# taz.de -- Israel und USA im Krieg mit Iran: Mehr israelische Angriffe im Libanon
> Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf, die als
> Hochburgen der Hisbollah gelten. Iranische Angriffe auf Golfstaaten
> halten an.
(IMG) Bild: Ein Bulldozer beseitigt die Trümmer eines zerstörten Gebäudes, das von einem israelischen Luftangriff in Dahiyeh, einem südlichen Vorort von Beirut, getroffen wurde
## 16.41 Uhr: WHO: Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran und
Libanon
rtr | Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben 13
Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran und einen im Libanon
bestätigt. Berichte über vier getötete und 25 verletzte Sanitäter würden
derzeit geprüft, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf
einer Pressekonferenz, ohne weitere Details zu nennen. Wegen der
Transportbeschränkungen in der Region sei zudem das Logistikzentrum der
Organisation in Dubai vorübergehend außer Betrieb. Zuvor hatte der
iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen in einem Brief an
Ghebreyesus angegeben, dass zehn Einrichtungen von Militärschlägen
getroffen worden seien.
16.37 Uhr: Starmer: Verlegen weitere Kampfflugzeuge nach Katar
dpa | Großbritannien verlegt vier weitere Kampfflugzeuge vom Typ
Eurofighter nach Katar. Das kündigte Premierminister Keir Starmer bei einer
Pressekonferenz in London an. Man reagiere damit auf entsprechende Bitten
von Verbündeten in der Region, sagte der Labour-Politiker. Zudem bestätigte
er, dass die USA inzwischen von britischen Stützpunkten aus „defensive“
Luftschläge gegen iranische Raketen ausführten, bevor diese abgefeuert
würden. Er stehe zu der Entscheidung, sich zunächst nicht an den Angriffen
gegen den Iran zu beteiligen, betonte Starmer. Mit der anfänglichen
Weigerung, den USA die eigenen Stützpunkte zur Verfügung zu stellen, hatte
Starmer den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. Starmer
begründete den Kurswechsel damit, dass sich die Situation verändert habe.
„Der Iran hat inzwischen Drohnen und Raketen auf zehn Länder abgefeuert,
die ihn nicht angegriffen haben. Das sind Verbündete des Vereinigten
Königreichs, in denen wir Tausende Briten und militärisches Personal
haben“, so der Premier. Diese zu schützen habe Priorität.
## 16.18 Uhr: Insider: Hisbollah verlegt Elitekämpfer in den Südlibanon
rtr | Die pro-iranische Hisbollah-Miliz verlegt Insidern zufolge
Elitekämpfer zurück in den Südlibanon. Die Mitglieder der Radwan-Einheit
sollen gegen vorrückende israelische Panzerverbände kämpfen und diese
aufhalten, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die
Kämpfer kehrten damit in das Grenzgebiet zurück, aus dem sie sich nach dem
Krieg von 2024 zurückgezogen hatten. Hisbollah-Anführer Naim Kassem hatte
das Vorgehen zuvor als „existenzielle Verteidigung“ bezeichnet.
## 16.02 Uhr: Irans Streitkräfte greifen Ziele im Irak an
dpa | Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben nach Ziele im Irak
angegriffen. In Erbil, Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan, sei bei
einem Drohnenangriff ein US-Stützpunkt attackiert worden, berichtete der
staatliche iranische Rundfunk. Dabei seien „erhebliche Schäden“ verursacht
worden, hieß es in dem Bericht. Dafür gab es keine Bestätigung von
US-amerikanischer oder unabhängiger Seite.
## 15:59 Uhr: UN-Friedenstruppen berichten von Gefechten im Südlibanon
ap | Nach einem Vormarsch israelischer Soldaten haben Angehörige der
UN-Friedenstruppe von Kämpfen im Südlibanon berichtet. Westlich von Kfar
Kila, einem Dorf nahe der israelischen Grenze, seien in der Nacht Gefechte
am Boden beobachtet worden, sagte der Unifil-Sprecher Tilak Pokharel. Dabei
seien Schüsse gefallen. In der Ortschaft Chijam, rund fünf Kilometer von
der israelischen Grenze entfernt, hätten die Unifil-Soldaten Luftangriffe
und Leuchtraketen gesehen und Explosionen gehört.
## 15.58 Uhr: Abschuss iranischer Rakete: Nato bestätigt absichtlichen
Beschuss der Türkei
afp | Die Nato hat ihre Einschätzung bekräftigt, dass eine in Richtung
Türkei fliegende iranische Rakete bewusst auf das Nato-Mitglied abgefeuert
wurde. Auf die Frage, ob die ballistische Rakete absichtlich Ziele in der
Türkei ins Visier genommen habe, antwortete der Sprecher des obersten
Nato-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, am Donnerstag mit „Ja“. Weitere
Angaben wollte er aus Sicherheitsgründen nicht machen. Die aus dem Iran
abgefeuerte Rakete war am Mittwoch von einem Nato-Abwehrsystem zerstört
worden. Die Nato hatte den Iran umgehend dafür verurteilt, die Türkei „ins
Visier zu nehmen“. Aus türkischen Regierungskreisen verlautete allerdings
zunächst, die Rakete habe nicht die Türkei zum Ziel gehabt, sondern eine
Militärbasis auf Zypern. Die Rakete sei wohl „vom Kurs abgekommen“. Das
türkische Außenministerium bestellte wegen des Vorfalls den iranischen
Botschafter ein.
## 15.53 Uhr: UNO: 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere sitzen im
Persischen Golf fest
afp | In den Gewässern des Persischen Golfs sitzen infolge der Iran-Krieges
20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen fest. Das
teilte die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten
Nationen am Donnerstag mit. Generalsekretär Arsenio Dominguez erklärte, die
IMO sei bereit, „mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um zur
Sicherheit und zum Wohlergehen der Seeleute beizutragen“.
## 15.47 Uhr: Iran-Krieg legt zentrales WHO-Lager in Dubai lahm
dpa | Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Iran-Kriegs den
Zugang zu einem ihrer größten Logistikzentren und Materiallager für
weltweite Noteinsätze verloren. Die Einrichtung liegt in Dubai. Dort seien
alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden,
sagte die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy bei einer
Pressekonferenz. Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Millionen
Euro) sei dort nun blockiert, und Nachschub im Wert von acht Millionen
Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht
erreichen.
In dem Lager liegen Medikamente und medizinisches Material für Noteinsätze
und zur Unterstützung geschwächter Gesundheitssysteme in aller Welt. Dazu
gehört unter anderem alles zur Versorgung von Verwundeten in Konflikten,
von Betroffenen bei Erdbeben oder Überschwemmungen sowie Medikamente etwa
für Bluthochdruck oder Diabetes. In manchen Jahren versorgt die WHO nach
eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Menschen in rund 70 Ländern von Dubai
aus. Nach Angaben der zuständigen WHO-Nothilfekoordinatorin Annette
Heinzelmann wird geprüft, ob Material jetzt auf dem Landweg aus dem
Logistikzentrum gebracht werden kann. Ebenso prüfe die WHO, ob ähnliche
Logistikzentren in Brindisi in Italien, Nairobi in Kenia und anderswo
Lieferungen übernehmen und wo Material und Medikamente lokal erworben
werden können.
## 14.52 Uhr: Iran-Krieg: Verteidigungsministerium plant keine Entsendung
von Fregatte
afp | Das Bundesverteidigungsministerium hat keine Pläne, vor dem
Hintergrund des Iran-Kriegs ein zusätzliches Schiff ins Mittelmeer zu
beordern. „Wir planen keine Entsendung einer Luftverteidigungsfregatte“,
teilte ein Sprecher des Ministeriums auf AFP-Anfrage am Donnerstag mit.
Generell plane Deutschland „derzeit keine zusätzlichen deutschen
militärischen Fähigkeiten, die über die Beiträge zu den laufenden
Einsätzen“ hinausgingen. Die Bundesregierung tausche sich „eng mit unseren
Verbündeten und Partnern, auch mit Zypern, zur aktuellen Sicherheitslage im
Nahen und Mittleren Osten aus“, erklärte der Sprecher weiter. Der deutsche
Fokus liege aber weiterhin „auf signifikanten Beiträgen“ zur Verteidigung
der Nato-Ost- und Nordflanke. Mit Blick auf den Iran-Krieg verwies der
Sprecher auf Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vom
Mittwoch, wonach sich die Bundeswehr nicht an dem Konflikt beteiligen
werde.
14.35 Uhr: Aserbaidschan mobilisiert Armee nach Drohnenangriff
dpa | Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat wegen des
mutmaßlich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die
Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt. Das
meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des
nationalen Sicherheitsrates in Baku. Die Armee solle zu jeder Art Einsatz
bereit sein, sagte Aliyev demnach. Vorher waren Drohnen am Flughafen und in
Nähe einer Schule in Nachitschewan eingeschlagen. Der Iran bestreitet eine
Verantwortung für den Angriff.
14.31 Uhr: Insider: Israel greift in zweiter Phase unterirdische Stellungen
im Iran an
rtr | Israel beginnt Insidern zufolge die zweite Phase des Kriegs gegen
den Iran. Das Ziel israelischer Kampfjets seien nun unterirdische
ballistische Raketenstellungen, sagen zwei mit den Plänen vertraute
Personen. Ein Militärsprecher reagiert zunächst nicht auf eine Anfrage nach
einer Stellungnahme zu den Angriffsplänen.
## 14.31 Uhr: Libanesische Regierung verbietet „jegliche Aktivitäten“ der
iranischen Revolutionsgarden
Die Regierung im Libanon hat am sechsten Tag des Iran-Krieges den Druck auf
die pro-iranische Hisbollah weiter erhöht. Der Ministerrat in Beirut habe
am Donnerstag beschlossen, „jegliche Aktivitäten“ von Mitgliedern der
iranischen Revolutionsgarden vom Libanon aus zu verbieten, erklärte
Informationsminister Paul Morcos. Demnach sollen
Revolutionsgarden-Mitglieder „von den zuständigen Justizbehörden“
festgenommen werden, „um sie auszuweisen“. Zudem brauchen Iraner demnach
künftig ein Visum für die Einreise in den Libanon. Bislang waren Iraner von
der Visumpflicht befreit. Dasselbe galt umgekehrt für die Einreise von
Libanesen in den Iran.
## 14.27 Uhr: Augenzeugen: Schwarzer Rauch über Norden von Riad
rtr | Über dem Norden der saudiarabischen Hauptstadt Riad ist schwarzer
Rauch zu sehen. Das berichten Reuters-Augenzeugen. Zuvor wurden Insidern
zufolge Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaften im Diplomatenviertel
von Riad angewiesen, sich in ihren Gebäuden aufzuhalten. Als Grund wurde
auf eine mögliche, aber nicht näher beschriebene Bedrohung verwiesen.
14.21 Uhr: Israel ruft Bewohner fast aller Beiruter Vororte zu Flucht auf
dpa | Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der
libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die
Armee richtete auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine
dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser
verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels.
Betroffen seien die Viertel Burdsch al-Baradschne, Hadath, Haret Hreik und
Schijah. Bewohner sollten sich in entweder in Richtung Osten oder Norden in
Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, hieß es.
Die Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch
dicht besiedelte Wohngebiete. Unter den Bewohnern brach Panik aus, wie
Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Viele versuchten
panisch die Viertel zu verlassen. Die Straßen seien voller Autos. Einige
schrien nach ihren Verwandten.
14.06 Uhr: UNHCR: 38.000 Menschen vom Libanon nach Syrien geflohen
ap | Nach Beginn neuer Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz sind
laut dem UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge mindestens 38.000 Menschen aus
dem Libanon nach Syrien geflohen. „Im gesamten Nahen Osten und darüber
hinaus zeichnet sich nach den anhaltenden Konflikten in der Region ein
beunruhigendes Bild der Vertreibung ab“, sagte UNHCR-Sprecher Babar Baloch
am Donnerstag. Bei den Geflüchteten aus dem Libanon handelte es sich den
Angaben zufolge vor allem um syrische Staatsbürger. Auch innerhalb des
Libanons waren Zehntausende Menschen auf der Flucht, nachdem die Hisbollah
sich auf der Seite ihres Verbündeten Iran in den Konflikt mit Israel
eingeschaltet hatte und das israelische Militär daraufhin Hisbollah-Ziele
bombardierte.
14.06 Uhr: Israels Militär: Zwölfte Angriffswelle gegen Teheran beendet
dpa | Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben eines Militärsprechers
ihre zwölfte Angriffswelle gegen den Iran beendet. Neben Zielen in Teheran
seien Angriffe auf das Hauptquartier einer Spezialeinheit der iranischen
Sicherheitskräfte in der Provinz Albors geflogen worden, hieß es. In
Teheran seien unter anderem Ziele der Revolutionsgarden angegriffen worden.
Neben Dutzenden Kommandozentren seien Waffenlager und
Waffenproduktionsstätten Ziel der Angriffe gewesen.
14.05 Uhr: EU und Golf-Kooperationsrat rufen zu Dialog auf
rtr | Die Europäische Union und der Golf-Kooperationsrat rufen zu Dialog
und Diplomatie auf. Gleichzeitig bekräftigten sie in einer gemeinsamen
Erklärung, dass die Golfstaaten das Recht haben, sich gegen den Iran zu
verteidigen. „Die Minister bekräftigten ihr Engagement für regionale
Stabilität und forderten den Schutz der Zivilbevölkerung und die
uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts“, heißt es in der Mitteilung nach
einer Videokonferenz der Außenminister Europas und der Golfstaaten. Sie
hätten sich auf gemeinsame diplomatische Bemühungen zur Herbeiführung einer
dauerhaften Lösung geeinigt, um den Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu
erwerben, und „letztendlich dem iranischen Volk zu ermöglichen, über seine
Zukunft zu entscheiden“.
13.56 Uhr: Iranische Stiftung: Mindestens 1230 Tote bei US-israelischen
Angriffen
afp | Am sechsten Tag des Iran-Krieges hat eine iranische Stiftung die Zahl
der Toten bei US-israelischen Angriffen im Land mit mehr als 1200
angegeben. Die Zahl der „Märtyrer“ infolge des „aggressiven Angriffs“ der
USA und Israels gegen die „islamische Heimat“ sei auf 1230 gestiegen,
erklärte die staatliche iranische Stiftung für Märtyrer und
Veteranen-Angelegenheiten am Donnerstag nach Angaben der staatlichen
Nachrichtenagentur Irna. Die Nachrichtenagentur AFP konnte diese Zahl nicht
unabhängig verifizieren.
13.54 Uhr: Israelisches Militär ordnet Evakuierung von Stadtvierteln bei
Beirut an
rtr | Das israelische Militär ordnet die Evakuierung von Stadtvierteln in
einem Vorort im Süden Beiruts an.
13.51 Uhr: Frankreich genehmigt vorübergehend US-Jets auf lokalen
Stützpunkten
rtr | Frankreich hat die vorübergehende Präsenz von US-Flugzeugen auf
bestimmten Stützpunkten im Land genehmigt. Angesichts der Lage habe
Frankreich jedoch zur Bedingung gemacht, dass die betreffenden Ressourcen
in keiner Weise an Operationen der Vereinigten Staaten im Iran beteiligt
werden, teilt ein Vertreter des französischen Generalstabs mit. Sie sollten
ausschließlich zur Unterstützung der Verteidigung von Frankreichs Partnern
in der Region dienen.
## 13.46 Uhr: EU-Kommission rechnet nicht mit Fluchtbewegungen aus dem Iran
afp | Trotz des Kriegs im Nahen Osten rechnet die EU-Kommission aktuell
nicht mit großen Fluchtbewegungen in Richtung Europa. „Was Migration
betrifft, sehen wir keine Bewegungen von Iran ins Ausland“, sagte
EU-Innenkommissar Magnus Brunner am Rande eines Treffens der
EU-Innenminister am Donnerstag in Brüssel. Zwar gebe es Bewegungen
innerhalb des Iran, aber derzeit „sehen wir keine Bewegung in Richtung
Europa oder in Richtung anderer Länder in der Region“. Die Türkei habe ihre
Grenzen zum Iran geschlossen, sagte Brunner.
## 13.28 Uhr: Merz berät mit Japans Regierungschefin über Lage im Nahen
Osten
rtr | Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit der japanischen
Ministerpräsidentin Sanae Takaichi über die Lage im Nahen Osten
gesprochen. Die Regierungschefs der beiden G7-Staaten hätten sich zur
geopolitischen Situation sowie zu Handelsfragen und kritischen Rohstoffen
ausgetauscht, teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die
Partnerschaft solle bilateral und auch im Rahmen der G7 und G20 fortgesetzt
werden. Merz hatte Takaichi zuletzt unmittelbar vor seiner China-Reise
gesprochen.
## 13.18 Uhr: Großbritannien: Iran-Konflikt könnte Monate andauern
rtr | Großbritannien rechnet offenbar mit einem monatelangen Krieg im Iran.
„Die Situation entwickelt sich noch, aber es gibt Anzeichen dafür, dass es
sich um eine Krise handelt, die nicht Tage, sondern Wochen und
möglicherweise Monate andauern wird“, sagt der Staatssekretär im
Außenministerium, Hamish Falconer, im Parlament.
## 13.06 Uhr: Lufthansa setzt Flüge zu Zielen im Nahen Osten weiter aus
rtr | Die Lufthansa setzt ihre Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten
aus. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Dubai und Abu Dhabi bis
einschließlich 10. März, Tel Aviv bis zum 22. März, Beirut bis zum 28. März
sowie Teheran bis zum 30. April.
## 13.03 Uhr: Iran: EU wird Preis für Schweigen bezüglich Völkerrechtsbruch
zahlen
rtr | Die EU wird dem Iran zufolge den Preis für ihr Schweigen bezahlen.
„Wenn die EU-Länder zu diesem Verstoß gegen das Völkerrecht schweigen,
werden sie früher oder später den Preis dafür bezahlen“, sagt der Sprecher
des iranischen Außenministeriums im spanischen Fernsehsender TVE.
13.01 Uhr: Neue Angriffe erschüttern Golfregion
afp | Die Golfregion ist am sechsten Tag des Iran-Krieges von neuen
Angriffen erschüttert worden. In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi
wurden sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen
Drohne in einem Industriegebiet verletzt, wie das emiratische Pressebüro am
Donnerstag mitteilte. Bei dem Vorfall in dem Industriegebiet wurden demnach
sechs ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal „leicht bis
mittelschwer“ verletzt. In Dubai und in der katarischen Hauptstadt Doha
ertönten Explosionen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort in
Doha bezeichneten die Detonationen als einige der heftigsten seit dem
Beginn der iranischen Angriffe auf den Golfstaat am Samstag. Es war eine
schwarze Rauchsäule zu sehen. Das katarische Verteidigungsministerium
erklärte, das Militär arbeite daran, den Raketenangriff abzuwehren. Zuvor
hatten die Behörden angekündigt, Menschen zu evakuieren, die in der Nähe
der US-Botschaft wohnen.
Die jüngsten Angriffe erfolgten nur wenige Stunden, nachdem Emir Scheich
Tamim bin Hamad Al-Thani den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in
einem Telefonat scharf kritisiert hatte. Er warf dem Iran in dem Telefonat
vor, seinen Nachbarn schaden und sie in einen Krieg verwickeln zu wollen,
der nicht ihrer sei, hieß es vom katarischen Außenamt. Das Telefonat war
der erste hochrangige Kontakt zwischen beiden Ländern seit dem Beginn der
iranischen Angriffe am vergangenen Wochenende. Auch in Bahrains Hauptstadt
Manama waren am Donnerstag Explosionen zu hören. In Saudi-Arabien wurden
nach Angaben des Verteidigungsministeriums drei Marschflugkörper und
mehrere Drohnen abgefangen. In den Gewässern von Kuwait wurde ein Öltanker
von einer „starken Explosion“ getroffen, die nach Angaben der britischen
Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) zu einem Austritt von Öl führte.
12.46 Uhr: Libanon: Inzwischen 77 Tote bei neuen Kämpfen
ap | Im Libanon ist die Zahl der Toten bei den neuen Gefechten zwischen
Israel und der militant-islamistischen Hisbollah nach Angaben des
Gesundheitsministeriums auf 77 gestiegen. 527 weitere Menschen seien bei
den am Montag begonnenen Kämpfen verletzt worden, hieß es am Donnerstag.
Zunächst war unklar, wie viele der Toten Zivilisten waren. Das
Gesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass sieben Kinder getötet
worden seien.
## 12.29 Uhr: Nato-Generalsekretär: Anwendung von Artikel Fünf nicht nötig
rtr | Trotz eines Zwischenfalls mit einer iranischen Rakete in Richtung
Nato-Mitglied Türkei steht Artikel Fünf Nato-Generalsekretär Mark Rutte
zufolge nicht zur Debatte. „Niemand spricht über Artikel Fünf“, sagt Rutte
im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. In Artikel Fünf geht es um
den Bündnisfall, der festlegt, dass ein Angriff auf ein Mitglied des
Militärbündnisses als Angriff auf alle gewertet wird. Die Lage im Nahen
Osten beobachte die Nato aufmerksam. Die Nato unterstütze die USA bei ihren
Angriffen gemeinsam mit Israel gegen den Iran, da das Land kurz davor sei,
auch für Europa zur Bedrohung zu werden.
## 12.25 Uhr: Wadephul sieht EU nach US-Kritik nicht vor Spaltung
dpa | Außenminister Johann Wadephul sieht Europa ungeachtet der
unterschiedlichen Haltung von Frankreich und Spanien zu den Angriffen der
USA und Israels auf den Iran nicht vor der Spaltung. „Es ist vollkommen
klar, dass die EU hier zusammensteht“, sagte der CDU-Politiker bei einem
Treffen mit seinem moldauischen Kollegen Mihai Popsoi in Berlin auf die
Frage einer Journalistin. Am Anschluss wollte Wadephul an einer
Schaltkonferenz der EU-Außenministerinnen und -minister mit den Kollegen
aus dem Golf-Kooperationsrat teilnehmen. Die EU-Außenminister verurteilten
die iranischen Angriffe – nicht nur gegen die Golfstaaten, sondern auch die
Bedrohung des EU-Mitglieds Zypern sowie der Türkei als auch bereits
Aserbaidschans, sagte Wadephul. „Wir sind in der Einschätzung der
iranischen Bedrohung vollkommen einer Meinung.“
Zugleich stellte sich Wadephul nach der harschen Kritik von US-Präsident
Donald Trump an Spanien während eines Besuchs von Kanzler Friedrich Merz
(CDU) neuerlich klar hinter Madrid. Spanien könne sich jederzeit auf die
europäische Solidarität und damit auch auf die deutsche Solidarität
verlassen, wenn es darum gehe, dass mit neuen Handelshemmnissen gedroht
werde. „Wir lassen uns dort nicht spalten, wir stehen auf das Engste
miteinander zusammen. Die Europäische Union hat einen gemeinsamen
Binnenmarkt und den werden wir auch jederzeit gemeinsam verteidigen“, sagte
Wadephul.
## 12.23 Uhr: Moskau: Teheran hat Russland bislang nicht um militärische
Unterstützung gebeten
afp | Der Iran hat nach Angaben aus Moskau bislang keine militärische
Unterstützung Russlands im Krieg gegen Israel und die USA angefordert. Auf
die Frage, ob Russland plane, Waffen an den Iran zu liefern, sagte
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bei seiner täglichen Pressekonferenz am
Donnerstag in Moskau, dass es keine solche Anfrage seitens Teherans gegeben
habe.
## 12.22 Uhr: Chinas Gesandter reist für Vermittlungsgespräche nach Nahost
ap | China sendet seinen Nahost-Gesandten Zhai Jun in die Region, um im
Konflikt mit dem Iran zu vermitteln. Der Diplomat werde in naher Zukunft
aufbrechen und versuchen, aktiv zu einer Deeskalation beizutragen, sagte
die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, am Donnerstag.
Sie betonte, dass die Regierung in Peking bereits seit Beginn der
US-israelischen Angriffe am vergangenen Samstag zu vermitteln versuche. Der
chinesische Außenminister Wang Yi habe dazu etwa mit seinen Amtskollegen
aus dem Iran, Israel, Russland, Frankreich, Oman, Saudi-Arabien und den
Vereinigten Arabischen Emiraten telefoniert. Wang habe in diesen Gesprächen
die Einstellung aller militärischen Einsätze und eine Rückkehr zum Dialog
und zu Verhandlungen gefordert, um eine weitere Ausweitung des Konflikts zu
verhindern, sagte Mao.
## 12.18 Uhr: Spanien kündigt nach Drohneneinschlag Entsendung einer
Fregatte nach Zypern an
afp | Nach einem Drohneneinschlag auf einer britischen Militärbasis auf
Zypern hat Spanien die Entsendung eines Kriegsschiffs in das Gebiet
angekündigt. Spanien werde die Fregatte „Cristóbal Colón“ entsenden, um
„Schutz und Luftverteidigung“ für Zypern zur Verfügung zu stellen und
„jegliche Evakuierung von Zivilisten“ zu unterstützen, erklärte das
Verteidigungsministerium in Madrid am Donnerstag. Demnach befindet sich das
Schiff derzeit noch in der Ostsee und soll am 10. März zunächst die
griechische Insel Kreta erreichen.
## 12.12 Uhr: Börsenkurse in Asien wieder im Aufwind
afp | Die Kurse an den asiatischen Börsen sind nach empfindlichen Verlusten
zu Beginn der Woche wieder deutlich gestiegen. Besonders der südkoreanische
Leitindex Kospi legte am Donnerstag stark zu, zweitweise um zwölf Prozent.
Vor zwei Tagen hatte er fast 20 Prozent im Minus gelegen. Die Kursgewinne
in Asien folgten auf einen positiven Tag an der Wall Street und in Europa.
Die europäischen Börsen sackten allerdings mit Handelsbeginn am
Donnerstagmorgen wieder ab. Analysten rechnen mit weiterhin anhaltender
Unsicherheit und hoher Volatilität.
## 12.08 Uhr: EU-Chefdiplomatin warnt: Iran-Krieg könnte Putin helfen
dpa | Der Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs droht nach
Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas dem russischen
Präsidenten Wladimir Putin in die Hände zu spielen. „Wenn der Ölpreis
steigt, nützt das Russland bei der Finanzierung seines Krieges“, sagte
Kallas in Brüssel mit Blick auf Russlands Invasion in die Ukraine. Wichtig
sei deswegen, dass ein geplantes Verbot maritimer Dienstleistungen für
Schiffe umgesetzt werde, die russisches Öl befördern. Dieser Schritt könne
Russlands Öleinnahmen wirksam beschneiden. Kallas äußert sich zudem auch
wegen anderer Nebenwirkungen des Iran-Krieges besorgt. Es gebe deutliche
Auswirkungen, weil Verteidigungsfähigkeiten, die in der Ukraine benötigt
würden, sich nun in Richtung Naher Osten verlagerten, erklärte sie. Man
sehe etwa, dass jeder Luftverteidigung brauche. „Die Ukraine braucht sie,
und auch die Länder im Nahen Osten brauchen sie.“
## 11.52 Uhr: Weiteres iranisches Kriegsschiff nahe Sri Lanka
dpa | Nach dem tödlichen Angriff auf eine iranische Fregatte im Indischen
Ozean befindet sich nach Angaben der Regierung Sri Lankas ein weiteres
Schiff der iranischen Marine nahe der Insel. Das Kriegsschiff liege noch in
der sogenannten Exklusiven Wirtschaftszone (EEZ) Sri Lankas, also außerhalb
der territorialen Gewässer, sagte Kabinettsprecher Nalinda Jayatissa im
Parlament. Die Regierung prüfe, wie sie auf die Situation reagieren solle,
und bemühe sich um eine Lösung, um die regionale Sicherheit zu wahren. An
Bord sollen rund 100 Menschen sein.
## 11.41 Uhr: Wadephul: Beteiligen uns nicht an Maßnahmen zu Regime-Change
rtr | Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zu einer
möglichen kurdischen Beteiligung an einem Sturz der Führung in Teheran
geäußert. Deutschland beteilige sich „nicht an konkreten Maßnahmen des
Regime-Changes in irgendeinem Land und auch nicht im Iran“, sagt Wadephul
in Berlin. „Wir halten Kontakte zu einigen oppositionellen Gruppen. Das ist
richtig, das ist notwendig“, fügt er hinzu. „Wir sind an der Seite der
Menschen im Iran, dazu gehören insbesondere die Kurdinnen und Kurden, die
ja unter diesem ruchlosen Regime in besonderer Art und Weise leiden.“
11.41 Uhr: Türkei besorgt wegen kurdischer Miliz im Iran
rtr | Die Türkei zeigt sich besorgt über die Aktivitäten der
kurdisch-iranischen Miliz PJAK. Die Gruppe bedrohe die Sicherheit des Iran
und die Stabilität der Region, teilte das Verteidigungsministerium am
Donnerstag in Ankara mit. Hintergrund sind Berichte über Gespräche zwischen
iranisch-kurdischen Milizen und den USA über einen möglichen Vorstoß gegen
staatliche Kräfte im Westen der Islamischen Republik. „Die Aktivitäten von
Gruppen, die ethnischen Separatismus schüren, wie die Terrororganisation
PJAK, wirken sich nicht nur negativ auf die Sicherheit des Iran aus,
sondern auch auf den allgemeinen Frieden und die Stabilität in der Region“,
hieß es vom Ministerium weiter.
Die Türkei ist Nato-Mitglied und ein Nachbarland des Iran. Die Regierung
in Ankara bemüht sich derzeit um einen Friedensschluss mit der verbotenen
Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die ihr Hauptquartier im Nordirak hat.
Zudem befürwortet sie die Eingliederung syrisch-kurdischer Milizen in die
staatlichen Strukturen Syriens. Eine Zusammenarbeit des Nato-Verbündeten
USA mit iranisch-kurdischen Milizen lehnt Ankara jedoch ab. Die Partei
für ein Freies Leben in Kurdistan (PJAK) gilt als iranischer Ableger der
PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation
eingestuft wird.
## 10.54 Uhr: Iranische Drohne trifft Flughafen in Aserbaidschan
afp | Eine im Iran gestartete Drohne hat nach aserbaidschanischen Angaben
einen Flughafen in Aserbaidschan getroffen. Die Drohne sei in einem
Terminalgebäude des Flughafens Nachitschewan eingeschlagen, erklärte das
aserbaidschanische Außenministerium am Donnerstag. Zwei Menschen seien
dabei verletzt worden, erklärte das aserbaidschanische Außenministerium
weiter. Das Ministerium bestellte den iranischen Gesandten in Baku ein, um
„scharfen Protest“ einzulegen. Aserbaidschan behalte sich das Recht auf
„angemessene Vergeltungsmaßnahmen“ vor. Eine zweite Drohne sei in der Nähe
einer Schule im Ort Schekerabad niedergegangen, erklärte das Ministerium
weiter. Nachitschewan ist eine Exklave von Aserbaidschan, grenzt an den
Iran und wird durch Armenien vom Rest Aserbaidschans getrennt.
Der Iran hat sich seit langer Zeit besorgt geäußert, dass Israel – ein
enger Verbündeter Aserbaidschans und wichtiger Waffenlieferant –
aserbaidschanisches Territorium für Angriffe nutzen könnte. Im Juni
versicherte Baku Teheran, dass es Israel nicht gestatten werde, sein 13.56
Territorium für Angriffe gegen die Islamische Republik zu nutzen. Damals
hatten Israel und die USA in einem zwölf Tage dauernden Krieg drei wichtige
iranische Atomanlagen angegriffen. Teheran ist auch schon lange
misstrauisch wegen separatistischer Bestrebungen in der aserbaidschanischen
Minderheit im eigenen Land. Rund 10 Millionen der 83 Millionen Einwohner
des Iran gehören der aserbaidschanischen Minderheit an.
## 10.49 Uhr: Kurdenregion im Irak will keine militärische Eskalation
dpa | Angesichts von Spekulationen über eine Beteiligung kurdischer Milizen
aus dem Irak am Krieg im Iran hat der Präsident der Autonomen Region
Kurdistan im Nordirak, Nechirvan Barsani, seinen Willen zum Frieden
unterstrichen. „Die Kurdistan-Region wird stets ein Grundpfeiler des
Friedens bleiben und sich nicht auf Konflikte oder militärische
Eskalationen einlassen, die das Leben und die Sicherheit unserer
Bevölkerung gefährden“, hieß es in einer Erklärung Barsanis. US-Präsident
Donald Trump soll laut US-Medienberichten erwägen, die irakischen Kurden
und oppositionelle Gruppen im Iran bei einem Kampf gegen die iranische
Führung zu unterstützen. Die irakischen Kurden haben zahlreiche Kämpfer an
der rund 1.500 Kilometer langen Grenze zum Iran stationiert und teilweise
auch Verbindungen zur kurdischen Minderheit im Iran.
Der TV-Sender CNN hatte unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet,
der US-Geheimdienst CIA arbeite an einer Bewaffnung der irakischen Kurden.
Ziel sei ein Bodeneinsatz im westlichen Iran in den kommenden Tagen,
berichtete CNN unter Berufung auf einen ranghohen iranischen
Kurdenvertreter. Das Weiße Haus wies die Berichte jedoch zurück. Die
iranischen Streitkräfte haben ihrerseits bereits kurdische Gruppen im
benachbarten Irak angegriffen.
10.13 Uhr: Roter Halbmond: Mehr als 100 zivile Ziele im Iran beschädigt
dpa | Seit Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran
sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile
Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden. Laut der iranischen
Nachrichtenagentur Isna wurden auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie
Teile Teherans getroffen. Es seien bislang 1.332 Angriffe an 636 Orten
registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig
überprüfen.
## 10.09 Uhr: AFP-Reporter: Erneut Explosionen über Doha und Manama
afp | Die katarische Hauptstadt Doha ist am Donnerstag von Explosionen
erschüttert worden. Auch über Bahrains Hauptstadt Manama hörten
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Detonationen. Die Golfstaaten
wurden in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel iranischer Drohnen- und
Raketenangriffe.
## 10.03 Uhr: Italien will Golfstaaten Ausrüstung zur Flugabwehr liefern
dpa | Angesichts iranischer Angriffe auf mehrere Golfstaaten will Italien
Ausrüstung zur Flugabwehr in die Region liefern. „Wir sprechen ausdrücklich
von Verteidigung, von Luftverteidigung“, sagte Ministerpräsidentin Giorgia
Meloni im Radio. Die Regierungschefin fügte hinzu: „Nicht nur, weil es
befreundete Nationen sind, sondern auch, weil sich in dieser Region
Zehntausende Italiener befinden und etwa zweitausend Soldaten, die wir
schützen müssen.“ Außenminister Antonio Tajani und Verteidigungsminister
Guido Crosetto sollen am Vormittag im italienischen Parlament berichten.
Crosetto hatte erst kürzlich erklärt, Rom habe Hilfeersuchen aus mehreren
Golfstaaten erhalten. Man prüfe nun ein schnelles und mit EU-Partnern
koordiniertes Vorgehen.
09.56 Uhr: Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel
dpa | Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Die Armee teilte
mit, es seien mehrere Geschosse identifiziert worden. Im Großraum Tel Aviv
heulten Warnsirenen. Auch Jerusalem war nach Medienberichten von dem
Angriff bedroht. Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, der
Zivilschutz habe sich seit Beginn des Kriegs mit dem Iran am Samstag um 13
Einschlagsorte mit „bedeutender Zerstörung“ in Israel gekümmert. Insgesamt
werde aber ein Rückgang der Raketenangriffe aus dem Iran beobachtet.
Israel bereitet sich demnach auch darauf vor, dass neben der libanesischen
Hisbollah-Miliz auch die ebenfalls mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im
Jemen in den Krieg einsteigen könnte. Sie verfüge weiterhin über die
Fähigkeiten und bereite sich vor. Warum die Huthi bisher nicht geschossen
haben, sei nicht ganz klar, hieß es in dem Bericht.
09.48 Uhr: Israels Regierung ordnet schnellere Rüstungsproduktion an
dpa | Israels Verteidigungsministerium hat die großen Rüstungsunternehmen
des Landes angewiesen, die Produktion offensiver und defensiver
Waffensysteme zu beschleunigen. Dies bestätigte eine Sprecherin des
Ministeriums. Hintergrund ist der Krieg Israels und der USA gegen den Iran.
Israel bereitet sich den Angaben zufolge auf anhaltende Kampfhandlungen und
eine mögliche Ausweitung auf weitere Fronten vor. Vertretern der
Rüstungsindustrie wurde laut Verteidigungsministerium ein operativer
Lagebericht präsentiert, zusammen mit kurz- und langfristigen Beschaffungs-
und Aufrüstungsplänen. Zudem werden seit Kriegsbeginn am Samstag
US-Waffensysteme nach Israel geliefert.
Die israelische Wirtschaftszeitung „Calcalist“ schrieb, die relevanten
Waffen würden von Elbit Systems, Israel Aerospace Industries (IAI), Rafael
und Tomer hergestellt. Produkte dieser Hersteller würden auch bei den
israelischen Angriffen im Iran eingesetzt. Zu den wichtigsten
Raketenabwehrsystemen, deren Produktion beschleunigt werden solle, gehörten
Arrow 3 und Barak MX von Israel Aerospace Industries sowie Schleuder Davids
von Rafael. Die Produktionssteigerung erfolge parallel zu
Lieferverpflichtungen für ausländische Streitkräfte, von denen viele ihre
Beschaffungen angesichts eines globalen Wettrüstens und wachsender
geopolitischer Spannungen beschleunigten, schrieb das Blatt ferner.
09.38 Uhr: Proiranische Milizen im Irak reklamieren weitere Angriffe für
sich
dpa | Proiranische Milizen im Irak haben erneute mehrere Angriffe auf
„feindliche Ziele“ im Irak für sich reklamiert. Die Gruppe „Islamischer
Staat“ sprach von 29 Angriffen innerhalb von 24 Stunden. Demnach seien bei
den Angriffen Dutzende Drohnen und Raketen eingesetzt worden. Zudem habe
man eine Drohne der „amerikanischen Besatzung“ mit „geeigneten Waffen“
abgeschossen. Die Gruppe „Islamischer Widerstand“ – eine Art Dachgruppe für
proiranische Milizen im Irak – hat seit Ausbruch des Irankriegs bereits
Dutzende Angriffe gegen „gegnerische“ Stützpunkte im Irak und in der Region
für sich reklamiert. Im Zuge des Irankriegs werden auch immer wieder
US-Stützpunkte im Irak mit Drohnen und Raketen angegriffen.
## 09.24 Uhr: Staatsfernsehen: Iran hat US-Tanker im Persischen Golf mit
Rakete getroffen
afp | Ein US-Öltanker im Persischen Golf ist nach Angaben der iranischen
Revolutionsgarden von einer Rakete getroffen worden. Der Tanker sei „im
Norden des Persischen Golfs von einer Rakete getroffen“ worden und stehe
„derzeit in Flammen“, erklärten die Revolutionsgarden am Donnerstag im
staatlichen iranischen Fernsehen. Der Vorfall am sechsten Tag des
US-israelischen Krieges gegen den Iran konnte zunächst nicht unabhängig
bestätigt werden. Zuvor hatten die Revolutionsgarden erklärt, die
„vollständige Kontrolle“ über die für den weltweiten Seehandel wichtige
Meerenge Straße von Hormus übernommen zu haben.
## 09.17 Uhr: Qatar Airways kündigt Hilfsflüge für gestrandete Passagiere
an
dpa | Die katarische Fluggesellschaft Qatar Airways hat angekündigt, eine
begrenzte Zahl von Hilfsflügen für wegen des Irankriegs gestrandete
Passagiere anzubieten. Geplant seien unter anderem Verbindungen aus der
saudischen Hauptstadt Riad nach Frankfurt am Main oder aus der omanischen
Hauptstadt Maskat nach Berlin, wie aus der Mitteilung auf X hervorging.
## 09.05: Benzinpreise: Erster Regierungschef fordert Übergewinnsteuer
afp | Angesichts der seit Beginn des Iran-Krieges stark gestiegenen
Benzinpreise fordert der Bremer Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD)
eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, die ihre Gewinnmargen
unverhältnismäßig ausgeweitet haben. „Wenn man sieht, wie die Ölkonzerne in
Windeseile die Preise erhöht haben, dann besteht schon der Verdacht, dass
sie den Krieg ausnutzen, um sich die Taschen vollzumachen“, sagte
Bovenschulte der Welt laut Meldung von Mittwochabend.
„Was wir jetzt brauchen, ist eine Spritpreisbremse. Allerdings nicht auf
Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Sondern, indem wir
diejenigen, die diese neue Krise für sich ausnutzen, mit kartell- und
steuerrechtlichen Mitteln zur Verantwortung ziehen“, sagte Bovenschulte.
„Eine Übergewinnsteuer könnte in diesem Fall gute Dienste leisten.“ Der
Bremer Bürgermeister wollte das Thema am Donnerstag auch bei der Konferenz
der 16 Ministerpräsidenten in Berlin ansprechen. Eine Übergewinnsteuer
hatte die Linke zuvor bereits gefordert. Eine solche Steuer auf übermäßige
Gewinne hatte es in der Energiekrise nach Russlands Angriff auf die Ukraine
2022 gegeben. Eingeführt worden war sie auf EU-Ebene als „befristete
Solidaritätsabgabe“.
## 08.45 Uhr: Neuseeland schickt Militärflugzeuge für Evakuierungen
dpa | Neuseeland will Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsenden, um
wegen des Irankriegs gestrandete Staatsbürger in sichere Drittländer zu
bringen. Die Streitkräfte würden auf Bitten der Regierung in den kommenden
Tagen zwei Transportflugzeuge vom Typ Lockheed Martin C-130J-30 Super
Hercules für die Evakuierungen in die Krisenregion verlegen, hieß es in
einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums. „Aus Sicherheitsgründen
geben wir den genauen Zielort nicht bekannt“, sagte Verteidigungsministerin
Judith Collins. Die Maschinen der Royal New Zealand Air Force sowie
Konsularpersonal würden zunächst im Rahmen von Notfallplanungen
positioniert. Ziel sei es, bereitzustehen, um Zivilisten aus dem
Krisengebiet in sichere Drittstaaten zu bringen, sobald die Lage dies
erlaube. „Wir werden Sie an einen sicheren Ort bringen, wo Sie Linienflüge
nutzen können“, sagte Collins mit Blick auf Betroffene. Nach Angaben des
Außenministeriums sind rund 3.000 Neuseeländer in der Region registriert,
mehr als 1.800 von ihnen über das neuseeländische Krisenportal. Die
Regierung geht jedoch davon aus, dass sich insgesamt noch deutlich mehr
Landsleute in der Region befinden.
08.43 Uhr: Iran bestreitet Raketenangriff auf die Türkei
dpa | Der iranische Generalstab hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Türkei mit
einer ballistischen Rakete angegriffen zu haben. In einer offiziellen
Erklärung heißt es, Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung
türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen.
Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und
befreundeten Landes Türkei.
## 08.39 Uhr: Erste Flüge israelischer Rückkehrer in Tel Aviv gelandet
dpa | Am sechsten Tag des Kriegs in Nahost sind auf dem internationalen
Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv erste Flüge mit israelischen Rückkehrern
gelandet. Die israelischen Fluggesellschaften El Al und Israir teilten mit,
eine Kampagne zur Rückführung ihrer Fluggäste in ihre Heimat habe damit
begonnen. Ein Pilot von El Al sprach von einem „bewegenden Moment für uns
alle“. El teilte mit, in den kommenden Tagen seien weitere Flüge geplant.
Nach Beginn des Kriegs am Samstag hatte Israel zunächst seinen Luftraum für
zivile Flugzeuge gesperrt. Die Rückführungsaktion für Reisende, die im
Ausland gestrandet waren, gilt allerdings zunächst nur für israelische
Fluggesellschaften und deren Kunden. Die Zahl der Flüge, die in Tel Aviv
landen können, soll zunächst beschränkt bleiben, solange Raketenangriffe
aus dem Iran und dem Libanon auf die Küstenmetropole andauern.
Israir bietet ihren Kunden etwa Rückflüge aus verschiedenen europäischen
Städten nach Tel Aviv an, darunter Rom, Berlin und Athen. Eine weitere
Möglichkeit sind Flüge über den ägyptischen Grenzort Taba, von dem aus
israelische Reisende dann mit Bussen nach Tel Aviv gebracht werden. Nach
Medienberichten waren mit Kriegsbeginn rund 100.000 Israelis im Ausland
gestrandet.
## 08.30 Uhr: Libanesische Staatsmedien: Hochrangiger Hamas-Vertreter
getötet
Bei einem israelischen Angriff ist libanesischen Staatsmedien zufolge ein
hochrangiger Vertreter der islamistischen Hamas im Libanon getötet worden.
Wassim Atallah al-Ali und seine Frau seien bei einem Drohnenangriff in
einem palästinensischen Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden des
Libanons getötet worden, meldete die staatliche libanesische
Nachrichtenagentur NNA am Donnerstag, die al-Ali als einen hochrangigen
Hamas-Vertreter bezeichnete. Er ist der erste Anführer der islamistischen
Palästinenserorganisation, der seit Beginn des Iran-Krieges getötet wurde.
Der Irankrieg führte zu einer Eskalation des Konfliktes zwischen Israel und
der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon.
## 08.14 Uhr: Hegseth fordert Israel zum Durchhalten auf
rtr | US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Israel nach Angaben des
israelischen Verteidigungsministeriums aufgefordert, „bis zum Ende“
durchzuhalten. Die USA stünden an der Seite Israels, habe Hegseth
Verteidigungsminister Israel Katz in dem Telefonat in der Nacht gesagt,
teilt das Ministerium mit. Katz habe Hegseth für die umfangreiche
Unterstützung der USA bei der Verteidigung der israelischen Bürger gegen
die iranische Raketenbedrohung gedankt.
## 08.06 Uhr: Australien entsendet zwei Militärflugzeuge
afp | Australien hat angesichts des US-israelischen Krieges gegen den Iran
zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten entsandt. Im Rahmen der
Notfallplanung zur Evakuierung australischer Staatsbürger in der Region
seien ein Schwertransportflugzeug und eine Treibstofftransportmaschine
entsandt worden, erklärten Regierungsbeamte am Donnerstag der
Nachrichtenagentur AFP. Australierinnen und Australier sollten sich jedoch
vorrangig um kommerzielle Flüge für eine Heimreise bemühen.
08.05 Uhr: Neue israelische Angriffe auf Teheran
dpa | Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue
Angriffswelle in Teheran begonnen. In einer Mitteilung des Militärs war die
Rede von großangelegten Angriffen auf Infrastruktur der iranischen Führung
in der Hauptstadt. Augenzeugen berichteten über Explosionsgeräusche im
Bereich von Teheran. Außerdem griff Israels Luftwaffe den Angaben zufolge
mehrere Kommandozentren der proiranischen Hisbollah-Miliz in der
libanesischen Hauptstadt Beirut an.
Im Verlauf der Nacht hatte es in Israel immer wieder Raketenalarm gegeben.
Dabei wurde auch über parallele Raketenangriffe aus dem Iran und vom
Libanon aus auf den jüdischen Staat berichtet. Ein Einwohner Tel Avivs
berichtete von gewaltigen Knallgeräuschen. Es gab zunächst keine Berichte
über Verletzte. Am Vortag waren nach Angaben des israelischen
Rettungsdienstes Magen David Adom Dutzende von Menschen verletzt worden.
Lokale Medien im Libanon berichteten von Angriffen in den als Dahija
bekannten Vororten der Hauptstadt Beirut. Dabei wurden auch zwei Autos
getroffen. Drei Menschen kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums ums
Leben. Auch ein palästinensisches Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden
des Libanons wurde nach libanesischen Angaben getroffen. Dabei seien zwei
Menschen getötet worden, meldete das Gesundheitsministerium mitteilte. Eine
weitere Person sei verletzt worden.
08.02 Uhr: Erster deutscher Evakuierungsflug in Frankfurt gelandet
dpa | Am Frankfurter Flughafen ist am Morgen der erste Evakuierungsflug der
Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet. Dies bestätigten
dpa-Reporter vor Ort. Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in Omans
Hauptstadt Maskat gestartet. An Bord des Lufthansa-Airbus vom Typ A340-300
mit der Flugnummer LH345 befinden sich Menschen, die von der
Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren wie zehntausende andere
infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und
mussten nun über den Landweg nach Maskat gebracht werden.
## 08.01 Uhr: Iran droht den USA nach Versenkung eines Kriegsschiffes
dpa | Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA nach dem
tödlichen Angriff auf die Fregatte „IRIS Dena“ im Indischen Ozean mit
Konsequenzen gedroht. Araghtschi schrieb auf X: „Merken Sie sich meine
Worte: Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen.“ Araghtschi warf
den USA vor, 2.000 Meilen (ca. 3.219 km) von der iranischen Küste entfernt
eine „Gräueltat auf See“ begangen zu haben. Die „IRIS Dena“ mit 130
Besatzungsmitgliedern sei als Gast der indischen Marine in internationalen
Gewässern unterwegs gewesen und ohne Vorwarnung angegriffen worden. Laut
übereinstimmenden Medienberichten wurde das Schiff von einem US‑U‑Boot mit
einem Torpedo versenkt.
06.44 Uhr: Iran greift Kurden-Hauptquartier im Irak an
afp | Der Iran hat nach eigenen Angaben ein Hauptquartier kurdischer
Einheiten im Irak angegriffen. Das Hauptquartier sei mit drei Raketen
attackiert worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur
Irna am Donnerstag unter Berufung auf eine Mitteilung des Militärs. Seit
Beginn der US-israelischen Luftangriffe gegen den Iran und der iranischen
Gegenangriffe ist auch die autonome Kurdenregion im Irak immer wieder mit
Drohnen attackiert worden. In der Region sind US-Soldaten stationiert.
## 06.02 Uhr: IW: Weiter steigender Ölpreis hätte erhebliche Folgen
dpa | Ein weiter steigender Ölpreis hätte nach Einschätzung von
IW-Wirtschaftsforschern erhebliche Auswirkungen auf die deutsche
Wirtschaft. Für den Fall, dass der Ölpreis der Sorte Brent auf 100
US-Dollar pro Barrel (159 Liter) ansteigt, rechnet das Institut der
deutschen Wirtschaft (IW) damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt
(BIP) um 0,3 Prozent im Jahr 2026 und 0,6 Prozent 2027 geringer ausfällt.
Zu diesem Ergebnis kommt eine IW-Simulation, die der Deutschen
Presse-Agentur vorab vorliegt. Grundlage der Modellrechnungen waren Daten
des Beratungsunternehmens Oxford Economics.
Insgesamt wäre das den Angaben nach ein Verlust an gesamtwirtschaftlicher
Leistung von real etwa 40 Milliarden Euro über zwei Jahre. Die
Verbraucherpreise wären 2026 um 0,8 Prozent und 2027 um 1,0 Prozent höher.
Würde der Ölpreis auf 150 US-Dollar pro Barrel steigen, so beliefen sich
die Kosten für die deutsche Wirtschaft 2026 auf 0,5 Prozent des BIP und
2027 auf 1,3 Prozent. Das entspräche einem Verlust an Wirtschaftsleistung
von real über 80 Milliarden Euro in zwei Jahren. Die Verbraucherpreise
würden 2026 um 1,6 Prozent und 2027 um 1,9 Prozent höher liegen.
05.56 Uhr: Resolution zu Beschneidung von Trumps Befugnissen im US-Senat
gescheitert
afp | Im US-Senat ist ein Versuch gescheitert, die Befugnisse von Präsident
Donald Trump im Iran-Krieg zu beschneiden. Die sogenannte
Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde am Mittwoch in der
Kongresskammer mit der Mehrheit von Trumps Republikanern abgelehnt. 53
Senatoren stimmten gegen die Resolution, 47 Senatoren dafür.Mit der
Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran
[1][ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen]. Bei beiden Parteien gab
es bei der Abstimmung jeweils einen Abweichler, der sich der Gegenseite
anschloss: Bei den Demokraten Senator John Fetterman, der den Iran-Krieg
befürwortet, und bei den Republikanern Senator Rand Paul, der
Militärinterventionen grundsätzlich skeptisch sieht.
Eingebracht worden war der Text vom Demokraten Tim Kaine und dem
Republikaner Paul. Kaine kritisierte im Vorfeld der Abstimmung, [2][Trump
habe dem Kongress] „keinerlei Beweise vorgelegt, dass die USA einer
unmittelbaren Bedrohung durch den Iran ausgesetzt waren“. Paul begründete
seinen Widerstand mit der US-Verfassung. Danach hat eigentlich der Kongress
die Befugnis, Kriege zu erklären. US-Präsidenten beider Parteien haben sich
seit dem Zweiten Weltkrieg aber immer wieder darüber hinweggesetzt.
## 05.56 Uhr: US-Energieminister: Auswirkungen von Iran-Konflikt auf
Ölmarkt temporär
rtr | US-Energieminister Chris Wright bezeichnet die Auswirkungen des
Iran-Konflikts auf die Energiemärkte als vorübergehend. Ein Anstieg der
Benzinpreise sei ein kleiner Preis, der für die militärischen Ziele der USA
zu zahlen sei, sagt er dem Sender Fox News. Die Welt sei gut mit Öl
versorgt. Die US-Marine werde zudem bald Tanker durch die blockierte
Straße von Hormus eskortieren.
## 04.57 Uhr: Linkspartei fordert „sichere Fluchtwege“ aus dem Iran nach
Deutschland
afp | Die Linkspartei hat einen Abschiebestopp in den Iran sowie „sichere
und legale Fluchtwege“ aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland gefordert.
„Schutzsuchende müssen deutsche Auslandsvertretungen in den Nachbarstaaten
aufsuchen können“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der
Linken im Bundestag, Clara Bünger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom
Donnerstag. „Dort sollen sie unkompliziert humanitäre Visa für eine sichere
Einreise erhalten.“ Dafür müsse die Bundesregierung die Aufnahme nach
Paragraf 22 des Aufenthaltsgesetzes wieder ermöglichen. Die Koalition von
Union und SPD hatte die humanitären Aufnahmeprogramme gestoppt.
## 03.32 Uhr: Kanadischer Premier Carney schließt militärische Beteiligung
nicht aus
afp | Der kanadische Premierminister Mark Carney hat eine Beteiligung
seines Landes am Iran-Krieg nicht ausgeschlossen. „Man kann eine
Beteiligung nie kategorisch ausschließen“, sagte Carney am Donnerstag bei
einem Besuch in der australischen Hauptstadt Canberra. Die Frage sei aber
„hypothetisch“. „Wir werden an der Seite unserer Verbündeten stehen“, sagte
Carney bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem australischen Premier Anthony
Albanese. Außerdem werde Kanada „immer Kanadier verteidigen“.
22.39 Uhr: Portugal: USA dürfen Militärbasis Lajes unter „bestimmten
Bedingungen“ nutzen
afp | Die portugiesische Regierung erlaubt den USA, den Militärstützpunkt
Lajes auf der zu Portugal gehörenden Azoren-Insel Terceira im Atlantik für
den Irankrieg zu nutzen. Die Erlaubnis sei jedoch nur unter „bestimmten
Bedingungen“ erteilt worden, sagte Ministerpräsident Luís Montenegro am
Mittwoch im Parlament. Dazu gehöre, dass die Einsätze „defensiv“,
„notwendig und verhältnismäßig“ und „ausschließlich gegen militärische
Ziele“ gerichtet seien. „Diese drei Bedingungen stehen im Einklang mit dem
Völkerrecht“, betonte Montenegro. Die portugiesischen Behörden hatten zuvor
eingeräumt, dass die USA ihre Nutzung der Basis in den Wochen vor dem
Iran-Krieg intensiviert hatten. Diese Einsätze seien auf Grundlage einer
allgemein gehaltenen, jährlich erneuerten Genehmigung ausgeführt worden.
Aufgrund ihrer strategischen Lage mitten im Atlantik wurde der Stützpunkt
Lajes gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von den Alliierten genutzt. Ein
Abkommen, das seine Nutzung durch die USA regelt, wurde 1951 unterzeichnet.
22.08 Uhr: Arabische Liga fordert Angriffsstopp vom Iran
ap | Die Arabische Liga hat den [3][Iran zur sofortigen Einstellung aller
Angriffe auf Golfstaaten] aufgefordert. Die anhaltenden Angriffe
verschärften die beispiellose Feindseligkeit mit Irans Nachbarn am Golf,
erklärte der Generalsekretär der Liga, Ahmed Abul Gheit, am Mittwoch. Die
Attacken seien ein strategischer Fehler und müssten beendet werden. „Der
Iran muss zur Vernunft kommen“, teilte Gheit mit. Die Arabische Liga,
bestehend aus 22 Mitgliedstaaten, fördert die regionale Zusammenarbeit. Sie
gilt jedoch weithin als politisch schwach und hat seit Langem
Schwierigkeiten, zur Lösung von Konflikten beizutragen.
5 Mar 2026
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