# taz.de -- Israel und USA im Krieg mit Iran: Republikanischer Senator rechnet mit wochenlangen Luftangriffen
> Iran will einen US-Flugzeugträger getroffen haben. Das US-Militär weist
> das zurück. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Senats
> geht von einem anhaltenden Krieg aus.
(IMG) Bild: Tom Cotton ist Republikaner und Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des US-Senats
## 19.02 Uhr: Quelle: Mögliche neue Führung im Iran will mit den USA reden
ap | Die „potenzielle neue Führung“ im Iran hat nach Angaben aus Kreisen
des Weißen Hauses Gesprächsbereitschaft mit den Vereinigten Staaten
signalisiert. Eine Person, die über die Vorgänge informiert war, sagte am
Sonntag, US-Präsident Donald Trump habe erklärt, er sei grundsätzlich zu
Gesprächen bereit, doch vorerst werde der militärische Einsatz unvermindert
fortgesetzt.
Der Beamte nannte weder die Namen der potenziellen neuen iranischen
Führungsmitglieder noch die Art und Weise, wie eine Gesprächsbereitschaft
bekundet wurde. Trump sagte am Sonntag in einem Interview mit dem Magazin
„The Atlantic“, er wolle mit der neuen iranischen Führung sprechen. „Sie
wollen reden, und ich habe zugesagt, also werde ich mit ihnen sprechen“,
sagte er, wollte aber keinen Zeitpunkt für solche Gespräche nennen.
## 19.01 Uhr: Oman ruft im Iran-Konflikt zu Waffenruhe und Rückkehr zum
Dialog auf
afp | Der Golfstaat Oman, der bei den Gesprächen zwischen Teheran und
Washington vermittelt hat, drängt auf eine Waffenruhe im Konflikt um den
Iran. Der Außenminister des Oman, Badr Albusaidi, forderte am Sonntag in
einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi auch zu
einer Rückkehr zum Dialog auf, wie das Außenministerium des Oman mitteilte.
Den Angaben zufolge sprach sich Araghtschi für „Frieden“ aus und betonte
die iranische Bereitschaft zu „allen ernsthaften Versuchen“, die dazu
beitragen, die Eskalation zu beenden und zu Stabilität zurückzukehren.
Oman war am ersten Tag der US-israelischen Angriffe auf den Iran am Samstag
der einzige Golfstaat, der nicht von iranischen Gegenangriffen betroffen
war. Am Sonntag berichteten Staatsmedien im Oman von zwei Drohnen, die den
Hafen von Dukm ins Visier genommen hätten. Ein Arbeiter sei verletzt
worden. Das Sultanat hatte zuletzt im Atomstreit zwischen den USA und dem
Iran vermittelt.
## 18.17 Uhr: US-Senator rechnet mit wochenlangen Luftangriffen auf den
Iran
ap | Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Senats geht von
anhaltenden Luftangriffen auf den Iran aus. Der Einsatz werde
wahrscheinlich einige Wochen andauern, sagte Senator Tom Cotton am Sonntag
in der TV-Sendung „Face the Nation“. Präsident Donald Trump habe jedoch
nicht die Absicht, einen großangelegten Einsatz von Bodentruppen im Iran zu
starten.
Der Senator wollte keine Angaben dazu machen, wie die USA und Israel den
Aufenthaltsort des Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei ermittelten.
Chamenei kam bei den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran ums
Leben. „Wir verfügen über exzellente Methoden der Informationsgewinnung“,
sagte Cotton.
## 17.45 Uhr: Deutsche können nicht ausgeflogen werden
rtr | Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht keine Möglichkeit, im Nahen
Osten gestrandete Deutsche ausfliegen zu lassen. „Dazu sind wir nicht in
der Lage“, sagt Wadephul in einem „Bild“-Interview und verweist darauf,
dass die Lufträume in der Region für zivile Flugzeuge gesperrt seien.
Stattdessen versuche das Auswärtige Amt die Betroffenen mit den notwendigen
Informationen zu versorgen. Alle deutschen Auslandsvertretungen seien
geöffnet.
## 17.27 Uhr: Trump will wieder mit iranischen Führung reden
rtr | US-Präsident Donald Trump kündigt Gespräche mit der iranischen
Führung an. „Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt, also werde ich mit
ihnen reden“, sagt er der Zeitschrift „Atlantic“. „Sie hätten es früher tun
sollen“, sagt Trump weiter. „Sie haben zu lange gewartet.“
17.18 Uhr: Laut Trump wurden 48 Führungspersonen des Iran getötet
rtr | Bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran sind nach den
Worten von US-Präsident Donald Trump 48 Führungspersonen getötet worden.
„Es geht schnell voran. Niemand kann den Erfolg glauben, den wir haben, 48
Anführer sind auf einen Schlag weg“, sagt Trump dem Sender Fox News.
16.55 Uhr: Merz: Vorgehen der USA und Israels „nicht ohne Risiko“
dpa/afp | Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf Risiken der Angriffe Israels
und der USA gegen den Iran hingewiesen. „Die Militärschläge sollen das
zerstörerische Spiel eines geschwächten Regimes beenden“, sagte der
CDU-Politiker in Berlin. „Das ist nicht ohne Risiko.“ Man wisse nicht, „in
welche Eskalation die harten iranischen Gegenschläge die Region noch ziehen
werden“. Und man wisse nicht, „ob der Plan aufgeht, durch Militärschläge
von außen einen politischen Wandel von innen heraus zu ermöglichen“.
Dennoch hat er auch Unterstützung für das Vorgehen Israels und der USA
gegen die Führung des Iran geäußert. Die Bundesregierung teile „die
Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime
jetzt an sein Ende kommt“, sagte Merz. „Mit den Vereinigten Staaten und
Israel teilen wir das Interesse daran, dass der Terror dieses Regimes
aufhört.“
🐾 16.50 Uhr: Verfassungsschutz sieht erhöhte Gefahr für Jüd:innen
taz | Nach dem Angriff auf den Iran und dem Tod des Diktators Ali Khamenei
warnen Sicherheitsexperten und -behörden vor Vergeltungsschlägen auch in
Deutschland. Sie sehen insbesondere jüdische Einrichtungen, Synagogen und
auch jüdische Schulen in Gefahr, berichtet Jean-Philipp Baeck [1][auf
taz.de].
16.25 Uhr: US-Militär weist iranische Treffermeldung zurück
taz | Der Flugzeugträger USS Abraham Licoln ist nach Angaben des
Zentralkommandos des US-Militärs nicht von iranischen Raketen getroffen
worden. Vom Iran abgefeuerte Rakten hätteRaketen ihr Ziel um ein Vielfaches
verfehlt, postete das Zentralkommando bei X. Von der Lincoln würden
weiterhin Flugzeuge zur Unterstützung der Attacken gegen den Iran starten.
## 16.05 Uhr: US-Militär will Schiff versenkt haben
rtr | Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein iranisches Kriegsschiff
im Golf von Oman versenkt. Eine Korvette der Jamaran-Klasse sei an einem
Pier in Tschahbahar versenkt worden, teilt das zuständige
US-Zentralkommando mit. In einem Beitrag auf der Plattform X rief das
Kommando die iranischen Streitkräfte auf, ihre Waffen niederzulegen und
ihre Posten zu verlassen, und verwies auf eine entsprechende Forderung von
US-Präsident Donald Trump vom Samstag.
## 15.57 Uhr: Pentagon: Drei US-Soldaten getötet
ap | Bei dem US-Militäreinsatz gegen den Iran sind bislang drei US-Soldaten
ums Leben gekommen und fünf schwer verletzt worden. Das teilte das
Zentralkommando des Militärs am Sonntag in den sozialen Medien mit. Nähere
Details zu den Toten wurden nicht genannt. Große Kampfeinsätze würden
weitergehen, hieß es in dem Post auf der Plattform X.
## 15.40 Uhr: Raketen Richtung Zypern und über Syrien abgefangen
afp | Bei den iranischen Gegenangriffen im Nahen Osten infolge des
US-israelischen Militärschlags sind nach Angaben aus Großbritannien und
Syrien Raketen in Richtung Zypern und Damaskus abgefeuert worden. „Zwei
ballistische Raketen, die in Richtung Zypern abgefeuert wurden“, seien
abgefangen worden, sagte der britische Verteidigungsminister John Healy am
Sonntag im Sender BBC. Zudem sei nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus
eine iranische Rakete durch israelische Abwehrsysteme abgefangen worden,
erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag aus Kreisen des syrischen
Innenministeriums.
Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von
Luftangriffen gegen den Iran gestartet. Dabei wurden israelischen Angaben
zufolge insgesamt 40 ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das
geistliche Oberhaupt des Irans Ayatollah Ali Chamenei. Als Reaktion griff
der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in mehreren Staaten der
Region an. Die gegenseitigen Angriffe dauerten am Sonntag an.
Die Raketen hätten „ziemlich sicher“ nicht auf Zypern gezielt, fügte Healy
hinzu. „Dennoch zeigt dies, wie sehr unsere Stützpunkte, unser Personal,
Militärangehörige und Zivilisten derzeit gefährdet sind.“ Das Risiko für
„wahllose“ Vergeltungsschläge von Seiten des Irans steige. Großbritannien
betreibt eine Militärbasis auf Zypern und ist mit britischen
Kampfflugzeugen an Abwehrmaßnahmen in der Region beteiligt.
Das britische Außenministerium forderte britische Staatsbürger in Bahrain,
Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf, angesichts des
eskalierenden Konflikts im Nahen Osten „vor Ort Schutz zu suchen“. Das
Außenministerium riet von allen nicht dringend notwendigen Reisen in die
Region ab.
## 15.26 Uhr: Kämpfer von pro-iranischem Bündnis im Irak getötet
afp | Bei einem Luftangriff im Irak sind vier Kämpfer des pro-iranischen
paramilitärischen Bündnisses Hasched- al-Schaabi getötet worden. Acht
weitere Menschen seien bei dem Angriff auf den Stützpunkt der Kämpfer in
der Provinz Dijala verletzt worden, sagte ein irakischer
Sicherheitsvertreter am Sonntag. Hasched-al-Schaabi, dessen Kämpfer formal
in die irakischen Streitkräfte eingegliedert sind, sprach von einer
„zionistisch-amerikanischen Bombardierung“.
Derweil wurde der Norden des Irak, wo US-Soldaten stationiert sind, im Zuge
des eskalierten Iran-Konflikts erneut Ziel von Raketen- und
Drohnenangriffen. US-Luftabwehrsysteme fingen am Sonntag über der Stadt
Erbil mindestens zwei Drohnen ab, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur
AFP berichtete. In der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion waren zudem
Explosionen zu hören und Rauch stieg auf. Am US-Konsulat ertönten Sirenen.
15.15 Uhr: Wurde ein US-Flugzeugträger getroffen?
afp | Die iranischen Revolutionsgarden haben als Reaktion auf die
US-israelischen Angriffe auf den Iran nach eigenen Angaben einen
US-Flugzeugträger im Persischen Golf angegriffen und getroffen. „Der
US-Flugzeugträger ‚USS Abraham Lincoln‘ wurde von vier ballistischen
Raketen getroffen“, teilten die Revolutionsgarden am Sonntag laut örtlichen
Medien mit. „Land und Meer werden mehr und mehr zum Friedhof der
terroristischen Aggressoren“, warnten sie demnach.
## 15.14 Uhr: Drei Tote in Emiraten – ein Toter in Kuwait
afp | Durch die iranischen Gegenangriffe sind in der Golfregion mehrere
Menschen getötet worden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten seien drei
Menschen getötet worden, erklärte das Verteidigungsministerium der Emirate
am Sonntag. Es handele sich um Staatsbürger aus Pakistan, Nepal und
Bangladesch. 58 weitere Menschen seien verletzt worden.
Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten 165 ballistische Raketen
entdeckt. 152 seien zerstört worden. 541 iranische Drohnen seien
registriert worden, 506 von ihnen seien abgefangen und zerstört worden.
Auch aus Kuwait wurden Opfer durch iranische Angriffe gemeldet. Nach
Angaben des Gesundheitsministeriums des Landes wurde ein Mensch getötet. 32
Menschen seien verletzt worden, alle seien Ausländer.
## 14.59 Uhr: Ex-Präsident Ahmadinedschad getötet
dpa | Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem
Luftangriff in Teheran getötet worden. Nach Angaben der staatlichen
Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des
Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt.
Ahmadinedschad führte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als
Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und
Konservativen im Parlament. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an
seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale
Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise führten.
Wegen seiner militärischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des
Holocaust war der Iran international isoliert. Seine Unterstützer wandten
sich immer mehr von ihm ab, selbst unter den Hardlinern war er am Ende
seiner Amtszeit umstritten.
Ahmadinedschad stützte sich während seiner Präsidentschaft massiv auf die
Revolutionsgarden (IRGC). Im Gegenzug verschaffte er ihnen Gewinne bei
Privatisierungen sowie Kontrolle über strategische Wirtschaftssektoren.
Obwohl Ahmadinedschad als Ziehsohn des jetzt getöteten Ajatollah Ali
Chamenei galt, entwickelte er sich gegen Ende seiner Präsidentschaft und
darüber hinaus zu einer unberechenbaren Opposition innerhalb des Systems.
Sein Versuch, die Befugnisse des gewählten Präsidenten gegenüber dem Klerus
zu erweitern – insbesondere durch den offenen Konflikt um das
Geheimdienstministerium 2011 – führte zum Bruch mit dem Obersten Führer. In
den Folgejahren wurde er politisch marginalisiert; der Wächterrat schloss
ihn 2017, 2021 und 2024 von den Präsidentschaftswahlen aus.
## 14.25 Uhr: Saudi-Arabien bestellt iranischen Botschafter ein
dpa | Nach iranischen Angriffen auf saudi-arabisches Territorium hat Riad
den Botschafter der Islamischen Republik einbestellt. Hintergrund seien
„eklatante iranische Angriffe“, die sich gegen das Königreich sowie andere
„Bruderstaaten“ gerichtet hätten, teilte das saudische Außenministerium
mit.
Bei dem Treffen mit Botschafter Ali Reza Enajati habe der stellvertretende
Außenminister Walid bin Abdulkarim Al-Churaidschi die Missbilligung und
Verurteilung der Angriffe durch Riad bekräftigt. Saudi-Arabien lehne
jegliche Verletzung der staatlichen Souveränität ab.
Das Königreich werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine
Sicherheit zu verteidigen und sein Staatsgebiet zu schützen, hieß es
weiter. Eine unmittelbare Stellungnahme aus dem Iran lag zunächst nicht
vor.
Der saudische Fernsehsender Al-Arabija berichtete darüber hinaus, dass die
Außenminister der Golfstaaten am Abend zu einem „Notfalltreffen“ per
Videokonferenz zusammen kommen wollten, um über die Lage zu beraten.
## 14.18 Uhr: Israels Präsident Herzog hofft auf „neue Ära“
rtr | Bei einem Raketeneinschlag in der israelischen Stadt Beit Shemesh
sind nach Angaben des Rettungsdienstes sechs Menschen ums Leben gekommen.
## 14.16 Uhr: Merz äußert sich am Nachmittag
afp | Die Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali
Chamenei, und von Mitgliedern der iranischen Führung wird in der Union als
Chance gesehen. Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt sieht in Chameneis Tod
die Möglichkeit für eine Befreiung des Landes von der Mullah-Herrschaft und
für eine demokratische Zukunft. Die CSU nannte die Tötungen „eine gute
Nachricht“. Kanzler Friedrich Merz (CDU) will sich am Nachmittag äußern.
„Die Getöteten gehörten zu den radikalsten Antisemiten der Welt und wollten
Israel und das jüdische Volk vernichten“, sagte Hardt der „Rheinischen
Post“. Die neue Führung stehe nun vor der wichtigsten Entscheidung: „Im
Kampf gegen die USA untergehen oder einen demokratischen Übergang im Land
ermöglichen.“ Die „Tage der Regimes“ seien jedenfalls „gezählt“. Der neue
Iran werde dann ein Erfolgsmodell, wenn er alle Volksgruppen vertrete und
die Unterstützung der libanesischen Hisbollah-Miliz, der Huthi-Rebellen im
Jemen und anderer einstelle.
Der CDU-Politiker und Parlamentarische Staatssekretär im
Bundesinnenministerium, Christoph de Vries, sagte den Funke-Zeitungen, es
„gut“, dass Chamenei – ein „Terrorist, Massenmörder und Unterdrücker des
iranischen Volkes“ – tot sei. Es bestehe „eine historische Chance für einen
freien, demokratischen Iran und für Stabilität und Frieden im Nahen Osten“.
Auch aus der CSU kam Zustimmung zum Militärschlag gegen den Iran. „Der Tod
von Ali Chamenei und weiteren Köpfen des Teheraner Terrorregimes ist eine
gute Nachricht für die Sicherheit Deutschlands und Europas“, sagte
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann dem „Münchner Merkur“. Er forderte
die anderen Parteien auf, sich hinter dieser Position zu sammeln. „Bei
allen Mahnungen, die jetzt aus Deutschland und Europa gegen diesen
Militäreinsatz zu hören sind, sollte nicht vergessen werden, dass es dabei
auch um unsere Sicherheit geht.“
🐾 14.02 Uhr: Wie geht es nun weiter?
Kommt nun der Frieden nach Iran? „Wahrscheinliche Szenarien sind eine
Militärdiktatur oder Chaos“, schreibt Nahost-Korrespondent [2][Karim
El-Gawhary für die taz.]
## 14.01 Uhr: Wadephul verteidigt Angriffe auf Iran
rtr | Bundesaußenminister Johann Wadephul verteidigt die Angriffe Israels
und der USA auf den Iran als notwendig. DEm Sender NDR Info sagt der
CDU-Politiker, das iranische Regime gefährde nicht nur Israel, sondern auch
die Interessen Europas. „Ich nehme zum jetzigen Zeitpunkt keine
abschließende völkerrechtliche Beurteilung vor“, sagt Wadephul. Man müsse
aber sehen, dass das iranische Regime auch Russland mit Drohnen versorge,
die dann im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt würden.
Zudem unterstütze das Regime in Teheran Terrororganisationen wie die
Hisbollah und die Hamas. Eine Lösung könne nur darin bestehe, dass die
iranische Führung auf den Besitz von Nuklearwaffen verzichte. Deutschland
betreibe keine aktive Politik, um einen Regierungswechsel im Iran
herbeizuführen. Die Bundesregierung stehe aber an der Seite der
Bevölkerung, die in einer Art und Weise misshandelt werde, wie man es
selten gesehen habe.
13.42 Uhr: Geheimdienstexperte warnt vor Vergeltung in Europa
rtr | Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums der
Geheimdienste in Deutschland, Marc Henrichmann, warnt vor Anschlägen
iranischer Kräfte in Europa. „Vergeltungsmaßnahmen, auch durch iranische
Schläferzellen in Europa, sind nicht auszuschließen“, sagt der
CDU-Politiker der „Süddeutschen Zeitung“. Wachsamkeit sei das Gebot der
Stunde. „Das iranische Regime hat in der Vergangenheit wiederholt gezeigt,
dass es seinen Terror auch außerhalb der eigenen Grenzen austrägt.“ Es
befinde sich „aktuell im absoluten Überlebenskampf“.
13.41 Uhr: Israel: Vier Tote bei iranischen Raketenangriffen
dpa | Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach
israelischen TV-Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Nach
Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem
Gebäude in der Stadt Beit Schemesch ums Leben. Weitere Menschen erlitten
Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Auch Einwohner von
Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen bei den neuen Raketenangriffen.
Millionen von Einwohnern harrten in Schutzräumen aus. „Wir hören immer
wieder laute Knallgeräusche, möglicherweise sind das auch Abwehrraketen“,
sagte ein Einwohner Tel Avivs. „Es nimmt einfach kein Ende.“ Seit Beginn
der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran am Samstagmorgen berichten
Einwohner Israels von ständigen Gegenangriffen des Irans auf israelische
Bevölkerungszentren, teilweise im halbstündigen Takt.
Am Samstag war bei einem Raketeneinschlag in Tel Aviv eine Frau getötet
worden. Insgesamt starben nach offiziellen Angaben bei iranischen
Raketenangriffen auf Israel bisher sechs Menschen, Dutzende weitere wurden
verletzt.
## 13.35 Uhr: Israel kommentiert Berichte über Angriff auf Schule
ap | Das israelische Militär ist sich nach Angaben eines Sprechers keiner
Angriffe durch Israel oder die USA in der Gegend einer Mädchenschule im
Süden des Irans bewusst, wo iranischen Angaben zufolge mehr als 100
Menschen getötet worden sein wollen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna
meldete, die Schule in Minab sei am Samstag getroffen worden. Ein Sprecher
des US-Militärs, Tim Hawkins, teilte am Samstag mit, die USA ermittelten zu
Berichten über einen Beschuss.
13.30 Uhr: Behörden: 108 Tote bei Angriff auf Schule
afp | Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Iran sind nach
Angaben von Rettungskräften des Iranischen Roten Halbmondes mindestens 108
Menschen getötet worden. Auch die iranischen Justizbehörden sprachen von
108 Toten, ein lokaler Behördenvertreter machte Israel für den Angriff in
Minab verantwortlich. Indes erklärte die israelische Armee, sie wisse
nichts über einen israelischen oder US-Angriff in Minab. „Wir gehen mit
äußerster Präzision vor“, sagte Armeesprecher Nadav Shoshani am Sonntag vor
Journalisten.
Der Gouverneur des Bezirks Minab beschuldigte am Samstag Israel, die
Grundschule mit Raketen angegriffen zu haben. Die Nachrichtenagentur AFP
hatte zunächst keinen Zugang zu dem Gelände, um die Zahl der Opfer oder die
Umstände zu überprüfen.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian sprach von einem „barbarische
Akt“, der „eine weitere dunkle Seite in der Bilanz der unzähligen, von den
Angreifern begangenen Verbrechen“ darstelle.
🐾 13.25 Uhr: Wie schaffte Chamenei es an die Spitze?
Wer war der oberste Führer des Irans und wie kam Ali Chamenei an seine
Macht? Darüber schreibt [3][Ali Sadrzadeh in seinem Text für die taz.]
12.40 Uhr: Antisemitismusbeauftragter warnt vor Gewalt in Deutschland
rtr | Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein,
warnt vor Gewalt in Deutschland. Es sei damit zu rechnen, „dass der Iran
seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge gegen jüdische und
israelische Einrichtungen nutzen wird“, sagt Klein den Zeitungen der Funke
Mediengruppe. „Den Mechanismus zwischen erhöhten Spannungen im Nahen Osten
und verstärkten Angriffen auf jüdisches Leben in Europa haben wir in der
Vergangenheit immer wieder gesehen.“
## 12.36 Uhr: Israels Staatsflugzeug zum BER gebracht
dpa | Israels Staatsflugzeug ist nach Beginn des Kriegs gegen den Iran zum
Berliner Flughafen BER gebracht worden – und damit außerhalb des
Kampfgebiets. Es parkt dort auf dem Rollfeld, wie ein dpa-Reporter
beobachtete.
Nach Daten des Luftverkehr-Portals „Flightradar“ war die Maschine am frühen
Samstagnachmittag Ortszeit (kurz nach 13.00 Uhr MEZ) in Israel gestartet
und kreiste dann stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach
Deutschland flog und am Abend am BER landete. Israel und die USA hatten am
Samstagmorgen breit angelegte Angriffe gegen den Iran begonnen, der seitdem
unter anderem Ziele in Israel beschießt.
Der Flughafen BER äußerte sich auf Anfrage nicht zum Aufenthalt des
Fliegers, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine
Anfrage. Bereits bei früheren Konflikten war die Maschine nach israelischen
Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen außer Landes gebracht
worden. Israels Staatsflugzeug „Flügel Zions“ ist eine Boeing 767, die
speziell für offizielle Regierungsreisen und diplomatische Missionen
ausgestattet wurde. Es dient sowohl dem Präsidenten als auch dem
Ministerpräsidenten Israels und ist mit modernster Kommunikationstechnik
gesichert.
## 12.36 Uhr: Zypern weist Berichte über iranische Raketen zurück
dpa | Die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern hat Berichte
zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel
abgefeuert wurden. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am
Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
Im Zusammenhang mit Aussagen und Medienberichten über einen Abschuss von
Raketen in Richtung Zyperns werde klargestellt, „dass dies nicht der Fall
ist und es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass eine Bedrohung für das Land
bestanden hat“, erklärte Letymbiotis. Die zuständigen Behörden verfolgten
die Lage fortlaufend und sehr aufmerksam, hieß es weiter.
Zuvor hatte der britische Verteidigungsminister John Healey vor der Gefahr
„zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe“ gewarnt. Dem
britischen Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in
Richtung Zypern abgefeuert worden.
## 12.32 Uhr: Hisbollah will sich „Aggression entgegenstellen“
afp | Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran hat die
Hisbollah-Miliz im Libanon geschworen, sich der „Aggression“
entgegenzustellen. „Wir werden unsere Pflicht wahrnehmen, uns der
Aggression entgegenzustellen“, erklärte der Anführer der pro-iranischen
Schiiten-Miliz, Naim Kassem, am Sonntag. „Was auch immer die Opfer sind,
wir werden (…) das Feld der Ehre und des Widerstands nicht verlassen.“
Die von Teheran unterstützte Miliz hat seit Beginn der US-israelischen
Angriffe auf den Iran am Samstag nicht eingegriffen. Für Sonntagnachmittag
war im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut aber eine
Unterstützungskundgebung geplant.
Die Hisbollah will auch Trauerbekundungen für den bei den Angriffen
getöteten obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, organisieren.
Die Regierung in Beirut hatte am Samstag erklärt, der Libanon wolle nicht
in den Konflikt hineingezogen werden.
## 12.20 Uhr: Stau in der Straße von Hormus
rtr | Mindestens 150 Tanker, darunter Rohöl- und Flüssiggasschiffe, haben
in den offenen Gewässern vor der Straße von Hormus den Anker geworfen.
Dutzende weitere liegen auf der anderen Seite der Meerenge fest, wie aus
einer Reuters-Auswertung von Daten der Plattform MarineTraffic hervorgeht.
Die Schiffe stauen sich vor den Küsten der großen Ölproduzenten Irak und
Saudi-Arabien sowie vor Katar.
## 12.17 Uhr: Israel: Iranische Raketenabschussrampen zerstört
dpa | Seit Beginn der Angriffe auf den Iran hat die israelische Armee nach
eigenen Angaben Dutzende Raketenabschussrampen zerstört. Ein israelischer
Armeesprecher sagte, zu Beginn des letzten Kriegs gegen den Iran im
vergangenen Juni habe Teheran über gut 3.000 ballistische Raketen verfügt.
Dieses Arsenal sei damals etwa halbiert worden.
„Inzwischen haben sie es wieder aufgefüllt, sodass es nun wieder bei rund
2.500 liegt – und die Zahl steigt“, sagte der Militärsprecher. Seit Beginn
des jüngsten Schlagabtauschs habe der Iran Hunderte Raketen auf Israel
sowie andere Länder in der Region abgefeuert.
Teheran strebe danach, ein deutlich größeres Arsenal aufzubauen, sagte er.
Er nannte die Zahl von rund 8.000 ballistischen Raketen. Ein Ziel der
gegenwärtigen Operation sei, dies zu verhindern. Die Angaben lassen sich
nicht unabhängig überprüfen.
11.55 Uhr: Israel weist Schuld an Angriff auf Schule zurück
dpa | Israel hat eine Verantwortung für einen Angriff auf eine
Mädchenschule im Iran zurückgewiesen. Die staatliche iranische
Nachrichtenagentur Irna hatte berichtet, bei einem Raketenangriff im Süden
des Landes seien mehr als hundert Schülerinnen ums Leben gekommen.
Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan.
„Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen
Angriffe dort bekannt“, sagte der israelische Militärsprecher Nadav
Schoschani. „Ich weiß, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiß, dass wir
nachprüfen“, ergänzte der Sprecher.
„Und was ich weiß, ist, dass wir in der Lage waren – und das wird auch von
den Amerikanern und den Iranern bestätigt – 40 Personen auszuschalten, die
sich vor uns versteckt hatten, auf sehr präzise Weise, mehr als tausend
Meilen entfernt“, sagte Schoschani offenbar mit Blick auf die Tötung des
iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei.
Dies könnten nicht viele Armeen auf der Welt und es bedeute, „dass wir
extrem präzise operieren“. Die Angaben beider Kriegsparteien lassen sich
nicht unabhängig überprüfen.
## 11.55 Uhr: Irans Sicherheitschef warnt vor Spaltungsversuchen
afp | Der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani hat nach den
US-israelischen Angriffen auf sein Land davor gewarnt, einen Keil in das
iranische Volk treiben zu wollen. „Gruppen, die versuchen, den Iran zu
spalten, sollten wissen, dass wir das nicht tolerieren werden“, sagte
Laridschani, Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, am Sonntag in
einem vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Er rief die Iraner zur
Geschlossenheit auf.
Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf sagte mit Blick auf die Tötung
des Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei, der Iran sei auf „alle
Szenarios“ vorbereitet gewesen. „Wir haben uns auf diese Momente
vorbereitet und uns mit allen Szenarios befasst“, sagte Ghalibaf in einem
vom Staatsfernsehen verbreiteten Video. US-Präsident Donald Trump und der
israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hätten „unsere roten
Linien überschritten“ und „werden die Konsequenzen erleiden“, fügte der
Sprecher des iranischen Parlaments hinzu.
In der südiranischen Stadt Schiras versammelten sich am Sonntagmorgen
zahlreiche Menschen und forderten Vergeltung für die Tötung des Obersten
Führers, wie örtliche Medien berichteten. Die Demonstranten trugen
Chamenei-Porträts, riefen die iranischen Streitkräfte auf, den Tod
Chameneis zu rächen, und skandierten „Tod für Amerika“ und „Tod für
Israel“, wie in einem von der Nachrichtenagentur Tasnim gesendeten Video zu
sehen war. Ähnliche Versammlungen gab es auch in anderen iranischen
Städten, darunter Teheran und Jasd im Landesinneren.
11.45 Uhr: China: Tötung Chameneis inakzeptabel
rtr | Chinas Außenminister Wang Yi verurteilt die Angriffe der USA und
Israels auf den Iran als inakzeptabel. In einem Telefonat mit dem
russischen Außenminister Sergej Lawrow kritisiert er laut der
Nachrichtenagentur Xinhua besonders, dass die Attacken während laufender
Verhandlungen stattgefunden hätten. Die „unverhohlene Tötung“ eines
souveränen Staatsoberhaupts und die Anstiftung zum Regimewechsel seien
nicht hinnehmbar. Peking fordere ein sofortiges Ende der Militäraktionen
und eine Rückkehr zum Dialog.
## 11.44 Uhr: Angriff löst Debatte im US-Kongress aus
ap | Im US-Kongress gibt es Forderungen nach einer schnellen Abstimmung
über eine Resolution zu Kriegsrechten, um den militärischen Angriff von
Präsident Donald Trump gegen den Iran einzudämmen. Einige sehen in dem
Vorgehen Trumps eine potenziell illegale Kampagne, die dazu führen könnte,
dass die USA tiefer in einen Nahost-Konflikt hineingerieten.
Schon lange vor den Militäreinsätzen am Samstag hatten das
Repräsentantenhaus und der Senat Resolutionen zu Kriegsbefugnissen
entworfen. Jetzt soll eine seltene Debatte über Kriegsrechte kommende Woche
zu einer Art Referendum über die Entscheidung von Trump werden, den Iran
ohne offizielle Genehmigung des Kongresses anzugreifen.
„Hat Präsident Trump nichts aus jahrzehntelanger US-Einmischung im Iran und
ewigen Kriegen im Nahen Osten gelernt?“, fragte der demokratische
US-Senator Tim Kaine. Die Angriffe gegen den Iran seien „ein kolossaler
Fehler“.
Im Repräsentantenhaus traten der demokratische Abgeordnete Ro Khanna und
sein republikanischer Kollege Thomas Massie für eine öffentliche Abstimmung
des Kongresses über eine Resolution ein. „Der Kongress muss am Montag
zusammentreten, um abzustimmen, um das zu stoppen“, sagte Khanna. Der
republikanische Trump-Gegner Massie kritisierte mit Blick auf Trumps
Wahlkampfslogan: „Das ist nicht „America First“.“
Doch Massie war mit seiner Kritik eine Ausnahme unter den Republikanern.
Viele Vertreter der Partei von Trump lobten die Angriffe gegen den Iran.
Viele verwiesen auf die langjährigen Atom- und Raketenprogramme des Irans,
die eine militärische Reaktion rechtfertigten. „Gut gemacht, Herr
Präsident“, sagte der republikanische Senator Lindsey Graham.
## 11.39 Uhr: Angriff auf Schule wäre Völkerrechtsverstoß
dpa | Das Kinderhilfswerk Unicef ist „zutiefst besorgt“ über die
Bombardierungen im Iran. „Es gibt Berichte über Angriffe auf Schulen im
Iran, darunter eine Mädchenschule in Minab“, teilte das Kinderhilfswerk in
Köln mit. „Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Objekte, einschließlich
Schulen, stellen einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.“
Nach iranischen Angaben sind bei einem Raketenangriff im Süden des Landes
mindestens 108 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine
Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die staatliche
Nachrichtenagentur Irna. Dutzende weitere Schülerinnen seien verletzt
worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Unicef rief zur sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen auf. Zudem
appellierte das Kinderhilfswerk an alle Konfliktparteien, größtmögliche
Zurückhaltung zu üben und ihren Verpflichtungen nach dem humanitären
Völkerrecht und den Menschenrechten nachzukommen. Dazu gehöre insbesondere
der Schutz der Zivilbevölkerung und der Dienstleistungen, auf die Kinder
zum Überleben angewiesen seien.
## 11:35 Uhr: Netanjahu ruft Iraner zum Aufstand auf
dpa | Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die
Bevölkerung im Iran in einer auf Farsi verbreiteten Videobotschaft zum
Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. Die Ansprache wurde
allem Anschein nach mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf Farsi erstellt.
„Bürger des Irans, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen“, sagte
Netanjahu dort.
Er rief die Iraner auf, auf die Straße zu gehen, „um die Sache zu
vollenden, um das Terrorregime zu stürzen, das euer Leben zur Hölle gemacht
hat“. Netanjahu kündigte zudem an, Israel werde in den kommenden Tagen
„Tausende Ziele des terroristischen Regimes“ angreifen, um die „Bedingungen
für das mutige Volk des Irans zu schaffen, sich von den Ketten der Tyrannei
zu befreien“.
Netanjahu hatte bereits am Samstagabend in einer Ansprache auf Hebräisch
einen ähnlichen Aufruf an die Iraner gerichtet. „Die Hilfe, auf die ihr
gehofft habt. Diese Hilfe ist angekommen“, sagte er in der Videobotschaft
weiter.
## 11.32 Uhr: London warnt vor „wahllosen“ Angriffen
dpa | Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr
von „zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen“. Es seien zwei
Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden. „Wir glauben nicht, dass sie
gezielt auf Zypern gerichtet waren“, sagte Healey dem Sender Sky News. Es
sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine „sehr reale (…) Bedrohung durch
ein Regime“ gebe, das in der gesamten Region weit um sich schlage.
Großbritannien beteiligt sich im Nahen Osten an einem defensiven
Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag
mitgeteilt hatte. Healey erläuterte, dass britische Flugzeuge Drohnen und
Raketen abschießen, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach
unter anderem in Bahrain und auf Zypern. „Wenn ich also davon spreche, dass
Großbritannien im Rahmen koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen
eine Rolle bei der Stärkung der regionalen Stabilität spielt, dann meine
ich genau das“, sagte Healey.
Er kritisierte außerdem, dass iranischen Kommandeuren zunehmend erlaubt
werde, ihre eigenen Ziele auszuwählen, da das Land „die Kontrolle über
seine Befehls- und Kommandostrukturen verliert“.
## 11.20 Uhr: Nordkorea verurteilt Angriffe als „illegale Aggression“
rtr | Nordkorea verurteilt die Angriffe der USA und Israels auf den Iran
als „Verletzung der nationalen Souveränität“. Die Militäroperation sei eine
„illegale Aggression“, meldet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.
## 11.16 Uhr: Söder sieht Chance für Wandel im Iran
dpa | CSU-Chef Markus Söder sieht durch die Angriffe Israels und der USA
eine Chance für grundlegende politische Veränderungen im Iran. „Der
entschlossene Einsatz der USA und Israels ermöglicht endlich den erhofften
Wandel im Iran“, schrieb Bayerns Ministerpräsident auf der Plattform X.
„Nach Jahrzehnten unter der Herrschaft eines grausamen Terrorregimes bietet
sich nun die Chance auf Freiheit und die Einhaltung von Menschenrechten.“
Er sprach von „historischen Stunden im Nahen Osten“.
Man unterstütze das iranische Volk bei seinem Streben nach
Selbstbestimmung, schrieb Söder weiter. Die „willkürlichen Angriffe des
Regimes“ auf die Staaten in der Golfregion müssten sofort enden. „Viel zu
lange hat Iran den Nahen Osten mit brutaler Gewalt destabilisiert.“
Am Samstagmorgen hatten die USA und Israel koordinierte Luft- und
Raketenangriffe gegen Ziele im Iran begonnen, bei denen unter anderem
Religionsführer und Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde.
Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Israel sowie auf Ziele in
der Golfregion, wo es US-Militärstützpunkte gibt.
11.15 Uhr: Tötung Chameneis ist „zynischer Mord“
rtr | Der russische Präsident Wladimir Putin kondoliert seinem iranischen
Kollegen Massud Peseschkian zum Tod von Ajatollah Ali Chamenei. Putin
bezeichne die Tötung als „zynischen Mord“, meldet die Nachrichtenagentur
Tass. Dies sei eine Verletzung aller Normen der menschlichen Moral und des
Völkerrechts.
## 11.10 Uhr: Großteil von Irans Flugabwehr ausgeschaltet
rtr | Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben die Mehrheit der
Flugabwehrsysteme im Westen und Zentrum des Iran ausgeschaltet. Ziel sei es
zudem, die iranischen Boden-Boden- und Boden-Luft-Raketen zu treffen.
11.05 Uhr: Ajatollah Arafi in Übergangs-Führungsrat berufen
rtr | Der Geistliche Aliresa Arafi wird der Nachrichtenagentur Isna zufolge
in den iranischen Führungsrat berufen. Das Gremium nehme die Aufgaben des
Obersten Führers wahr, bis der Expertenrat einen Nachfolger gewählt habe.
Arafi bilde zusammen mit Präsident Massud Peseschkian und Justizchef
Gholamhossein Mohseni Edschei die vorübergehende Staatsspitze.
## 11.03 Uhr: Irans Präsident sieht Tötung als Kriegserklärung
dpa | Irans Präsident Massud Peseschkian hat die gezielte Tötung von
Religionsführer Ali Chamenei als offene Kriegserklärung bezeichnet. Diese
richte sich gegen alle Muslime, insbesondere aber gegen alle Schiiten
weltweit. Peseschkian erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur
Irna: „Der Iran betrachtet die Vergeltung und Blutrache an den Tätern und
Drahtziehern dieses Verbrechens als Pflicht und legitimes Recht.“ Chamenei
sei ein „Märtyrer“, dessen Standhaftigkeit ihn in die Geschichtsbücher
eingeschrieben habe.
## 10.47 Uhr: Unicef ruft zu Ende der Kampfhandlungen auf
epd | Das UN-Kinderhilfswerk Unicef ruft nach den Angriffen im Iran und in
der Region die Konfliktparteien zur sofortigen Einstellung der
Kampfhandlungen und zur Deeskalation auf. Alle Beteiligten sollten
„größtmögliche Zurückhaltung“ üben und ihren Verpflichtungen mit Blick auf
Völkerrecht und Menschenrechte nachkommen, erklärte das Hilfswerk der
Vereinten Nationen am Sonntag in Köln. „Dazu gehört insbesondere der Schutz
der Zivilbevölkerung und der lebensnotwendigen Dienstleistungen, auf die
Kinder zum Überleben angewiesen sind.“
## 10.44 Uhr: Weitere Iran-Demo in Berlin
dpa | Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran und dem Tod des
Religionsführers Chamenei Ajatollah Ali Chamenei sind in Berlin weitere
Demonstrationen angekündigt. Für den Nachmittag ist eine Kundgebung am
Brandenburger Tor mit 5.000 Teilnehmern angemeldet, wie ein Sprecher der
Berliner Polizei sagte. Die Versammlung trägt den Titel „Freiheit für Iran
unter Führung von Prinz Reza Pahlavi“ und soll um 15 Uhr beginnen. Zudem
sei eine Versammlung an der iranischen Botschaft in Dahlem mit rund 150
Teilnehmern angemeldet.
Bereits am Samstagnachmittag fand in Berlin-Mitte eine Kundgebung statt.
Rund 1.600 Menschen nahmen laut Polizeiangaben daran teil, rund die Hälfte
weniger als zuvor angemeldet. Neben kleineren Versammlungen an der
iranischen Botschaft und am Neptunbrunnen kamen am späten Abend zudem noch
etwa 500 Menschen am Breitscheidplatz zusammen. Die Versammlung sei
friedlich verlaufen und habe eher „Happening Charakter“ mit Freudentänzen
gehabt, so der Polizeisprecher.
## 10.38 Uhr: Hamas verurteilt Tötung von Chamenei
afp | Die radikalislamische Hamas hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts
des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, bei US-israelischen Angriffen als ein
„abscheuliches Verbrechen“ verurteilt. Die Vereinigten Staaten und Israel
als „faschistische Besatzerregierung tragen die volle Verantwortung für
diese eklatante Aggression“ und das gegen die Souveränität des Iran
gerichtete „abscheuliche Verbrechen“ sowie für die „schlimmen Auswirkung
auf die Sicherheit und Stabilität der Region“, erklärte die Hamas am
Sonntag.
„Wir betrauern den Tod von Ayatollah Ali Chamenei. Er hat unser Volk,
unsere Sache und unseren Widerstand politisch, diplomatisch und militärisch
unterstützt“, fügte die radikale Palästinenserorganisation hinzu.
Der Islamische Dschihad bezeichnete die Tötung Chameneis als
„Kriegsverbrechen“. Die mit der Hamas verbündete Organisation war an dem
Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt, der den jüngsten Krieg im
Gazastreifen ausgelöst hatte.
## 10.37 Uhr: Öltanker vor Küste Omans angegriffen
dpa | Vor der Küste des Golfstaats Oman ist nach staatlichen Angaben ein
Öltanker angegriffen worden. Der Tanker „Skylight“ sei etwa neun Kilometer
vor der omanischen Küste bei Musandam attackiert worden, meldete die
Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf das omanische
Zentrum für maritime Sicherheit. Dabei seien vier Personen verletzt worden.
Die 20-köpfige Besatzung des Schiffs unter der Flagge des pazifischen
Inselstaats Palau sei evakuiert worden. Weitere Details waren zunächst
nicht bekannt.
Der Vorfall ereignete sich nahe der Straße von Hormus. Die iranische
Nachrichtenagentur hatte gestern gemeldet, dass die iranischen
Revolutionsgarden den Schiffsverkehr der strategisch wichtigen Meerenge
eingeschränkt haben. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in
denen ihnen die Durchfahrt untersagt wurde. Die Besatzungen würden
aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern
vorzubereiten, hieß es.
10.35 Uhr: Katar meldet Beschuss
ap | In Katar sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums Raketen und
Drohnen aus dem Iran abgefangen worden. Opfer habe es nicht gegeben,
berichtete das Ministerium am Sonntag. Katar habe alle Maßnahmen zum Schutz
des Landes ergriffen.
## 10.34 Uhr: Dreitägige Staatstrauer im Irak angekündigt
afp | Nach der Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali
Chamenei, bei US-israelischen Angriffen hat der Irak eine dreitägige
Staatstrauer ausgerufen. Dies teilte Regierungssprecher Bassem al-Awadi am
Sonntag mit. Chamenei sei „bei einem eklatanten Akt der Aggression“ getötet
worden, erklärte al-Awadi weiter. „In großer Trauer sprechen wir den edlen
Menschen des Iran und gesamten muslimischen Welt unser Beileid aus“, fügte
der Sprecher hinzu. Er forderte zudem eine sofortige Waffenruhe. Die
Angriffe führten „zu einer nie dagewesenen Gewalt in der Region“.
Auch der einflussreiche irakische Schiitenführer Moktada Sadr rief eine
dreitägige Trauer aus. Der Koordinationsrahmen, ein Bündnis schiitischer
Parteien, erklärte, „mit großem Bedauern und tiefer Trauer beklagen wir den
Tod des Märtyrerführers Ayatollah Ali Chamenei“. Sein „Blut wird für alle
Generationen ein Leitstern bleiben“ und „der Fluch wird die mörderischen
Zionisten für alle Zeit verfolgen“.
Der oberste irakische Schiitenführer Ayatollah Ali Sistani rief die
Iranerinnen und Iraner zur Einheit auf. „Vom großartigen iranischen Volk
wird erwartet, seine Einheit zu bewahren, standhaft zu bleiben und die
finsteren Ziele des Aggressors abzuwehren“, erklärte er.
## 10.31 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate warnen Iran
ap | Ein Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate hat
Angriffe des Irans auf Golfstaaten als Reaktion auf Luftangriffe der USA
und Israels kritisiert. „Ihr Krieg richtet sich nicht gegen Ihre Nachbarn“,
teilte Anwar Gargasch am Sonntag auf der Plattform X mit. „Kehren Sie zur
Vernunft zurück, zu Ihrer Umgebung und gehen Sie mit Ihren Nachbarn mit
Vernunft und Verantwortungsbewusstsein um, bevor sich der Kreis der
Isolation und Eskalation ausweitet.“
10.04 Uhr: Israel greift Ziele im Herzen von Teheran an
dpa | Erneut hat es in der iranischen Hauptstadt Teheran laute Explosionen
gegeben. Die israelische Armee teilte mit, man greife „Ziele des iranischen
Terrorregimes im Herzen von Teheran an“. Einwohner berichteten, es handele
sich offenbar um Angriffe im Stadtzentrum. Die israelische Armee gab an,
sie habe im Verlauf des vergangenen Tages großangelegte Angriffe im Iran
ausgeführt, „um die Lufthoheit herzustellen und den Weg nach Teheran zu
ebnen“.
## 9.59 Uhr: Dubai meldet Verletzte bei Drohnenabwehr
dpa | In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emirate sind bei der Abwehr
von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in
die Höfe von zwei Wohnhäusern gefallen, teilte das Medienbüro von Dubai
mit. Explosionsgeräusche in der Stadt seien auf Abfangraketen
zurückzuführen, hieß es weiter.
Bereits am Samstag war es im Zuge der aktuellen Eskalation zu einem Feuer
am bekannten Luxushotel Burj al Arab gekommen. In Behördenangaben war von
einem „kleinen Brand“ die Rede. Ein Video zeigte aber, dass es an der
Außenwand des mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzers über mehrere
Stockwerke hinweg brannte.
## 9.53 Uhr: Israel: Luftwaffe hat Chamenei gezielt getötet
dpa | Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den tödlichen Angriff
auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei ausgeführt. Das Militär
gab bekannt, es habe am Samstag „den Obersten Führer des iranischen
Terrorregimes eliminiert“. Sowohl Israel als auch die USA greifen seit
Samstag Ziele im Iran an.
„Ali Chamenei wurde in einer präzisen, großangelegten Operation der
israelischen Luftwaffe ausgeschaltet, die auf exakten
Geheimdienstinformationen beruhte, während er sich in seinem zentralen
Führungskomplex im Herzen von Teheran aufhielt, gemeinsam mit weiteren
hochrangigen Funktionären“, hieß es weiter in der Mitteilung.
Chamenei sei „über viele Jahre hinweg direkt verantwortlich für die
gewaltsame Unterdrückung iranischer Bürger“ gewesen. Außerdem sei er der
„Architekt des Plans zur Zerstörung des Staates Israel“ gewesen. Man habe
ihn als „Kopf der iranischen Krake“ bezeichnet, „die ihre Arme über den
gesamten Nahen Osten bis an die Grenzen des Staates Israel ausstreckte“.
Chamenei sei verantwortlich für „Terroranschläge gegen den Staat Israel,
und das Blut vieler Zivilisten aus aller Welt klebte an seinen Händen“.
## 9.52 Uhr: Mehrere Tote nach Protesten in Pakistan
dpa | Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei sind
bei Protesten am US-Konsulat in der pakistanischen Millionenstadt Karachi
mehrere Demonstranten ums Leben gekommen. „Wir haben mindestens neun
Leichen erhalten“, sagte Jasso Ram, Sprecher des Zivilkrankenhauses von
Karatschi, der Deutschen Presse-Agentur. Demnach könne die Zahl der Opfer
noch steigen. Mehr als 25 Menschen, die bei den Zusammenstößen verletzt
worden waren, würden behandelt.
Der Leiter einer der größten Rettungsdienste der Stadt, Faisal Edhi,
bestätigte, dass seine Organisation mindestens sieben Leichen ins
Krankenhaus gebracht habe. Aufnahmen in Netz sollen zeigen, wie
Demonstranten mit Stöcken und Steinen Fenster einschlugen. Die Polizei
setzte nach Behördenangaben Tränengas und Schlagstöcke ein. Demonstranten
skandierten Parolen gegen die USA und marschierten in Richtung des
Konsulatsviertels, wo sie versuchten, in das Gelände einzudringen, wi es
hieß.
Unterdessen verschärften die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen in
Pakistans Hauptstadt Islamabad. Straßen zur sogenannten Roten Zone mit
Botschaften und wichtigen Regierungsgebäuden wurden gesperrt.
## 9.46 Uhr: Drohnenangriffe im Oman
dpa | Der Handelshafen von Dukm im Oman ist mit zwei Drohnen angegriffen
worden. Eine der Drohnen habe eine Arbeiterunterkunft getroffen, wobei ein
ausländischer Arbeiter verletzt worden sei, berichtete die staatliche
Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen.
Die zweite Drohne sei in der Nähe von Treibstofftanks abgestürzt. Dabei
habe es weder Verletzte noch Schäden gegeben, hieß es weiter. Die Regierung
des Oman verurteilte den Angriff.
## 9.28 Uhr: CIA spürte Aufenthaltsort von Chamenei auf
dpa | Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat laut einem Bericht der „New York
Times“ eine wichtige Rolle vor dem Angriff auf Irans obersten Führer
Ajatollah Ali Chamenei gespielt. Die US-Zeitung berichtete unter Berufung
auf mehrere nicht genannte Personen, die mit dem Einsatz vertraut sein
sollen, der Auslandsgeheimdienst habe Chamenei über Monate verfolgt und
dabei Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt.
Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex
im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller
stattfinden sollte und sich Chamenei dort aufhalten würde. Daraufhin sollen
die USA und Israel den Zeitpunkt ihrer Angriffe auf den Iran angepasst
haben. Ursprünglich sei laut dem Zeitungsbericht geplant gewesen, nachts
anzugreifen.
8.31 Uhr Auch Irans Generalstabschef getötet
afp | Bei den Luftangriffen Israels und der USA auf den Iran ist örtlichen
Medien zufolge auch der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte,
Abdolrahim Mussawi, getötet worden. Im iranischen Staatsfernsehen wurde am
Sonntag der Name Mussawis gemeinsam mit den Namen anderer getöteter
hochrangiger Vertreter genannt. Zuvor war bereits der Tod des Anführers der
iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, und des Vorsitzenden des
nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, bekannt gegeben worden. Wie
das Staatsfernsehen weiter berichtete, wurden die Verantwortlichen „während
einer Sitzung des Verteidigungsrates“ getötet. Weitere Namen würden zu
einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, hieß es.
## 🐾 8.25 Uhr: Ein Krieg voller Widersprüche
„Trump und seinen Militärs ist bewusst, dass sich die iranische Führung in
den letzten Monaten auf massive Gegenschläge gegen Israel und
US-Militärbasen in der Region vorbereitet hat – und diese Angriffe folgten
am Samstag prompt“, schreibt taz-Auslandsredakteur Leon Holly in seinem
[4][Kommentar „Trumps Krieg steckt voller Widersprüche“.]
8.20 Uhr: Iran-Krieg trifft deutsche Handelsschifffahrt
dpa | Von dem Krieg gegen den Iran sind deutsche Reedereien mit zahlreichen
Schiffen und Besatzungen direkt betroffen. In vielen Unternehmen liefen
Krisensitzungen, teilte der Verband Deutscher Reeder (VDR) mit. Schiffe
würden – wo immer möglich – aus Gefahrenzonen herausgeführt, umgeleitet
oder warteten außerhalb der Risikogebiete auf neue Anweisungen.
„Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten und auch
die Schiffe deutscher Reedereien, vor allem aber die Menschen an Bord,
unmittelbar“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands
Deutscher Reeder. „Für viele unserer Mitgliedsunternehmen ist dies eine
akute operative Krise, keine abstrakte geopolitische Entwicklung.“
Rund um den Iran liegt die Meerenge [5][Straße von Hormus.] Für die globale
Energieversorgung sowie den Container- und Tankerverkehr sei sie weltweit
einer der kritischsten Engpässe. Nach aktuellen Lageeinschätzungen sei die
Passage derzeit erheblich eingeschränkt bis gar nicht nutzbar. Westlich
davon verliefen – zwischen Israel, der arabischen Halbinsel und
Nordostafrika – die stark frequentierten Seewege durch das Rote Meer mit
der Meerenge Bab al-Mandab und dem Suezkanal, so der Verband. Diese
Verbindung zähle zu den wichtigsten Handelsachsen zwischen Europa und
Asien.
Die Kombination aus militärischer Eskalation im Umfeld des Persischen Golfs
und anhaltenden Bedrohungen im südlichen Roten Meer schaffe ein
durchgehendes Risikoband entlang zentraler Seehandelsrouten zwischen Europa
und Asien. Es drohe eine weitere Ausweitung des Konflikts mit erheblichen
Risiken für die Handelsschifffahrt in der gesamten Region.
## 8.19 Uhr: Auseinandersetzungen in Bagdad
dpa | Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei
haben Demonstranten [6][in der irakischen Hauptstadt Bagdad] versucht, in
das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen.
Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen
Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt. Sicherheitskräfte lösten die
Menge gewaltsam auf. Die Demonstranten versuchten demnach, die
Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft innerhalb der
Grünen Zone zu gelangen. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte
Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die
Demonstranten auseinanderzutreiben.
7.41 Uhr: Israel: „Gerechtigkeit ist geschehen“
afp | Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Tötung des
geistlichen Oberhaupts des Iran, Ali Chamenei, als Akt der „Gerechtigkeit“
begrüßt. Chamenei sei „zusammen mit hochrangigen Mitgliedern der iranischen
Terrorfestung“ eliminiert worden, erklärte Katz am Sonntag in
Onlinediensten.
„Gerechtigkeit ist geschehen, und die Achse des Bösen hat einen schweren
Schlag erlitten“, betonte der Verteidigungsminister.
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von
Luftangriffen gegen die Islamische Republik Iran gestartet. Bei einer
Attacke in Teheran wurde Chamenei getötet. Als Reaktion führte der Iran
Gegenangriffe auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in
Staaten der Golfregion aus.
7.05 Uhr: Trump warnt den Iran vor Vergeltungsschlägen
dpa | US-Präsident Donald Trump hat den Iran nach den
amerikanisch-israelischen Luftangriffen vor Vergeltungsschlägen gewarnt.
„Das sollten sie besser nicht tun“, schrieb der Republikaner in
Großbuchstaben auf der Plattform Truth Social. Sollte das passieren, werde
man „mit einer noch nie zuvor gesehenen Stärke“ zurückschlagen.
Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei
amerikanisch-israelischen Luftangriffen hatten die Revolutionsgarden des
Landes Rache geschworen. „In Kürze werden die größten militärischen
Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und
US-Stützpunkte in der Region beginnen“, hieß es in einer Presseerklärung
der Elitestreitmacht der Islamischen Republik.
7.02 Uhr: Erneute Explosionen in Golfstaaten
dpa | Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei
durch amerikanisch-israelische Angriffe sind in den arabischen Golfstaaten
erneut Explosionen zu hören. Augenzeugen in der katarischen Hauptstadt Doha
zufolge waren am Morgen mehrere Knallgeräusche zu hören. Der katarische
Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in Doha.
Auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain wurden Explosionen gemeldet.
Augenzeugen berichteten von mindestens vier lauten Knallgeräuschen. Auf
Social Media wurden in dem Zuge Bilder eines getroffenen und beschädigten
Hotels in Manama verbreitet. Sie ließen sich zunächst nicht unabhängig
verifizieren.
Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Teheran
gestern mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Die
arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen.
## 7.01 Uhr: Israels Armee gibt erstmal Entwarnung
dpa | Israels Armee hat nach gemeldeten Raketenangriffen des Irans wieder
Entwarnung gegeben. Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die
Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in ihrer Nähe
aufhalten, teilte die Armee am Morgen mit. Zuvor waren Luftabwehrsysteme im
Einsatz gewesen, um die Angriffe abzuwehren. Zum bereits 20. Mal hätten
Millionen Menschen in Israel innerhalb von 24 Stunden wegen Angriffen des
Irans in die Schutzräume rennen müssen, erklärte das Militär. Die
israelische Luftwaffe hatte in der Nacht auch ihre Angriffe gegen
Raketenstützpunkte und Luftabwehrsysteme im Iran fortgesetzt.
## 7.00 Uhr: Mützenich: Trumps Ziele sind schleierhaft
dpa | SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich blickt kritisch auf die schweren
Angriffe im Iran und fordert von den USA und Israel Transparenz zu den
Beweggründen ihres Handelns. „Die israelische Regierung hat den
militärischen Eingriff als präventive Reaktion gerechtfertigt. Solange sie
jedoch ihre Erkenntnisse nicht öffentlich darlegt, werden Zweifel bleiben“,
sagte der frühere Fraktionsvorsitzende dem „Tagesspiegel“.
Genauso schleierhaft seien die Ziele von US-Präsident Donald Trump und
welche Konsequenzen sich daraus ergäben. „Die amerikanische Regierung muss
erklären, warum weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm
aussichtslos waren.“ Zugleich forderte Mützenich eine Feuerpause, damit
Zivilisten sich in Sicherheit bringen könnten.
Mützenich betonte im „Tagesspiegel“ die Brutalität und Gefahr der
Machthaber im Iran und sprach von einer diktatorischen Gewaltherrschaft.
„Sowohl die überwiegende Mehrheit der iranischen Bürger als auch viele
Länder wären glücklich, wenn die Machthaber durch eine legitime Regierung
und ein verantwortungsbewusstes Parlament abgelöst würden.“ Die Erfahrung
bestätige aber, dass derartige Veränderungen nicht von außen initiiert
werden könnten – „schon gar nicht in einer Region, die durch zahllose
Interventionen und Putsche geprägt ist“.
6.56 Uhr: Erneut Explosionen in Golfregion
afp | Einen Tag nach Beginn der iranischen Vergeltungsangriffe sind mehrere
Städte in der Golfregion am Sonntagmorgen erneut von Explosionen
erschüttert worden. Über der katarischen Hauptstadt Doha stieg dichter
schwarzer Rauch auf, wie ein AFP-Journalist berichtete. Auch in Dubai und
in Bahrains Hauptstadt Manama waren Detonationen zu hören. In Israel war am
Samstag eine Frau getötet worden. Die Behörden in den Emiraten meldeten
zwei Todesopfer in Abu Dhabi. In Dubai wurde das Luxushotel Burdsch Al Arab
durch Trümmer einer abgeschossenen iranischen Drohne beschädigt. Bei einer
Explosion unbekannter Ursache auf der künstlich angelegten Insel The Palm
in Dubai waren zuvor vier Menschen verletzt worden.
## 6.33 Uhr: „Werden auf Vergeltung mit Gewalt reagieren“
rtr | US-Präsident Donald Trump hat den Iran vor beispielloser Gewalt
gewarnt, sollte das Land Vergeltung üben. Die Vereinigten Staaten würden
den Iran mit einer noch nie dagewesenen Macht treffen, erklärt Trump auf
Truth Social. „Der Iran hat gerade erklärt, dass er heute sehr hart
zuschlagen wird, härter als njemals zuvor.“
6.31 Uhr: Was bedeutet Chameneis Tod für den Iran?
dpa | Chameneis Tod markiert eine Zäsur für den Iran – eine epochale
Veränderung, deren Konsequenzen noch nicht absehbar sind. Die Situation ist
im Fluss, nicht zuletzt angesichts der amerikanischen und israelischen
Angriffe, die gerade erst begonnen haben. Das Herrschaftssystem der
Islamischen Republik ist erschüttert. Aber wankt es oder bricht es gar
mittelfristig in sich zusammen? Zumindest letzteres scheint Experten
zufolge kurzfristig unwahrscheinlich: Das Herrschaftssystem hat sich in den
fast 50 Jahren seit der Revolution massiv gefestigt und kontrolliert über
seinen vielschichtigen Sicherheitsapparat das öffentliche Leben mit harter
Hand.
Die Islamische Republik könne „den Verlust mehrerer Schlüsselfiguren
verkraften“, genauso wie mehrtägige Luftangriffe, schrieb etwa Thomas
Juneau, Professor an der kanadischen Universität Ottawa, auf der Plattform
X. Zudem soll Chamenei nach den israelischen und amerikanischen Angriffen
im vergangenen Jahr die Erstellung mehrschichtiger Nachfolgepläne für einen
erneuten Kriegsfall angeordnet haben, um ein Machtvakuum zu vermeiden.
Solange sich die Nachfolger auf Polizei, Militär, Revolutionsgarden und die
Basidsch-Milizen stützen können, um mögliche Proteste zu unterdrücken und
es keine Palastrevolte innerhalb der Führungszirkel gibt, dürfte das System
Bestand haben.
## 6.30 Uhr: Iran will Kurs von Chamenei fortsetzen
rtr | Der Iran wird laut Parlamentssprecher Baker Kalibaf den Weg von
Ajatollah Chamenei fortsetzen. Sich an US-Präsident Donald Trump und
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wendend, sagt Kalibaf im
Staatsfernsehen, sie hätten eine rote Linie überschritten. Dafür würden sie
bezahlen.
6.24 Uhr: Tausende Iraner trauern in Teheran um Chamenei
afp | Nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ali Chamenei, haben
sich am Sonntag tausende Menschen zu seinen Ehren in Teheran versammelt.
Die größtenteils schwarz gekleideten Teilnehmer der Kundgebung auf dem
zentralen Enghelab-Platz skandierten „Tod den Vereinigten Staaten“ und „Tod
Israel“, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Viele von
ihnen schwenkten iranische Flaggen und hielten Fotos von Chamenei hoch.
6.20 Uhr: Revolutionsgarden melden Vergeltungsschläge
dpa | Die iranischen Revolutionsgarden haben in Reaktion auf die Tötung von
Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei nach eigenen Angaben massive
Vergeltungsschläge gegen Dutzende Stellungen der USA und des Erzfeindes
Israel durchgeführt. Es seien 27 US-Stützpunkte in der Region sowie Israels
Armeehauptquartier und ein Rüstungskomplex in Tel Aviv ins Visier genommen
worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, ein Sprachrohr
von Irans Elitestreitmacht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht
unabhängig überprüfen. In Israel gab es in den frühen Morgenstunden
wiederholt Raketenalarm. Die Luftwaffe ist nach Armeeangaben im Einsatz, um
die Bedrohung abzuwehren.
6.03 Uhr: Ein Trio soll Iran vorübergehend führen
dpa | Im Iran soll nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali
Chamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die
Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian,
Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats
übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed
Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische
Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber.
Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte
Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen
Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend
einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber. Wer Chamenei
nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer
dazu nicht geäußert. In den vergangenen Jahren war immer wieder dessen Sohn
Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand.
Dem Staatsapparat dürfte es zudem schwerfallen, mitten im Krieg das
Machtgefüge neu zu ordnen.
5.37 Uhr: Pahlavis Sohn bringt sich als Interimsführer ins Spiel
dpa | Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi,
brachte sich erneut als Übergangsführer des Irans ins Spiel. „Viele Iraner
haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen
Übergang zu leiten“, schrieb er in der „Washington Post“. Er wolle ihrem
Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Darauf
sollten freie Wahlen folgen.
## 5.26 Uhr: Erneut Explosionen in Dubai
rtr | In der Region Dubai sind Augenzeugen zufolge erneut laute Explosionen
zu hören. Der Iran hatte nach Angriffen der USA und Israels
Vergeltungsschläge gegen die benachbarten Golfstaaten gestartet. Der Iran
hat erklärt, er werde US-Stützpunkte in der Region angreifen.
4.35 Uhr: Iran bestätigt Tötung des Chefs der Revolutionsgarden
afp | Der Iran hat den Tod des Anführers der iranischen Revolutionsgarden,
Mohammed Pakpur, bestätigt. Er sei ebenso wie der Vorsitzende des
nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, am Samstag bei den
US-israelischen Luftangriffen auf Teheran umgekommen, teilte die iranische
Justiz am Sonntag auf ihrer Website „Misan Online“ mit.
## 4.31 Uhr: Afghanistan feuert auf pakistanische Jets über Kabul
rtr | Afghanistan feuert nach eigenen Angaben auf pakistanische Jets über
der Hauptstadt Kabul. Zuvor erschüttern Explosionen und Schüsse die Stadt.
Die Geräusche seien das Ergebnis des Beschusses pakistanischer Flugzeuge,
sagt ein Sprecher der Taliban-Regierung. Eine pakistanische Stellungnahme
liegt zunächst nicht vor.
4.16 Uhr: EU-Außenminister beraten am Sonntag über Lage im Iran
afp | Angesichts der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran und
zahlreicher Vergeltungsattacken Teherans kommen die Außenminister der
EU-Mitgliedsstaaten am Sonntag zu einer außerordentliche Sitzung zusammen.
Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas soll dabei über „über den
Iran und die sich rasch entwickelnden Ereignisse im Nahen Osten“ beraten
werden. „Die wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn
bergen die Gefahr, die Region in einen größeren Krieg zu ziehen, und wir
verurteilen dies“, sagte Kallas am Samstag.
3.37 Uhr: Israel greift weitere Ziele im Iran an
dpa | Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach eigenen Angaben mehr als
30 weitere Ziele bombardiert. Dutzende Kampfflugzeuge hätten eine weitere
Angriffswelle gegen ballistische Raketenstellungen und die
Luftabwehrsysteme im Westen und im Zentrum des Irans abgeschlossen. Ziele
seien unter anderem Raketenabschussanlagen, Einrichtungen der Staatsführung
und militärische Kommandozentren gewesen. Die Armee werde ihre Angriffe zur
Schwächung der Militärkapazitäten des Irans fortsetzen.
3.13 Uhr: G7-Außenminister beraten über Lage im Iran
dpa | Die Außenminister der G7-Länder wirtschaftsstarker Demokratien haben
sich nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe gegen Ziele im Iran
auf eine enge Abstimmung verständigt. Die USA hätten einen Überblick über
die jüngsten Entwicklungen und ihre weiteren Aussichten gegeben, teilte das
japanische Außenministerium nach einem Telefonat der Minister mit. Japan
werde in Bezug auf den Iran mit der internationalen Gemeinschaft,
einschließlich der G7-Gruppe weiter „alle notwendigen diplomatischen
Anstrengungen“ unternehmen, sagte Außenminister Toshimitsu Motegi. Zu den
G7-Ländern gehören neben Japan und den USA auch Deutschland, Frankreich,
Italien, Großbritannien und Kanada.
## 3.08 Uhr: Demonstrationen in den USA
dpa | Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran haben sich in den
Vereinigten Staaten in mehreren Städten Menschen auf den Straßen
versammelt. Größere Demonstrationen fanden unter anderem in Washington, New
York und Los Angeles statt. Teils kritisierten die Demonstrierenden das
Vorgehen der USA und forderten Frieden für die Region. Andere feierten
dagegen den Schlag gegen die iranische Führung.
In der Hauptstadt Washington war bei den Protesten auch eine
überlebensgroße Figur von US-Präsident Donald Trump zu sehen, die in
Häftlingskleidung durch die Straßen ging – über ihr ein großer Schriftzug,
der eine Amtsenthebung Trumps fordert.
Andere feierten den Tod des Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei. „Ich
möchte weinen. Ich möchte schreien. Ich möchte tanzen. Ich möchte lachen –
aber vor allem möchte ich einfach nur feiern“, zitierte die „New York Post“
einen Demonstranten aus Los Angeles. Dem Bericht zufolge gingen in der
Stadt Hunderte Menschen auf die Straße, um die Angriffe auf den Iran zu
feiern. Die Stadt ist ein Zentrum der iranischen Diaspora in den USA.
3.08 Uhr: Iran bestätigt Tod von Chamenei
afp | Das iranische Staatsfernsehen hat den Tod von Irans geistlichem
Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei bestätigt. Ein Moderator verkündete die
Nachricht am Sonntag um 05.00 Uhr Ortszeit (02.30 Uhr MEZ) mit brüchiger
Stimme. Das Staatsfernsehen machte keine Angaben zu den Umständen von
Chameneis Tod und erwähnte auch die Luftangriffe der USA und Israels auf
dessen Residenz am Samstag in Teheran nicht.
Der Sender zeigte Archivaufnahmen Chameneis, die als Zeichen der Trauer mit
einem schwarzen Band versehen waren. Nach Angaben des Moderators wurde eine
40-tägige Staatstrauer ausgerufen. Als geistliches Oberhaupt des Iran
lenkte Chamenei mehr als drei Jahrzehnte lang die Geschicke der Islamischen
Republik. Den Posten hatte er 1989 nach dem Tod von Republikgründer
Ayatollah Ruhollah Khomeini übernommen.
2.49 Uhr: Tochter und Enkel Chameneis getötet
dpa | Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sind bei den
israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf den Iran auch mehrere
Angehörige des obersten Führers Ali Chamenei getötet worden. Die Webseite
Al-Arabiya berichtete unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur
Fars, eine Tochter Chameneis, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und
ein Enkel seien ums Leben gekommen. Dem Sender Al-Jazeera zufolge berief
sich Fars dabei auf Chamenei nahestehende Quellen. Aus dem Iran gab es
dafür zunächst keine Bestätigung. Chamenei selbst wurde nach US-Angaben bei
Angriffen am Samstag ebenfalls getötet.
## 2.11 Uhr: Explosionen in Teheran
afp | Die iranische Hauptstadt Teheran ist am frühen Sonntagmorgen erneut
von lauten Explosionen erschüttert worden. Mindestens drei Detonationen
seien zu hören gewesen, berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur
AFP. Zugleich waren dröhnende Geräusche zu hören, die denen von Flugzeugen
ähnelten. Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds wurden bei den
Luftangriffen der USA und Israels mindestens 201 Menschen getötet und mehr
als 740 weitere verletzt. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel
sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
1.00 Uhr: Iran schließt Straße von Hormus
rtr | Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran und der darauf
folgenden Sperrung der Straße von Hormus durch Teheran haben mehrere
Reedereien, Ölkonzerne und Handelshäuser ihre Fahrten durch die Meerenge
eingestellt. Dies betrifft Rohöl, Treibstoff und Flüssigerdgas (LNG), wie
Händler am Samstag sagten. „Unsere Schiffe werden für einige Tage
stillliegen“, sagte ein führender Manager eines großen Handelshauses.
Satellitenbilder zeigten, dass sich Schiffe vor großen Häfen wie Fudschaira
in den Vereinigten Arabischen Emiraten stauten und die Straße von Hormus
nicht passierten.
Mehrere Schiffe in der Region haben nach Angaben eines Vertreters der
EU-Marinemission Aspides eine Funkdurchsage von den iranischen
Revolutionsgarden erhalten, wonach „kein Schiff die Straße von Hormus
passieren darf“. Die Tankervereinigung Intertanko teilte mit, die US-Marine
habe vor Fahrten in der gesamten Region gewarnt – dem Persischen Golf, dem
Golf von Oman, dem Nordarabischen Meer und der Straße von Hormus – da sie
die Sicherheit der Schifffahrt nicht garantieren könne. Auch das
griechische Schifffahrtsministerium riet Schiffen, die Region zu meiden.
Die britische Marine erklärte hingegen, die Anweisungen des Irans seien
nicht rechtsverbindlich, und riet den Schiffen, die Meerenge mit Vorsicht
zu passieren.
Rund 20 Prozent des weltweit verschifften Öls, unter anderem von den
Förderländern Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Irak,
Kuwait und dem Iran, werden durch die Meerenge transportiert. Hinzu kommen
große Mengen an Flüssigerdgas aus Katar. Bei 14 LNG-Tankern war bereits zu
beobachten, dass sie langsamer fuhren, wendeten oder stoppten. Die
deutsche Container-Reederei Hapag-Lloyd teilte mit, sie setze alle
Durchfahrten durch die Straße von Hormus bis auf Weiteres aus.
## 0.52 Uhr: Syrien verurteilt iranische Angriffe
ap | Syrien hat die iranischen Angriffe auf Golfmonarchien scharf
verurteilt. Das Außenministerium in Damaskus teilte mit, es verurteile
Irans Attacken auf die Souveränität und Sicherheit der betroffenen Staaten
aufs Schärfste. In der Erklärung blieben die Angriffe Israels und der USA
auf den Iran, die am Samstagmorgen begannen, indes unerwähnt. Dies
spiegelte aus Sicht von Beobachtern das Bemühen der syrischen
Übergangsführung wider, die Beziehungen zu einflussreichen
Volkswirtschaften in der Region und zu den USA zu stärken. Unter dem Ende
2024 gestürzten Machthaber Baschar al-Assad hatte Syrien zu den engsten
Verbündeten Irans in der Region gehört.
## 0.34 Uhr: Auch Russland fordert Sondersitzung der IAEA
dpa | Nach Teheran fordert auch Moskau wegen der israelisch- amerikanischen
Angriffe im Iran eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde
(IAEA). Diese solle vor einer ohnehin geplanten regulären Frühjahrssitzung
des IAEA-Gouverneursrates am Montag stattfinden, schrieb der russische
Botschafter bei den internationalen Organisationen in Wien, Michail
Uljanow, auf der Plattform X. Zuvor hatte auch der Iran unter Verweis auf
eine „Bedrohung“ der nuklearen Einrichtungen im Land eine Sondersitzung
gefordert.
0.30 Uhr: Verletzte auf Flughafen von Dubai
ap | Bei einem mutmaßlichen iranischen Raketenangriff sind auf dem
internationalen Flughafen von Dubai vier Menschen verletzt worden. Die
Emirate sprachen am Samstag in einer Mitteilung von einer „schweren Attacke
mit iranischen ballistischen Raketen“. Angriffe wurden auch an anderen
Verkehrsflughäfen in der Region gemeldet, etwa am Internationalen Flughafen
Kuwait. Mehrere Airports wurden geschlossen und Flüge gestrichen.
0.13 Uhr: IAEA beruft Dringlichkeitssitzung ein
rtr | Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hält am Montag eine
Dringlichkeitssitzung wegen der Angriffe der USA und Israels auf den Iran
ab. Das von Russland beantragte Treffen beginne um 09.00 Uhr (MEZ), teilt
die UN-Behörde mit. Diplomaten zufolge gibt es keine Anzeichen dafür,
dass bei den Angriffen am Samstag iranische Atomanlagen getroffen wurden.
## 0.00 Uhr: Rubio sagt Reise nach Israel ab
dpa | US-Außenminister Marco Rubio wird seine Reise nach Israel nicht wie
geplant antreten. Aufgrund der aktuellen Umstände werde Rubio am Montag
nicht nach Israel reisen, teilte ein Vertreter des Ministeriums auf der
Plattform X mit. Er machte keine Angaben dazu, ob die Reise zu einem
späteren Zeitpunkt stattfinden soll.
1 Mar 2026
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