# taz.de -- Israel und USA im Krieg mit Iran: Mehr israelische Angriffe im Libanon
       
       > Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf, die als
       > Hochburgen der Hisbollah gelten. Iranische Angriffe auf Golfstaaten
       > halten an.
       
 (IMG) Bild: Ein Bulldozer beseitigt die Trümmer eines zerstörten Gebäudes, das von einem israelischen Luftangriff in Dahiyeh, einem südlichen Vorort von Beirut, getroffen wurde
       
       ## 16.41 Uhr: WHO: Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran und
       Libanon
       
       rtr | Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben 13
       Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen ‌im Iran und einen im Libanon
       bestätigt. Berichte über vier getötete und 25 verletzte Sanitäter ‌würden
       derzeit geprüft, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf
       einer Pressekonferenz, ohne weitere Details zu nennen. Wegen der
       Transportbeschränkungen in der Region sei zudem das Logistikzentrum der
       Organisation in Dubai vorübergehend außer Betrieb. Zuvor hatte der
       iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen in einem Brief an
       Ghebreyesus angegeben, dass zehn Einrichtungen von Militärschlägen
       getroffen worden seien.
       
       16.37 Uhr: Starmer: Verlegen weitere Kampfflugzeuge nach Katar
       
       dpa | Großbritannien verlegt vier weitere Kampfflugzeuge vom Typ
       Eurofighter nach Katar. Das kündigte Premierminister Keir Starmer bei einer
       Pressekonferenz in London an. Man reagiere damit auf entsprechende Bitten
       von Verbündeten in der Region, sagte der Labour-Politiker. Zudem bestätigte
       er, dass die USA inzwischen von britischen Stützpunkten aus „defensive“
       Luftschläge gegen iranische Raketen ausführten, bevor diese abgefeuert
       würden. Er stehe zu der Entscheidung, sich zunächst nicht an den Angriffen
       gegen den Iran zu beteiligen, betonte Starmer. Mit der anfänglichen
       Weigerung, den USA die eigenen Stützpunkte zur Verfügung zu stellen, hatte
       Starmer den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. Starmer
       begründete den Kurswechsel damit, dass sich die Situation verändert habe.
       „Der Iran hat inzwischen Drohnen und Raketen auf zehn Länder abgefeuert,
       die ihn nicht angegriffen haben. Das sind Verbündete des Vereinigten
       Königreichs, in denen wir Tausende Briten und militärisches Personal
       haben“, so der Premier. Diese zu schützen habe Priorität.
       
       ## 16.18 Uhr: Insider: Hisbollah verlegt Elitekämpfer in den Südlibanon
       
       rtr | Die pro-iranische Hisbollah-Miliz verlegt Insidern zufolge
       Elitekämpfer zurück in ‌den Südlibanon. Die Mitglieder der Radwan-Einheit
       sollen gegen vorrückende israelische Panzerverbände kämpfen und diese
       aufhalten, ‌sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die
       Kämpfer kehrten damit in das Grenzgebiet zurück, aus dem sie sich nach dem
       Krieg von 2024 zurückgezogen hatten. Hisbollah-Anführer Naim Kassem hatte
       das Vorgehen zuvor als „existenzielle Verteidigung“ bezeichnet.
       
       ## 16.02 Uhr: Irans Streitkräfte greifen Ziele im Irak an
       
       dpa | Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben nach Ziele im Irak
       angegriffen. In Erbil, Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan, sei bei
       einem Drohnenangriff ein US-Stützpunkt attackiert worden, berichtete der
       staatliche iranische Rundfunk. Dabei seien „erhebliche Schäden“ verursacht
       worden, hieß es in dem Bericht. Dafür gab es keine Bestätigung von
       US-amerikanischer oder unabhängiger Seite.
       
       ## 15:59 Uhr: UN-Friedenstruppen berichten von Gefechten im Südlibanon
       
       ap | Nach einem Vormarsch israelischer Soldaten haben Angehörige der
       UN-Friedenstruppe von Kämpfen im Südlibanon berichtet. Westlich von Kfar
       Kila, einem Dorf nahe der israelischen Grenze, seien in der Nacht Gefechte
       am Boden beobachtet worden, sagte der Unifil-Sprecher Tilak Pokharel. Dabei
       seien Schüsse gefallen. In der Ortschaft Chijam, rund fünf Kilometer von
       der israelischen Grenze entfernt, hätten die Unifil-Soldaten Luftangriffe
       und Leuchtraketen gesehen und Explosionen gehört.
       
       ## 15.58 Uhr: Abschuss iranischer Rakete: Nato bestätigt absichtlichen
       Beschuss der Türkei
       
       afp | Die Nato hat ihre Einschätzung bekräftigt, dass eine in Richtung
       Türkei fliegende iranische Rakete bewusst auf das Nato-Mitglied abgefeuert
       wurde. Auf die Frage, ob die ballistische Rakete absichtlich Ziele in der
       Türkei ins Visier genommen habe, antwortete der Sprecher des obersten
       Nato-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, am Donnerstag mit „Ja“. Weitere
       Angaben wollte er aus Sicherheitsgründen nicht machen. Die aus dem Iran
       abgefeuerte Rakete war am Mittwoch von einem Nato-Abwehrsystem zerstört
       worden. Die Nato hatte den Iran umgehend dafür verurteilt, die Türkei „ins
       Visier zu nehmen“. Aus türkischen Regierungskreisen verlautete allerdings
       zunächst, die Rakete habe nicht die Türkei zum Ziel gehabt, sondern eine
       Militärbasis auf Zypern. Die Rakete sei wohl „vom Kurs abgekommen“. Das
       türkische Außenministerium bestellte wegen des Vorfalls den iranischen
       Botschafter ein.
       
       ## 15.53 Uhr: UNO: 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere sitzen im
       Persischen Golf fest
       
       afp | In den Gewässern des Persischen Golfs sitzen infolge der Iran-Krieges
       20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen fest. Das
       teilte die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten
       Nationen am Donnerstag mit. Generalsekretär Arsenio Dominguez erklärte, die
       IMO sei bereit, „mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um zur
       Sicherheit und zum Wohlergehen der Seeleute beizutragen“.
       
       ## 15.47 Uhr: Iran-Krieg legt zentrales WHO-Lager in Dubai lahm
       
       dpa | Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Iran-Kriegs den
       Zugang zu einem ihrer größten Logistikzentren und Materiallager für
       weltweite Noteinsätze verloren. Die Einrichtung liegt in Dubai. Dort seien
       alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden,
       sagte die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy bei einer
       Pressekonferenz. Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Millionen
       Euro) sei dort nun blockiert, und Nachschub im Wert von acht Millionen
       Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht
       erreichen.
       
       In dem Lager liegen Medikamente und medizinisches Material für Noteinsätze
       und zur Unterstützung geschwächter Gesundheitssysteme in aller Welt. Dazu
       gehört unter anderem alles zur Versorgung von Verwundeten in Konflikten,
       von Betroffenen bei Erdbeben oder Überschwemmungen sowie Medikamente etwa
       für Bluthochdruck oder Diabetes. In manchen Jahren versorgt die WHO nach
       eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Menschen in rund 70 Ländern von Dubai
       aus. Nach Angaben der zuständigen WHO-Nothilfekoordinatorin Annette
       Heinzelmann wird geprüft, ob Material jetzt auf dem Landweg aus dem
       Logistikzentrum gebracht werden kann. Ebenso prüfe die WHO, ob ähnliche
       Logistikzentren in Brindisi in Italien, Nairobi in Kenia und anderswo
       Lieferungen übernehmen und wo Material und Medikamente lokal erworben
       werden können.
       
       ## 14.52 Uhr: Iran-Krieg: Verteidigungsministerium plant keine Entsendung
       von Fregatte
       
       afp | Das Bundesverteidigungsministerium hat keine Pläne, vor dem
       Hintergrund des Iran-Kriegs ein zusätzliches Schiff ins Mittelmeer zu
       beordern. „Wir planen keine Entsendung einer Luftverteidigungsfregatte“,
       teilte ein Sprecher des Ministeriums auf AFP-Anfrage am Donnerstag mit.
       Generell plane Deutschland „derzeit keine zusätzlichen deutschen
       militärischen Fähigkeiten, die über die Beiträge zu den laufenden
       Einsätzen“ hinausgingen. Die Bundesregierung tausche sich „eng mit unseren
       Verbündeten und Partnern, auch mit Zypern, zur aktuellen Sicherheitslage im
       Nahen und Mittleren Osten aus“, erklärte der Sprecher weiter. Der deutsche
       Fokus liege aber weiterhin „auf signifikanten Beiträgen“ zur Verteidigung
       der Nato-Ost- und Nordflanke. Mit Blick auf den Iran-Krieg verwies der
       Sprecher auf Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vom
       Mittwoch, wonach sich die Bundeswehr nicht an dem Konflikt beteiligen
       werde.
       
       14.35 Uhr: Aserbaidschan mobilisiert Armee nach Drohnenangriff
       
       dpa | Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat wegen des
       mutmaßlich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die
       Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt. Das
       meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des
       nationalen Sicherheitsrates in Baku. Die Armee solle zu jeder Art Einsatz
       bereit sein, sagte Aliyev demnach. Vorher waren Drohnen am Flughafen und in
       Nähe einer Schule in Nachitschewan eingeschlagen. Der Iran bestreitet eine
       Verantwortung für den Angriff.
       
       14.31 Uhr: Insider: Israel greift in zweiter Phase unterirdische Stellungen
       im Iran an
       
       rtr | Israel beginnt Insidern zufolge die ‌zweite Phase des Kriegs gegen
       den Iran. Das Ziel israelischer Kampfjets seien nun unterirdische
       ‌ballistische Raketenstellungen, sagen zwei mit den Plänen vertraute
       Personen. Ein Militärsprecher reagiert zunächst nicht auf eine Anfrage nach
       einer Stellungnahme zu den Angriffsplänen.
       
       ## 14.31 Uhr: Libanesische Regierung verbietet „jegliche Aktivitäten“ der
       iranischen Revolutionsgarden
       
       Die Regierung im Libanon hat am sechsten Tag des Iran-Krieges den Druck auf
       die pro-iranische Hisbollah weiter erhöht. Der Ministerrat in Beirut habe
       am Donnerstag beschlossen, „jegliche Aktivitäten“ von Mitgliedern der
       iranischen Revolutionsgarden vom Libanon aus zu verbieten, erklärte
       Informationsminister Paul Morcos. Demnach sollen
       Revolutionsgarden-Mitglieder „von den zuständigen Justizbehörden“
       festgenommen werden, „um sie auszuweisen“. Zudem brauchen Iraner demnach
       künftig ein Visum für die Einreise in den Libanon. Bislang waren Iraner von
       der Visumpflicht befreit. Dasselbe galt umgekehrt für die Einreise von
       Libanesen in den Iran.
       
       ## 14.27 Uhr: Augenzeugen: Schwarzer Rauch über Norden von Riad
       
       rtr | Über dem Norden der ‌saudiarabischen Hauptstadt Riad ist schwarzer
       Rauch zu sehen. Das berichten Reuters-Augenzeugen. Zuvor wurden Insidern
       ‌zufolge Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaften im Diplomatenviertel
       von Riad angewiesen, sich in ihren Gebäuden aufzuhalten. Als Grund wurde
       auf eine mögliche, aber nicht näher beschriebene Bedrohung verwiesen.
       
       14.21 Uhr: Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf
       
       dpa | Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der
       libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die
       Armee richtete auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine
       dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser
       verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.
       Betroffen seien die Viertel Burdsch al-Baradschne, Hadath, Haret Hreik und
       Schijah. Bewohner sollten sich in entweder in Richtung Osten oder Norden in
       Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, hieß es.
       Die Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch
       dicht besiedelte Wohngebiete. Unter den Bewohnern brach Panik aus, wie
       Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Viele versuchten
       panisch die Viertel zu verlassen. Die Straßen seien voller Autos. Einige
       schrien nach ihren Verwandten.
       
       14.06 Uhr: UNHCR: 38.000 Menschen vom Libanon nach Syrien geflohen
       
       ap | Nach Beginn neuer Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz sind
       laut dem UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge mindestens 38.000 Menschen aus
       dem Libanon nach Syrien geflohen. „Im gesamten Nahen Osten und darüber
       hinaus zeichnet sich nach den anhaltenden Konflikten in der Region ein
       beunruhigendes Bild der Vertreibung ab“, sagte UNHCR-Sprecher Babar Baloch
       am Donnerstag. Bei den Geflüchteten aus dem Libanon handelte es sich den
       Angaben zufolge vor allem um syrische Staatsbürger. Auch innerhalb des
       Libanons waren Zehntausende Menschen auf der Flucht, nachdem die Hisbollah
       sich auf der Seite ihres Verbündeten Iran in den Konflikt mit Israel
       eingeschaltet hatte und das israelische Militär daraufhin Hisbollah-Ziele
       bombardierte.
       
       14.06 Uhr: Israels Militär: Zwölfte Angriffswelle gegen Teheran beendet
       
       dpa | Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben eines Militärsprechers
       ihre zwölfte Angriffswelle gegen den Iran beendet. Neben Zielen in Teheran
       seien Angriffe auf das Hauptquartier einer Spezialeinheit der iranischen
       Sicherheitskräfte in der Provinz Albors geflogen worden, hieß es. In
       Teheran seien unter anderem Ziele der Revolutionsgarden angegriffen worden.
       Neben Dutzenden Kommandozentren seien Waffenlager und
       Waffenproduktionsstätten Ziel der Angriffe gewesen.
       
       14.05 Uhr: EU und Golf-Kooperationsrat rufen zu Dialog auf
       
       rtr | Die Europäische Union ‌und der Golf-Kooperationsrat rufen zu Dialog
       und Diplomatie auf. Gleichzeitig bekräftigten sie in ‌einer gemeinsamen
       Erklärung, dass die Golfstaaten das Recht haben, sich gegen den Iran zu
       verteidigen. „Die Minister bekräftigten ihr Engagement für regionale
       Stabilität und forderten den Schutz der Zivilbevölkerung und die
       uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts“, heißt es in der Mitteilung nach
       einer Videokonferenz der Außenminister Europas und der Golfstaaten. Sie
       hätten sich auf gemeinsame diplomatische Bemühungen zur Herbeiführung einer
       dauerhaften Lösung geeinigt, um den Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu
       erwerben, und „letztendlich dem iranischen Volk zu ermöglichen, über seine
       Zukunft zu entscheiden“.
       
       13.56 Uhr: Iranische Stiftung: Mindestens 1230 Tote bei US-israelischen
       Angriffen
       
       afp | Am sechsten Tag des Iran-Krieges hat eine iranische Stiftung die Zahl
       der Toten bei US-israelischen Angriffen im Land mit mehr als 1200
       angegeben. Die Zahl der „Märtyrer“ infolge des „aggressiven Angriffs“ der
       USA und Israels gegen die „islamische Heimat“ sei auf 1230 gestiegen,
       erklärte die staatliche iranische Stiftung für Märtyrer und
       Veteranen-Angelegenheiten am Donnerstag nach Angaben der staatlichen
       Nachrichtenagentur Irna. Die Nachrichtenagentur AFP konnte diese Zahl nicht
       unabhängig verifizieren.
       
       13.54 Uhr: Israelisches Militär ordnet Evakuierung von Stadtvierteln bei
       Beirut an
       
       rtr | Das israelische ‌Militär ordnet die Evakuierung von Stadtvierteln in
       einem Vorort im Süden ‌Beiruts an.
       
       13.51 Uhr: Frankreich genehmigt vorübergehend US-Jets auf lokalen
       Stützpunkten
       
       rtr | Frankreich hat ‌die vorübergehende Präsenz von US-Flugzeugen auf
       bestimmten Stützpunkten im Land genehmigt. Angesichts ‌der Lage habe
       Frankreich jedoch zur Bedingung gemacht, dass die betreffenden Ressourcen
       in keiner Weise an Operationen der Vereinigten Staaten im Iran beteiligt
       werden, teilt ein Vertreter des französischen Generalstabs mit. Sie sollten
       ausschließlich zur Unterstützung der Verteidigung von Frankreichs Partnern
       in der Region dienen.
       
       ## 13.46 Uhr: EU-Kommission rechnet nicht mit Fluchtbewegungen aus dem Iran
       
       afp | Trotz des Kriegs im Nahen Osten rechnet die EU-Kommission aktuell
       nicht mit großen Fluchtbewegungen in Richtung Europa. „Was Migration
       betrifft, sehen wir keine Bewegungen von Iran ins Ausland“, sagte
       EU-Innenkommissar Magnus Brunner am Rande eines Treffens der
       EU-Innenminister am Donnerstag in Brüssel. Zwar gebe es Bewegungen
       innerhalb des Iran, aber derzeit „sehen wir keine Bewegung in Richtung
       Europa oder in Richtung anderer Länder in der Region“. Die Türkei habe ihre
       Grenzen zum Iran geschlossen, sagte Brunner.
       
       ## 13.28 Uhr: Merz berät mit Japans Regierungschefin über Lage im Nahen
       Osten
       
       rtr | Bundeskanzler ‌Friedrich Merz hat mit der japanischen
       Ministerpräsidentin Sanae Takaichi über die ‌Lage im Nahen Osten
       gesprochen. Die Regierungschefs der beiden G7-Staaten hätten sich zur
       geopolitischen Situation sowie zu Handelsfragen und kritischen Rohstoffen
       ausgetauscht, teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die
       Partnerschaft solle bilateral und auch im Rahmen der G7 und G20 fortgesetzt
       werden. Merz hatte Takaichi zuletzt unmittelbar vor seiner China-Reise
       gesprochen.
       
       ## 13.18 Uhr: Großbritannien: Iran-Konflikt könnte Monate andauern
       
       rtr | Großbritannien rechnet offenbar mit einem monatelangen Krieg im Iran.
       „Die Situation ‌entwickelt sich noch, aber es gibt Anzeichen dafür, dass es
       sich um eine Krise handelt, die nicht Tage, sondern Wochen und
       möglicherweise Monate andauern wird“, sagt der Staatssekretär im
       Außenministerium, Hamish Falconer, im Parlament.
       
       ## 13.06 Uhr: Lufthansa setzt Flüge zu Zielen im Nahen Osten weiter aus
       
       rtr | Die Lufthansa setzt ihre Flüge zu mehreren Zielen im ‌Nahen Osten
       aus. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Dubai und Abu Dhabi bis
       einschließlich 10. März, Tel Aviv bis zum 22. März, Beirut bis zum 28. März
       sowie Teheran bis zum 30. April.
       
       ## 13.03 Uhr: Iran: EU wird Preis für Schweigen bezüglich Völkerrechtsbruch
       zahlen
       
       rtr | Die EU wird dem Iran zufolge den Preis ‌für ihr Schweigen bezahlen.
       „Wenn die EU-Länder zu diesem Verstoß gegen das Völkerrecht schweigen,
       werden sie früher oder später den Preis dafür bezahlen“, sagt der Sprecher
       des iranischen Außenministeriums im spanischen Fernsehsender TVE.
       
       13.01 Uhr: Neue Angriffe erschüttern Golfregion
       
       afp | Die Golfregion ist am sechsten Tag des Iran-Krieges von neuen
       Angriffen erschüttert worden. In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi
       wurden sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen
       Drohne in einem Industriegebiet verletzt, wie das emiratische Pressebüro am
       Donnerstag mitteilte. Bei dem Vorfall in dem Industriegebiet wurden demnach
       sechs ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal „leicht bis
       mittelschwer“ verletzt. In Dubai und in der katarischen Hauptstadt Doha
       ertönten Explosionen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort in
       Doha bezeichneten die Detonationen als einige der heftigsten seit dem
       Beginn der iranischen Angriffe auf den Golfstaat am Samstag. Es war eine
       schwarze Rauchsäule zu sehen. Das katarische Verteidigungsministerium
       erklärte, das Militär arbeite daran, den Raketenangriff abzuwehren. Zuvor
       hatten die Behörden angekündigt, Menschen zu evakuieren, die in der Nähe
       der US-Botschaft wohnen.
       
       Die jüngsten Angriffe erfolgten nur wenige Stunden, nachdem Emir Scheich
       Tamim bin Hamad Al-Thani den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in
       einem Telefonat scharf kritisiert hatte. Er warf dem Iran in dem Telefonat
       vor, seinen Nachbarn schaden und sie in einen Krieg verwickeln zu wollen,
       der nicht ihrer sei, hieß es vom katarischen Außenamt. Das Telefonat war
       der erste hochrangige Kontakt zwischen beiden Ländern seit dem Beginn der
       iranischen Angriffe am vergangenen Wochenende. Auch in Bahrains Hauptstadt
       Manama waren am Donnerstag Explosionen zu hören. In Saudi-Arabien wurden
       nach Angaben des Verteidigungsministeriums drei Marschflugkörper und
       mehrere Drohnen abgefangen. In den Gewässern von Kuwait wurde ein Öltanker
       von einer „starken Explosion“ getroffen, die nach Angaben der britischen
       Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) zu einem Austritt von Öl führte.
       
       12.46 Uhr: Libanon: Inzwischen 77 Tote bei neuen Kämpfen
       
       ap | Im Libanon ist die Zahl der Toten bei den neuen Gefechten zwischen
       Israel und der militant-islamistischen Hisbollah nach Angaben des
       Gesundheitsministeriums auf 77 gestiegen. 527 weitere Menschen seien bei
       den am Montag begonnenen Kämpfen verletzt worden, hieß es am Donnerstag.
       Zunächst war unklar, wie viele der Toten Zivilisten waren. Das
       Gesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass sieben Kinder getötet
       worden seien.
       
       ## 12.29 Uhr: Nato-Generalsekretär: Anwendung von Artikel Fünf nicht nötig
       
       rtr | Trotz eines Zwischenfalls mit einer ‌iranischen Rakete in Richtung
       Nato-Mitglied Türkei steht Artikel Fünf Nato-Generalsekretär Mark Rutte
       zufolge nicht zur Debatte. „Niemand spricht über Artikel Fünf“, sagt Rutte
       im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. In Artikel Fünf geht es um
       den Bündnisfall, der festlegt, dass ein Angriff auf ein Mitglied des
       Militärbündnisses als Angriff auf alle gewertet wird. Die Lage im Nahen
       Osten beobachte die Nato aufmerksam. Die Nato unterstütze die USA bei ihren
       Angriffen gemeinsam mit Israel gegen den Iran, da das Land kurz davor sei,
       auch für Europa zur Bedrohung zu werden.
       
       ## 12.25 Uhr: Wadephul sieht EU nach US-Kritik nicht vor Spaltung
       
       dpa | Außenminister Johann Wadephul sieht Europa ungeachtet der
       unterschiedlichen Haltung von Frankreich und Spanien zu den Angriffen der
       USA und Israels auf den Iran nicht vor der Spaltung. „Es ist vollkommen
       klar, dass die EU hier zusammensteht“, sagte der CDU-Politiker bei einem
       Treffen mit seinem moldauischen Kollegen Mihai Popsoi in Berlin auf die
       Frage einer Journalistin. Am Anschluss wollte Wadephul an einer
       Schaltkonferenz der EU-Außenministerinnen und -minister mit den Kollegen
       aus dem Golf-Kooperationsrat teilnehmen. Die EU-Außenminister verurteilten
       die iranischen Angriffe – nicht nur gegen die Golfstaaten, sondern auch die
       Bedrohung des EU-Mitglieds Zypern sowie der Türkei als auch bereits
       Aserbaidschans, sagte Wadephul. „Wir sind in der Einschätzung der
       iranischen Bedrohung vollkommen einer Meinung.“
       
       Zugleich stellte sich Wadephul nach der harschen Kritik von US-Präsident
       Donald Trump an Spanien während eines Besuchs von Kanzler Friedrich Merz
       (CDU) neuerlich klar hinter Madrid. Spanien könne sich jederzeit auf die
       europäische Solidarität und damit auch auf die deutsche Solidarität
       verlassen, wenn es darum gehe, dass mit neuen Handelshemmnissen gedroht
       werde. „Wir lassen uns dort nicht spalten, wir stehen auf das Engste
       miteinander zusammen. Die Europäische Union hat einen gemeinsamen
       Binnenmarkt und den werden wir auch jederzeit gemeinsam verteidigen“, sagte
       Wadephul.
       
       ## 12.23 Uhr: Moskau: Teheran hat Russland bislang nicht um militärische
       Unterstützung gebeten
       
       afp | Der Iran hat nach Angaben aus Moskau bislang keine militärische
       Unterstützung Russlands im Krieg gegen Israel und die USA angefordert. Auf
       die Frage, ob Russland plane, Waffen an den Iran zu liefern, sagte
       Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bei seiner täglichen Pressekonferenz am
       Donnerstag in Moskau, dass es keine solche Anfrage seitens Teherans gegeben
       habe.
       
       ## 12.22 Uhr: Chinas Gesandter reist für Vermittlungsgespräche nach Nahost
       
       ap | China sendet seinen Nahost-Gesandten Zhai Jun in die Region, um im
       Konflikt mit dem Iran zu vermitteln. Der Diplomat werde in naher Zukunft
       aufbrechen und versuchen, aktiv zu einer Deeskalation beizutragen, sagte
       die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, am Donnerstag.
       Sie betonte, dass die Regierung in Peking bereits seit Beginn der
       US-israelischen Angriffe am vergangenen Samstag zu vermitteln versuche. Der
       chinesische Außenminister Wang Yi habe dazu etwa mit seinen Amtskollegen
       aus dem Iran, Israel, Russland, Frankreich, Oman, Saudi-Arabien und den
       Vereinigten Arabischen Emiraten telefoniert. Wang habe in diesen Gesprächen
       die Einstellung aller militärischen Einsätze und eine Rückkehr zum Dialog
       und zu Verhandlungen gefordert, um eine weitere Ausweitung des Konflikts zu
       verhindern, sagte Mao.
       
       ## 12.18 Uhr: Spanien kündigt nach Drohneneinschlag Entsendung einer
       Fregatte nach Zypern an
       
       afp | Nach einem Drohneneinschlag auf einer britischen Militärbasis auf
       Zypern hat Spanien die Entsendung eines Kriegsschiffs in das Gebiet
       angekündigt. Spanien werde die Fregatte „Cristóbal Colón“ entsenden, um
       „Schutz und Luftverteidigung“ für Zypern zur Verfügung zu stellen und
       „jegliche Evakuierung von Zivilisten“ zu unterstützen, erklärte das
       Verteidigungsministerium in Madrid am Donnerstag. Demnach befindet sich das
       Schiff derzeit noch in der Ostsee und soll am 10. März zunächst die
       griechische Insel Kreta erreichen.
       
       ## 12.12 Uhr: Börsenkurse in Asien wieder im Aufwind
       
       afp | Die Kurse an den asiatischen Börsen sind nach empfindlichen Verlusten
       zu Beginn der Woche wieder deutlich gestiegen. Besonders der südkoreanische
       Leitindex Kospi legte am Donnerstag stark zu, zweitweise um zwölf Prozent.
       Vor zwei Tagen hatte er fast 20 Prozent im Minus gelegen. Die Kursgewinne
       in Asien folgten auf einen positiven Tag an der Wall Street und in Europa.
       Die europäischen Börsen sackten allerdings mit Handelsbeginn am
       Donnerstagmorgen wieder ab. Analysten rechnen mit weiterhin anhaltender
       Unsicherheit und hoher Volatilität.
       
       ## 12.08 Uhr: EU-Chefdiplomatin warnt: Iran-Krieg könnte Putin helfen
       
       dpa | Der Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs droht nach
       Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas dem russischen
       Präsidenten Wladimir Putin in die Hände zu spielen. „Wenn der Ölpreis
       steigt, nützt das Russland bei der Finanzierung seines Krieges“, sagte
       Kallas in Brüssel mit Blick auf Russlands Invasion in die Ukraine. Wichtig
       sei deswegen, dass ein geplantes Verbot maritimer Dienstleistungen für
       Schiffe umgesetzt werde, die russisches Öl befördern. Dieser Schritt könne
       Russlands Öleinnahmen wirksam beschneiden. Kallas äußert sich zudem auch
       wegen anderer Nebenwirkungen des Iran-Krieges besorgt. Es gebe deutliche
       Auswirkungen, weil Verteidigungsfähigkeiten, die in der Ukraine benötigt
       würden, sich nun in Richtung Naher Osten verlagerten, erklärte sie. Man
       sehe etwa, dass jeder Luftverteidigung brauche. „Die Ukraine braucht sie,
       und auch die Länder im Nahen Osten brauchen sie.“
       
       ## 11.52 Uhr: Weiteres iranisches Kriegsschiff nahe Sri Lanka
       
       dpa | Nach dem tödlichen Angriff auf eine iranische Fregatte im Indischen
       Ozean befindet sich nach Angaben der Regierung Sri Lankas ein weiteres
       Schiff der iranischen Marine nahe der Insel. Das Kriegsschiff liege noch in
       der sogenannten Exklusiven Wirtschaftszone (EEZ) Sri Lankas, also außerhalb
       der territorialen Gewässer, sagte Kabinettsprecher Nalinda Jayatissa im
       Parlament. Die Regierung prüfe, wie sie auf die Situation reagieren solle,
       und bemühe sich um eine Lösung, um die regionale Sicherheit zu wahren. An
       Bord sollen rund 100 Menschen sein.
       
       ## 11.41 Uhr: Wadephul: Beteiligen uns nicht an Maßnahmen zu Regime-Change
       
       rtr | Bundesaußenminister Johann Wadephul ‌hat sich zurückhaltend zu einer
       möglichen kurdischen Beteiligung an einem Sturz der Führung in Teheran
       geäußert. Deutschland beteilige sich „nicht an konkreten Maßnahmen des
       Regime-Changes in irgendeinem Land und auch nicht im Iran“, sagt Wadephul
       in Berlin. „Wir halten Kontakte zu einigen oppositionellen Gruppen. Das ist
       richtig, das ist notwendig“, fügt er hinzu. „Wir sind an der Seite der
       Menschen im Iran, dazu gehören insbesondere die Kurdinnen und Kurden, die
       ja unter diesem ruchlosen Regime in besonderer Art und Weise leiden.“
       
       11.41 Uhr: Türkei besorgt wegen kurdischer Miliz im Iran
       
       rtr | ‌Die Türkei zeigt ‌sich besorgt über die Aktivitäten der
       kurdisch-iranischen Miliz PJAK. Die Gruppe bedrohe die Sicherheit des Iran
       und die Stabilität der Region, teilte das Verteidigungsministerium am
       Donnerstag in Ankara mit. Hintergrund sind Berichte über Gespräche zwischen
       iranisch-kurdischen Milizen und den USA ‌über einen möglichen Vorstoß gegen
       staatliche Kräfte im Westen der Islamischen Republik. „Die Aktivitäten von
       Gruppen, die ethnischen Separatismus schüren, wie die Terrororganisation
       PJAK, wirken sich nicht nur negativ auf die Sicherheit des Iran aus,
       sondern auch auf den allgemeinen Frieden und die Stabilität in der Region“,
       hieß es vom Ministerium weiter.
       
       Die Türkei ist Nato-Mitglied und ein Nachbarland ‌des Iran. Die Regierung
       in Ankara bemüht sich derzeit um einen Friedensschluss mit der verbotenen
       Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die ihr ⁠Hauptquartier im Nordirak hat.
       Zudem befürwortet sie die Eingliederung syrisch-kurdischer Milizen in die
       staatlichen Strukturen Syriens. Eine Zusammenarbeit des Nato-Verbündeten
       USA mit iranisch-kurdischen Milizen ‌lehnt Ankara jedoch ‌ab. Die Partei
       für ein ⁠Freies Leben in Kurdistan (PJAK) gilt als iranischer Ableger der
       PKK, die von der Türkei, den ‌USA und der EU ‌als Terrororganisation
       eingestuft wird.
       
       ## 10.54 Uhr: Iranische Drohne trifft Flughafen in Aserbaidschan
       
       afp | Eine im Iran gestartete Drohne hat nach aserbaidschanischen Angaben
       einen Flughafen in Aserbaidschan getroffen. Die Drohne sei in einem
       Terminalgebäude des Flughafens Nachitschewan eingeschlagen, erklärte das
       aserbaidschanische Außenministerium am Donnerstag. Zwei Menschen seien
       dabei verletzt worden, erklärte das aserbaidschanische Außenministerium
       weiter. Das Ministerium bestellte den iranischen Gesandten in Baku ein, um
       „scharfen Protest“ einzulegen. Aserbaidschan behalte sich das Recht auf
       „angemessene Vergeltungsmaßnahmen“ vor. Eine zweite Drohne sei in der Nähe
       einer Schule im Ort Schekerabad niedergegangen, erklärte das Ministerium
       weiter. Nachitschewan ist eine Exklave von Aserbaidschan, grenzt an den
       Iran und wird durch Armenien vom Rest Aserbaidschans getrennt.
       
       Der Iran hat sich seit langer Zeit besorgt geäußert, dass Israel – ein
       enger Verbündeter Aserbaidschans und wichtiger Waffenlieferant –
       aserbaidschanisches Territorium für Angriffe nutzen könnte. Im Juni
       versicherte Baku Teheran, dass es Israel nicht gestatten werde, sein 13.56
       Territorium für Angriffe gegen die Islamische Republik zu nutzen. Damals
       hatten Israel und die USA in einem zwölf Tage dauernden Krieg drei wichtige
       iranische Atomanlagen angegriffen. Teheran ist auch schon lange
       misstrauisch wegen separatistischer Bestrebungen in der aserbaidschanischen
       Minderheit im eigenen Land. Rund 10 Millionen der 83 Millionen Einwohner
       des Iran gehören der aserbaidschanischen Minderheit an.
       
       ## 10.49 Uhr: Kurdenregion im Irak will keine militärische Eskalation
       
       dpa | Angesichts von Spekulationen über eine Beteiligung kurdischer Milizen
       aus dem Irak am Krieg im Iran hat der Präsident der Autonomen Region
       Kurdistan im Nordirak, Nechirvan Barsani, seinen Willen zum Frieden
       unterstrichen. „Die Kurdistan-Region wird stets ein Grundpfeiler des
       Friedens bleiben und sich nicht auf Konflikte oder militärische
       Eskalationen einlassen, die das Leben und die Sicherheit unserer
       Bevölkerung gefährden“, hieß es in einer Erklärung Barsanis. US-Präsident
       Donald Trump soll laut US-Medienberichten erwägen, die irakischen Kurden
       und oppositionelle Gruppen im Iran bei einem Kampf gegen die iranische
       Führung zu unterstützen. Die irakischen Kurden haben zahlreiche Kämpfer an
       der rund 1.500 Kilometer langen Grenze zum Iran stationiert und teilweise
       auch Verbindungen zur kurdischen Minderheit im Iran.
       
       Der TV-Sender CNN hatte unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet,
       der US-Geheimdienst CIA arbeite an einer Bewaffnung der irakischen Kurden.
       Ziel sei ein Bodeneinsatz im westlichen Iran in den kommenden Tagen,
       berichtete CNN unter Berufung auf einen ranghohen iranischen
       Kurdenvertreter. Das Weiße Haus wies die Berichte jedoch zurück. Die
       iranischen Streitkräfte haben ihrerseits bereits kurdische Gruppen im
       benachbarten Irak angegriffen.
       
       10.13 Uhr: Roter Halbmond: Mehr als 100 zivile Ziele im Iran beschädigt
       
       dpa | Seit Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran
       sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile
       Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden. Laut der iranischen
       Nachrichtenagentur Isna wurden auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie
       Teile Teherans getroffen. Es seien bislang 1.332 Angriffe an 636 Orten
       registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig
       überprüfen.
       
       ## 10.09 Uhr: AFP-Reporter: Erneut Explosionen über Doha und Manama
       
       afp | Die katarische Hauptstadt Doha ist am Donnerstag von Explosionen
       erschüttert worden. Auch über Bahrains Hauptstadt Manama hörten
       Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Detonationen. Die Golfstaaten
       wurden in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel iranischer Drohnen- und
       Raketenangriffe.
       
       ## 10.03 Uhr: Italien will Golfstaaten Ausrüstung zur Flugabwehr liefern
       
       dpa | Angesichts iranischer Angriffe auf mehrere Golfstaaten will Italien
       Ausrüstung zur Flugabwehr in die Region liefern. „Wir sprechen ausdrücklich
       von Verteidigung, von Luftverteidigung“, sagte Ministerpräsidentin Giorgia
       Meloni im Radio. Die Regierungschefin fügte hinzu: „Nicht nur, weil es
       befreundete Nationen sind, sondern auch, weil sich in dieser Region
       Zehntausende Italiener befinden und etwa zweitausend Soldaten, die wir
       schützen müssen.“ Außenminister Antonio Tajani und Verteidigungsminister
       Guido Crosetto sollen am Vormittag im italienischen Parlament berichten.
       Crosetto hatte erst kürzlich erklärt, Rom habe Hilfeersuchen aus mehreren
       Golfstaaten erhalten. Man prüfe nun ein schnelles und mit EU-Partnern
       koordiniertes Vorgehen.
       
       09.56 Uhr: Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel
       
       dpa | Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Die Armee teilte
       mit, es seien mehrere Geschosse identifiziert worden. Im Großraum Tel Aviv
       heulten Warnsirenen. Auch Jerusalem war nach Medienberichten von dem
       Angriff bedroht. Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, der
       Zivilschutz habe sich seit Beginn des Kriegs mit dem Iran am Samstag um 13
       Einschlagsorte mit „bedeutender Zerstörung“ in Israel gekümmert. Insgesamt
       werde aber ein Rückgang der Raketenangriffe aus dem Iran beobachtet.
       
       Israel bereitet sich demnach auch darauf vor, dass neben der libanesischen
       Hisbollah-Miliz auch die ebenfalls mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im
       Jemen in den Krieg einsteigen könnte. Sie verfüge weiterhin über die
       Fähigkeiten und bereite sich vor. Warum die Huthi bisher nicht geschossen
       haben, sei nicht ganz klar, hieß es in dem Bericht.
       
       09.48 Uhr: Israels Regierung ordnet schnellere Rüstungsproduktion an
       
       dpa | Israels Verteidigungsministerium hat die großen Rüstungsunternehmen
       des Landes angewiesen, die Produktion offensiver und defensiver
       Waffensysteme zu beschleunigen. Dies bestätigte eine Sprecherin des
       Ministeriums. Hintergrund ist der Krieg Israels und der USA gegen den Iran.
       Israel bereitet sich den Angaben zufolge auf anhaltende Kampfhandlungen und
       eine mögliche Ausweitung auf weitere Fronten vor. Vertretern der
       Rüstungsindustrie wurde laut Verteidigungsministerium ein operativer
       Lagebericht präsentiert, zusammen mit kurz- und langfristigen Beschaffungs-
       und Aufrüstungsplänen. Zudem werden seit Kriegsbeginn am Samstag
       US-Waffensysteme nach Israel geliefert.
       
       Die israelische Wirtschaftszeitung „Calcalist“ schrieb, die relevanten
       Waffen würden von Elbit Systems, Israel Aerospace Industries (IAI), Rafael
       und Tomer hergestellt. Produkte dieser Hersteller würden auch bei den
       israelischen Angriffen im Iran eingesetzt. Zu den wichtigsten
       Raketenabwehrsystemen, deren Produktion beschleunigt werden solle, gehörten
       Arrow 3 und Barak MX von Israel Aerospace Industries sowie Schleuder Davids
       von Rafael. Die Produktionssteigerung erfolge parallel zu
       Lieferverpflichtungen für ausländische Streitkräfte, von denen viele ihre
       Beschaffungen angesichts eines globalen Wettrüstens und wachsender
       geopolitischer Spannungen beschleunigten, schrieb das Blatt ferner.
       
       09.38 Uhr: Proiranische Milizen im Irak reklamieren weitere Angriffe für
       sich
       
       dpa | Proiranische Milizen im Irak haben erneute mehrere Angriffe auf
       „feindliche Ziele“ im Irak für sich reklamiert. Die Gruppe „Islamischer
       Staat“ sprach von 29 Angriffen innerhalb von 24 Stunden. Demnach seien bei
       den Angriffen Dutzende Drohnen und Raketen eingesetzt worden. Zudem habe
       man eine Drohne der „amerikanischen Besatzung“ mit „geeigneten Waffen“
       abgeschossen. Die Gruppe „Islamischer Widerstand“ – eine Art Dachgruppe für
       proiranische Milizen im Irak – hat seit Ausbruch des Irankriegs bereits
       Dutzende Angriffe gegen „gegnerische“ Stützpunkte im Irak und in der Region
       für sich reklamiert. Im Zuge des Irankriegs werden auch immer wieder
       US-Stützpunkte im Irak mit Drohnen und Raketen angegriffen.
       
       ## 09.24 Uhr: Staatsfernsehen: Iran hat US-Tanker im Persischen Golf mit
       Rakete getroffen
       
       afp | Ein US-Öltanker im Persischen Golf ist nach Angaben der iranischen
       Revolutionsgarden von einer Rakete getroffen worden. Der Tanker sei „im
       Norden des Persischen Golfs von einer Rakete getroffen“ worden und stehe
       „derzeit in Flammen“, erklärten die Revolutionsgarden am Donnerstag im
       staatlichen iranischen Fernsehen. Der Vorfall am sechsten Tag des
       US-israelischen Krieges gegen den Iran konnte zunächst nicht unabhängig
       bestätigt werden. Zuvor hatten die Revolutionsgarden erklärt, die
       „vollständige Kontrolle“ über die für den weltweiten Seehandel wichtige
       Meerenge Straße von Hormus übernommen zu haben.
       
       ## 09.17 Uhr: Qatar Airways kündigt Hilfsflüge für gestrandete Passagiere
       an
       
       dpa | Die katarische Fluggesellschaft Qatar Airways hat angekündigt, eine
       begrenzte Zahl von Hilfsflügen für wegen des Irankriegs gestrandete
       Passagiere anzubieten. Geplant seien unter anderem Verbindungen aus der
       saudischen Hauptstadt Riad nach Frankfurt am Main oder aus der omanischen
       Hauptstadt Maskat nach Berlin, wie aus der Mitteilung auf X hervorging.
       
       ## 09.05: Benzinpreise: Erster Regierungschef fordert Übergewinnsteuer
       
       afp | Angesichts der seit Beginn des Iran-Krieges stark gestiegenen
       Benzinpreise fordert der Bremer Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD)
       eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, die ihre Gewinnmargen
       unverhältnismäßig ausgeweitet haben. „Wenn man sieht, wie die Ölkonzerne in
       Windeseile die Preise erhöht haben, dann besteht schon der Verdacht, dass
       sie den Krieg ausnutzen, um sich die Taschen vollzumachen“, sagte
       Bovenschulte der Welt laut Meldung von Mittwochabend.
       
       „Was wir jetzt brauchen, ist eine Spritpreisbremse. Allerdings nicht auf
       Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Sondern, indem wir
       diejenigen, die diese neue Krise für sich ausnutzen, mit kartell- und
       steuerrechtlichen Mitteln zur Verantwortung ziehen“, sagte Bovenschulte.
       „Eine Übergewinnsteuer könnte in diesem Fall gute Dienste leisten.“ Der
       Bremer Bürgermeister wollte das Thema am Donnerstag auch bei der Konferenz
       der 16 Ministerpräsidenten in Berlin ansprechen. Eine Übergewinnsteuer
       hatte die Linke zuvor bereits gefordert. Eine solche Steuer auf übermäßige
       Gewinne hatte es in der Energiekrise nach Russlands Angriff auf die Ukraine
       2022 gegeben. Eingeführt worden war sie auf EU-Ebene als „befristete
       Solidaritätsabgabe“.
       
       ## 08.45 Uhr: Neuseeland schickt Militärflugzeuge für Evakuierungen
       
       dpa | Neuseeland will Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsenden, um
       wegen des Irankriegs gestrandete Staatsbürger in sichere Drittländer zu
       bringen. Die Streitkräfte würden auf Bitten der Regierung in den kommenden
       Tagen zwei Transportflugzeuge vom Typ Lockheed Martin C-130J-30 Super
       Hercules für die Evakuierungen in die Krisenregion verlegen, hieß es in
       einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums. „Aus Sicherheitsgründen
       geben wir den genauen Zielort nicht bekannt“, sagte Verteidigungsministerin
       Judith Collins. Die Maschinen der Royal New Zealand Air Force sowie
       Konsularpersonal würden zunächst im Rahmen von Notfallplanungen
       positioniert. Ziel sei es, bereitzustehen, um Zivilisten aus dem
       Krisengebiet in sichere Drittstaaten zu bringen, sobald die Lage dies
       erlaube. „Wir werden Sie an einen sicheren Ort bringen, wo Sie Linienflüge
       nutzen können“, sagte Collins mit Blick auf Betroffene. Nach Angaben des
       Außenministeriums sind rund 3.000 Neuseeländer in der Region registriert,
       mehr als 1.800 von ihnen über das neuseeländische Krisenportal. Die
       Regierung geht jedoch davon aus, dass sich insgesamt noch deutlich mehr
       Landsleute in der Region befinden.
       
       08.43 Uhr: Iran bestreitet Raketenangriff auf die Türkei
       
       dpa | Der iranische Generalstab hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Türkei mit
       einer ballistischen Rakete angegriffen zu haben. In einer offiziellen
       Erklärung heißt es, Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung
       türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen.
       Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und
       befreundeten Landes Türkei.
       
       ## 08.39 Uhr: Erste Flüge israelischer Rückkehrer in Tel Aviv gelandet
       
       dpa | Am sechsten Tag des Kriegs in Nahost sind auf dem internationalen
       Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv erste Flüge mit israelischen Rückkehrern
       gelandet. Die israelischen Fluggesellschaften El Al und Israir teilten mit,
       eine Kampagne zur Rückführung ihrer Fluggäste in ihre Heimat habe damit
       begonnen. Ein Pilot von El Al sprach von einem „bewegenden Moment für uns
       alle“. El teilte mit, in den kommenden Tagen seien weitere Flüge geplant.
       Nach Beginn des Kriegs am Samstag hatte Israel zunächst seinen Luftraum für
       zivile Flugzeuge gesperrt. Die Rückführungsaktion für Reisende, die im
       Ausland gestrandet waren, gilt allerdings zunächst nur für israelische
       Fluggesellschaften und deren Kunden. Die Zahl der Flüge, die in Tel Aviv
       landen können, soll zunächst beschränkt bleiben, solange Raketenangriffe
       aus dem Iran und dem Libanon auf die Küstenmetropole andauern.
       
       Israir bietet ihren Kunden etwa Rückflüge aus verschiedenen europäischen
       Städten nach Tel Aviv an, darunter Rom, Berlin und Athen. Eine weitere
       Möglichkeit sind Flüge über den ägyptischen Grenzort Taba, von dem aus
       israelische Reisende dann mit Bussen nach Tel Aviv gebracht werden. Nach
       Medienberichten waren mit Kriegsbeginn rund 100.000 Israelis im Ausland
       gestrandet.
       
       ## 08.30 Uhr: Libanesische Staatsmedien: Hochrangiger Hamas-Vertreter
       getötet
       
       Bei einem israelischen Angriff ist libanesischen Staatsmedien zufolge ein
       hochrangiger Vertreter der islamistischen Hamas im Libanon getötet worden.
       Wassim Atallah al-Ali und seine Frau seien bei einem Drohnenangriff in
       einem palästinensischen Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden des
       Libanons getötet worden, meldete die staatliche libanesische
       Nachrichtenagentur NNA am Donnerstag, die al-Ali als einen hochrangigen
       Hamas-Vertreter bezeichnete. Er ist der erste Anführer der islamistischen
       Palästinenserorganisation, der seit Beginn des Iran-Krieges getötet wurde.
       Der Irankrieg führte zu einer Eskalation des Konfliktes zwischen Israel und
       der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon.
       
       ## 08.14 Uhr: Hegseth fordert Israel zum Durchhalten auf
       
       rtr | US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Israel nach Angaben des
       israelischen Verteidigungsministeriums aufgefordert, „bis zum Ende“
       durchzuhalten. Die USA stünden an der Seite Israels, habe Hegseth
       Verteidigungsminister Israel Katz in dem Telefonat in der Nacht gesagt,
       teilt das Ministerium mit. Katz habe Hegseth für die umfangreiche
       Unterstützung der USA bei der Verteidigung der israelischen Bürger gegen
       die iranische Raketenbedrohung gedankt.
       
       ## 08.06 Uhr: Australien entsendet zwei Militärflugzeuge
       
       afp | Australien hat angesichts des US-israelischen Krieges gegen den Iran
       zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsandt. Im Rahmen der
       Notfallplanung zur Evakuierung australischer Staatsbürger in der Region
       seien ein Schwertransportflugzeug und eine Treibstofftransportmaschine
       entsandt worden, erklärten Regierungsbeamte am Donnerstag der
       Nachrichtenagentur AFP. Australierinnen und Australier sollten sich jedoch
       vorrangig um kommerzielle Flüge für eine Heimreise bemühen.
       
       08.05 Uhr: Neue israelische Angriffe auf Teheran
       
       dpa | Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue
       Angriffswelle in Teheran begonnen. In einer Mitteilung des Militärs war die
       Rede von großangelegten Angriffen auf Infrastruktur der iranischen Führung
       in der Hauptstadt. Augenzeugen berichteten über Explosionsgeräusche im
       Bereich von Teheran. Außerdem griff Israels Luftwaffe den Angaben zufolge
       mehrere Kommandozentren der proiranischen Hisbollah-Miliz in der
       libanesischen Hauptstadt Beirut an.
       
       Im Verlauf der Nacht hatte es in Israel immer wieder Raketenalarm gegeben.
       Dabei wurde auch über parallele Raketenangriffe aus dem Iran und vom
       Libanon aus auf den jüdischen Staat berichtet. Ein Einwohner Tel Avivs
       berichtete von gewaltigen Knallgeräuschen. Es gab zunächst keine Berichte
       über Verletzte. Am Vortag waren nach Angaben des israelischen
       Rettungsdienstes Magen David Adom Dutzende von Menschen verletzt worden.
       
       Lokale Medien im Libanon berichteten von Angriffen in den als Dahija
       bekannten Vororten der Hauptstadt Beirut. Dabei wurden auch zwei Autos
       getroffen. Drei Menschen kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums ums
       Leben. Auch ein palästinensisches Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden
       des Libanons wurde nach libanesischen Angaben getroffen. Dabei seien zwei
       Menschen getötet worden, meldete das Gesundheitsministerium mitteilte. Eine
       weitere Person sei verletzt worden.
       
       08.02 Uhr: Erster deutscher Evakuierungsflug in Frankfurt gelandet
       
       dpa | Am Frankfurter Flughafen ist am Morgen der erste Evakuierungsflug der
       Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet. Dies bestätigten
       dpa-Reporter vor Ort. Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in Omans
       Hauptstadt Maskat gestartet. An Bord des Lufthansa-Airbus vom Typ A340-300
       mit der Flugnummer LH345 befinden sich Menschen, die von der
       Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren wie zehntausende andere
       infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und
       mussten nun über den Landweg nach Maskat gebracht werden.
       
       ## 08.01 Uhr: Iran droht den USA nach Versenkung eines Kriegsschiffes
       
       dpa | Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA nach dem
       tödlichen Angriff auf die Fregatte „IRIS Dena“ im Indischen Ozean mit
       Konsequenzen gedroht. Araghtschi schrieb auf X: „Merken Sie sich meine
       Worte: Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen.“ Araghtschi warf
       den USA vor, 2.000 Meilen (ca. 3.219 km) von der iranischen Küste entfernt
       eine „Gräueltat auf See“ begangen zu haben. Die „IRIS Dena“ mit 130
       Besatzungsmitgliedern sei als Gast der indischen Marine in internationalen
       Gewässern unterwegs gewesen und ohne Vorwarnung angegriffen worden. Laut
       übereinstimmenden Medienberichten wurde das Schiff von einem US‑U‑Boot mit
       einem Torpedo versenkt.
       
       06.44 Uhr: Iran greift Kurden-Hauptquartier im Irak an
       
       afp | Der Iran hat nach eigenen Angaben ein Hauptquartier kurdischer
       Einheiten im Irak angegriffen. Das Hauptquartier sei mit drei Raketen
       attackiert worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur
       Irna am Donnerstag unter Berufung auf eine Mitteilung des Militärs. Seit
       Beginn der US-israelischen Luftangriffe gegen den Iran und der iranischen
       Gegenangriffe ist auch die autonome Kurdenregion im Irak immer wieder mit
       Drohnen attackiert worden. In der Region sind US-Soldaten stationiert.
       
       ## 06.02 Uhr: IW: Weiter steigender Ölpreis hätte erhebliche Folgen
       
       dpa | Ein weiter steigender Ölpreis hätte nach Einschätzung von
       IW-Wirtschaftsforschern erhebliche Auswirkungen auf die deutsche
       Wirtschaft. Für den Fall, dass der Ölpreis der Sorte Brent auf 100
       US-Dollar pro Barrel (159 Liter) ansteigt, rechnet das Institut der
       deutschen Wirtschaft (IW) damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt
       (BIP) um 0,3 Prozent im Jahr 2026 und 0,6 Prozent 2027 geringer ausfällt.
       Zu diesem Ergebnis kommt eine IW-Simulation, die der Deutschen
       Presse-Agentur vorab vorliegt. Grundlage der Modellrechnungen waren Daten
       des Beratungsunternehmens Oxford Economics.
       
       Insgesamt wäre das den Angaben nach ein Verlust an gesamtwirtschaftlicher
       Leistung von real etwa 40 Milliarden Euro über zwei Jahre. Die
       Verbraucherpreise wären 2026 um 0,8 Prozent und 2027 um 1,0 Prozent höher.
       Würde der Ölpreis auf 150 US-Dollar pro Barrel steigen, so beliefen sich
       die Kosten für die deutsche Wirtschaft 2026 auf 0,5 Prozent des BIP und
       2027 auf 1,3 Prozent. Das entspräche einem Verlust an Wirtschaftsleistung
       von real über 80 Milliarden Euro in zwei Jahren. Die Verbraucherpreise
       würden 2026 um 1,6 Prozent und 2027 um 1,9 Prozent höher liegen.
       
       05.56 Uhr: Resolution zu Beschneidung von Trumps Befugnissen im US-Senat
       gescheitert
       
       afp | Im US-Senat ist ein Versuch gescheitert, die Befugnisse von Präsident
       Donald Trump im Iran-Krieg zu beschneiden. Die sogenannte
       Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde am Mittwoch in der
       Kongresskammer mit der Mehrheit von Trumps Republikanern abgelehnt. 53
       Senatoren stimmten gegen die Resolution, 47 Senatoren dafür.Mit der
       Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran
       [1][ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen]. Bei beiden Parteien gab
       es bei der Abstimmung jeweils einen Abweichler, der sich der Gegenseite
       anschloss: Bei den Demokraten Senator John Fetterman, der den Iran-Krieg
       befürwortet, und bei den Republikanern Senator Rand Paul, der
       Militärinterventionen grundsätzlich skeptisch sieht.
       
       Eingebracht worden war der Text vom Demokraten Tim Kaine und dem
       Republikaner Paul. Kaine kritisierte im Vorfeld der Abstimmung, [2][Trump
       habe dem Kongress] „keinerlei Beweise vorgelegt, dass die USA einer
       unmittelbaren Bedrohung durch den Iran ausgesetzt waren“. Paul begründete
       seinen Widerstand mit der US-Verfassung. Danach hat eigentlich der Kongress
       die Befugnis, Kriege zu erklären. US-Präsidenten beider Parteien haben sich
       seit dem Zweiten Weltkrieg aber immer wieder darüber hinweggesetzt.
       
       ## 05.56 Uhr: US-Energieminister: Auswirkungen von Iran-Konflikt auf
       Ölmarkt temporär
       
       rtr | US-Energieminister Chris Wright bezeichnet die Auswirkungen des
       Iran-Konflikts auf die Energiemärkte als vorübergehend. Ein Anstieg der
       Benzinpreise sei ein kleiner Preis, der für die militärischen Ziele der USA
       zu zahlen sei, sagt er dem Sender Fox News. Die Welt sei gut mit Öl
       versorgt. Die US-Marine werde zudem bald Tanker durch ‌die blockierte
       Straße von Hormus eskortieren.
       
       ## 04.57 Uhr: Linkspartei fordert „sichere Fluchtwege“ aus dem Iran nach
       Deutschland
       
       afp | Die Linkspartei hat einen Abschiebestopp in den Iran sowie „sichere
       und legale Fluchtwege“ aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland gefordert.
       „Schutzsuchende müssen deutsche Auslandsvertretungen in den Nachbarstaaten
       aufsuchen können“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der
       Linken im Bundestag, Clara Bünger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom
       Donnerstag. „Dort sollen sie unkompliziert humanitäre Visa für eine sichere
       Einreise erhalten.“ Dafür müsse die Bundesregierung die Aufnahme nach
       Paragraf 22 des Aufenthaltsgesetzes wieder ermöglichen. Die Koalition von
       Union und SPD hatte die humanitären Aufnahmeprogramme gestoppt.
       
       ## 03.32 Uhr: Kanadischer Premier Carney schließt militärische Beteiligung
       nicht aus
       
       afp | Der kanadische Premierminister Mark Carney hat eine Beteiligung
       seines Landes am Iran-Krieg nicht ausgeschlossen. „Man kann eine
       Beteiligung nie kategorisch ausschließen“, sagte Carney am Donnerstag bei
       einem Besuch in der australischen Hauptstadt Canberra. Die Frage sei aber
       „hypothetisch“. „Wir werden an der Seite unserer Verbündeten stehen“, sagte
       Carney bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem australischen Premier Anthony
       Albanese. Außerdem werde Kanada „immer Kanadier verteidigen“.
       
       22.39 Uhr: Portugal: USA dürfen Militärbasis Lajes unter „bestimmten
       Bedingungen“ nutzen
       
       afp | Die portugiesische Regierung erlaubt den USA, den Militärstützpunkt
       Lajes auf der zu Portugal gehörenden Azoren-Insel Terceira im Atlantik für
       den Irankrieg zu nutzen. Die Erlaubnis sei jedoch nur unter „bestimmten
       Bedingungen“ erteilt worden, sagte Ministerpräsident Luís Montenegro am
       Mittwoch im Parlament. Dazu gehöre, dass die Einsätze „defensiv“,
       „notwendig und verhältnismäßig“ und „ausschließlich gegen militärische
       Ziele“ gerichtet seien. „Diese drei Bedingungen stehen im Einklang mit dem
       Völkerrecht“, betonte Montenegro. Die portugiesischen Behörden hatten zuvor
       eingeräumt, dass die USA ihre Nutzung der Basis in den Wochen vor dem
       Iran-Krieg intensiviert hatten. Diese Einsätze seien auf Grundlage einer
       allgemein gehaltenen, jährlich erneuerten Genehmigung ausgeführt worden.
       Aufgrund ihrer strategischen Lage mitten im Atlantik wurde der Stützpunkt
       Lajes gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von den Alliierten genutzt. Ein
       Abkommen, das seine Nutzung durch die USA regelt, wurde 1951 unterzeichnet.
       
       22.08 Uhr: Arabische Liga fordert Angriffsstopp vom Iran
       
       ap | Die Arabische Liga hat den [3][Iran zur sofortigen Einstellung aller
       Angriffe auf Golfstaaten] aufgefordert. Die anhaltenden Angriffe
       verschärften die beispiellose Feindseligkeit mit Irans Nachbarn am Golf,
       erklärte der Generalsekretär der Liga, Ahmed Abul Gheit, am Mittwoch. Die
       Attacken seien ein strategischer Fehler und müssten beendet werden. „Der
       Iran muss zur Vernunft kommen“, teilte Gheit mit. Die Arabische Liga,
       bestehend aus 22 Mitgliedstaaten, fördert die regionale Zusammenarbeit. Sie
       gilt jedoch weithin als politisch schwach und hat seit Langem
       Schwierigkeiten, zur Lösung von Konflikten beizutragen.
       
       5 Mar 2026
       
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