
       
       Anfang dieses Jahres hatte das US-Militär Maduro und dessen Ehefrau bei
       einem Angriff auf das südamerikanische Land gefangen genommen und außer
       Landes gebracht. Die beiden befinden sich inzwischen in New York, wo ihnen
       wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess
       gemacht werden soll.
       
       Das südamerikanische Land befindet sich seit Maduros Sturz [1][in einer
       Phase des politischen Umbruchs]. Delcy Rodríguez, die zuvor Maduros Vize
       war, übernahm [2][als geschäftsführende Präsidentin die Führung]. Sie gilt
       als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung, vor allem bei
       Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes, die
       Trump zugunsten der USA nutzen möchte. Mehrere US-Minister haben sich
       bereits mit ihr in Venezuela getroffen – jüngst etwa Innenminister Doug
       Burgum.
       
       Vor ein paar Tagen kündigte auch die venezolanische Oppositionsführerin
       María Corina Machado ihre baldige Rückkehr in ihr Heimatland an.
       
       ## Trump deutet möglichen Deal mit Kuba an – vorerst Fokus auf Iran
       
       US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit dem Fußballclub Inter
       Miami einen Deal [3][mit der kubanischen Regierung] angedeutet. Diese wolle
       „unbedingt einen Deal“, sagte er bei dem Treffen. „Sie haben keine Ahnung,
       wie sehr.“ Kuba komme als Nächstes, man wolle „dieses besondere Thema“
       angehen, kündigte der Präsident an. In Bezug auf den US-Außenminister Marco
       Rubio sagte Trump: „Er wartet noch.“ Rubio habe gesagt: „Lasst uns erst
       diese Sache zu Ende bringen“, erklärte Trump – wohl mit Bezug auf den
       Irankrieg. „Wir könnten alles gleichzeitig machen. Aber dann passieren
       schlechte Dinge. Wenn man sich Länder über die Jahre anschaut: Wenn man
       alles zu schnell macht, passieren schlechte Dinge.“
       
       Zu einem Miteigentümer von Inter Miami, der ursprünglich aus Kuba stammt,
       sagte Trump: „Du wirst zurückgehen“, und fügte hinzu: „Das wird ein
       großartiger Tag sein, oder?“ Ohne weitere Details zu nennen, sagte der
       Präsident: „Das werden wir gesondert feiern. Ich möchte nur ein paar Wochen
       warten. Ich möchte, dass er ein paar Wochen wartet. Aber ich vermute, wir
       werden bald wieder zusammen sein und feiern, was in Kuba passiert.“
       
       6 Mar 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Trump-und-Suedamerika/!6151742
 (DIR) [2] /Medien-in-Venezuela/!6150585
 (DIR) [3] /Energiekrise-in-Kuba/!6152326
       
       ## TAGS
       
 (DIR) US-Angriff auf Venezuela
 (DIR) Venezuela
 (DIR) Schwerpunkt USA unter Trump
 (DIR) Kuba
 (DIR) Diplomatie
 (DIR) GNS
 (DIR) Venezuela
 (DIR) Kuba
 (DIR) Ecuador
 (DIR) Kuba
 (DIR) Schwerpunkt USA unter Trump
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Venezuela drei Monate nach der US-Aktion: Mit Delcy Rodríguez ins Trump-Wonderland
       
       Um die Rechte der Opposition geht es nicht mehr. Aber für die US-Regierung
       ist Venezuela drei Monate nach der Militäraktion eine Erfolgsgeschichte.
       
 (DIR) Von US-Ölblockade betroffen: Kuba soll laut Trump „ziemlich bald fallen“
       
       Der Inselstaat gerät infolge der durch die US-Regierung verhängten
       Ölblockade immer stärker unter Druck. Inzwischen hat auch Jamaika sein
       langjähriges Ärzte-Programm mit Kuba beendet.
       
 (DIR) Anti-Drogenkrieg in Ecuador: Militäreinsatz im Buhlen um Trumps Gunst
       
       Ecuadors Präsident will sich als Hauptverbündeter Donald Trumps in der
       Region profilieren. Jetzt haben gemeinsame Aktionen mit US-Truppen
       begonnen.
       
 (DIR) Strom- und Flugausfälle auf Karibikinsel: Energiekrise auf Kuba spitzt sich zu
       
       Millionen Menschen sind ohne Strom. Air France unterbricht seine Verbindung
       nach Havanna wegen Treibstoffmangels. Ecuador weist Kubas Botschafter aus.
       
 (DIR) Venezuelas Ölindustrie: Zugang für US-Konzerne stößt auf wenig Begeisterung
       
       US-Energieminister Wright ist in Caracas, um US-Investitionen in die marode
       Ölindustrie des Landes anzuschieben. Nur: Zu viele Fragen sind noch offen.