# taz.de -- Reisewarnungen: Wadephul bedauert Irrtum
       
       > Der Außenminister hatte behauptet, das Auswärtige Amt habe bereits vor
       > dem 28. Februar vor Reisen in die Golfstaaten gewarnt. Dem war aber nicht
       > so.
       
 (IMG) Bild: Außenminister Johann Wadephul nach einer Sitzung des Krisenstabs am 2. März in Berlin
       
       Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich entschuldigt. Er bedaure
       die falsche Information, die er am Montag im „heute journal“ des ZDF
       verbreitet habe: „Die formelle Reisewarnung für die Golfstaaten besteht in
       der Tat seit dem 28. Februar“, [1][schrieb Wadephul am Dienstagvormittag
       auf X]. Seit Mitte Januar warne das Auswärtige Amt vor einer möglichen
       Eskalation und Einschränkungen im Flugverkehr.
       
       Wadephul hatte [2][am Montagabend im ZDF] für Verwirrung gesorgt, als er
       behauptete, dass das Auswärtige Amt bereits vor Beginn der Kriegshandlungen
       am 28. Februar eine förmliche Reisewarnung für die Golfstaaten
       ausgesprochen habe. Er sehe die Verantwortung daher auch bei den
       Tourist*innen selbst, die jetzt in Ländern wie den Vereinigten
       Arabischen Emiraten festsitzen.
       
       Als „heute journal“-Moderatorin Marietta Slomka dagegenhielt, „Es gab keine
       förmliche Reisewarnung“, hatte Wadephul widersprochen und auf Nachfrage
       ergänzt, dass es sehr wohl eine solche Warnung gegeben habe. Tatsächlich
       war auf der Website des Auswärtigen Amts erst seit Samstag explizit von
       einer solchen förmlichen Reisewarnung zu lesen. Allerdings hatte das Amt
       seit Mitte Januar in den Reise- und Sicherheitshinweisen für die Region
       darauf hingewiesen, dass sich die Lage verschärfen könnte.
       
       Kritik hagelte es vonseiten der Reiseveranstalter. [3][Am Dienstagmorgen
       widersprach Sebastian Ebel, Vorstandsvorsitzender von Tui, den Aussagen des
       Außenministers]: „Da irrt er leider. Weil, jede Reisewarnung wird von uns
       respektiert oder auch dankend aufgenommen. Die hat es nicht vorher
       gegeben.“
       
       Für Reisende ist es wichtig, genau zu wissen, ob es eine offizielle
       Reisewarnung gab, weil davon Stornierungs- und Rückflugversicherungen
       abhängen. Grundsätzlich liegt die Verantwortung für die Rückholung
       deutscher Staatsbürger*innen aus Krisengebieten beim Auswärtigen Amt,
       das die Aktionen koordiniert und organisiert. Dabei arbeitet es mit den
       Botschaften oder Konsulaten vor Ort, dem Krisenstab der Bundesregierung,
       gegebenenfalls der Bundeswehr und mit den Reiseveranstaltern und Airlines
       zusammen.
       
       3 Mar 2026
       
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 (DIR) [1] https://x.com/AussenMinDE/status/2028762875418800243?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E2028762875418800243%7Ctwgr%5E8c230046040d5cbcaca4bf33592c83887bd44ddb%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.n-tv.de%2Fpolitik%2F11-55-Iran-verfolgt-Chameneis-Plan-fuer-eine-Ausweitung-des-Krieges-id30415311.html
 (DIR) [2] https://www.zdfheute.de/politik/ausland/wadephul-iran-interview-100.html
 (DIR) [3] https://www.zdfheute.de/video/zdf-morgenmagazin/zdf-morgenmagazin-vom-3-maerz-2026-100.html
       
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 (DIR) Philipp Embach
       
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